Von Bochum wandert nun die Ausstellung am 13.8.2026 im Rahmen der IGA 2027 ins Pop-Up–Lädchen im Welthaus von Dortmund. Ab 16 Uhr ist die Vernissage. Ab 17 Uhr ist ein Vortrag von Sybille Hellier mit ihrem Projekt „AufGEraucht“ vor Ort und spricht über die Problematik der Grundwasserverseuchung von Zigarettenkippen.
Zwei Tage nach der Vernissage am Samstag am 15.8. zwischen 11 und 13 Uhr wird es einen Workshop geben, um mit Müll etwas zu basteln. Die Finissage wird dann mit einem Vortrag zum Thema „Flaschengefühle – Vermüllung der Stadt“ am 20.8. um 17 Uhr wieder beendet werden und auf den nächsten Ort warten.
Wer Interesse hat diese „Aufklärungsausstellung“ mit in die Welt zu tragen in einer Galerie oder städtischen Einrichtung, kann sich gern melden. Das Kunst-Aktions-Projekt „Flaschengefühle“ wird ab nächstes Jahr auch für Schulen angeboten werden.
Ausstellungseröffnung im Rahmen der Manifesta 16 Ruhr
Am Samstag, dem 1. August 2026, eröffnet das Künstler Kollektiv Bottrop die Ausstellung „auf.atmen“ in der ehemaligen St.-Franziskus-Kirche in Bottrop-Welheim. Und ich bin ein Teil der vielen tollen Kunstwerke, die dort zu sehen sind in der sehr besonderen Kirche. Sie bekommt nach drei Jahren Leerstand neues Leben „eingeatmet“ mit Kunst, die dann „ausatmen“ wird und lässt die schlafende Umgebung „auf.atmen“ für Neues. Die Ausstellung ist Teil der regionalen Manifesta Biennale-16+Ruhr.
Als Mitglied im Künstler Kollektiv Bottrop bin ich mit drei Kunstwerken selbst mit zwei Arbeiten aus meinem Kunstaktionsprojekt „Flaschengefühle“ dabei. Ein weiteres kleines fotografisches Werk ist leicht versteckt am Drahtkunstwerk zu finden. Es ist mit dem Innenraum und der gespiegelten Natur an der St.-Franziskus-Kirche entstanden.
„Auf.Atmen“ – eine Kirche wird zum Kunstraum
Die ehemalige St.-Franziskus-Kirche wird während der Ausstellung zu einem lebendigen Ort für Kunst, Begegnung und Gespräche mit Workshops.
Ab 11 Uhr ist Samstag die Eröffnung und ab 14 Uhr geht es mit Reden in den offiziellen Teil über.
Die vielen verschiedenen Kunstwerke fließen zum Teil in die Bedeutungsebene hinein zum Thema „aufatmen“ oder verbinden auch die Kirche selbst.
Die Künstler und Künstlerin beschäftigen sich im Rahmen des Mottos mit gesellschaftlichen, ökologischen, politischen oder persönlichen Themen. Dabei ist die Architektur der 1960er Jahre mit ihrer Holz-Beton-Fenster-Fassade ein besonderer Augenschmaus.
Sogar Alt-Bottroper*innen haben den Welheimer Friedhof nicht mehr auf dem Schirm. Die Kirche liegt dort hinter Bäumen versteckt.
Allein der große sakrale Raum wird zu einem besonderen Raum der Ausstellung.
Mit „Flaschengefühle“ dabei
Zwei Arbeiten aus meinem Kunstaktionsprojekt „Flaschengefühle“ werden dort ausgestellt. Das Drahtkunstwerk, dass spontan von mir entwickelt wurde, sieht nicht perfekt aus. Soll es auch nicht. Es ist so, wie der Mensch: Nie fertig.
Doch es atmet etwas aus. Es sieht wie die Kirche aus. Es hat die Dächer, aber nicht eins zu eins im Modell nachgebaut. Es ist und wirkt eingefallen und wird durch nicht vollen Flaschen gehalten.
Die Größe verlangte es vor Ort fertig zu stellen. Hier ist es aber noch nicht fertig. Da kommt noch was.
„Über Halbleere“ zeigt nicht nur das Zitat von Gott in der Bibel „Mach dir die Erde untertan“ (Genesis 1,28), das bis heute missverstanden wird, die Erde auszubeuten, statt sie zu bewahren. Das Kunstwerk zeigt, wie wir heute noch damit umgehen. Unachtsamkeit und Egalhaltung zu einer Verschlimmerung des Planeten Erde wird, aber auch gleichzeitig, dass der Glaube durch Kommerz und falschen Propheten abgelöst wurde und wir so weiter tun, als hätten wir unendlich viele Leben.
