Ein WAZ – Beitrag hat mich verärgert als ich las, dass der örtliche Buchhändler Dirk Niewöhner mit seiner Buchhandlung Kottmann in Gelsenkirchen nicht den Zuschlag erhielt die örtliche Stadtbücherei zu bestücken.
Rechtlich richtig ist es leider. Deswegen ist die Entscheidung für die Stadt Gelsenkirchen einfach gewesen.
Rechtlich ist es natürlich schwierig da einen Unterschied zu machen, denn ab einem bestimmten Beitrag muss die Stadt die Ausschreibung für wirtschaftliche Aufträge für den Ort in ganz Deutschland machen oder sogar in ganz Europa. Das sind Richtlinien, die natürlich auch den angespannten Haushalt der Stadt Gelsenkirchen etwas entspannen sollen. Doch dies ist nicht nur dort der Fall, sondern überall, wo Städte eine schiefe Haushaltslage bekommen haben.
Aber ist es sinnvoll?
Nein. Denn mit jedem Cent, der eingespart wird, um bei diesem Beispiel nun in einer Buchhandlung in München die Bücher zu bestellen für die Stadtbücherei, weil diese in der Punktevergabe entweder günstiger war oder in einem Losverfahren zum Glück den Zuschlag erhalten hat, sägt sich die Stadt langfristig natürlich den eigenen Ast ab.
Denn der Gelsenkirchener Dirk Niewöhner hat Angestellte, er zahlt nicht unwesentliche Steuern an die Stadt, die diese wiederum für die örtlichen Schulen und kaputten Straßen investieren… sollten.
Aber wenn jetzt die Vergabe von einem Betrag von über 188000 € nicht an eine ortsansässige Gelsenkirchener Buchhandlung geht, die sich mit 16 anderen aus ganz Deutschland beworben hat nicht bekommt, dann geht die Gewerbesteuer eben nach München. Die Stadt freut sich mit den Steuereinnahmen einen weiteren U-Bahnschacht bauen zu können.
Rechtlich im Rahmen ist es ja, aber der eigenen Stadt spart man kein Geld damit, sondern zahlt doch am Ende drauf. So hätte die Buchhandlung in Gelsenkirchen eine Unterstützung seitens der Wirtschaftsförderung bekommen, wenn sie sich nicht am rechtlichen Rahmen gehalten hätte, sondern der eigenen städtischen Wirtschaft zugewendet hätte. Aber geht das nach den gesetzlichen Vorgaben, die eigentlich die eigene Wirtschaft schaden können ?
Der Buchhandel allgemein hat einen schweren Weg zur Zeit zu gehen. Durch Aufkäufe kleinerer Buchhandlungen und Zentralisierung von einigen Großbuchhandlungsketten, wie Thalia oder Hugendubel, sowie der Internethandel durch den Riesen Amazon, ist der Druck auf die Kleinen Einzelunternehmer trotz Buchpreisbindung immens geworden.
Viele bleiben auf der Strecke. Viele arbeiten nur noch der Liebhaberei wegen den Büchern und den Menschen in den Orten, die als Stammkunden immer kommen, um zu schmöckern und sich vom Service überzeugt beraten lassen.
Fazit
Die kleinen Buchhandlungen, die noch ihren vernünftigen Beratungsservice haben, und nicht nur gewinnbringend abkassieren für ihr Aktienunternehmen, sowie auch schlechte bis gar keine Beratung mehr haben, sollten Unterstützung bekommen. Gerade von der eigenen städtischen Wirtschaftsförderung.
Sonst wundert man sich wieder über einen erneuten Leerstand in der Stadt. Mit so einem Auftrag kann sich eine kleine Buchhandlung das Jahr über Wasser bis zum Weihnachtsgeschäft halten.
Ich war selber Buchhändler. Ich weiß, wovon ich rede
Viele kleine geben auf wegen der Kosten von hohen Mieten, Nebenkosten und Abgaben. Vollzeitkräfte können meist nicht mehr gehalten werden.
Große Unternehmen bekommen durch die wirtschaftliche Lage der Kleinen mehr von diesem großen Kuchen ab und können dadurch problemlos überleben. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in großen Unternehmen bekommen auch nicht wesentlich mehr als Mindestlohn. Das ist in meinen Augen unfairer Wettbewerb.
In den Ausschreibungsrichtlinien sollte stehen, daß örtliche Firmen immer bevorzugt werden sollten, wenn die Ausschreibung auch vernünftig abgegeben wurden. Der Papierkram, der einen eben nur stundenlang erschlägt mit der Hoffnung mal etwas einfacher Geld zu bekommen, ist schon immens genug.
So werden in den Ruhrgebietsstädten noch leerere das Bild der Fußgängerzonen prägen. Und Schulbücher werden dann bei Amazon und Co bestellt, weil es niemanden mehr vor Ort gibt.
Allein das traurige Bild der neueren Geschichte des Buchhandels ist mittlerweile ein Gesellschaftsproblem.
Wenn ich Bücher kaufe, dann gehe ich zu meinem örtlichen Buchhändler in Bochum. Oder wenn ich in einer Stadt an einer vorbei komme, wo ich etwas spannendes finde, dann kaufe ich es dort ein.
Es wird zwar noch gelesen, aber trotzdem sind schnelle Bilder, Videos und Fake News auch ein Knackpunkt der kleinen Buchhandlungen, die als Nische sich aufrecht erhalten müssen.
Ich wünsche der Gelsenkirchener Buchhandlung Kottmann noch ein langes Überleben und viel Kundschaft, damit sie ohne diesen Zuschlag trotzdem der Stadt erhalten bleiben wird.
Gefunden habe ich die Holzfigur im Malakoffturm von Prosper 2. Dort betreut ehrenamtlich die Knappengarde einmal pro Woche oder nach Anfrage ein kleines bergmännsiches Museum.
