Revierkunst 2026 – Kreative Visionen in der Henrichshütte Hattingen I +Fotos I +Video mit Interviews

Seit 2012 gehört Revierkunst zu den wichtigsten Messen für zeitgenössische Kunst im Ruhrgebiet, die in historischer Industriekulisse im Revier gezeigt werden. Diesmal waren es 600 Werke von 77 Künstlern auf 3000 m² im Gebläsehaus der Hattinger Henrichshütte, dort wo einst Hochöfen glühten und Stahl produziert wurde.

Jede Stilrichtung war so unterschiedlich bis ungewöhnlich, auch nachhaltig und regte zum Nachdenken an. Ich war zum ersten Mal da, wollte einfach nur gucken, doch dann konnte ich nicht anders und hab bis der Akku alle war, spontan Interviews geführt. Mir ging es nicht um die Tontechnik, sondern um die Begeisterung einzufangen:

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Als wir die historische Henrichshütte in Hattingen betreten, wird schnell klar: Die Revierkunst ist weit mehr als eine klassische Kunstausstellung. Zwischen den gewaltigen Industriehallen begegnen sich Vergangenheit und Zukunft, Industriekultur und moderne Kunst, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung. Der Rundgang ist eine Entdeckungsreise durch die Gedankenwelt von Künstlerinnen und Künstlern, die das Ruhrgebiet mit ihren Werken bereichern.

Bisher war ich noch nie dort, weil sich das zeitlich nicht ergeben hat. Meine Frau Ewa war ebenfalls begeistert. Wir trafen dort eine bekannte polnische Künstlerin, die wir aus der Bochumer Deutsch-Polnischen Gesellschaft kennen.

Monika Natalia Mazur (rechts) stellte ihre großen gehörnten Portraits vor. Da sie in Italien lange Zeit lebte, nennt sie diese Werke Cornuti. Im übertragenen Sinne ein Hahnrei. Die gehörnten Frauen, die in der Ehe betrogen wurden.


Chronik der Revierkunst

Einer der wichtigsten Messen für zeitgenössische Kunst in Deutschland ist die Revierkunst im Ruhrgebiet geworden. Die Kulisse ist immer eine ehemalige Industrieanlage, um die Kunst auf eine besondere Weise erlebbar zu machen.

2012 – Der Anfang

In der Zeche Carl war der Startschuss mit dem Ziel Künstler und Künstlerinnen aus dem Ruhrgebiet eine Plattform zu bieten und sie über den Ruhrpott hinaus bekannt zu machen. Mit dem historischen Kontext der Industriekultur wurde das zu einer großen Kunstmesse, die Galeristen und weitere Künstler und Künstlerinnen anzog, um auszustellen und auch gekauft zu werden.

Revierkunst wurde zur Marke in Sachen Kunst im Ruhrgebiet und zog Besucher aus Nah und Fern an. Sie war unter anderem in der Rotunde, dem „Alten Katholikenbahnhof“ in Bochum 2013 und 2014.

In den zwei darauffolgenden Jahren wurde das Alte Museum am Ostwall für drei Tage genutzt, weil das Haus durch den Umzug der expressionistischen Werke ins Dortmunder U umgezogen ist. Der Abriss drohte, doch es wurde durch eine Bürgerinitiative verhindert. Heute ist das Bauhaus – Archiv seit 2016 drin.

Von 2017 bis 2020 wurde in der Hertener Zeche Ewald in den Räumen der Schwarzkaue, Lohnhalle und Lampenstube  auf 2000 qm eine Kunstzone.

Seit 2021 ist es nun regelmäßig in dem LWL-Museum Henrichshütte in Hattingen in der Gebläsehalle, der alten Maschinenhalle und den darunterliegenden Katakomben mit einer Gesamtfläche von 3000 qm.

10000 Menschen arbeiteten auf dem riesigen Gelände. Heute kommen an einem Wochenende nochmal diese Anzahl zusammen, um Kunst zu bestaunen.


Revierkunst – Wo Industriekultur auf zeitgenössische Kunst trifft

Zwischen harter Arbeit, Rauch und Ruß entstanden schon früh besondere Kunstwerke, die über das Ruhrgebiet hinaus bekannt wurden. Viele Künstler sind über die Grenzen auch berühmt geworden. Kunst und Industrie passte immer schon ins Ruhrgebiet. Durch den Strukturwandel zwischen den stillgelegten Industrieflächen von ehemaliger Kohleförderung und Stahlherstellung entsteht, wie aus einem Phoenix aus der Asche ein Kessel Buntes. Der große Reiz in der Henrichshütte ist die lebendige Kunstszene vor Ort, die bei diesem Kunstevent zeigt, wie eng Kunst, Arbeit, Leben im Ruhrgebiet beieinander liegt und wie es miteinander verbunden ist.

Kunst anders erleben

Bei „Revierkunst“ werden nicht die sterilen Ausstellungshallen genutzt, sondern außergewöhnliche Orte der Industriekultur, die gleichzeitig eine Bühne für die zeitgenössische Kunst werden. Einst ratterten Maschinen und die Stahlkappenschuhe schlurften über den harten Betonboden. Heute laufen in schicken Schuhen und Sandalen Menschen aus allen Altersklassen durch die heiligen Hallen ehemaliger Arbeit und schauen sich Skulpturen, Malereien, Fotografien, Installationen und digitale Kunst an.  

Dabei wird die industrielle Kulisse ein Teil des Kunsterlebnisses vor verrosteten Hebeln, Rohren und analogen Anzeigen. Die modernen Kunstwerke werden zu einem starken lebendigen Kontrast zur alten toten Industrie. Hier werden Entdeckungen gemacht, wie bei einem Chemielaborant, der neue Elemente für das Periodensystem im Reagenzglas findet.

Die kreative Seite des Ruhrgebiets

Revierkunst ist eine Bühne für die Kunstschaffenden der Region und darüber hinaus. Sie ist eine Plattform, um sich einem breiteren Publikum zu zeigen, als in einer kleinen Galerie. Hier ist das Zeigen und Gesehen werden ein wichtiger Schritt für alle Teilnehmenden zwischen Tradition und Innovation auf zu neuen kreativen Höhen. Kunst zum Anfassen, lebendig und nahbarer als es bei den vorhandenen klassischen Museumsräumen der Fall ist.

https://findart.cc

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Industriekultur als Inspirationsquelle

Die Themen sind vielfältig: Wandel, Identität, Arbeit, Migration oder das Verhältnis von Mensch und Umwelt. Die industrielle Vergangenheit dient dabei häufig als Inspirationsquelle. Gleichzeitig zeigen zahlreiche Arbeiten den Blick in die Zukunft und verdeutlichen, wie vielfältig sich das Ruhrgebiet heute präsentiert.

Entdecke die kreative Seite beim kulturellen Aushängeschild des Reviers

Das Revier hat sich in den letzten 150 Jahren immer wieder neu erfinden müssen. Revierkunst bietet jährlich eine Verbindung der Geschichte, aus Vergangenheit, Gegenwart und auch die Zukunft. Wer das Ruhrgebiet verstehen möchte, sollte nicht nur Fördertürme und Halden besuchen, sondern auch die kreative Seite entdecken, auch wenn man nicht viel für Kunst übrig hat. Es macht Geschmack auf mehr Kunstlandschaften, die das Ruhrgebiet bunter gemacht haben und das Ruhrgebiet mit den ein oder anderen Veranstaltungen über die Region hinaus Beachtung schenkt.

Mehr Infos:

https://revierkunst.com

Instagram: @revierkunst

Facebook: revierkunst

Der Gang durch die Ausstellung in der Henrichshütte

Auf ging es durch die erste Halle nach der Schlange an der Kasse, die ein ständiger musealer Bereich ist, den ich immer noch nicht besucht hatte. Ein paar Treppen höher stachen mir schon Superhelden ins Auge, die ich mag: Superman und Batman, aber in einer anderen comichafter Form, als ich sie kenne. Ein dickgewordener Superman, der auf seinen Bierbauch stolz ist und darauf erstmal eine Dose Red Bull trinkt. Darauf zu kommen sie mit modernen Problemen zu mixen und sie entsprechend normal wirken lassen, fand ich genial. Oder was ist, wenn Pippi Langstrumpf plötzlich Drogenabhängig werden würde. Es wäre nicht mehr die heile Kindheitswelt, die wir von Astrid Lindgren kennen, sondern die Hoffnung, dass sie aus dem Sumpf wieder rauskommt. Von Batmans 50 Shades of Grey mit Catwoman wollen wir gar nicht erst diskutieren. Haben Superhelden eine spezielle Form von Sexualität oder gar keine? Sebastian Kaufhold aus Bochum hat auf jeden Fall einen richtigen Riecher in Sachen Umgang mit dem Mainstream auf ironische satirische Weise.

Es folgte ein Fotokünstler, der zum vierten Mal dabei war. Michael Grigat setzt sich zeitkritischen mit der  Gegenwart auseinander.

Die Fotos aus der Reihe „Der Ewige Kreis“ zeigt ein Muster. Er reduziert, direkt und ohne Auflösung, sondern Reibung, so steht es in seiner Beschreibung. Seine Fotos kratzen nicht nur an der Oberfläche, sie reiben einen die Schuppen von den Augen.

