An der schönen blauen Emscher I Eine kunstvolle Hommage an den Fluss von Wilma Reidick in Bottrop

Als 1899 die Emschergenossenschaft entstand, war Wilma Reidick noch nicht geboren. Zur Zweinullenrundung tauchen ihre Kunstwerke noch einmal aus den gereinigten Fluten des alten Flusses im Infopoint in Bottrop auf und das zum richtigen Zeitpunkt. Denn dieses Jahr feiert die Lippegenossenschaft 100 Jahre und ein neuer Stadtteil in Bottrop Grenze Essen direkt am Fluss hat kürzlich den ersten Spatenstich bekommen: Freiheit Emscher. Wilma Reidicks Collagen mit dem Thema „An der schönen blauen Emscher“, die vor knapp 25 Jahren noch visionär war, ist heute Wirklichkeit. Sie stellt den Lauf der Emscher auf unterschiedliche Weise an verschiedenen wichtigen Punkten von der Quelle bis zur Mündung dar. Sie noch einmal in einer Ausstellung sehen zu können ist zu einem richtigen Zeitpunkt geschehen. Sie zu neu zu entdecken lohnt sich im Blickwinkel des Betrachters!

Selfie in der Collage von Wilma Reidick

Wilma Reidick setzte sich aus ihrer persönlichen Lebenserfahrung mit dem kleinen stinkigen Fluss Emscher von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein collagenartig auseinander. Damals war der Fluss noch der Fluss, der sich nicht durch die Landschaft windete, sondern in einer Betonröhre brackig in Richtung Rhein floß. Wer dort reingefallen war, hatte kaum Chancen zu überleben. Fische waren dort nicht zu finden, bis auf den Braunen Kackstreif. Der ist jedoch ungenießbar gewesen und starb auch evolutionär innerhalb kürzester Zeit aus, weil die Sauerstoffzufuhr auf Null ging durch das Einleiten von Industrieabfälle neben den extremen Exkrementen menschlicher Notdurft.

Wilma Reidick erzählt von ihren Emschererfahrungen

Anfang der 1990er Jahren kam die Überlegung, dass das so nicht weitergehen kann. Der ökologische Umbau begann und er sollte dreißig Jahre dauern. Ich bekam damals einiges indirekt mit durch meine Ausbildung bei der Ruhrkohle AG als Ver- und Entsorger, und weil ich politisch aktiv war, als die Beschlüsse dazu gemacht wurden.

Es wurden die „Fauleier“ hier und da an die Emscher gebaut. Nein, sie wurden nicht von Storchen gelegt. Moderne bessere Kläranlagen sollten die Emscher wieder zu dem Fluß machen, was er mal war. Zumindest grob, denn der alte Emscherbruch mit Überschwemmungen wäre jetzt nicht so gut gewesen.

Damals vor dem Bau der Betonröhre Emscher jedoch war es positiv erstmal für die stark wachsende Bevölkerung. Zu jeder Überschwemmung gab es übertragbare Krankheiten, wie Cholera, Rur oder Thyphus. An den Stellen vom Emscherbruch wurde dann natürlich reichlich Straßen und Häuser, sowie Gewerbegebiete gebaut. Rien ne va plus, wie der Franzose sagt. Nichts geht mehr.

Doch dann begann die Renaturierung und der komplette Umbau der Emscherzuflüsse mit riesigen Regenrückhaltebecken, und der Umbau der Kläranlagen, die zu den modernsten der Welt gehören. Und dann kam eine Künstlerin mit einem besonderen Blick auf die Emscher, die ihre Kindheit und das Erwachsenleben mit dem Fluss selbst erlebt hat und dann war da noch ihr Ehemann Ingenieur, dem nichts ists zu schwör, der dann auch noch bei der Emschergenossenschaft direkt involviert war in dem Umbau der Emscher.

Wenn das nicht alles zusammen ein Emscherpool war voller Ideen zu den Kunstwerken, die dann entstanden, dann weiß ich auch nicht. Sie schaut auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Flusses. Sie zeigt farbenfroh die Emscher zwischen Landwirtschaft, Industrie und Bebauungen auf den Collagen, sowie eine Vision einer blauen Emscher, die so damals noch nicht war. Das Skelett eines Fisches, der damals noch nicht den Hauch einer Überlebenschance hatte, der Bau der Fauleier im Bottroper Stadtteil Welheim mit technischen Zeichnungen und die Mündung bei Dinslaken sind nur einige Beispiele ihrer Collagen.

Heute ist es so: Es stinkt nicht mehr. Klopapier findet sich nicht mehr auf der Wasseroberfläche, was vor einigen Jahren noch zu entdecken war. Fische tummeln sich dort fast wie in alten Zeiten. Algen wachsen, und Enten sowie Schwäne schwimmen in dem Gewässer. Ich selbst konnte es kaum glauben.

Das ich dies selbst noch erleben kann, aus der Generation, die die Nase rümpfte, wenn man auf der B224 oder B226 an der Brücke im Stau stand, ist ein besonderes Erlebnis. So wie auch die Kunstwerke von Wilma Reidick, die bis zum Sommer 2026 im Infopoint der Stadt Bottrop in der Hansastraße gesehen werden können.

Es ist toll diese Kunstwerke von Wilma Reidick nochmal sehen zu können, die damals schon im Landtag von Nordrhein-Westfalen (2012), in der Burg Vondern und kurz vor der Mündung in Dinslaken ausgestellt war. Es ist die künstlerische Art für den Startschuss für den weiteren Umbau ihrer Heimatstadt Bottrop mit dem neuen „Stadtteil“ Freiheit Emscher. Industriebrachflächen werden dort zum Teil Gewerbepark und zum Teil Wohnfläche. Darüber schreibe ich ein anderes Mal, denn das ist ein weiteres neues Kapitel zum Thema Emscher.

Historisch müsste man das Ruhrgebiet eigentlich Emschergebiet nennen, weil hier die ganze Mischpoke von Abwässern aus unseren Hintern von nördlich und südlich des Abwasserflusses und der Industrie abgeseilt bzw. abgelassen wurde.

Ob es Absicht war, die meisten Bilder beim Abgang zur Toilette zu hängen? Manche finden es vielleicht als Affront gegenüber der Künstlerin. Nun der Ausstellungsraum ist etwas begrenzt. Und wer dann mal das Bedürfnis einer Darmentleerung ausgerechnet im Infopoint verspürt, der kommt an den alten Nasenrümpferfluss im eigenen „Abgang“ ohne einen Blick auf die Bilder nicht vorbei. Und das ist gut so, denn dort schwimmen nicht mehr die braunen Klümpchen und das Toilettenpapier herum. Jetzt gibt es den Schwanentanz von Tschajkowksi dort auf der Emscher!

Die Ausstellung ist sehr zu empfehlen! Dort im Infopoint kann auch ein Blick auf Termine von Comedy bis Theater in der Stadt geworfen werden. Auch Souvenir-Artikel finden sich hier: Von Kirchhellener Gin bis zum T-Shirt. Es gibt sehr schöne Postkarten für den guten Zweck und auch Honig von einem örtlichen Imker.

Bürgermeister der Stadt Bottrop Thomas Göddertz

Die Ausstellungseröffnung am 14.1.2026 wohnte ich für ein paar interessante Stunden beim Gastgebernetzwerk Bottrop bei. Das zeigt, das Kunst, Kultur, Industrie und Tourismus zusammen verbunden sind, was der frisch gewählte Bürgermeister Thomas Göddertz in seiner Ansprache den ca. fünfzig Anwesenden verklickerte. Kunst und Kultur ist ein Impulsgeber für den Besuch einer Stadt und hob damit auch den Infopoint als Ort der Begegnung für Gäste, sowie Einheimische und auch Kulturschaffenden hervor. Ich kann das nur bestätigen. Es bereichert jede Stadt im Ruhrgebiet. Denn Tourismus braucht jede Stadt. Es bringt jeder Stadt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch ein bisken Geld inne Stadtkasse.

Die Besucher des Gastgebernetzwerks hörten interessiert zu im Infopoint

Also einfach mal reinschneien im Winter, aber auch darüber hinaus vorbeikommen. Der kunstvolle Blick auf die schöne blaue Emscher geht noch bis zum Sommer, dann kommt wieder was anderes. Es lohnt sich!

Adresse:

Infopoint Bottrop

Hansastraße 15 – 46236 Bottrop

Mi & Sa 10-14 Uhr

Do 10-17

Fr 10-16

Di & So geschlossen

***

Atelier der Künstlerin

Wilma Reidick

Parkstraße 4

46236 Bottrop

www.wilmareidick.com

Alle Fotos im Beitrag von (c) André Brune

Da die Beleuchtung das Glas spiegelt und ich nicht alle hier fotografisch abgebildet habe, kann ich nur empfehlen: Geht selbst hin, um alles richtig zu sehen!

Ins Grüne I 50. Jahresausstellung Bottroper Kunst I +Videopodcast Teil 1 & 2 I In Sachen Kunst mit Ralf Opiol

Ins Grüne heißt die besondere 50. Jahresausstellung Bottroper Künstler und Künstlerinnen. Zum vierten Mal bin ich mit Ralf Opiol alias Metropiol auf dem Wege die Kunst unserer Geburtsstadt im Josef-Albers Museum Quadrat zu sehen für Zuschauer, die sich für Kunst und auch weniger dafür interessieren. Wir wollen Kunst ohne Wissenschaft mit einfachen Erzählungen und Gedanken näher bringen.