Die hölzerne Barbara steht im Eingangsbereich. Ich habe sie mehrmals übereinander beschichtet in einem heller werdenden Lichtton, was suggerieren soll, dass sie aus dem Schwarz der Grube hervorkommt, wie ein Bergmann aus dem Dunkel einer Grube. Deswegen auch der Name ‚Grubenbarbara‘
Unter dem Motto „Vorlesen spricht Deine Sprache“ habe ich im Youtube-Kanal meine persönliche digitale Live-Lesung auf Ruhrdeutsch gemacht mit einem Märchen vom Ruhrpottpoeten Michael Göbel aus seinem ersten Band: Der Riese und dat Schneiderken…
Ein Wink von mir mit diesem kleinen ironischen Gedicht für den Erhalt von Spinnennetzen in Hauseingängen im Oktober und November, damit sie die Evolution schützen und die letzten lästigen umherschwierenden Stechmücken verspeist.
Die von mir gefilmte und porträtierte Kreuzspinne hat fleißig Winterfutter gesammelt. Ich nenne sie Hallowinchen.
Dieses Jahr bin ich wegen dem Stress der letzten Wochen nicht in irgendeiner Mission in einem Horrorhaus unterwegs.
Die Spinne am Haus schreckt bei uns die verkleideten Blagen ab. Dann kann ich mir mein Süßes und Saures zum Glück selber futtern. Die Spinne hat hoffentlich die letzten Mücken gefuttert, die mich letztens noch genervt haben im Wohnzimmer.
Die geplätteten Sticher werden in ein ironisches Kunstwerk eingearbeitet werden. Das kann ich euch versichern.
Am 4.10. startet in der Popup-Galerie, Hansastraße 17 in Bottrop, meine interaktive Kunstprojektaktion von Fußportätaufnahmen. Füße sind im dunklen Schuh eingepackt in Socken oft eine unterschätzte und tabuisiertes Körperteil, aber sie begleiten uns das ganze Leben und sind wichtig für unseren aufrechten Gang durchs Leben.
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Füße können viele Geschichten erzählen. Diese Geschichten des urbanen Lebens innerhalb der Stadtgrenzen möchte ich mit Porträtaufnahmen von Füßen zeigen und damit jede Bottroperin und jeden Bottrop herzlich einladen mitzumachen und über sich selbst zu staunen.
Die Titelgebung wird die Körperanalystin Monika Sundermann machen. Einige Angaben können auch zusätzlich gemacht werden, sind aber freiwillig. In Bottrop hat dieses Foto-Projekt Premiere und wird auch in anderen Städten durchgeführt werden, genauso wie mein Foto-Projekt „Flaschengefühle“.
Die Ausstellung wird mit spannenden interessanten Vorträgen zum Thema Fußgesundheit abgerundet. Zehenanalyse, Neuroorthopädie, Barfusslaufen und Pflege sind die Themen, die Kunst auf andere Art und Weise auch näher bringen kann.
Die Fotokunst-Aktion zeigt das menschliche Individuen gemeinschaftlich verbunden ist mit der Vielfalt des Lebens im Laufe der Zeit, allein mit den täglichen Schritten innerhalb der Stadtgrenzen. Alle, ob hier geboren oder zugezogen, von Jung bis Alt, haben ihre Fußabdrücke hier hinterlassen, aber bekommen kaum Aufmerksamkeit.
Ich möchte den viel gebrauchten, aber vernachlässigten Füßen, die in dunklen Schuhen ihr Dasein fristen, einen symbolischen Wert im Rahmen einer Ausstellung bieten. Zu den Öffnungszeiten der Popup-Galerie kann sich jeder porträtieren lassen und entscheiden, ob das gemachte Foto in der Ausstellung hängen darf mit eigens ausgewählten Angaben: Name, Beruf, Alter, Hobby, Sport oder einer Körperanalyse durch die Körperanalystin Monika Sundermann.
Die Ausstellung wird dann offiziell mit einer Vernissage am 16.10. eröffnet werden. Beteiligte und Interessierte sind ab 18.30 Uhr eingeladen über das Wunderwerk Fuß zu diskutieren und sich auszutauschen.
Füße werden täglich gebraucht, aber wenig beachtet, obwohl sie ein Wunderwerk der menschlichen Mechanik sind und den aufrechten Gang möglich machen. Ein Fuß besitzt 26 Knochen, 33 Gelenke, 107 Sehnen und Bänder, 19 Muskeln und 200000 Nervenenden.
Mit dem Porträt von Füßen möchte ich, selbst seit 19 Jahren unterwegs als Fußpfleger, die Füße in den Vordergrund stellen und von einem Tabu befreien. Fehlstellungen, Aussehen oder Probleme prägen das Leben im Alter und können auch gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen, die im Rahmen der Ausstellung durch verschiedene Vorträge erklärt werden. Damit möchte ich einen Synergieeffekt zwischen Kunst und den täglichen Lebensbedingungen schaffen.
Die Fotoausstellung, die in den zwei Wochen vor der Vernissage entsteht, wird auch einige Videoprojekte zeigen. Eigene Fotos können für einen kleinen Unkostenbeitrag von 30 € ohne Rahmung während oder nach der Ausstellung mitgenommen werden. Davon gehen 5 € als Spende an den Wunschzauberer für einen guten Zweck.
Es finden interessante Vorträge zum Thema Fußgesundheit statt während der Ausstellung:
8.10. – 17.30 Uhr Barefoot Movement Coach Alexander Tok :Gesundes Barfusslaufen
30.10. – 17.30 Uhr Fußpfleger André Brune Richtige Pflege – Finissage ab 18.30 Uhr
Danach ist das Projekt nicht zu Ende. Es wird weitergehen, innerhalb und auch über die Stadtgrenzen hinaus.
