Ein WAZ – Beitrag hat mich verärgert als ich las, dass der örtliche Buchhändler Dirk Niewöhner mit seiner Buchhandlung Kottmann in Gelsenkirchen nicht den Zuschlag erhielt die örtliche Stadtbücherei zu bestücken.
Rechtlich richtig ist es leider. Deswegen ist die Entscheidung für die Stadt Gelsenkirchen einfach gewesen.
Rechtlich ist es natürlich schwierig da einen Unterschied zu machen, denn ab einem bestimmten Beitrag muss die Stadt die Ausschreibung für wirtschaftliche Aufträge für den Ort in ganz Deutschland machen oder sogar in ganz Europa. Das sind Richtlinien, die natürlich auch den angespannten Haushalt der Stadt Gelsenkirchen etwas entspannen sollen. Doch dies ist nicht nur dort der Fall, sondern überall, wo Städte eine schiefe Haushaltslage bekommen haben.
Aber ist es sinnvoll?
Nein. Denn mit jedem Cent, der eingespart wird, um bei diesem Beispiel nun in einer Buchhandlung in München die Bücher zu bestellen für die Stadtbücherei, weil diese in der Punktevergabe entweder günstiger war oder in einem Losverfahren zum Glück den Zuschlag erhalten hat, sägt sich die Stadt langfristig natürlich den eigenen Ast ab.
Denn der Gelsenkirchener Dirk Niewöhner hat Angestellte, er zahlt nicht unwesentliche Steuern an die Stadt, die diese wiederum für die örtlichen Schulen und kaputten Straßen investieren… sollten.
Aber wenn jetzt die Vergabe von einem Betrag von über 188000 € nicht an eine ortsansässige Gelsenkirchener Buchhandlung geht, die sich mit 16 anderen aus ganz Deutschland beworben hat nicht bekommt, dann geht die Gewerbesteuer eben nach München. Die Stadt freut sich mit den Steuereinnahmen einen weiteren U-Bahnschacht bauen zu können.
Rechtlich im Rahmen ist es ja, aber der eigenen Stadt spart man kein Geld damit, sondern zahlt doch am Ende drauf. So hätte die Buchhandlung in Gelsenkirchen eine Unterstützung seitens der Wirtschaftsförderung bekommen, wenn sie sich nicht am rechtlichen Rahmen gehalten hätte, sondern der eigenen städtischen Wirtschaft zugewendet hätte. Aber geht das nach den gesetzlichen Vorgaben, die eigentlich die eigene Wirtschaft schaden können ?
Der Buchhandel allgemein hat einen schweren Weg zur Zeit zu gehen. Durch Aufkäufe kleinerer Buchhandlungen und Zentralisierung von einigen Großbuchhandlungsketten, wie Thalia oder Hugendubel, sowie der Internethandel durch den Riesen Amazon, ist der Druck auf die Kleinen Einzelunternehmer trotz Buchpreisbindung immens geworden.
Viele bleiben auf der Strecke. Viele arbeiten nur noch der Liebhaberei wegen den Büchern und den Menschen in den Orten, die als Stammkunden immer kommen, um zu schmöckern und sich vom Service überzeugt beraten lassen.
Fazit
Die kleinen Buchhandlungen, die noch ihren vernünftigen Beratungsservice haben, und nicht nur gewinnbringend abkassieren für ihr Aktienunternehmen, sowie auch schlechte bis gar keine Beratung mehr haben, sollten Unterstützung bekommen. Gerade von der eigenen städtischen Wirtschaftsförderung.
Sonst wundert man sich wieder über einen erneuten Leerstand in der Stadt. Mit so einem Auftrag kann sich eine kleine Buchhandlung das Jahr über Wasser bis zum Weihnachtsgeschäft halten.
Ich war selber Buchhändler. Ich weiß, wovon ich rede
Viele kleine geben auf wegen der Kosten von hohen Mieten, Nebenkosten und Abgaben. Vollzeitkräfte können meist nicht mehr gehalten werden.
Große Unternehmen bekommen durch die wirtschaftliche Lage der Kleinen mehr von diesem großen Kuchen ab und können dadurch problemlos überleben. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in großen Unternehmen bekommen auch nicht wesentlich mehr als Mindestlohn. Das ist in meinen Augen unfairer Wettbewerb.
In den Ausschreibungsrichtlinien sollte stehen, daß örtliche Firmen immer bevorzugt werden sollten, wenn die Ausschreibung auch vernünftig abgegeben wurden. Der Papierkram, der einen eben nur stundenlang erschlägt mit der Hoffnung mal etwas einfacher Geld zu bekommen, ist schon immens genug.
So werden in den Ruhrgebietsstädten noch leerere das Bild der Fußgängerzonen prägen. Und Schulbücher werden dann bei Amazon und Co bestellt, weil es niemanden mehr vor Ort gibt.
Allein das traurige Bild der neueren Geschichte des Buchhandels ist mittlerweile ein Gesellschaftsproblem.
Wenn ich Bücher kaufe, dann gehe ich zu meinem örtlichen Buchhändler in Bochum. Oder wenn ich in einer Stadt an einer vorbei komme, wo ich etwas spannendes finde, dann kaufe ich es dort ein.
Es wird zwar noch gelesen, aber trotzdem sind schnelle Bilder, Videos und Fake News auch ein Knackpunkt der kleinen Buchhandlungen, die als Nische sich aufrecht erhalten müssen.
Ich wünsche der Gelsenkirchener Buchhandlung Kottmann noch ein langes Überleben und viel Kundschaft, damit sie ohne diesen Zuschlag trotzdem der Stadt erhalten bleiben wird.
Vor 60 Jahren gingen die Auschwitz – Prozesse zu Ende, die Fritz Bauer als Generalstaatsanwalt in die Wege geleitet hatte.
Gewonnen haben damals die Nazis. Die Schatten der Vergangenheit ragen bis in unsere Zeit.
Sie sind trotz aller Aufklärung, wieviele Menschen umgebracht wurden, nie wirklich weggegangen. Ihre Enkel und Urenkel sehen sich zum Teil nicht mehr verantwortlich für die Vergangenheit, nutzen jedoch die Sprache der Zeit und Hetzen gegen Ausländer, Andersgläubigen, Queere Menschen, Homosexuellen, ja und auch gegen Behinderte Menschen!
Mit Hetze beginnt es, mit dem Tod von Millionen Menschen ist es nicht beendet, sondern so wie es aussieht nur vorübergehend eingestellt worden.
In Italien gibt es ein Zitat : Gibt es einen Faschisten und 10 handeln gleichgültig. Dann gibt es 11 Faschisten.
Wir sind im Schatten von Fritz Bauer, der in der Geschichte fast vergessen wurde.
Es gibt die, die auf der Seite sind, die Aufstehen und Widerstand leisten und die, die den Populisten folgen und abnicken aus Wut, Unzufriedenheit oder Dummheit glauben, was gut für Deutschland ist.
Ich bin kein weichgespülter linksgrüner Faschist, wie ich schon beschimpft wurde. Ich bin weltoffen, aufgeklärt und gegen jede Form des Rassismus und Antisemitismus. Da endet meine Toleranz gegenüber den Personen, die Menschen einteilen, wie sie leben dürfen oder gar nicht.
Ich trete in den Schatten von Fritz Bauer, um Widerstand zu leisten gegen die Zersetzung der Gesellschaft und Moral durch die Politik der AfD. Und öffne die Tür. Ich werde es mit Kunst, Büchern, Fotos und meiner Podcastreihe Stolpersteine Ruhrgebiet durchziehen.
Meine Mutter hat den zweiten Weltkrieg erlebt. Hat den Tod gesehen als Kind. Hat Zwangsarbeitern mit viel Mut Brot gegeben, sie hat ihr Leben lang damit gelebt mit dem, was Faschisten angerichtet haben.
Sie gehören in ihre Schranken gewiesen und verboten für die Wahrung unserer Demokratie!
Wenn es auch ein Widerspruch ist, dass jeder seine Meinung sagen kann: Menschenleben auf eine Waage legen, ob sie leben dürfen oder nicht, weil sie einen anderen Glauben, eine andere Hautfarbe oder eine andere Sprache sprechen. Es ist inhuman und gegen das Grundgesetz Artikel 1: Die Würde des Menschen ist unantastbar.
Dieses erste Gesetz der neu gegründeten Bundesrepublik Deutschland hat jedoch selbst das Gesetz nie wirklich richtig angewandt und beginnt daran zu rütteln, was Fritz Bauer sich in seinem Leben auf seine Fahnen als Generalstaatsanwalt auf die Fahnen geschrieben hatte. Er wollte jeden noch so kleinen Naziunterstützer vor Gericht bringen.
Er starb leider zu früh. Ob wirklich an einem Herzleiden oder ob er vielleicht doch ins Jenseits befördert würde, weil er sehr tief gegraben hat, kann jeder selbst entscheiden darüber nachzudenken.
Es gibt sie immer wieder die Glaubensritter einer verirrten Politik. Uns geht es so gut wie es uns noch nie ergangen ist.
Das Foto ist am 27.11.25 entstanden bei einem Vortag von Dr. Irmtrud Wojak über Fritz Bauer und die Auschwitz-Prozesse im @fritzbauerforum
Der Auschwitz-Prozess, Fritz Bauer und die deutsche Gesellschaft hatte eine anregende Diskussion, wie heute mit der Geschichte umgegangen werden soll.
Es wurde die Frage gestellt, ob es richtig ist, ritualisierend an den bestimmten Tagen 9.11. Reichsprogromnacht oder am 27.1. Befreiung von Auschwitz zu erinnern mit Kränzen und Reden.
Die Überlebenden, die kaum noch leben heute, hatten Widerstand geleistet. Nur so konnten sie überleben. Wie leisten wir in der Gesellschaft heute unseren Widerstand. An bestimmten Tagen nur oder jeden Tag mit Zivilcourage, Aufklärung in der Schule oder einfach nur mit einer Kerze oder Blume zwischendurch an Stätten des Widerstands oder Denkmäler für Opfer? Stolpersteine nur im November putzen? In der jetzigen Zeit ist es umso wichtiger Widerstand zu leisten in jeder Form und das tue ich in meinen Möglichkeiten.
Ich möchte das Bewußtsein bewahren, daß das Ruhrgebiet auch nur durch Migranten so groß werden konnte. Fast jeder hier geborene hat Vorfahren aus einer völlig anderen Gegend der Welt. Hier ist es umso wichtiger Widerstand zu leisten! Und umso unverständlicher, dass die Menschen sich von einer wahren Lügenpartei die Richtung vorgeben zu lassen.