Macht verschwindet nicht. Sie verändert nur ihr Gesicht. Was als Fortschritt erscheint, ist oft nur eine Verschiebung. Was überwunden scheint, kehrt in anderer Form zurück. So stellt er seine Fotokunst vor.

Die Fotos zeigen Hitler scheinbar als Transmensch. Der übergroße Bart mit dem rechten Scheitel, ein böser Blick und dann kommt auf die Beine eine Strapse, die den brutalen Diktator in einem anderen Licht erscheinen lässt. Hat er damals vielleicht Eva Brauns Strapse in einer einsamen Stunde angezogen, um sich vor dem Spiegel ganz locker zu machen?

Die sprühende Ironie der Bilder ist eher die Ironie der Geschichte, die sich in anderer Form wiederholt, wie schon erwähnt.

Mehr über Michael Grigat aus Datteln könnt ihr hier erfahren:

@moorpicture – Instagram

@ruhrpotzblitz  – Instagram

https://moor-picture.de

Ruhrpott in 3D von Michael Wienand

Eindrucksvoll waren auch die 3 D-Kunstwerke von Michael Wienand. In den kleinen Rahmungen wurden filigran kleine Illustrationen zu einem ganz großen Bild zusammengefügt. Auch die Henrichshütte kam vor.

Viele Interessierte schauten sich die Kunstwerke an und schwelgten in Nostalgie, wie bei dem Bild über die Bude, den Hinterhof mit einem Manta oder bei Omma zu Hause.

Die Technik besteht aus Aquarellierte Tuschezeichnungen auf Karton, die dann ausgeschnitten werden und dann zu dieser Tiefenoptik zurechtmontiert werden.

Michael Wienand ist mehrere Jahrzehnte als Bühnen- und Museumbildner unterwegs gewesen und greift den Alltag der Menschen im Revier auf, um sie in einem kleinen Kosmos wiederfinden zu können. Was so einfach aussieht, kann die Arbeit dahinter nur erahnen.

Diese Kunstwerke sind ein Alleinstellungsmerkmal mit viel Ruhrpott-Gefühl vom Dortmunder Künstler und können in seinem Atelier angesehen und gekauft werden:

https://atelier-wienand.de

@michaelwienand • Instagram

Hermann Bentrup nutzt Speermüll in Postkartengröße

Der autodidaktische Künstler Hermann Bentrup aus Rech macht Mal-Schichtarbeiten auf Postkartengröße, die aus Sperrmüll, also Rückplatten von alten Möbelstücken, bestehen.

Der Inhalt ist entscheidend: Die Motive sind hauptsächlich Landschaften und können theoretisch auch als besondere Postkarte in die Welt geschickt werden. Besser ist es allerdings die eigenen vier Wände damit zu schmücken.

Hermann Bentrup hat 2021 mit Malereien und Fotografien die dramatischen Veränderungen des Ahrtals künstlerisch festgehalten.

Zur Zeit hat er ein aufrüttelndes Projekt in Rheinbach: Demokratie liegt uns zu Füßen. Der Kerngedanke ist, dass Demokratie kein Zustand ist, sondern immer in Bewegung. Mit knalligen orangen Farben sorgt er mit Schablone und Sprühfarbe auf den Wegen, ob wir stehenbleiben und drüber nachdenken, wie wir mit ihr umgehen oder einfach ignorieren würden.

https://docb-mabl.de

www.blick-aktuell.de/Bad-Neuenahr/Hermann-B-dokumentiert-mit-Kunst-den-Wandel-im-Ahrtal-nach-der-Flut-659002.html

www.rheinbach.de/kunst-findet-stadt/outdoor-ausstellung/dr-hermann-bentrup

@hermannbentrup • Instagra

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Fatia Pindra hat einen politischen Blick

Die 1971 geborene Düsseldorferin schuf ein dreiteiliges Werk über schwarze Lebensrealitäten im Nationalsozialismus. Der Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung waren Recherchen über Schwarze Menschen im Nationalsozialismus für ihre Magisterarbeit in Geschichte. Sie befasst sich als politische Künstlerin auch mit Femiziden auseinander. Auch die Frage, ob Menschen mit anderer Hautfarbe zu Deutschland gehören, nimmt sie künstlerisch um mit ihrer Tufting-Kunst.


Was ist Tufting?

Auf einem groben Leinwandstoff wird mit verschiedenen Tufting-Geräten eingewoben. Eine manuellen „Tufting-Pistole“ schießt sozusagen Fäden in den gespannten Tufting-Stoff. So entstehen durch die einzelnen Fäden große textile Kunstwerke.


Sie zeigt auf dem Werk Dorothea Katharina Leyseck, die eine Tochter eines afroamerikanischen Zirkusbesitzers und einer weißen Deutschen war. Sie musste sich als Deutsch-Südwestafrikanerin ausgeben, um unter den Nazis zu überleben. Trotzdem wurde sie zur Zwangsarbeit in einer Fabrik eingesetzt.

Ludwig M´bebe Mpessa, der unter dem Pseudonym Louis Brody ein bekannter Schauspieler war. Er wirkte in 30 Filmen mit. Er überlebte das Regime der Nazis, weil er immer wieder besetzt wurde für koloniale Filmproduktionen oder wurde bei der staatlich kontrollierten „Deutsch-Afrika-Show“ eingesetzt. Wie seine Psyche aussah, hätte ich gern erfahren.

Ulfo Peters wurde 1934 in Hamburg geboren. Sein Vater Afrikaner, seine Mutter war deutsche Ärztin und überlebte den Krieg. In der Nachkriegszeit war er ein erfolgreicher Amateurboxer.

Für Fatia ist die Kultur eine Waffe des Widerstands und zeigt es auf ihren besonderen Tufting-Kunstwerken. Starke politische Botschaften waren in der Ausstellung eher rar. Fatia hat hier ein Alleinstellungsmerkmal in der Ausstellung, wo Menschen im Vordergrund stehen, die unterdrückt wurden und deren Porträt warm an Wänden hängen kann und gleichzeitig über Macht und Ausgrenzung nachgedacht werden kann. Auch ein Selbstbildnis durch die aktuelle neue Situation von akzeptiertem Rassismus wird durch Fatia nahbar gemacht und lässt einen erstaunten Blick auf die Art der textilen Kunst, aber auch auf das Thema nachdenklich zurück: Bin ich keine deutsche Frau, fragt die schwarze Frau auf dem Tufting-Teppich. Sie ist hier geboren. Hat einen deutschen Pass. Sie hat nur einen anderen Hautton, was für eine gewisse politische Leitlinie eher ein Fall für Remigration sein soll. Aber wohin soll sie geschickt werden? Die Fragen können immer weitergehen, denn die Lösungen sind nicht so einfach. Obwohl hier gebe ich die ganz einfache Antwort: Sie ist eine deutsche Frau.

www.kollektiv-afriknrw.de

@tuftingcreations – Instagram

Information über ihre Magisterarbeit: Hilarius Gilges – Ein Schwarzer Deutscher Düsseldorfer – ermordet von den Nationalsozialisten

Peter Schudde recycelt Elektroschrott zu Star Trek Motiven

Von seinem Vater bekam er eine 2 MB – Platte, die 1975 in einem großen Computer gewirkt hatte, aber irgendwann einfach nicht mehr verwendet werden konnte. Der Speicher war zu klein geworden und dadurch Elektroschrott. Er baute daraus eine Lampe. Ein Totenkopf deutet an, dass die Zeit abgelaufen ist für die alte Festplatte.

Für seine Kunstwerke geht er auf den Schrottplatz und sammelt die wertvollen Stoffe, die sonst eventuell in die Müllverbrennung kommen. Daraus entstehen zum Beispiel ein Kubus, die aus dem Star Trek Universum stammen könnten. Jeden Moment könnten bei Revierkunst die Borgs auftauchen und die Besucher und Besucherinnen assimilieren. Mich hat es Peter schon und bin Feuer und Flamme für das, was der 1973 geborene Groninger aus alten Werkstoffen fabriziert hat.

@peterschudde • Instagram

https://peterschudde.exto.org

Scarlett Schütte verbindet Industrie und Zukunft des Ruhrgebiets

Zusammen mit dem Filmemacher Erwin Wiemer und dem Klangkünstler Frank Röttgen haben sie das einmalige Projekt  eines Verbunds namens Kali´iope aus Video-, Klang- und Robotik, sowie Rauminstallation. Ein faszinierender Blick zwischen Vergangenheit,  in die Gegenwart und Zukunft werfen lässt.

Die Videoinstallation zeigt Motive aus dem Ruhrgebiet: Haldenlandschaften, Autobahnen, die das Revier zerschneiden, und Industrie, die es mal gab und deren Reste den Pott noch prägen. Auf der anderen Seite bewegen sich Quadrate Hin und Her. In der Mitte sind gesammelte Objekte von der Henrichshütte und der Umgebung. Darauf fahren per KI kleine Roboter, die uns zeigen, wie die Zukunft aussehen wird. Wird die KI – Robotik den Menschen ersetzen und auf diesen Wegen ohne uns unterwegs sein, auf dem Gelände der Henrichshütten?

