Böller statt Spende? I Kolumne

Ganz klar : Spende! Warum dat hau ich dir jetz aufe Augen und Ohren:

In manchen Städten, wie Bochum und Bottrop gibbet schon Zonen, wo du nur dort Böllern und Feuerwerken darfs.

Die Schornalisten frugen inne Sozialen Medien da mal nach, wat bessa is:

https://www.waz.de/lokales/bottrop/article410735376/roter-platz-in-bottrop-zu-silvester-boellerverbot-aber-keine-videoueberwachung.html

Klar kamen da Antworten, wie:

Mimimimi, abba ich feiere in meinem Einfamilienhaus mit meiner Familie immer mit Feuerwerk und das soll auch so bleiben!

Kerl, dann hasse wohl genuch Kohle, um dat auch ma n Tierheim zu spenden! Sei Vorbild für deine Familie!

Oder :

Mimimimi, es wird schon genug verboten. Das Knallen lass ich mir nicht nehmen!

Hömma! Deine Alte kannse von mir aus knallen, abba die Gehörgänge anderer Leute solltese gefällichst in Ruhe lassen!

Und nicht nur die Gehörgänge anderer Menschen!… Gut die im Altenheim, die haben die Fenster dicht, die Hörgeräte abgeschaltet und freuen sich auf den bunten Himmel, den sie bald sehen werden, und ganz ehrlich wird der dann nicht mehr so bunt sein. Und wat wird dat Jahr auch bringen außer, dat nebenan der Horst mitte Füße voran außer Haus geht.

Letztens habbich selbs erlebt, wie son Böller gefährlich nah den Kopp vonna Fußgängerin fast verlodert hat. Die is libba schnell abgedampft, bevor noch son Dingen kommt.

Da kam der zweite auch sogleich. Ich hatte eine Ausstellung direkt unterm Jugendcafé. Ich hab da hochgeschrien, dat die dat lassen sollen, weil se Menschen gefährden. Abba ich bin dann selbs hoch. Da wurde mir mitgeteilt, dat da schon die Betreuer mit demjenigen reden. Die haben eine schwere Kindheit und so. Ich solle doch den Raum wieder verlassen…

Also du kanns dir wahrscheinlich denken, wat ich in dem Moment gedacht hab. Abba ich hab mich beruhigt und bin runter.

Keine große Zeit verging, da hörte ich widda Böllereien. Und ich bin mir hundertprozentich sicha, dat dat die Bengel widda warn.

Ich hab doch auch mitte Pistole rumgeschossen mit den kleinen Knallblättern. Niemand hat sich dran gestoßen, wenn wir Räuber und Gendarm, Cowboy und Indiana (darfse so ja nich mehr sagen, hört sich auch irgendwie doof an: Cowboy und Native…) oder Raumschiff Enterprise als Kirk und Spok die fremden Gebüsche am Trappenhof auf gefährliche Außerirdische untersucht haben. Kein Nachbar hat sich aufgerecht. Wir haben gespielt und irgendwann war gut. Aber Böllern is kein Spiel. Böllern macht krach, und kann verletzen. Is einfach gefährlich. Und Böllern is für empfindliche Menschen, so wie ich einen im Rollstuhl sitzenden kenne, eine absolute Gefahr für sich selbst, da er sich immer erschreckt. Dat is nich lustich. Da kann schon im Haushalt dann auch eine gefährliche Situation entstehen!

Und von den Tieren ganz zu schweigen. Die haben et nicht einfach. Hunde können sieben Mal besser hören als Menschen. Die kriegen sieben Sekunden früher ein Erdbeben aufs Gehör als wir Menschen. Dat kann lebensrettend sein. Habbich selbst im Fernsehen gesehen. Kannse auf YouTube soga finden dat Video. Abba Die Böller erzeugen Angst! Manche Hunde findese tagelang unterm Sofa abgemagert. So war dat imma beim Hund meines Onkels. Teddy hieß er, der Arme.

Und dann sind da noch Geflüchtete, die den Kriech mitbekommen haben in U-Bahn, im Keller oder sonstwo. Die haben ein Trauma und dat kann ein Böllerer einfach nicht verstehn. Die klingen eben wie Granaten.

Ein Vorschlach also jetz von mir: Liebe Böllerer, Familienväter und Feuerwerkliebhaber :

Erstens könnt ihr froh sein nicht inne Niederlande zu leben. Im liberalen Käseland is dat nämlich verboten worden und nur an zentralen Plätzen möchlich. Dat schränkt schomma mögliche Verletzungen, wie zerfetzte Hände, ein.

Zweitens machen die paar Feuerwerkfirmen so oder so ihre Kohle, ob sie an zentrale Stellen einer Stadt dat schicken, die dat organisiert oder ob dat selbs inne Luft gezündet wird, spielt keine Rolle.

Zweitens kannse dein Geld  bessa ma in die nach Weihnachten ausgesetzten Tiere investieren. Spende am Tierheim deiner Wahl. Die freuen sich nicht nur auf lecker Futter, sondern auch auf eine angenehme Ruhe inne Nacht.

Drittens lassen die meisten ihre Böller und Feuerwerkreste immer aufe Straße und Wiese liegen. Dat kostet den Steuerzahler also dir wieder erhöhte Müllgebühren. Abba darüber hasse vor dem Kauf vom blitzenden Knallern nich nachgedacht. Warum auch, räumt ja irgendwann jemand anderer wech. Da krich ich jedes Jahr die Pimpernellen!

Viertens wird die Luft sowat von mit unangenehmen krebserregenden Feinstaub belecht, datte denks, du muss aufhören zu rauchen. Außerdem hätte Petrus auch ma besseres Wetta statt Nebel für die Nacht der Nächte bieten können. Nix da. Den Schrott kannse selba wechschnuppern! Ich drück dir den auch gern inne Nasenlöcher. Is dann wie Schnupftabak…

Fünftens wird die Feuerwehr und der Notarzt unnötich benutzt für so manche Fahrt, die in der Nacht, dann nich nötich wären. Dat muss doppelt gesacht werden. Die haben wichtigeret zu tun als die besoffenen Böllerköppe auch noch zu versorgen und mit Polizei auseinander bringen zu lassen. Woanders stirbt dann jemand an einem Herzinfarkt, dem nich mehr geholfen werden kann.

Und überhaupt wat hat dat mit einem Frohen Neuen Jahr zu tun, wenne die Feinstaubluft morgens beim Spaziergang immer noch einatmest, üba den Müll stolpers und dann den Krankenwagen bestellen muss, weil der Herr im Einfamilienhaus sich doch dat Familienfest nich verbieten lassen will.

Gut dat dat Berchmannsheil nah von mir wech is…

Also Spendet lieber an einen Wohltätigkeitsverein, wie einem Tierheim oder für Obdachlose (die haben nämlich auch nix vonne Böllereien, die können sich dat nich leisten und brauchen ne warme Decke und Suppe) !

Dat Tierheim Bochum hat in Instagram dazu aufgerufen statt böllern zu spenden. Da hab ich mir gedacht, da musst du einfach schnell einen persönlichen Artikel zu schreiben. Niemand will hier den Zeigefinger zeigen, sondern mitteilen, dass es wunderbare schöne Alternativen gibt, statt das Geld zum Fenster rauszuwerfen im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann ist man ein besseres Vorbild für die Familie!

Zeiten ändern sich: Bottroper Grubennacht ist Event und der Knappenchor Rheinland singt ein letztes Mal I +Video I Kommentar

Der Knappenchor Rheinland hat am 21.12.2026 in Moers auf Schacht IV das letzte Mal das Steigerlied gesungen, während in Bottrop umme Ecke mit dem Erinnerungsevent der „Grubennacht“ zum zweiten Mal mit der Ehrengarde Prosper – Haniel angestimmt wird: 

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/moers-letztes-weihnachtssingen-knappenchor-bergbau-100.html

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100 Mann besangen noch vor 40 Jahren das Arschleder, jetzt standen noch 14 mit dem Durchschnittsalter von Mitte 80 mit kraftstrotzender Stimme auf der Bühne. 200 Besucher sangen kräftig mit kullernden Tränen mit. Der Lauf der Dinge. Auch Bergleute werden alt und es sterben Kumpels weg, die den Schnaps danach mitgeschluckt haben, auch früher an den damals vielen Kneipentheken, die heute schicke große Wohnungen sind.

Die Jugend hat anderes im Kopf

Wir sollten uns nichts vormachen, denn schon jetzt tauchen auf gemalten Bildern von Kindern so gut wie keine rauchende Schlote oder Bergwerke in Zeichnungen auf, sondern grüne Wiesen mit dem Tetraeder im Hintergrund. 

Der vom Bundeskanzler Willy Brandt a.D.u.v. (außer Dienst und verstorben…) geforderte blaue Himmel ist heute fast automatisch Wirklichkeit geworden. Weil es kaum noch Stahl- und Kokserzeugung gibt, die sonst an jeder Ecke im Ruhrgebiet waren. Die Kinder können mit der Ursprungsgeschichte des Ruhrgebiets nichts mehr anfangen. So ist das nun mal.

Es gibt sie noch die Bergleute, die letzten, die noch mit Bergbausicherung zu tun haben, die Bergleute, die in Salz- oder Kali-Bergwerke arbeiten. Auch die Braunkohle macht Schicht im Schacht demnächst. Im Ruhrgebiet ist es die letzte Garde die Schächte verfüllen oder gesangstechnisch in der Ehrengarde Prosper – Haniel e.V. ihre Stimme bereitstellen.

Grubennacht in Bottrop 

Für die letzten Bergleute von Bottrop ist das zweite Mal das Event „Grubennacht“ gestaltet worden am 21.12.2025. Auch diese Reihen werden sich in ein paar Jahrzehnten lichten und dann macht der letzte im wahrsten Sinne dat Licht im Schacht aus. Wird dann die nächste Generation das noch würdigen, was die Eltern, Groß- und Urgroßeltern geschaffen haben?

