Herten: Adelige ehemalige Bergbaustadt I Ruhrgebiet erklärt Folge 32 Teil 2 I +Videopodcast I +Podcast

Was im ersten Teil noch nicht besprochen wurde, holen wir im gesplitteten Teil 2 nach: Schloss Herten, Kunstweg durch die Stadt, Statue des Heiligen Antonius, der eine Besonderheit hat. Wir gehen ein wenig durch die Bergbaugeschichte, denn Herten war Europas größte Bergbaustadt für eine kurze Zeit im 20. Jahrhundert.

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Und wer von euch weiß, dass die Wurstverpackungen, wo Herta draufsteht im Kühlregal im Supermarkt aus Herten stammt und eine lange Geschichte hat? Herten hat einen großen Fußballer, einen sehr witzigen Cartoonisten hervorgebracht: Christian Timm und Michael Holtschulte. Am Ende entscheiden wir, wer der Gewinner ist von dem kleinen Fotowettbewerb, den wir gemacht haben.

Die Glückwünsche gehen nach Dortmund an Martin Ed Kürpick!

Alle, die mitgemacht haben, sende ich hier ein kurzes Dankeschön, doch die Fotos werden in einem Extrabeitrag gewürdigt und zwar alle!


Weiterführende Links

Offizieller Überblick über Hertens wichtigste Sehenswürdigkeiten

Mit Infos zu Schloss Herten, Halde Hoheward, Zeche Ewald und dem Alten Dorf Westerholt.

https://www.herten.de/sehenswuerdigkeiten⁠

Schlosspark Herten

Der Schlosspark ist ganzjährig frei zugänglich und beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Radfahrern. Auf der Seite gibt es auch Hinweise zu den Hauptzugängen.

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark⁠

Halde Hoheward auf der Route Industriekultur

Hintergrund zur Haldenlandschaft, zur Entwicklung des Areals und zur Bedeutung von Hoheward als Landmarke im Ruhrgebiet.

https://www.route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-hoheward/

Besucherzentrum Hoheward

Zentrale Anlaufstelle für Öffnungszeiten, Führungen, Tourangebote und Besuche rund um die Halde Hoheward.

https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Zeche Ewald als Zukunftsstandort

Infos zur ehemaligen Zechenanlage, zur Lohn- und Lichthalle mit Besucherzentrum und zur Ausstellung über neue Horizonte auf Hoheward.

https://www.route-industriekultur.ruhr/ankerpunkte/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/⁠

Freizeit und Ausflugstipps in Herten

Offizielle Übersichtsseite der Stadt zu Freizeitorten, Naherholung und Ausflugszielen in Herten.

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit⁠

Allgemeine Seite der Stadt Herten

https://herten.de

Veranstaltungen in Herten

Hier findest du aktuelle Termine und Hinweise zu Kultur- und Stadtveranstaltungen, darunter auch Formate rund um Schloss und Stadtleben.

https://www.herten.de/stadtleben/kultur/veranstaltungen

Auf Spurensuche in Herten

Die Web-App der Stadt informiert über NS-Herrschaft, jüdische Schicksale, Zwangsarbeit und weitere Erinnerungsorte in Herten.

https://www.spuren-in-herten.de

Zeche Ewald / Zukunftsstandort
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/

Landschaftspark Hoheward
https://www.hoheward.rvr.ruhr/

Besucherzentrum Hoheward
https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Halde Hoheward
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/halde-hoheward/

Schlosspark Herten
https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark

Schlosspark Herten als Leuchtturmprojekt
https://www.eglv.de/emscher-lippe/stadt-und-regionalentwicklung/gemeinsam-emscher-lippe/faszination-transformation/leuchtturmprojekte/herten-schlosspark/

Herta, die Wurst, die aus Herten kommt:

www.herta.de

Autor Rolf Sonderkamp seine Reiseführer über z.B. die Hohe Mark wird leider nicht mehr aufgelegt beim Klartext Verlag

Grimme-Preisträger: Andreas Christoph Schmidt – Wikipedia

Schmidt seine Internetseite: www.schmidt-paetzel.de

Fernsehrichterin von RTL Kirsten Erl

Kirsten Erl – Wikipedia

Gedenkseite für Kirsten Erl

Cartoonist Michael Holtschulte – Tot aber lustig

Michael Holtschulte – Wikipedia

www.totaberlustig.de

Instagram: @totaberlustig.de

Kunst im öffentlichen Raum von Herten:

Liste von Kunstwerken im öffentlichen Raum in Herten – Wikipedia

 

Filmtipp: Johnny Kühlkissen (z.T. gedreht im Schlosspark Herten)

Ein Tick anders – Wikipedia

Kinofilm „Johnny Kühlkissen“: Letzte Klappe ist gefallen

Diverse Youtube-Filmtipps:

Herten hat wieder einen Bahnhof:

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Herten: Sehenswerter Strukturwandel zum Anfassen I Ruhrgebiet erklärt Folge 31 Teil 1 I +Videopodcast I +Podcast

Herten hat mehr alse im Stau auf der A2 mit der Halde Hoheward und den Fördergerüsten von Zeche Ewald sehen kanns. Herten hat mehr: Zwei Schlösser, war größte Bergbaustadt Europas. Heute arbeitet sie daran größter Standort für Wasserstoff zu werden. Jack und ich erzählen in Teil 1 über Herten über den Strukturwandel, die Geschichte, Stadtteilen, Sehenswürdigkeiten und von Fake-Pizzen:

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Von der Montanlandschaft hin zu bleibender Geschichte und neuen Strukturperspektiven

Herten hat auf knapp 38 Quadratkilometer die nördliche Ruhrgebietsgeschichte in einem Mikrokosmos verpackt: Ein Fachwerkdorf mit Adel bis heute im Stadtteil Westerholt im historischen Vest, dem wir einen eigenen Podcast widmen bis hin zu den Zechenkulissen oder auch Kunst, die uns im öffentlichen Raum in der Hertener Fußgängerzone trifft, sowie das Haldenpanorama im Landschaftspark Hoheward mit dem Horizontalobservatorium.

Schloss, Zeche, Halde und Strukturwandel

Herten hat mit Copacabackum auch ein großes Freizeitzentrum für die ganze Familie. Die ehemaligen Zechengeländen sind auf einer alten Zechenbahn mit einem asphaltierten Fuß- und Radweg zu erkunden. Es gibt viel Wald- und Ackerflächen, einen großen frei zugänglichen Schlosspark, und einen anderen Schloßpark auf denen Golf gespielt werden kann. Die Halde Hoheward hat ein Besucherzentrum und zählt zu den markantesten Orten der Route Industriekultur. Von 152 Meter Höhe lässt sich beweisen, dass das Ruhrgebiet trotz stark bebauter Fläche weitgehend GRÜN ist. Herten ist ein Teil davon, trotz der großen ehemaligen Bergwerksgeländen, die alle eine neue Funktion bekommen haben.

Wir sprechen über Zahlen, Daten und die 9 Stadtteile, wie z.B. Disteln, Paschenberg und Langenbochum und wissen am Ende mehr über Herten als über unsere eigene Stadt und das ist spannend.