Die Demokratie müssen wir bewahren und daran arbeiten es noch lebenswerter zu bauen!
Hiermit möchte ich an den Welt-Alzheimertag am 21.9. in meinem Blog erinnern. Vor zwei Jahren unterstützte ich die besondere Aktion der DZNE-Stiftung in Instagram: Die Bademantel-Challenge mit zwei Videos.
Short Teil 1:
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Der Welt-Alzheimertag soll nicht nur an die an Demenz Verstorbenen oder an weltweit 35 Millionen Erkrankte erinnern, sondern auch an die Angehörigen, die täglich mit der Erkrankung umgehen müssen oder es am Ende nicht mehr schaffen und ihre Betreuung dann durch ausgebildete Pflegekräfte in Seniorenheimen übernommen werden. Auch unsere Pflegekräfte sollten an dem Gedenktag nicht ausgeschlossen werden. Sie machen großartige Arbeit!
Auch ich gehörte bis 2008 zu den Angehörigen, denn meine Großmutter väterlicherseits musste in ein Seniorenheim, weil niemand die Pflege übernehmen konnte und siechte jahrelang dahin. Sie starrte an die Decke, konnte nicht mehr sprechen, kein Gespräch mehr über alte Zeiten, kein Lächeln mehr. Nur ein letztes erstaunliches Wiedererkennen mit einem Winken bei meinem letzten Besuch, bevor sie einen Tag später eingesperrt in einem Zimmer wegen eines multiresistenten Keims starb.
Die DZNE-Stiftung habe ich bei ihrer Bademantels-Challenge nicht nur deshalb mit Videos unterstützt. Es geht der Stiftung neben der Demenzforschung auch um Parkinson- und ALS-Erkrankungen. Alle drei Krankheiten sind sehr komplex. Erst seit wenigen Jahren sind durch neueste Forschungsergebnisse neue Medikamente entstanden, leichte Verbesserungen und eine Verzögerung der Erkrankungen erreicht worden. Ein Sieg gegen diese Krankheiten – wie auch bei Krebs – ist noch lange nicht in Sicht.
Jeder meiner Leserinnen und Leser oder sogar ich selbst kann daran erkranken und schlussendlich sterben. Umso wichtiger war es mir, dem Aufruf zu der vor zwei Jahren über Instagram stattgefundenen Bademantel-Challenge zu folgen und mitzumachen, bei der auch viele Prominente mitgemacht haben. Viele Tausende Menschen haben Videos gemacht, die sie so vorher noch nicht produziert hatten. Tolle Juwelen sind dabei entstanden. Alle sind bei Instagram abrufbar unter dem Hashtag #bademantelchallenge auf Instagram:
Meine Videos sind ohne lange Überlegungen entstanden. Ich habe mir ein Drehbuch ausgedacht, spielte die Hauptrolle eines Demenzerkrankten, der sich verirrt hat in seiner Stadt. Mein Freund Ralf Opiol erklärte sich bereit, mich dabei zu filmen, wie ich umherirre. Er brachte mich dann zum Seniorenzentrum des Deutschen Roten Kreuzes in Bottrop, Rottmannsmühle, an der Karl-Englert-Straße. Dort wurde ich von dem Pfleger, gespielt und im Original von Christian Rapp, der schon lange dort aus voller Überzeugung seinen Beruf ausübt, in Empfang genommen. Ihm und Ralf Opiol sowie dem DRK-Seniorenzentrum Rottmannsmühle danke ich nochmals für das Mitwirken an diesem Film, damit er so authentisch wie möglich gemacht werden konnte. Die Leiterin Beatrice Werner war sofort mit Feuer und Flamme dabei.
Pfleger Christian Rapp vom DRK Rottmannsmühle in Bottrop nimmt mich in Empfang
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Im Aufruf konnte man zwei weitere Organisationen oder Personen nominieren. Daher rief ich die Triker Gemeinschaft NRW dazu auf, mitzuwirken. Sie baten mich, den Film für sie zu machen. Also gestaltete ich es noch etwas anders. Ich wurde in Altenessen an einem alten Lost Place-Gebäude vom Triker Markus Gärtner aufgefunden und von ihm und Ralf Opiol, der wieder die Kamera auf die Situation hielt, aber auch mehr in Szene gesetzt wurde, auf ein Trike gesetzt, um mich dort ins Seniorenzentrum Altenessen der GESOB in die entsprechende Abteilung zu bringen. Auch hier gilt mein Dank für das Mitwirken an dem Video an die GESOB GmbH mit der Genehmigung des Leiters Andreas Atzler sowie den Pfleger Bryan Karmasch, der mich „versorgt“ hat.
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Wie wichtig es ist, qualifizierte Pflegerinnen und Pfleger zu haben, zeigt ebenfalls das Video. Denn es braucht viel Verständnis, Einfühlungsvermögen und vor allem Überzeugung, diese Arbeit zu machen. Ich habe vollen Respekt für ihre Arbeit, die nicht selbstverständlich ist.
Ralf Opiol fotografierte meine Videokontrolle im GESOB Seniorenzentrum Altenessen
Ich habe beide Videos nicht so fertiggestellt, wie ich es sonst getan hätte, weil sie ja für Instagram kurzfristig als Spendenaufruf gedacht waren. Ich habe sie aber gleichzeitig auch auf YouTube hochgeladen, damit sie eine größere Reichweite bekommen. Ein Blogbeitrag war zeitlich nicht möglich. Umso wichtiger war es mir, diesen heute fertigzustellen am Welt-Alzheimertag im Jahr 2025, damit ich es nicht erneut vergesse.
Fantastisches Team für das tolle Video: Ralf Opiol und Markus Gärtner von der Triker Gemeinschaft NRW
Information zur DZNE-Stiftung
Es geht bei der Stiftung neben der Demenzforschung, auch um Parkinson und ALS-Erkrankungen. Alle drei Krankheiten sind sehr komplex und haben erst seit wenigen Jahren durch neueste Forschungsergebnisse Möglichkeiten bekommen mit neuen Medikamenten und gesammelten Forschungsergebnissen Verbesserungen und Verzögerungen. Ein Sieg gegen diese Krankheiten, wie auch bei Krebs, ist noch lange nicht in Sicht. Sie wollen eine Zukunft ohne neurodegenerative Erkrankungen. Das Gehirn ist bis heute noch nicht vollständig erforscht und wird noch einen langen Weg haben.
Die Aktion der Bademantelchallenge der Stiftung sollte Alzheimer raus aus der Tabuzone holen und mehr Aufmerksamkeit für die Forschung bringen, denn sie ist meist durch private Spenden nur möglich. In Zimmern von Alzheimererkrankten hängen oft Bilder von ihnen, wie sie früher waren. Das blühende Leben, leuchtende Augen und Familienmitglieder, die sie umarmen oder bei Geburtstagen begleitet haben, als sie noch fit waren, zeigen die Aufnahmen. Wenn man heute auf sie hinabblickt, ist es oft traurig, was aus ihnen geworden ist.
Ein gutes Pflegeheim in Bottrop: DRK Rottmannsmühle. Danke für die Unterstützung des Videos! (screenshot aus dem Video)
Was könnt ihr tun oder unterstützen?
Wenn ihr jemanden seht, der verwirrt durch die Straßen läuft, dann ruft 112. Wenn ihr in der Verwandtschaft jemanden habt, bei dem vermehrte Vergesslichkeiten sichtbar auftauchen. Arzt aufsuchen und auf Demenz prüfen lassen!
Ihr könnt die Stiftung der Deutschen Demenzhilfe jederzeit mit einer Spende unterstützten. Mehr Infos zur Stiftung und Spendenlink: https://www.dzne-stiftung.de
Für mich ist die Verbreitung sehr wichtig. Denn Demenzerkrankungen sind tückisch und kaum erforscht. Ihr könnt diesen Blogbeitrag liken, kommentieren und teilen, das ebenfalls auf den Sozialen Medien und vor allem die Seite der Stiftung weiter verbreiten!
Sprecht darüber mit euren Angehörigen.
Ob die Krankheit jemals gestoppt werden kann, wird sich zeigen. Wie bei Krebs ist sie heimtückisch. Sie schleicht sich an und ist plötzlich dann doch mit großen Schritten da. Die Ursachen sind noch nicht klar erforscht. Umso wichtiger ist es, dass sich diese Stiftung um die Erforschung und Verbesserung der Erkrankten kümmert. Und ihr euren Teil an dieser Sache macht. Jeder rechtzeitige Schritt ist wichtiger denn je! Danke für das Mitwirken für diese großartige Sache!
So dat muss auf Ruhrdeutsch jetz sein: Bahnfahren is schon schön, abba et nervt manchmal schon!
Ich liebe dat, so einfach sich fahren zu lassen, die Leute begaffen, watse so treiben und verzähln, und freu mich dann auffet Ankommen, vor allem, wennet im Somma is, und dat so eine Dunstmischung aus Schweißparfume is, wo du denks, du bis im Douglas und fünf verschiedene Flaschen sind aufm Boden gefallen und die einparfümierte Angestellte kommt zusätzlich ins Schwitzen beim Aufwischen. Da macht Axel natürlich dem Namen alle Ehre, wenne dir dat l dann wegdenks. Hinterher, am besten immer dann duschtechnisch.
Son Schachtelsatz, wie beim Thomas und seine Buddenbrockinski, kommt dir schnell aufe Lippen, wenne dann vor dem Bahnsteig stehs und oben ne Anzeige dir mitteilt, dat du morgen um 4.50 mit der S9 dann eventuell nach Wuppertal kommen kanns aus Essen. Abba nix an Gleis 11 zure S1 steht, wo du ja eigentlich in knappen 15 Minuten dann fast in deine Heimat Bochum aussteigen kanns.
Da wird dir ersma schummrich, wenne auch no nimma wat innem Google findest, auch die Bahnepp zeicht dir nur den ICE an, der sich widda vespätet. Abba da is ja noch die Info vonne DB im verschachtelten Bauhausbahnhof von Essen. Schnell hin, bevor der Zuch kütt, wie die Kölner im Karneval imma sagn.
Der Tünnes war nett und hat mit wenich Worten mitgeteilt, dat kein Zuch kütt. Man solle den violetten Pfeil für Schienenersatzverkehr entlang laufen. Der ging da auch direkt los. Und schwupp auf den Boden gestarrt, dann guckse nich so aufe Gestalten, die pressewirksam Angst verbreiten, da abba hauptsächlich nur sind, weil dat ein trockener Aufenthaltsraum is.