Wir wissen es nicht. Die Welt dreht sich weiter. Andere Prioritäten werden wichtiger, aber die Spuren werden bleiben an vielen Punkten im Ruhrgebiet, ob in Moers, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund oder Hamm. Fast alle 53 Städte haben sich durch den Zuzug von Männern von Dörfern erst zu Städten entwickelt. Gut, damals gab es noch keinen Fernseher, da gab es dann mal eben ein paar Kinder zu füttern bei dem kargen Bergarbeiterlohn. Aber immerhin gab es eine Wohnung mit Garten für die Selbstversorgung. Ja, dass waren noch Zeiten. Da kam der Metzger und schlachtete das Hausschwein. Und die Familie hatten nur einen Sonntagsbraten. Heute fährt man mit dem Auto bis vor die Tür der an jeder Ecke stehenden Supermärkten und behauptet, dass kein Tier geschlachtet wird, die Schnitzel kommen ja aus der Kühltheke… 

Es ist irgendwie gruselig, wenn man indirekt mit den noch vorhandenen Fördergerüsten aufwächst. Man weiß etwas darüber, aber dann stehen die Seilscheiben still. Die Männer machen was anderes oder gehen in Rente. Es sind andere Themen, andere Arbeiten, eben Strukturwandel, der sich bei allen entwickelt und die Städte durchzieht. Und so mancher Bergmann war auch froh in Frührente gehen zu können. Nicht alle beweihräuchern ihren alten dreckigen Job. Das soll auch ehrlich gesagt sein. Lustig war das da unten nämlich nicht immer. Aber Kumpels, was heute ein aussterbender Begriff ist, sind sie immer noch Übertage.

Im schicken Moers war Bergbau?

Und dann gibt es einen Chor aus Bergleuten vom Bergwerk Rheinbaben in Moers. Wer weiß denn noch, dass da Bergbau war. Moers liegt doch auf der anderen Seite vom Rhein. Das ist doch Niederrhein. Liegt das noch im Ruhrgebiet?

Die Moerser meinen nein. Sie fühlen sich nicht zum „Ruhrpott“ unbedingt zugehörig. Der Knappenchor besang jedoch 40 Jahre lang das berühmte Arschleder im Steigerlied. Also muss es wohl so sein. Da ist es schon länger her mit dem Bergbau und nun werden die Stimmen stumm. Die Uniformen werden in den Schrank gehängt.

Das ist, als wenn die Eltern sterben, so wie ich es erlebt habe vor ein paar Jahren. Es ist dann eine gewisse Leere, die entsteht am Ort, wo man aufgewachsen ist. Etwas fehlt und wird fehlen, bis man selbst nicht mehr da ist, wenn man es erlebt hat. Die Kinder, die damit nicht mehr aufwachsen, werden anders damit umgehen. Ihnen wird auch irgendwas fehlen, aber nicht unbedingt ein Knappenchor oder ein Fördergerüst, dessen Bedeutung ihnen heute nicht mal mehr in der Schule unbedingt beigebracht wird. 

Zu meiner Schulzeit in den 1970er und 1980er Jahren hatte der Rohstoff Steinkohle in Erdkunde noch eine große Bedeutung. Den Lehrern wurde aufgetragen laut Lehrplan uns zu zeigen, wo die Kohle abgebaut wurde und wie das ist mit den Anfängen vom Abteufen bis zum Abbau mit Bohrhammer und der Kohlenwäsche und was damit außer Heizen noch gemacht werden kann.

Die Zeiten ändern sich

Die Welt dreht sich weiter. So ist es nun mal. Die Generation wechselt. Das Leben mit Rauch, schwarzer Kohle, dem Dreck in Luft und auf Straßen, was viele mit einer besonderen Nostalgie verklären, ist einmal mehr Geschichte geworden. Ich kenne sie noch, die hartgesottenen Arbeiter. Heute sind es die Krankenpfleger und Krankenpflegerinnen, die sich die Hände schmutzig machen und hochgelobt werden, sogar Verständnis gezeigt wird, wenn sie mal ein paar Sekunden Pause machen zwischen den Patienten, aber dann mit vorgehaltener Hand durch den Kakao gezogen werden, dass die Pflege nicht mehr das ist, was sie mal war…

Jetzt macht das Ruhrgebiet automatisch durch die Schließungen auch der großen Kohlekraftwerke, wie in Voerde, wo der große Schornstein am 19.12. gesprengt wurde, ganz viel für den Klimaschutz. Am besten noch die Autobahnen dicht machen, dann haben wir auch keinen Feinstaub mehr. Die Straßenbauer sind jetzt die, die am meisten Staub einatmen müssen Übertage.

Schornsteinsprengung Voerde: RWE baut Kraftwerk zurück – Ruhrgebiet – Nachrichten – WDR

 

Mit einem traurigen Blick schaut man auf die Vergangenheit, aber man muss nach vorne schauen. Der Strukturwandel ist wichtiger denn je, damit das Ruhrgebiet in der globalisierten Welt bestehen kann. Darauf sollte sich Politik und Wirtschaft konzentrieren.

 

Rheinpreussen ist schon lange dicht

 

Die Schachtanlage Rheinpreussen 4 in Moers wurde östlich der Römerstraße als Anschlussanlage von Rheinpreussen von 1900 bis 1904 abgeteuft. Weithin sichtbar kam eine Kokerei dazu. Zu Spitzenzeiten konnte 1 Mio Tonnen Steinkohle gefördert werden.

 

Das Doppelstreben-Fördergerüst blieb nach dem Verfüllen 1990 erhalten und ist ein sehenswerter Ort auf der Route der Industriekultur.

 

Natürlich werde ich mit Jack Tengo einen eigenen Podcast in der Reihe ‚Ruhrgebiet erklärt‘ zu Rheinpreussen und auch Moers machen. Aber das dauert noch ein wenig und Bedarf noch ein wenig Recherche als nur bei Wikipedia nachzulesen.

Kunst und Bergbau

Und nächstes Jahr habe ich vor mit der Kunstgemeinschaft Bottrop mehr eingebunden zu werden bei der Grubennacht, denn der Kumpel Anton (im Foto) der zur Einstimmung der Grubennacht genutzt wird, wurde von meiner Vorvorgängerin vom ersten Vorsitz des Vereins Bernhardine Lützenburg entworfen. 

Kunst und Industrie gehen seit jeher Hand in Hand. Und wenn ich mir die Bilder ansehe im WAZ-Beitrag, dann sehe ich kaum Jugendliche, sondern eher die Generation 50+. Traurig aber wahr, das ist eben das, was ich beschrieb. Der Generationenwechsel ist im vollen Gange und kaum einer bemerkt es. Ich selbst konnte leider nicht anwesend sein, da ich in Urlaub fuhr, den ich unbedingt auch mal brauchte.

Ehrliche Diskussion zur Bergbaukultur

Wir müssen das auch mal ehrlich machen die Verklärung. So schön die Nostalgie ist. Es gab und gibt immer Vor- und Nachteile bei der Industrie, vor allem im Bergbau. Es gibt sie, die Bergleute, die den Job 100%ig gern gemacht haben da unten im Dunkeln unter den Millionen Tonnen Gestein. Doch es gibt auch die, die es gemacht haben, aber lieber was anderes gemacht hätten und froh sind aus der Grube heil heraus gekommen zu sein.

Und wieviele Bergleute sind an der Staublunge (Silikose) schon in jungen Jahren elendig verreckt. Viele sind Untertage geblieben durch Unfälle in den frühen Tagen. Bergleute wollten ihre Kinder nicht im Schacht sehen. Zuhause waren sie dann keine Kumpels. Auch wenn der Sohn meinte, es gibt aufe Zeche besseres Geld, so solle er besser studieren gehen, um was anständiges zu lernen. Es gibt sie, die generationenübergreifend im Bergbau tätig waren. Aber es gibt vor allem die, die es nicht getan haben, längst nicht mehr den Weg der Silikose gewählt haben und heute vielleicht Krankenpfleger oder am E-Auto Kabelbinder geworden sind…

 

Glück auf auf das, was noch kommen wird, denn das Leben geht weiter, auch ohne Kohle mit ein bisschen noch von Stahl und Koks, die das Ruhrgebiet zu dem gemacht haben, was es heute ist!

 

Links

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Schachtanlage_Rheinpreu%C3%9Fen_4?wprov=sfla1

https://www.meinchor.de/knappenchor-rheinland-moers

grubennacht-bottrop.de

Grubennacht feiert den Bergbau in Bottrop: Die schönsten Fotos zum Event

Örtliche Buchhandlung in Gelsenkirchen bekommt keinen Ausschreibungszuschlag für die Stadtbücherei I Kommentar & Meinung

Ein WAZ – Beitrag hat mich verärgert als ich las, dass der örtliche Buchhändler Dirk Niewöhner mit seiner Buchhandlung Kottmann in Gelsenkirchen nicht den Zuschlag erhielt die örtliche Stadtbücherei zu bestücken.

Buchhändler schäumt: „Gelsenkirchen übergeht heimische Firma“ https://www.waz.de/lokales/gelsenkirchen/article410115075/buchhaendler-schaeumt-gelsenkirchen-uebergeht-heimische-firma.html

Rechtlich richtig ist es leider. Deswegen ist die Entscheidung für die Stadt Gelsenkirchen einfach gewesen.

Rechtlich ist es natürlich schwierig da einen Unterschied zu machen, denn ab einem bestimmten Beitrag muss die Stadt die Ausschreibung für wirtschaftliche Aufträge für den Ort in ganz Deutschland machen oder sogar in ganz Europa. Das sind Richtlinien, die natürlich auch den angespannten Haushalt der Stadt Gelsenkirchen etwas entspannen sollen. Doch dies ist nicht nur dort der Fall, sondern überall, wo Städte eine schiefe Haushaltslage bekommen haben.

Aber ist es sinnvoll?

Nein. Denn mit jedem Cent, der eingespart wird, um bei diesem Beispiel nun in einer Buchhandlung in München die Bücher zu bestellen für die Stadtbücherei, weil diese in der Punktevergabe entweder günstiger war oder in einem Losverfahren zum Glück den Zuschlag erhalten hat, sägt sich die Stadt langfristig natürlich den eigenen Ast ab.

Denn der Gelsenkirchener Dirk Niewöhner hat Angestellte, er zahlt nicht unwesentliche Steuern an die Stadt, die diese wiederum für die örtlichen Schulen und kaputten Straßen investieren… sollten.