Die Kirche allgemein ist nicht nur halb leer. Sie ist mehr als halb leer. Sie ist keine Kirche mehr, weil es nicht genug Schäfchen gibt. Die nicht mehr gläubigen Schäfchen machen aber mit der Erde Untertan machen weiter. Flaschen sind nicht das einzige Modul, sondern viele verschiedene Müllprodukte habe ich in zwei angedeuteten Lungenflügeln unterhalb der umgedrehten halbleeren Flasche mit einer sich auflösenden Zigarette eingebaut. In der einen ist eher die Luft zum Aufatmen, in der anderen eine Flasche halbvoll mit gerauchten Zigaretten. Drumherum sind in den Ecken die Betonfeiler angedeutet. Die Flaschen enthalten die vier Elemente: Luft, Wasser, Feuer und Erde. Doch Feuer und Erde hängen in der Luft. Darunter Müll. Feuer entsteht durch Müll. Die Stützpfeiler werden Einliterflaschen von einem großen Konzern, der Wasser aus Brunnen nutzt, um weltweit das Wasser mit Zucker zu verkaufen. Die Erde wird weiter verseucht und ausgebeutet. Zigaretten sind oft auch Brandbeschleuniger in Waldgebieten, Flaschen können es auch sein. Gefunden habe ich die weitere Müll-Utensilien vor der Kirche und sie entsprechend platziert.
Ansonsten habe ich schon mindestens 6000 weggeworfene, abgestellte oder achtlos zurückgelassene Flaschen fotografiert. Ein Gedicht über die gefundenen Reifen erzählt das Kommen und Entfernen, damit die Natur wieder „aufatmen“ kann. Die Arbeiten sollen nicht nur kritisieren. Sie sollen zum genaueren Hinsehen, zum Nachdenken und zum Gespräch und vor allem Vermeiden von Müll anregen.
Ein Foto aus der St.-Franziskus-Kirche
Neben den beiden Arbeiten aus „Flaschengefühle“ zeige ich ein kleines Foto, das direkt an der ehemaligen St.-Franziskus-Kirche entstanden ist.
Durch eine Spiegelung in den Fenstern der Eingangstür ergab sich ein überraschendes Motiv. Da es zwei Tage vor dem Abgabetermin entstanden ist, konnte ich nicht anders als es kurzerhand in einen kleinen Bilderrahmen zu packen, weil ein größerer Druck leider länger gedauert hätte. So wird es eine Entdeckung für Besucher und Besucherinnen sein.
Das Bild zeigt, wie Kunst manchmal in einem sehr kurzen Augenblick entsteht – durch Licht, Architektur, Spiegelungen und den richtigen Blick.
Gerade an einem Ort wie der St.-Franziskus-Kirche wird deutlich, wie stark sich ein Gebäude je nach Perspektive verändern kann, vor allem mitten in der Natur, die so in dem Stadtteil nicht erwartet wird.
Bottrop ist Teil der Manifesta 16 Ruhr
Bottrop gehört zum erweiterten regionalen Programm der Manifesta 16 Ruhr. Das Hauptprogramm bespielt zwölf Kirchen in Duisburg, Essen, Gelsenkirchen und Bochum. Mit dem Manifesta-16+-Programm werden weitere lokale Projekte in einigen anderen Ruhrgebietsstädte gefördert. Wichtige Impulse gehen von lokalen Künstlern aus. In den alten Gemäuern kann nicht nur über Kunst gesprochen werden, sondern was passiert mit ihnen im Zuge der Leerstände. In ihnen geht es um Kunst, Gesellschaft und die Zukunft der bestehenden Gebäude. Weitere genauere Informationen kommen im nächsten Beitrag über die Manifesta Biennale.
Kunst und Industriekultur in Welheim
Wer die Ausstellung besucht, sollte einen Spaziergang in die benachbarten Gartenstadt Welheim machen. Die historische Arbeitersiedlung ist Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden und war für die Beschäftigten der nahe gelegenen Zeche „Vereinigte Welheim“ die erholsame Unterkunft nach harter Arbeit.