Das Duo Ralf & André in Sachen Kunst vor der Puppe von Gereon Krebber am Eingang des Museums Quadrat

Kunst muss man nicht verstehen. Hingehen und anschauen lohnt sich, es öffnet Horizonte, stimmt einen nachdenklich, lässt einen Erstaunen oder einfach nur ratlos stehen, denn jeder hat seine eigene Interpretation, wie der Künstler oder die Künstlerin, so auch die Betrachter. Ralf hat eine andere Sichtweise als ich. Das macht uns aus als Team, wenn wir seit vier Jahren unseren Weg durch das tolle Josef Albers Museum Quadrat gehen.

Schaut in die beiden Teile rein. Es ist bestimmt nicht langweilig. Zumindest versuchen wir es so zu machen, dass keine Langeweile aufkommen kann:

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Gereon Krebber, geboren in Oberhausen, aufgewachsen in Bottrop, hatte die Ehre ein zweites Mal und auch erstmals auch draußen auszustellen. Seine plastischen Figuren wirken für mich wie Außerirdische Utensilien. Ralf sieht darin etwas anderes. Ihn und einen Teil beschauen wir uns im ersten Teil.

Es macht deswegen auch jedes Jahr aufs neue Spaß auch den Menschen Kunst so näher zu bringen, die sich nie damit befassen würden. Wir empfehlen Teil 2 weiter zu schauen mit unglaublich interessanten weiteren Werken, die im Obergeschoss hängen. 

Wenn wir uns etwas über etwas lustig machen, dann ist das mit Humor untermalte Kunst.

Als 1975 die erste Jahresausstellung startete hatten 67 Künstler 90 Kunstwerke eingereicht. 50 Jahre später wurden 308 Kunstwerke von 94 Künstler:innen.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11.1.26 zu sehen:

50. Jahresausstellung Bottroper Künstler:innen : https://museum.quadrat.bottrop.de

Adresse:

Anni-Albers-Platz 1
46236 Bottrop

Tel.: 02041 372030
Fax: 02041 3720344
E-Mail-Adresse: quadrat@bottrop.de

 

Öffnungszeiten:

Montag   geschlossen  (auch an Feiertagen)
Dienstag    ausschließlich für Gruppen mit gebuchtem Programm*
Mittwoch bis Sonntag   11 – 17 Uhr
Donnerstag   11 – 19 Uhr  (an Feiertagen bis 17 Uhr)
Geschlossen am 24., 25. und 31. Dezember sowie am 1. Januar
Josef Albers Museum
Dauerausstellung
Eintritt frei
Museum für Ur- und Ortsgeschichte
Dauerausstellung
Eintritt frei

Sonderausstellung
Robert Smithson in Europa

8 Euro
ermäßigt
4 Euro

Bitte beachten Sie, dass wir keine Zahlungen mit American Express-Karten ermöglichen können.
Please note that we cannot accept payments with American Express cards.

Freien Eintritt bei Sonderausstellungen haben
– Bottroper Bürger:innen an Freitagen,
– Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, Schüler:innen,
– geflüchtete Personen und eine Begleitperson,
– Personen mit Schwerbehinderung (ab 80 % GdB) und eine Begleitperson,
– Inhaber:innen eines Presseausweises,
– Mitarbeiter:innen der RuhrKunstMuseen,
– Mitglieder des Museumsvereins des Museumszentrum Quadrat, des ICoM (International Council of Museums), des Deutschen Verbandes für Kunstgeschichte e.V., des Deutschen Museumsbundes e.V., des Bundesverbandes Museumspädagogik e.V. und
– Inhaber:innen der RuhrKulturCard (einmalig)

Informationen direkt von der Internetseite: Öffnungszeiten und Preise

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Fotos (c) André Brune

Vernissage der Jahresausstellung im Bilderkarrussell:

Ralf Opiol (Metropiol) in Erklärungsaktion (Fotos von (c) André Brune während der Videoaufnahme entstanden:

Einblick auf Gereon Krebbers Einzelausstellung (Fotos sind während der Videoaufnahme entstanden) (c) André Brune

Fast alle Kunstwerke der 50. Jahresausstellung Bottroper Künstler:innen (einige Fotos folgen nach, weil während der Videoaufnahme fotografiert diese leicht verschwommen waren) (c) André Brune:

Ein schweifender Blick in die Ausstellungsräume (c) André Brune

Kunstwerkliste mit Preisen (eine fehlt und wird fotografisch nachgereicht)

Abstrakte Zirkel I 49. Jahresausstellung Bottroper KünstlerInnen 2024 im Museum Quadrat I +Videopodcast Teil 1 & 2 I +Fotos

Ruhrpottologe André Brune & Metropiol Ralf Opiol haben sich auch dieses Jahr wieder zusammen getan und gehen durch das Josef-Albers-Museum Quadrat in Bottrop, um sich die Bottroper Kunst von 2024 anzusehen. Da dieses Mal sehr viel zu besprechen ist, ist es diesmal nur als Videopodcast zu sehen und wird nicht als Podcast zum Hören erscheinen. In Teil 1 wird die Einzelausstellung von Rebecca Bujnowski als erstes angesehen und der untere Teil im Museumsbereich, bevor im zweiten Teil alle anderen Bilder im Eingangsbereich gezeigt und besprochen werden. 

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Es war wieder eine sehr sehenswerte Ausstellung, die auch kritische Themen von Mikroplastik im Meer bis hin zu tanzenden Bäumen und futuristischen Fotos oder mühselig mit einer Schreibmaschine beschriebene Seiten. Auch Gereon Krebber hat eine Skulptur beigesteuert, der 2025 in der 50. Jubiläums-Jahresausstellung eine Einzelausstellung bekommen wird. 

Der zweiteilige Videopodcast ist eine Nachbereitung zur Ehrung aller teilnehmenden Künstler und Künstlerinnen, damit das nicht verloren geht. 

Glück auf!

Fotos folgen:

Bottroper Fußabdruck –  Ab 4.10. Start der interaktiven Kunstprojekt-Ausstellung zum Mitmachen und Staunen vom Ruhrpottologe Andre Brune in Bottrop

Am 4.10. startet in der Popup-Galerie, Hansastraße 17 in Bottrop, meine interaktive Kunstprojektaktion von Fußportätaufnahmen. Füße sind im dunklen Schuh eingepackt in Socken oft eine unterschätzte und tabuisiertes Körperteil, aber sie begleiten uns das ganze Leben und sind wichtig für unseren aufrechten Gang durchs Leben.

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Füße können viele Geschichten erzählen. Diese Geschichten des urbanen Lebens innerhalb der Stadtgrenzen möchte ich mit Porträtaufnahmen von Füßen zeigen und damit jede Bottroperin und jeden Bottrop herzlich einladen mitzumachen und über sich selbst zu staunen. 

Die Titelgebung wird die Körperanalystin Monika Sundermann machen. Einige Angaben können auch zusätzlich gemacht werden, sind aber freiwillig.  In Bottrop hat dieses Foto-Projekt Premiere und wird auch in anderen Städten durchgeführt werden, genauso wie mein Foto-Projekt „Flaschengefühle“.

Die Ausstellung wird mit spannenden interessanten Vorträgen zum Thema Fußgesundheit abgerundet. Zehenanalyse, Neuroorthopädie, Barfusslaufen und Pflege sind die Themen, die Kunst auf andere Art und Weise auch näher bringen kann.

Die Fotokunst-Aktion zeigt das menschliche Individuen gemeinschaftlich verbunden ist mit der Vielfalt des Lebens im Laufe der Zeit, allein mit den täglichen Schritten innerhalb der Stadtgrenzen. Alle, ob hier geboren oder zugezogen, von Jung bis Alt, haben ihre Fußabdrücke hier hinterlassen, aber bekommen kaum Aufmerksamkeit. 

Ich möchte den viel gebrauchten, aber vernachlässigten Füßen, die in dunklen Schuhen ihr Dasein fristen, einen symbolischen Wert im Rahmen einer Ausstellung bieten. Zu den Öffnungszeiten der Popup-Galerie kann sich jeder porträtieren lassen und entscheiden, ob das gemachte Foto in der Ausstellung hängen darf mit eigens ausgewählten Angaben: Name, Beruf, Alter, Hobby, Sport oder einer Körperanalyse durch die Körperanalystin Monika Sundermann.

Die Ausstellung wird dann offiziell mit einer Vernissage am 16.10. eröffnet werden. Beteiligte und Interessierte sind ab 18.30 Uhr eingeladen über das Wunderwerk Fuß zu diskutieren und sich auszutauschen.

Füße werden täglich gebraucht, aber wenig beachtet, obwohl sie ein Wunderwerk der menschlichen Mechanik sind und den aufrechten Gang möglich machen. Ein Fuß besitzt 26 Knochen, 33 Gelenke, 107 Sehnen und Bänder, 19 Muskeln und 200000 Nervenenden.

Mit dem Porträt von Füßen möchte ich, selbst seit 19 Jahren unterwegs als Fußpfleger, die Füße in den Vordergrund stellen und von einem Tabu befreien. Fehlstellungen,  Aussehen oder Probleme prägen das Leben im Alter und können auch gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen, die im Rahmen der Ausstellung durch verschiedene Vorträge erklärt werden. Damit möchte ich einen Synergieeffekt zwischen Kunst und den täglichen Lebensbedingungen schaffen.