Das in den 1990er Jahren entstandene Glashaus ist der markante Kulturort mitten in der City von Herten, wo es eine gute Durchmischung von alter und neuer Architektur gibt, weil die Stadt im zweiten Weltkrieg nicht so stark gelitten hat, als andere.

Herten kann an einem Tag erkundet werden, aber Herten kann mehr. Hier wird Strukturwandel greifbar. Hier ist Industriegeschichte, Wohnen und Natur eng beieinander mitten im Revier auf wenigen Quadratkilometer im Kreis Recklinghausen zu finden.

Neugierig geworden?

Dann hör in unsere neue Podcastfolge Nummer 31 Teil 1 über Herten rein – für alle, die das Ruhrgebiet nicht nur sehen, sondern verstehen wollen.

Wer unsere Vorpremiere hören möchte und uns für die Arbeit einen Kaffee ausgeben möchte oder auch als Produzent oder Sponsor unterstützen möchte, kann dies seit der Folge 30 in Patreon tun. Dort ist jede Folge immer ab Dienstag 8 Uhr vor der Veröffentlichung im Internetradio Sonntags ab 15 Uhr bei Hitradio Ruhr zu hören und zwei Wochen vor der offiziellen Veröffentlichung bei Youtube in der Collab bei @Jack Tengo oder meinen eigenen @RuhrpottologeTV.

Teil 2 von Herten ist schon auf Hitradio erschienen und aktuell schon abrufbar auf Patreon, wo auch Westerholt schon zu hören ist:

https://patreon.com/ruhrpottologe

Unsere Rechercheübersicht für den Podcast

Herten im Ruhrgebiet – Die wichtigsten Links

Rechercheübersicht für Blog & Podcast „Ruhrgebiet erklärt“

Offizielle Seiten & Grundlagen

Perfekt für:

  • Einstieg in die Stadt
  • Faktencheck (Einwohner, Struktur, Geschichte)

Sehenswürdigkeiten & zentrale Orte

Historisches Herten

Industriekultur & Bergbau

Themen:

  • Bergbaugeschichte
  • Strukturwandel
  • Nachnutzung von Zechen

Strukturwandel & Landschaft

Themen:

  • Industrienatur
  • Wandel vom Bergbau zur Freizeitlandschaft
  • Symbolik des Ruhrgebiets

 Regionale Kontexte & Vertiefung

Kultur & aktuelles Stadtleben

Gut für:

  • Gegenwartsbezug im Podcast
  • „Wie lebt Herten heute?“
Weiterführende Links

Offizieller Überblick über Hertens wichtigste Sehenswürdigkeiten

Allgemeine Seite der Stadt Herten

https://herten.de 

Aktuelles und Nachrichten aus Herten | Lokale News

https://aktuell.meinestadt.de/herten

Mit Infos zu Schloss Herten, Halde Hoheward, Zeche Ewald und dem Alten Dorf Westerholt.

https://www.herten.de/sehenswuerdigkeiten⁠

Schlosspark Herten

Der Schlosspark ist ganzjährig frei zugänglich und beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Radfahrern. Auf der Seite gibt es auch Hinweise zu den Hauptzugängen.

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark⁠

Halde Hoheward auf der Route Industriekultur

Hintergrund zur Haldenlandschaft, zur Entwicklung des Areals und zur Bedeutung von Hoheward als Landmarke im Ruhrgebiet.

https://www.route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-hoheward/

Besucherzentrum Hoheward

Zentrale Anlaufstelle für Öffnungszeiten, Führungen, Tourangebote und Besuche rund um die Halde Hoheward.

https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Zeche Ewald als Zukunftsstandort

Infos zur ehemaligen Zechenanlage, zur Lohn- und Lichthalle mit Besucherzentrum und zur Ausstellung über neue Horizonte auf Hoheward.

https://www.route-industriekultur.ruhr/ankerpunkte/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/⁠

Freizeit und Ausflugstipps in Herten

Offizielle Übersichtsseite der Stadt zu Freizeitorten, Naherholung und Ausflugszielen in Herten.

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit⁠

Veranstaltungen in Herten

Hier findest du aktuelle Termine und Hinweise zu Kultur- und Stadtveranstaltungen, darunter auch Formate rund um Schloss und Stadtleben.

https://www.herten.de/stadtleben/kultur/veranstaltungen

Auf Spurensuche in Herten

Die Web-App der Stadt informiert über NS-Herrschaft, jüdische Schicksale, Zwangsarbeit und weitere Erinnerungsorte in Herten.

Link: https://www.spuren-in-herten.de

Zeche Ewald / Zukunftsstandort
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/

Landschaftspark Hoheward
https://www.hoheward.rvr.ruhr/

Besucherzentrum Hoheward
https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Halde Hoheward
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/halde-hoheward/

Schlosspark Herten
https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark

Schlosspark Herten als Leuchtturmprojekt
https://www.eglv.de/emscher-lippe/stadt-und-regionalentwicklung/gemeinsam-emscher-lippe/faszination-transformation/leuchtturmprojekte/herten-schlosspark/

Ryko
https://www.instagram.com/ryko.wav/

https://der-ryko.de/

Von Bottrop nache Fußgängerzone Herten – Spontaner Roadtrip durch dat Ruhrgebiet I +Videopodcast I +Podcast #137

Es war ein spontaner Ausflug nach Herten. Das hat mich bewegt zu einem spontanen Roadtrip-Podcast in der Reihe „Ruhrpottologe unterwegs im Ruhrgebiet“. Mit einem neugierigen ersten Blick frage ich: Was kann in Herten entdeckt werden? Mehr als gedacht und nicht nur deswegen ist Herten für mich definitiv nicht nur ein Besuch wert:

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Text auf Ruhrdeutsch zum Hören:

Herten hat wat

Die Stadt war ein Dorf mit einem Adelsgeschlecht. Mit dem Bergbau wurde sie zu einer Stadt mit bemerkenswerten Schönheiten. Meine Empfehlung: Den Blick nach oben, zur Seite und in die Ferne schweifen lassen. Mit dem Rad oder zu Fuß erkunden geht Herten ganz einfach. Denn es gibt auf den knappen 38 Qudratkilometer zwischen alter Architektur, natürlich die übliche Mischung aus typischer Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und dann gibt es ganz viel Kunst in der Innenstadt in Form von Skulpturen zu bestaunen und fussweit auch ganz viel Natur mit einem schicken Wasserschloss.

Manchmal sind es gar nicht die langen geplanten Touren, die am meisten Eindruck hinterlassen, sondern die spontanen Fahrten. Einfach mal los ins Auto oder die Bahn steigen, denn ja, auch Herten hat wieder einen Bahnhof! Bis vor wenigen Jahren war Herten die Stadt in Deutschland ohne Bahnhof. Jetzt hat sie seit Dezember 2025 sogar zwei. Der andere ist im Stadtteil Westerholt.

Mit dem Bus geht es natürlich auch, oder mit dem Fahrrad logischerweise. Genau so habe ich es auch gemacht. Ich hatte noch was in Bottrop zu erledigen und hab mich entschieden einfach nach Norden zu fahren nach Herten, um hinein in die Fußgängerzone zu gehen, um sie endlich kennenzulernen. Ich war noch nie da. Den Schlosspark kannte ich, aber in die Fußgängerzone bin ich nicht gegangen. Und ich denke, dass es vielen so geht, die Herten besuchen. Ein erster neugieriger Blick bestätigt es: Herten hat wat. Auch in der Fußgängerzone, die nicht klein ist.