Geschwungene alleeartige Straßen, unterschiedliche Haustypen, die an ein kleines Bauerndorf erinnern, kleine Vorgärten, versteckte große Gärten und begrünte Freiflächen verleihen der Siedlung bis heute einen besonderen Charakter. Der Stadtteil erzählt von vergangener Industriegeschichte, vom Leben der Bergarbeiterfamilien und ihren lebenswerten Wohnquartieren. So verbinden Besucher und Besucherinnen zeitgenössische Kunst mit Kirchenarchitektur und ein Teil der Ruhrgebietsgeschichte.
Einladung zur Ausstellungseröffnung
Ich lade euch herzlich zur Eröffnung von „Auf.Atmen“ ein.
Die Ausstellung beginnt am Samstag, dem 1. August 2026 ab 11 – 19 Uhr.
Ich selbst zum offiziellen Teil mit Reden ab 14 Uhr vor Ort.
Um 12 und 16 Uhr gibt es auch eine Performance jeweils von Gilda Bräuer, die das erste Aufatmen und eine Kriminalgeschichte aus dem 17. Jahrhundert verbindet.
Ich freue mich auf Gespräche über meine Arbeiten, damit das Projekt „Flaschengefühle“ weiter getragen kann. Ich wünsche mir für die ehemalige Kirche, dass sie als stadtteilprägende weltliche Institution weitergeführt wird und die Ausstellung einen gangbaren Weg in eine besondere Zukunft führen wird.
Ausstellungseröffnung „Auf.Atmen“
Samstag, 1. August 2026
Öffnungszeit: 11 bis 19 Uhr
Ort:
Ehemalige St.-Franziskus-Kirche An St. Franziskus 6 46238 Bottrop
Ein Regentag kann auch wunderbare Motive hervorrufen, auch an Orten mit denen man wenig verbindet außer in der Vergangenheit mit Opel.
Viele Male habe ich das ehemalige Verwaltungsgebäude von Opel fotografiert. Dann ist dieses gelungen.
Heute trägt das Gebäude den Namen O-Werk. Deswegen nenne ich es O-Regen I, weil es noch andere Motive mit Regen gibt.
Zu finden ist das O-Werk – Gebäude im Gewerbegebiet Mark 51°7, das innerhalb von 10 Jahren nach dem Ende von Opel aus dem Boden gestampft wurde. Bochum erschuf einen erneuten innovativen Strukturwandel mit viel Nachhaltigkeit. Dort arbeiten jetzt schon mehr als in den letzten Jahren von Opel auf dem Gelände. Respekt!
Gefunden habe ich die Holzfigur im Malakoffturm von Prosper 2. Dort betreut ehrenamtlich die Knappengarde einmal pro Woche oder nach Anfrage ein kleines bergmännsiches Museum.
Die hölzerne Barbara steht im Eingangsbereich. Ich habe sie mehrmals übereinander beschichtet in einem heller werdenden Lichtton, was suggerieren soll, dass sie aus dem Schwarz der Grube hervorkommt, wie ein Bergmann aus dem Dunkel einer Grube. Deswegen auch der Name ‚Grubenbarbara‘
Am 4.10. startet in der Popup-Galerie, Hansastraße 17 in Bottrop, meine interaktive Kunstprojektaktion von Fußportätaufnahmen. Füße sind im dunklen Schuh eingepackt in Socken oft eine unterschätzte und tabuisiertes Körperteil, aber sie begleiten uns das ganze Leben und sind wichtig für unseren aufrechten Gang durchs Leben.
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Füße können viele Geschichten erzählen. Diese Geschichten des urbanen Lebens innerhalb der Stadtgrenzen möchte ich mit Porträtaufnahmen von Füßen zeigen und damit jede Bottroperin und jeden Bottrop herzlich einladen mitzumachen und über sich selbst zu staunen.
Die Titelgebung wird die Körperanalystin Monika Sundermann machen. Einige Angaben können auch zusätzlich gemacht werden, sind aber freiwillig. In Bottrop hat dieses Foto-Projekt Premiere und wird auch in anderen Städten durchgeführt werden, genauso wie mein Foto-Projekt „Flaschengefühle“.
Die Ausstellung wird mit spannenden interessanten Vorträgen zum Thema Fußgesundheit abgerundet. Zehenanalyse, Neuroorthopädie, Barfusslaufen und Pflege sind die Themen, die Kunst auf andere Art und Weise auch näher bringen kann.