Die Fotoausstellung, die in den zwei Wochen vor der Vernissage entsteht, wird auch einige Videoprojekte zeigen. Eigene Fotos können für einen kleinen Unkostenbeitrag von 30 € ohne Rahmung während oder nach der Ausstellung mitgenommen werden. Davon gehen 5 € als Spende an den Wunschzauberer für einen guten Zweck.

Es finden interessante Vorträge zum Thema Fußgesundheit statt während der Ausstellung:

  •   8.10. – 17.30 Uhr Barefoot Movement Coach Alexander Tok :Gesundes Barfusslaufen
  • 14.10. – 17.30 Uhr Körperdolmetscherin Monika Sundermann : Körper verstehen & Zehenanalyse
  • 21.10. – 17.30 Uhr Schuhorthopädietechnikmeister Thormas Bergfeld : Neuroorthopädie & falsches Schuhwerk
  • 30.10. – 17.30 Uhr Fußpfleger André Brune Richtige Pflege – Finissage ab 18.30 Uhr

Danach ist das Projekt nicht zu Ende. Es wird weitergehen, innerhalb und auch über die Stadtgrenzen hinaus.

Als 1. Vorsitzender der Kunstgemeinschaft Bottrop 1969 e.V. starte ich damit eine Ausstellungsreihe bekannter Mitglieder und Mitgliederinnen von der Kunstgemeinschaft Bottrop. Es werden noch viele Projekte bis Ende Februar zu sehen sein. Im Blog werde ich darüber auch berichten und animieren auch von außerhalb nach Bottrop zu kommen. Wer möchte, kann ja dann eine kleine Gästeführung bekommen. Ich würde mich über Besucher und Besucherinnen freuen!

Die Öfnnungszeiten sind jede Woche im Oktober Dienstags und Donnerstag von 15.30 Uhr – 18.30 Uhr und Samstags 10-15 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Individuelle Fototermine außerhalb der Öffnungszeiten der Galerie oder bei weiteren Fragen:

Kontakt:

Kunstprojekt „Bottroper Fußabdruck“

André Brune

Telefon: 0163 3912257

E-Mail: ruhrpottologe@gmail.com

Unterstützt wird das Projekt in Bottrop vom Wunschzauberer und der Vereinte Volksbank

Links:

www.wunschzauberer.de

www.vereinte-volksbank.de

Kirchhellener – Motive I Eine ortsbezogene Fotografie-Ausstellung von André Brune im Bürgerbüro Kirchhellen ab 28.8.2025 mit Spende für den guten Zweck I +Fotos I +Video

Im Bürgerbüro der Bezirksverwaltung Kirchhellen stelle ich vom 29.8.25 bis 28.2.2026 frische Fotos unter dem Titel „Kirchhellener Motive“ aus mit einem Spendenanteil für den guten Zweck.

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Aus meinen Fotoreihen Flaschengefühle, Regenscheibe, Schattenwand und den neuen mit KI illustrierte Fotos zeige ich 16 verschiedene Situationen und örtliche Sehenswürdigkeiten. Auch die neue Fotoreihe „Vintage“ habe ich hier erstmalig hängen. Nur einige Fotos sind durch die sozialen Medien bekannt geworden. Hier im Blog sind sie auch erstmalig veröffentlicht. So kann eine Bandbreite meiner fotografischen Kunst erlebt werden, die ich fast täglich erweitere mit weiteren Ideen und Synergieeffekten.

Der Hausmeister Andreas hat geholfen aufzuhängen. Vielen Dank!

Alle Motive habe ich in  Kirchhellen zufällig gefunden oder gezielt gesucht. Wenn ich in Kirchhellen ausstelle, wollte ich das auch mit Motiven aus dem Bottroper Norden und nicht das tausendste Bild vom Tetraeder oder die Halde mit dem Prosper Haniel Fördergerüst mit Sonnenuntergang oder im Nebel.

Persönliche Beziehung

In Kirchhellen wurde auch über Jahrzehnte Steinkohle gefördert. Zu sehen ist die Bergbaugeschichte an zwei Fördergerüsten, die es bald nicht mehr geben wird. Eines davon steht in Grafenwald und das andere einen Kilometer entfernt von der Dorfmitte: Prosper V. Dort habe ich auch ein paar Monate gearbeitet als Ver- und Entsorger. Meine Schwester hatte in Grafenwald ein Haus, bevor sie starb vor 10 Jahren. So habe ich eine gewisse engere Beziehung zu diesem Teil meiner Geburtsstadt.

Ich freue mich hier ausstellen zu dürfen. Ein Kunstherz für Kirchhellen!
 

Bergbaugeschichte

Das Kirchhellener Umland weist viele Bergschäden auf als Zeugnis der Bergbaugeschichte mit einem einzigen Unterschied: es gibt keine typischen Zechensiedlungen. Die Fördergerüste kamen sehr spät nach Kirchhellen; zu einem Zeitpunkt als die Bergleute anfingen von geschlossenen alten zu neu eröffneten Zechen zu pendeln, die immer weiter und immer tiefer in den Norden abgeteuft wurden.

Durch meine persönliche Zeit in Kirchhellen hat das Dorf immer ein Platz in meinem Herzen. Es ist mir also eine Ehre dort ausstellen zu dürfen im Rahmen als Mitglied der Kunstgemeinschaft Bottrop 1969 e.V. und seit März 2025 1. Vorsitzender. Jedes Mitglied darf dort für maximal sechs Monate in Kirchhellen oder im Rathaus der Stadt Bottrop im jeweiligen Bürgerbüro seine Kunst ausstellen.

Feste im Dorf

Kirchhellen ist der nördliche Teil von Bottrop. Das größte Dorf in Deutschland feiert andere Feste als die sonst in Deutschland bekannt sind: Brezelfest und die Bauernolympiade. Beide haben eine gewisse Form von Andersfotografie ihren Platz an der Bürgerbürowand gefunden.

Gut leben

Mittlerweile über 23000 Einwohner verzeichnet das Einwohnermeldeamt im Bezirk. Viele Neubauten sind auf das von Ackerbau geprägte Kirchhellen gesetzt worden. Das Dorf lebt und boomt im Gegensatz zu anderen Stadtteilen anderer Städte im Ruhrgebiet. Hier lässt es sich gut leben auf dem Land mit viel Grün und auch vielen Freizeitangeboten, die über das Radfahren hinaus gehen: Movie Park, Schloss Beck, die Bauernhöfe Schmücker Hof, Umberg, Bauer Sagel und Miermann, die mit ihren heimischen Obst, Gemüse und Fleischangeboten in ihren Bauernläden, dem Kuhkuscheln, Spargel- und Grillfesten auch Besucher und Besucherinnen aus dem Umland einladen.

Motiv Kirchhellen

Kirchhellen wird unterschätzt für die Motivauswahl. Es ist ein modernes Dorf mit Neubauten geworden, aber es hat viele kleine Dinge, die entdeckt werden können. Je nach Lichteinfall mit dem richtigen Auge können Motive gefunden werden. Wenn die Motive gewollt noch mit speziellen Foto-Apps oder mit KI verändert werden, bekommen BetrachterInnen einen eigenen anderen Blick auf ihr Dorf und auch Interesse das Dorf mit ihren Facetten eben anders zu erkunden.

Das war das Ziel meiner Auswahl, die ich kurz nach der Bekanntgabe, dass ich dort aufhängen kann, zusammen gestellt habe. Hier ist die Galerie zwar digital zu sehen, aber wie sagt mein Freund und Künstler Ralf Opiol: „Zur Kunst musst du gehen!“

Ja, es lässt das Motiv anders auf sich wirken, wenn es im Raum zu betrachten geht.

Zu besichtigen ist die Ausstellung immer zu den Öffnungszeiten vom Bezirksverwaltungsamt Kirchhellen im Erdgeschoss links im Bürgerbüro:

Anschrift

BVSt Kirchhellen
Kirchhellener Ring 84-86
46244 Bottrop

Karte öffnen (Google Maps)
Karte öffnen (OpenStreetMap)
ÖPNV-Verbindung

Öffnungszeiten

Montag & Dienstag

8.00 – 16.00 Uhr

Mittwoch

8.00 – 13.00 Uhr

Donnerstag

8.00 – 18.00 Uhr

Freitag

8.00 – 13.00 Uhr

Anschrift und Öffnungszeiten sind der Internetseite www.bottrop.de entnommen.

Dankesworte

Es gab keine Vernissage und wird auch keine Finissage geben, da eine kleine Party zu den Öffnungszeiten nicht möglich ist. Aber die Presse war nach der Hängung eingeladen für einen kleinen netten Beitrag. Ich bedanke mich beim Bezirksamtsleiter Magnus Thesing, der das möglich macht für die Kunstgemeinschaft Bottrop, und dass er mir sozusagen diesmal den roten Teppich ausrollte.

Limitierung für den guten Zweck

Mit der Ausstellung möchte ich auch was für Kirchhellen tun. Meist gebe ich einen Teil der Erlöse meiner Fotos an soziale Projekte ab. Diesmal bekommt 10 € pro verkauftem im weißen Rahmen das Waldpädagogische Zentrum, das in der Straße Ruhehorst 14, liegt und viel für die naturnahe pädagogische Erziehung macht. Kindergärten und Schulen einlädt Bäume zu pflanzen auf dem Grundstück, die nach fünf Jahren auf einem ausgewiesenen ehemaligen Ackergelände einen Wald aufforsten.

