Ich bin bei der Kunstmesse auch Aussteller. Kommt vorbei! Es lohnt sich mit Musik, Currywurst neben Möbel auch Ruhrgebietskunst zu entdecken. Der Text ist übrigens auch in Ruhrdeutsch zu hören im Beitrag. Klickt auf den Link:
Im Land der 1000 Feuer – Industriemalerei vom Ruhrpott im Ruhrmuseum I Ruhrgebiet erklärt I +Videopodcast I + Podcast Folge 25 #132
Revierkunst aus Herne auf Nachbarschaftsbesuch in Gelsenkirchen I +Fotos
An der schönen blauen Emscher I Eine kunstvolle Hommage an den Fluss von Wilma Reidick in Bottrop
Pferdemarktschnee I Foto der Woche
Statt Regen fiel ausnahmsweise mal Schnee. Ohne eine Glasscheibe davor, konnte Ich dennoch eine tolle Aufnahme machen von dem Denkmal zum traditionellen Pferdemarkt in Bottrop. Es gehört trotzdem zur Reihe „Regenscheibe“.
Das war eine Skulptur, auf die ich als Kind immer raufgeklettert bin und auch verstecken spielte. Der Standort ist etwas versetzt worden, nachdem dort die Straße zur Fußgängerzone wurde und die Hauptstelle der Stadtsparkasse einen moderneren Eingang bekam.
Ich habe das Denkmal mehrmals fotografiert und die beste Variante herausgesucht, um dann etwas mit der Farbskala und Beleuchtung, sowie den Kontrast, damit können die Schneeflocken wie Sterne, die vor dem jetzt eher Blau statt dunklem Eisengrau der Skulptur herab rieseln.
Ich habe einfach draufgehalten und die besten aufbewahrt. Eins davon ist jetzt das Foto der Woche mit ein wenig nachgeholfener Farbretuschierung. So hat das Foto eine andere Wirkung als normal.

Und die anderen sind jetzt Beiwerk. So eine zufällige Situation darf ich mir doch nicht entgehen lassen mit dem Spielzeug meiner Kindheit fotografisch zu spielen – alle Varianten ©André Brune :





Jetzt spiele ich noch ein bisschen mit Farbe :




Auf dem letzten Bild sehen Sie wie verpixelte Infrarotaufnahmen aus. Aber es könnte auch die Startrekmannschaft um Captain Kirk sein, die sich gerade bekamen lassen auf die Erde und wir gucken zu aus der Sicht von jemandem, der auch gebeamt wird.
Ihr könnt mir gern schreiben, welcher Euer Favorit ist.
Abstrakte Zirkel I 49. Jahresausstellung Bottroper KünstlerInnen 2024 im Museum Quadrat I +Videopodcast Teil 1 & 2 I +Fotos
Foto der Woche I Budenbahn
In Wattenscheid gibt es eine zwischen zwei altersunterschiedlichen Häusern eine eingeklemmte Bude, der Kiosk Ugur.
Das Foto im Regen war eine spontane Entscheidung, die Straßenbahn in Richtung Bochum mit der Samsung S26 Smartphone Kamera einzufangen.
Wie lange das Kiosk auf der Hochstraße 36 ist, habe ich nicht gefragt. Der Inhaber war sehr desinteressiert an meinem Foto, dass ich ihm zeigte. Winkte ab mit einer lapidaren Zustimmung, dass ich es veröffentlichen kann. Auch meine Visitenkarte lehnte er ab. Vielleicht hatte er Nachricht vom Finanzamt bekommen. Das schlägt auch aufs Gemüt…
Da er an eine Konversation zum Blog und warum ich das mache nicht bewogen fühlte, sondern eher sein Frühstück naschen wollte, hab ich mir wenigstens noch eine gemischte Tüte gegönnt und bin gegangen.
Es war nicht Unfreundlichkeit, die mich dazu bewegten keinen großen Beitrag zu dieser Bude zu machen, die ich schon mehrmals in verschiedenen Situationen fotografiert habe, sondern eher das Desinteresse. Den Kiosk gibt es schon lange. Und er schneidet laut Rezensionen in Google mit 5 Sternen gut ab.
Er ist gut sortiert. Hat auch Spielzeug für Kinder. Man kann Pakete für DPD abgeben. Trotzdem habe ich auf ein gemeinsames Selfie verzichtet oder ein Interview. Ich habe gemerkt, dass er das nicht wollte. Zufällig habe ich vorher nur sein Winken von der anderen Seite wahrgenommen, als ich das erste Mal den Kiosk im Regen fotografiert habe, wollte ich den gelben Regenschirm mit auf dem Foto haben. Dann rauschte die Straßenbahn heran.

