Herzliche Glückwünsche schickt Bigoskraut zu 20 Jahre EU-Mitgliedschaft an 10 Staaten

💯 Lat und % für die EU – Osterweiterung!
 
Wir beglückwünschen heute herzlichst Polen und alle anderen neun Staaten zum EU-Beitritt vor 20 Jahren am Tag der Arbeit, dem 1.5.!
 
Das Ruhrgebiet hat den Niedergang der Kohle nicht durch die EU-Erweiterung bekommen, auch wenn die polnische Kohle billiger war. Wer genau hinschaut, sieht das es schon damals Subventionsabbau geben sollte und die deutsche Kohle auf dem internationalen Markt teurer war und die Arbeitsplätze am Leben erhalten wurden.
 
Die EU-Erweiterung hat dem Ruhrgebiet aber auch geholfen in den Zeiten des Strukturwandels. Viele Osteuropäer sind gekommen, um hier Fuß zu fassen. Auch meine Frau ist 2006 nach Deutschland gekommen. Sie sieht von Außen auf ihr Heimatland Polen und ist jedes Jahr aufs neue erstaunt, wie ihr Land sich positiv verändert hat.
 
Ohne die EU-Osterweiterung gäbe es nicht das Projekt „Bigoskraut“, das wir im Rahmen unserer Zeit weiterführen mit Podcast über Sprache, Land und Leute oder auch die Recherche zur den Einflüssen von heute. Denn mein Urgroßvater mütterlicherseits stammte aus der Geburtsstadt von Nikolaus Kopernikus Torn bzw. Torun. Viele Vorfahren im Ruhrgebiet stammen aus dem von Deutschland besetzten Polen zur Zeit des preussischen König- und Kaiserreichs.
 
Ich beglückwünsche allen Staaten, nicht nur Polen, sondern auch Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Estland, Lettland, Litauen, auch Zypern und Malta zu 20 Jahre Mitgliedschaft in dem Friedens- und Wirtschaftsprojekt EU.
 
Wie sich die EU wegen des Krieges in der Ukraine und das erschreckende Erstarken der rechten Kräfte entwickeln wird, weiß noch keiner. Ich hoffe, dass sich alles zum Guten entwickelt. Dazu ist die EU geboren worden, als Hoffnungsträger für Europa selbst.
 
Wer Bigoskraut abonnieren möchte, um mehr über Polen, das Land, die Sprache und die Menschen erfahren möchte, kann hier weiterlesen und den Newsletter abonnieren:
 

 

Eine interessante Dokumentation hat der besondere TV-Sender Arte online gestellt. 

Viel Spaß dabei und feiern wir die 100 Jahr (hoffentlich und in Frieden…!)

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Weihnachten ohne Ryby ist kein Weihnachten I Podcast #2.2 I +Video

Im zweiten Weihnachtsvideopodcast  bzw. Podcast reden André und Ewa Brune über Ryby, die Fische, welche Aussprache genutzt wird und was es um Weihnachten herum noch gibt, wie z.B. den Weihnachtsmarkt in Bydgoszcz.

Zum Video-Podcast:

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WEIHNACHTSPODCAST HÖREN:

Es gibt eine Restaurant – Empfehlung für einen Besuch in Bydgoszcz: Restauracja Sowa.

Sehenswert und originell ist der Weihnachtsmarkt in Bydgoszcz. Die Buden stehen auf einer Brücke mit einer schönen Sicht auf die durchfließende Brda und dem Riesenrad.

Das Eisschwimmen und das Wort Stress und noch einiges mehr besprechen wir ebenfalls.

Viel Spaß beim Zuhören oder sehen euch Polen und Polnisch auf amüsante Art näher zu bringen!