Waldpädagogisches Zentrum

Der Verein macht in meinen Augen viele wichtige Projekte. Ich lernte Ulrich Trockle, dem Vorsitzenden des Vereins bei den Bottroper Gastgebernetzwerk kennen und wollte den Verein in seinem Tun auch podcasten. Der Podcast erscheint in Kürze mit dem Video zur Begehung über das Gelände, wo sich neben Kräutergarten, Baumarten, auch Wildschweine, Ziegen, Mufflons und Hühner, sowie Honigbienen tummeln. Kinder und Jugendlichen sollen Spaß haben und für die Naturerhaltung sensibilisiert werden.

Die Bilder in dieser Größe und Ausgabe sind limitiert auf 10 Stück!

Hier sind sie nun in der Übersicht mit den entsprechenden Preisen, ihrem Namen und das Tun hinter den Kulissen. Alle Fotos sind Copyright André Brune, auch die KI-generierten Bilder, die aus meinen Fotomotiven von mir so bei ChatGPT kreiert wurden.

FOTOGALERIE

„Kirchregen I“ - Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ -Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 11.03.2024 - (c) André Brune
„Schachtregen 10“ - Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 11.03.2024 - (c) André Brune
„Brückenregen I“ - Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 22.04.2024 - (c) André Brune
„Bauernolympiadenhandy“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 07.06.2025 - (c) André Brune
„Flaschenolympiade“ - Aus der Fotoreihe „Flaschengefühle“ gegen die Vermüllung der Stadt - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 07.06.2025 - (c) André Brune
„Lekka Fisch aufm Kirchheller Markt“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - Jahr : 24.07.2025 - (c) André Brune
„Vintagesonnenblumenhummel“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - Jahr : 24.07.2025 - (c) André Brune
„Verlorene Gardine“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Im Namen Gottes I“ - Aus der Fotoreihe „Schattenwand“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Im Namen Gottes II“ - Aus der Fotoreihe „Schattenwand“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune Jahr : 29.07.2025
„Im Namen Gottes III“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune Jahr : 29.07.2025
„Gestörte Harmonie“ - Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Brezelfest“ - Fotografie - mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 60 x 45 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune Jahr : 29.07.2025
„Brezelbruder in Kirchhellen“ - Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ - Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 30 x 40 cm – Preis : 150 € - (c) André Brune Jahr : 29.07.2025
„Schloss Beck in Kirchhellen“ - Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ - Fine Art Print - Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß - 30 x 30 cm – Preis : 150 € Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Fachwerk erhalts in Kirchhellen“ - Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ - Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm– Preis : 190 € - Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune

Ausstellung Kindheit in der Nachkriegszeit in Bottrop besuchen I Tipp zum 80. Jahrestag der Befreiung I +Fotostrecke I +Video

Die Ausstellung im August – Everding – Kulturzentrum zeigt eure Eltern, Groß oder Ur-Großeltern, wie sie zum Zeitpunkt des Einmarsches der 35. US-amerikanischen Division die sogenannte Stunde Null erlebt haben mussten in Bottrop und Anderswo. Sie beendeten den Krieg vor Ort am 28.3.1945. Sie ist für alle aus dem Ruhrgebiet interessiert gemacht. So sah es überall aus und so war es für jedes Kind damals.

Teaser

https://youtube.com/shorts/_ICVVfjsqqI?si=vPh8cYBjYDD2HRkH

Der Krieg ging aber für Deutschland noch bis zur endgültigen Kapitulation bis zum 8.5.1945 weiter, auch wenn das Herz der Kriegsmaschine Hitlers, das Ruhrgebiet, schon längst eingenommen wurde.

https://youtu.be/S9AYxy-LQ_4?si=g2rwoDBonVZSzcyh

Auf den ausgestellten schwarz-weiß Fotos sind spielende, musizierende, hungernde Kinder zu sehen, die versuchen zwischen den Ruinen ein relativ normales Leben zu führen.

Wir können es heute 80 Jahre nach der Befreiung von Hitlers Nazideutschland nur in kleinen Fotorahmen, den Erzählungen von Überlebenden, in der Videoinstallation oder die Leihgabe der echten Exponate der Army von der Familie Siebert, die sich Liberating Gelsenkirchen nennen, verstehen lernen.

Niemand kann sich heute aktuell den Hunger und den täglichen Kampf ums Überleben von damals noch vorstellen. Außer man schaut sich die aktuellen Nachrichten aus Gaza oder den Frontlinien in der Ukraine an.

Wir gehen heute in den Supermarkt und kaufen, was wir brauchen. Damals gab es nichts mehr. Die komplette Wirtschaft war zusammen gebrochen. Soviel zum totalen Krieg den Göbbels in einer Rede vom Zaun gebrochen hat, als schon klar war, dass Deutschland den Krieg nicht mehr gewinnen konnte.

Verbrannte Erde, Zerstörung und unendliches Leid und Tod durch diese faschistische Ideologie gingen für noch viele Menschen daraufhin in die Geschichte ein.

In dieser Ausstellung werden die Kinder in den Vordergrund gestellt mit Fotos von Fotos aus der Sammlung von Michael-Andreas Wahle. Sie sind gefunden worden als die Briten abzogen. Der Fotograf ist nicht zu ermitteln gewesen. Einige können auch aus Berlin stammen, weil man den Rosinenbomber sieht, der damals den Westteil versorgte. Im Erdgeschoss sind neben der Videoinstallation den Erlebnisberichte von Bottropern, auch Lebensmittelkarten, Hygieneartikel und ein berühmtes Carepaket zu sehen.

In der zweiten Etage im Rahmen von ‚Stunde Null‘ sind Fotos aus dem Stadtarchiv, die festgehalten haben, als die amerikanischen Soldaten Bottrop eingenommen haben und endlich kein Schuss mehr fiel. Wenige Tage später tauchten die Briten auf, die das Ruhrgebiet besetzt hielten und die Verwaltung übernommen haben für einen Neustart.

Auf einem Foto sieht man vor dem Postgebäude eine Militärparade.

Auf einer Pinnwand sieht man Informationen der Besatzer und die Bottroper Nachrichten, die in Deutsch und Englisch Informationen der Militärregierung der Briten mitgeteilt.

Die Gespräche mit den Kindern von damals sind schon 2005 von der Stadtarchivarin Heike Biskup zum 60. Jahrestag aufgenommen worden. Drei Stunden Filmmaterial lassen einen die Zeit nicht kalt werden und sind ein wichtiges Zeugnis für die Erinnerungskultur.

https://youtube.com/playlist?list=PLM9YbHRKOpCqGuhIVN97k4NZHpG8P8CZx&si=m-4fn4438-6kQz1Z

Heike Biskup hat umfangreiche Recherchen für diese Ausstellung aus britischen und amerikanischen Nationalarchiven zusammengestellt. Private Leihgaben mit Objekten und Dokumenten aus der Zeit machen die Ausstellung, die auch für Menschen aus dem gesamten Ruhrgebiet interessant sind, nahbar.

In der Innenstadt sind an einigen Stellen Banner aufgestellt, wie es zum Zeitpunkt der Stunde Null mit den Kriegszerstörungen ausgesehen hatte. Jetzt wurde auf dem Youtube-Kanal der Stadt Bottrop der historische Rundgang von der Stadtarchivleiterin Heike Biskup zu den Standorten der Banner veröffentlicht:

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Von dem Liberation Weekend am 11. und 12. April, habe ich schon berichtet und ein kleines Interview und Podcast zusammengestellt mit Melanie, Jonas und Philipp Siebert von Liberating Gelsenkirchen :

https://www.ruhrpottologe.de/zeitreise-zur-stunde-null-i-mit-liberating-gelsenkirchen-die-ausstellung-kindheit-in-der-nachkriegszeit-in-bottrop-besser-begreifen-i-videopodcast-i-podcast-i-fotos

Sie übernachteten in den Zelten der aufgebauten Sanitätsstation, wie es damals für die Menschen gewesen sein musste so ohne Strom.

Um die Geschichte von damals erlebbarer zu gestalten hat die Stadt Bottrop mit Liberating Gelsenkirchen zusammengearbeitet. Der Militaria – Experte Philipp erzählte den Besuchern die 3D – Modelle und Munition, sowie das Chirurgenbesteck, die verwendet wurden, um die Geschichte im Rahmen der Ausstellung erlebbarer zu machen.

Außerdem wurde und sind spezielle Filme und Lesungen im Filmforum an bestimmten Tagen zu sehen sein auch über die Ausstellung hinaus. Wer nun das alles nicht geschafft hat und trotzdem es sehen wollte, der hat nun in der Fotostrecke die Möglichkeit die Bilder zu sehen und einen Film aus der Videoinstallation. Damit die Ausstellung nicht ganz in Vergessenheit gerät.

Die Ausstellung ist noch bis zum 10.5.2025 im August Everding Kulturzentrum auf der Blumenstraße 12-14 kostenlos zu besuchen.