Aber wenn jetzt die Vergabe von einem Betrag von über 188000 € nicht an eine ortsansässige Gelsenkirchener Buchhandlung geht, die sich mit 16 anderen aus ganz Deutschland beworben hat nicht bekommt, dann geht die Gewerbesteuer eben nach München. Die Stadt freut sich mit den Steuereinnahmen einen weiteren U-Bahnschacht bauen zu können.

Rechtlich im Rahmen ist es ja, aber der eigenen Stadt spart man kein Geld damit, sondern zahlt doch am Ende drauf. So hätte die Buchhandlung in Gelsenkirchen eine Unterstützung seitens der Wirtschaftsförderung bekommen, wenn sie sich nicht am rechtlichen Rahmen gehalten hätte, sondern der eigenen städtischen Wirtschaft zugewendet hätte. Aber geht das nach den gesetzlichen Vorgaben, die eigentlich die eigene Wirtschaft schaden können ?

Der Buchhandel allgemein hat einen schweren Weg zur Zeit zu gehen. Durch Aufkäufe kleinerer Buchhandlungen und Zentralisierung von einigen Großbuchhandlungsketten, wie Thalia oder Hugendubel, sowie der Internethandel durch den Riesen Amazon, ist der Druck auf die Kleinen Einzelunternehmer trotz Buchpreisbindung immens geworden.

Viele bleiben auf der Strecke. Viele arbeiten nur noch der Liebhaberei wegen den Büchern und den Menschen in den Orten, die als Stammkunden immer kommen, um zu schmöckern und sich vom Service überzeugt beraten lassen.

Fazit

Die kleinen Buchhandlungen, die noch ihren vernünftigen Beratungsservice haben, und nicht nur gewinnbringend abkassieren für ihr Aktienunternehmen, sowie auch schlechte bis gar keine Beratung mehr haben, sollten Unterstützung bekommen. Gerade von der eigenen städtischen Wirtschaftsförderung.

Sonst wundert man sich wieder über einen erneuten Leerstand in der Stadt. Mit so einem Auftrag kann sich eine kleine Buchhandlung das Jahr über Wasser bis zum Weihnachtsgeschäft halten.

Ich war selber Buchhändler. Ich weiß, wovon ich rede

Viele kleine geben auf wegen der Kosten von hohen Mieten, Nebenkosten und Abgaben. Vollzeitkräfte können meist nicht mehr gehalten werden.

Große Unternehmen bekommen durch die wirtschaftliche Lage der Kleinen mehr von diesem großen Kuchen ab und können dadurch problemlos überleben. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in großen Unternehmen bekommen auch nicht wesentlich mehr als Mindestlohn. Das ist in meinen Augen unfairer Wettbewerb.

In den Ausschreibungsrichtlinien sollte stehen, daß örtliche Firmen immer bevorzugt werden sollten, wenn die Ausschreibung auch vernünftig abgegeben wurden. Der Papierkram, der einen eben nur stundenlang erschlägt mit der Hoffnung mal etwas einfacher Geld zu bekommen, ist schon immens genug.

So werden in den Ruhrgebietsstädten noch leerere das Bild der Fußgängerzonen prägen. Und Schulbücher werden dann bei Amazon und Co bestellt, weil es niemanden mehr vor Ort gibt.

Allein das traurige Bild der neueren Geschichte des Buchhandels ist mittlerweile ein Gesellschaftsproblem.

Wenn ich Bücher kaufe, dann gehe ich zu meinem örtlichen Buchhändler in Bochum. Oder wenn ich in einer Stadt an einer vorbei komme, wo ich etwas spannendes finde, dann kaufe ich es dort ein.

Es wird zwar noch gelesen, aber trotzdem sind schnelle Bilder, Videos und Fake News auch ein Knackpunkt der kleinen Buchhandlungen, die als Nische sich aufrecht erhalten müssen.

Ich wünsche der Gelsenkirchener Buchhandlung Kottmann noch ein langes Überleben und viel Kundschaft, damit sie ohne diesen Zuschlag trotzdem der Stadt erhalten bleiben wird.

Glück auf

Schienenersatzverkehr is wenne nich weiß, ob und wie du mitte Bahn nach Hause komms und überhaupt I Kolumne

So dat muss auf Ruhrdeutsch jetz sein: Bahnfahren is schon schön, abba et nervt manchmal schon!

Ich liebe dat, so einfach sich fahren zu lassen, die Leute begaffen, watse so treiben und verzähln, und freu mich dann auffet Ankommen, vor allem, wennet im Somma is, und dat so eine Dunstmischung aus Schweißparfume is, wo du denks, du bis im Douglas und fünf verschiedene Flaschen sind aufm Boden gefallen und die einparfümierte Angestellte kommt zusätzlich ins Schwitzen beim Aufwischen. Da macht Axel natürlich dem Namen alle Ehre, wenne dir dat l dann wegdenks. Hinterher, am besten immer dann duschtechnisch.

Son Schachtelsatz, wie beim Thomas und seine Buddenbrockinski, kommt dir schnell aufe Lippen, wenne dann vor dem Bahnsteig stehs und oben ne Anzeige dir mitteilt, dat du morgen um 4.50 mit der S9 dann eventuell nach Wuppertal kommen kanns aus Essen. Abba nix an Gleis 11 zure S1 steht, wo du ja eigentlich in knappen 15 Minuten dann fast in deine Heimat Bochum aussteigen kanns.

Da wird dir ersma schummrich, wenne auch no nimma wat innem Google findest, auch die Bahnepp zeicht dir nur den ICE an, der sich widda vespätet. Abba da is ja noch die Info vonne DB im verschachtelten Bauhausbahnhof von Essen. Schnell hin, bevor der Zuch kütt, wie die Kölner im Karneval imma sagn.

Der Tünnes war nett und hat mit wenich Worten mitgeteilt, dat kein Zuch kütt. Man solle den violetten Pfeil für Schienenersatzverkehr entlang laufen. Der ging da auch direkt los. Und schwupp auf den Boden gestarrt, dann guckse nich so aufe Gestalten, die pressewirksam Angst verbreiten, da abba hauptsächlich nur sind, weil dat ein trockener Aufenthaltsraum is.

Hamwa also gemacht meine Frau und ich und sind quer zum Hinterausgang. Da kommse dann inet schummrige Abteil vom Bahnhof. Da möchste als Frau auch nich lange bleiben, et sei denn, du wills bisken Koks oder ne halbe Pulle Sekt, die ich versehentlich weggekickt hab, mitnehmen aufe Fahrt nach Hause. Foto für mein Projekt Flaschengefühle hab ich mir verkniffen, denn wir waren eilich. In sonner Situation kann der ybus schneller da sein oder schon abfahren, auch wenn wir noch etwas Zeit hatten.

Da hört der violette Pfeil einfach auf anne Treppe. Habn die vom Reinigungsdienst wahrscheinlich einfach zu lange die Treppen gewischt.

Dann entdeckse dat widda auf Büagasteich und et geht in Richtung Postgebäude üba die Ampel. Die wird nich so schnell Grün. Du gucks schon um dich, ob da ein Bus kommt. Abba is noch Zeit. Dat essen vom Vietnamesen nachm Treffen mit dem Netzwerk für Unternehmen gab ich nem Obdachlosen, der sich freute.

Ein Teil war schon inne Tüte irgendwie ausgelaufen. Dat jetz noch stundenlang durch die Gegend zu schleppen, wollte ich auch nich.

Die Traube Menschen waren sich alle nich klar, wann der Bus jeweils fährt. Die Anzeigen der Busse zeigten nix. Die Busfahrer wurden gefragt. Natürlich dauerte die Antwort. Die sind sich wahrscheinlich selbs nich sicha.

S1 Ersatzbus nach Dortmund? Antwort dauerte. Die Busanzeige war dunkel.

Dann rief einer S1 Dortmund. Der zweite Bus ohne digitale Anzeige war der Richtige. Rein da und ab dafür. Der erste fuhr auch ohne Anzeige auf dem Bus in Richtung Borbeck.

Ne, Bahn. Da sitzen die in ihre Sessel im Büro, pupsen und rülpsen da rum in ihren Stühlen mit dem schlechten Bürokaffee, abba fahren vielleicht selbs nichma den Wech ab. Instruieren die Busfahrer nich. Und hoffen, dat dat allet läuft.

Irgendwie tun mir die Busfahrer leid. Die haben die Pappe auf. Und wenn die unzufriedenen Pottler raus sind, die oft genuch sagn, watse denken, dann atmen die ersma auf. Die haben ihr Geld verdient und sind bestimmt froh endlich irgendwann die Schicht beendet zu haben.

Dennoch bei aller Liebe war unser Busfahrer beim Anfahren der Bahnhöfe auch nicht so ganz gut geschult, wo er da im Dunklen lang musste, um die Bahnhöfe Steele, Steele-Ost, Eiberg, dann endlich Höntrop anzufahren. Da gabet unzufriedene Rumnörgler, die durch den Bus Kommandos zum Abbiegen gegeben haben. War schon lustich. Abba bestimmt nich für den Busfahrer. Der hat in Höntrop aufe Straße gedreht statt anders zu fahren in Richtung Ehrenfeld, die nächste Station. Alles in allem sind wa ja angekommen, abba eben ers nach über 30 Minuten, also mehr als doppelt so lang die Fahrt. Hin war die Bahn abba noch gefahren. Sons wär ich lieba mitn Auto nach Essen gegurkt, abba dann hätte ich dat jetz nich schreiben können. Musse auch so sehen.

Jetzt aber auf Hochdeutsch, Liebe Deutsche Bahn!

Ich weiß, dass ihr euer möglichstes in dieser Situation tut. Aber macht es verdammt nochmal vernünftig!

Guckt euch die Schweizer an. Schaut mal, wie die Österreicher und Niederländer oder Polen das machen. Ihr könnt das doch auch, oder etwa nicht. Identifiziert euch mit der Firma, aber zum Positiven! Macht es besser! Oder ist euch dieser Service und die Fahrgäste egal?