LINKS

Restauracja Sowa

ul. Mostowa 4

85-110 Bydgoszcz

Tel: +48 52 339 08 14 Internet: https://sowa-restauracja.pl

Älteste Eisschwimmer-Verein in Polen/Gdansk: https://gdanskiemorsy.pl/

Podcast – Tipp 

Stressi ist Finnisch – Der Podcast darüber:

https://open.spotify.com/episode/4xrgZ4BiJHDTLlI6iekMSY?si=7cb877fb95c8442f

Wesołych świąt! – Frohe Weihnachten wünscht Bigoskraut André und Ewa Brune

Schnupfende Kamele & ein fahrradfahrendes Orchester #2 I Podcast I +Videopodcast

Was hat Schnupfen mit der Fußballweltmeisterschaft zu tun?

Im Podcast Nummer 2 erzählen wir über schnupfende Kamele und einem fahrradfahrenden Orchester. Unseren Nachbarn Polen und Polnisch humorvoll kennenlernen geht endlich weiter!

Erfahrt Begrüßung und Verabschiedung, den Herbst und den Musiktipp, den wir Live miterlebt haben. im Video oder als Podcast. Hört, was ein Schnupfen ist in Polen, und was das mit der gewesenen Fußballweltmeisterschaft zu tun hat.

Am Ende gibt es angehängte Livemusik vom Konzert aufgenommen beim Heimatfest in Tuchola 2022 von dem fahrradfahrendem Orchester .

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Nach fast einem Jahr konnten wir durch einen privaten Schicksalsschlag erst Zeit finden, den Podcast Nummer 2 fertig zu stellen. Ihr könnt neue Wörter aus der Polnischen Sprache kennenlernen, die mit dem Herbst zu tun haben.

Wir reden am Rand über die Fußballweltmeisterschaft in Katar und was das mit Schnupfen zu tun hat in der Wüste. War damals ja sehr aktuell und wir haben entschieden, dass wir diese Sequenz drin lassen, weil es doch sehr wichtig für die jetzige Veröffentlichung des Podcast ist. 

Dann stellen wir kurz das fahrradfahrende Orchester aus Polen vor, das wir letztes Jahr auf dem Heimatfest von Tuchola im Sommer kennen gelernt haben.

Das „Orkiestra na duzem rowerze“ wird im Blog noch einmal extra mit Bildern und Liveausschnitten vorgestellt.

Sie machen eine unglaublich tolle Mischung aus polnischer und jüdischer Klezmermusik. Depeche Mode in dieser Form zu hören war ein Ohrenschmaus. Sehr empfehlenswert zu hören und live zu erleben ist die Band, die auf Englisch auch als „Big Bike Orchestra“ bekannt ist. 

Wer mehr erfahren will, muss einfach unseren Podcast sehen bzw. Hören. Sehen ist nicht verkehrt, weil wir die wichtigen Wörter eingeblendet haben, die ihr dabei lernen könnt.

Interessante Links:

Die Band „Orkiestra na duzem rowerze“ oder Big Bike Band

Website:
O nas – Orkiestra Na Dużym Rowerze! (orkiestranaduzymrowerze.pl)
Der größte Hit in den Top Ten:
ORKIESTRA NA DUŻYM ROWERZE – Wrzuć na luz [Official Video] – YouTube
Zum Kanal der Band:
ORKIESTRA NA DUŻYM ROWERZE – Duży Rower (gościnnie: Sławek Wierzcholski) – YouTube

***
Ab Januar folgt eine eigene Internetseite.
Vorerst wird der Link über diese Seite bleiben:
https://ruhrpottologe.de/bigoskraut
***
Sponsor:
https://brune-sprachenservice.de

 

Viel Spaß und bis zum nächsten Mal! 

Keine Angst. Diesmal wird es nicht so lange dauern mit dem Warten! Im Gegenteil, denn Bigoskraut bekommt eine eigene Blog-Seite im Januar. Beim Blog „Ruhrpottologe“ wird es dann nur noch den Link geben, damit es sich nicht mit den Themen zu sehr überschneidet.

Na razie! 

Herzliche Grüße

Ruhrpottologe André und Ewa Brune von Bigoskraut

Nie vergessen und nie wiederholen – Reichsprogromnacht!