Vor dem Eingang sind Fotografien, die mit UV-Licht einen Stein oder Ast leuchten lässt und die Bilder in einen völlig anderem Licht erscheinen lassen.

Die Installation Kall´iope begeisterte das Publikum.

Raum_Klang_Video_Skulptur_Installation 51,40717° N 7,18790° O Henrichshütte Video:Erwin Wiemer Revierkunstpreis 2023

https://scarlett-schauerte.de/

@scarlettschauerte • Instagram

Frank Röttgen (@ernst_fry) • Instagram

Revierkunst26 – Kulturinfo Ruhr

www.erwinwiemer.de

Erwin Wiemer (@erwinwiemer) • Instagram

Helmut Reinelt wandelt digital Natur in Industrie um

Der aus Bad Honnef stammende Helmut Reinelt nutzt digitale Technik. Er entwirft Naturbilder und wandelt sie danach komplett in Industriekultur um und verbindet so den Strukturwandel.

Er stellt die Frage, wie Menschen die Natur erobern und die Natur wiederum die Industrielandschaft. Ein Rohr ist ursrprünglich ein Baum zum Beispiel. Seit es möglich ist mit digitaler Bildtechnik zu arbeiten, kreiert er diese einmaligen Bilder, auf denen so viele filigrane Entdeckungen zu machen sind.

Helmut Reinelt (@helmutreinelt) • Instagram

https://centouno.art/artists/helmutreinelt

Silja Meise stellt mit textiler Kostümkunst die Zukunft in Frage

Silja war die letzte Interviewpartnerin, bevor der Akku von mir und dem Smartphone leer war. Auch ihre textile Kunst hat ein Alleinstellungsmerkmal. Sie arbeitet mit Textilstoffen, die aus Fundusstücken, abgelegter Kleidung und Textilresten gestaltet werden. Sie fragt sich, wie wir im Jahr 2067 nach der Plünderung unseres Planeten noch modischen Träume konsumieren können.

Für das große Rokoko-Kleid aus Jeansstoffen brauchte sie mehr als zwei Monate. 

@siljameise • Instagram

www.kultur-und-schule.de/de_DE/kuenstler/silja-meise.109446

www.fv-textil.de/hauptnavigation/textiles-netzwerk/textilkuenstler/silja-meise

Kronkorken als fotografisches Mosaik von Henning Leuschner

Nicht jeder Künstler wollte vor die Kamera. So leider nicht Henning Leuschner.

Dennoch blieb mir besonders ein Künstler in Erinnerung, der aus Tausenden von Kronkorken beeindruckende Porträts entstehen lässt. Was mich an meine Kunstrichtung der „Flaschengefühle“ erinnert hat

Seine Arbeiten entstanden ursprünglich in einer Kneipe und sind nun weit über die Region hinaus bekannt.

Selbst juristische Auseinandersetzungen über Urheberrechte konnten seiner Kunst nichts anhaben, denn er verwendet bekannte Fotos prominenenter Personen.

Heute gelten seine Werke als eigenständige Kunstform.

Es gab Skatboards, die statt auf dem Müll zu landen mit Kunst neu interpretiert werden. Gehäkelte Figuren, die aus einer anderen Welt zu sein scheinen.

Holzfiguren, die mit Nägeln ein neues Kleid verpasst bekommen haben.

Übergroße Porträts, die entweder mit bunten Farben in einem anderen Licht erschienen.

Oberkörper, die wie Schinkenstücke an einem Haken hängen.

Alte Straßenschilder, die jetzt für Aufkleber und Graffiti genutzt werden können.

Auf Papiertüten gemalte Kunst.

Jedes Jahr wird auch ein Künstlerpreis vergeben, sowie ein Publikumspreis. 2026 ging der Revierkunst – Künstlerpreis 2026 an
1. Platz: Jule Lucia Companie
2. Platz: Stefan Fuchs
und der Revierkunst – Publikumspreis 2026
1. Platz: Jule Lucia Companie
2. Platz: Anja Werner
3. Platz: Birgit Feil

Leider konnte ich die Gewinner und Gewinnerinnen nicht interviewen.

Fazit

Die Revierkunst 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig die Kunstszene des Ruhrgebiets ist.

77 Künstlerinnen und Künstler präsentierten rund 600 Werke auf 3000 m². Spannender waren jedoch die Geschichten dahinter.

Ob Recycling, Geschichte, Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder gesellschaftlicher Wandel – jedes Gespräch eröffnete einen neuen Blickwinkel. Schade, dass ich nicht alle interviewen konnte.

Gerade diese persönlichen Begegnungen machen die Revierkunst so besonders.

Ich bin mir sicher:

Zur Revierkunst komme ich wieder.

Alle 77 Künstler und Künstlerinnen, die gern alle persönlich gesprochen hätte:

Hermann Bentrup I Rech , Nina Boeing | Duisburg, Toby Bohne | Dortmund, Chris Brackmann | Essen, Sandra Bromm | Frechen, Monika Buchen | Kleve, Helga Budde-Engelke | Mülheim, Sabine Classen | Meerbusch, Rainer Claus | Herne, Jule Lucia Companie | Wuppertal, Heike Denny | Düsseldorf, Melanie Diederichs | Dortmund, Anke Droste | Dortmund, Maria Eggenkemper | Dülmen, Sandra Eisenbarth | Siegburg, Birgit Feil | Leonberg, Claudia Forte | Köln, Stefan Fuchs | Hagen, Annette Goessel | Berlin, Michael Grigat | Dorsten, Nicolé Hager | Köln, Rosa Hahn | Pforzheim, Hansini | Hattingen/Ruhr, Meinolf Jan Holland | Bornheim, Annette Jellinghaus | Gevelsberg, Markus Jöhring | Recklinghausen, Stefanie Kamrath | Dortmund, Sebastian Kaufhold | Bochum, Rolf Klaer | Witten, Sandra König | Kreuztal, Rolf Kuhlmann | Köln, Christopher Lensing | Bochum, Henning Leuschner | Köln, Anja Lorenz | Essen, Michael Maas | Essen, Katja Marciniec | Oberhausen, Nina Markes | Aachen, Kinga MaryN | Bonn, Monika Mazur | Bochum, Marion Meinberg | Hamburg, Silja Meise | Hagen, Michael Wienand | Dortmund, Christian Partl | Essen,
Irena Paskali | Köln, Przemyslaw Perschke | Altlay, Svenja Peters | Löhne, Karina Pietrucha | Bottrop, Fatia Pindra | Hagen, Nicole Prinz | Recklinghausen, Rolf Puschnig | Dorsten, Anna Raba | Riedstadt, Aline Regese | Düsseldorf, Jakob Reh | Löhne, Helmut Reinelt | Bad Honnef, Heinegans Rita | Düsseldorf, Olli Rose | Essen, Frank Röttgen | Köln, Heribert Röttger | Dortmund, Scarlett Schauerte | Essen, Susanne Scheidle | Gelsenkirchen, Peter Schudde | Leermens, NL, Valentin Schumacher | Köln, Ela Schwartz | Aachen, Andrea Sparka | Essen, Astrid Steckel | Köln, Wilma Stegeman | Appeldoorn, Stefan Stichler | Frankfurt-Düsseldorf, Ljuba Stille | Köln, Peter ten Lohuis | Appeldoorn, Beni Veltum | Gelsenkirchen, Sara Wandhoff | Bochum, Manfred Wendel | Alpenrod, Anja Werner | Plauen, Erwin Wiemer | Essen, Marina Wittemann | St.Ingbert, André Yuen | Dortmund, Ali Zulfikar | Köln, Zupa | Hattingen

Aber vorher könnt ihr noch die Kunstwerke von 2026 genießen.

(Alle Fotos (c) André Brune):

104 Jahre alte Buchhandlung Droste hält Herten hoch I +Hördatei

Heute spontaner Abstecher für den Podcast über Herten im Ort gemacht und die älteste Buchhandlung vor Ort ‚Droste‘ entdeckt. Nur ist sie nicht in einem alten Haus von 1910 mit knarzenden Türen und quitschenden Parkettboden, sondern in einem Haus aus den 1950er Jahren.

Manche Gebäude wurden halt schnell wieder hochgezogen nach dem Krieg. Wichtig war: Billig, Schnell und Praktisch zum Wohnen und unten Geschäftsräume.

Seit 1922 generationsübergreifend hält Droste mit Bücherverstand also die Regalstellung.

Ich hab Gerlinde Droste, die tolle aufgeschlossene Chefin kennengelernt. Sie ist nicht 1922 geboren. Das wäre biologisch kaum machbar. Aber sie gehört zum Buchhandelsgeschlecht der Drosten, die von und zu, nachdem sie den Ort nicht mehr verwalten, dann als Buchverkäufer nur noch Handel treiben durften.

Dat is natürlich Quatsch mit Soße… Sie verkauft mit einem tollen Team und guter Beratung Bücher. Und das ist in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach.

Sie hat sich sofort von mir zu einem gemeinsamen Foto bewegen lassen vor dem Heimatregal.

Das Spiel ‚Der Pott‘ vom Demoela Verlag ist auch an Bord. (Wo ich bisken mitgewirkt hatte. Gibt ja einen Podcast drüber)
Ich hab mich mit ein paar Büchern über Herten eingedeckt. Auch einen schönen Bildband über Herten hab ich gefunden.