Dann werden eben wieder Fahrgäste fern bleiben und die Arbeitsplätze weniger werden. Macht es so, wie ihr selbst gern behandelt werden möchtet. Habt ein Lächeln auf den Lippen und geht jeden Tag zur Arbeit, um das Beste für die Fahrgäste hinzubekommen, egal wie schwer es ist bei den beschissenen Baustellen, die leider nun mal zur Modernisierung gemacht werden müssen.

Und macht gefälligst die Problematik der Baustelle und Ersatzbussen auch in eure tolle App rein oder aktualisiert es bei Google mit Warnhinweisen! Sprecht das mit den örtlichen Nahverkehrsstellen ab, wie den VRR.

Touristen würden jetzt komplett auf dem Schlauch stehen. Und die Region Ruhrgebiet mal wieder meiden, weil das nicht so funktioniert, wie es funktionieren sollte. Stellt einen oder mehrere Aufklärer da hin, der es in zwei Sprachen mitteilen könnten, warum und wieso und wo man hingehen muss und überhaupt.

Mannomann ist das ein trauriges Bild von einem so guten starken deutschen Unternehmen, was von uns Steuerzahlern immer viel Geld in den Hintern geblasen bekommt und dann auch noch die günstigen Familientickets streicht!

Und der VRR ist da ja nicht besser. Alle sitzen fröhlich in ihren Sesseln und planen dort. Fahren bestimmt auch mit dem Auto zur Arbeit. Insgesamt krieg ich das Kotzen!

Wenigstens war die Abendluft beim Aussteigen so richtig schön! Es duftete frisch und der Mond leuchtete uns den Weg.

Eine Flasche entdeckte ich natürlich sofort. Ich bemerkte erst nach 10 Mal fotografieren, dass da jemand im Dunkeln saß. Aber nichts fragte, sondern ungläubig starrte, warum ich das eine Weile lang fotografierte. Gegenüber ist ein Kiosk. Am Morgen wird die Flasche hoffentlich rübergebracht, um den Pfand zu kassieren.

Ich hoffe nur, der nahm sein Müll mit!

Sie sieht aus, als wenn sie den weißen Hai im Open Air Kino guckt, der gerade am Essener Dom gezeigt wurde, wo ich noch mit meinem Freund Ralf Opiol gestern war. Einmal auf großer Leinwand die scharfen Zähne sehen. War das genial!

Blaue Osterstimmung bunt gescheckt I Kommentar & Meinung

Bunte Regenbogenfarben auf einem Osterei werden kritisch gesehen und blaue gehen durch die Decke. Und zusätzlich ist nicht mehr so einfach in Facebook mal den ein oder anderen Like zu bekommen. Der Algorhytmus mag eher rechtsgerichtete blaue Dinge. Was ist aus den sozialen Medien bloß geworden.

Ich hab Ostern Facebook geöffnet und bekomme Wahlwerbung einer örtlichen Partei aus Emmerich mit einem blaugecheckten Osterei und einem übergroßen Osterhasen, der lächelnd hinterherläuft oder es fast wie einen Kegel auf einen zurollen lässt.

Das Bild hat über 117 Likes bekommen. Mein buntes Bild mit einem regenbogenfarbenen Osterei hat nur läppische 10 in jeweils drei verschiedenen Gruppen bekommen, sogar Kritik geerntet.

Mehr als 7 rechne ich nicht. Da kam dann eher ein Kommentar, dass ich das doch nicht in diesen Regenbogenfarben hätte machen müssen und wünschte mir „Trotzdem Frohe Ostern“. Das war ein Kommentar, den dieser Herr sich echt hätte sparen können, aber natürlich die Meinung von mittlerweile scheinbar 25% der Deutschen widerspiegelt.

Dabei hab ich einfach an ein schönes buntes Osterei gedacht und es nicht politisch nutzen wollen, was die AfD natürlich macht. Also hab ich auch noch mal ein blaues Ei gemacht mit einem Osterhasen in der Deutschen Fahne. Weil ich da im Text: Achtung Satire geschrieben habe, kam bisher 0 Likes.

Ich hab es erstmal nur auf meinem Account hochgeladen und noch nicht weitergeschickt in die Gruppen. Zumindest ist noch kein dummer Kommentar gekommen. Immerhin!

Ich kann dann nicht an mich halten. Ich hab es kommentiert. Aber die Meinung war einfach von den anderen: Bunt ja, aber bitte nicht in diesen Regenbogenfarben. Es ist schlimm, wieviel über Diverse Menschen schon publiziert wird, da muss doch so ein Osterei nicht auch noch dafür herhalten….

Ich sprang natürlich auf diese Anmerkung an. Denn es regt mich auf, wenn aus einem bunten Ei die „Diversität“ angesprochen wird, die man zwar akzeptiert, aber durch die Fahne stilisiert, so wohl indirekt die Meinung. Aber wird es auch akzeptiert?

Ist es wirklich nicht so, dass ein Viertel der Deutschen es nicht einsehen wollen, dass es andere Menschen gibt, wie man selbst gestaltet wurde von den Eltern oder Gott, wie Gläubige es sehen?

Gott ist doch egal, wie du als Mensch bist. Hauptsache du hältst dich an die 10 Gebote. Der Mensch ist vielfältig in Farbe und auch im Geschlecht. Also ich weiß dann ja nie, wie ich mir das Ebenbild von ihm laut Bibel vorstellen soll. Ein alter grauer Mann mit Bart, wie es sich ein Künstler im 16. Jahrhundert vorgestellt hat? Und was ist, wenn Gott eine diverse Frau ist, der sich als Mann umgewandelt hat? Das kann Gott mit einem Fingerschnippen. Hat er überhaupt Finger?

Die Ostereier sind mit ihrem Hasen ein alter heidnischer Brauch der Fruchtbarkeit. Hat mit der Auferstehung insofern nur was mit Zeugen und der folgenden Erstehung von neuem Leben zu tun, was dann neun Monate später so auf die Welt kommt.

Es soll wohl jeder seine eigene Vorstellung über ihn, sie oder es haben. Der Mensch ist derjenige, der daraus ein Korsett macht, an das wir uns dann alle halten sollen. Die Menschen zwingen mit Rassismus und Diskriminierung einen dazu genauso zu sein, wie man als „Weißer“ Mann oder Frau zu sein hat. Das gilt aber für alle Völker der Welt statt sich solidarisch zu verhalten. Zusammen ist man doch stärker. Miteinander kann mehr lösen als gegeneinander zu handeln.

Dieses veraltete Bild aus Jahrhunderten der Geschichte der Menschheit, ist 80 Jahre nach Kriegsende mit vielen Ermordungen von Homosexuellen, Transmenschen und Behinderten, wieder en vogue zu diskutieren, und wird wegen der freien Meinung, die wir tätigen können auch öffentlich in den Sozialen Medien ausgetragen.

Die blaue Partei rief vor ein paar Jahren durch ihren Vorsitzenden Gauland zu einem Schlussstrich der Erinnerungskultur auf und erklärte kurzerhand die Geschichte von 60 Mio Toten zu einem Fliegenschiss, die man heute nicht mehr diskutieren muss, weil es eine neue Zeit gibt.

Nein. So sehe ich das nicht. Natürlich kann man seine eigene Meinung haben, solange damit nicht Menschen diskreditiert werden, die eben nicht einfach Mann und Frau sind. Sie sind geboren worden und wurden eben von den Menschen drumherum in ein Korsett gesteckt. Jahrhundertelang lebten sie im Schatten oder konnten sich nicht aussuchen, so zu leben, wie sie es innerlich wollten und äußerlich zeigen.

Abgesehen, dass es eben auch Menschen mit anderen Farben gibt, die ins Ruhrgebiet gekommen sind, weil sie so geboren wurden, wo sie geboren wurden und diese Gene eben mitbringen.

Alles muss immer ausdiskutiert werden und kritisiert werden, Meinungen müssen auf jeden Fall geäußert werden. Die freie Meinung darf jeder sagen, weil wir in einem freien Land leben, weil die Deutschen eben den Krieg verloren haben. Ansonsten würden wir uns heute nicht so frei äußern dürfen.

Ist das so? Muss alles so sein, wie wir es uns selbst vorstellen? Wird dieses Korsett nicht wieder von anderen Menschen vorgezeichnet? Es ist egal, ob links oder rechts. Beide Seiten stecken die jeweilige Meinung in ein Korsett und wollen ihre Weisheit weitergeben.

Ich jedenfalls finde es auch nicht in Ordnung, wenn seit Jahren nun die Ausstrahlung von Winnitou und Old Shatterhand kritisiert wird. Das wiederum kommt hauptsächlich aus der linken Szene. Ich bin mit den beiden aufgewachsen. Ich habe ihre Art die Personenverkörperung aus Karl Mays Romanen geliebt als Kind.

Als Kind habe ich nie über das Problem nachgedacht, was erst vor einigen Jahren festgestellt wurde. Die Indianer dürfen nicht mehr Indianer heißen, sondern Indigene Völker. Ok, verstanden. Die Apachen lebten so nicht. Alles ist unecht. Ja, das ist wahr. Aber die Person auf der Titanic, die am Ende von Leonardo Di Caprio gespielt wurde und in dem kalten Wasser versank, gab es auch nicht.

Karl May war zum Zeitpunkt des Schreibens nie vorher in Amerika und hat denen die Hand geschüttelt. Er hatte es aus Büchern, die wahrscheinlich genauso rassistische und antisemitische Schriften beinhalteten, die damals vor über 120 Jahren normal waren.

Würden wir heute darüber nachdenken, was in den letzten fünfzig Jahren alles an Literatur und Filme auf dem Markt gekommen ist, was sexistisch, pornografisch, rassistisch, auch zwischen den Zeilen war, dann müsste man einen Scheiterhaufen aufmachen und diese Bücher verbrennen. Doch der Turm würde bis zum Mond reichen und man sollte es den Nazis nicht gleichmachen. Es ist der jeweilige Zeitgeist, der in Literatur und Filme eingeflossen ist. Traurig, aber so ist es eben.