Heute ein ernstes Thema:

Stolpersteine im Ruhrgebiet gibt es mehr als 3000 Stück. In ganz Nordrhein-Westfalen sind es 15000 Stück.

Allein Bochum hat 247 und Gelsenkirchen 281.

Immer noch zu wenig für das Leid, das viele ertragen mussten: Folterung, KZ-Aufenthalt und Gaskammern. Neben Juden, waren auch Roma, Sintis, Homosexuelle und politisch Verfolgte ermordet worden.

Die von Nationalsozialisten sogenannte Reichskristallnacht, heute Novemberprogromnacht oder Reichsprogromnacht, vom 9. auf den 10.11.1938 war nach der Bücherverbrennung von 1933 der Auftakt von noch mehr Leid und Tod von ca 70 Mio Menschen weltweit. Niemals darf sich das wiederholen!

Und doch ist es in gewisser Form in der Welt noch zu sehen:

Krieg in der Ukraine, der vergessene Bürgerkrieg in Syrien, Taliban in Afghanistan, Uigurenverfolgung und Umerziehung in China, Minderheitenverfolgung in vielen Ländern der Erde.

Auch bei uns IN EUROPA tummeln sich wieder Menschen mit Hass auf Minderheiten, die Geschichte leugnen oder sogar wiederholen möchten, wenn sie könnten.

Auch das Ruhrgebiet hatte damals große Schattenseiten, die der Ruhrpottologe auch besprechen wird. Und auch heute gibt es hier und da genau die Menschen wieder, die unseren teuer erkauften Neuanfang eines friedlichen Europa mit ihren Freiheiten wieder zerstören möchten.

Stellen wir uns ihnen in den Weg! Seien wir mutig!

Halten wir zusammen und kämpfen wir auf unsere Art und Weise friedlich und mit Unterstützung der Aufklärung damit sich die Geschichte nicht wiederholen wird. Und hoffen wir, dass der Krieg in der Ukraine bald enden wird!

Diese Geschichte darf sich nicht wiederholen. Deswegen habe ich vor einem Jahr die POTTsteine – Rubrik und auf Facebook und Instagram @stolpersteine.ruhrgebiet gegründet. Die aus vielen privaten und beruflichen Gründen erst jetzt nach und nach gefüllt werden wird.

Im Projekt BigosKraut, auch auf Facebook und Instagram @bigoskraut, werden meine Frau und ich auch die historischen Prozesse in Polen in diesem Bezug ein Thema sein. Auch die historischen Bezüge auf Poleneinwanderung ins Ruhrgebiet und das Entstehen erster polnischer Vereine, aber auch der dortigen Judenverfolgung in Kielce 1946 nach dem Ende des II. Weltkriegs und der Naziverbrechen in Auschwitz und Co.

Ernste Themen müssen ebenfalls hier und da besprochen werden, damit es nicht vergessen wird, damit es sich nicht wiederholt. Die Anzeichen einer Wiederholung sind hier und da ebenso zu spüren, zu sehen. Ich verschließe meine Augen nicht. Worte und Handeln, Aufklärung und Prävention ohne Schnitt ohne Zensur bei mir ist meine Agenda als Ruhrpottologe neben all den schönen Dingen, die das Ruhrgebiet zu bieten hat.

Heute Nacht gedenke ich der Nacht von 1938!

Es ist eben nicht alles Gold, was glänzt.

Ich würde mich freuen, wenn es bei Facebook, Instagram und hier Follower gibt und es weiterverbreitet wird.

Danke!

Schalom! (engl. shalom) – Hebräisch geschrieben: עֲלֵיכֶם und heißt „Friede“

Schalom alechem bedeutet demnach „Friede sei mit dir“.