Weitere Infos zur Ausstellung :

Adresse :

August Everding Kulturzentrum

Blumenstraße 12-14 in Bottrop

Öffnungszeiten

Mo – Fr: 9-20 Uhr

Sa: 9-12 Uhr

Stadt Bottrop

https://www.bottrop.de/kultur-und-bildung/stadt-_und_zeitgeschichte/stadtarchiv/stunde0kinder.php

https://nrw.volksbund.de/aktuell/projekte/artikel/kriegsende-nrw

https://www.bottrop.de/kultur-und-bildung/aktuelles/stundenull1_25.php

Liberating Gelsenkirchen

https://liberating-gelsenkirchen.de

Fotostrecke Erdgeschoss (c) André Brune

Fotostrecke 1. Etage (c) André Brune

 

Zeitreise zur Stunde Null I Mit Liberating Gelsenkirchen die Ausstellung „Kindheit in der Nachkriegszeit“ in Bottrop besser begreifen I +Videopodcast I +Podcast I +Fotos

Ein „Liberation Weekend“ sollte die Ausstellung „Kindheit in der Nachkriegszeit“ der Stadt Bottrop zum 80. Jahrestag der Befreiung durch die amerikanische Armee besser veranschaulichen.

Liberating Gelsenkirchen machte es mit ihren zivilen und militärischen Ausstellungsstücken sehr nahbar und verständlicher, wie es denn gewesen sein musste. Niemand von heute hat noch eine Vorstellung von den damaligen Verhältnissen. Nur noch Erzählungen der Großeltern, Filme, Bücher oder eben Museen können der heutigen Generationen das Ende und die Nachkriegszeit erklären.

Teaser

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Die 35. Infanteriedivision der U.S. Army waren die Befreier von Bottrop und Gelsenkirchen. Von ihnen suchen sie immer echte Ausstellungsstücke. Liberating Gelsenkirchen haben auch die Vitrinen für die Bottroper Ausstellung „Kindheit in der Nachkriegszeit“ mit ihren Exponaten gefüllt und unterstützten dabei das Stadtarchiv mit der Leiterin Heike Biskup. Die Ausstellung ist noch bis zum 10.5.2025 im August-Everding – Kulturzentrum zu sehen. Die Fotos sind Bilder aus Beständen der U.S. Besatzer und zeigen Kinder in verschiedenen Situationen. Die ältesten Besucher können sich bestimmt noch daran erinnern, so wie es meine Mutter konnte, die 1936 geboren wurde. Wer sie wann fotografiert hat, ist nicht aufzuklären. In einem separaten Beitrag werde ich nochmal die Ausstellung beschreiben.

Das Stadtarchiv möchte mit dieser Zusammenarbeit die Zeit der heutigen Senioren, die das Kriegsende vor 80 Jahren damals erlebt haben, den Kindern und Enkelkindern von Heute anschaulich zeigen, die es sich eben nicht vorstellen können.

Das Ehepaar Siebert sind in Persona „Liberating Gelsenkirchen“. Sie sammeln seit 2019 intensiv Militaria und Zivile Dinge aus der Zeit. Sie suchen auch weiterhin solche Exponate auf Flohmärkten und im Internet. Wieviel sie bisher ausgegeben haben, wollen sie gar nicht wissen. Sie zeigen und erklären gern die mittlerweile um die 4000 Exponate der Öffentlichkeit. In entsprechenden Kleidungsstücken bringen sie die Zeit auch persönlich etwas näher und nehmen auch ihren neunjährigen Sohn Jonas immer mit.

Jonas schenkte mir eine Schokolade nach damaligen Rezept und U.S. Army Verpackung  (c) André Brune

Sie haben in Gelsenkirchen auch den ein oder anderen Stolperstein unterstützt aus Überzeugung, dass sich so ein Krieg, wie es der zweite Weltkrieg war, mit dem „industriellen“ Töten von Juden, Sintis, Romas, Homosexuellen, Behinderten und Andersdenkenden, nicht wiederholt. Der erstarkte Rassismus und Rechtsradikalismus ist für sie ein Gräuel, ebenso die schlechte Unterstützung der Ukraine seitens der Europäer.

Philipp als U.S. Army Sanitätsoffizier Philipp Siebert bei einer detailtreuen Pause (c) André Brune

Sehr anschaulich und stolz zeigen sie ihre Ausstellungsstücke. Sie erklären mir, dass die amerikanischen Museen viel anschaulicher sind als die deutschen Museen es machen und wünschen sich selbst ein privates Museum, wo sie das so zeigen können, wie sie es an dem Wochenende über zwei Tage getan haben auf dem Hinterhof des August-Everding-Kulturzentrums. Sie wollen das Tabuthema in Deutschland auf ihre Weise aufbrechen und suchen nach einer kostengünstigen Räumlichkeit, um alles in ihrem Sinne ausstellen zu können. Ein Sponsor wäre auch möglich.

Im Videopodcast erklärt der Sanitätsoffizier Philipp den Militaria Bereich, für den er sich interessiert, während seine Ehefrau Melanie als Krankenschwester sich für den Bereich der Zivilisten interessiert.

Die ausgestellten Waffen, die Munition und auch die Raketen, sowie Minen sind allesamt maßstabsgetreu aus einem 3D-Drucker. So kann sich niemand verletzen und es besteht auch die Möglichkeit sorglos eine Panzerabwehrgranate in die Hand zu nehmen. Manche Menschen finden es geschmacklos. Aber es ist ja keine Waffenverherrlichung und auch kein Verkauf von Waffen, sondern nur eine Veranschaulichung, was diese kleinen Dinger für eine Gewalt auswirken können und Menschen zum Sterben bringen. Wer die Raketen sieht, kann sich besser in die Situation hineinversetzen. Es soll eher eine Abschreckung sein. Und so wie es dort im Hof hinter dem Stadtarchiv aufgestellt wurde, war es das für mich.

Kaum vorstellbar, dass die ein oder andere Tretmine heute noch hier und da zu finden sind und eventuell funktioniert. Da bleibt von der Wucht der Explosion nicht mehr viel übrig von einem Menschen, egal wie klein oder groß die Mine im Boden war bzw. noch ist.

Ich durfte dann auch mal das olivfarbene „Armeehemd“ anziehen setzte den Stahlhelm auf. Ich habe nie als Soldat gedient. Wenn ich mir vorstelle, dass es unter dem Helm ein Echo für die Ohren gibt beim Reden, wie muss dann der Hall von Raketeneinschläge sein. Heute sind es die ukrainischen Truppen, die täglich den Angriffen ausgesetzt sind. Natürlich auch umgekehrt, denn die Soldaten da sind ja Schachfiguren für die große Politik, die auf dem Schreibtisch entscheiden, was passiert. Ich kann mir nicht ausmalen, welche psychische Belastung neben dem ständigen möglichen Gedanken jeden Moment im Kugelhagel oder durch eine Panzergranate, Drohne oder Rakete zu sterben.

Wenn man die Ausstellungsstücke sieht, ist man erst fasziniert von den Dingen, die der Mensch erschaffen kann, aber gleichzeitig auch voller Ehrfurcht, was sie an Tod bringen können, sowie auch Hass, dass Menschen so etwas erzeugen können, ob es nun als Angriffswaffe oder auch Verteidigungswaffe gebaut wurde. Beides ist Kriegshandwerk der modernen Art, was früher die Keule im Steinzeitalter, Schwert und Schild bei den Römern, Pfeil und Bogen im Mittelalter oder auch Mistgabel in den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts war. Krieg begleitete den Menschen immer irgendwo. Leider.

Bei ihren Ausstellungen stellen sie immer eine Spendenbox hin, um weiter ihre Ausstellungsstücke zusammenzutragen, die sich oft genug auf dem Flohmarkt in Gelsenkirchen-Nienhausen an der Pferderennbahn finden können außer Samstags.

Auf dem Gelände, das zum Glück ohne Regen auskommen konnte, waren Originalverpackungen von Kellogs, die mit ihren Rice Pops die Armee beliefert haben, Zeitungen oder auch eine Bekanntmachung der Bottroper Nachrichten von den britischen Besatzern, die das Ruhrgebiet unmittelbar nach der Befreiung übernommen haben.

Philipp erklärte mir den Unterschied der Farben der Sprengköpfe. Ich wusste nicht, dass es da eine Unterscheidung gibt und auch geben muss. Die Panzerabwehrwaffen haben einen schwarzen Kopf. Die gelben und grünlichen sind mit Sprenggranaten und Zeitzündern ausgestattet.

Im Gras lagen die verschiedenen Minenarten, die 1945 von den Deutschen, sowie Amerikanern benutzt wurden. Die deutschen nutzten mangels Füllstoff auch Beton, das sehr große Verletzungen zufügen konnte.

Auf einem Tuch waren einige Waffen, wie die in Massen hergestellte Maschinenpistole M3, ausgestellt und eine Luger. Philipp erklärte, dass die Luger eine heißbegehrte Pistole war. Alle sind dort in 3D-Druckverfahren maßstabsgetreu hergestellt worden und konnten in die Hand genommen werden. Es gibt nur einen Unterschied dabei: Das Gewicht. Kunststoff wiegt weniger als die aus Metall hergestellten Waffen.

Ich wünsche mir für die Familie Siebert, dass ihr Wunsch in Erfüllung geht, denn diese Anschauungsmöglichkeit bringt den nun weit entfernten Krieg etwas näher. Die Augenzeugen sterben langsam und es wird uns in absehbarer Zeit nur noch Museen und Objekte aus der Zeit zur Verfügung stehen, die eine Mahnung zu dem Zweiten Weltkrieg sind.