Die Fotokunst-Aktion zeigt das menschliche Individuen gemeinschaftlich verbunden ist mit der Vielfalt des Lebens im Laufe der Zeit, allein mit den täglichen Schritten innerhalb der Stadtgrenzen. Alle, ob hier geboren oder zugezogen, von Jung bis Alt, haben ihre Fußabdrücke hier hinterlassen, aber bekommen kaum Aufmerksamkeit.
Ich möchte den viel gebrauchten, aber vernachlässigten Füßen, die in dunklen Schuhen ihr Dasein fristen, einen symbolischen Wert im Rahmen einer Ausstellung bieten. Zu den Öffnungszeiten der Popup-Galerie kann sich jeder porträtieren lassen und entscheiden, ob das gemachte Foto in der Ausstellung hängen darf mit eigens ausgewählten Angaben: Name, Beruf, Alter, Hobby, Sport oder einer Körperanalyse durch die Körperanalystin Monika Sundermann.
Die Ausstellung wird dann offiziell mit einer Vernissage am 16.10. eröffnet werden. Beteiligte und Interessierte sind ab 18.30 Uhr eingeladen über das Wunderwerk Fuß zu diskutieren und sich auszutauschen.
Füße werden täglich gebraucht, aber wenig beachtet, obwohl sie ein Wunderwerk der menschlichen Mechanik sind und den aufrechten Gang möglich machen. Ein Fuß besitzt 26 Knochen, 33 Gelenke, 107 Sehnen und Bänder, 19 Muskeln und 200000 Nervenenden.
Mit dem Porträt von Füßen möchte ich, selbst seit 19 Jahren unterwegs als Fußpfleger, die Füße in den Vordergrund stellen und von einem Tabu befreien. Fehlstellungen, Aussehen oder Probleme prägen das Leben im Alter und können auch gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen, die im Rahmen der Ausstellung durch verschiedene Vorträge erklärt werden. Damit möchte ich einen Synergieeffekt zwischen Kunst und den täglichen Lebensbedingungen schaffen.
Die Fotoausstellung, die in den zwei Wochen vor der Vernissage entsteht, wird auch einige Videoprojekte zeigen. Eigene Fotos können für einen kleinen Unkostenbeitrag von 30 € ohne Rahmung während oder nach der Ausstellung mitgenommen werden. Davon gehen 5 € als Spende an den Wunschzauberer für einen guten Zweck.
Es finden interessante Vorträge zum Thema Fußgesundheit statt während der Ausstellung:
8.10. – 17.30 Uhr Barefoot Movement Coach Alexander Tok :Gesundes Barfusslaufen
30.10. – 17.30 Uhr Fußpfleger André Brune Richtige Pflege – Finissage ab 18.30 Uhr
Danach ist das Projekt nicht zu Ende. Es wird weitergehen, innerhalb und auch über die Stadtgrenzen hinaus.
Als 1. Vorsitzender der Kunstgemeinschaft Bottrop 1969 e.V. starte ich damit eine Ausstellungsreihe bekannter Mitglieder und Mitgliederinnen von der Kunstgemeinschaft Bottrop. Es werden noch viele Projekte bis Ende Februar zu sehen sein. Im Blog werde ich darüber auch berichten und animieren auch von außerhalb nach Bottrop zu kommen. Wer möchte, kann ja dann eine kleine Gästeführung bekommen. Ich würde mich über Besucher und Besucherinnen freuen!
Die Öfnnungszeiten sind jede Woche im Oktober Dienstags und Donnerstag von 15.30 Uhr – 18.30 Uhr und Samstags 10-15 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Individuelle Fototermine außerhalb der Öffnungszeiten der Galerie oder bei weiteren Fragen:
Im Bürgerbüro der Bezirksverwaltung Kirchhellen stelle ich vom 29.8.25 bis 28.2.2026 frische Fotos unter dem Titel „Kirchhellener Motive“ aus mit einem Spendenanteil für den guten Zweck.
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Aus meinen Fotoreihen Flaschengefühle, Regenscheibe, Schattenwand und den neuen mit KI illustrierte Fotos zeige ich 16 verschiedene Situationen und örtliche Sehenswürdigkeiten. Auch die neue Fotoreihe „Vintage“ habe ich hier erstmalig hängen. Nur einige Fotos sind durch die sozialen Medien bekannt geworden. Hier im Blog sind sie auch erstmalig veröffentlicht. So kann eine Bandbreite meiner fotografischen Kunst erlebt werden, die ich fast täglich erweitere mit weiteren Ideen und Synergieeffekten.