Herten auf den zweiten Blick
Ein wenig durch die Straßen laufen, die Atmosphäre aufnehmen und auch mal rechts und links schauen, das mache ich in jeder Stadt, die ich kennenlerne. Und oft ist es genau das, was Horizonte erweitern lässt. Kaum einer schaut nach oben auf die Dachfirste. Dort können lustige oder angstmachende Gesichter einen anblicken oder erschrecken. Manche Fenster haben schöne Pflanzen, die auch zuhause schick sein könnten. Die Stadt und ihre Bewohner zeigen ihren Charakter zwischen Alltag, ihrer Geschichte und den typischen Flair vom Ruhrgebiet zwischen Bodenständigkeit, schnörkelloser Einfachheit und Schnickschnack.

Die Fußgängerzone in Herten ist dabei mehr als nur Einkaufsbereich. Hier entfaltet sich auf mehr als nur einer Straße das Stadtleben. Viele Bänke laden zum Verweilen ein. Ein Teil ist klimafreundlich aufbereitet worden mit mehr Grün und mehr Bänken, die ich in Bochum, Bottrop oder Gelsenkirchen vermisse. Die Fußgängerzone macht die Stadt größer als sie ist, auch wenn sie in einer Stunde erlaufen ist. Natürlich gibt es hier und da auch Leerstand, wie überall. Aber die Stadt versucht dem baulich etwas entgegen zu setzen. Und genau das macht den Reiz aus.

Innenstadt mit eigenem Charakter
Wer durch Herten läuft, merkt schnell: Diese Stadt lebt von ihren Gegensätzen. Hier treffen täglicher Trubel in der architektonischen Vielfalt und auf historischen Spuren. Manches fällt sofort ins Auge, manches kann erst mit dem zweiten Blick entdeckt werden.

Gerade das mag ich am Ruhrgebiet insgesamt: Städte müssen nicht rausgeputzt sein. Sie wirken dadurch auch viel interessanter. Sie leben und zeigen dadurch Charakter und ihren eigenen Charme. Herten hat Charakter und Charme und eine gute Eisdiele: Dolce Vita. Waldmeister ist sehr zu empfehlen! Und das Spaghettieis wird hier ganz besonders zubereitet:

Orientierungspunkt St. Antonius
Ein besonderer Orientierungspunkt in der Innenstadt ist die St.-Antonius-Kirche. Der Kirchturm ist nicht hoch, aber er ist der Mittelpunkt der Stadt und von der Fußgängerzone aus immer zu sehen oder hören. Davor verschandelten Architekten den Markplatz mit einem flachen Betongebäude. Mittlerweile sehe ich das aber anders. Es hat seinen eigenen Charme von Gegensätzlichkeit. Die war wohl beabsichtigt damals: Die alte Kirche, die im Krieg kaum was abbekommen hat zu einem Brutalismusgebäude mit Flachdach sind wie ein abstrakttes Kunstwerk zu betrachten. Ein Besuch in der Kirche lohnt sich wegen dem historischen Innenleben, das den Krieg überlebt hat in dieser überwiegend katholischen Stadt.

Schlendern ist angesagt.

Schlendern mit einem Eis in der Hand, sich die Skulpturen einer Schweineherde dabei anzuschauen oder in eine alte Buchhandlung gehen, um zu schmökern oder sich den Zinnkram anschauen, die Bergbaumotive eingraviert haben oder Stadtmotive, wie es in den 1970er und 1980er Jahren üblich war. Das findet sich in einem Secondhandladen im ehemaligen Kaisersaal gegenüber der Kirche. Es wirkt eher wie ein antiker Souvenirladen, der nun Dinge aus verstorbenen Bergleuten verkauft, die bei den Haushaltsauflösungen sonst in den Container kommen. Doch die neue Generation kann damit nichts mehr anfangen. Mit dem Bergbau kann sie sich nicht identifizieren. Kaum einer hat noch Eltern, die Untertage arbeiteten. Der Großvater vielleicht war noch mit der Grubenlampe unterwegs. Aber das ist ja auch schon über zwanzig Jahre her. Die Zeit vergeht und Herten ist im Umbau. Der Strukturwandel von der Kohle weg, hin zu mehr Unabhängigkeit in der Welt. Herten will Wasserstoffstadt werden. Wenn sie bis vor wenigen Jahrzehnten die größte Bergbaustadt Europas war, so ist das sehr ambitioniert Europas größte Wasserstoffstadt zu werden. Alle Achtung, wenn die Situation sinnvoll genutzt wird und wirklich funktioniert. Für die Stadt bedeutet es einen neuen Aufbruch in die Moderne. Dafür wünsche ich ihr viel Erfolg und Glück.

Fazit : Warum Herten besuchen?
Mit hat die Stadt gefallen. Sie war sauber. Herten hat viele klimafreundliche Stellen und Sitzplätze, die zum Verweilen einladen. Natürlich gibt es auch die immer noch nicht fertig gestellte Galerie am Rathaus, wo Einkaufen schöner sein soll. Aber mal ehrlich : Im Zuge von Internetshops und auch ein paar Leerstände in der Innenstadt, braucht niemand mehr so einen Klotz in einer Stadt mit knapp 70000 Einwohnern. Dort könnte eine Grünanlage oder ein Generationenhaus stehen, um die Stadt neu zu beleben, als Grüngürtel oder zur Neubelebung der City.

Herten und damit auch der Stadtteil Westerholt, den ich mir ja noch extra anschaue, ist eine Stadt mit Sehenswürdigkeiten, wo man einfach mal einen Halt einlegen sollte. Das Schloss habe ich mir mit seiner großen Parkanlage an dem Tag nicht angesehen. Also verbindet mal einen Besuch des Schlosses auch mit der Fußgängerzone oder umgekehrt. Und es gibt ja noch mehr: Halde Hoheward, Zeche Schlägel und Eisen, das Fachwerkdorf Westerholt. Ein kurzer oder längerer Zwischenstopp lohnt sich also.

Wahrscheinlich mag man nicht die Art dieses Podcasts, den ich in der Tradition meines ersten gemacht habe. Aber er ist ehrlich, authentisch direkt vor Ort spontan eingesprochen. Keine angepasste Tontechnik, kaum gekürzt, der Wind tost und verringert hier und da mein Sprechen, genauso wie am Anfang wohl versehentlich die Freisprechanlage das Mikro war. Ja und? Das war ein spontaner Roadtrip im Ruhrpott. Und ihr seid sozusagen live dabei im Podcast.

Herten hat Ecken und Kanten, hat Historie vom alten Ruhrgebiet von vor dem Bergbau, Schönheit und Charakter. 
Und Herten verlässt euch hier im Blog noch nicht. Wir, Jack Tengo und ich sind nämlich noch lange nicht fertig mit dem Podcast. Es fängt erstmal an.

Glück auf in Herten!