Wenn ich Fotos von einem schönen blauen Himmel mache, hab ich die Befürchtung, dass nun linksgerichtete Kommentare kommen, ich solle doch lieber den Sonnenuntergang fotografieren, dass könnte man für ein glückliches Leben unter der blauen Partei deuten.

Foto von mir mit ChatGPT kreiert

Und wenn ich einen Regenbogen fotografiere, den ich zufällig am Himmel entdecke, kommt von den Seiten der Blaumacher, dass ich doch bitte die Diversität aus dem Foto lassen solle, das geht einen auf den Sack ständig diese Farben zu sehen.

Himmel nochmal, im wahrsten Sinne des Wortes. Kann einer die Zeit zurückdrehen, wo in Facebook und Instagram nur Katzenvideos zu sehen waren? Obwohl so ein Katzenhasser würde bestimmt sagen: Diese Perser sind einfach nur hässlich. Fotografiere lieber keine Katze aus Persien, die wollen wir hier nicht. Fotografiere die getigerte garfieldartige Katze, die ist schöner und kommt von hier. Kommt sie das wirklich?

Ich glaube dann ticke ich aus und werde nimmermüde die Perserkatzen zu verteidigen, die nicht so ihre Krallen ausfahren. Rote Katzen sind wie rote Frauen unbändig. Huch, jetzt drifte ich in die frauenfeindliche Schiene.

Also Ihr Eierköppe: Lasst Ostern mit der Politik. Seht einfach nur bunte Eier, feiert die Wiederauferstehung Jesus Christus und geht nach Hause zu euren Familien, spielt Minigolf und freut euch an einem Regenbogen, wenn er im April oder März fällt, je nachdem, wann der Lattenjupp eben je nach Vollmondlage auf die Bretter gelegt wurde. Ganz ehrlich, dass ist eine Frage, die ich wohl nie richtig beantwortet bekomme: Warum ist Jesus Todestag jedes Jahr an einem anderen Tag?

Regenbogen ist doch schön auf einem bunten Ei. Foto von mir mit ChatGPT kreiert

Wir sterben ja nicht je nach Vollmondlage. Aber das ist ein anderes Thema! Glück auf!

Osterliche Grüße von der Actionfigur Ruhrpottologe, Jack Tengo und der KI, der spielerischen Gefahr der Zukunft

Erst war ich total begeistert von der Idee. Jetzt finde ich es übertrieben von wem es plötzlich diese Figuren in Blisterverpackungen alles gibt. Sogar Kevin Großkreuz hat eine bekommen, Egon Kowalski und der Bürgermeister von irgendeiner Kleinstadt in Niedersachsen.

Insgesamt nervt es so viel, dass ich selbst mich nicht zurück halten konnte und für Chat GPT Geld hingelegt habe, weil ich ein vernünftiges von mir bekommen wollte. Das Problem ist nämlich, das er nach zwei Bildern mitteilt, dass es dann nicht mehr kostenlos geht. Sie sollte ja auch ein vernünftiges Bild rausbringen. Im wahrsten Sinne Kohle rausgeholt…

Ich hab gesagt, dass sie den Name Ruhrpottologe nutzen soll und einfach was draus machen soll. KItty Chatty, wie ich sie nenne, hat dann so was von eine klischeehafte Verpackung von rauchenden Schloten mit vielen Zechen im Hintergrund gezeichnet. Das war schon arg peinlich. Passte eher zu 1929, als Bochum die Stadt war mit der höchsten Zechenanzahl. Und so alt bin ich ja auch noch nicht.

Bild mit Hilfe von Chat GPT

Die Retrovariante erinnert mich an eine Actionfigur der 1960er Jahre.

Retro-Figur mit Hilfe von Chat GPT

Und zu guter Letzt sollte es eine sein, wie Asterix, also Comichaft. Naja, sie sind mehr oder weniger gut geworden

Comicfigur Ruhrpottologe mit Hilfe von Chat GPT

War aber irgendwie lustig, sich selbst leicht verändert zu sehen. Aber dann wollte ich es komplett anders. Professionell und die Verpackung in Grün. Weg mit dem Klischee. Ja, auch mit einem Förderturm, mit dem Symbol meiner Geburtsstadt Tetraeder auf eine Halde, eine Autobahn, die sich in die Ferne schlängelt plus einen Baum mit angelehnten Wanderschuhen, denn hier kann man viel Wandern.

Einer der vorletzten Varianten, wo mir das Fördergerüst nicht gefiel und ich noch einige Wörter falsch sah – Bild mit Hilfe von ChatGPT

Mein Notizbuch mit Reviergeschichten ist nicht ganz gelungen, zumindest nach der gefühlten 8. Variante. Da kann man Revier lesen, aber dann nur noch Elbisch.

Die letzte beste Variante von Chat GPT auf Hochdeutsch

Aber ansonsten wurde der Text so gut wie richtig übernommen. Der QR-Code führt zu meiner Blogseite. Fast perfekt.

Dann aber wollte ich eine Ruhrdeutsche Variante. Die KI hat erstmal Kölsche Varianten eingebaut. Rheinländisch kann sie besser. Ich hab natürlich noch nachgeholfen und aus Jeschichte und Jeschichten Gedöns & Dönekes gemacht. Und plötzlich taucht auf dem Notizbuch Reviergeschichten richtig auf. Sehr merkwürdig die Kitty…

Die App Hula bietet das auch an mit einer schlichten Verpackung zu deiner 3D-Figur. Aber dadurch ist es für jeden interessant. Wer will sich nicht selbst mal in eine Verpackung sehen, wie Spiderman, Batman, Luke Skywalker, Darth Vader oder He-Man?

Jetzt kann man aus sich selbst eine machen. Spielen kann man damit nicht, aber dem Egoismus frönen mal einfach eine zu sein. Und tatsächlich sind andere begeistert und liken es.

Egal. Einmal gemacht, sollte es nun gut sein für die Zukunft. Dafür hab ich mit Jack Tengo direkt über die KI im Ruhrgebiet einen neuen Podcast spontan eingespielt. Denn KI ist die Zukunft im Strukturwandel vom Ruhrgebiet. Ja, das muss erwähnt werden. Die KI wird Arbeitsplätze vernichten, so wie es in den 1970er und 1980ern auch die Roboter getan haben, aber sie erschafft neue Arbeitsplätze, erleichtert auch bei Firmen die Arbeit. Ob das alles so werden wird, steht trotzdem in den Sternen. Vor vierzig Jahren dachte man, das die Roboter alle Arbeit übernehmen werden. Nun soweit sind sie noch nicht. Im Altenheim zumindest kann noch kein Roboter die Pflege verrichten und dabei noch menschlich sein. Aber wer weiß, ob ich in zwanzig bis dreißig Jahren von einem Roboter gepflegt werde, wenn ich bis dahin nicht von Nanorobotern im Gehirn noch am Laufen gehalten werde und die KI meine Finger steuert auf der Tastatur. Wer weiß, viellecicht shreib ga nich ic, sonda ein KI…

Bild von Chat GPT

Der nächste Podcast aus der Reihe „Ruhrgebiet erklärt“ wird Ostern veröffentlicht. Der Osterhase wird dann wahrscheinlich weghoppeln.

Insgesamt kann ich nun als kunstbegeisterter Mensch sagen, dass mit KI sicherlich Kunst gemacht werden kann. Man gibt ja als Programmierer die Daten ein. Da war doch eine Frage in der Bottroper Künstler Kollektiv Gruppe nach einem Bild. Ich wollte es kaufen, weil ich das Bild aus Paris einfach nur schön fand mit dem Flair der 1950er Jahre. Dann fand jemand raus, dass es Oskar Glacé sein könnte. Der Rahmen stammte wohlmöglich aus den 1950er Anfang 1960er Jahre mit einer Aufschrift „Original Oelgemälde Deutscher Maler“. In Handschrift stand Glacé. Ob es nun ein Franzose war oder Deutscher spielt ja keine Rolle. Rauszufinden in Google war nicht viel bis gar nichts. Er war wohl ein eher unbekannter Maler, wahrscheinlich in Paris ein Straßenmaler. 

Ich hab in ChatGPT die Angaben mit dem Namen des Malers allerdings gemacht und was ich auf dem Ursprungsbild sah: Ein Café, an dem Menschen vorbeischlendern, in der Ferne der Notre Dame von vorn, sehr eindrücklich sofort erkennbar, dazwischen fuhr ein Bus leicht angedeutet in Blau – Weiß der damaligen Verkehrsbetriebsfarben wahrscheinlich entsprechend und es sollte als Ölgemälde entstehen. Dies gab ich in den Chat ein. Das Bild haute mich um. Es war, als wenn es tatsächlich von einem Maler gemacht wurde, der dort mit seiner Staffelei in der Straße stand und eine Szene, wie fotografiert, mit herbstlichen Tönen und dem Notre Dame im Hintergrund selbst gemalt hätte. 

Wäre es echt, dann wäre es kaum unterscheidbar, ob es ein Maler oder die KI gemacht hatte. Das ist in der Kunstwelt eine schwierige Diskussion. Und definitiv ein schwieriges Thema, aber es sollte natürlich so angenommen werden, dass ein Autor ein Bild malen kann mit der KI und es entsprechend hinweisen, dass es die KI war. Das Publikum entscheidet, was es mag. Aber der Hinweis muss schon gegeben sein, dass der Erschaffer nicht allein die KI ist, sondern derjenige, der die Angaben macht. Ich finde es zumindest spannend, egal wie umstritten es ist. Es können faszinierende Bilder erschaffen werden, aber es wird nie die Kunst der Menschen verdrängen, die selbst Hand anlegen mit einem Pinselstrich, basteln, häkeln, fotografieren. Sie wird bleiben, ich gehe fest davon aus. Aber sie kann unterstützen. Ideen können herausgezogen werden. Und im Ruhrgebiet gibt es sozusagen einen Firmenpool, der die KI nicht nur erforscht, sondern neu erschafft für Dienstleistungen, Roboter und anderen Dingen, die unser Leben erleichtern sollen. Hoffen wir mal, dass es die Welt besser macht, als bisher die KI von Populisten eher schlecht, wie gerade letztes Jahr mit wehenden deutschen Fahnen ein Korso von Traktoren umgarnt wird mit blauem Hintergrund. Der genau das zeigt, dass die AfD hinter den Bauern steht. Kein Wort davon, dass die AfD Subventionen generell kürzen würde, wenn sie an der Macht wäre. Das ist die Kehrseite der Medaille: KI kann auch wieder mal optisch so täuschen, wie es der Programmierer eben gern sehen lassen möchte. Ob die Sache dahinter nun falsch oder nicht falsch ist, entscheidet auch hier der Betrachter der Leichtgläubigkeit oder der Hinterfrager. Ich hinterfrage und forsche nach, recherchiere und sage dann: Ne, samma, dat Bild hömma, kannse knicken! 