Der Hausmeister Andreas hat geholfen aufzuhängen. Vielen Dank!
Alle Motive habe ich in Kirchhellen zufällig gefunden oder gezielt gesucht. Wenn ich in Kirchhellen ausstelle, wollte ich das auch mit Motiven aus dem Bottroper Norden und nicht das tausendste Bild vom Tetraeder oder die Halde mit dem Prosper Haniel Fördergerüst mit Sonnenuntergang oder im Nebel.
Persönliche Beziehung
In Kirchhellen wurde auch über Jahrzehnte Steinkohle gefördert. Zu sehen ist die Bergbaugeschichte an zwei Fördergerüsten, die es bald nicht mehr geben wird. Eines davon steht in Grafenwald und das andere einen Kilometer entfernt von der Dorfmitte: Prosper V. Dort habe ich auch ein paar Monate gearbeitet als Ver- und Entsorger. Meine Schwester hatte in Grafenwald ein Haus, bevor sie starb vor 10 Jahren. So habe ich eine gewisse engere Beziehung zu diesem Teil meiner Geburtsstadt.
Ich freue mich hier ausstellen zu dürfen. Ein Kunstherz für Kirchhellen!
Bergbaugeschichte
Das Kirchhellener Umland weist viele Bergschäden auf als Zeugnis der Bergbaugeschichte mit einem einzigen Unterschied: es gibt keine typischen Zechensiedlungen. Die Fördergerüste kamen sehr spät nach Kirchhellen; zu einem Zeitpunkt als die Bergleute anfingen von geschlossenen alten zu neu eröffneten Zechen zu pendeln, die immer weiter und immer tiefer in den Norden abgeteuft wurden.
Durch meine persönliche Zeit in Kirchhellen hat das Dorf immer ein Platz in meinem Herzen. Es ist mir also eine Ehre dort ausstellen zu dürfen im Rahmen als Mitglied der Kunstgemeinschaft Bottrop 1969 e.V. und seit März 2025 1. Vorsitzender. Jedes Mitglied darf dort für maximal sechs Monate in Kirchhellen oder im Rathaus der Stadt Bottrop im jeweiligen Bürgerbüro seine Kunst ausstellen.
Feste im Dorf
Kirchhellen ist der nördliche Teil von Bottrop. Das größte Dorf in Deutschland feiert andere Feste als die sonst in Deutschland bekannt sind: Brezelfest und die Bauernolympiade. Beide haben eine gewisse Form von Andersfotografie ihren Platz an der Bürgerbürowand gefunden.
Gut leben
Mittlerweile über 23000 Einwohner verzeichnet das Einwohnermeldeamt im Bezirk. Viele Neubauten sind auf das von Ackerbau geprägte Kirchhellen gesetzt worden. Das Dorf lebt und boomt im Gegensatz zu anderen Stadtteilen anderer Städte im Ruhrgebiet. Hier lässt es sich gut leben auf dem Land mit viel Grün und auch vielen Freizeitangeboten, die über das Radfahren hinaus gehen: Movie Park, Schloss Beck, die Bauernhöfe Schmücker Hof, Umberg, Bauer Sagel und Miermann, die mit ihren heimischen Obst, Gemüse und Fleischangeboten in ihren Bauernläden, dem Kuhkuscheln, Spargel- und Grillfesten auch Besucher und Besucherinnen aus dem Umland einladen.
Motiv Kirchhellen
Kirchhellen wird unterschätzt für die Motivauswahl. Es ist ein modernes Dorf mit Neubauten geworden, aber es hat viele kleine Dinge, die entdeckt werden können. Je nach Lichteinfall mit dem richtigen Auge können Motive gefunden werden. Wenn die Motive gewollt noch mit speziellen Foto-Apps oder mit KI verändert werden, bekommen BetrachterInnen einen eigenen anderen Blick auf ihr Dorf und auch Interesse das Dorf mit ihren Facetten eben anders zu erkunden.
Das war das Ziel meiner Auswahl, die ich kurz nach der Bekanntgabe, dass ich dort aufhängen kann, zusammen gestellt habe. Hier ist die Galerie zwar digital zu sehen, aber wie sagt mein Freund und Künstler Ralf Opiol: „Zur Kunst musst du gehen!“
Ja, es lässt das Motiv anders auf sich wirken, wenn es im Raum zu betrachten geht.