Alle Fotos (C) André Brune

Kreis Recklinghausen – der bevölkerungsreichste Kreis Deutschlands I Ruhrgebiet erklärt Folge 30 I +Videopodcast I +Podcast

Entdeckt das historische Vest zwischen ehemaligem Bergbau, vielen Wasserwegen und dichten Naturlandschaften neu. Jack Tengo und ich stellen in der 30. Folge unseres gemeinsamen Podcastprojekts ‚Ruhrgebiet erklärt‘ die 10 Städte vom Kreis Recklinghausen kurz vor und die Geschichte dahinter, wie immer mit einem Quentchen Humor:

Ab dieser Folge ändern wir das bisherige Veröffentlichen. Ab sofort beginnt die Reihe in der Vorpremiere in Patreon immer Dienstags ab 8 Uhr. Dort kann man uns ein Taschengeld für unsere stundenlange Arbeit von Recherchen, Einsprechen und Schneiden gönnen:

https://www.patreon.com/ruhrpottologe

Zur Folge: 

https://www.patreon.com

Am folgenden Sonntag ab 15 Uhr mit Musik im Internetradio bei Hitradio-Ruhr : https://www.radio.de/s/lautfm-hitradio-ruhr

Sonntag eine Woche später wird es als Videopodcast auf YouTube veröffentlicht ab 18 Uhr ruhrpottologeTV und in der Collab bei Jack Tengo, sowie auf allen Podcastkanälen einen Tag später ab 8 Uhr. Alles sehr verwirrend, aber ein Weg, um das Ruhrgebiet eine entsprechende Reichweite zu bieten und auch unsere Arbeit für das Ruhrgebiet eine gewisse Wertigkeit zu verleihen.

Aber hier geht’s jetzt zur aktuellen Folge ‚Kreis Recklinghausen‘ :

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Infos zum Podcast ‚Kreis Recklinghausen‘

Das Ruhrgebiet ist voller Orte, die mehr erzählen, als man auf den ersten Blick vermutet. Einer davon ist der Kreis Recklinghausen.

Für viele ist er einfach ein Name auf dem Autobahnschild. Auf der A43, der A2 und A52 steht man oft genug im Stau. Für andere ist der Kreis ein Verwaltungsraum im Norden des Reviers und hat wenig zu bieten, denkt man. Doch wer genauer hinschaut, entdeckt hier eine Region voller Gegensätze, Geschichte und Identität, verbunden mit dem Namen ‚Vest‘.

Die neue Folge 30
In unserer neuen Folge von „Ruhrgebiet erklärt“ geht es genau um diesen besonderen Teil des Ruhrgebiets. Es geht um eine kurze Vorstellung der 10 Städte und die Landschaft, die im Laufe der Zeit durch Bergbau und Wasserwege entstanden ist.

Hier gibbet viel Kultur

Der Strukturwandel der eher ländlichen Städte und das Gefühl, dass hier vieles zusammenkommt, was das Revier ausmacht, macht den nördlichen Kreis, den schon die Römer für schön empfunden haben, weil sie sich bei Haltern am See niederließen.

Das Vest: ein Name mit Geschichte
Der Begriff „Vest“ klingt alt – und genau das ist er auch. Er verweist auf die historische Prägung des Vest Recklinghausen, das über Jahrhunderte ein eigener Verwaltungs- und Gerichtsraum war unter dem Erzbistum Köln.

Bis heute lebt dieser Name weiter: in Institutionen, in regionalen Bezeichnungen und im Selbstverständnis vieler Menschen.
Das macht den Kreis Recklinghausen besonders. Er ist eben nicht nur Teil des Ruhrgebiets, sondern trägt auch eine historische Identität in sich, die weit über die Kreisgrenze hinausreicht.

Zechen, Industrie und der große Strukturwandel
Wie viele Regionen im Ruhrgebiet wurde auch der Kreis Recklinghausen über lange Zeit vom Bergbau und von der Industrie geprägt.
Zechen, Fördertürme, Industrieanlagen, Halden und Arbeitersiedlungen haben Landschaft und Alltag über Generationen hinweg bestimmt.
Doch gerade hier lässt sich auch besonders gut beobachten, was Strukturwandel bedeutet. Viele Orte haben sich verändert und immer wieder neu angepasst. Ehemalige Industrieflächen bekamen neue Aufgaben, alte Arbeitswelten wurden zu Erinnerungs- und neuen Kulturstandorten oder Freizeitflächen.

So ist das Vest heute eine Region, in der Vergangenheit und Gegenwart oft direkt nebeneinanderliegen.

Zehn Städte – viele Gesichter
Zum Kreis Recklinghausen gehören zehn Städte:
Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Gladbeck, Haltern am See, Herten, Marl, Oer-Erkenschwick und Waltrop.

Genau darin liegt ein großer Reiz dieser Region: Sie ist alles andere als einheitlich.
Es gibt dicht bebaute, städtisch geprägte Räume, wie Gladbeck und Herten mit starker industrieller Geschichte, aber auch Adelsgeschlechter, bevor die Grubenlampe kam. Und es gibt Orte, die den Übergang ins Münsterland spürbar machen durch die ländliche Prägung und ihren Menschen.

Zwischen urbanem Leben, Industrie, Wäldern, Seen und weiten Flächen entsteht so ein Bild vom Ruhrgebiet, das besonders abwechslungsreich ist.

Wasser prägt das Vest
Wer an das Ruhrgebiet denkt, denkt oft zuerst an Kohle und Stahl. Der Kreis Recklinghausen zeigt aber, wie wichtig auch das Wasser für die Region ist. Die Flusslandschaft von Emscher im Süden und die Lippe im Norden, sowie drei Kanäle, die sich in Datteln alle auf einmal finden, zerschneiden nicht nur die Landschaft des Vest, sondern haben die Industrie erst richtig eingesetzt und als wichtige Transportwege für das Ruhrgebiet etabliert. Die kleine Stadt ist Dreh und Angelpunkt für die Binnenschifffahrt in Deutschland, sogar Europas. Außerdem gehört der Halterner Stausee als einer der größten Trinkwasserreservoiren Deutschlands zu den bekanntesten Wasserlandschaften im nördlichen Ruhrgebiet. Sie ist einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele im Kreis.

In Waltrop steht mit dem Schiffshebewerk Henrichenburg eines der beeindruckendsten technischen Denkmäler der Region. Kanäle, Schleusen und Wasserwege haben das Vest nicht nur wirtschaftlich geprägt, sondern geben ihm bis heute einen ganz eigenen Charakter. Hier zeigt sich, dass das Ruhrgebiet nicht nur Industriegebiet, sondern auch Wasserlandschaft ist.

Kultur zwischen Industriekulisse und Stadtleben
Auch kulturell ist der Kreis Recklinghausen weit mehr als ein Randgebiet des Ruhrgebiets.
Die Ruhrfestspiele in Recklinghausen gehören zu den bekanntesten Kulturereignissen der Region. Das Westfälische Landestheater in Castrop-Rauxel steht für starke Theatertradition. In Marl setzen Kulturorte eigene Akzente.
Mit dem LWL-Römermuseum in Haltern am See wird deutlich, dass die Geschichte dieser Region weit vor dem Industriezeitalter beginnt. Gerade diese Mischung macht das Vest so spannend: Hier stehen Industriekultur, Stadtgeschichte, Bühnenkunst, Technikgeschichte und Naherholung nicht nebeneinander, sondern greifen ineinander.