Oskar Glacé nachempfundenes ChatGPT – Ölgemälde nach meinen Angaben erstellt

Das Bild kann auch mehrere Tage in Anspruch nehmen bei der Eingabe übrigens, wenn es nicht auf Anhieb gefällt oder passt oder auch zur Verzweiflung bringen, wenn es nicht so klappt. Meine Frau kriegt jetzt auch eine Actionfigur für ihre Selbstständigkeit. Alle machen es jetzt, eben auch nichtssagende Politiker oder Politikerin irgendeines Provinznestes. 

Ewa Brune, die Dolmetscherin und Übersetzerin. Ich war gespannt, was die KI daraus gemacht hat. Ich finde es gelungen:

Mit Jack mache ich ja den KI-Podcast zu Ostern, also hab ich auch ein paar Bilder zurechtschnippeln lassen von der KI und mich auch auf einem Osterei sitzend. Die Leser und Betrachter, können selbst entscheiden, was sie am besten finden. Hier soll im Hintergrund die Jahrhunderthalle zu sehen sein. Naja, sieht eher wie eine Bahnhofshalle aus…Allerdings weiß die KI, dass ich neue Laufschuhe brauche. Meine blauen sind schon kaum blau, sondern eher mit dreckigen Flecken beschmutzt, die nicht mehr abgehen beim Putzen… Achja, ich rauche nicht, dass ist eine Kaugummizigarette vonne Bude.

Zweiter Entwurf durch ein Foto von mir. Die Hand sollte direkt auf das Ei zeigen. Chat GPT hat sie abgeschnitten bzw. verdoppelt auf das Ei mit Frohe Ostern zeigen lassen. Auch witzig.
Comicbild von ChatGPT mit meinen Angaben erstellt
Die realistischere ChatGPT – Variante. Hat was. Ruhrpoit ist wie Infopoint der Deutschen Bahn… Geht auch.


Ich und auch Jack Tengo jedenfalls wünschen damit schon mal Frohe Ostertage!

Das ich allerdings hier der Ruhrfottologe bin… Naja ist zu verzeihen;-))) (ChatGPT hats mit meinen Angaben nach dem vierten Entwurf so gemacht)

Und ein osterliches Glück auf mit meiner Actionfigur auf Ruhrdeutsch, die ihr leider nicht im Laden kaufen könnt:

Nicht 100% korrekt, aber soweit schon sehr gut! Bild von Chat GPT nach meinen Anweisungen

Mut haben bei einer wankenden Mitte I 31.1.2025

Ein Tag mit viel Arbeit für ein pünktlich fertig zu stellendes wichtiges Sach-Hörbuch. Die politische Mitte wankt im Hintergrund, genauso wie bei vielen im Moment auch die psychische Mitte.

Das Buch ‚Auf geht’s – Hab Mut‘ von Jörg Dommershausen wurde für Patienten geschrieben, die nach Schicksalsschlägen ihre Mitte wiederfinden können, aber auch für Versicherungen, Krankenkassen, Ärzte und Rechtsanwälte.

Der Reha-Manager hat selbst mit den genannten Institutionen zu kämpfen gehabt und nutzte seine Erfahrungen ein Ratgeberbuch herauszubringen.

Er berät Betroffene, die durch einen Unfall oder eine schwere Erkrankung in eine schwierige, oft unübersichtliche Situation kommen, die nicht wissen, wie sie sich helfen lassen können und was sie bekommen können. Das Verlangen nach einem vernünftigen Rollstuhl wird oft zu einer Kraftprobe.

Da fängt es schon an mit der Mitte der Gesellschaft, nicht zu wissen, wo es lang gehen kann, weil die Möglichkeit ein besseres Leben zu gewinnen, erstmal unterbrochen wurde.

Jörg Dommershausen ist ein Berater, der die Übersicht hat, bei schwierigen Situationen zu unterstützen. Vor etwa zwei Jahren hat er meine Frau bei einer Dolmetschertätigkeit für eine polnische Patientin kennengelernt. Vor einem halben Jahr hat er die Idee gehabt sein Buch vertonen zu lassen, denn viele nehmen sich kaum noch Zeit zum Lesen.

Wer sich bis hierhin die Mühe gemacht hat zu lesen, schafft auch das Ende…

Und da kam ich ins Spiel als Sprecher. Gestern war es soweit. Fast fertig, nur noch entsprechende Sequenzen fertig zu stellen, wo ich perfekter einen Satz aussprechen wollte. Und dann nix mehr. Ich wollte ja noch die Vorsteuer für die letzten drei Monate fertig stellen. Aber die Software war abgestürzt. So vergingen insgesamt fünf Stunden in den mal eben die Fertigstellung sein sollte, um am Nachmittag das fertige Hörbuch als MP3 verschicken zu können. Und dann meckert der Laptop… Klar. Das passiert immer mir…

Das Buch kann ich schon fast auswendig. Es sollte mich animieren zu Meditation und mich gelassener werden lassen. Aber ich denke meine Nachbarn haben mein Zetern und Fluchen gehört. Meine Mitte hat der Softwarestreik erschüttert, da halfen auch nicht mehr die gelesenen Absätze, die zu Meditation und Ruhe führen sollen. (Achtung Satire! Das Buch hilft!)

Immerhin habe ich es geschafft alles wieder hinzubekommen und um 0.10 Uhr ging die Datei raus. Ihr wollt nicht wissen, wie ein Pumakäfig riecht. Ihr hättet es in meinem Büro erfahren können.

Die Haare gehen mir diese Woche so oder so langsam aus. Wenn ich die Nachrichten schaue, was für eine Wahlshow im Fernsehen läuft.

Und wir hier im Ruhrgebiet stehen auf gegen Rechts. Hier gibt es auch schon Faschos in so manchen Stadtteilen. Aber hier gibt es noch Menschen, die aufstehen und Flagge gegen Rechts zeigen!

Ich wäre ja gern auf die Demos gegangen gestern, aber Geld verdienen und Auftrag erfüllen geht in dieser Situation leider definitiv vor. Und den Urlaub blase ich nicht ab. Den brauche ich. Aufstehen gegen Rechts mache ich aus der Ferne. Denn es wird jetzt nicht weniger werden.

Der Bochumer CDU, denen ich vor über einem Jahr noch mein Foto für die Brandmauer geschickt habe und ich mit unterzeichnet habe, hat Merz leider mit der Abstimmung zusammen mit der AfD mit Füßen getreten und verraten. Eine Wahltaktik, die kein gutes Haar hatte. Hoffen wir also, dass er sich doch noch eines besseren besinnen lässt, wenn er zum Bundeskanzler gewählt werden sollte.

https://www.instagram.com/share/p/_0KDMLxL0

Was für Zeiten… Und damit empfehle ich natürlich den Podcast Deutschland 33 /45 zur Auffrischung der deutschen Geschichte, die vergleichbar die damalige Situation der Zentrumspartei mit den Nazis erklärt.

Der Historiker, Jonas Stephan, der an der hiesigen Bochumer Ruhr-Universität tätig ist, erzählt sehr anschaulich und gleichzeitig warnend wie schnell es gehen konnte im Jahr 1932/33, als Rechte demokratisch in den Reichstag eingezogen sind und danach die Welt in den Abgrund gebracht haben.

Wie kann man nur so eine arrogante Haltung gegen die Menschlichkeit haben und nicht erkennen, wo der wirkliche Hase läuft : er kommt aus Russland.

Meine Blogseite ist so gesehen nämlich immer noch nicht zu bestücken. Die Forensiker der Firma müssen ganz genau nachforschen, ob da noch was ist. Das kann dauern. Deswegen ist die jetzige Blogeintragung nachträglich viel später nun zu lesen. Das tut mir leid. (mittlerweile nach über 6 Wochen geht es wieder ganz normal)

Wer es also jetzt liest, egal wann, der hat zumindest verstanden, dass es durch die Situation schon doof ist, wenn einem die Hände gebunden sind.

Aber alles egal, wenn man an sein eigenes Leben denkt in welcher Situation auch immer: Auf geht’s – Hab Mut! – Aufstehen und sich Aufzulehnen ist ebenso wichtig, auch in einem anderen Zusammenhang. Einmal um mit Ärzten auch mal über die eigene Schicksalssituation oder mit der Krankenkasse wegen was auch immer zu sprechen, sowie auch Mut zu haben sich in einem Gespräch hinzustellen und gegen Rassismus und Aufweichen der Brandmauer gerade zu stehen und zu debattieren. Wer das nicht kann, hat kein Rückgrat in der heutigen Welt und geht schnell unter.

Mut haben ist wichtiger denn je, egal in welcher Situation. Und ich habe den Mut trotzdem schon einen jetzt schon veralteten Text herauszubringen. Obwohl veraltet wurde ich es nicht nennen, sondern immer aktuell bleibend. Langeweile kommt bei mir jedenfalls nie auf…

Link zum Buch, das Hörbuch wird wahrscheinlich Mitte April veröffentlicht auf allen Plattformen gleichzeitig. Veröffentlichungstermin werde ich zu gegebener Zeit mitteilen.

https://www.epubli.com/shop/auf-gehts-hab-mut-9783745053685

Link zum für mich wichtigsten Podcast zur Zeit :

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Privater Kryptorubel I 30.1.2025

Kennste bestimmt, so Anrufe, die einem erstmal stutzig machen, weil eine private Nummer anruft, was heutzutage kaum noch machbar ist. Bei mir kann es ja ein Kunde sein, der einen Termin verlegen will und einfach seine Nummer nicht zeigen will, weil es oder sie von solchen Anrufen leider schon oft genug geärgert wurden.