Das arabische arabischen Salām  ist sehr nah verwandt und bedeutet „Friede, Wohlergehen bzw. Heil“

Mehr Informationen: Reichspogromnacht – 9. November 1938 (lpb-bw.de)

In Bottrop zahlt man mit Zloty

Im Ruhrgebiet überschneiden sich viele Dinge im deutsch-polnischen Verhältnis zu sehen am Beispiel der Stadt Bottrop

Polenkloster in Bottrop

„Wöchentlich kamen 1000 Polen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, um Arbeit zu bekommen“. erzählt Stadtführerin Antje Herbst und erwähnt in den Ausführungen in einer Anekdote das sogenannte ‚Polenkloster‘ .

Das war damals im deutschen Sprachgebrauch ein besonderes Haus, eine Menage, wo bis zu 800 Männer, eben meist Polen wohnten.

Gewalt beherrschte die Enge

Neben Bier floss Schnaps und Wodka durch die Kehlen und verursachten oftmals schnell Streitigkeiten. Es gab Pistolen ohne Probleme, wie noch heute in den USA, damals einfach in einem deutschen Laden zu kaufen. Schießereien und Messerstechereien waren tatsächlich an der Tagesordnung im deutschen Kaiserreich unter Wilhelm II.

Fast täglich hatte die deutsche Justiz damit zu tun. Das Ansehen allein von Bottrop war damals sehr gering.

Bleibt Bottrop ein Dorf?

So hatte die Stadtwerdung auch wegen dem hohen Anteil von fast 80% Zuwanderung aus Polen eine starke Minderwertigkeit bei zuständigen Politikern und Behörden im preußischen Land. 25 Jahre musste Bottrop warten bis sie zur Stadt werden konnte im Jahr 1919. Ohne den Aufbau eines Verwaltungssitz wäre die Stadtwerdung wegen der Polen und fehlenden Struktur durch einfach in die Landschaft gebaute Zechensiedlungen wahrscheinlich nie möglich gewesen.

Zahlungsmittel Zloty in Bottrop?

Noch heute gibt es so manche Aussagen:

Ach, von Bottrop kommst du? Da muss man doch noch mit Zloty bezahlen. Natürlich lacht man heute darüber. Aber früher hatten die Menschen tatsächlich geglaubt, dass es so ist.

Klingelschildnamen

Heute sind polnische bzw schlesische Nachnamen auf jedem zweiten Klingelschild, Przybilla, Piotrowska oder Bartoszewski zu lesen. Viele haben Vorfahren aus Polen.

Ältestes Zechenhaus in Bottrop

In einem der ältesten Zechenhäusern von Bottrop, erbaut ca. 1875, erkennbar an den groben Steinbrüchen im Sockelbereich, lebten im Stadtteil an der Prosperstraße hauptsächlich zugezogene Polen. Die größte polnische Kolonie in Bottrop hieß Engelbert.

Türken und Polen

Heute leben dort hauptsächlich in den 1960er und 1970er Jahren zugezogene Türken. Sie haben eigene Läden zur Lebensmittelversorgung, Imbiss, die sogenannten Dönerbude, eine Deutsch-türkische Spezialität mit Rind-oder Putenfleisch und verschiedenen Salaten mit einer scharfen oder Knoblauchsauce gewürzt in einem halben Fladenbrot gelegt, die es so nicht in der Türkei gibt.

Moscheen statt Katholische Kirchen

Wo früher katholische Kirchen durch die Polnischen Einwanderer wie Pilze aus dem Boden wuchsen, sind heute versteckt in normalen Häusern die Moscheen. Der Bau einer richtigen Moschee ist in Bottrop bis jetzt noch nicht geschehen aber im Gespräch.

Urlaub in Polen statt auf Malle

Das polnische Blut fließt allerdings mittlerweile in vielen deutschen Nachfahren vor allem im Ruhrgebiet in den Adern, egal zu wieviel Prozent.

Es gibt den ein oder anderen, der die Geschichte der Herkunft mittlerweile gerne wissen möchte. Da wird dann ein Urlaub auch mal in Polen geplant und nicht auf Mallorca.