Natur, Halden und Naherholung
Wer glaubt, der Kreis Recklinghausen sei vor allem grau, übersieht einen wichtigen Teil seiner Identität.
Wälder, Wege, Halden und Wasserflächen gehören genauso zu dieser Region wie Zechen und Industrieanlagen. Jeder Einwohner und jede Einwohnerin kann stolz auf ihre jeweilige Stadt sein und sie weiter hegen, pflegen und prägen.

Die Haard, die Höhe Mark, der Raum rund um Haltern am See oder Landmarken wie die Halde Hoheward zeigen, wie eng Naturerlebnis und Industriegeschichte im nördlichen Ruhrgebiet verbunden sind. Genau diese Verbindung macht das Vest so besonders: Es ist eine weite Landschaft des Wandels.

Ruhrpottologe – Fazit zur Podcastfolge
Der Kreis Recklinghausen ist ein Ruhrgebiet im Kleinen – und gleichzeitig viel mehr als das.
Hier treffen Geschichte und Gegenwart, Industrie und Natur, Wasser und Stadtleben, Erinnerung und Zukunft aufeinander. Das Vest steht für ein vielfältiges spannendes Ruhrgebiet.

In unserer Podcastfolge schauen wir genau hin: auf die Herkunft des Begriffs „Vest“, auf die zehn Städte des Kreises, auf Wasserwege, Industriekultur und auf die Frage, warum sich ein genauerer Blick auf diese Region unbedingt lohnt.

Wer das Ruhrgebiet verstehen und oder kennenlernen will, sollte auch das Vest kennen.

Weiterführende Links

Kreis Recklinghausen
www.kreis-re.de⁠
***
Die zehn Städte im Kreis Recklinghausen

Stadt Recklinghausen
https://recklinghausen.de⁠

Stadt Castrop-Rauxel
https://castrop-rauxel.de⁠

Stadt Datteln
https://datteln.de⁠

Stadt Dorsten
https://dorsten.de⁠

Stadt Gladbeck
https://gladbeck.de⁠

Stadt Haltern am See
https://haltern-am-see.de⁠

Stadt Herten
https://herten.de⁠

Stadt Marl
https://marl.de⁠

Stadt Oer-Erkenschwick
https://oer-erkenschwick.de

Stadt Waltrop
https://waltrop.de⁠

Geschichte, Industriekultur und Strukturwandel

Route Industriekultur
https://route-industriekultur.ruhr⁠

Landschaftspark Hoheward
https://hoheward.rvr.ruhr⁠

Chemiepark Marl
https://chemiepark-marl.de⁠

Schiffshebewerk Henrichenburg in Waltrop
https://schiffshebewerk-henrichenburg.lwl.org

Kultur und Museen
Ruhrfestspiele Recklinghausen
https://ruhrfestspiele.de⁠

Natur und Ausflugsziele
Naturpark Hohe Mark
https://naturpark-hohe-mark.de⁠

Die Haard / Regionalverband Ruhr
https://rvr.ruhr⁠

Impressionierter Besuch in Herten I +Fotogalerie

Es war ein kalter und wettertechnisch durchwachsender Tag und deswegen war da kaum was los in der Fußgängerzone. Aber dennoch hat mich Herten beeindruckt. Ich habe mich da wohl gefühlt. In Herten gibt es viel zu sehen. Nicht alles ist Postkartenmotiv. Aber viele Dinge sieht man mit der Kamera anders, als mit dem bloßen Auge.

Die Fußgängerzone ist groß und hat viel zu bieten. Die kleine Stadt mit knapp über 37 km2 im Kreis Recklinghausen hat viele Freizeitmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und eine außergewöhnliche adlige und bergbautechnische Geschichte. Ein kleiner Raum ganz groß, so dass ich auch über Herten direkt einen bzw. mehrere Podcasts mit Jack Tengo gemacht habe. Hier stelle ich, ohne viel zu schreiben oder sagen, einfach nur einige Stellen vor, die ich besucht habe und im nächsten Podcast „Ruhrpottologe unterwegs im Ruhrgebiet“ beschreibe. Spontan ist meist immer das beste. Einfach mal woanders hin, aussteigen und auch dort mal ein Eis im Dolce Vita genießen.

Herten hats!

Oder auf Ruhrdeutsche Art: 

Herten hattet!

Gegensätze auf kleinem Raum.

Das wäre mein Werbeslogan, den ich immer wieder wiederholen würde.

Fotogalerie

Marktplatz mit St. Antonius – Kirche

St. Antonius Kirche

Umme Kirche rum

Fußgängerzone mit Glashaus und Skulpturen

Hl. Dimitrios – Griechisch-Orthodoxe Kirche & Ausflugslokal Katzenbusch am Volkspark Katzenbusch

Straße „In der Feige“ mit Simmenauer Weg & Friedhof mit Gräbern verstorbener Zivilisten von Lufttangriffen im 2. Weltkrieg

104 Jahre alte Buchhandlung Droste hält Herten hoch I +Hördatei

Heute spontaner Abstecher für den Podcast über Herten im Ort gemacht und die älteste Buchhandlung vor Ort ‚Droste‘ entdeckt. Nur ist sie nicht in einem alten Haus von 1910 mit knarzenden Türen und quitschenden Parkettboden, sondern in einem Haus aus den 1950er Jahren.

Manche Gebäude wurden halt schnell wieder hochgezogen nach dem Krieg. Wichtig war: Billig, Schnell und Praktisch zum Wohnen und unten Geschäftsräume.

Seit 1922 generationsübergreifend hält Droste mit Bücherverstand also die Regalstellung.

Ich hab Gerlinde Droste, die tolle aufgeschlossene Chefin kennengelernt. Sie ist nicht 1922 geboren. Das wäre biologisch kaum machbar. Aber sie gehört zum Buchhandelsgeschlecht der Drosten, die von und zu, nachdem sie den Ort nicht mehr verwalten, dann als Buchverkäufer nur noch Handel treiben durften.

Dat is natürlich Quatsch mit Soße… Sie verkauft mit einem tollen Team und guter Beratung Bücher. Und das ist in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach.

Sie hat sich sofort von mir zu einem gemeinsamen Foto bewegen lassen vor dem Heimatregal.

Das Spiel ‚Der Pott‘ vom Demoela Verlag ist auch an Bord. (Wo ich bisken mitgewirkt hatte. Gibt ja einen Podcast drüber)
Ich hab mich mit ein paar Büchern über Herten eingedeckt. Auch einen schönen Bildband über Herten hab ich gefunden.

Ich hab sogar zwei Bücher von 1989 entdeckt, die sehr gut und intensiv die Hertener Geschichte erzählen. Damit hatte die Buchhändlerin an der Kasse Schwierigkeiten gehabt, konnte es aber lösen, da das Buchhandlungssystem nichts vergisst, was einmal eingegeben wurde. Mir war dat fast schon peinlich. Aber als alter Buchhändler kenn ich dat ja.

Spannende Ruhrgebietgeschichte hab ich aber dann aus dem Kreis Recklinghausen jetzt nicht bei mir inne Regale zuhause, sondern auf dem Boden gestapelt. Da gibbet kein Platz mehr. Muss umbauen… !

Ihr könnt auch was gewinnen. Denn in der Buchhandlung hab ich ein Wissensquiz entdeckt, das ich verlosen werde. Das Quiz dazu kommt noch in Instagram und Facebook.