Als 1. Vorsitzender der Kunstgemeinschaft Bottrop 1969 e.V. starte ich damit eine Ausstellungsreihe bekannter Mitglieder und Mitgliederinnen von der Kunstgemeinschaft Bottrop. Es werden noch viele Projekte bis Ende Februar zu sehen sein. Im Blog werde ich darüber auch berichten und animieren auch von außerhalb nach Bottrop zu kommen. Wer möchte, kann ja dann eine kleine Gästeführung bekommen. Ich würde mich über Besucher und Besucherinnen freuen!
Die Öfnnungszeiten sind jede Woche im Oktober Dienstags und Donnerstag von 15.30 Uhr – 18.30 Uhr und Samstags 10-15 Uhr.
Der Eintritt ist frei.
Individuelle Fototermine außerhalb der Öffnungszeiten der Galerie oder bei weiteren Fragen:
Im Bürgerbüro der Bezirksverwaltung Kirchhellen stelle ich vom 29.8.25 bis 28.2.2026 frische Fotos unter dem Titel „Kirchhellener Motive“ aus mit einem Spendenanteil für den guten Zweck.
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Aus meinen Fotoreihen Flaschengefühle, Regenscheibe, Schattenwand und den neuen mit KI illustrierte Fotos zeige ich 16 verschiedene Situationen und örtliche Sehenswürdigkeiten. Auch die neue Fotoreihe „Vintage“ habe ich hier erstmalig hängen. Nur einige Fotos sind durch die sozialen Medien bekannt geworden. Hier im Blog sind sie auch erstmalig veröffentlicht. So kann eine Bandbreite meiner fotografischen Kunst erlebt werden, die ich fast täglich erweitere mit weiteren Ideen und Synergieeffekten.
Der Hausmeister Andreas hat geholfen aufzuhängen. Vielen Dank!
Alle Motive habe ich in Kirchhellen zufällig gefunden oder gezielt gesucht. Wenn ich in Kirchhellen ausstelle, wollte ich das auch mit Motiven aus dem Bottroper Norden und nicht das tausendste Bild vom Tetraeder oder die Halde mit dem Prosper Haniel Fördergerüst mit Sonnenuntergang oder im Nebel.
Persönliche Beziehung
In Kirchhellen wurde auch über Jahrzehnte Steinkohle gefördert. Zu sehen ist die Bergbaugeschichte an zwei Fördergerüsten, die es bald nicht mehr geben wird. Eines davon steht in Grafenwald und das andere einen Kilometer entfernt von der Dorfmitte: Prosper V. Dort habe ich auch ein paar Monate gearbeitet als Ver- und Entsorger. Meine Schwester hatte in Grafenwald ein Haus, bevor sie starb vor 10 Jahren. So habe ich eine gewisse engere Beziehung zu diesem Teil meiner Geburtsstadt.
Ich freue mich hier ausstellen zu dürfen. Ein Kunstherz für Kirchhellen!
Bergbaugeschichte
Das Kirchhellener Umland weist viele Bergschäden auf als Zeugnis der Bergbaugeschichte mit einem einzigen Unterschied: es gibt keine typischen Zechensiedlungen. Die Fördergerüste kamen sehr spät nach Kirchhellen; zu einem Zeitpunkt als die Bergleute anfingen von geschlossenen alten zu neu eröffneten Zechen zu pendeln, die immer weiter und immer tiefer in den Norden abgeteuft wurden.
Durch meine persönliche Zeit in Kirchhellen hat das Dorf immer ein Platz in meinem Herzen. Es ist mir also eine Ehre dort ausstellen zu dürfen im Rahmen als Mitglied der Kunstgemeinschaft Bottrop 1969 e.V. und seit März 2025 1. Vorsitzender. Jedes Mitglied darf dort für maximal sechs Monate in Kirchhellen oder im Rathaus der Stadt Bottrop im jeweiligen Bürgerbüro seine Kunst ausstellen.
Feste im Dorf
Kirchhellen ist der nördliche Teil von Bottrop. Das größte Dorf in Deutschland feiert andere Feste als die sonst in Deutschland bekannt sind: Brezelfest und die Bauernolympiade. Beide haben eine gewisse Form von Andersfotografie ihren Platz an der Bürgerbürowand gefunden.
Gut leben
Mittlerweile über 23000 Einwohner verzeichnet das Einwohnermeldeamt im Bezirk. Viele Neubauten sind auf das von Ackerbau geprägte Kirchhellen gesetzt worden. Das Dorf lebt und boomt im Gegensatz zu anderen Stadtteilen anderer Städte im Ruhrgebiet. Hier lässt es sich gut leben auf dem Land mit viel Grün und auch vielen Freizeitangeboten, die über das Radfahren hinaus gehen: Movie Park, Schloss Beck, die Bauernhöfe Schmücker Hof, Umberg, Bauer Sagel und Miermann, die mit ihren heimischen Obst, Gemüse und Fleischangeboten in ihren Bauernläden, dem Kuhkuscheln, Spargel- und Grillfesten auch Besucher und Besucherinnen aus dem Umland einladen.
Motiv Kirchhellen
Kirchhellen wird unterschätzt für die Motivauswahl. Es ist ein modernes Dorf mit Neubauten geworden, aber es hat viele kleine Dinge, die entdeckt werden können. Je nach Lichteinfall mit dem richtigen Auge können Motive gefunden werden. Wenn die Motive gewollt noch mit speziellen Foto-Apps oder mit KI verändert werden, bekommen BetrachterInnen einen eigenen anderen Blick auf ihr Dorf und auch Interesse das Dorf mit ihren Facetten eben anders zu erkunden.