Ich hab sogar zwei Bücher von 1989 entdeckt, die sehr gut und intensiv die Hertener Geschichte erzählen. Damit hatte die Buchhändlerin an der Kasse Schwierigkeiten gehabt, konnte es aber lösen, da das Buchhandlungssystem nichts vergisst, was einmal eingegeben wurde. Mir war dat fast schon peinlich. Aber als alter Buchhändler kenn ich dat ja.

Spannende Ruhrgebietgeschichte hab ich aber dann aus dem Kreis Recklinghausen jetzt nicht bei mir inne Regale zuhause, sondern auf dem Boden gestapelt. Da gibbet kein Platz mehr. Muss umbauen… !

Ihr könnt auch was gewinnen. Denn in der Buchhandlung hab ich ein Wissensquiz entdeckt, das ich verlosen werde. Das Quiz dazu kommt noch in Instagram und Facebook.

Das kommt die Tage als Rätsel, wenn der Podcast raus ist, den ich vor Ort als eine Art rasender Reporter vor dem heute fertig eingesprochenen Podcast Ruhrgebiet erklärt mit Jack Tengo gemacht habe.

Ganz jungfräulich fuhr ich also nach Herten. Und war von der schönen Fußgängerzone überrascht.

Ich kannte das Fachwerkdorf Westerholt, den Schlosspark Herten und auch die Halde Hoheward. Drei der Sehenswürdigkeiten, die man als erstes weiß, wer von Herten redet.

Herten hat wat!

Dat is mein Werbeslogan für diese kleine, aber historische Stadt zum Kennenlernen, wer da noch nicht war und nur die Halde besucht hat.
Es lohnt sich.

Apropos Buchhandlung : Stephen King, der geniale Horrorautor, hat schon wieder einen dicken Schinken abgeliefert. Man hat der Schreibmanie…

Infos und Anschrift zu den Buchprofis aus Herten:

https://www.buchhandlung-droste.de

https://www.instagram.com/buchhandlung_droste

https://www.facebook.com/BuchhandlungDroste

Hermannstraße 21 – 45699 Herten

https://maps.app.goo.gl/Nu7Kx9oCUmxN8LHM6

Öffnungszeiten :

Mo – Fr 9 – 18.30 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

Fotos ©André Brune

Weitere Fotos folgen. Achja. Einen Gewinner für den Fotowettbewerb haben wir auch. Infos folgen ebenfalls.

#herten #ruhrgebiet #deutschland #buchhandlung

Benny Quick & die Motorbiene – Wie ein Junge aus Essen die Musikwelt bewegte I Ruhrgebiet erklärt Folge 28 I +Videopodcast I +Podcast #135

Vom Malocherkind zum Chart-Erfolg

Benny Quick, geboren als Rolf Müller, wuchs in einer klassischen Arbeiterfamilie im Essener Stadtteil Katernberg auf. Er wollte nicht ins Schwarze nach unter Tage gehen, wie sein Vadder. Er wußte, er hat eine gute Stimme und er wollte Erfolg haben. Schon früh bewegte er sich stilgerecht zu Twist und Beat Anfang der 1960er Jahre zu Songs von Elvis Presley und den Beatles auf kleinen Bühnen von Kneipen und kleinen Clubs.

Sein Künstlername entstand nicht zufällig: Produzenten wollten aus dem bodenständigen „Müller“ einen modernen, englisch klingenden Namen machen. So wurde aus ihm Benny Quick – passend zum Zeitgeist des Beat.

Unser Podcast: Zwischen Humor und Geschichte

In unserer Podcastfolge gehen wir nicht nur auf Benny Quicks Lebensgeschichte ein, sondern versuchen auch, die Zeit um 1962 greifbar zu machen:

  • Wie klang das Ruhrgebiet damals?
  • Wer waren die Menschen hinter seinem Erfolg?

Natürlich bleibt es nicht nur ernst:
Typisch Ruhrgebiet erzählen wir mit einem Augenzwinkern, vielen Anekdoten – und trotzdem mit dem nötigen Respekt vor seinem Schicksal.

Am Ende steht auch bei uns ein Moment der Stille ohne Motorradgeknatter.


Wir erzählen seinen rasanten Aufstieg mit dem Motorradgeknatter, singen mit im Podcast Folge 28 zu Benny Quick und so manchen Song, die seinen Erfolg übersprungen haben und bis heute noch genauso bekannt sind. Wir widmen ihm als Essener Ruhrpottkind eine eigene Folge, damit er nicht vergessen wird. 

Sein Schicksal war kein gutes. Wie der Aufstieg war, so begann auch sein Abstieg bis zum Selbstmord. Abonniert uns auf den veröffentlichten Kanälen oder ganz einfach den Newsletter der Internetseite, um auch die nächsten nicht zu verpassen!

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Die „Motorbiene“ – ein Hit für Generationen

Benny Quicks großer Durchbruch kam mit dem Song „Motorbiene“ (1962), der von  Heinz Hellmer deutsch interpretiert wurde und der viele bekannte Songs über Jahrzehnte der deutschen Musikwelt bekannt war. Er war der Mann hinter den Kulissen. Über ihn sprechen wir auch kurz, genauso wie über den Mann, der sein Talent  gefunden hat: Udo Werner. Mit seiner Show später am Tanzbrunnen in Köln war er bis kurz vor seinem Tod der Vorgänger aller Talentshows, die wir heute kennen mit Dieter Bohlen und Co. Sie wird mit dem Namen „Linus am Tanzbrunnen“ über 25 Jahre weitergeführt. Für einen einzigen Abend am 11.9.2026 kommt die Mutter aller Talentshows zuletzt von Linus moderiert noch einmal zurück:

Linus Talentprobe – Die Mutter aller Castingshow

Interessant dabei: Der Titel basiert auf dem US-Song „Motorcycle“ von Tico & the Triumphs (einem frühen Projekt von Paul Simon), der in den USA mehr schlecht als rechte in den untersten Chartplätzen ganz kurz verhaarte. Geschrieben wurde er von Jerry Landis. In Deutschland wurde der Song zum Hit über Generationen durch die deutsche Version. Bis heute ist „Motorbiene“ noch ein Ohrwurm, der ohne Probleme mitgesungen werden kann.

Typisch für die Zeit von Anfang der 1960er Jahre

Viele englischsprachige Songs wurden ins Deutsche übertragen – sogar Bands wie die The Beatles nahmen deutsche Versionen ihrer Hits auf. Wir sprechen auch über das, was die Menschen 1962 weltweit und in der jungen BRD und DDR bewegte.

Kultstatus durch „Werner – Beinhart“

Durch den Animationsfilm „Werner-Beinhart“ von Werner Brösel alias Rötger Feldmann wird der Song für den Soundtrack neu aufgelegt und durch das jüngere Publikum wieder populär. Eine neue Generation kann den Song singen und Benny Quick taucht wieder im Fernsehen und auf den Bühnen auf. 

Bis heute läuft „Motorbiene“ gelegentlich im Radio und wurde vielfach gecovert.

 

Erfolg – und ein tragisches Ende

Der Erfolg des Songs liegt höher als alle anderen Songs, die er auch sang. Die Motorbiene war die Hymne der Halbstarken, der Jugendgangs der jungen Bundesrepublik. Immer nur dieser Song und nichts anderes haben schon viele in der Musikwelt mit dem Leben brechen sehen. Weitere Coversongs von Fats Domino oder anderen blieben hinter den Erwartungen der Musikwelt zurück. Die harte Branche früher und heute erst recht, hat ihn überholt. Als DJ landete er noch in Frankfurt, spielte hier und da so manchen Song seines Repertoirs. Trotz seines unnachahmlichen Talents und Bühnenpräsenz der Beatzeit blieb er für viele immer „der Mann der Motorbiene“ und nichts weiter. Das kann an ihm schwer genagt haben. Ist aber reine Spekulation. Fakt ist sein tragisches Ende::

1999 nahm sich Benny Quick im Alter von 56 Jahren das Leben – am Tag seiner geplanten Hochzeit.

Warum Benny Quick bleibt

Auch wenn seine Karriere Höhen und Tiefen hatte – eines bleibt:

Die „Motorbiene“ ist ein Stück deutsche Musikgeschichte mit einer jungen Stimme aus dem Ruhrgebiet. Benny Quick ein Teil des kulturellen Gedächtnisses des Ruhrgebiets.

Mit dieser Folge sorgen wir dafür, dass er nicht vergessen wird.