Das kommt die Tage als Rätsel, wenn der Podcast raus ist, den ich vor Ort als eine Art rasender Reporter vor dem heute fertig eingesprochenen Podcast Ruhrgebiet erklärt mit Jack Tengo gemacht habe.

Ganz jungfräulich fuhr ich also nach Herten. Und war von der schönen Fußgängerzone überrascht.

Ich kannte das Fachwerkdorf Westerholt, den Schlosspark Herten und auch die Halde Hoheward. Drei der Sehenswürdigkeiten, die man als erstes weiß, wer von Herten redet.

Herten hat wat!

Dat is mein Werbeslogan für diese kleine, aber historische Stadt zum Kennenlernen, wer da noch nicht war und nur die Halde besucht hat.
Es lohnt sich.

Apropos Buchhandlung : Stephen King, der geniale Horrorautor, hat schon wieder einen dicken Schinken abgeliefert. Man hat der Schreibmanie…

Infos und Anschrift zu den Buchprofis aus Herten:

https://www.buchhandlung-droste.de

https://www.instagram.com/buchhandlung_droste

https://www.facebook.com/BuchhandlungDroste

Hermannstraße 21 – 45699 Herten

https://maps.app.goo.gl/Nu7Kx9oCUmxN8LHM6

Öffnungszeiten :

Mo – Fr 9 – 18.30 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

Fotos ©André Brune

Weitere Fotos folgen. Achja. Einen Gewinner für den Fotowettbewerb haben wir auch. Infos folgen ebenfalls.

#herten #ruhrgebiet #deutschland #buchhandlung

Buden-Marathon zum Tag der Trinkhallen 2024 I +Video I +Fotogalerie

9 Buden in 6 Städten im Schnelldurchgang am Tag der Trinkhallen!

Gern hätte ich alle 40 Trinkhallen aufgesucht in den Ruhrgebiets-Städten, aber dafür müsste dieses Fest drei Tage gehen. Wäre zumindest eine schöne Maßnahme, um für alle einen Mehrwert zu schaffen. Neun erreicht zu haben an einem Tag ist schon ein großer Teil gewesen, obwohl ich an jeder gern das ganze Event über geblieben wäre.

Ich habe leidenschaftliche Betreiber- und Betreiberinnen, nette Menschen und ein Menge Kultur kennengelernt und gesehen. Kabarett, Comedy, Musik, Tanz bei kühlen Getränken und gegrillten fetthaltigen Klümbkes in Form von überzogenen Darm aus Freilandtierhaltung wurde im Wechsel an vielen Stellen dem Publikum geboten.

Zum VIDEO:

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Als es um 15 Uhr los ging, war ich gerade in Herten und begleitete den musikalischen Abriss des singenden Bürgermeisters Matthias Müller vom Affen und seiner Kokosnuss. Gestartet bin ich aber in Castrop-Rauxel, fuhr von dort nach Herne, dann Herten, Gelsenkirchen und Bottrop. Zuletzt musst ich unbedingt noch in Bochum den All In Kiosk besuchen. Leider verpasste ich Geier Sturzflugs Saxophonisten und den „VfL Jesus“. Überall sein, geht halt nicht, oder wat.

Short: https://youtube.com/shorts/fsMteXNU5KY?si=Yj-c-TM_6eIh9pjR

Alle zwei Jahre ist der Tag der Trinkhallen seit 2016 mit Corona-Unterbrechung. Ich wollte mich nicht festlegen. Meine Frau und ich holten unseren neuen Wagen in Castrop-Rauxel ab, den ich für touristische Führungen vorgesehen habe (das kommt ab Anfang nächstes Jahr!). Dann haben wir in den Plan geschaut und sind losgefahren.

Kadir 2.v.R. mit Ehefrau Rechts und Verwandtschaft

Markt Kiosk

Am Markt 15

44575 Castrop-Rauxel

Facebook.com/MarktKioskCastroprauxel

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Nur 10 Minuten über eine wunderschöne Ackerlandschaft hinweg zwischen Castrop und Herne gelangten wir dann nach Sodingen. Die Eingemeindung zu Herne am 1.4.1928 war kein Aprilscherz. Jedoch besaß sie ein eigenes Amtshaus. Deswegen heißt dort auch zur Erinnerung die am Kiosk anliegende Straße so: „Zum Amtshaus“.

Heikes Kiosk in Herne – Sodingen

Auf dem Kurt – Edelhagen – Platz unweit vom ehemaligen Bunker, der als Wohnhaus umgebaut wurde, entstand am 7.2.1922 die Bedürfnisanstalt und Erfrischungshalle. Wahrscheinlich wollte man schon damals die langen behördlichen Wartezeiten mit Getränken abmildern. So ließ die Gemeinde die schicke Trinkhalle bauen, auch um gleichzeitig das Toilettengeschäft nach dem Genuß von Kaffee und Bier anzubieten.

Nun 102 Jahre später feiert die langjährige Besitzerin Heike Chuchra den Tag der Trinkhallen mit lauter Musik an dem denkmalgeschützten Kiosk.

Die offizielle Eröffnung war noch nicht losgegangen, aber schon mehr als 100 Personen warteten auf die Würste vom Grill. Rondoprinz mit Christian Bigos sollten hier Gitarrenpop und Post-Punk-Revival-Klänge ab 15 Uhr interpretieren.

Heike nahm sich zwei Minuten Zeit, um eine zu quarzen und mit mir zu plaudern. Es war eine kurze Pause für sie. Heike hat nicht die 102 Jahre mitgemischt, aber schon mehr als ein Vierteljahrhundert davon. Insgesamt arbeitet sie schon 34 Jahre davon in der Trinkhalle. Vor 24 Jahren übernahm sie die Bude und wird sie wahrscheinlich nur tragend verlassen. Ihre Leidenschaft für den Kiosk und die Menschen vor Ort ist sehr groß, wie ich es bei allen Besitzer und Besitzerinnen an dem Tag feststellen konnte. Sie wirkte auf mich, wie eine Mutti, mit der man alles bequatschen kann. Bestimmt ist sie auch eine Art zuhörende Psychologin, wenn es mal einem nicht gut geht. Ich werde auf jeden Fall auch bei ihr nochmal vorbeischauen!

Heike Chuchra

Heikes Kiosk

Am Amtshaus 1

44627 Herne

Zur Historie gibt es eine tolle Internetseite von Herne und Wanne:

Heike’s Kiosk – Herne von damals bis heute (herne-damals-heute.de)

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Trinkhalle Am Stadtpark in Herne

Von Heike bis zum Kiosk „Am Stadtpark“ waren es auch nur etwa 10 Minuten. Der Grill bebte schon, die rosa Luftballons schwebten an den Wäscheleinen. Rosa ist die Farbe der Bonbons und die Mottofarbe vom Tag der Trinkhallen.

Der Sohn des Kioskbetreibers Benkubi (hab den Namen so verstanden. Ich hoffe, er ist richtig geschrieben, wenn nicht entschuldige ich mich für die falsche Schreibweise) erzählte mir, wie es vor Ort abläuft mit den Wertmarken.

