Da geh ich mich aufm Weihnachtsmarkt im Oberhausener Centro mit alten Schulkollegen treffen, wat ja jetz eigentlich Westfield Park heißen sollte, obwohl Tiere hab ich da keine gesehen, außer im Aquarium beim Seeleben. Zum Glück haben die Centro als Namen behalten. Ich beschloss die Wahtezeit im Schalkeladen zu verbringen, um mir für die nächsten Rescherschen die Populären Irrtümer dort zu kaufen.
Schicke Zapfen im Centro (c) André Brune
Na klar, sachste jetz, der Pappkopp, geht am Donnerstag vor die Heilige Gebärung, ausgerechnet nachm Centro und will son Buch kaufen, wo dat schon längs bei den ein oder andren unterm Baum liecht und dort nich mehr zu kriegen is. Egal, versuch macht kluch.

Ersma musste ich durchn Stau mich quälen und in die hinteren Parkhäuser um Platz zu kriegen, dann bisse am anderen Ende von dem riesigen Kabachel.

Endlich bin ich dann quer, wie ein Blitz durch dat ganze Gewusel von wandernden Einkaufstaschen gelaufen bis zum Schalke Laden, der wiederum am vorderen Ende is. Zum zweiten Mal bin ich nun da und wurde wieder mal enttäuscht, weisse Bescheid.

Letztet Mal haben die mir nicht den Salzstreuer umgetauscht, wo unten der Plastikpömpel fehlte, weil ich keine Verpackung mehr hatte. Ich wollte eine neue kaufen und diese dann tauschen. Wurde vom Geschäftsführer nicht akzeptiert. Wat soll ich sagn. Da gehse nich nomma hin. Dann musste ich abba, weil nicht anders geht, dachte ich. Gibse den Laden nomma ne Schanze, obwohl ich schon sauer, wie ne alte Gurke wa.
Ich wollte ich ja lediglich ein Buch ohne Henkel, nur mit Buchstaben. Ich schaute mich um und fand nichts. Die Nachfrage an der Kasse, kam mit einem lang überlegenden leeren Blick, wie ein Manta ohne Fuchsschwanz zurück.

Lange nachdenkend, wat denn ein Buch sei, ob man dat auch zwischen die Pfosten kicken kann, kam die Antwort, dat die dat nich haben. Ja, hab ja gesehen, dat dort nur überteuerte Trikots und chinesische Souvenirs mit Schalke 04 – Wappen verkauft werden. Hier findse auch nix von Bayern oder Rot-Weiß Oberhausen, obwohl dat ja eher nachvollziehbar wäre, is ja ein Fanladen 30 km vonne Heimat der Arena entfernt.
Ein Buch hatten die. Ein teures, wat vielleicht sogar stibitzt werden kann und deswegen anne Kasse verdeckt stand. Etwat üba Tätowierungen über den Verein für knapp 40 €. Der Aushilfsjunge hat dat nich ma vor sich gesehn. Hat wahscheinlich gedacht, dat wäre ein Brett zum Äpfel schneiden oder für einen Buchstabensalat. Nach Veganer sah der mich nich aus.
Der Tipp kam geschwind von demselbigen Geschäftsführer, der mir vor paar Monaten nich diesen ollen Plastikeumel geben wollte: Gehnse nach Thalia. Die habn dat bestimmt.
Da aus diesem Getummel kam ich gerade her. Dachte son Fanladen hat auch Bücher über den Verein. Abba da könnse wohl nix mit anfangen. Oder zu wenich dran verdienen für die teuren Spieler aufm Platz…
Ich zu Thalia wieder quer durch den Einkaufstempel. Ersma hab ich da kein Sportregal gefunden in dem bunten Weihnachtsfirlefranz. Eine nette Buchhändlerin teilte mir über ihr Pad mit, dat ich gern zum Rhein-Ruhr-Zentrum fahren könnte, da läge noch eins.
Ne, lass ma, um 18 Uhr quer durch Oberhausen, um da durch den nächsten Einkaufstempel zu rennen, um festzustellen, dat dat letzte Exemplar auch vor fünf Minuten üba die Kassentheke gegangen ist, macht nich viel Sinn. Und die Freunde würden ja unnütz auf mich waten….
Ich beschloss et als EBook zu kaufen. Da gabet abba ne Überraschung. Dat gibbet nich als elektronische Variante vom Klartext Verlag. Dann habbich mir ein Eis gegönnt.
Hömma, die verwunderte Waffel wa ich, als die mir da anne Theke anne Oase offerierte, dat ich da für zwei Kugeln nen fünf Euro – Schein rüberwachsen lassen musste. Gut, die warn schon riesich und lecka, muss ich zugeben. Dann daddelte ich mitn Handy rum und lud mir einige Schalke-Bücher runter, die ich für den übernächsten Podcast von Ruhrgebiet erklärt nutzen werde.
Dann trafen wir uns, schlenderten durch dat Gewusel vom Centro-Weihnachtsmarkt. Natürlich trifft der Kollege ne Cousine. Der Ruhrpott is eben n Dorf. Die Kunsthandwerker und internationalen Futterbuden von Cevapcici über Langos und Pommesschranke waren, wie immer beeindruckend aufer Gastromeile.

Am Ende entschieden wir uns nich aufe Hand wat zu futtern, sondern gemütlich in dat mexikanische Restaurant zu gehen, um die morschen Knochen aufzuwärmen, sich nett zu unterhalten und dabei einen leckeren Cocktail zum halben Preis zu schlürfen.


Um 21 Uhr war Schicht im Schacht aufm Weihnachtsmarkt und ohne Stau ginget nach Hause mit vollem Bauch von mit Käse überbackenen Kartoffelspitzen und Fleisch. Hab nichma die Hälfte geschafft und inne Nacht rumorenden Darm gehabt. Mann wird alt, habbich mir so beim Einschlafen gedacht, während ich die Maiskörner vom Kolben gezählt hab, die ich vorher hatte.
Große Menschenmengen, buntet Lichtermeer und große überbackene Klamotten gehn ab 50 nich mehr mitte leichte Hand. Komm du ma in mein Alta, Alter!
(manche Dinge sind hier absichtlich etwas überspitzt dargestellt. Kannse dir selber aussuchen wat…)
Frohe Weihnachten zum letzten Mal für dat Jahr 2025!
















































































