Doch wenn dann eine nette Stimme erstmal nach meinen Namen fragt, bin ich mittlerweile reserviert in Abwartehaltung. Man weiß nicht, was einen erwartet. Schließlich könnte plötzlich die berühmte Waschmaschine vor der Tür stehen, die ich nicht bestellt habe…

Mittlerweile sage ich nur noch lapidar ohne meine Identität mit Ja zu beantworten :“Worum geht’s?“

Diesmal hätte ich ja in der Vergangenheit in Krytowährung investiert. Nun ja. Hätte ich mal… Dann könnte ich mir die ein oder andere Arbeit sparen und säße in der Karibik, wo ich mit schwitzrigen Rücken und unter den Achseln miefend einen leckeren Cocktail mit frischer Ananas, Mango und einem Schuß Bacardi schlürfen würde. Ich könnte mir die Hände reiben und weiter in zukünftige möglichen Krytowährungen von seines Gnaden Trumpl investieren, um weiter den Schatten unter den Palmen genießen zu können.

Mit meinem Hinweis, dass ich nicht investiert habe und ich rechtliche Bedenken sehe, dass ich die Nummer meiner netten Telefonistin mit der angenehmen Stimme nicht sehen kann, wurde prompt aufgelegt. Schade, ich wollte gerade nach ihrer Nummer fragen.

Warum macht sie das, diesen Job? Einen nach den anderen anrufen und hoffen, dass eine Person hochjauchzend sein Geld bei solchen kruden Geschichten rauszuhaut und auch am Telefon alles abwickelt.

Es gibt noch Haushaltslöcher

Die Ruhrgebietstädte drehen am Rad der Schulden. Die könnten sich wieder reich machen, tatsächlich mit Krytowährung. Viele Prestigeobjekte werden gebaut, trotz hoher Schulden. Haushaltssperren drohen. Gleichzeitig wollen die Gewerkschaften mehr Geld rausholen. Ein Kreis, der sich nicht schließt. Aber ein noch größeres Loch hat allerdings meine Hosentasche in der Jeans. Das ist viel gravierender.

Wenn ich nicht aufpasse, wie heute morgen, wäre mein Portemonnaie mitsamt Inhalt irgendwo verloren gegangen. Das lässt sich nicht wieder auffüllen. Die Ausweise neu beantragen kostet Geld. Und das Bargeld wäre auch hinfort. Ergo wäre mein Haushaltsloch definitiv nicht wieder auffüllbar. Meine Kinder, wenn ich welche hätte, würde ich nicht zur Kasse mit Abgaben bitten können oder etwa einem Solidaritätszuschlag oder noch besser einem Sondervermögen geschenkt von der Bank mit Zins und Zinseszins in Höhe von 100 Euro. Die stellen sich ja schon bei einem Dispo von nur 1000 € quer. Aber eine Stadt, ein Staat kann das. Es füllt sich immer wieder über die Generationen hinweg arbeitende Bevölkerung. Es sei denn alle gehen weg, weil sie es scheiße finden und sich das Leben in diesem Land nicht lohnt. Nun im Kongo ist es zur Zeit auch nicht besser, aber da sind Palmen…

Kryptorubel wird die einfache Lösung

Dann sollte man doch in den demnächst startenden neuen Kryporubel investieren, den uns dann durch die Besetzung Putins aufs Auge gedrückt werden würde, wenn wir jetzt nicht aufpassen.

Wenigstens kann ich mir dann einen Schneider leisten, der es stopfen kann oder eine KI-gesteuerte Nähmaschine, wo ich mit Ansage ruckzuck einen neue Hosentasche genäht bekomme.

Bitcoin ist dann out. Russisch wird Weltsprache und im Ruhrgebiet werden die Bergwerke wieder aufgemacht, weil Klimaschutz ist weniger wichtig geworden, denn die Panzer müssen weiter Rollen können. Geht nur mit Diesel. Wahrscheinlich bauen sie wieder die Hydrieranlage in Bottrop auf, um künstliches Benzin herzustellen, wo heute nur noch ein Rohr aus der brachliegenden Fläche ragt. Wollte die nette Dame mir diesen Kryptorubel vielleicht schon andrehen? Dann hätte ich in die Zukunft investieren können! (Achtung Satire : Ironie der Weltpolitik, die uns alle auch hier im Ruhrgebiet beeinflusst)

Man darf ja nochmal eine Dystopische Phantasie loswerden. Ich will das nicht. Oder etwa der Leser oder die Leserin, die sich fragt, was das mit dem Ruhrpottologe zu tun hat. Ganz einfach : ich lebe hier und ich möchte in Frieden und Freiheit weiter hier leben nach den geltenden Gesetzen, die mühsam mit Weltkriegen und vielen Debatten erschaffen wurden in der Vergangenheit. Ich würde mir wünschen, dass die Parteien nachdenken, was sie falsch machen und wen wir Wähler und Wählerinnen wirklich vertrauen schenken sollten.

Dies ist geschrieben worden zu einem Zeitpunkt, wo meine Blogseite noch durch höchstwahrscheinlich russischem hybriden Angriff gesperrt wurde und in Reparatur ist. Das kommt genau jetzt zur falschen Zeit. Und das Loch ist noch da…

Aber wann ist es die richtige Zeit? Und wann sollte man sich Zeit nehmen Löcher zu stopfen?

Fragen über Fragen. Es folgen neue Tage und die Sonne geht auf. Wir leben noch.

(P. S. : Dieser Beitrag konnte nicht wegen Reparaturarbeiten der WordPress – Dateien am Stichtag der Veröffentlichung herausgegeben werden)

Ungefilterte Supernase I 14.1.25

Nase kommt aus dem indogermanischen Nas. Wahrscheinlich weil sie in den regnerischen Wäldern Germaniens – damals war das noch alles Urwald hier – immer Nass war.

Ich denke jetzt immer an Nasen, wenn in den Wetternachrichten von Nässe gesprochen wird. Ich sehe griechische und römische Nasen auf dem Asphalt mit und ohne Tropfen.

Und bevor ich zu den Supernasen komme, frage ich mich, was Google so über die Ruhrdeutsche Schreibweise zu finden hat. Da fand ich den Mister Dialekt. Allerdings glaube ich, dass Mr. Dialekt eine komplette Werbeseite ist und wahrscheinlich von eine KI Möglichkeiten nass ausspuckt:

Im Ruhrpottdeutsch gibt es einige umgangssprachliche Varianten für „Nase“. Hier sind ein paar mögliche Übersetzungen: 1. „Nase“ bleibt oft einfach „Nase“. 2. „Nüschte“ 3. „Nöß“

https://mr-dialect.com/deutscher-dialekt-uebersetzer/deutsch-ruhrpottdeutsch/#google_vignette

Vestibule olfactorius, so der wissenschaftliche lateinische Ausdruck der einfachen mitten im Gesicht hängenden wichtigen Menschenteils, den man auf femden Toiletten lieber ausschalten möchte, hat hier Ausdrucksweisen, die ich absolut noch nirgends im Ruhrgebiet gehört habe.

Ich kenne es als ‚Rüssel‘, bei größeren Nasen, ‚Gummel‘ bei fleischigen Exemplaren, ‚Riechkolben‘ bei extrem guten Nasen.

Was habt ihr noch für Ausdrücke?

Man könnte bestimmt noch so einige finden. Aber ‚Nüschte‘ habe ich noch nüscht gehört. Und ‚Nöß‘ ist gar zu lächerlich.

Nüscht sagt ein Berlin für Nichts. Also nichts mitten im Gesicht zu haben, ist wohl eher weniger der Fall außer man lebte im Mittelalter und sie wurde aus irgendeinem Grund abgeschnitten. Da iset mit Riechen dann doch ein wenig schwierig. Da könnte ich mir den Ausdruck ‚Nüschte‘ vorstellen.

Nene. Das kann ja nicht sein. Der heutige Tag ist einfach ein Arbeitstag gewesen, wo ich nun ein paar Zeilen schreibe, die mir eingefallen sind, weil ich den Podcast ‚Die Supernasen‘ mit Mike Krüger und Thomas Gottschalk reingehört habe.

Für Kunst muss man eigentlich auch eine gute Nase haben. Das klingt eigentlich nach Wissen oder Geschmack, denn die Nase entscheidet eigentlich nicht den Willen ein Bild gut zu finden. Mit Ralf Opiol habe ich nach Nase allerdings die letzte Jahresausstellung im Videopodcast besprochen. Uns wurden die richtigen Riecher für diesen Podcast schon bestätigt.

Gestern war ein Gedenktag mit wenig Humor. Heute musste ein wenig Humor her und endlich mal auch wieder was über das Ruhrgebiet und nicht wieder Politik. Ich habe heute weitgehend auf Durchzug gestellt. Das tut der Seele auch mal gut.

Also hab ich in den Apostel (so nennen sie die Fans) Podcast reingehört. Manches war lustig, manches war Schleichwerbung für Produkte, besonders das Buch von Thomas Gottschalk, das ständig beworben wurde, die Beweihräucherung des Senders RTL +, das wohl immer wiederholend genannt wurde.

In den 1980ern hatten sie lustige Filme rausgebracht. Darunter eben ‚Die Supernasen‘. Das trifft den heutigen Humor wahrscheinlich eher nicht mehr. Aber das ist egal. Die beiden haben jeweils auf ihre Art und Weise meine Kindheit und das Erwachsenwerden geprägt.

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Egal, ob was gut oder schlecht war. So manche Sachen muss man nicht akzeptieren von den beiden. Aber in den letzten Podcasts, die RTL+ mit ihnen produziert haben, habe ich mir gedacht, dass jetzt so eher die Rente angedacht werden könnte.

Im vorletzten allerdings hauen Mike und Thomas die Gründung einer Partei, die EWP, raus. Sie stellen die Prominenten vor, die ihre entsprechenden Ministerämter bekommen. Es ist natürlich alles eine Parodie. Oder doch nicht?

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Politik ist ja irgendwie ein Showbusiness. Sie bekriegen sich und trinken hinterher einen Kaffee zusammen. So wie es früher jedenfalls. Heute bleibt der Krieg untereinander und von manchen geht eine arrogante Haltung aus.