Hamwa also gemacht meine Frau und ich und sind quer zum Hinterausgang. Da kommse dann inet schummrige Abteil vom Bahnhof. Da möchste als Frau auch nich lange bleiben, et sei denn, du wills bisken Koks oder ne halbe Pulle Sekt, die ich versehentlich weggekickt hab, mitnehmen aufe Fahrt nach Hause. Foto für mein Projekt Flaschengefühle hab ich mir verkniffen, denn wir waren eilich. In sonner Situation kann der ybus schneller da sein oder schon abfahren, auch wenn wir noch etwas Zeit hatten.
Da hört der violette Pfeil einfach auf anne Treppe. Habn die vom Reinigungsdienst wahrscheinlich einfach zu lange die Treppen gewischt.
Dann entdeckse dat widda auf Büagasteich und et geht in Richtung Postgebäude üba die Ampel. Die wird nich so schnell Grün. Du gucks schon um dich, ob da ein Bus kommt. Abba is noch Zeit. Dat essen vom Vietnamesen nachm Treffen mit dem Netzwerk für Unternehmen gab ich nem Obdachlosen, der sich freute.
Ein Teil war schon inne Tüte irgendwie ausgelaufen. Dat jetz noch stundenlang durch die Gegend zu schleppen, wollte ich auch nich.
Die Traube Menschen waren sich alle nich klar, wann der Bus jeweils fährt. Die Anzeigen der Busse zeigten nix. Die Busfahrer wurden gefragt. Natürlich dauerte die Antwort. Die sind sich wahrscheinlich selbs nich sicha.
S1 Ersatzbus nach Dortmund? Antwort dauerte. Die Busanzeige war dunkel.
Dann rief einer S1 Dortmund. Der zweite Bus ohne digitale Anzeige war der Richtige. Rein da und ab dafür. Der erste fuhr auch ohne Anzeige auf dem Bus in Richtung Borbeck.
Ne, Bahn. Da sitzen die in ihre Sessel im Büro, pupsen und rülpsen da rum in ihren Stühlen mit dem schlechten Bürokaffee, abba fahren vielleicht selbs nichma den Wech ab. Instruieren die Busfahrer nich. Und hoffen, dat dat allet läuft.
Irgendwie tun mir die Busfahrer leid. Die haben die Pappe auf. Und wenn die unzufriedenen Pottler raus sind, die oft genuch sagn, watse denken, dann atmen die ersma auf. Die haben ihr Geld verdient und sind bestimmt froh endlich irgendwann die Schicht beendet zu haben.
Dennoch bei aller Liebe war unser Busfahrer beim Anfahren der Bahnhöfe auch nicht so ganz gut geschult, wo er da im Dunklen lang musste, um die Bahnhöfe Steele, Steele-Ost, Eiberg, dann endlich Höntrop anzufahren. Da gabet unzufriedene Rumnörgler, die durch den Bus Kommandos zum Abbiegen gegeben haben. War schon lustich. Abba bestimmt nich für den Busfahrer. Der hat in Höntrop aufe Straße gedreht statt anders zu fahren in Richtung Ehrenfeld, die nächste Station. Alles in allem sind wa ja angekommen, abba eben ers nach über 30 Minuten, also mehr als doppelt so lang die Fahrt. Hin war die Bahn abba noch gefahren. Sons wär ich lieba mitn Auto nach Essen gegurkt, abba dann hätte ich dat jetz nich schreiben können. Musse auch so sehen.
Jetzt aber auf Hochdeutsch, Liebe Deutsche Bahn!
Ich weiß, dass ihr euer möglichstes in dieser Situation tut. Aber macht es verdammt nochmal vernünftig!
Guckt euch die Schweizer an. Schaut mal, wie die Österreicher und Niederländer oder Polen das machen. Ihr könnt das doch auch, oder etwa nicht. Identifiziert euch mit der Firma, aber zum Positiven! Macht es besser! Oder ist euch dieser Service und die Fahrgäste egal?
Dann werden eben wieder Fahrgäste fern bleiben und die Arbeitsplätze weniger werden. Macht es so, wie ihr selbst gern behandelt werden möchtet. Habt ein Lächeln auf den Lippen und geht jeden Tag zur Arbeit, um das Beste für die Fahrgäste hinzubekommen, egal wie schwer es ist bei den beschissenen Baustellen, die leider nun mal zur Modernisierung gemacht werden müssen.
Und macht gefälligst die Problematik der Baustelle und Ersatzbussen auch in eure tolle App rein oder aktualisiert es bei Google mit Warnhinweisen! Sprecht das mit den örtlichen Nahverkehrsstellen ab, wie den VRR.
Touristen würden jetzt komplett auf dem Schlauch stehen. Und die Region Ruhrgebiet mal wieder meiden, weil das nicht so funktioniert, wie es funktionieren sollte. Stellt einen oder mehrere Aufklärer da hin, der es in zwei Sprachen mitteilen könnten, warum und wieso und wo man hingehen muss und überhaupt.
Mannomann ist das ein trauriges Bild von einem so guten starken deutschen Unternehmen, was von uns Steuerzahlern immer viel Geld in den Hintern geblasen bekommt und dann auch noch die günstigen Familientickets streicht!
Und der VRR ist da ja nicht besser. Alle sitzen fröhlich in ihren Sesseln und planen dort. Fahren bestimmt auch mit dem Auto zur Arbeit. Insgesamt krieg ich das Kotzen!
Wenigstens war die Abendluft beim Aussteigen so richtig schön! Es duftete frisch und der Mond leuchtete uns den Weg.
Eine Flasche entdeckte ich natürlich sofort. Ich bemerkte erst nach 10 Mal fotografieren, dass da jemand im Dunkeln saß. Aber nichts fragte, sondern ungläubig starrte, warum ich das eine Weile lang fotografierte. Gegenüber ist ein Kiosk. Am Morgen wird die Flasche hoffentlich rübergebracht, um den Pfand zu kassieren.
Ich hoffe nur, der nahm sein Müll mit!
Sie sieht aus, als wenn sie den weißen Hai im Open Air Kino guckt, der gerade am Essener Dom gezeigt wurde, wo ich noch mit meinem Freund Ralf Opiol gestern war. Einmal auf großer Leinwand die scharfen Zähne sehen. War das genial!
Erst bekam ich kurz vor dem wichtigen Interviewtermin mit einer Mediafirma an der Jahrhunderthalle Bochum (Infos kommen im Herbst!) noch einen Anruf, wo es um einen Podcasttermin ging mit einem Verein Fitab50 e. V. in Recklinghausen, den ich beim Ruhrdax-Netzwerk im letzten Oktober ausgemacht habe. Der Zumbabereich möchte mit mir einen Videopodcast machen.
Natürlich habe ich da vor ein bisschen mitzuzumben, aber alles bleibt anders…
Durch den Anruf war ich unter Zeitdruck. Wollte ja pünktlich zum Termin kommen. Aber um 10.53 Uhr als ich an der Ampel an der Jahrhunderthalle stand und stand und stand… Kam der Anruf, dass er sich um 10 Minuten verspäten werde.
Natürlich war ich komplett durch das Rasen um pünktlich anzukommen verschwitzt. Hoffentlich kann der bei dem Foto, was er machen wollte, die Schweißflecken wegretuschieren, dachte ich mir da so direkt…
Mit dem Herrn von der Mediafirma habe ich nach dem Foto und Kurzinterview ein Selfie gemacht (kommt im Herbst!). Dabei habe ich den Rucksack abgelegt oben an der Brüstung, wo die Jahrhunderthalle bewundert werden kann.
Zur Zeit findet dort ein Teil vom Sportfest der Rhein-Ruhr FISU World University Games statt. Das passt natürlich, dass ich ein völlig geniales Foto bekommen konnte, was mit meinem Flaschengefühleprojekt in Verbindung steht.
Die Jahrhunderthalle begrüßt internationale Gäste zu den Universitäts-Ruhrgames
Nach dem Interview sind wir einmal rum, weil unten an der Jahrhunderthalle war alles laut und abgesperrt für Gäste von außen worden. Nach dem Selfie sind wir sind die Treppe runter. Ich musste mein Fahrrad die steile Treppe runterkriegen. Dabei haben wir gequatscht über meine Sprecherarbeit und dabei vergaß ich meinen Rucksack wieder auf den Rücken zu packen. Vor allem, weil ich wieder die mit hässlichen Graffitis beschmierten Historischen Hinweistafeln gesehen habe. Das brachte mich auf dir Palme!
Alle Schilder sind versaut. Der RVR kümmert sich nicht. Echt traurig! Schild direkt gegenüber! Touristen haben hier kein gutes Bild von dem Westpark. Echt ärgerlich!
Nach 10 Minuten und kurz vor der Verabschiedung, wollte ich ihm noch meine Visitenkarte in die Hand drücken und siehe da: Wo ist der Rucksack?
Da war noch alles gut…
Ich sofort los. Doch statt mit dem Rad da hoch zu rasen, was ja schneller gewesen wäre, rannte ich wie der schnellste Mann der Welt den Berg hoch und auf der Hälfte macht es Peng und ich musste humpeln.
Schuldig war der Rucksack, der im Bergmannsheil unschuldig blickte auf dem Fußboden der Notfallaufnahme. Warum hat er nicht um Hilfe geschrien als ich ihn alleine ließ?
Ich wusste, dass war keine gute Idee zu rennen, wenn man sich vorher nicht warm gemacht hat und schon gar nicht einen leichten Berg hoch.
Waren die Bänder gerissen? War es eher eine Muskelzerrung. Nein, das Peng war bestimmt ein Muskelfaserriss. So meine Diagnose. Ich hatte das schon mal als Fußballer vom VfB Bottrop in der E-Jugend am ersten Trainigstag in der Halle.
Es war tiefer kalter Winter. Ich gerade 12 Jahre alt oder jünger. Kann mich nicht genau erinnern. Es war ein Geburtstagsgeschenk meiner Schwester Mitglied zu werden in einem Sportverein. Ich war immer schon ehrgeizig jeden Ball zu kriegen. War in der Abwehr immer gerne. Aber war nie ein Typ damals in einen Verein einzutreten. Beim ersten Trainingstag in der Halle war ich schnell bei jedem Ball, wehrte ihn ab, sprang in die Höhe und zack hörte ich ein Peng und konnte nach 15 Minuten schon aus dem Training mit 6 Wochen Pause humpeln.