Zu besichtigen ist die Ausstellung immer zu den Öffnungszeiten vom Bezirksverwaltungsamt Kirchhellen im Erdgeschoss links im Bürgerbüro:
Anschrift
BVSt Kirchhellen Kirchhellener Ring 84-86 46244 Bottrop
Anschrift und Öffnungszeiten sind der Internetseite www.bottrop.de entnommen.
Dankesworte
Es gab keine Vernissage und wird auch keine Finissage geben, da eine kleine Party zu den Öffnungszeiten nicht möglich ist. Aber die Presse war nach der Hängung eingeladen für einen kleinen netten Beitrag. Ich bedanke mich beim Bezirksamtsleiter Magnus Thesing, der das möglich macht für die Kunstgemeinschaft Bottrop, und dass er mir sozusagen diesmal den roten Teppich ausrollte.
Limitierung für den guten Zweck
Mit der Ausstellung möchte ich auch was für Kirchhellen tun. Meist gebe ich einen Teil der Erlöse meiner Fotos an soziale Projekte ab. Diesmal bekommt 10 € pro verkauftem im weißen Rahmen das Waldpädagogische Zentrum, das in der Straße Ruhehorst 14, liegt und viel für die naturnahe pädagogische Erziehung macht. Kindergärten und Schulen einlädt Bäume zu pflanzen auf dem Grundstück, die nach fünf Jahren auf einem ausgewiesenen ehemaligen Ackergelände einen Wald aufforsten.
Waldpädagogisches Zentrum
Der Verein macht in meinen Augen viele wichtige Projekte. Ich lernte Ulrich Trockle, dem Vorsitzenden des Vereins bei den Bottroper Gastgebernetzwerk kennen und wollte den Verein in seinem Tun auch podcasten. Der Podcast erscheint in Kürze mit dem Video zur Begehung über das Gelände, wo sich neben Kräutergarten, Baumarten, auch Wildschweine, Ziegen, Mufflons und Hühner, sowie Honigbienen tummeln. Kinder und Jugendlichen sollen Spaß haben und für die Naturerhaltung sensibilisiert werden.
Die Bilder in dieser Größe und Ausgabe sind limitiert auf 10 Stück!
Hier sind sie nun in der Übersicht mit den entsprechenden Preisen, ihrem Namen und das Tun hinter den Kulissen. Alle Fotos sind Copyright André Brune, auch die KI-generierten Bilder, die aus meinen Fotomotiven von mir so bei ChatGPT kreiert wurden.
FOTOGALERIE
„Kirchregen I“ - Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ -Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 11.03.2024 - (c) André Brune
„Schachtregen 10“ - Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 11.03.2024 - (c) André Brune
„Brückenregen I“
- Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm - Preis: 190 € -
Jahr : 22.04.2024 - (c) André Brune
„Bauernolympiadenhandy“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm - Preis: 190 € -
Jahr : 07.06.2025 - (c) André Brune
„Flaschenolympiade“ -
Aus der Fotoreihe „Flaschengefühle“ gegen die Vermüllung der Stadt -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm - Preis: 190 € -
Jahr : 07.06.2025 - (c) André Brune
„Lekka Fisch aufm Kirchheller Markt“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 24.07.2025
- (c) André Brune
„Vintagesonnenblumenhummel“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 24.07.2025
- (c) André Brune
„Verlorene Gardine“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Im Namen Gottes I“
- Aus der Fotoreihe „Schattenwand“
- Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Im Namen Gottes II“ -
Aus der Fotoreihe „Schattenwand“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune
Jahr : 29.07.2025
„Im Namen Gottes III“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune
Jahr : 29.07.2025
„Gestörte Harmonie“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Brezelfest“ -
Fotografie -
mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
60 x 45 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune
Jahr : 29.07.2025
„Brezelbruder in Kirchhellen“ -
Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ -
Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
30 x 40 cm – Preis : 150 € - (c) André Brune
Jahr : 29.07.2025
„Schloss Beck in Kirchhellen“ -
Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ - Fine Art Print -
Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß -
30 x 30 cm – Preis : 90 statt 150 € auf der Kunstmesse
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Fachwerk erhalts
in Kirchhellen“ -
Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ -
Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm– Preis : 190 € -
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
Entdeckt habe ich den Tagpfauenauge beim Blütensaugen an einem Sommerflieder auf dem Gewerbegebiet Mark 51°7 in Bochum, dem ehemaligen Opelwerksgelände 1 im Bochumer Stadtteil Laer.