Bahpapapapapa

Weiterführende Links und Videos zur „Talentprobe“ am Kölner Tanzbrunnen, die Motorbiene gesungen von Benny Quick bei einer Fernsehshow, weiteren Songs, u.a. auch von Heinz Hellmer – Hits, wie auch Übersetzungen von Beatles :

P.S.: Erst bei der Nachbearbeitung des Blogbeitrags finde ich raus, dass der Songschreiber Heinz Hellmer wohl ein Pseudonym ist von Monika Hellmer-Falk, wird aber auch Monique Falk angegeben. So richtig klar ist das alles nicht. Denn vorher hatte ich eine Info, dass Heinz Hellmer als Pseudonym geschrieben hat. Ob Männlein oder Weiblein als Autor der Songs reich wurde spielt auch keine Rolle. Der Name Heinz Hellmer steht für die Motorbiene und vielen anderen Songs. Nur das zählt. Dabei habe ich selbst Links vorher gefunden, wo er abgebildet war. Alles sehr merkwürdig manchmal im Internet: 

https://hitparade.ch/showperson.asp?name=Heinz%20Hellmer 

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Hier seht ihr die Talentshow am Tanzbrunnen in Köln von Udo Werner bei einen seiner letzten Auftritte:

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Im Land der 1000 Feuer – Industriemalerei vom Ruhrpott im Ruhrmuseum I Ruhrgebiet erklärt I +Videopodcast I + Podcast Folge 25 #132

Nur noch einen Tag vor meinem Urlaub hatte ich, um die schon seit April 2025 gestartete Ausstellung „Im Land der 1000 Feuer“ im Ruhrmuseum in Essen über „Industriemalerei“ aus dem Ruhrgebiet zu sehen. Ich musste hin und sagte mir spontan, da will ich mehr wissen und einen Podcast machen mit Jack als Ruhrgebiet erklärt. Er sollte auch für Kunstdesinteressierte sein. Ich denke, dass es uns weitgehend gelungen ist und dass die Biographien so mancher Maler, denn es waren hauptsächlich Männer, die solche Bilder malten, so manchen aufhorchen ließen, die in den 1930er Jahren Kunst machten:

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Wer nur den Podcast „Ruhrgebiet erklärt“ folgen möchte:

Industriemalerei hat viele Facetten und die Maler und Malerinnen haben besondere farbige Einblicke geschaffen auf die Landschaft des Ruhrgebiets mit ihrer Industrie aus Stahl, Kohle und auch Ackerwirtschaft.

Viele Bilder aus dem 19. und 20. Jahrhunderts wurden ausgestellt. Alle stammten aus der Werksammlung aus über 10000 Stück von Künstlern von Ludwig Schönefeld. Seine Sammelleidenschaft ist einmalig. Er konnte bisher die Bandbreite aus vielen Jahrzehnten zusammen stellen. Bei einer Führung erzählte er, dass er überall nachgeschaut hat. Neben Galerien, auch bei Wohnungsauflösungen, wo solche Bilder angeboten wurden, dabei auch unbekannte Autodidakten dabei waren, aber tolle Bilder beisteuerten, schaute er auch in Ebay und bei Auktionen nach passenden Landschaftsbildern zur Landschaft geprägt durch Maloche und Stahlfluss, Kohle und Natur.

Wir hinterfragen im Podcast aber auch das ein oder andere. Und versuchen euch die interessantesten Bilder so einfach wie möglich näher zu bringen.

Es gibt ein Begleitbuch zur Ausstellung, das auch nachträglich noch gekauft werden kann im Ruhrmuseum, wer die Ausstellung nicht sehen konnte. Es lohnt sich aus der Sicht von Kunst und Landschaftsmalerei das Ruhrgebiet kennenzulernen. Der Link zum Klartext-Verlag ist in den Shownotes weiter unten anzuklicken.

Wer genauer hinschaut weiß, dass viele Bilder historisch sind und eine vergangene Arbeitswelt darstellt, anders, auch schöner als es eine Fotografie machen konnte. 

Vergessen wir nicht, dass Fotografie nicht in heißen Gegenden einer Stahlherstellung, Kokerei oder Untertage im Bergbau so einfach genutzt werden konnte.

Maler haben auch einen eigenen Blick auf den Rhein, die nächtliche Landschaft, die hart arbeitenden Männer, aber viele haben die Landschaft eher verfälscht, schöner gemacht, als sie war, ganz besonders auch Kokereien, die mehr die Umwelt verschmutzte früher als heute. Doch auch heute empfiehlt man den Menschen in der Nähe der Kokerei Prosper das Gemüse nicht zu essen.

Umweltverschmutzung war kein Thema in der Malerei.

Fotos haben wir nicht veröffentlicht, damit es wegen des Urheberrechts keine Schwierigkeiten gibt.

Außerdem sprechen wir über ein Ruhrpottwort, was eingewandert ist: Motek aus Polen, was aber nicht mehr so verwendet wird, aber vor allem bei den Bergleuten unter Tage wichtig war: Hammer.

Noch ein Tipp zu nächsten Besuchen im Ruhrmuseum: Geht Freitags! Da ist tatsächlich weniger los als am Wochenende!

Links/Shownotes

Buchtipp zur Ausstellung: 

Das Land der tausend Feuer | Sachbuch | BÜCHER | Klartext Verlag

Liste der angegebenen KünstlerInnen mit Link für mehr Informationen:

Richard Gessner – Wikipedia

Richard Gessner

Industriegemälde Hermann Heyenbrock – An Rhein und Ruhr … und anderswo

Herman Heijenbrock – Wikipedia

Alexander Calvelli – Wikipedia

Industriegemälde Alexander Calvelli – An Rhein und Ruhr … und anderswo

Alexander Calvelli | Artnet

Eisenwelten | LVR-Industriemuseum

Rainer W. Campmann – Wikipedia

Profil von Rainer W. Campmann

Horst Dieter Gölzenleuchter – Wikipedia

H.D. Gölzenleuchter, Maler/Grafiker

„Oskar“ Gölzenleuchter: Holzschneider im Namen der Humanität

Heinz Schildknecht – Wikipedia

Entnazifizierung Heinz Schildknecht , geb. 23.04.1913 (Kunstmaler) – Deutsche Digitale Bibliothek

Lithografie Zeche Vereinigte Dahlhauser Tiefbau von Heinz Schildknecht :: Deutsches Bergbau-Museum Bochum – Leibniz-Forschungsmuseum für Georessourcen :: museum-digital:westfalen

Linolschnitt Bergmann mit Lederhelm von Heinz Schildknecht – Deutsche Digitale Bibliothek

Hermann Kätelhön – Wikipedia

www.fritzlar-forschungen.de/hermann-katehon

Fritz Gärtner – Wikipedia

Fritz Gärtner – Kaufen & Verkaufen | VAN HAM Kunstauktionen

Fritz Gärtner (1882-1958) – Gemälde & Auktionsdaten – MAGEDA

Erich Palmowski – Wikipedia

LWL-Industriemuseum – Zeche Hannover – Erich Palmowski. 90 Jahre vor Ort

Bergleute kehren nach Bochum zurück: Erich Palmowski stiftete Industriemuseum 50 Kunstwerke

Stellungnahme der MLPD zu den Bilden von Erich Palmowski im Willi Dickhut-Museum in Gelsenkirchen: Fälscher und Verleumder am Werk

Karin Kahlhofer – Wikipedia

Franz Delaforgue – Wikipedia

Franz Delaforgue (1887-) – Gemälde & Auktionsdaten – MAGEDA

Gustav Deppe – Wikipedia

Gustav Deppe | LWL-Museum für Kunst und Kultur

Tisa von der Schulenburg – Wikipedia

www.tisa-stiftung.de/leben

Aktuelle Ausstellung 2026 im Bergbaumuseum Bochum: FÜHLST DU – Tisa von der Schulenburg – Der empathische Blick

Städtische Galerie zeigt Ausstellung zu Ehren von Heinz Eickholt – Bottrop

Eickholts Kunst in Warendorf: Ausstellung zeigt zwei Stile | Die Glocke

Werkverzeichnis Künstlerinnen und Künstler in Westfalen. Malerei und Grafik im 19. und 20. Jahrhundert

Gerd Böttcher – Schwofen mit dem vergessenen Schlagerstar aus Werne I Ruhrgebiet erklärt Folge 23 I +Videopodcast I +Podcast #130

Gerd Böttcher war in den 1960er Jahren vom Gärtner zum Schlagerstar aufgestiegen. Der am 18. Juli 1936 geborene Berliner hat seine Lebenszeit hauptsächlich in Werne an der Lippe verbracht. Er war ein migrierter Ruhrpottler geworden. Und deswegen haben wir ihn auch in einem Podcast vorgestellt.

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Gerd Böttcher war ein lebenslustiger Mensch. Zuletzt war er sogar Karnevalsprinz im Ort. Leider verstarb er viel zu früh, als seine gesunkene Karriere einen kleinen Aufwind bekommen sollte mit einer Langspielplatte. Drafi Deutscher, Giorgio Moroder waren nur einige, die ihn unter die Arme gegriffen haben.

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Wer nur dem Podcast „Ruhrgebiet erklärt“ abonnieren möchte:

Gestartet ist er in Kneipen auf kleinen Bühnen in Berlin, wo er entdeckt wurde vom berühmten Komponisten Werner Müller, der die legendäre Musik der Sportschau kreiert hatte. Er wollte Gerd nicht mit einem italienischen Pseudonym auf der Bühne sehen, sondern er wollte ihn als Deutscher auf die deutsche Bühne bringen mit seiner klaren Stimme und förderte ihn. Er sang auch einige Lieder von Elvis Presley in deutscher Übersetzung als deutscher Elvis, was ihm auch viele Fans einbrachte. Die Singles wurden bei Decca verlegt, einem besonderen Musikverlag, die mit der deutschen Telefunken zu tun hatte. Mehr erfahrt ihr im Podcast.