Benkubi (wenn der Name so richtig ist), Sohn des Betreibers von der Trinkhalle

Die Bude wird von der ganzen Familie im Schichtdienst betreut. Es fehlt nur eine Weiß- und eine Schwarzkaue. Der Verkaufsraum ist nicht klein. Die Regale sind mit allerlei verschiedenen wichtigen Lebensmitteln gefüllt. Sogar Toilettenpapier fehlt nicht. Den Herner Stadtpark habe ich noch nie besucht. Der ist bestimmt auch mal ein Besuch wert..

Verpasst habe ich jedoch Kioomars Musayyebi und Andreas Heuser vom Transorient Orchestra. Sie spielten auf der persischen Santur mit Gitarren verbindende Elemente von Orient und Okzident. Auch hier wäre ich gern geblieben, um mir das anzusehen.

Trinkhalle am Stadtgarten

Vienkestraße 93

44623 Herne

0177 7360002

(keine Internetseite)

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Pick Up Snack & Service Kiosk in Herten

Anschließend war ich in Herten beim Pick Up Snack & Services Kiosk von Thorsten Beckmann. Er übernahm die Bude 2015 von seinen Eltern. Sie wirkt wie ein kleiner Tante Emma – Laden. Auch er feiert dieses Jahr noch einmal, denn insgesamt gibt es die Trinkhalle schon 25 Jahre.

Zufällig war ich bei der offiziellen Eröffnung vom Tag der Trinkhallen dabei. Ich wußte ja nicht, dass der Bürgermeister singen und Gitarre spielen kann! Mit großer Inbrunst sang er „Die Affen rasen durch den Wald“ mit einer geklauten Kokosnuss…äh Gitarre und lud alle Anwesenden ein mitzusingen. Der Text wurde vorher herumgereicht. Das war mal sehr originell.

Pick Up Kiosk und Mehr

Aber ich wollte ja noch weiter und habe nicht die anschließenden Auftritte sehen können von

Im weiteren Verlauf sollten Songs aus den letzten 25 Jahren gespielt werden. Hier in Herten wurde das Publikum und die Kinder direkt angesprochen. Das Programm enthielt Überraschungen, Wimmelbuchgeschichten und auch Informationen zum 25. Geburtstag der Route der Industriekultur.

Bürgermeister Matthias Müller spielt das Affenlied mit der Gitarre
Thorsten Beckmann, der Chef der Trinkhalle

Pick Up Snack & Services Kiosk & mehr

Ewaldstr. 124

45699 Herten

Internet: PICK UP SNACK & SERVICES – KIOSK UND MEHR… (pick-up-kiosk.de)

Leider musste ich schon wieder weiter, auch wenn der Geruch von Waffeln in der Luft lag…

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Kiosk Mummel in Gelsenkirchen-Erle

Der Kiosk Mummel war der nächste Punkt auf der Liste in Gelsenkirchen – Erle, der in einem kleinen Häuschen zu finden ist. Die Eröffnung wurde vom Kabarettisten Özgur Cebe gemacht. Er erzählte über Steinmeiers Dönerdiplomatie während ich Linda, die Mummel-Besitzerin, kurz sprach. Hier ertrank ich förmlich schon in einer Menschenmenge.

Özgur Cebe

Erst seit einem Jahr betreiben sie den Kiosk und gehörte jetzt schon vor dem Tag der Trinkhallen zu den berühmteren Buden im Ruhrgebiet. In ihrem Internetshop können die gemischten Tüten in verschiedenen Größen ebenso gekauft werden, wie am schnuckeligen Schalter. Das ist so erfolgreich auf Instagram vermarktet worden, dass der Westdeutsche Rundfunk, RTL und die Zeitung darauf aufmerksam wurde. So sind sie schon im Fernsehen gelandet und freuen sich jeden Tag aufs Neue über die vielen Menschen, die mit Rad oder zu Fuß kommen.

Kiosk Mummel ertrinkt im Menschenmeer

Vor der Bude war eine automatische Cocktailbar. Nur Tom Cruise fehlte, um den Sunrise von mir richtig durchzuschütteln, aber die Bardame war vergleichbar und nicht so überheblich wie der kleine Hollywooddarsteller.

Auch hier werde ich nochmal hin. Denn Erle ist architektonisch ein Juwel in Gelsenkirchen.

Linda vom Kiosk Mummel

Kiosk Mummel

Gartmannshof 19a

45891 Gelsenkirchen

Glück Auf | Kiosk Mummel (kiosk-mummel.de)

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Kiosk An der Ecke in Gelsenkirchen – Scholven

Dann ging es nach Scholven. Kenan und Ingi (ich hoffe, ich habe den Vornamen richtig geschrieben, wenn nicht: Entschuldigung!) betreiben den Kiosk „An der Ecke“ auch schon 8 Jahre. Sie erzählen auch über den Ablauf des Tages, ihre Anmeldung zum Tag der Trinkhallen und wie überwältigt sie sind.  

Kiosk an der Ecke in Scholven

Sie haben vor Ort Prominenz aufgefahren bekommen: der Cartoonist Oli Hilbrich und Reviersport-Autor Ulrich Homann lamentierten über Schalke 04 . Oli zeigt auf Dia-Fotos seine Cartoons und erzählt die Entstehungsgeschichten dazu. Leider waren die Bilder wegen des Sonnenlichts nicht so gut erkennbar. Aber Oli war wichtiger als die Bilder. Daneben traf ich auf den sympathischen Pressemann Axel Bitterlich vom Klartext Verlag. Kontakt ist aufgenommen für so manche Buchbesprechung in meinen zukünftigem Podcastformat.  

Nach einem Mini-Gespräch lud Oli mich wieder zu seinem zweiten Teil um 20 Uhr ein. Aber ich wollte ja noch weiter. So lud ich ihn im Gegensatz dazu ein mal in meinem Podcast zu sein.

Sie haben vor Ort Prominenz aufgefahren bekommen: der Cartoonist Oli Hilbring und Reviersport-Autor Ulrich Hohmann lamentierten über Schalke 04 . Oli zeigt auf Dia-Fotos seine Cartoons und erzählt die Entstehungsgeschichten dazu. Leider waren die Bilder wegen des Sonnenlichts nicht so gut erkennbar. Aber Oli war wichtiger als die Bilder. Daneben traf ich auf den sympathischen Pressemann Axel Bitterlich vom Klartext Verlag. Kontakt ist aufgenommen für so manche Buchbesprechung in meinen zukünftigem Podcastformat.  

Cartoonist Oli Hilbring
Oli und sein neuer Schalke 04 Kalender Cartoon

Nach einem Mini-Gespräch lud Oli mich wieder zu seinem zweiten Teil um 20 Uhr ein. Aber ich wollte ja noch weiter. So lud ich ihn im Gegensatz dazu ein mal in meinem Podcast zu sein. Mal sehen, wann das was wird. Ich fuhr auf jeden Fall über die Grenze nach Bottrop. Wichtig: Ein Einreisevisum nach Bottrop braucht man nicht!

Kiosk An der Ecke

Feldhauser Straße 219a

45896 Gelsenkirchen

+49 1577 1344647

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Kelm die 2te in Bottrop – Eigen

Jennas ersten Kiosk hab ich vor zwei Jahren beim Tag der Trinkhallen besucht und sie dort kennengelernt. Ihren zweiten Kiosk hat sie vor einem Jahr eröffnet (2023). Und dieses Jahr (2024) feiert sie den Tag der Trinkhallen nun im 2ten. Da musste ich doch unbedingt vorbeischauen.