Vom Team bin ich danach nie mehr richtig aufgenommen worden. Und ich ging nach Hause endgültig nach ein paar Trainigseinheiten nachdem ich soweit wieder fit war. Tja die Nationalmannschaft hat leider einen guten Abwehrspieler verloren…
Und so ahnte ich auch diesmal genau durch diese kindliche Erfahrung, dass es dumm gelaufen ist im wahrsten Sinne des Wortes durch eigene Dummheit und einer schnellen Fehlentscheidung zu rennen statt mit dem Rad hoch zu fahren. Im Angesicht der Situation für den Podcast mit der Autorin Sabine Hofmann im Anschluß sollte doch jetzt nicht scheitern dürfen. Sabine hatte geplant bei schönem Wetter mit dem Fahrrad quer durch Bochum Hofstede im Richtung Stadt zu gurken. Im Rucksack war die Kamera, das Mikro und mein Portemonnaie für ein anschließendes Eis. Das alles hätte ja auch ausfallen können, wenn mein Rucksack geklaut worden wäre.
Nein, mein Wille war da, ich ahnte, der Rucksack ist noch da. Aber ich musste schnell sein!
Er war da. Ich sah den orangen Rucksack von unten. Aber jetzt war auch der kaputte Muskel oder ein Band, eine verletzte Sehne da. Ich humpelte so schnell ich konnte die steile Treppe hoch, nahm ihn von der Bank, dann wieder runterhumpeln. Und nach dem Verabschieden war ich total durchgeschwitzt. Und in 30 Minuten ging es ja weiter… Und jetzt fahren mit dem Rad. Ging das überhaupt?
Ich konnte mir trotz Humpeln nicht verkneifen ein Flaschengefühleprojekt durchzuführen!
Interessant, dass der Muskel beim Radfahren sich nicht so bemerkbar gemacht hatte. Ich habe einen Winkel herausgefunden, um es nicht so zu belasten. Nur einen Berg hoch und Schlaglöcher mochte die rechte Wade nicht. Also die Podcasttour würde so fortgesetzt werden können. Wenigstens das.
Glück gehabt! Wie man’s nimmt…
In der Kneipe ‚Speckschweiz‘ in der Hofsteder Straße wartete ich mit einem dort für Kinder kostenlos ausgegeben Wassereis und einem alkoholfreien Fiege Pils, denn Malzbier hatten die nicht.
Speckschweiz in Hofstede ist eine kleine urige Kneipe, die es dort seit 20 Jahren gibt. Dort kann man die üblichen Kneipenspiele spielen. Man kommt mit den anwesenden Personen schnell ins Gespräch. Wahrscheinlich kann man sofort mitzocken. Aber dafür war ich nicht da. Ich wollte meine trockene Kehle vor dem Interview kühlen und befeuchten.
Speckschweiz Urige alte Kneipe aufe Hofsteder Straße 78 in Bochum
Draußen trocknete das T-Shirt durch die warme Sonne ein wenig. Ein bisschen Parfum musste drauf. Sonst hätte Sabine nachher wegen der Ausströmungen vom Rennen und Radfahren den Termin abgesagt…
Sabine Hofmann mit mir am Startpunkt einer Mietskaserne, die im Trümmerland eine wichtige Rolle spielt
Aber alles ging gut. Das Ergebnis werdet ihr in ein paar Wochen sehen. Wir aßen am Ende kein Eis, sondern durfte mich dazugesellen, was ich sonst nicht machen würde, um nicht zu stören, zu den Freunden, mit denen das Ehepaar Hofmann verabredet war. Aber ich war ausgelaugt, brauchte was zu trinken und etwas zu essen.
Rote Beete Salat mit Sonnenblumenkernen und Apfel. Echt lecker
Ich aß meinen bestellten köstlichen Rote-Beete-Salat im Café Konkret, verabschiedete mich, damit sie allein klönen konnten über das Odental, wo sie wohnt und humpelte quer durch das Bermudadreieck. Es gab neugierige, aber auch mitleidige Blicke. Ich war durch das humpeln mit dem Rad in der Hand (dort ist Radfahren in der Fußgängerzone ja verboten und es war auch zu voll zu der Zeit, es zu riskieren) ein Blickfang. Der einzige, der humpelte. Da ging mir durch den Kopf, dass ich doch lieber zur Notaufnahme fahren sollte. Ich bin ja kein Arzt. Und nachher kann ich morgen gar nicht mehr laufen. Jetzt war noch genug Adrenalin im Blut. Aber ich hatte riesige Vorfreude auf meine Dusche zu Hause, wenn es kein Bänderriss ist, der sofort operiert werden müsste.
Das Unfallkrankenhaus Bergmannsheil von Bochum lag auf dem Weg nach Hause. Also fuhr ich hin. Ich wollte lieber eine ärztliche Diagnose haben vorsichtshalber. Ich musste wissen, wie ich damit umgehen soll.
Auf dem langen Weg zurück zum Haupteingang
Nun ja, wer durch den Haupteingang kommt muss nur den Punkten mit dem Roten Kreuz folgen. Dann allerdings braucht man hunpeltechnisch nur noch ungefähr gefühlt 200 Meter laufen quer durch das Erdgeschoss.
Der lange Weg zur Notfallambulanz im Bergmannsheil
Um 21.30 Uhr war ich da und um 23.30 Uhr war ich dann endlich wieder raus. Der junge Arzt hat einmal geprüft. Die Achillessehne war nicht gerissen. Ein MRT müsste man machen, aber eine Röntgenaufnahme und ein Ultraschall konnte meine eigene Diagnose bestätigen : Muskelfaserriss.
Schonen Sie das den Muskel, sagte er. Nun die 200 Meter zum Haupteingang zurück, wo das Fahrrad stand, war erstmal mit Nichtschonung möglich. Hab dem Pförtner gesagt, dass die doch umme Ecke am Haupteingang noch mal eine Notaufnahme machen sollten. Wie soll ich denn sonst mein Bein schonen, wenn ich erstmal meilenweit laufen muss… Er hat gelacht und dabei zustimmend genickt. Ich verliere ja trotz fluchen, nie meinen Humor.
Man sieht nichts, aber ist ganz schön schmerzhaft…
Es war wie damals beim Fußball im Oberschenkel. Das jetzt im unteren Teil der rechten Wade war aber fpr das Laufen doofer. Immer rechts passiert es. Merkwürdig … Und nun ist das Laufen eher ein Humpeln… Aber was solls. Da muss ich durch und ausgerechnet jetzt, wo ich im Garten was machen wollte, der gerade wieder überwuchert, beim Zumba Podcast mitmachen wollte, bei der Gesellschaft Bochum Donezk die zwei LKWs mitpacken wollte, was ich seit Dezember aus Zeitgründen nicht machen konnte und Wander-Gästeführung-Wege ablaufen wollte in der übernächsten Woche, wo ich mir extra Zeit eingebaut habe.
Aber so ist das Leben, manchmal passieren banale Dinge, die von einer Sekunde auf die andere durch dumme Kleinigkeiten zeitlich alles verändern können.
Jeder hat schon solche dumme Situationen erlebt. Jeder wird auch immer wieder so etwas erleben und am Ende kann eine Sache gut, aber auch sehr schlecht ausgehen.
Ich hatte zwar Pech, aber in einigen Wochen geht auch das Laufen wieder und alles ist wieder gut. Jetzt muss ich mich mit der Situation arrangieren, heißt schonen. Was liegt näher, als meine bisher liegen gebliebenen Podcasts endlich zeitlich in den nächsten Wochen in Ruhe bearbeiten zu können, meine Gästeführungsseite endlich fertig zu stellen und mal mit weniger Stress als bisher die nächsten Wochen sinnvoll auch mit Recherchen zu nutzen.
Mitte August ist wieder alles im Lot und die Steuern der letzten drei Jahre sind auch bearbeitet. Als wenn es so sein müsste, dass auch das Finanzamt alle Unterlagen endlich von mir bekommt, weil ich ja jetzt Zeit habe, das auch ganz in Ruhe zu machen.
Obwohl Lust hab ich dazu nicht. Wer hat schon Lust auf Steuererklärung?…
Freut euch also auf den ein oder anderen Podcast, die sonst so gar nicht in der Form von anderen entstehen würde mit dem entsprechenden Blogbeitrag mit Fotos und Infos zu den verschiedenen Themen, von den Naturfreunden Verein, über zwei Podcasts zur Suche nach Spuren von Ruhrgebiet in den belgischen Schützengräben vom ersten Weltkrieg, eine alternden Rockergruppe, die schon viel zu lange mit der Veröffentlichung wartet, und natürlich auch der Podcast mit Sabine und ihren in Bochum spielenden Nachkriegszeitromanen. Natürlich starte ich auch wieder mit Jack den Ruhrgebiet erklärt – Podcast. Wir haben beide kaum Zeit gefunden uns miteinander zusammen zu setzen bei Zoom durch meine Vorbereitungen zur Gästeführungsinternetseite.
Doch heute, heute leg ich nur mein Bein hoch und mache erstmal einen Spiele- und Grillabend mit Freunden. Das war verabredet. Den Weg nehme ich auf mich. Das lenkt ab vom Problem. Und muss auch drin sein!
Ich denke, das machen hoffentlich viele von euch! Denn wer weiß, ob der Sommer so sonnig bleibt, wie heute am 19.7. mit 31 Grad. Was mir schon wieder zu warm ist.
Glück auf! Und denkt bitte daran: Nichts vergessen auf einer Bank und dann auch nicht spontan losrennen wie ich Dusselkopp!
Eine besondere Situation war es für mich heute bei einer Stolpersteinverlegung für die Familie Meyer in Bottrop beizuwohnen aus verschiedenen Gründen.
Zum einen kam Liesel Appel extra aus den USA mit ihrer Familie. Denn ihre Familie hatte hier gewohnt und die Macht der Nationalsozialisten unmittelbar erlebt. Liesel hatte nachgeforscht und ein Buch erschien darüber. Wir haben uns die Hände geschüttelt und uns umarmt als wenn wir uns länger nicht gesehen hätten.
Es war sehr rührend. Liesel übergab mir ihr Buch über das Ereignis, was sich auf der Gladbecker Straße 334 in Bottrop in ihrer Kindheit zugetragen hat. Natürlich wollte ich ein Autogramm. Das Buch ist leider vergriffen. Es wird in einem Podcast von mir besprochen werden.
Ich habe die bedeutsamen und hervorragenden Reden von ihr und Oberbürgermeister Bernd Tischler komplett aufgenommen, auch persönlich bekommen und werde über die Stolpersteine berichten mit einem Podcast mit dem Initiator Oliver Schwittay. Er hat das Verlegen in die Wege geleitet. Wenn es möglich ist, werde ich per Zoom nochmal mit Liesel sprechen.