Erst nach der Aufnahme erfuhren wir von jemanden, der ihn kannte, dass er auf den Karnevalswagen ging, obwohl er an einer heftigen Lungenentzündung litt. Seine Nieren haben wahrscheinlich auch schon angegriffen. Er starb am 26. Februar 1985 in einem Dortmunder Krankenhaus mit nur 48 Jahren.

Er hat sein Publikum ihrer Zeit gut unterhalten, wie unten in einigen Youtube-Musikvideos zu hören und zu sehen ist. Dafür gehört ihm auch gebührenden Respekt, die wir am Ende des Podcasts auch mit einer Schweigeminute für den Entertainer würdigen.

Links:

Youtube Channel zur Musik von Gerd Böttcher :

https://youtube.com/channel/UC9-1FDxpw_vCk-b6UmHGoow?si=DHzj7aEMmID9zUeP
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Gerd Böttcher – Wikipedia

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Gerd Böttcher – Biografie

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Gerd Böttcher Diskografie: Vinyl, CDs & Mehr | Discogs

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Gerd Böttcher – Spectre Media | Thomas Hauptmann

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Böttcher, Gerd | Bear Family Records

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Teldec – Wikipedia
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Musikkomponist Werner Müller – Wikipedia

Eine kleine Auswahl seiner Musik aus Youtube:

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Revierkunst aus Herne auf Nachbarschaftsbesuch in Gelsenkirchen I +Fotos

Im Ruhrgebiet gibt es immer irgendwo Grenzen. Sie sind nur durch Ortseingangsschilder zu entdecken. Die Kunst ist sie im wahrsten Sinne zu überschreiten. Und so kam es, dass der Herner Künstlerbund mit acht Künstler*innen im Domizil vom Bund Gelsenkirchener Künstler „Zu Gast“ sind für ein paar Wochen, so der treffende Titel der Unterkunftgeber.

Vor dem „Domizil“ auf der Bergmannstraße in Ückendorf trifft sich die Kunstszene

Es gibt zwischen den Städten Herne und Gelsenkirchen keine Distanz. Sie sind Nachbarn. Doch wie es im Ruhrgebiet so ist, die meisten Vereine kochen ihr Süppchen im eigenen Haus. Hier in der Kunstszene ist es nun anders gelaufen. Und das ist gut so! Der Bund Gelsenkirchener Künstler (BGK) mit der Vorsitzenden Gordana Djukic hat Kreativköpfe des Herner Künstlerbundes eingeladen das „Domizil“ nach Ückendorf. Natürlich ist diese, wie es sich im Ruhrpott gehört, auf der Bergmannstraße Nummer 53, denn Bergbau und Kunst gehörten immer schon irgendwie zusammen.

Ein besonderer Ausstellungsort mit Ruhrgebiets-Charme von 1900

In Ückendorf, ein Stadtteil von Gelsenkirchen, in dem durch die öffentlichen Medien oft nur negatives berichtet wird über Schlägereien und Clans, stehen noch wunderbare Häuser aus der Gründerzeit. Aber es ist eigentlich ganz anders. Hier steppt nicht nur der Bär bei den Künstlergangs. Da geht es kunterbunt zu! Es ist ein Ort geworden voller Kreativität im Neuanfang des Strukturwandels, in dem der Stadtteil seit Jahrzehnten steckt, wie kaum ein anderer.

Früher lebten hier überwiegend Arbeiterfamilien und es kamen Einwanderer aus der Türkei dazu, die angeworben wurden für das Kohleschürfen und die Stahlherstellung. Heute wandelt sich das bisher trostlose verfallende, das dem Niedergang der Montanindustrie gleicht, langsam zu einem der attraktivsten Stadtteilen. Es lohnt sich, es zu entdecken. Neben der Kunstszene, ist hier eine neue Gaststättenlandschaft entstanden. Heute wandelt er sich mit neuer Aufbruchstimmung in eine der attraktivsten Stadtteile mit unterschiedlichen Gaststätten, sowie mit der Kulturkirche Heilig – Kreuz und dem „Hier ist nicht da“ auch zu einem soziokulturellen Hot Spot von Veranstaltungen unterschiedlicher Art von Comedy, Poetry Slam über Jazz und Rock bis Klassikkonzerten.

Im Domizil der Gelsenkirchener finden sich nun Acht Künstler und Künstlerinnen aus Herne, die unterschiedlicher nicht sein können mit Malerei, Grafik, Fotografie und experimentellen Techniken. Die Kunst ist so vielfältig wie das Ruhrgebiet selbst: Hagen Apel, Annett Breitfeld, Annika Döring, Sophia Kühn, Jörg Kippmeyer, Daniel Pajonk, Gisela Schulte und der Vorsitzende des Herner Künstlerbundes Hassan Jelveh. 

Bei der Vernissage am 18.1.26 grinsten alle breit über den riesigen Andrang von neugierigen Besuchern, wovon ich auch einer war. Ich hörte den interessanten Ausführungen des Kunsthistorikers Dr. Bernd A. Gülker zu, sowie der fantastischen Violinistin Astrid Sophie Müller, die das Domizil mit kunstvoller klassischer Musik erfüllte.

Ein Dialog zwischen zwei Städten

Das Domizil ist ein Austauschort nicht nur für Kreative, sondern auch für Kreativbegeisterte, zur gegenseitigen Inspiration und Vernetzung. Die Ausstellung lud auch Interessierte aus anderen Städten ein.

Und wer denkt in Herne is nix… Doch ! Herne hat auch jede Menge unterschiedliche Kreativität zu bieten! Allein an den unterschiedlichen Kunstwerken ist es mit Sicherheit anders zu beurteilen. Das Miteinander zwischen Herne und Gelsenkirchen hat auch etwas Symbolträchtiges. Es überschreitet geografische Grenzen und zeigt gedankliche Offenheit, wo es keine Grenzen gibt.

Die 1. Vorsitzende vom Bund Gelsenkirchener Künstler Gordana Djukic erklärt die Ausstellung für eröffnet

Für mich als Ruhrpottologe, der auch 1. Vorsitzender der Kunstgemeinschaft Bottrop geworden ist, zeigt diese Ausstellung genau das, was die Region Ruhrgebiet ausmacht: Zusammenhalt statt Abschottung, Austausch statt Einzelkämpfertum und ein Gefühl von Aufbruch Menschen dazu zu bringen ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Etwas schlummert in dir und du bist interessiert dich anzuschließen, mitzumachen, grenzüberschreitend kreativ über den eigenen Tellerrand zu gucken zwischen den stillstehenden Fördergerüsten und Trinkhallen, dann schau dir die Kunst an und mach mit.

Das Ruhrgebiet ist im steten Wandel, wie auch die Kreativität der teilnehmenden Künstler. Wer sich dafür interessiert, sag ich nun in Dialekt: Geh ma rübba! Kunst kanntse nicht hier im Blog erleben, kanntse nur persönlich vor Ort mitte Nase anne Bilder klebend erleben. Dat is Revierkultur!

Und wenne noch Zeit hass, dann gehste nebenan auffe Bochumer, da kannste speisen von Döner über Tapas bis hin zu Omas Apfelkuchen. Glaubse nich? Überzeuchse dich bessa vor Ort!

Und danach wird der Austausch umgekehrt sein. Solche Projekte machen unsere Region aus. Keine Eitelkeiten, kein Konkurrenzdenken, sondern gelebte Nachbarschaft! Ein Grund mehr Ückendorf näher kennenzulernen. Übrigens ist ganz in der Nähe eine Halde zu entdecken. Zu Fuß oder mit dem Rad! Aber das ist ein anderer Blogbeitrag…

Die Ausstellung ist immer Samstags bis zum 21.2.26 zwischen 14 und 17 Uhr oder nach Vereinbarung mit dem Bund Gelsenkirchen Künstler. Aber hier im Blog habt ihr die Möglichkeit die Bilder wenigstens fotografisch zu entdecken auch nach der Ausstellung. Wer mehr von den einzelnen Künstler und Künstlerinnen wissen will, scrollt einfach weiter runter. Da sind auch alle Links zu ihnen.

Fazit

Ich fand die Herner Kunst inspirierend und so unterschiedlich in ihrer Form, dass ich Lust auf mehr bekommen habe auf mehr Herne. Nicht nur in der Kunst, sondern auch drumherum ist Herne einfach mehr als nur Herne. Nach Herne komm ich gerne. Ich kann es nur empfehlen!

Adresse:

Domizil

BGK – Bund Gelsenkirchener Künstler e.V.

Bergmannstr. 53

45886 Gelsenkirchen

Öffnungszeiten: Samstags 14-17 Uhr

Kontaktdaten

Johanniter Str. 13

45879 Gelsenkirchen

Mail: info@bundgelsenkirchenerkuenstler.de

www.bundgelsenkirchenerkuenstler.de

Mobil: 01773430514

Herner Künstlerbund ´90 e.V. :

Hassan Jelveh 

1. Vorsitzender

Unser-Fritz-Straße 22, 44649 Herne

Die ausstellenden Künstler und Künstlerinnen:

Hagen Apel

Es sind Fotos von Natur, die ein ihrer Echtheit banal erscheinen. Es sind Fotos in Nahaufnahme. Fotos, die Hagen Apel so bearbeitet, das die Wirklichkeit wie ein abstraktes gemaltes Kunstwerk aussieht. Ist die Natur so abstrakt? Sie kann es sein. Sie ist seine größte Inspirationsquelle und inspiriert jeden Betrachter, zieht einem in einen Bann von lyrischer Fotografie.

https://hagenapel.art

Hagen Apel im Herner Künstlerbund ’90 e.V.

