Das Bergwerk Lippe hat zwei Städte verbunden: Herten und Gelsenkirchen. Die Zeche Westerholt war weit über 100 Jahre ein Schwergewicht von Zeche und prägte den Gelsenkirchener Norden mit der Kokerei Hassel und den Stadtteil Westerholt und machte auch Herten dadurch zu einer Stadt durch den Zuzug von Bergleuten. Wir erzählen die bewegende Geschichte und die Zukunft des alten Zechengeländes, das transformiert zu Neue Zeche Westerholt in unserem Podcast:
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Mehr InformationenGerade der Blick auf das Gelände der ehemaligen Zeche Westerholt kann das Ruhrgebiet wunderbar erklären. Sie liegt genau auf der Grenze von Herten und Gelsenkirchen. Sie ist ein Ort der gemeinsamen Geschichte von Aufstieg zur Stadt unter Arbeit und der Modernisierung der Abbautechnik, wie auch den Niedergang und Neustart. Sie erzählt mit ihren denkmalgeschützten Mauern und Fördergerüsten die Geschichte vom Start in eine neue Zukunft, wie sie nun heute auch neu und von beiden Städten gemeinsam geschrieben wird mitten im Revier.
Die Alte und die Neue Zeche Westerholt wird mit Jack Tengo gemeinsam in Folge 38 und der siebten und vorerst letzten Folge über Herten mit Humor das spannende Strukturwandelprojekt im nördlichen Ruhrgebiet erklärt.
Eine Zeche zwischen zwei Städten
Die Zeche Westerholt war eine Besonderheit. Während viele Bergwerke klar einer Stadt zugeordnet werden konnten, verlief hier die Stadtgrenze mitten durch das Zechengelände. Schacht 1 stand sogar direkt auf der Grenze zwischen Herten-Westerholt und Gelsenkirchen-Hassel. Über mehr als 100 Jahre wurde hier Steinkohle gefördert, bevor 2008 endgültig Schicht im Schacht war. Damit endete zugleich die aktive Bergbaugeschichte in Gelsenkirchen Die letzte Lore kam exakt am 19. Dezember heraus und teilte neben Herten nun auch Gelsenkirchen: Der Start für was neues beginnt.
Doch der Start aus dem riesigen Gelände etwas neues zu gestalten dauerte lange. Erst 2026, also erst 18 Jahre später wurden von der Bundesregierung und vom Land Nordrhein-Westfalen 56 Mio Euro locker gemacht worden, um endlich den Identifikationspunkt und das Lebenszentrum für tausende Familien eine neue zukünftige positive Perspektive für sie zu schaffen. Der Umbau zu NEUE ZECHE WESTERHOLT mit Gewerbe, mit verbindenden Straßen für Westerholt und Hassel. Ein offenes Gewerbegebiet mit Firmen, Event, Kunst und Bühne, Hotel und Nachhaltigkeit, Aussichtsturm und Restaurants. In einigen Jahren wird man hier ein neues Gelände sehen, das mit den alten denkmalgeschützten Gemäuern eingebunden wurde.
Noch heute finden sich in den angrenzenden Stadtteilen auf Gelsenkirchener, wie auch der Hertener Seite, viele typische Arbeitersiedlungshäuser aus der Zeit des großen Starts des Kohleabbaus vor Ort. Hier gründeten sich auch Vereine, hier siedelten Gastarbeiter sich an, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angeworben wurde und auch ihren muslimischen Glauben mitbrachten.
Westerholt und Hassel – Mehr als nur Zechenstandorte
Wie im Podcast vorher schon erzählt und auch gezeigt kann nur wenige Minuten von der Zeche entfernt durch den alten historischen Dorfkern mit seinen engen Gassen in Westerholt gelaufen werden. Neben der Zeche sind in beiden Stadtteilen viele schöne typische Zechenhaussiedlungen erhalten, die es lohnt zu entdecken. Hier bestimmte die Kohle den Lauf des Alltags.
Hier zwischen den Stadtteilen entsteht zwischen Industriekultur und Naturflächen eine neues Zukunftsprojekt. Das ist das Ruhrgebiet im Kleinformat.
Vom Förderkorb zum Zukunftsquartier
Wo früher abgeteuft, die Erde nach oben gebracht wurde, ist heute Schluss. Irgendwann ist das nun mal zu Ende und dann steht die Frage im Raum für jeden: Was wird aus dem Gelände? Und was mit den Menschen, die dort gearbeitet haben?
Die historischen Gebäude sollen erhalten bleiben. Was den Bergmann beim Rein- und Rauskommen vonne Schicht geprägt hat, bleibt erhalten. Doch hier entsteht neues Arbeiten und Wohnen mit nachhaltigen Energieprojekten. Es wird ein spannendes interkommunales Strukturwandelprojekt im Ruhrgebiet.
Die Zeche, der ehemalige Malocherort von Herten und Gelsenkirchen, bleibt eine Verbindung beider Städte und schafft Raum auf den ehemaligen Fließband und Transportschienen, Holzlagerplätzen, Lagerhallen und Werkstätten. Hier entstehen neue Begegnungsorte und Wohnquartiere. Herten und Gelsenkirchen wachsen enger zusammen. Denn früher war die Zeche durch einen Zaun und einer Mauer nicht zu begehen. Es war ein abgeriegelter Ort. Er wird offen für alle Anwohner und Anwohnerinnen sein und Besucher und Besucherinnen zu einem neuen Viertel bringen, das den Strukturwandel im Ruhrgebiet auf besondere Art und Weise zeigen wird.
Erinnerungen an die Kumpelzeit
Viele Menschen verbinden mit Westerholt nicht unbedingt das schmucke alte Fachwerkdörfchen, sondern eher persönliche Geschichten von Schichtwechseln, Kohlenstaub auf der Arbeitskleidung, dem Leben in den Zechensiedlungen nach und vor der Schicht und dem Zusammenhalt unter Tage.
Noch heute gehören die erhaltenen Fördergerüste zu den markantesten Wahrzeichen im nördlichen Ruhrgebiet und sind auch in der Ferne von jedem Haldehöhepunkt aus zu erkennen. Sie erinnern daran, wie sehr die Region durch den Bergbau geprägt wurde und warum Industriekultur weit mehr ist als alte Gebäude, nämlich ein Heimatgefühl für unsere Region.
Darum geht es in Folge 38
In unserer neuen Podcastfolge sprechen wir über:
die Entstehung der Zeche Westerholt
die besondere Lage zwischen Herten und Gelsenkirchen
die Bedeutung für die Menschen vor Ort
das Ende des Bergbaus im Jahr 2008
die Zukunft der „Neuen Zeche Westerholt“
Eine Folge über Grenzen, die keine Grenzen sind, über Wandel und darüber, wie das Ruhrgebiet seine Geschichte bewahrt, ohne stehenzubleiben.
Glück auf und viel Spaß beim Hören von „Ruhrgebiet erklärt“ Folge 38!
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