Familie Schwittay mit Liesel Appel
Die Geschichte…
… ist die eines Babys, das bei der Reichsprogromnacht aus dem Fenster geworfen wurde und von einem Mann aufgefangen wurde, der selber ein Nationalsozialist war, wie Liesel Appel bei ihren Recherchen erfuhr. Die Geschichte ist, wie ein Hollywooddrama von Spielberg. Das Kind wurde gerettet, versteckt, überlebte und kam nach Palästina. (mehr Infos folgen im Podcast)
Dort auf der Straße hatte ich 9 Jahre lang nur wenige Häuser weiter mit meiner Schwester eine Fußpflegepraxis. Von dieser Geschichte hörte ich damals zufällig durch eine Kundin, die in unmittelbarer Nachbarschaft gewohnt hatte. Mittlerweile schon lange unter der Erde, hätte sie vielleicht noch was dazu sagen können oder auch nicht. Doch in dieser Geschichte war es der damalige Kommunist Clemens Kraienhorst, der zufällig drunter hergeschlendert kam und das Kind gerettet haben soll.
Es ranken sich tatsächlich mehrere Legenden um diesen Bottroper Fenstersturz. Aber dieser blieb mir im Gedächtnis. Definitiv werde ich darüber ausführlicher berichten allein deswegen.
Dann gab es zwei weitere Ereignisse, die mich hin und her bewegt hatten. Zum einen wurde wegen meiner Anwesenheit bei der Stolpersteinverlegung die Abfahrt der Hilfsfahrt nach Bosnien-Herzegowina mit dem Verein Aktion Leben und Lernen um eine Stunde nach hinten geschoben und kurz vor der Stolpersteinverlegung bekomme ich den Anruf, dass eine liebe Tante von mir verstorben ist. Ich wollte ursprünglich auch wegen der Situation der palliativen Pflege ab heute kurzfristig absagen. Aber jetzt bin ich unterwegs. Komme auf andere Gedanken. Kann Menschen helfen, die Unterstützung brauchen.
In manchen Situationen ist es wahrlich schwer zu entscheiden. Ich danke meinen Cousinen, Simone und Andrea, die die Vorbereitungen der Beerdigung treffen. Wenn ich wieder da bin, unterstütze ich, wo es nötig ist. Logisch!
Oberbürgermeister von Bottrop Bernd Tischler mit Liesel Appel bei den eingesetzten Stolpersteinen der Familie Meyer
So ist das Leben. In der Vergangenheit, wie zur Zeut sterben Menschen wieder durch Kriege und politische Hetze, aber eben auch mit oder ohne Schmerz im Alter. Die einen erleben ein neues Leben durch Rettung, die anderen können auch Ärzte nicht mehr retten.
Die Geschichte der Familie Meyer sollte nicht vergessen werden. Meine Tante Raphaela wird in meinem Herzen sein. Unvergessen. Mit dem Hintergedanken, dass ich nicht so viel Zeit hatte, einen Teil meines Lebens mehr mit ihr verbringen zu können.
Die Geschichte geht weiter. Es sollte immer gemahnt und erinnert werden, an Menschen gedacht werden, die man geliebt hat und weiter lieben wird. Es sollte an Menschen gedacht werden, die wir nicht kennen, die gelitten haben, denn das könnten wir sein in einer Zukunft, die wir so nicht erleben möchten, was die Familie Meyer erlebt hat.
Mein Tante hat die Jahrzehnte in Frieden in Europa gelebt. Jetzt ist der innere Frieden von vielen Seiten bedroht. Und keiner weiß, was die nächsten 80 Jahre in Europa bringen werden.
Die Stolpersteine stehen für die Erinnerungskultur, die eine besondere Partei nicht mehr auf der Agenda stehen haben möchte. Ich betone: Erinnerung ist wichtig, damit die Geschichte sich in der Form von damals hoffentlich nicht wiederholen wird.
Und jetzt bin ich auf der Autobahn in Richtung eines Landes, das immer noch tiefe Wunden des Krieges hat. Auch dort können Stolpersteine verlegt werden für die Gräuel, die vor 30 Jahren an der Tagesordnung waren bei den eigenen Nachbarn. Das war und ist Bosnien-Herzegowina. Und der Ort Srebrenica steht für einen modernen durchgeführten Holocaust an der bosnischen Bevölkerung. Auch hier muss man nach vorne Schauen, Frieden stiften, erinnern und für Völkerverständigung werben. Nur Zusammen und solidarisch kann uns ein gutes und friedliches Leben für die Zukunft bringen, egal wo wir Menschen leben. Lieben, nicht Hassen, füreinander einstehen, nicht aufeinander hetzen mit Lügen und Gewalt.
Grube Georg – Eisenerzbergbau an der A3 in Oberhonnefeld im Westerwald
„…Könnse hingehen…“ war die Aufforderung, die ich durch die Gästeführerin aus Schottland mitgeteilt bekommen habe. Da fragte ich mich, wo aus Deutschland sie wohl hergekommen ist, denn wo sie aufgewachsen ist, teilte sie uns nicht mit.
Das konnte ich erst nach den vielen Eindrücken vor dem Ende der Rundtour zum Eilean Donan Castle und Zurück zum Aida-Schiff in Invergordon herausfinden. Endlich hatte ich kurz vor dem Ende beim letzten Fotohaltepunkt als ich vom verdrehten Straßenverkehr fast überfahren wurde natürlich mit Blick auf Wellingtons Nase (Sieger gegen Napoleon in einer Seeschlacht) eine Chance zu fragen, wie lange sie Gästeführung schon macht. Ich teilte ihr mit, das wir zum ersten Mal hier sind und ich im Ruhrgebiet auch Gästeführung anbieten werde.
Da sagte sie zu mir, dass sie aus Dortmund stammte und ihre Mutter aus Bochum – Wiemelhausen. Die Welt ist wirklich klein…
Während der Busfahrt Wellington mit wichtigstem Fleischlieferanten Schottlands: Schafe
Angela MacRae ist hauptberuflich Lehrerin in Invergordon und lehrt Französisch, Spanisch und Deutsch. Vor Ort in der Gegend macht sie seit 15 Jahren Gästeführung für Kreuzfahrende und Menschen, die sich hierhin gezielt in den Highlands einen schönen naturnahen Urlaub machen möchten und Informationen bekommen möchten. Mit Angela MacRae ist das kein Problem.
Invergordon ist nicht London. Mit Gästeführung kann man den Lebensunterhalt nur unterstützen, aber nicht von Leben, hat sie mir erzählt. Das geht auch den Guides im Ruhrgebiet meist so. Tourismus ist Leidenschaft von der Heimat zu berichten. Dabei gehört auch Enthusiasmus dazu.
Im Bus auf der Fahrt zum Highlander Castle der MacRae, erzählte sie die schottische Geschichte der Highlander Clans und die Kriege der Schotegegen die englischen Armee. Besonders der letzte Krieg der Clans gegen die Unterdrückung von England hat Schottland ausgeblutet. Das erinnerte mich an den Film mit Liam Neeson, die Walter Scott Verfilmung von Rob Roy.
Walter Scott ist für die Schotten ein Nationalschriftsteller, der auch Ivanhoe geschrieben hatte. Für ihn steht in Edinburgh ein riesiges Monument, das wie ein Kirchturm wirkt.
Die Geschichte von Rob Roy, die Scott 1817 schrieb, spielt um 1715, dem ersten Jakobiteraufstand. Doch der zweite verlorene Aufstand am 16.4.1746 im Moor von Culloden war für die Schotten eine verheerende Makulatur.
Wo früher in den Tälern die Clans lebten vom Wald und Vieh, wurde wegen des Aufstands von den britischen Regierungstruppen die Häuser abgefackelt. Gezielt wurden die Aufrührer gesucht und umgebracht. Wer flüchten konnte, ging ins Ausland, weg von der Britischen Insel.
Loch Ness – kein Monster weit und breit. Die gelben Pflanzen waren das gefährlichste Monster: Hoch giftig der Gemeine Ginster, der nach Kokosnuss duftet!
Noch heute finden sich ein paar zerstörte Häuser hier und da in den Tälern. Auffällig war am Eilean Donan Castle wieviele Nachkommen der MacRae in alle Welt verstreut waren und im ersten Weltkrieg für Großbritannien gefallen sind. Heute sind die bekannten schottischen Clannamen aus aller Welt entfernt verwandt.
Alle Gefallenen des in der Welt weit verbreiteten Clans der MacRae
Es ist nicht die Hohensyburg, dessen Ruine über der Ruhr in Dortmund thront, sondern eine Burg, die im Wasser steht und mit einer langen steinernen Brücke verbunden ist.
Als ich durch die Räumlichkeiten das Eilean Donan Castle wanderte, war mir nicht bewußt, dass einer der Verwandten das berühmte Gedicht, In Flanders Fields‘ schrieb, bevor er selbst im Feld des ersten Weltkriegs starb an der Somme, wo ich auch war und noch drüber berichten werde über meinen Fund eines Soldaten aus dem Ruhrgebiet.
Flaschengefühle bei mir. Mittagspause vom Augenschmaus mit herrlichem Blick auf die Burg
Alles fügt sich irgendwie zusammen. Es gibt immer einen roten Faden, der irgendwie zusammenfinden.
In der Burg selbst durfte nicht fotografiert werden. Sie ist noch in privater Hand und es gebürt natürlich Respekt ihnen gegenüber. Das Eintrittsgeld ist auch für die Erhaltung diese immer mal wieder in Filmen zu sehende Burg gedacht. Es ist einer der meistgesehendsten Sehenswürdigkeiten Schottlands, wenn nicht sogar der Welt.
Die Küche wurde faszinierend hergerichtet. Aus Wachs mit ausgestopften Tieren wurden die schottischen Speisen in Kochtöpfen und originalen Geschirr eingesetzt. Ein Butler zeigt der Hausherrin den Hauptgang mit einem Hühnchen. Die Köchin raspelt Kartoffeln. Im Waschbecken stapelt sixh schmutziges Geschirr. An der Wand hängt eine Tafel. Hinter Bindfäden klemmen Einkaufszettel, ein Rezept und eine Reisepostkarte im Original aus den 1930ern. Ein kleiner Speisenaufzug fährt das Essen in die obere Etage in den Bankettsaal zur Servierung.
Die Burg ist sehenswert allein schon wegen der Historie. Lt. Col. John MacRae-Gilstrap erwarb die Ruine 1912 und begann mit ersten Restaurierungsarbeiten mit dem örtlichen Steinmetz. Unterbrochen wahrscheinlich durch den ersten Weltkrieg ging es 1920 richtig los. 1932 wurde die Burg in dem Zustand von Heute fertig gestellt. Die MacRaes zogen freudigst ein. 1937 starb der Besitzer. Die Familie entschied sich 1955 die Burg der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.