Das war das Ziel meiner Auswahl, die ich kurz nach der Bekanntgabe, dass ich dort aufhängen kann, zusammen gestellt habe. Hier ist die Galerie zwar digital zu sehen, aber wie sagt mein Freund und Künstler Ralf Opiol: „Zur Kunst musst du gehen!“
Ja, es lässt das Motiv anders auf sich wirken, wenn es im Raum zu betrachten geht.
Zu besichtigen ist die Ausstellung immer zu den Öffnungszeiten vom Bezirksverwaltungsamt Kirchhellen im Erdgeschoss links im Bürgerbüro:
Anschrift
BVSt Kirchhellen Kirchhellener Ring 84-86 46244 Bottrop
Anschrift und Öffnungszeiten sind der Internetseite www.bottrop.de entnommen.
Dankesworte
Es gab keine Vernissage und wird auch keine Finissage geben, da eine kleine Party zu den Öffnungszeiten nicht möglich ist. Aber die Presse war nach der Hängung eingeladen für einen kleinen netten Beitrag. Ich bedanke mich beim Bezirksamtsleiter Magnus Thesing, der das möglich macht für die Kunstgemeinschaft Bottrop, und dass er mir sozusagen diesmal den roten Teppich ausrollte.
Limitierung für den guten Zweck
Mit der Ausstellung möchte ich auch was für Kirchhellen tun. Meist gebe ich einen Teil der Erlöse meiner Fotos an soziale Projekte ab. Diesmal bekommt 10 € pro verkauftem im weißen Rahmen das Waldpädagogische Zentrum, das in der Straße Ruhehorst 14, liegt und viel für die naturnahe pädagogische Erziehung macht. Kindergärten und Schulen einlädt Bäume zu pflanzen auf dem Grundstück, die nach fünf Jahren auf einem ausgewiesenen ehemaligen Ackergelände einen Wald aufforsten.
Waldpädagogisches Zentrum
Der Verein macht in meinen Augen viele wichtige Projekte. Ich lernte Ulrich Trockle, dem Vorsitzenden des Vereins bei den Bottroper Gastgebernetzwerk kennen und wollte den Verein in seinem Tun auch podcasten. Der Podcast erscheint in Kürze mit dem Video zur Begehung über das Gelände, wo sich neben Kräutergarten, Baumarten, auch Wildschweine, Ziegen, Mufflons und Hühner, sowie Honigbienen tummeln. Kinder und Jugendlichen sollen Spaß haben und für die Naturerhaltung sensibilisiert werden.
Die Bilder in dieser Größe und Ausgabe sind limitiert auf 10 Stück!
Hier sind sie nun in der Übersicht mit den entsprechenden Preisen, ihrem Namen und das Tun hinter den Kulissen. Alle Fotos sind Copyright André Brune, auch die KI-generierten Bilder, die aus meinen Fotomotiven von mir so bei ChatGPT kreiert wurden.
FOTOGALERIE
„Kirchregen I“ - Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ -Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 11.03.2024 - (c) André Brune
„Schachtregen 10“ - Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm - Preis: 190 € - Jahr : 11.03.2024 - (c) André Brune
„Brückenregen I“
- Aus der Fotoreihe „Regenscheibe“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm - Preis: 190 € -
Jahr : 22.04.2024 - (c) André Brune
„Bauernolympiadenhandy“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm - Preis: 190 € -
Jahr : 07.06.2025 - (c) André Brune
„Flaschenolympiade“ -
Aus der Fotoreihe „Flaschengefühle“ gegen die Vermüllung der Stadt -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm - Preis: 190 € -
Jahr : 07.06.2025 - (c) André Brune
„Lekka Fisch aufm Kirchheller Markt“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 24.07.2025
- (c) André Brune
„Vintagesonnenblumenhummel“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 24.07.2025
- (c) André Brune
„Verlorene Gardine“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Im Namen Gottes I“
- Aus der Fotoreihe „Schattenwand“
- Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Im Namen Gottes II“ -
Aus der Fotoreihe „Schattenwand“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune
Jahr : 29.07.2025
„Im Namen Gottes III“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print - 45 x 60 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune
Jahr : 29.07.2025
„Gestörte Harmonie“ -
Fotografie mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm – Preis : 190 € -
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Brezelfest“ -
Fotografie -
mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
60 x 45 cm – Preis : 190 € - (c) André Brune
Jahr : 29.07.2025
„Brezelbruder in Kirchhellen“ -
Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ -
Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
30 x 40 cm – Preis : 150 € - (c) André Brune
Jahr : 29.07.2025
„Schloss Beck in Kirchhellen“ -
Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ - Fine Art Print -
Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß -
30 x 30 cm – Preis : 90 statt 150 € auf der Kunstmesse
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
„Fachwerk erhalts
in Kirchhellen“ -
Aus der Fotoreihe „Bottroper Motive“ -
Mit KI illustrierte Fotografie - mit Rahmen weiß - Fine Art Print -
45 x 60 cm– Preis : 190 € -
Jahr : 29.07.2025 - (c) André Brune
Bochum in Trümmern kann man sich heute kaum noch vorstellen. Höchstens, wenn man in die Ukraine oder nach Gaza schaut. Doch die Innenstadt ist durch alliierte Luftangriffe zwischen 1942 und dem schlimmsten am 4.11.1944 zu 90% zerstört worden. Inmitten dieser entstandenen Ruinen spielt die Krimi-Trilogie Trümmerland, Totenwinter und Kopfgeld, der gebürtigen Bochumerin Sabine Hofmann mit allen „Gewürzen“ der damaligen Zeit.
Einige wichtige Punkte des ersten Romans Trümmerland fahre ich mit Sabine ab. Sie liest auch aus ihrem Roman vor und erzählt, wie sie darauf gekommen ist, was ihr Anliegen ist und wieso sie ihre Geburtsstadt genommen hat, um die spannende, aber auch grausamen Nachkriegsgeschichten zu erzählen, die wir beide selbst nicht erlebt haben.