Ebenso wie es Holocaust-Überlebende noch gibt, können die noch lebenden Personen ihre Kindheitserlebnisse der Öffentlichkeit mitteilen. In der Bottroper Ausstellung haben es einige getan und erzählen in einem Interview mit der Stadtarchiv-Leiterin Heike Biskup über ihre Kriegs- und Nachkriegserlebnisse, die auf YouTube zu sehen sind. In der Ausstellung wurden die Interviews mit Bottroper Stadtbildern der Kriegs- und Nachkriegszeit veranschaulicht.

Mit den beiden werde ich noch zwei Mal einen Podcast machen. Einmal im Rahmen der Stolpersteine im Ruhrgebiet und einen zum 8.5.1945. Denn Philipp weiß eine Menge darüber. Auch das wird im Rahmen der Stolpersteine. Ruhrgebiet veröffentlicht werden. Habt ein bisschen Geduld, denn ich muss erst einen Termin finden, damit wir das machen können.

Ich wünsche mir, dass sie Erfolg haben für ihr privates Museum und für die großartige Ausstellung im Kulturzentrum noch einige Besucher, die das auch in die Welt tragen. Das darüber gesprochen wird.

Links und Shownotes

Wer Liberating kontaktieren möchte oder unterstützen möchte, etwas hat, um es für ihre Sammlung zu geben (möglichst regionalbezogene Artikel):

Liberating Gelsenkirchen

Melanie & Philipp Siebert

https://liberating-gelsenkirche.de

Mobil: 01777312687

Mail: info@liberating-gelsenkirchen.de

 ***

Ausstellung « Kindheit im Ruhrgebiet »

August – Everding – Kulturzentrum Bottrop

Blumenstraße 12-14, 46236 Bottrop

Bis zum 10.5.2025

Öffnungszeiten :

Mo-Fr 8-18 Uhr

Sa 9-13 Uhr

Eintritt frei – Führung auf Anfrage

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Buch-Tipp

Anthony Beevor: D-Day, Arnheim, Stalingrad, Der zweite Weltkrieg

97 Suchergebnisse für beevor d day – bei Humboldt-Buchhandlung (ich unterstütze kleine Buchhandlungen, Du auch?)

 ***

Film-Tipp

Band of Brothers produziert von Steven Spielberg und Tom Hanks nach dem Buch von Stephen E. Ambrose

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Podcast-Tipp

ARD – Podcast

In Polen – Die gefährliche Lücke

https://www.ardaudiothek.de/episode/in-polen/die-gefaehrliche-luecke-42/ard/14403985/

NDR Podcast

Streitkräfte und Strategien

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Drogen-im-Krieg-Tag-1140-mit-Julia-Weigelt,audio1849816.html

Fotos und Text (c) André Brune

Fotostrecke:

Gregor Wildförster – der Geiger der Fotografie & seine Hood I Interview zur Fotoausstellung in Gelsenkirchen – Horst I 150 Jahre Gelsenkirchen I +Videopodcast I +Fotos

Es sind besondere Schwarz-Weiß-Blicke von Gregor Wildförster auf den Gelsenkirchener Stadtteil Horst und Beckhausen. Die Fotos sind nun gemeinsam mit Christoph Bottarus Porträtfotografien bis zum 9.5.25 in einer Ausstellung in der Stadtteilbibliothek zur 150 Jahrfeier der Stadt Gelsenkirchen zusammen zu sehen.

Teaser zum Videopodcast:

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Tolle Musikbegleitung von Kai Wälken:

https://youtube.com/shorts/bB-uE-1_tcg?feature=share

Ein Interview mit ihm kurz vor der Vernissage macht neugierig auf Mehr von ihm:

Gregor Wildförster nennt sich selbst Fiddler of light. Eine Geige ziert mit den vier Saiten auch seine Visitenkarte. Eine Kamera hat eben auch vier Saiten, erklärt Gregor mir. Sie sind ein Bezug auf die Virtuosität einer Geige auf die Blende,  die Belichtungszeit, die Brennweite und die Bearbeitung. Alle Nuancen, die für ihn ein Foto ausmachen sind wie in einer Geige vorhanden.

Stolz vor seinen Fotos: Gregor Wilförster (c) André Brune

Einfühlsam fotografiert er hauptsächlich Körper, die er durch seine Augen und seine Fotografie „positiv“ darstellt. Die sogenannte Body Positivity ist sein Fotografiefeld. Zur 150 Jahrfeier der Stadt Gelsenkirchen hat er sich sein Blick auf die Straßenfotografie (Streetphotography) verschoben.

(c) André Brune

Gregor Wildförster hat jeden Stadtteil Gelsenkirchens zwei Jahre lang nach Motiven aufgesucht. Menschen, die er in bestimmten Situationen traf oder öffentliche Fahrzeuge, sowie Motive in einem Stadion, an einem alten Bahngebäude, Förderturm, das Schlossgebäude, sowie das Gelände vom Nordsternpark fehlen nicht in dieser Ausstellung über den Stadtteil Horst und Beckhausen, die hauptsächlich in der Stadtbibliothek in der Vorburg zu sehen sind.

Die Portraitfotos von Christoph Bottaru blicken auf die Hood von Gregor Wilförster (c) André Brune

Die Ausstellungsreihe, die in Gelsenkirchen Mitte angefangen hat, nennt er selbst „Meine Hood“. Anglizismen sind streitbar, aber in diesem Fall wohlüberlegt und auch sehr passend. Das Wort beschreibt jeden Stadtteil, der sowie heruntergekommen und sozial benachteiligt sein kann, sowie auch ein heimatbezogener und geliebter Bereich ist, wo man sich trifft zu einem Gläschen Bier. Während Christoph Bottarus Portraits oben hängen zieren seine Bilder die Wände unten im Erdgeschoss der Stadtteilbücherei in der Vorburg in Gelsenkirchen – Horst.

Erste Gäste vor der Vernissage (c) André Brune

So entstand die ganze Idee tatsächlich in Horst im Café Klatsch. Dort wurde begonnen, die Idee für Gelsenkirchen Marketing zu gestalten. Ich hatte also die Ehre, das Bild erklärt zu bekommen, wie besonders es ist. Zufällig war ich vorher am gleichen Tag an dem Café Klatsch vorbeigegangen und habe es fotografiert. Unbewußt.

Die Stadtteilbibliothek Horst füllt sich (c) André Brune

Gregor Wildförster hat die Fotografie als Autodidakt erlernt. 1963 ist Gregor in Horst geboren. Er interessierte sich immer für die alte schwarz-weiße Filmwelt von John Ford zum Beispiel. Er wollte Regisseur werden, denn er war fasziniert, wie sie die bunte Farben in zwei Tönen so in Szene setzen konnten, dass die Filme für die Zuschauer ein Augenschmaus wurden. Aber das Studium erforderte ein finanzielles Polster, das er nicht hatte. So machte er eine Banklehre, hatte auch Abstecher in Frankfurt und Zürich bevor er 1995 wieder zurück nach Horst kam.

Bildbände und Preisliste von Gregor Wildförster (c) André Brune

Er beschäftigt sich während seinem Angestelltendasein mehr und mehr mit der Fotografie bis aus dem Hobby eine Berufung wurde. Ein Burnout-Syndrom und eine diagnostizierte Depression gab ihm den Schub sich nur noch der Fotografie zu widmen. Erst recht als er nach weiteren drei Jahren Angestelltendaseins wieder in einen Burnout rutschte. Die Fotografie hat sich als erfolgreiche Selbsttherapie entwickelt.

Gerd Kaemper macht für Gerne Gelsenkirchen das Gruppenfoto (c) André Brune

Seit zehn Jahren ist er nun der Meinung seinen Stil in der Fotografie gefunden zu haben. Und ja für mich ist es so, dass er aus den fotografierten Menschen auch ihre Seele einfängt. Heute ist er auch in den USA kein unbekannter Fotograf mehr.

Den kantigen Charme mancher Gelsenkirchener Stadtteile fängt Gregor auf eine eigentümliche Art und Weise ein. Beim Instagram- und Facebook – Account „Gerne Gelsenkirchen“ kann man seine Fotos immer wieder aus allen Stadtteilen sehen.

Screenshot von Ausstellungseröffnung (c) Elisabeth Koetke

Den kantigen Charme mancher Gelsenkirchener Stadtteile fängt Gregor auf eine eigentümliche Art und Weise ein. Beim Instagram- und Facebook – Account „Gerne Gelsenkirchen“ kann man seine Fotos immer wieder aus allen Stadtteilen sehen.

Sie sind auch käuflich zu erwerben mit einem weißen Rahmen, auf Passepartout und seiner Signatur für 149 €.

Gern hätte ich noch mehr über seine „Therapeutische Fotografie“ erfahren, aber das war zeitlich nicht mehr möglich, weil schon viele Besucher und Besucherinnen hereinströmten zur Vernissage. Das holen wir nach.

Gregor Wildförster in Gelsenkirchen Mitglied im „Bund der Gelsenkirchener Künstler e.V. und auch bei der Gelsenkirchener Künstler-Initiative „Kunst in der City“

Die Ausstellung geht noch bis zum 5.5.25 in der Stadtbibliothek Horst, Turfstraße 21 in Gelsenkirchen. Für Navis immer „Rennbahn 5“ eingeben, sonst landet man wahrscheinlich zwischen den Büchern.