In den Räumlichkeiten sieht man die kleinen Betten, im Mauerwerk sind hinter verschlossenen Holztüren noch die originalen Nachttöpfe versteckt, die die Bediensteten wohl morgens ohne Murren entsorgen mussten. Überall hängen Fotos von den Familienmitgliedern. Ebenso sind Fotos in einer Nische zu sehen über die Dreharbeiten von ‚Highlander‚ mit Christopher Lambert in der Hauptrolle aus dem Jahr 1986.
Schwerter, Gewehre, Orden und natürlich Kilts von Familienmitglieder, die in den Krieg gegen die Buren z.B. gekämpft habe, zieren Schaufenster und Räumlichkeiten, durch die man genug Zeit hat durchzugehen. Im ersten Rsum und im Bankettsaal wird die Geschichte der Burg und der Familie, sowie die Essgewohnheiten erzählt.
Heute kommen Touristen aus aller Welt um die Filmkulisse von Highlander, Braveheart und James Bond live zu sehen.
Die schottischen Guides lieben diese Burg, ihre Heimat. Das merkte man bei ihren Ausführungen über die Räumlichkeiten.
Und jetzt mal ehrlich: Den Film „Highlander “ hätte man doch auch nicht auf der Isenburg oder Burg Blankenstein drehen können. Stellt euch mal die Menschen aus dem 18. Jahrhundert vor hier an der Ruhr. Da war mit Bergbau zwar noch nix so wirklich viel mit los. Dem Jörgen war wahrscheinlich noch zu warm in seinen langen Hosen, um sich ein Feuerchen zu machen, wo er dann die Steinkohle gefunden hat angeblich. Hätte der einen Kilt getragen, dann wäre hier aber der Teufel los. Heutzutage tragen ja Männer auch schon Rock ohne ein Kilt zu haben. Aber kleidungstechnisch waren damals die Frauen mit Röcken bis zum Boden höchstens mit der Nudelrolle auf ihren Mann schlagend unterwegs Die haben ihren Tagelohn hier nicht für Whisky, sondern Herrengedeck ausgegeben: n Bier und n Korn. Dann hatte die Familie nix mehr zu futtern.
Nördlich der Ruhr war nur Ackerbau angesagt und die Städte waren Dörfer zwischen sanften Hügeln, die heute beim Radfahren hier und da noch zu spüren sind in den Waden, wenn es kein E-Bike ist, und wenn es mal wieder heißt die doofe Hattinger Straße hoch zu fahren, egal von welcher Seite man kommt.
Regenscheibe-Foto : Aida in Invergordon
Hier sind und waren vielleicht weniger Mücken als in Schottland, die im Sommer schon ganz schön nervig sind. Aber im Emscherbruch und am Rhein muss es auch nicht prickelnd gewesen sein. Jörgen schützte sich mit seiner langen Hose. Jetzt stelle ich mir da in Schottland bei den Erzählungen die buxenfreie Kiltgeschichte vor und eine Mücke, die ihren Weg ins haarige Glockenland führt. Mir schauderts, wenn ich an den entsprechenden Juckreiz denke. Aber dem kann man entgegen wirken, nämlich natürlich mit dem nach alten Brettern schmeckenden Whisky. Denn in ein Stück Holz hat die Mücke keinen Bock zu stechen. Der schmeckt das nicht und denkt vorher, das ihr Stachel abbricht. Und so ist die Legende gestrickt. Wegen der Mücke ist der Whisky erfunden worden. Hier im Ruhrgebiet sollte wohl das Bier helfen. Aber auf Vitamin B stehen Mücken und werden herzlich zum Stechbingoeingeladen. Der Biertrinkeraus Deutschland steht suf diese sanfte Art von Russisch Roulette mit Mücken statt Pistolen. Da waren die Schotten doch bessere Erfinder und tragen den Geschmack alter Eichenbretter heute in alle Welt.
Angela sagte, dass sie sich an die Mücken immer noch nicht gewöhnt hat. Wir waren zum richtigen Zeitpunkt da. Die Mücken waren noch nicht aus ihren Eiern geschlüpft. Im Sommer geht die Post ab. Ich meine die Stecherei. Dafür blüht die Heide schön.
Lehrerin Angela
Angela erzählte auch dass es dieses Jahr zu wenig Schüler gab, die sich für die deutsche Sprache angemeldet haben. Zehn müssen, aber nur 7 haben Interesse gehabt. So fällt der deutsche Unterricht für dieses Schuljahr aus.
Sie erzählte viele Dinge quer über die schottische Geschichte und Landschaften, der giftigen Gemeinen Ginster bis hin zu privaten Dingen, um die informationswilligen Aidatouristen wach zu halten. Sie lebt schon 30 Jahre hier und fühlt sich schon eher Schottisch statt Ruhrpottisch.
Nur vereinzelte Sprachfetzen dringen ins Ohr, wenn sie Deutsch spricht, wie eben „Könnse“. Der Rest ist dann auch mal Verwirrung mit englischen Wörtern, wenn jeden Tag Englisch statt Deutsch gesprochen wird. So geht es meiner polnischen Ehefrau ja auch.
Angela hat in die Familie des Clans der MacRae eingeheiratet. Ihr Sohn, so erzählte sie, arbeitet in Deutschland. Natürlich besitzt er einen Kilt. Einmal gibt man dafür 1000 Pfund aus und kann ihn für alle Anlässe nutzen von Hochzeiten, Geburtstagen bis hin zu Beerdigungen.
Viel zu wenig Zeit hatte man dann auf dem Rest der Tour zu plaudern. Aber vielleicht kommt sie mal wieder ins Ruhrgebiet. Dann zeige ich ihr, was sich so geändert hat in ihrer alten Heimat. Oder wir fahren wieder mal nach Schottlandund melden uns zu einem Tässchen Tee mit einem Schuss Whisky.
KurortStrathpefferund schottischen Eis
Vor allem ins verschlafene Kurort Strathpeffer würde es mich reizen zu nächtigen in den alten Hotels mit knarzenden Holzparkettböden.
Ein Kurort, der den Bach runterging, als auf dem europäischen Festland Kurorte, wie Pilze dem Boden sprießten. Es lohnt es sich allein wegen dem Eis in dem kleinen Kiosk Strathpeffer Sweet & Co vor dem großen Highland Hotel. Eis können Schotten auch. Und ihre herzliche Gastfreundschaft kommt oben drauf.
Ich war natürlich der letzte im Bus. Zwei riesige Kugeln plus gleichzeitig schnell schöne verschlafene Motive fotografieren bei einem Kurzaufenthalt von 20 Minuten ist schwierig ohne die Kugen zu verlieren. Da kriegt man am Ende Bauchschmerzen vom Verschlingen von Apple und Joghurt Orange. Boah, war dat lecka!
Sie erwähnte, dass es preiswerte Direktflüge von Amsterdam nach Invergordon gibt. Also eine gute Möglichkeit Angela kennenzulernen. Wer sie buchen möchte (unaufgeforderte unbezahlte Werbung)
Ich bin froh heil zurück gekommen zu sein. Was wäre, wenn die Legeum den Highlander echt wäre. Naja, einen Ruhrpottologe gibt es eben auch nur einmal. Im Schottland würde das auf gälisch ‚Ruhrpoitloige‘ heißen wahrscheinlich…
Kreiert mit ChatGpt
Im Übrigen habt ihr wegen meinem Vorurlaubsstress nicht soviel lesen können. Es sind noch einige Themen offen: Gästeführung auf der Halde mit Michael Weier, Gästeführung in Hattingen, RuhrDax und Pott-Talk, sowie den ein oder anderen neuen Podcast, der schon in der Bearbeitung ist. Mit Jack habe ich wegen der Vorbereitung auf die Jahrhunderthalle und meinem Urlaub keinen vorher geschafft fertig zu stellen. Aber das wird jetzt im Mai und Juni nachgeholt werden.
Heute gab es mal was anderes zu lesen statt Ruhrgebiet, aber mit einer kleinen Parallele durch die Dortmunderin Angela.
Dann sag ich jetzt Goodbye und Glück auf
P.S.: Edinburgh
Edinburgh ist sehr sehenswert, aber am Sonntag war dort sehr viel los. Touristen aus aller Welt waren da. Der Dudelsack war an jeder Ecke zu hören. Volle Straßen. Laut.
Auch auf dem Friedhof Little Hangleton war es voll mit Tourguides, die vom verstorbenen Persönlichkeiten Schottlands sprechen, z. B. dem schlechtesten Poeten Schottlands, William McGonagall, so stehts geschrieben, und das Grab des echten Thomas Riddle, der dort Inspiration zu J. K. Rowlings Lord Valdemort wurde. Natürlich wollen alle dieses Grab sehen…
Harry Potter Führungen sind sehr begehrt Nur eine bescheidene Tafel an der Wand weißt auf einen Schriftsteller hin, der weitaus weniger Erfolg hatte als Walter Scott Die Burg von Edinburgh Whisky Räume überall im Ort Dudelsackmusik an jeder Ecke bis die Ohren bluten
Gern hätte ich die kleine große Dame noch kennen lernen wollen. Nun ist die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer am 9.5.2025 genau 80 Jahre nach der Befreiung von Nazideutschland im hohen Alter von 104 gestorben.
SEID MENSCHEN – R.I.P. Margot Friedländer Foto (c) André Brune
Die Sumpfpflanze, fotografiert im ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und heutigen Staatlichen Museum in Polen, ist ein Symbol für den Aufbruch von Liebe, Hoffnung und Frieden in Zeiten von neuem Hass, Krieg und weiteren Verwüstungen.
Natur statt Terror soll wachsen in den Lagern.
Jetzt kann sie in Frieden ruhen. Ihr Schlaf war nicht einfach. Jede Nacht aufs Neue hat sie den Terror vom Konzentrationslager Auschwitz vor Augen gehabt.
Dennoch ging sie im hohen Alter zurück nach Deutschland, um von ihren Erlebnissen zu erzählen, damit es nicht vergessen wird und sich nicht wiederholen wird.
Seid Menschen, sagte sie und hatte noch viele Zitate kreiert durch ihre Erfahrungen und Erlebnisse, über die sie erst mit über 80 sprechen wollte.
Kürzlich sollte sie den höchsten Orden der Bundesrepublik Deutschland bekommen. Doch wie ein Zeichen starb sie kurz nach den Feiern zu Befreiung von Nazideutschland 80 Jahre nach dem Kriegsende.
80 Jahre lebte sie ohne Terror und in Frieden. Das Erstarken der AfD erschreckte sie und ließ Erinnerungen wieder hoch kommen.
Möge es sich nicht wiederholen, was sie und die anderen Überlebenden erlebt haben.