Annett Breitfeld

In Tusche-, Kohle-, Acryl- und Ölmalerei sucht sie Verborgenes. Sie dreht die Seelen nach Außen. Sagt uns: Schaut drauf, was denkt, was fühlt die Person auf dem Bild im Hier und Jetzt.

https://annett-breitfeld.de

Annett Breitfeld im Herner Künstlerbund ’90 e.V.

Annika Döring

Acryl auf Leinwand und in Zukunft auch getöpferte Kunstwerke sind ihre Schwerpunkte. Hier lässt sie den Blick zum Horizont auf die Betrachter wirken. Es weckt nicht nur Sehnsucht zum Meer, sondern auch das Nachdenken über das Leben und die Kraft der Natur. Die Bilder laden ein zum Verweilen, Träumen und Genießen am Sandstrand, das Meer und das Rauschen der Wellen. Alles ist sichtbar. Im Hintergrund denkt das Gehirn sich den Rest und macht es erlebbar.

https://annika-döring.de

Annika Döring im Herner Künstlerbund ’90 e.V.

Hassan Jelveh

Auf mich wirken die kleinen Bilder übergroß in der Betrachtung. Es sind Farben der Seele. Die Pinselstriche hinterlassen in dem überwiegend roten Variationen – Kunstwerk, ein Gefühl von unterschiedlichen Stufen von Wut oder Wärme. In dem anderen mit grünen Pinselvariationen ist es die Unterschiedlichkeit von Hoffnung. Insgesamt sind es Kunstwerke, die nicht nur in die Seele blicken, sondern auch einen in die Seele fallen lassen kann. Ein Schwelgen in der Schönheit der Farbgestaltung geht natürlich auch.

Hassan Jelveh im Herner Künstlerbund ’90 e.V.

Sophia Kühn

Sophias Werke lassen einen träumen von Landschaften, wo Engel aufsteigen an der stürmischen Atlantikküste oder sie unterzieht eine dunkle Landschaft mit Phosphorfarbe durch eine UV-Lampe sichtbar eine Veränderung. Das Bild wird mit zweierlei Maß gemessen: Kommende Dunkelheit, wie ein Sonnenuntergang oder in Licht gehüllt von einem strahlenden Mond, der nicht zu sehen ist. Es lässt die Betrachter das Bild im wahrsten Sinne in einem anderen Licht sehen.

Atelier: https://sophiakuehn.de

Sophia Kühn im Herner Künstlerbund ’90 e.V.

Jörg Lippmeyer

Seine karikaturhaften  Kunstwerke nehmen die aktuelle politische Situation im Land und den USA aufs Korn. Mal bleibt einem das Lachen im Hals stecken, mal ist es einfach nur lustig. Eine Anregung ist sich die Bilder näher anzusehen. Unverkennbar ist er ein Schalke 04 –  Fan. Das ist nicht zu übersehen und fährt mit den Kunstwerken auch den Bundesligafahrstuhl mit. Katzen begleiten ihn in vielen Bildern. Katzen sind seine Lieblingstiere und sind nicht nur in der Karikatur zu finden. Sie sind für ihn die Königinnen der Haustiere und seiner Kunstwerke.

Jörg Lippmeyer im Herner Künstlerbund ’90 e.V.

Daniel Pajonk

Die Welt in Schwarz-Weiß zu zeigen kann auch eine Anregung sein. Das die Welt nicht immer Schwarz-Weiß ist kann aus den vielen Variationen von Pajonks Kunstwerken entdeckt werden. Sie regen zum Nachdenken, zum fantasieren und zum Entdecken an. Er sucht immer nach anderen Strukturen, die einen immer neugierig machen auf mehr von seinem Können.

Instagram: @art_by_daniel_pajonk

Daniel Pajonk im Herner Künstlerbund ’90 e.V.

Gisela Schulte

Farben und Linien, abstrakt gestrickt gepinselt lassen die Betrachter zurück, den eigenen Blickwinkel der Einfachheit zu erweitern. Das genaue Hinsehen, in die Tiefe gehen, kann das Bild einen Spiegel vorhalten von Anecken oder Linientreue. Weiche Ecken, die einem mitteilen, dass es auch komplett anders gehen kann, zeigen die Bilder, genauso, wie die Unendlichkeit von Linien, die nicht immer gerade sein müssen. Gisela Schultes Kunstwerke sind einfach anders und genau macht es das ganze spannend bei der Betrachtung.

Gisela Schulte im Herner Künstlerbund ’90 e.V.

Alle auf dem Bild ohne Hagen Apel, der etwas früher gehen musste.

Fotos alle (c) André Brune

Bosnische Märchen erzählt von Markus Kaupp-Herdick in Bottrop – Eine Benefizveranstaltung vom Verein Aktion Leben und Lernen in Bosnien

Es war einmal…in Bottrop, da hat sich vor über 10 Jahren ein Verein gegründet, der Hilfsfahrten nach Bosnien-Herzegowina organisierte. Nun begab es sich, dass bei einer Benefizveranstaltung am 26.1.26 im Stück.Gut, Kirchplatz 3 in Bottrop, bosnische Märchen erzählt wurden von Markus Kaupp-Herdick. Er forschte in alten übersetzten Büchern nach passenden Märchen aus diesem für uns eher unbekannten Land und brachte vier ins Ruhrgebiet mit. Schon das erste Märchen „Die zwei Groschen“ begeisterte das Publikum und machte Lust auf mehr.

Teaser:

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Hier könnt ihr es in voller Länge erleben::

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Die Tonqualität ist nicht das beste, weil ich es spontan aufgenommen habe. Die Nebengeräusche bitte ich zu entschuldigen.

Schon das erste Märchen „Die zwei Groschen“ begeisterte das Publikum und machte Lust auf mehr.

Das anschließende Märchen „Die Bärenprinzessin“ war ein ungewöhnliches Märchen. Die Mischung aus Fabel und einer Vorstellung eines Jenseits, dass jederzeit in einer Höhle zugänglich ist, wurde im Märchen auf ungewöhnliche Art und Weise vermischt.

 Im vierten Märchen wurden alle an die „Drei Nüsse von Aschenbrödel“ erinnert, das mit anderen Namen und einem etwas anderen Ende ebenso spannend, wie bewegend jeden Zuhörer packen konnte.

Vorsitzender des Vereins Aktion Leben und Lernen in Bosnien Semir Hasanspahic übergibt ein kleines Geschenk für den Märchenerzähler Markus Kaupp-Herdick. Im Hintergrund der zweite Vorsitzende Herbert Schröer, der den Kontakt hergestellt und die Idee zu diesem wunderbaren Abend verwirklichte.

Bosnische Märchen sind herrlich ironischer als so manches eher brutales Märchen von den Gebrüdern Grimm. Die Märchen waren für Alt und Jung eine schöne Abwechslung, um in eine alte Zeit einzutauchen in dieser schnelllebigen Zeit des Internets. Es machte am Ende Lust auf mehr Märchen erzählt zu bekommen statt sie selbst zu lesen.

Die gemütliche Räumlichkeit im Stück.Gut in Bottrop am Kirchplatz 3 waren mit einem bosnischen Teppich ausgelegt worden und machte die Märchen sehr nahbar

Seit vielen Jahren ist der Männerseelsorger und Gemeindereferent der Erzdiözese Freiburg Markus Kaupp-Herdick leidenschaftlich unterwegs im Land, um Kindern und Erwachsenen Märchen auf eine unnachahmlichen Art und Weise zu erzählen. Er erklärte sich bereit extra eine Veranstaltung zu machen, wo das eingesammelte Geld wiederum für Hilfsmittel und Unterstützungen für Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gesammelt wurde.

Ins Ruhrgebiet sind viele Bosnische Familien migriert in den 1990er Jahren während des Krieges in Bosnien – Herzegowina. Viele sind geblieben, haben sich integriert, haben Arbeit und  engagieren sich auch politisch.

Sie haben auch ihre Kultur mitgebracht. Einen Teil der Kultur haben wir in diesen schönen Märchen mitten im Ruhrgebiet erleben können. Eine Wertschätzung und Wiederholung der bosnischen Märchenerzählungen von Markus Kaupp-Herdinck ist definitiv erwünscht für diejenigen, die es verpasst haben sollten.

Ich war bei zwei Hilfsfahrten in den letzten beiden Jahren mitgefahren und unterstütze seitdem den Verein ein wenig.

Ein Märchen hab ich aufgenommen. Den Rest wollte ich selbst genießen. Im Herbst lade ich Markus für Ruhrgebiets-Märchen ein. Mal sehen, was er da erzählen wird!