Infos und Anmeldung: 0209 – 169 6126

Zu sehen während der Öffnungszeiten:

Mo 11 – 13 und 14 – 19 Uhr

Di geschlossen

Mi 9 – 14 Uhr

Do & Fr 11 – 13 und 14 – 17 Uhr

ACHTUNG: Ab dem 29.4. ist die Stadtbibliothek zeitweise geschlossen, aber eine Besichtigung ist nach vorheriger Terminabsprache möglich.

Veranstaltet wird die Ausstellung von der Stadtmarketing Gesellschaft Gelsenkirchen mbH im Rahmen von „150 Jahre Stadt Gelsenkirchen“

Links:

Kontakt mit Gregor Wildförster über seine Internetseite:

Internet & Shop: FIDDLER OF LIGHT – Einfühlsame Fotografie für Menschen – www.fiddler-of-light.de

Instagram: @fiddler_of_light_decent

Facebook: fiddler.of.light

gregoronline@cityweb.de

Buerer Str. 1

45866 Gelsenkirchen

Mobil: 0171 7928612

***

Gerne Gelsenkirchen / Gelsenkirchen Marketing mbH

Instagram: @gernegelsenkirchen

Facebook: Gerne Gelsenkrichen

Adresse:

Ebertstr. 11 , Gelsenkirchen, Germany, 45879

Tel: 0209 1694900

info@stadtmarketing.de

***

Die musikalische Begleitung machte Kai Wälken, der in Gelsenkirchen eine eigene Musikschule hat. Er hat Eric Clapton beeindruckend in den Gitarrensaiten gehauen und die Stimme war passend. Er hat die Atmosphäre zum Brodeln gebracht. Toll!

Facebook/kaiwalken

Facebook.com/kaisrockpopschool

Instagram @kaisrockpop

Ewaldstr. 23 – Gelsenkirchen

***

Alle Fotos Copyright André Brune:

Flaschengefühle zur Ausstellung (c) André Brune
Bei der Arbeit. Eingefangen von (c) Sybille Hellier / Danke für das Foto!

Christoph Bottaru porträtiert vielfältige Gesichter von Gelsenkirchen-Horst I Ausstellung bis zum 5.5.25 I +Videopodcast I +Teaser

Der 1971 in Gelsenkirchen geborene Christoph Bottaru fotografiert leidenschaftlich gern in seiner Freizeit. Er macht gern Porträts, die nicht so unbedingt gestellt sind. Er fängt damit die Emotionen und Persönlichkeit im „Vorbeigehen“ ein. Wer sich mit seinen Portraits beschäftigt, denkt auch mehr über das Tun der Menschen nach. Er wartet auf den richtigen Moment. Seine nebenberufliche Arbeit mit seiner „Photo.Art“. Seine Portraits über die engagierten Horster Bürger und Bürgerinnen ist etwas besonderes und hat auch einen entsprechenden würdigen Platz bekommen: In der „Vorburg“ von Schloss Horst! 

Teaser:

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Zum Videopodcast:

Die Foto-Ausstellung in der Stadtteilbücherei in Horst in der sogenannten „Vorburg“ ist auf dem Gelände der ersten Etage zu sehen.

Zu den einzelnen Horster Porträts:

Harald & Claudia Mankow vom Wirtshaus Haus Buchholz setzen sich für sozial schwache Menschen ein. Sie organisierten schon so einige soziale Aktionen. Sie setzen sich mit Benefiz Veranstaltungen für gemeinnützige Organisationen, wie das Regenbogenhaus, Wohngruppe für Kinder und Jugendliche e.V., Ziegenmichel e.V., machen Weihnachtsessen für Obdachlose und auch eine Spendenaktion für den kleinen Krebskranken Noah.

Adriano Gobbo versorgte jahrelang die Horster mit selbstgemachten Eis. Eines Tages kaufte er einen lebensgroßen Nikolaus. Der musste das Haus verlassen. Seine Frau wollte sich wohl des Nachts nicht mit einem zweiten Mann das Haus teilen. Im Garagenhof sollte er natürlich nicht Nass werden. Er baute eine Hütte. Daraus wurde ein Weihnachtkrippe mit einer besonderen Modelleisenbahn. Mit Bratwurst und warmen Getränken wird für den Guten Zweck gesammelt und begeistert Jung und Alt .

Die Geschwister Bernd Strickling und Ute Vieth betreiben das traditionelle Textilhaus Strickling, das über 100 Jahre nun in dritter Generation erfolgreich weiterläuft in Horst. Bernd Strickling setzt sich stark für den Einzelhandel vor Ort und in der Umgebung ein als Vorsitzender der Horster Werbegemeinschaft und auch des Einzelhandelsverbands Westfalen West, zu dem auch Bottrop und Gladbeck gehören. Ute Vieth ist im Jungen Chor Beckhausen der Kirchengemeinde oder dem Projekt KIKI tätig.

Helga Töpfer kümmert sich um die Menschen in Horst. Sie geht ehrenamtlich zum Beispiel mit Senioren spazieren, die sonst niemanden haben.

Tätowierer Ernst Krepek empfindet die Kunst auf der Haut eines Menschen als ein „Medium der Verbindung“ und „Anker für Erinnerungen“, sowie ein „Ausdruck tiefer persönlicher Geschichten“. Fast 30 Jahre lang begleitet er die Menschen im Stadtteil, die ihre Körper mit Motiven schmücken, wurde dabei Zuhörer, Begleiter, Vertrauter bei Trauer, Neuanfang und Liebe. Für Ernst Krepek ist es eine Ehre zwischen den Portraits zu sein, die Horst mitprägen. Seine Worte sind auf der Internetseite von Christoph Bottaru voller Intensität und Rückblick auf seine Berufung Tätowierer und Zuhörer für die Menschen in Horst.

Wolfgang Höfener in Schwarz-weiß fotografiert ist fast schon eine Legende im Stadtteil: Er ist Gründungsmitglied des Fördervereins Schloss Horst seit 40 Jahren., gehört ebenso lange der Werbegemeinschaft Horst an und ist auch Gründungsmitglied von „Zukunft Horst“. Seit 2013 ist betreibt und erklärt er die historische Druckwerkstatt im Schloß. Er arbeitet auch mit bei „Horst putzt sich heraus“, um den Stadtteil sauber zu halten.

Christina Liedtke, Sarah Saralin, Anna-Lena Schulte, Caroline Rullmann (in Vertretung vor Ort) ließen sich lesend in einem gemütlichen Sessel fotografieren. Sie betreuen die Stadtteilbibliothek in Gelsenkirchen – Horst in der Vorburg. Die Angestellten sind ein wichtiger Teil in Horst. Hier trifft sich Hinz und Kunz von Jung bis Alt. Sie organisieren neben Lesungen in der Stadtteilbibliothek und weitere Veranstaltungen, sowie Ausstellungen. Sie wollen die Vielfalt vor Ort unterstützen.

Gregor Wildförster war lange Bankkaufmann, doch mittlerweile ist er ein europaweit bekannter freischaffender Fotokünstler mit Ausstellungen und Publikationen mit verschiedenen Stilrichtungen, auch Projekten für Therapieeinrichtungen, Selbsthilfegruppen und die Stadtmarketinggesellschaft Gelsenkirchen. Er ist auch Mitglied im Bund Gelsenkirchener Künstler. Er ist auch für die Fotos für die 150 Jahre Gelsenkirchen engagiert worden. Die Fotos sind zur Zeit in Erle in der Stadtteilbücherei zu sehen.

Daniel Schacht, Vorsitzender von dem Verein „Zukunft Horst e.V.“, lebt gern in Horst. Der Jurist ist stolz auf seinen Stadtteil. In keinem anderen Stadtteil von Gelsenkirchen gibt es so viele ehrenamtlich tätige Menschen, wie in Horst. Mit dem neuen Verein schaut er nicht nur auf dem Foto optimistisch in die Zukunft, sondern ist sich sicher, dass er mit den engagierten Vereinsmitgliedern den Stadtteil noch attraktiver und lebenswerter gestalten wird.

Hans-Georg Kouker hab ich schon kennengelernt bei „Horst putzt sich heraus“. Er hat mir so die ein oder andere Sache gezeigt, die Horst schon etwas sauberer gemacht haben. Der gelernte, aber jetzt im Ruhestand stehende Tischler übernahm nicht nur die Werkstatt seines Vaters und Großvaters, sondern war auch erster Vorsitzender im Handwerksmeisterverein Horst-Emscher. Er kämpft auch als Kuratoriumsmitglied bei Zukunft Horst e.V. mit.

Sandra Falkenauer ist die Leiterin der Stadtmarketing Gesellschaft Gelsenkirchen und setzt mit der Seite @Gernegelsenkirchen auf Facebook, Instagram den selbst konzipierten Slogan eben gerne ein Gelsenkirchen aus der Schmuddelecke zu holen. Sie berichtet über die positiven Dinge der Stadt und ihre Menschen.

Reinhold Adam, ehemaliger Bergmann, Betriebsratsvorsitzender der Zeche Nordstern und kennt den Nordstern – Park wie seine Westentasche. 1946 geboren, begann er schon 1961 die Ausbildung zum Berglehrling. Im Laufe seines Lebens hatte er etliche Ehrenämter. Er war auch Dozent für die örtliche Geschichte bei der VHS in Gelsenkirchen. 2004 gründete er das Geschichtsforum Nordsternpark. Er ist auch bekannt in der Presse, bei Funk und Fernsehen und trägt zum Erhalt der Geschichte des Ruhrgebiets bei. 2014 wurde er mit Bürgerpreis „Horster Löwe“ ausgezeichnet für sein Engagement.