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Ich war selbst lange Zeit Buchhändler gewesen. Ich fand die vom mittlerweile leider verstorbenen britischen Autor Phillip Kerr Krimiromane, die in den Nachkriegszeitjahren spielten, spannend. In Berlin versucht Bernhard Gunther zwischen den alten noch vorhandenen Nazibonzen Mordfälle aufzuklären und verstrickt sich immer mehr in den Sumpf der alten Kameraden.
Jetzt traute sich die deutsche Autorin Sabine Hofmann, ihre Krimis nicht in Berlin, sondern in Bochum, mitten im Ruhrgebiet, spielen zu lassen. Auf über 1100 Seiten quetscht sie die von vielen verklärte Zeit in schwarze Buchstaben, die sich schnell lesen lassen. Und was liegt näher, als die eigene Heimatstadt zu nehmen und dort zu recherchieren? Und ganz ehrlich: Das Ruhrgebiet ist spannender als Berlin!
An einem Punkt der Rundreise hat Sabine mich mit ins Bildarchiv der Stadt Bochum entführt. Mit dem Paternoster, einem Relikt aus alten Zeiten und in Deutschland eine Rarität, wollten wir im Rathaus nach oben zum Bildarchiv fahren, aber der ist nur zu den Öffnungszeiten pausenlos unterwegs. Da noch im Rathaus saniert wird, war das Bildarchiv umgezogen und wir irrten durch die zweite Etage. Wir haben alle Gänge durchsucht und dachten, dass das Zimmer zuletzt in der Toilette wäre, weil da die Nummer 257 auftauchte. Aber dann kam eine Tür zum Treppenhaus und direkt links war es dann endlich und konnten Markus Lutter begrüßen, der extra wegen uns etwas länger blieb am Freitag.
Rechts: Markus Lutter in seinem Revier, dem Bildarchiv der Stadt Bochum mit Sabine Hofmann
Das von uns besuchte Bildarchiv der Stadt Bochum, betreut vom Verwaltungsfachangestellten Markus Lutter, der die Stadt wie seine Westentasche kennt, konnte Sabine bei ihren Recherchen sehr gut unterstützen Markus Lutter hat ein unglaubliches Wissen und betreut nicht nur seit vielen Jahren das Bildarchiv mit sage und schreibe rund 400.000 Fotos aus den Jahrzehnten seit den Anfängen der Fotografie, sondern digitalisiert sie auch. Wer die Fotos in digitaler Form sehen möchte, kann sie bei Flickr finden. (Link unten)
Ich habe Markus Lutter gefragt, ob er zu einem Podcast zu einem bestimmten Thema bereit wäre. Und so werde ich dieses Jahr natürlich nochmal auf ihn zukommen, um über einen Umweltskandal der 1970er Jahre zu sprechen, der Bochum und die ganze Bundesrepublik erschüttert hat.
Das Ruhrgebiet ist in der Literaturlandschaft zwar schon mit Frank Goosen und seinen Romanen sowie diversen tollen Krimiautoren nicht mehr wegzudenken, aber hier ist Sabine Hofmann einen erfrischenden neuen Weg der historischen Krimis gegangen. Sie sind eigentlich so aktuell wie nie, durch die aktuelle politische Stimmung im Land und die kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine oder in Israel/Gaza.
Sabine Hofmann fragt: „Was macht es aus den Menschen, wenn sie vor dem Nichts stehen oder sich wieder neu sammeln, neu starten oder was ihnen in einem ‚früheren‘ Leben widerfahren ist? Gehen sie drüber hinweg? Beginnen sie an einem anderen Ort mit einem anderen Partner, wenn der vorherige im Krieg gestorben ist? Können sie das überhaupt?“
Die Romane lassen im Rahmen der Stadt Bochum die Welt in Trümmern vor Augen führen – mit all dem Leid. Die drückende Atmosphäre, die damals herrschte, die Unsicherheit, wohin die Reise geht, Hunger und Mangel sowie das Schweigen über die Taten, die kurz vorher noch tagtäglich durchgeführt wurden, wie das Töten von Zwangsarbeitern, werden uns innerhalb der Krimihandlungen gezeigt.
Ohne mahnende Worte mit erhobenem Zeigefinger, in einem einfachen, lesbaren Stil, führt Sabine Hofmann den Lesern vor Augen, was damals war und wie jeder einzelne auf seine Art und Weise damit umging. Mir gefällt die Authentizität der Romane. Ich fühlte mich in die Zeit hineinversetzt. Das kann durch die Fotos aus dem Bildarchiv gut nachvollzogen werden.
Besonders gefiel mir, dass die Nebenfiguren zwischendurch im Ruhrdeutsch-Dialekt sprachen.
Im dritten Teil „Kopfgeld“, setzte Sabine bewusst bei der Hauptfigur Max die Sprache ein, um die Zerrissenheit der Heimatgefühle und Distanz zur Stadt Bochum darzustellen, denn seiner Familie ist hier Schreckliches widerfahren. Er hatte furchtbare Erfahrungen mit Freunde und Nachbarn gemacht. Dieses Mit- und Gegeneinander aus Distanz, Vertrautheit und Abkehr drückt sich im Sprachenwechsel aus nachdem er mit seiner Schwester zurück aus England in die alte Heimat Bochum kommt.
Durch die gewählte Form der Kriminalliteratur fließt ein roter Faden der Zeit und der Hauptcharaktere durch die drei Romane. In Sabine Hofmanns Krimis lässt sich alles finden: vom Start des Wiederaufbaus, dem Leben in Ruinen, der Suche nach Essen, wärmender Kleidung, dem verbotenen Schwarzhandel, dem Hungerwinter 46/47, bis hin zu den wirklich durchgeführten Mordbefehlen der Bochumer Gestapo im Stadtpark sowie der Judenverfolgung und der Rückkehr in eine zerstörte Heimatstadt.