Die Supernasen werden von den jetzigen Entertainer im Comedybereich auch auseinander genommen. Die beiden nehmen es Humor. Den haben sie nie verloren.

Trailer zum Podcast :

https://youtube.com/shorts/rwQ2C3qc3ik?si=NSF7CchUFnXssvU_

https://plus.rtl.de/podcast/die-supernasen-mit-thomas-gottschalk-und-mike-krueger

Allerdings ging mir das ständige Erwähnen von Thomas Gottschalks Buch auf den Keks und dass sie mehr Follower haben wollen. Viel Selbstbeweihräucherung ist dabei. Aber nun ist auch die letzte Folge weg. Sie machen es vorerst nicht weiter. War das alles vorher abgesprochen? Sind die Infos von den Beiden oder von dem RTL-Team für die Moderation hinterlegt worden?

Und was hat das wiederum mit dem Ruhrgebiet zu tun?

Nun, wer hat damals nicht vor den Fernseher gesessen als Thomas Gottschalk mit seiner selbsterstellten Kollektion Augenkrebs verursacht hat?

Sicherlich waren viele meiner Generation vorher in der Badewanne. Das war normal. Wetten dass,… Alle baden waren um 19.30 Uhr und dann Thomas gesehen haben?

Mike Krüger hatte eine Spielesendung. Ich fand sie gut. Die Zuschauer nicht so. Aber dafür war er bei 7 Tage – 7 Köpfe einer der witzigsten Personen.

Das war noch Humor, der zwar unter der Gürtellinie war, aber immer noch etwas verdeckt. Heute wird alles ‚offen‘ gelegt.

Und wer hat die Grugahalle in Essen oder Westfalenhalle in Dortmund schon mal voll gemacht?

Genau: Wetten dass…? Thomas Gottschalk. Mit seinen 75 Jahren mag er sein, wie er ist. Er wirkt immer noch recht jugendlich für sein Alter. Mike ebenfalls. Aber alles muss man sich nicht mehr antun.

Empfohlen hat Mike Krüger den Youtuber Podcaster Tim Gabel. Und ich werde da mal reinhören. Er lässt sich Zeit mit seinen Gästen genau wie ich. Die Bandbreite ist groß. Und so empfehle ich ihn auch als Supernase für Podcast, der genau wie die beiden alten Entertainer ungefiltert sagt und fragt, was er denkt.

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Ich bin auch eine ungefilterte Nase. Sie ist nicht so groß, aber sie kann riechen und schniefen, mehr braucht sie nicht. Ich nenne ihn Gummel.

Ich habe nicht viele Follower. Mich kann man nicht in eine Schublade stecken und ich sage und schreibe, was ich denke und empfinde.

Follower sagen kaum was aus. Denn du kannst 40000 haben und davon liken vielleicht nur wenige 100. Bei knapp 1000 ist die Relation mit knapp 20 Likes wesentlich höher. Aber es sagt nicht aus, ob es ein Gefallen war oder es Gefallen hat.

Ich kann es nicht riechen. So weit kann mein Riechkolben nicht reagieren. Da wirkt er wie eine von Kohlestaub verdreckte Nas, das auch Nasenloch heißen konnte im germanischen Sprachgebrauch.

Venus anne Kirchturmspitze I 13.1.2025

Ein schöner sonniger Tag heute mit Frost auf dem Auto. Kratzen ist angesagt und gleichzeitig denke ich an meine Mutter, die ich genau heute vor zwei Jahren im Krankenhaus nicht mehr lebendig antreffen konnte.

Damals wurde ich nicht von den Ärzten über ihren Zustand unterrichtet. Wenn ich nach 18 Uhr kam, war kein zuständiger Arzt da. Bei Anrufen wurde gesagt, dass zurück gerufen wird. Wurde aber nicht.

Ich war ein paar Tage in Warschau mit meiner Frau. Dort hatte sie eine Beeidigung zur Dolmetscherin für den Staat Polen im Justizministerium übergeben bekommen.

Wir haben Warschau kennen und lieben gelernt. Doch im Hinterkopf war Mutters Aufenthalt in der Geriatrie. Da dachte ich, dass sie dort gut aufgehoben ist. Doch es war genau das Gegenteil.

Das ich sie nur noch einmal mit einer fast vereisten Hand am Telefon hatte, war mir einfach nicht bewusst oder ich habe es verdrängt. Bis heute fühle ich mich niedergeschlagen, wenn ich daran denke, dass sie mir von ihren Schmerzen erzählte und ich das Gespräch wegen der eisigen Kälte direkt vor dem polnischen Präsidentenpalast abgewürgt habe.

Hätte ich im Sommer anders reagiert oder zu einer anderen Tageszeit?

Wie reagieren andere, die eine ähnliche Situation haben und sich dann ihr Leben lang Vorwürfe machen, zum Beispiel nicht genug für die Eltern, Ehefrau, Ehemann, Schwester, Bruder, Kinder getan zu haben?

Und warum schreibe ich das jetzt hier in den Blog so frei hinein. Ganz einfach. Im Ruhrgebiet sind wir (fast) alle mit Eltern groß geworden. Ich bin nun über 50. Wir haben eine gute wohlige Zeit gehabt. Meine Eltern sind im Krieg geboren, haben  auf viele Dinge verzichten müssen. Bis der Wohlstand kam, dauerte es. Es wurde gespart, geknapst beim Essen und als Kind hat meine Mutter, die sieben Jahre jünger als mein Vater war noch die Bomben erleben müssen und hat sowjetischen Kriegsgefangenen unter lebensbedrohlichen Umständen Brot gegeben.

Es war eine Zeit, die heute die Enkel und Urenkel nicht mehr kennen, oder die tatsächlich wieder verherrlicht werden. Und ja es gibt einen Teil im Ruhrgebiet, die bei den nächsten Wahlen ihr Kreuz bewußt bei einer Partei das Kreuz machen, um den ‚Altparteien‘ einen ‚Denkzettel‘ zu verpassen.

Dieser Denkzettel wurde auch schon 1933 bei den Wahlen gemacht und der wurde sehr schnell ausgeführt. Es gab nur noch eine Partei, die Demokratie wurde abgeschafft und der Krieg bewußt vorangetrieben. Das war neben der Vernichtung der Jüdischen Rasse ein weiteres Ziel, dass in dem berühmten Buch Adolf Hitlers ‚Mein Krampf‘ (bewußt ironischer Titel) beschrieben wurde. Alle hatten es im Regal, keiner will es gelesen haben und doch ist alles passiert.

Auch jetzt denke ich an meine Mutter, 1936 geboren. Sie hat nicht alles mehr im Kopf gehabt, aber sie hat mir einige Anekdoten erzählt. Das reichte mit um mich auch als Ruhrpottologe mit den Stolpersteinen zu beschäftigen und auch mich gegen die Partei AfD zu wenden.

Es gibt Menschen, die das Parteiprogramm nicht zwischen den Zeilen lesen können. Parteiprogramme sind geduldiges Papier. Wer die Zitate von den Politikern hört, der sollte sich im Klaren sein, dass diese Narrative der Nazis hervorholen und es als legitim sehen. Mit arroganter Manier wird das zelebriert. Man hat sich sozusagen Mut angesoffen mit russischem Wodka (Geld).

Spätestens jetzt fragt man sich als Leser, warum er das heute in den Tagebucheintrag reingeschrieben hat.

Heute war der zweite Todestag meiner Mutter und ich habe ein Video gesehen, wo ich fast kotzen musste. Und das muss nun mal hier rein, um aufzuklären in Gedenken an die Mütter und Väter, die als Kind den Krieg in Deutschland mitgemacht haben :

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Mehr Informationen

Genauso empfehle ich die Aufklärung über das Katapult – Magazin:

https://katapult-magazin.de/de/artikel/wir-drucken-544-000-afd-wahlprogramme

Ich habe 100 € gespendet, um 100 Flyer drucken zu lassen vor den Wahlen.

Sie beinhalten das wahre Wahlprogramm, nämlich rechtspopulistische Zitate der AfD – Politik. Es ist mir nicht mehr schleierhaft, wie eine Fakeseite bei Facebook mit über 260000 Follower, nachdem ich  Beitrag kommentiert habe, plötzlich AfD – Politwerbung bei mir im Feed beim nächsten Öffnen auftaucht. Sie sind super professionell. Sie nutzen das Wissen der besten SocialMedia – Beratern aus. Sie werden wahrscheinlich fürstlich bezahlt und Sie gehen dafür über Leichen.

Erschreckend, was ich da sehe in der Zukunft, wenn sie an die Macht kämen. Allein schon der Abriss aller Windkraftanlagen würden unsere Energiepreise um das fünffache erhöhen. Die Arbeitsplätze in den Branchen würden alle wegfallen. Dumm wie Brot sind sie, dabei hat Weidel doch Volkswirtschaft studiert, oder hat sie bei jemanden abgeschrieben?

Nichtsdestotrotz habe ich heute hauptsächlich bei dem schönen Winterwetter gearbeitet und hab nur ein Foto mitgenommen vom Tag:

Der Blick auf die Hauptkirche von Bottrop, sozusagen dem Ort, wo ich aufgewachsen bin, direkt gegenüber dieser Kirche. Links ist ein heller Punkt. Das ist die Venus und rechts, leider aussehend wie eine Glühbirne, ist der Mond.

Meine Mutter ist jetzt die Venus, die Nach wenigen Minuten auf der anderen Seite des Kirchturms wanderte.

Ganz kleiner heller Punkt ist die Venus ©André Brune

Ich veröffentlichte noch heute das Video der Lesung Rapunzel und das hat den langen Arbeitstag ein wenig erhellt.

Auf geht’s in die Bearbeitung weiterer Projekte. Genug Negativität.

Getz gibbet noch wat lustiget, denn ich hab tatsächlich Fuchur, den fliegenden Hundedrache aus der unendlichen Geschichte am Himmel fliegen sehen!

Ich hoffe, dass er die Hoffnung eines blauen Himmels bringt und die Zerstörung der blauen Partei.

Fuchur ©André Brune