Sybille Hellier ist mit 12 Jahren Pferdemädchen auf der Galopprennbahn in Horst geworden. Heute führt sie Interessierte über die ehemalige Strecke und erzählt Anekdoten von den Dingen, die sie erlebt hatte. Sie setzt sich für den Erhalt der Geschichte dieser Pferderennbahn ein, die vielen Horstern auch Arbeit gegeben hat. Sie setzt sich gleichzeitig ein in der Initiative „Runder Tisch Horst“, bei der Stiftung „Greendays4Future“ und ist Inhaberin des K.L.U.G. – Netzwerks für Lokale Unternehmer. Sie geht regelmäßig Horst putzen mit Hans-Georg Kouker und hat daraus die Aktion „AufGEraucht“ gemacht, wo sie den Menschen erklärt, was für Umweltschäden die Zigarettenstummel erzeugen.

Sandra Nienhaus arbeitet heute im Vorstand vom Förderverein Schloß Horst e.V. mit und setzt sich dafür ein, dass es das Mittelalterfest „Gaudium“ wieder vor Ort stattfinden kann. Sie engagiert sich auch in der Gemeinde St. Hippolytus und gestaltet die Familiengottesdienste mit

Als Bezirksbürgermeister setzt sich Jochen Gill seit über 20 Jahren für den Stadtbezirk West ein. Er war lange Jahre freier Journalist bei den Ruhr-Nachrichten in Gelsenkirchen und Gladbeck und für die WAZ in Essen und Gelsenkirchen. Dann gründete er selbst 1989 die „Familienpost“. Mit 72 ist er immer noch nicht müde sich als Parteimitglied der SPD für die Menschen und u.a. dem Stadtteil Horst einzusetzen. , der sich für den Stadtteil stark engagiert.

Für Petra Schlüter geht nicht, gibbet nicht. Sie engagiert sich im Reparaturcafé und vielen anderen Projekten ein, um den Stadtteil lebenswerter zu gestalten.

Zum Sportverein SV Horst – Emscher gehört Andreas Prang seit 1989. Er übernahm die Judoabteilung. In den 1990er Jahren baute er die Abteilung „Kampfsport“ weiter aus mit Wing-Chun Kung-Fu, Jiu Jitsu, Krav Maga und MMA. Er ist lizensierter Trainer und Prüfer. Er wohnt zur Zeit nicht im Stadtteil, aber liebt ihn und setzt sich für ihn ein.

Heribert Heber veranstaltet Stadtteilfeste und den Motoradteilemarkt „Karl vom Kanal“, ist Mitglied in der Werbegemeinschaft Horst, wo er die Weihnachtsbeleuchtung, das Stadteilfest, den Feierabendmarkt organisiert und sich für den Zusammenhalt der Horster Bürger und Bürgerinnen engagiert.

Die einzelnen Porträtaufnahmen sind aus urheberrechtlichen Gründen auf der Internetseite von Christoph zu sehen. Die Texte sind von der Christoph Bottarus Internetseite inhaltlich übernommen, um die Personen hier vorzustellen. Hier gibt es alle übersichtlich mit allen kompletten Informationen zu den einzelnen Persönlichkeiten von Gelsenkirchen – Horst:

Christoph Bottaru PhotoArt – Gesichter eines Stadtteils – Ein Portrait der Vielfalt

Zur Internetseite:

Christoph Bottaru PhotoArt – Augenblicke… für die Ewigkeit festgehalten: https://toffchriss-photoart.de

Die Foto-Ausstellung geht noch bis zum 5.5.2025 und ist zu den Öffnungszeiten der Stadtteil-Bücherei zu sehen:

Montag 11-13 Uhr / 14-19 Uhr

Dienstag, Samstag, Sonntag geschlossen

Mittwoch 9 – 14 Uhr

Donnerstag / Freitag 11- 13 Uhr / 14 – 17 Uhr

Turfstraße 21

45899 Gelsenkirchen

Open Print Exchange – Unfassbare 400 Kunstdrucke aus aller Welt in Bottrop I +Fotos I +Video

Ein weltweiter Kulturaustausch findet seit 2021 durch die Kölner Designer und Initiatoren der kleinen Druckerpresse Martin Schneider und Dominik Schmitz statt. Diesmal ist es in Bottrop. 

Drei Künstler vom Künstler Kollektiv Bottrop holen 400 Hoch-, Tief – und Prägedrucke aus aller Welt in die kleine Popup-Galerie. Für jeden Geschmack ist was dabei. Jeder Mensch kann das selbst herstellen.Alle Druckkunst-Bilder kommen aus der 2018 aus einem 3D-Drucker entwickelten „Open Print Press“. Die Druckdatei der kleinen Druckpresse sind frei verfügbar und können bei Vorhandensein eines eigenen 3D-Druckers zu Hause hergestellt werden. So kann jeder oder jede Interessierte die kleinen Kunstdrucke mit maximal 7 cm Breite herstellen und auf der Internetseite (Link unten) der weltweiten Öffentlichkeit zeigen. 

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Mehr Informationen

Wer die kleine Druckerpresse gern selbst besitzen möchte, um solche kleinen Druckkunstwerke zu schaffen, aber keinen eigenen 3D-Drucker besitzt, kann sich auch beim Bottroper Künstler Paul Schulte melden. Er bietet an für kleines Geld die kleine Druckerpresse herzustellen.

 

Die kleine Druckerpresse aus einem 3D-Drucker hergestellt

Weltweit ist die kleine „Open Press“ nun im Einsatz und beschert jede noch so kleine Wand mit einem Kunstwerk aus jeder Stilrichtung. Besucher und Besucherinnen der Ausstellung sind begeistert. Die kleinen Bilder können an jede noch so kleine Wand. Auch schick als kleine Kachel in der Küche anzubringen.

Die 400 Künstler*innen schicken in zehnfacher Ausführung ihre Bilder nach Köln. Jedes Jahr sind sonst 100 oder 200 Werke irgendwo zu sehen. Erstmals werden 400 gleichzeitig gezeigt in Bottrop. Nach der Ausstellung werden sie Museen oder Galerien zur Verfügung gestellt. Also eine einmalige Gelegenheit mitten im Ruhrgebiet.

In der kleinen Popup-Galerie, Hansastraße 17, in Bottrop können die kleinen Bilder noch bis zum 31.2.2025 bewundert und gekauft werden.

 

Viele Besucher waren bei der Vernissage

Die drei Künstler Paul Schulte, Dirk Hermann und Brigitte Münch vom Künstler Kollektiv Bottrop, einem städteübergreifenden Künstlernetzwerk, initiierten diese einmalige Ausstellung von viel Kunst auf kleinem Raum.

Dirk Hermann, Paul Schulte, Brigitte Münch haben unfassbare ‚Flaschengefühle‘ zu ihrer initiierten genialen Ausstellung

Kunst als tolle Spendenaktion

Die Drei steuern auch eigene Werke bei. Mit jedem verkauften Bild von 90 €, spendet man den Verein Wunschzauberer e. V. 45 €, der u.a. den Kinderschutzbund Bottrop oder das Hospiz unterstützt.

Das Tetraeder – Bild von Dirk Hermann im Original wird meine Wand zieren, sobald es aus einer Ausstellung aus Istanbul zurückkehren wird.
Auch von Paul Schulte und Brigitte Münch oder das ein oder andere werde ich mir noch aussuchen.

Tag der Druckkunst

Am 15.3. gab es am Tag der Druckkunst einen Druckworkshop. Brigitte Münch zeigte zusammen mit der Künstlerin Leonie Warnke Interessierten und Kindern ab 10 Jahren die verschiedensten Drucktechniken und erstellten gemeinsam weitere Kunstdrucke, die im Keller der Popup-Galerie bewundert werden können. Das FabLab der Hochschule Ruhr-West erklärte den 3D-Druck.

Zur Kunst musst du gehen (Zitat Künstler Ralf Opiol)

Geht hin! Es lohnt sich! Ansonsten habt ihr die Bilder hier im Blog im Nachgang.

Öffnungszeiten sind von Mittwoch bis Montag, 11-17 Uhr, Finissage ist am 31.3.25 17 Uhr.

Eintritt ist kostenlos ohne Anmeldung.

Die Ausstellung ist gefördert durch den Stärkungsfonds Innenstadt der Stadt Bottrop

Wichtige Links:

Das OpenPress-Projekt der Designer Martin Schneider und Dominik Schmitz:

https://openpressproject.com

Weitere Infos oder um die Kunstdrucke auch nach der Ausstellung zu kaufen :
www.openprintexchange.com

Anfrage für eine eigene Druckerpresse, können an Paul Schulte gestellt werden: p.schulte@paschfoto.de

Mehr über die drei Künstler:

Paul Schulte

www.Paschfoto.de – Paul Schulte – Wildlifefotograf – Bildermacher- 3D-Künstler

Instagram @paschfoto 

Dirk Hermann

Instagram @dirk._.hermann

Brigitte Münch

Instagram @muenchs.brigitte

Infos zum Wunschzauberer, wer ihn auch so unterstützen möchte :
www.wunschzauberer.de

 

Zum Instagram-Beitrag von @ruhrpottologe

Fotos von der Vernissage und Bilder der Ausstellung (c) André Brune:

Künstlerin Brigitte Münch
Offen gepresste Flaschengefühle