Sabine Hofmann ist Lehrerin, studierte Germanistik und Romanistik. Sie lebte lange in Frankfurt, bevor sie entschied ihrem Mann ins hessische Erbach in den Odenwald zu folgen und dort Spanisch und Deutsch zu lehren.
Mit ihrer spanischen Freundin Rosa Ribas zusammen schrieb sie eine Krimihandlung, wo die Sprachwissenschaft auch eine große Rolle spielt und helfen kann einen Mordfall aufzuklären. So fingen sie an zu überlegen, ob es in Bochum oder in Spanien spielen sollte. Zuerst wurden dann drei Krimis, die im Barcelona der 1950er Jahre spielten, geschrieben. Sie bauen in den Krimis die dunkle Ära des faschistischen spanischen Führers Franco auf, wo die Presse gleichgeschaltet wurde und jede Person, die gegen das Regime wetterte, ins Gefängnis wandern konnte. Erschienen sind sie im Rowohlt Verlag.
1. Teil der Trilogie
2. Teil der Trilogie
3. Teil der Trilogie
(Screenshots meiner E-Books)
Während Rosa ihre Eltern noch zu der Atmosphäre der 1950er Jahre ausfragen konnte und auch erzählt wurde, hatte es Sabine schwieriger. Früher wurde sehr wenig über die Zeit erzählt. Das Überleben hatte Vorrang. Heute leben die Personen nicht mehr, die etwas erzählen konnten, wenn sie es gewollt hätten. Über die Zeit der Nationalsozialisten wurde meist geschwiegen. Es gab viele Mitläufer und genau diesen Charakterzug lässt sie in den Oberinspektor, so wurden die Hauptkommissare nach britischen Vorbild während der Besetzung genannt, einfließen. Er war Mitläufer. Hatte immer seinen Job bei der Polizei getan, egal welche Regierung er durchgemacht hatte in seiner Dienstzeit.
Der erste Roman „Trümmerland“ spielt 1946 in einem zerbombten Bochum. Der Wohnraum ist knapp. Flüchtlinge aus dem Osten, die vor der Roten Armee der Sowjetunion, der Russen, flohen, suchten eine Unterbringungsmöglichkeit.
Teil 1 der Trilogie (Screenshot)
Edith Marheinecke ist eine Hauptfigur aller drei Romane. Du gutbürgerlich erzogene Edith floh vor den Russen und verlor ihre Heimat. In Bochum suchte sie nach einem neuen Leben. Bei Martha mit ihrer Tochter Hanna bekam sie eine Wohnmöglichkeit zugewiesen. Marthas Ehemann hatte noch kein Lebenszeichen mitgeteilt. Die Wohnung von Martha war in einer Mietskaserne auf der Hofsteder Str. 74, die heute noch in modernisierter Fassung steht.
Mietskaserne Hofsteder Str. 74 (ca. 1920er Jahre) Mit großem Dank von Sabine Hofmann bekommen für den Blog!)
In der Mietskaserne Hofsteder Straße 74 gab es früher die Toilette in den Zwischenetagen, Kohleofen, kein Badezimmer, kein Wasser in der Wohnung. Herd in der Wohnküche, nicht beheizte Zimmer, spartanische Einrichtung. So hatte Sabine noch die Erinnerung an die Wohnung der Tante, wenn sie sie besuchten. Deswegen kam dieses Haus als erstes Motiv im ersten Teil vor.
Allerdings musste Sabine beim Besuch der Tante keine Brennnesselsuppe mehr essen, was 1946 eher eine tägliche Mahlzeit war, weil es kaum etwas zu essen gab. Die Lebensmittelmärkte, die wir heute kennen mit vollen Regalen, gab es nicht. Auch der Tante Emma – Laden nebenan hatte nichts zu verkaufen. Die Infrastruktur war zerstört. Handelswege unterbrochen. Die Alliierten bestimmten, wie es weitergeht. Der Schwarzmarkt blühte, obwohl er verboten war. Man konnte gegen Zigaretten zum Beispiel Butter eintauschen. Zigaretten waren das Zahlungsmittel in der damaligen Zeit, nicht die Reichsmark. Es gab keine Regierung mehr, keine Nationalbank. Die Menschen musste irgendwie sich selbst helfen, um zu überleben.
Die Zeche Präsident war die nächste Station, wenn sie noch gestanden hätte. Hier spielt der Mantel eines Ermordeten am Anfang des Krimis eine wichtige Rolle. In ihm fanden die Frauen Butterscheine, die für ihr eigenes Überleben, wie der Gewinn einer Lotterie war.
Gelände der Zeche Präsident in Bochum (Foto von der Pressestelle/Bildarchiv der Stadt Bochum)
Die Zeche Präsident war eine wichtige und einer der größten Bergwerke von Bochum nah der Innenstadt. Jedoch wurde das Gelände so zerbombt, dass entschieden wurde, dort keine Steinkohle mehr abzubauen. Für die nahe Jahrhunderthalle entfiel die Möglichkeit nah abgebaute Kohle zu bekommen.
Neben Martha ist der Oberinspektor Dietrichs einer der wichtigsten Hauptpersonen, der ebenfalls in allen drei Romanen vorkommt. Er machte schweigend seine Polizeiarbeit, verlor seine Ehefrau beim Bombenangriff und lehnte sich nicht gegen das Regime auf, machte aber auch nicht bei Erschießungskommandos mit, die zum Beispiel in den Osten gingen.