Das Fotomotiv ist jedes Mal gut geworden. Auch einmal durch meine Autoscheibe. So jetzt auch der Einfang der Bogestra – Straßenbahn 306, die vorbeizischt.
Bewußt habe ich die Straße im Regen im Bild fotografiert. Die Besonderheit der unterschiedlichen Häuser aus verschiedenen Jahrzehnten, die vor und nach den beiden Weltkriegen neben dem Kiosk entstanden sind machen diesen Nischenkiosk zu etwas, das früher normal war.
In jede kleine Baulücke bauten man nach dem zweiten Weltkrieg so eine kleine Trinkhalle rein, wenn es passte. Man findet im Ruhrgebiet an vielen Stellen noch diese kleinen engen Buden.
Der Regen am heutigen Mittwoch, dem 23.7. und die Straßenbahn der Bogestra, die dort vorbei zischt machen das Motiv zu einer natürlich lebendig wirkenden Streetphotography, wie es international gesagt wird.

Aufgenommen mit meinem Samsung S25 Ultra.
Irgendwann bin ich da mal wieder. Und kauf mir wieder eine Gemischte Tüte. Vielleicht hat er dann ja mal mehr Lust mit mir zu reden.
Das Foto ist auf jeden Fall gelungen, wie ich finde. Es ist auch ungeschminkt und unbearbeitet von mir hier hochgeladen worden.
#streetphotography #foto #fotografie
Extraschichtstaunen
Foto aus der Reihe ‚Flaschengefühle‘. Entdeckt in der Jahrhunderthalle während der Lichtinstallation.
Ein Pärchen genießt es im Arm auf einer Palettenbank. Ein anderes versucht es mit dem Smartphone einzufangen.
Die Flasche Bier von Fiege it dem Stahlbügel steht verloren am Rand zwischen den Stahlträgern. Sie wurde bewusst dort hingestellt. Jemand wird sie schon wegräumen, wird die Person gedacht haben. Sie hätte es auch selbst wieder mitnehmen können.
Doch egal, wie gehandelt wurde: Ein Gefühl von Erstaunen diese Jahrhunderthalle Bochum in einer besonderen Lichtinstallation mit einem Schluck aus der Flasche begleitet zu haben, wird in dem Glas mit einem Hauch aus dem Eisen in der Luft konserviert worden sein.
So entstand der lyrische Text dazu von mir dazu:
Das kühle Pils getrunken,
stehengelassen,
um zu staunen.
Festhalten in Linsen,
halten im Arm,
eingefroren in Medien
das Rot,
das Grün,
das bunte Lampenwerk,
in der Halle
Jahrhundert voller Taten,
Gegossen in Glockenformen,
Kanonen,
Karossen.
Geruch aus Eisen
Gefühl von Extraschichtstaunen
schwebt in der Flasche
aus Glas und Stahl.
Jahrzehnte voller Shuttlebusse,
um zu staunen,
das Kulturwerk,
Ruhrgebiet.
Foto & Text (c) André Brune

Weisser Hauch I Foto der Woche
Eine qualmende Zigarette, ein schnittiges Sportfahrzeug, ein Tatoo und das Glück einer roten Ampel – mehr brauchte es nicht, um das Foto der Woche zu schaffen.
Ein heraushängender Arm mit einer qualmenden Zigarette, ist nicht immer ein Zeichen von Lässigkeit.

Schnell zuckte ich mein Handy an der Ampel an einer Straße in Bochum und knipste so oft ich konnte den Porsche seitlich, bis er die Hand wieder einzog und die Fahrt weiterging.
Die Entscheidung das Foto in Schwarzweiß zu verändern als Foto der Woche fiel mir schwer, aber es hat eine besondere Wirkung dadurch.
Es soll auf keinen Fall ein Anreiz sein Raucher zu werden, sondern einfach nur den Blick auf das Weiß ziehen auf die Karosserie, dem Hemdsärmel, die tätowierte weiße Hand, die weißen Straßenmarkierungen und natürlich die weiße Zigarette mit dem weißen Hauch von Qualm.
Eine Pause, eine Sekunde, im schnelllebigen Straßenverkehr. Das Auto, die Zigarette und der Mensch am Steuer ist austauschbar. Die charakterliche Haltung in diesem Moment nicht.
Cool und abgeklärt. Mir passiert nichts, ich habe alles. Ich mache, was ich will.
Es war eine seltene Möglichkeit dies Foto so einzufangen, um auch aus Datenschutzgründen niemanden zu brüskieren. Was heutzutage schwierig geworden ist.
In Farbe wirkt das Bild anders. Dennoch hat es seinen Charme:















































