Im Hintergrund sind unscharf die groben Steine zu sehen, die vorbereitet werden für das nächste Gebäude.
33% des Gewerbegebiets sind grüne Freiflächen und sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein Pluspunkt auch für den Klimaschutz und Mikroklima im Stadtteil.
Vorher waren es ca. 1% und eine abgezäunte Fläche, zugänglich für Niemanden.
Recherchen für eine Gästeführung und Motivfindung vor Ort machen spontan so ein Foto möglich.
Es sind besondere Schwarz-Weiß-Blicke von Gregor Wildförster auf den Gelsenkirchener Stadtteil Horst und Beckhausen. Die Fotos sind nun gemeinsam mit Christoph Bottarus Porträtfotografien bis zum 9.5.25 in einer Ausstellung in der Stadtteilbibliothek zur 150 Jahrfeier der Stadt Gelsenkirchen zusammen zu sehen.
Teaser zum Videopodcast:
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Ein Interview mit ihm kurz vor der Vernissage macht neugierig auf Mehr von ihm:
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Gregor Wildförster nennt sich selbst Fiddler of light. Eine Geige ziert mit den vier Saiten auch seine Visitenkarte. Eine Kamera hat eben auch vier Saiten, erklärt Gregor mir. Sie sind ein Bezug auf die Virtuosität einer Geige auf die Blende, die Belichtungszeit, die Brennweite und die Bearbeitung. Alle Nuancen, die für ihn ein Foto ausmachen sind wie in einer Geige vorhanden.
Stolz vor seinen Fotos: Gregor Wilförster (c) André Brune
Einfühlsam fotografiert er hauptsächlich Körper, die er durch seine Augen und seine Fotografie „positiv“ darstellt. Die sogenannte Body Positivity ist sein Fotografiefeld. Zur 150 Jahrfeier der Stadt Gelsenkirchen hat er sich sein Blick auf die Straßenfotografie (Streetphotography) verschoben.
(c) André Brune
Gregor Wildförster hat jeden Stadtteil Gelsenkirchens zwei Jahre lang nach Motiven aufgesucht. Menschen, die er in bestimmten Situationen traf oder öffentliche Fahrzeuge, sowie Motive in einem Stadion, an einem alten Bahngebäude, Förderturm, das Schlossgebäude, sowie das Gelände vom Nordsternpark fehlen nicht in dieser Ausstellung über den Stadtteil Horst und Beckhausen, die hauptsächlich in der Stadtbibliothek in der Vorburg zu sehen sind.
Die Portraitfotos von Christoph Bottaru blicken auf die Hood von Gregor Wilförster (c) André Brune
Die Ausstellungsreihe, die in Gelsenkirchen Mitte angefangen hat, nennt er selbst „Meine Hood“. Anglizismen sind streitbar, aber in diesem Fall wohlüberlegt und auch sehr passend. Das Wort beschreibt jeden Stadtteil, der sowie heruntergekommen und sozial benachteiligt sein kann, sowie auch ein heimatbezogener und geliebter Bereich ist, wo man sich trifft zu einem Gläschen Bier. Während Christoph Bottarus Portraits oben hängen zieren seine Bilder die Wände unten im Erdgeschoss der Stadtteilbücherei in der Vorburg in Gelsenkirchen – Horst.
Erste Gäste vor der Vernissage (c) André Brune
So entstand die ganze Idee tatsächlich in Horst im Café Klatsch. Dort wurde begonnen, die Idee für Gelsenkirchen Marketing zu gestalten. Ich hatte also die Ehre, das Bild erklärt zu bekommen, wie besonders es ist. Zufällig war ich vorher am gleichen Tag an dem Café Klatsch vorbeigegangen und habe es fotografiert. Unbewußt.
Die Stadtteilbibliothek Horst füllt sich (c) André Brune
Gregor Wildförster hat die Fotografie als Autodidakt erlernt. 1963 ist Gregor in Horst geboren. Er interessierte sich immer für die alte schwarz-weiße Filmwelt von John Ford zum Beispiel. Er wollte Regisseur werden, denn er war fasziniert, wie sie die bunte Farben in zwei Tönen so in Szene setzen konnten, dass die Filme für die Zuschauer ein Augenschmaus wurden. Aber das Studium erforderte ein finanzielles Polster, das er nicht hatte. So machte er eine Banklehre, hatte auch Abstecher in Frankfurt und Zürich bevor er 1995 wieder zurück nach Horst kam.