Podcasten vor dem Polizeipräsidium Bochum
Nach dem Bildarchiv fuhren wir noch zur Uhlandstraße, wo das Polizeipräsidium der Stadt Bochum ist und Dietrichs seine Arbeit in den Romanen tat. Hier las Sabine wieder aus ihrem Roman vor und stellte den bulligen, aber schweigsamen Dietrichs vor, der hier in den Nachkriegsromanen seinen Dienst tat. Unweit von der Uhlandstraße begaben wir uns zu einer Stelle eines Massengrabs, dass sich auf der linken Seite vom Eingang zum Stadtparks befindet.
Kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs, als die Amerikaner schon im Anmarsch waren, hat die Gestapo in der Villa auf der Bergstraße 74 alle Insassen ermordet und an dieser Stelle vergraben. Die wirklichen Täter kamen mit keinen oder wenigen Jahren Gefängnis davon.
Die kleine Stahltafel weist darauf hin, das NIE WIEDER FASCHISMUS zwar schön ist, aber zur jetzigen Zeit sich zu wiederholen droht. Für mich ist die Tafel ein zu kleiner Hinweis auf die Schandtat dieser Faschisten, denn es waren schließlich nicht nur diese 20 Ermordeten. Die Bochumer Gestapo hat im Laufe der Jahre genug andere Verbrechen getan, die nicht nachgewiesen wurden.
Vor dem Hintergrund des Hungerwinters 1946/47 spielt der zweite Roman „Todeswinter“. Edith Marheinecke kommt bei einem zwielichtigen Rechtsanwalt unter. Als ein ehemaliger KZ-Häftling ermordet wird und ihr Arbeitgeber verwickelt zu sein schein, beginnt Edith selbst die Aufklärung in die Hand zu nehmen ohne zu ahnen, was sie herausfindet.
Teil 2 der Trilogie
Im Krimi „Kopfgeld“ geht Edith Marheinecke als Journalistin mit ihrer Kamera zur Geldausgabestelle am Tag der Einführung der neuen Währung, um darüber zu berichten. Edith machte einige Bilder als Konrad Garthner plötzlich tot unter einer Straßenbahn liegt. Können die Bilder den Fall aufklären oder ist Edith wegen der Fotos selbst in Gefahr? Hier fließt der wichtige Punkt der Shoah hinein. Inspiration war die Stolperstehle, die in Bochum an die Deportation von unzähligen Juden und Jüdinnen nach Auschwitz vom Nordbahnhof erinnert. Die Trilogie ist im Aufbau Verlag erschienen.
Teil 3 der Trilogie
Für mich als Ruhrpottologe ist es einfach wichtig auch die dunklen Seiten des heute so hoch gehobenen WIR SIND DER RUHRPOTT – ZUSAMMEN SIND WIR STARK etc. politisch meist wieder heute einen Keil in die Gesellschaft treibt, genauso wie im Fußball zwischen den Dortmunder Borussen und Schalke 04. Damals wurde wirklich umgebracht. Lebten die Menschen in Angst und Schrecken, denunzierten und kollaborierten die Nachbarn, Freunde und Verwandten aus Überzeugung oder aus anderen niederen Gründen. Hier ist eben auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen. Und es ist auch nie der Fall dass es mal so aalglatt geht, wie wir es gerne hätten.
Sabine Hofmann jedenfalls hat genau die Seite in ihren Romanen geöffnet, wie sie selbst als geborene Ruhrpottfrau ist. Offen sein und sagen oder schreiben, was man denkt mit dem rechten Fleck auf der Brust.
Foto Screenshot von der Internetseite www.sabinehofmann.net
Schon allein deswegen lohnt sich das Lesen aller Romane!
Sabine Hofmann beweist ihre Vielseitigkeit als Autorin auch in einem Sachbuch – ihrer Dissertation Die Konstruktion kolonialer Wirklichkeit aus dem Campus Verlag.
Wer meint, dass Sabine jetzt durch ihre Publikationen reich geworden ist, wird eines besseren im Podcast belehrt. Für die Taschenbuchveröffentlichung bei den namhaften Verlagen Rowohlt und Aufbau verdient sie pro Buch gerade mal 1 €. Das gilt für jeden Autoren, der mit Schreiben Geld verdienen will. Reich wird ein Autor oder Autorin nur wenn es ein Bestseller wird und wochenlang durch die Medien auf die entsprechenden Spiegel-Bestsellerliste puscht. Also muss die andere Literatur, die gut ist und nicht auf der berühmten Liste erscheint, irgendwie gefördert werden. Und damit auch die Person, die schreibt. Also für mich sind alle drei Romane Bestseller. Für euch müssen sie es noch werden. Hofmanns Krimis lohnen sich definitiv!
Ich betone: Ich bekomme für diese Infos keinen Cent. Gut ich hab ein Essen ausgegeben bekommen und ein Buch mit Widmung geschenkt bekommen. Aber sonst nichts. Es ist eine persönliche Buchempfehlung und es war ein tolles Gespräch mit einer tollen Frau gewesen in meinem Podcast! Und wir sehen uns nächstes Jahr definitiv wieder. Ich will doch wissen, wo die Leichen in Essen rumschwimmen aus ihrem nächsten Roman, wenn da auch hauptsächlich eingebrochen werden soll. Literatur muss genauso wie Kunst gefördert werden!
Am Ende waren wir noch zusammen nicht Eis essen, sondern einen Rote Beete-Salat im Café Konkret im Bochumer Bermuda-Dreieck. Lecker!
In Wattenscheid gibt es eine zwischen zwei altersunterschiedlichen Häusern eine eingeklemmte Bude, der Kiosk Ugur.
Das Foto im Regen war eine spontane Entscheidung, die Straßenbahn in Richtung Bochum mit der Samsung S26 Smartphone Kamera einzufangen.