Die Hüpfburg bei Jenna Kelm

Sie war voll im Stress. Das Bier wurde nachgefüllt. Ich hab mitgeholfen Getränkekisten zu schleppen. Und dann war das Fassbier plötzlich alle. Ein neues musste angezapft werden.

Jenna verwandelte den Rübenkamp im Stadtteil Eigen von Bottrop zu einer Partymeile mit einer Hüpfburg und Bierwagen. 

The Grillman - Würstchen Superheld

Die Bottroper Band „Dirty Tigers“ traten auf, kurz nachdem ich wieder gegangen bin, denn ich wollte noch zu Aylin Park-Kiosk im Stadtteil Batenbrock. Das war ja nur ein paar Minuten weiter mit dem Auto.

Die Hölle war bei Jenna

Die Bottroper Band „Dirty Tigers“ traten auf, kurz nachdem ich wieder gegangen bin, denn ich wollte noch zu Aylin Park-Kiosk im Stadtteil Batenbrock. Das war ja nur ein paar Minuten weiter mit dem Auto.

Jenna Kelm

Trinkhalle Kelm die 2te

Vienkenstraße 41a

46240 Bottrop

Facebook.com/people/Trinkhalle-Kelm/100066863555389/

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Aylins Kiosk Am Park in Bottrop – Batenbrock

An der Bude „Am Park“ von Aylin bin ich letztens schon vorbeigefahren. Vor einem Jahr übernahm sie den Kiosk, der am neu gestalteten Stadtteil-Volkspark ist. Aylin ist eine Frohnatur und war von dem Tag der Trinkhallen hin und weg. Özlem von „Kiosk ist Kult“, die ich auch am Tag der Trinkhallen vor zwei Jahren kennengelernt hatte, unterstützte sie vor Ort. Hier unterstützen sich die Budenbesitzer gegenseitig.

Özlem von Kiosk ist Kult

Auf der Kleinkunstbühne erzählte singend die Berlinerin Alice Köfer, bekannt aus Ladies Night, von einer Wärmepumpe, deren Röhrensystem besser von französischen Chansonsängerinnen ausgetauscht werden sollten. Edith Piaf kann singend Kälte zu Wärme umwandeln. Nachdem wir den isländischen Schlussakkord aufgesagt bekommen haben und Alice das Budenhopping machte, schwang der Bauch von Julia durch über die Horster Straße. Autos hupten ab und zu im Takt der orientalischen Klänge mit.

Julia, die Bauchtänzerin schwingt das Schwert

Es waren intensive 15 Minuten Bauchtanz-Begeisterung bei allen Anwenden zu sehen. Julia reckte die Arme hoch und balancierte bauchmuskelzuckend mit einem Schwert auf dem Kopf über den Bürgersteig.

Bei der orientalischen Musik musste ich einfach mitmachen. Da hat man die Vielfalt des Ruhrgebiets live gesehen: Orient trifft Okzident. Der musikalische Kabarettist Matthias Reuter bot anschließend noch einen Auftritt. Er tritt auch oft bei Comedy im Saal bei Benjamin Eisenberg auf.

Aylin ist überwältigt vom Tag der Trinkhallen

Trinkhalle Am Park – Aylins Kiosk

Horster Straße 185

46238 Bottrop

Links:

www.bauchtaenzerin-julia.de

Matthias Reuter | Kabarett mit Klavier

Alice Köfer: Gesang, Musik und lustig aus Berlin (alice-koefer.de)

Dann allerdings ging es weiter nach Bochum, zurück nach Hause, aber nicht ganz. Denn ich wollte unbedingt noch eine besondere Bochumer Bude mitnehmen.

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Riesenfete am All In Kiosk

All In Kiosk in Bochum – Ehrenfeld

Nah der Innenstadt ist an der Ecke Weiherstraße/Joachimstraße einer der bekanntesten Kioske in Bochum. Mit Giampiero Piria habe ich auf seiner Kiosk-Tour den All In Kiosk, aber ohne Inhaber kennenlernen können. Heute wollte ich unbedingt ein Interview ergattern.

Die Auftritte vom Saxophonisten von Geier Sturzflug, Klaus Fiehe, den Schauspieler Uwe Fellensiek und die Pottoriginale Gerrit Starczewski und den VfL-Jesus Thomas Dragunski habe ich nicht mehr mitbekommen.

Sie haben eine Versteigerung für einen guten Zweck vor Ort veranstaltet. Ich hätte nicht so lange den Bauchtanz mitmachen sollen. Ich wäre gern dabei gewesen. Man kann nicht alles haben. Aber den Inhaber Timo Wulfmeyer hab ich doch kurz noch ans Handy bekommen. Es wurde noch kräftig gefeiert um 20 Uhr. Die Straße war auch verkehrsberuhigt mit Security-Service worden.

Timo war begeistert vom Tag und völlig überwältigt. Seine Eindrücke waren so vielfältig, dass er nicht mal mehr alles auf die Reihe bekam es zu erzählen. Der Ruhrpott-Sympathikus wird von mir im Nachgang nochmal besucht. Soll er erstmal alles sacken lassen.

Timo vom All In Kiosk

All in Kiosk

Joachimstraße 19

44787 Bochum

https://www.all-in-kiosk-bochum.de/

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Ich freue mich, dass dieses einmalige in Deutschland ausgeführte Event viele Freunde gefunden und die totgeglaubte Budenkultur im Ruhrgebiet seitdem wieder Aufwind bekommen hat.

Meine Frau Ewa war genauso begeistert

Alle interviewten Betreiber und Betreiberinnen machen ihre Trinkhalle mit viel Leidenschaft, besonders für die Menschen in der Region. Die braucht man auch. Denn es zeigt, dass trotz der großen Supermärkte und die dortige unpersönliche Art des Einkaufens ein Kiosk, eine Trinkhalle oder Bude noch das I-Tüpfelchen in der Nachbarschaft ist, wo noch was nett plaudernd mit dem Inhaber persönlich kaufen kann. Das ist gelebte Nachbarschaft, das ist Ruhrpott, das ist das Leben im Ruhrgebiet auf vielfältige Art!

Wir sehen uns in zwei Jahren wieder beim nächsten Buden-Marathon! In der Zwischenzeit mache ich für den Blog die ein oder andere Bude klar und besuche sie.

Natürlich besuche ich nach und nach auch nochmal alle kurz interviewten Trinkhallenbesitzer und – Besitzerinnen. Ich will auch wissen, wie sie den Tag genossen haben oder auch nicht.

Hier nochmal die Übersicht der 40 teilnehmenden Trinkhallen, die im ganzen Ruhrgebiet verteilt waren per Link:

www.tagdertrinkhallen.ruhr

Faltkarte: 061924_TdT24_Faltkarte_594x420_HR_RZ.indd (tagdertrinkhallen.ruhr)

Glück auf! Klümbkes drin!

FOTOGALERIE:

Flaschengefühle am Tag der Trinkhallen
Jenna zapft selba
Ulrich Homann und seine Bücher über Schalke 04