Wer mehr wissen möchte zum Märchenerzähler Markus Kaupp-Herdick und den Verein aus Bottrop:

Markus Kaupp-Herdick Seelsorgeeinheit Batzenberg – Obere Möhlin

Männerseelsorge

***

https://aktion-bosnien.eu

Die Hilfsfahrten habe ich jeweils im Blog auch beschrieben und zwei Podcasts gemacht:

Aktion Leben und Lernen in Bosnien – Ruhrpottologe – André Brune

Alle Fotos (c) André Brune für den Verein Aktion Leben und Lernen in Bosnien e.V.

An der schönen blauen Emscher I Eine kunstvolle Hommage an den Fluss von Wilma Reidick in Bottrop

Als 1899 die Emschergenossenschaft entstand, war Wilma Reidick noch nicht geboren. Zur Zweinullenrundung tauchen ihre Kunstwerke noch einmal aus den gereinigten Fluten des alten Flusses im Infopoint in Bottrop auf und das zum richtigen Zeitpunkt. Denn dieses Jahr feiert die Lippegenossenschaft 100 Jahre und ein neuer Stadtteil in Bottrop Grenze Essen direkt am Fluss hat kürzlich den ersten Spatenstich bekommen: Freiheit Emscher. Wilma Reidicks Collagen mit dem Thema „An der schönen blauen Emscher“, die vor knapp 25 Jahren noch visionär war, ist heute Wirklichkeit. Sie stellt den Lauf der Emscher auf unterschiedliche Weise an verschiedenen wichtigen Punkten von der Quelle bis zur Mündung dar. Sie noch einmal in einer Ausstellung sehen zu können ist zu einem richtigen Zeitpunkt geschehen. Sie zu neu zu entdecken lohnt sich im Blickwinkel des Betrachters!

Selfie in der Collage von Wilma Reidick

Wilma Reidick setzte sich aus ihrer persönlichen Lebenserfahrung mit dem kleinen stinkigen Fluss Emscher von der Quelle bis zur Mündung in den Rhein collagenartig auseinander. Damals war der Fluss noch der Fluss, der sich nicht durch die Landschaft windete, sondern in einer Betonröhre brackig in Richtung Rhein floß. Wer dort reingefallen war, hatte kaum Chancen zu überleben. Fische waren dort nicht zu finden, bis auf den Braunen Kackstreif. Der ist jedoch ungenießbar gewesen und starb auch evolutionär innerhalb kürzester Zeit aus, weil die Sauerstoffzufuhr auf Null ging durch das Einleiten von Industrieabfälle neben den extremen Exkrementen menschlicher Notdurft.

Wilma Reidick erzählt von ihren Emschererfahrungen

Anfang der 1990er Jahren kam die Überlegung, dass das so nicht weitergehen kann. Der ökologische Umbau begann und er sollte dreißig Jahre dauern. Ich bekam damals einiges indirekt mit durch meine Ausbildung bei der Ruhrkohle AG als Ver- und Entsorger, und weil ich politisch aktiv war, als die Beschlüsse dazu gemacht wurden.

Es wurden die „Fauleier“ hier und da an die Emscher gebaut. Nein, sie wurden nicht von Storchen gelegt. Moderne bessere Kläranlagen sollten die Emscher wieder zu dem Fluß machen, was er mal war. Zumindest grob, denn der alte Emscherbruch mit Überschwemmungen wäre jetzt nicht so gut gewesen.

Damals vor dem Bau der Betonröhre Emscher jedoch war es positiv erstmal für die stark wachsende Bevölkerung. Zu jeder Überschwemmung gab es übertragbare Krankheiten, wie Cholera, Rur oder Thyphus. An den Stellen vom Emscherbruch wurde dann natürlich reichlich Straßen und Häuser, sowie Gewerbegebiete gebaut. Rien ne va plus, wie der Franzose sagt. Nichts geht mehr.

Doch dann begann die Renaturierung und der komplette Umbau der Emscherzuflüsse mit riesigen Regenrückhaltebecken, und der Umbau der Kläranlagen, die zu den modernsten der Welt gehören. Und dann kam eine Künstlerin mit einem besonderen Blick auf die Emscher, die ihre Kindheit und das Erwachsenleben mit dem Fluss selbst erlebt hat und dann war da noch ihr Ehemann Ingenieur, dem nichts ists zu schwör, der dann auch noch bei der Emschergenossenschaft direkt involviert war in dem Umbau der Emscher.

Wenn das nicht alles zusammen ein Emscherpool war voller Ideen zu den Kunstwerken, die dann entstanden, dann weiß ich auch nicht. Sie schaut auf die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Flusses. Sie zeigt farbenfroh die Emscher zwischen Landwirtschaft, Industrie und Bebauungen auf den Collagen, sowie eine Vision einer blauen Emscher, die so damals noch nicht war. Das Skelett eines Fisches, der damals noch nicht den Hauch einer Überlebenschance hatte, der Bau der Fauleier im Bottroper Stadtteil Welheim mit technischen Zeichnungen und die Mündung bei Dinslaken sind nur einige Beispiele ihrer Collagen.

Heute ist es so: Es stinkt nicht mehr. Klopapier findet sich nicht mehr auf der Wasseroberfläche, was vor einigen Jahren noch zu entdecken war. Fische tummeln sich dort fast wie in alten Zeiten. Algen wachsen, und Enten sowie Schwäne schwimmen in dem Gewässer. Ich selbst konnte es kaum glauben.

Das ich dies selbst noch erleben kann, aus der Generation, die die Nase rümpfte, wenn man auf der B224 oder B226 an der Brücke im Stau stand, ist ein besonderes Erlebnis. So wie auch die Kunstwerke von Wilma Reidick, die bis zum Sommer 2026 im Infopoint der Stadt Bottrop in der Hansastraße gesehen werden können.

Es ist toll diese Kunstwerke von Wilma Reidick nochmal sehen zu können, die damals schon im Landtag von Nordrhein-Westfalen (2012), in der Burg Vondern und kurz vor der Mündung in Dinslaken ausgestellt war. Es ist die künstlerische Art für den Startschuss für den weiteren Umbau ihrer Heimatstadt Bottrop mit dem neuen „Stadtteil“ Freiheit Emscher. Industriebrachflächen werden dort zum Teil Gewerbepark und zum Teil Wohnfläche. Darüber schreibe ich ein anderes Mal, denn das ist ein weiteres neues Kapitel zum Thema Emscher.

Historisch müsste man das Ruhrgebiet eigentlich Emschergebiet nennen, weil hier die ganze Mischpoke von Abwässern aus unseren Hintern von nördlich und südlich des Abwasserflusses und der Industrie abgeseilt bzw. abgelassen wurde.

Ob es Absicht war, die meisten Bilder beim Abgang zur Toilette zu hängen? Manche finden es vielleicht als Affront gegenüber der Künstlerin. Nun der Ausstellungsraum ist etwas begrenzt. Und wer dann mal das Bedürfnis einer Darmentleerung ausgerechnet im Infopoint verspürt, der kommt an den alten Nasenrümpferfluss im eigenen „Abgang“ ohne einen Blick auf die Bilder nicht vorbei. Und das ist gut so, denn dort schwimmen nicht mehr die braunen Klümpchen und das Toilettenpapier herum. Jetzt gibt es den Schwanentanz von Tschajkowksi dort auf der Emscher!

Die Ausstellung ist sehr zu empfehlen! Dort im Infopoint kann auch ein Blick auf Termine von Comedy bis Theater in der Stadt geworfen werden. Auch Souvenir-Artikel finden sich hier: Von Kirchhellener Gin bis zum T-Shirt. Es gibt sehr schöne Postkarten für den guten Zweck und auch Honig von einem örtlichen Imker.

Bürgermeister der Stadt Bottrop Thomas Göddertz

Die Ausstellungseröffnung am 14.1.2026 wohnte ich für ein paar interessante Stunden beim Gastgebernetzwerk Bottrop bei. Das zeigt, das Kunst, Kultur, Industrie und Tourismus zusammen verbunden sind, was der frisch gewählte Bürgermeister Thomas Göddertz in seiner Ansprache den ca. fünfzig Anwesenden verklickerte. Kunst und Kultur ist ein Impulsgeber für den Besuch einer Stadt und hob damit auch den Infopoint als Ort der Begegnung für Gäste, sowie Einheimische und auch Kulturschaffenden hervor. Ich kann das nur bestätigen. Es bereichert jede Stadt im Ruhrgebiet. Denn Tourismus braucht jede Stadt. Es bringt jeder Stadt nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch ein bisken Geld inne Stadtkasse.

Die Besucher des Gastgebernetzwerks hörten interessiert zu im Infopoint

Also einfach mal reinschneien im Winter, aber auch darüber hinaus vorbeikommen. Der kunstvolle Blick auf die schöne blaue Emscher geht noch bis zum Sommer, dann kommt wieder was anderes. Es lohnt sich!

Adresse:

Infopoint Bottrop

Hansastraße 15 – 46236 Bottrop

Mi & Sa 10-14 Uhr

Do 10-17

Fr 10-16

Di & So geschlossen

***

Atelier der Künstlerin

Wilma Reidick

Parkstraße 4

46236 Bottrop

www.wilmareidick.com

Alle Fotos im Beitrag von (c) André Brune

Da die Beleuchtung das Glas spiegelt und ich nicht alle hier fotografisch abgebildet habe, kann ich nur empfehlen: Geht selbst hin, um alles richtig zu sehen!