Wie lange das Kiosk auf der Hochstraße 36 ist, habe ich nicht gefragt. Der Inhaber war sehr desinteressiert an meinem Foto, dass ich ihm zeigte. Winkte ab mit einer lapidaren Zustimmung, dass ich es veröffentlichen kann. Auch meine Visitenkarte lehnte er ab. Vielleicht hatte er Nachricht vom Finanzamt bekommen. Das schlägt auch aufs Gemüt…
Da er an eine Konversation zum Blog und warum ich das mache nicht bewogen fühlte, sondern eher sein Frühstück naschen wollte, hab ich mir wenigstens noch eine gemischte Tüte gegönnt und bin gegangen.
Es war nicht Unfreundlichkeit, die mich dazu bewegten keinen großen Beitrag zu dieser Bude zu machen, die ich schon mehrmals in verschiedenen Situationen fotografiert habe, sondern eher das Desinteresse. Den Kiosk gibt es schon lange. Und er schneidet laut Rezensionen in Google mit 5 Sternen gut ab.
Er ist gut sortiert. Hat auch Spielzeug für Kinder. Man kann Pakete für DPD abgeben. Trotzdem habe ich auf ein gemeinsames Selfie verzichtet oder ein Interview. Ich habe gemerkt, dass er das nicht wollte. Zufällig habe ich vorher nur sein Winken von der anderen Seite wahrgenommen, als ich das erste Mal den Kiosk im Regen fotografiert habe, wollte ich den gelben Regenschirm mit auf dem Foto haben. Dann rauschte die Straßenbahn heran.
Ein Foto für die Reihe ‚Regenscheibe‘
Das Fotomotiv ist jedes Mal gut geworden. Auch einmal durch meine Autoscheibe. So jetzt auch der Einfang der Bogestra – Straßenbahn 306, die vorbeizischt.
Bewußt habe ich die Straße im Regen im Bild fotografiert. Die Besonderheit der unterschiedlichen Häuser aus verschiedenen Jahrzehnten, die vor und nach den beiden Weltkriegen neben dem Kiosk entstanden sind machen diesen Nischenkiosk zu etwas, das früher normal war.
In jede kleine Baulücke bauten man nach dem zweiten Weltkrieg so eine kleine Trinkhalle rein, wenn es passte. Man findet im Ruhrgebiet an vielen Stellen noch diese kleinen engen Buden.
Der Regen am heutigen Mittwoch, dem 23.7. und die Straßenbahn der Bogestra, die dort vorbei zischt machen das Motiv zu einer natürlich lebendig wirkenden Streetphotography, wie es international gesagt wird.
Budenbahn (c) André Brune
Aufgenommen mit meinem Samsung S25 Ultra.
Irgendwann bin ich da mal wieder. Und kauf mir wieder eine Gemischte Tüte. Vielleicht hat er dann ja mal mehr Lust mit mir zu reden.
Das Foto ist auf jeden Fall gelungen, wie ich finde. Es ist auch ungeschminkt und unbearbeitet von mir hier hochgeladen worden.
Entdeckt habe ich den Tagpfauenauge beim Blütensaugen an einem Sommerflieder auf dem Gewerbegebiet Mark 51°7 in Bochum, dem ehemaligen Opelwerksgelände 1 im Bochumer Stadtteil Laer.
Im Hintergrund sind unscharf die groben Steine zu sehen, die vorbereitet werden für das nächste Gebäude.
33% des Gewerbegebiets sind grüne Freiflächen und sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein Pluspunkt auch für den Klimaschutz und Mikroklima im Stadtteil.
Vorher waren es ca. 1% und eine abgezäunte Fläche, zugänglich für Niemanden.
Recherchen für eine Gästeführung und Motivfindung vor Ort machen spontan so ein Foto möglich.
Wusstest Du, dass du hier vor nicht ganz so langer Zeit unter Palmen hättest sitzen und die Kokosmilch aussüppeln hättest können am Strand von Bottrop statt Mallorca?
Sand ist ein Wirtschaftsfaktor der Stadt Bottrop früher, wie auch heute noch. Und wie kommt er überhaupt hierhin? Darüber spreche ich in einer Führung am 1.6. von 14-15 Uhr während des Gangs durch die Räumlichkeiten des Ur- und Ortsgeschichtlichen Teils des Museums, dass weltweit ein ganz besonderes Exponat enthält, das in Sand aus den hiesigen Sandgruben beherbergt, damit die Knochen sich nicht auflösen.
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Formsand prägte bis in die 1960er Jahre auch den Süden der Stadt. Davon ist heute so gut wie nichts mehr zu sehen außer die Villa Dickmann und der Park, der aus der nachbarschaftlichen Sandgrube entstand.
Josef Albers erste Zeichnungen waren die Formsandgruben vom Süden der Stadt.
Noch heute gibt es Firmen, die im Bottroper Norden mit nicht mehr so vielen Mitarbeitern, wie früher, gute Umsätze machen und den Sand weltweit vermarkten, wie zum Beispiel nach Dubai.
Warum das so ist, kläre ich auch gern in einem der nächsten Podcastfolgen Ruhrgebiet erklärt.
Formsand ist natürlich nicht unbedingt der Sand, der für Straßenbau und Häuserbau, also für den Zweck von Mörtelmischungen genutzt wurde, sondern eher für das Herstellen von Metallformen. Denn der eher feuchte Sand war nicht gut für den Hausbau geeignet und Straßen wurden eher mit Kies und Schotter belegt. Doch nicht ganz war das früher so. Das erzähle ich während wir durch die Räume des Ur- und Ortsgeschichtlichen Teils des Museumszentrum Quadrat gehen.
Wann?
Zwischen 14 – 15 Uhr
Was kostet sie?
3 € pro Persoen. An der Kasse des Museumszentrum Quadrat zu bezahlen.
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