Im meinem Ruhrgebietsblog ist es mir wichtig die Vielfalt hoch zu halten und auch Margot Friedländer zu erwähnen. Sie besuchte auch das Ruhrgebiet. Und vom Ruhrgebiet aus Bochum und Essen gingen direkte Transporte nach Auschwitz. Und im Rahmen meines Stolperstein Ruhrgebiet Projekts zur Erinnerungskultur ist das ein Muss. Auch im Ruhrgebiet gab es Terror, Lager, Zwangsarbeit und Mord in den Gestappgefängnissen, im Rombergpark in Dortmund, an der nächsten Laterne. Das darf sich nicht wiederholen!
Die Transportlinien der Reichsbahn Richtung Auschwitz- Foto aus dem Museum Auschwitz (c) André Brune
Leider hatte ich nie die Chance sie kennen gelernt zu haben.
Dafür ist in meinem Blog Eva Weyl mit ihrem Vortrag stellvertretend. Sie stand mehr als einmal auf der Liste als Kind nach Auschwitz zu kommen von Westerbork.
„Wir sind alle gleich. Wir sind Menschen,“ mahnte Margot Friedländer.
Hoffnung erwächst in Auschwitz-Birkenau. Margot Friedländer wurde zum prominentesten Sprachrohr der Holocaust-Überlebenden.
Ihr Überleben konnte uns das Lebendig machen, was wir nicht miterlebten: Der Tod durch Menschenhand jeden Tag überlebend.
Margot Friedländer hat den Holocaust überlebt, lange geschwiegen, doch uns dann mitgeteilt, Mensch zu sein. „Wir sind alle gleich. Es gibt kein christliches, muslimisches oder jüdisches Blut.“
Sie bekam ihre Zeit uns das alles mitzuteilen, was sie schlimmes im KZ erlebt hat. Nun kann sie in Frieden ruhen und für sich den Schrecken der Nazis abschütteln. Sie sind aber noch unter uns, ihr Gift vernebelt unsere Sinne, so wie sie es immer getan haben. Seid wachsam und schaut genauer hin, um nachher nicht sagen zu müssen, dass ich das nicht gewusst habe.
Bunte Regenbogenfarben auf einem Osterei werden kritisch gesehen und blaue gehen durch die Decke. Und zusätzlich ist nicht mehr so einfach in Facebook mal den ein oder anderen Like zu bekommen. Der Algorhytmus mag eher rechtsgerichtete blaue Dinge. Was ist aus den sozialen Medien bloß geworden.
Ich hab Ostern Facebook geöffnet und bekomme Wahlwerbung einer örtlichen Partei aus Emmerich mit einem blaugecheckten Osterei und einem übergroßen Osterhasen, der lächelnd hinterherläuft oder es fast wie einen Kegel auf einen zurollen lässt.
Das Bild hat über 117 Likes bekommen. Mein buntes Bild mit einem regenbogenfarbenen Osterei hat nur läppische 10 in jeweils drei verschiedenen Gruppen bekommen, sogar Kritik geerntet.
Mehr als 7 rechne ich nicht. Da kam dann eher ein Kommentar, dass ich das doch nicht in diesen Regenbogenfarben hätte machen müssen und wünschte mir „Trotzdem Frohe Ostern“. Das war ein Kommentar, den dieser Herr sich echt hätte sparen können, aber natürlich die Meinung von mittlerweile scheinbar 25% der Deutschen widerspiegelt.
Dabei hab ich einfach an ein schönes buntes Osterei gedacht und es nicht politisch nutzen wollen, was die AfD natürlich macht. Also hab ich auch noch mal ein blaues Ei gemacht mit einem Osterhasen in der Deutschen Fahne. Weil ich da im Text: Achtung Satire geschrieben habe, kam bisher 0 Likes.
Ich hab es erstmal nur auf meinem Account hochgeladen und noch nicht weitergeschickt in die Gruppen. Zumindest ist noch kein dummer Kommentar gekommen. Immerhin!
Ich kann dann nicht an mich halten. Ich hab es kommentiert. Aber die Meinung war einfach von den anderen: Bunt ja, aber bitte nicht in diesen Regenbogenfarben. Es ist schlimm, wieviel über Diverse Menschen schon publiziert wird, da muss doch so ein Osterei nicht auch noch dafür herhalten….
Ich sprang natürlich auf diese Anmerkung an. Denn es regt mich auf, wenn aus einem bunten Ei die „Diversität“ angesprochen wird, die man zwar akzeptiert, aber durch die Fahne stilisiert, so wohl indirekt die Meinung. Aber wird es auch akzeptiert?
Ist es wirklich nicht so, dass ein Viertel der Deutschen es nicht einsehen wollen, dass es andere Menschen gibt, wie man selbst gestaltet wurde von den Eltern oder Gott, wie Gläubige es sehen?
Gott ist doch egal, wie du als Mensch bist. Hauptsache du hältst dich an die 10 Gebote. Der Mensch ist vielfältig in Farbe und auch im Geschlecht. Also ich weiß dann ja nie, wie ich mir das Ebenbild von ihm laut Bibel vorstellen soll. Ein alter grauer Mann mit Bart, wie es sich ein Künstler im 16. Jahrhundert vorgestellt hat? Und was ist, wenn Gott eine diverse Frau ist, der sich als Mann umgewandelt hat? Das kann Gott mit einem Fingerschnippen. Hat er überhaupt Finger?
Die Ostereier sind mit ihrem Hasen ein alter heidnischer Brauch der Fruchtbarkeit. Hat mit der Auferstehung insofern nur was mit Zeugen und der folgenden Erstehung von neuem Leben zu tun, was dann neun Monate später so auf die Welt kommt.
Es soll wohl jeder seine eigene Vorstellung über ihn, sie oder es haben. Der Mensch ist derjenige, der daraus ein Korsett macht, an das wir uns dann alle halten sollen. Die Menschen zwingen mit Rassismus und Diskriminierung einen dazu genauso zu sein, wie man als „Weißer“ Mann oder Frau zu sein hat. Das gilt aber für alle Völker der Welt statt sich solidarisch zu verhalten. Zusammen ist man doch stärker. Miteinander kann mehr lösen als gegeneinander zu handeln.
Dieses veraltete Bild aus Jahrhunderten der Geschichte der Menschheit, ist 80 Jahre nach Kriegsende mit vielen Ermordungen von Homosexuellen, Transmenschen und Behinderten, wieder en vogue zu diskutieren, und wird wegen der freien Meinung, die wir tätigen können auch öffentlich in den Sozialen Medien ausgetragen.
Die blaue Partei rief vor ein paar Jahren durch ihren Vorsitzenden Gauland zu einem Schlussstrich der Erinnerungskultur auf und erklärte kurzerhand die Geschichte von 60 Mio Toten zu einem Fliegenschiss, die man heute nicht mehr diskutieren muss, weil es eine neue Zeit gibt.
Blaues Ei mit Deutschlandfahne im Zeitgeist von 25% Foto von mir mit ChatGPT kreiert
Nein. So sehe ich das nicht. Natürlich kann man seine eigene Meinung haben, solange damit nicht Menschen diskreditiert werden, die eben nicht einfach Mann und Frau sind. Sie sind geboren worden und wurden eben von den Menschen drumherum in ein Korsett gesteckt. Jahrhundertelang lebten sie im Schatten oder konnten sich nicht aussuchen, so zu leben, wie sie es innerlich wollten und äußerlich zeigen.
Abgesehen, dass es eben auch Menschen mit anderen Farben gibt, die ins Ruhrgebiet gekommen sind, weil sie so geboren wurden, wo sie geboren wurden und diese Gene eben mitbringen.
Alles muss immer ausdiskutiert werden und kritisiert werden, Meinungen müssen auf jeden Fall geäußert werden. Die freie Meinung darf jeder sagen, weil wir in einem freien Land leben, weil die Deutschen eben den Krieg verloren haben. Ansonsten würden wir uns heute nicht so frei äußern dürfen.
Ist das so? Muss alles so sein, wie wir es uns selbst vorstellen? Wird dieses Korsett nicht wieder von anderen Menschen vorgezeichnet? Es ist egal, ob links oder rechts. Beide Seiten stecken die jeweilige Meinung in ein Korsett und wollen ihre Weisheit weitergeben.
Ich jedenfalls finde es auch nicht in Ordnung, wenn seit Jahren nun die Ausstrahlung von Winnitou und Old Shatterhand kritisiert wird. Das wiederum kommt hauptsächlich aus der linken Szene. Ich bin mit den beiden aufgewachsen. Ich habe ihre Art die Personenverkörperung aus Karl Mays Romanen geliebt als Kind.
Als Kind habe ich nie über das Problem nachgedacht, was erst vor einigen Jahren festgestellt wurde. Die Indianer dürfen nicht mehr Indianer heißen, sondern Indigene Völker. Ok, verstanden. Die Apachen lebten so nicht. Alles ist unecht. Ja, das ist wahr. Aber die Person auf der Titanic, die am Ende von Leonardo Di Caprio gespielt wurde und in dem kalten Wasser versank, gab es auch nicht.
Karl May war zum Zeitpunkt des Schreibens nie vorher in Amerika und hat denen die Hand geschüttelt. Er hatte es aus Büchern, die wahrscheinlich genauso rassistische und antisemitische Schriften beinhalteten, die damals vor über 120 Jahren normal waren.
Würden wir heute darüber nachdenken, was in den letzten fünfzig Jahren alles an Literatur und Filme auf dem Markt gekommen ist, was sexistisch, pornografisch, rassistisch, auch zwischen den Zeilen war, dann müsste man einen Scheiterhaufen aufmachen und diese Bücher verbrennen. Doch der Turm würde bis zum Mond reichen und man sollte es den Nazis nicht gleichmachen. Es ist der jeweilige Zeitgeist, der in Literatur und Filme eingeflossen ist. Traurig, aber so ist es eben.
Wenn ich Fotos von einem schönen blauen Himmel mache, hab ich die Befürchtung, dass nun linksgerichtete Kommentare kommen, ich solle doch lieber den Sonnenuntergang fotografieren, dass könnte man für ein glückliches Leben unter der blauen Partei deuten.
Foto von mir mit ChatGPT kreiert
Und wenn ich einen Regenbogen fotografiere, den ich zufällig am Himmel entdecke, kommt von den Seiten der Blaumacher, dass ich doch bitte die Diversität aus dem Foto lassen solle, das geht einen auf den Sack ständig diese Farben zu sehen.