Bildbände und Preisliste von Gregor Wildförster (c) André Brune
Er beschäftigt sich während seinem Angestelltendasein mehr und mehr mit der Fotografie bis aus dem Hobby eine Berufung wurde. Ein Burnout-Syndrom und eine diagnostizierte Depression gab ihm den Schub sich nur noch der Fotografie zu widmen. Erst recht als er nach weiteren drei Jahren Angestelltendaseins wieder in einen Burnout rutschte. Die Fotografie hat sich als erfolgreiche Selbsttherapie entwickelt.
Gerd Kaemper macht für Gerne Gelsenkirchen das Gruppenfoto (c) André Brune
Seit zehn Jahren ist er nun der Meinung seinen Stil in der Fotografie gefunden zu haben. Und ja für mich ist es so, dass er aus den fotografierten Menschen auch ihre Seele einfängt. Heute ist er auch in den USA kein unbekannter Fotograf mehr.
Den kantigen Charme mancher Gelsenkirchener Stadtteile fängt Gregor auf eine eigentümliche Art und Weise ein. Beim Instagram- und Facebook – Account „Gerne Gelsenkirchen“ kann man seine Fotos immer wieder aus allen Stadtteilen sehen.
Screenshot von Ausstellungseröffnung (c) Elisabeth Koetke
Den kantigen Charme mancher Gelsenkirchener Stadtteile fängt Gregor auf eine eigentümliche Art und Weise ein. Beim Instagram- und Facebook – Account „Gerne Gelsenkirchen“ kann man seine Fotos immer wieder aus allen Stadtteilen sehen.
Sie sind auch käuflich zu erwerben mit einem weißen Rahmen, auf Passepartout und seiner Signatur für 149 €.
Gern hätte ich noch mehr über seine „Therapeutische Fotografie“ erfahren, aber das war zeitlich nicht mehr möglich, weil schon viele Besucher und Besucherinnen hereinströmten zur Vernissage. Das holen wir nach.
Gregor Wildförster in Gelsenkirchen Mitglied im „Bund der Gelsenkirchener Künstler e.V. und auch bei der Gelsenkirchener Künstler-Initiative „Kunst in der City“
Die Ausstellung geht noch bis zum 5.5.25 in der Stadtbibliothek Horst, Turfstraße 21 in Gelsenkirchen. Für Navis immer „Rennbahn 5“ eingeben, sonst landet man wahrscheinlich zwischen den Büchern.
Infos und Anmeldung: 0209 – 169 6126
Zu sehen während der Öffnungszeiten:
Mo 11 – 13 und 14 – 19 Uhr
Di geschlossen
Mi 9 – 14 Uhr
Do & Fr 11 – 13 und 14 – 17 Uhr
ACHTUNG: Ab dem 29.4. ist die Stadtbibliothek zeitweise geschlossen, aber eine Besichtigung ist nach vorheriger Terminabsprache möglich.
Veranstaltet wird die Ausstellung von der Stadtmarketing Gesellschaft Gelsenkirchen mbH im Rahmen von „150 Jahre Stadt Gelsenkirchen“
Links:
Kontakt mit Gregor Wildförster über seine Internetseite:
Die musikalische Begleitung machte Kai Wälken, der in Gelsenkirchen eine eigene Musikschule hat. Er hat Eric Clapton beeindruckend in den Gitarrensaiten gehauen und die Stimme war passend. Er hat die Atmosphäre zum Brodeln gebracht. Toll!
Fuchur nenne ich die Wolke, die am Montag quer den blauen Horizont durchbrach.
Fuchur, der freundliche Drache in ‚Die unendliche Geschichte‘ von Michael Ende, dessen Verfilmung ich für damalige Filmtechnik (1984) sehr spannend und schön gemacht fand, hat hier eine besondere Ehrung in der Wolke gefunden.
Ein paar Fotos zum Film aus urheberrechtlichen Gründen im Link :
Ich hatte frei genommen, musste aber einkaufen fahren. Der Regen und Sturm hielt mich vom Radfahren ab. Das hat mir dafür aber dieses besondere Regenscheibe – Foto mit der Bogestra – Straßenbahn der Richtung Dahlhausen beschert.
Auch hier habe ich mehrere Fotos gemacht, als die Straßenbahn losfuhr und ich noch gehalten habe.
Welches das beste ist?
Ich kann mich nicht entscheiden, aber die in der Kurve liegende Straßenbahn gefällt mir persönlich am besten.
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