Himmel nochmal, im wahrsten Sinne des Wortes. Kann einer die Zeit zurückdrehen, wo in Facebook und Instagram nur Katzenvideos zu sehen waren? Obwohl so ein Katzenhasser würde bestimmt sagen: Diese Perser sind einfach nur hässlich. Fotografiere lieber keine Katze aus Persien, die wollen wir hier nicht. Fotografiere die getigerte garfieldartige Katze, die ist schöner und kommt von hier. Kommt sie das wirklich?
Ich glaube dann ticke ich aus und werde nimmermüde die Perserkatzen zu verteidigen, die nicht so ihre Krallen ausfahren. Rote Katzen sind wie rote Frauen unbändig. Huch, jetzt drifte ich in die frauenfeindliche Schiene.
Also Ihr Eierköppe: Lasst Ostern mit der Politik. Seht einfach nur bunte Eier, feiert die Wiederauferstehung Jesus Christus und geht nach Hause zu euren Familien, spielt Minigolf und freut euch an einem Regenbogen, wenn er im April oder März fällt, je nachdem, wann der Lattenjupp eben je nach Vollmondlage auf die Bretter gelegt wurde. Ganz ehrlich, dass ist eine Frage, die ich wohl nie richtig beantwortet bekomme: Warum ist Jesus Todestag jedes Jahr an einem anderen Tag?
Regenbogen ist doch schön auf einem bunten Ei. Foto von mir mit ChatGPT kreiert
Wir sterben ja nicht je nach Vollmondlage. Aber das ist ein anderes Thema! Glück auf!
Erst war ich total begeistert von der Idee. Jetzt finde ich es übertrieben von wem es plötzlich diese Figuren in Blisterverpackungen alles gibt. Sogar Kevin Großkreuz hat eine bekommen, Egon Kowalski und der Bürgermeister von irgendeiner Kleinstadt in Niedersachsen.
Insgesamt nervt es so viel, dass ich selbst mich nicht zurück halten konnte und für Chat GPT Geld hingelegt habe, weil ich ein vernünftiges von mir bekommen wollte. Das Problem ist nämlich, das er nach zwei Bildern mitteilt, dass es dann nicht mehr kostenlos geht. Sie sollte ja auch ein vernünftiges Bild rausbringen. Im wahrsten Sinne Kohle rausgeholt…
Ich hab gesagt, dass sie den Name Ruhrpottologe nutzen soll und einfach was draus machen soll. KItty Chatty, wie ich sie nenne, hat dann so was von eine klischeehafte Verpackung von rauchenden Schloten mit vielen Zechen im Hintergrund gezeichnet. Das war schon arg peinlich. Passte eher zu 1929, als Bochum die Stadt war mit der höchsten Zechenanzahl. Und so alt bin ich ja auch noch nicht.
Bild mit Hilfe von Chat GPT
Die Retrovariante erinnert mich an eine Actionfigur der 1960er Jahre.
Retro-Figur mit Hilfe von Chat GPT
Und zu guter Letzt sollte es eine sein, wie Asterix, also Comichaft. Naja, sie sind mehr oder weniger gut geworden
Comicfigur Ruhrpottologe mit Hilfe von Chat GPT
War aber irgendwie lustig, sich selbst leicht verändert zu sehen. Aber dann wollte ich es komplett anders. Professionell und die Verpackung in Grün. Weg mit dem Klischee. Ja, auch mit einem Förderturm, mit dem Symbol meiner Geburtsstadt Tetraeder auf eine Halde, eine Autobahn, die sich in die Ferne schlängelt plus einen Baum mit angelehnten Wanderschuhen, denn hier kann man viel Wandern.
Einer der vorletzten Varianten, wo mir das Fördergerüst nicht gefiel und ich noch einige Wörter falsch sah – Bild mit Hilfe von ChatGPT
Mein Notizbuch mit Reviergeschichten ist nicht ganz gelungen, zumindest nach der gefühlten 8. Variante. Da kann man Revier lesen, aber dann nur noch Elbisch.
Die letzte beste Variante von Chat GPT auf Hochdeutsch
Aber ansonsten wurde der Text so gut wie richtig übernommen. Der QR-Code führt zu meiner Blogseite. Fast perfekt.
Dann aber wollte ich eine Ruhrdeutsche Variante. Die KI hat erstmal Kölsche Varianten eingebaut. Rheinländisch kann sie besser. Ich hab natürlich noch nachgeholfen und aus Jeschichte und Jeschichten Gedöns & Dönekes gemacht. Und plötzlich taucht auf dem Notizbuch Reviergeschichten richtig auf. Sehr merkwürdig die Kitty…
Die App Hula bietet das auch an mit einer schlichten Verpackung zu deiner 3D-Figur. Aber dadurch ist es für jeden interessant. Wer will sich nicht selbst mal in eine Verpackung sehen, wie Spiderman, Batman, Luke Skywalker, Darth Vader oder He-Man?
Jetzt kann man aus sich selbst eine machen. Spielen kann man damit nicht, aber dem Egoismus frönen mal einfach eine zu sein. Und tatsächlich sind andere begeistert und liken es.
Egal. Einmal gemacht, sollte es nun gut sein für die Zukunft. Dafür hab ich mit Jack Tengo direkt über die KI im Ruhrgebiet einen neuen Podcast spontan eingespielt. Denn KI ist die Zukunft im Strukturwandel vom Ruhrgebiet. Ja, das muss erwähnt werden. Die KI wird Arbeitsplätze vernichten, so wie es in den 1970er und 1980ern auch die Roboter getan haben, aber sie erschafft neue Arbeitsplätze, erleichtert auch bei Firmen die Arbeit. Ob das alles so werden wird, steht trotzdem in den Sternen. Vor vierzig Jahren dachte man, das die Roboter alle Arbeit übernehmen werden. Nun soweit sind sie noch nicht. Im Altenheim zumindest kann noch kein Roboter die Pflege verrichten und dabei noch menschlich sein. Aber wer weiß, ob ich in zwanzig bis dreißig Jahren von einem Roboter gepflegt werde, wenn ich bis dahin nicht von Nanorobotern im Gehirn noch am Laufen gehalten werde und die KI meine Finger steuert auf der Tastatur. Wer weiß, viellecicht shreib ga nich ic, sonda ein KI…
Bild von Chat GPT
Der nächste Podcast aus der Reihe „Ruhrgebiet erklärt“ wird Ostern veröffentlicht. Der Osterhase wird dann wahrscheinlich weghoppeln.
Insgesamt kann ich nun als kunstbegeisterter Mensch sagen, dass mit KI sicherlich Kunst gemacht werden kann. Man gibt ja als Programmierer die Daten ein. Da war doch eine Frage in der Bottroper Künstler Kollektiv Gruppe nach einem Bild. Ich wollte es kaufen, weil ich das Bild aus Paris einfach nur schön fand mit dem Flair der 1950er Jahre. Dann fand jemand raus, dass es Oskar Glacé sein könnte. Der Rahmen stammte wohlmöglich aus den 1950er Anfang 1960er Jahre mit einer Aufschrift „Original Oelgemälde Deutscher Maler“. In Handschrift stand Glacé. Ob es nun ein Franzose war oder Deutscher spielt ja keine Rolle. Rauszufinden in Google war nicht viel bis gar nichts. Er war wohl ein eher unbekannter Maler, wahrscheinlich in Paris ein Straßenmaler.
Ich hab in ChatGPT die Angaben mit dem Namen des Malers allerdings gemacht und was ich auf dem Ursprungsbild sah: Ein Café, an dem Menschen vorbeischlendern, in der Ferne der Notre Dame von vorn, sehr eindrücklich sofort erkennbar, dazwischen fuhr ein Bus leicht angedeutet in Blau – Weiß der damaligen Verkehrsbetriebsfarben wahrscheinlich entsprechend und es sollte als Ölgemälde entstehen. Dies gab ich in den Chat ein. Das Bild haute mich um. Es war, als wenn es tatsächlich von einem Maler gemacht wurde, der dort mit seiner Staffelei in der Straße stand und eine Szene, wie fotografiert, mit herbstlichen Tönen und dem Notre Dame im Hintergrund selbst gemalt hätte.
Wäre es echt, dann wäre es kaum unterscheidbar, ob es ein Maler oder die KI gemacht hatte. Das ist in der Kunstwelt eine schwierige Diskussion. Und definitiv ein schwieriges Thema, aber es sollte natürlich so angenommen werden, dass ein Autor ein Bild malen kann mit der KI und es entsprechend hinweisen, dass es die KI war. Das Publikum entscheidet, was es mag. Aber der Hinweis muss schon gegeben sein, dass der Erschaffer nicht allein die KI ist, sondern derjenige, der die Angaben macht. Ich finde es zumindest spannend, egal wie umstritten es ist. Es können faszinierende Bilder erschaffen werden, aber es wird nie die Kunst der Menschen verdrängen, die selbst Hand anlegen mit einem Pinselstrich, basteln, häkeln, fotografieren. Sie wird bleiben, ich gehe fest davon aus. Aber sie kann unterstützen. Ideen können herausgezogen werden. Und im Ruhrgebiet gibt es sozusagen einen Firmenpool, der die KI nicht nur erforscht, sondern neu erschafft für Dienstleistungen, Roboter und anderen Dingen, die unser Leben erleichtern sollen. Hoffen wir mal, dass es die Welt besser macht, als bisher die KI von Populisten eher schlecht, wie gerade letztes Jahr mit wehenden deutschen Fahnen ein Korso von Traktoren umgarnt wird mit blauem Hintergrund. Der genau das zeigt, dass die AfD hinter den Bauern steht. Kein Wort davon, dass die AfD Subventionen generell kürzen würde, wenn sie an der Macht wäre. Das ist die Kehrseite der Medaille: KI kann auch wieder mal optisch so täuschen, wie es der Programmierer eben gern sehen lassen möchte. Ob die Sache dahinter nun falsch oder nicht falsch ist, entscheidet auch hier der Betrachter der Leichtgläubigkeit oder der Hinterfrager. Ich hinterfrage und forsche nach, recherchiere und sage dann: Ne, samma, dat Bild hömma, kannse knicken!
Oskar Glacé nachempfundenes ChatGPT – Ölgemälde nach meinen Angaben erstellt
Das Bild kann auch mehrere Tage in Anspruch nehmen bei der Eingabe übrigens, wenn es nicht auf Anhieb gefällt oder passt oder auch zur Verzweiflung bringen, wenn es nicht so klappt. Meine Frau kriegt jetzt auch eine Actionfigur für ihre Selbstständigkeit. Alle machen es jetzt, eben auch nichtssagende Politiker oder Politikerin irgendeines Provinznestes.
Ewa Brune, die Dolmetscherin und Übersetzerin. Ich war gespannt, was die KI daraus gemacht hat. Ich finde es gelungen:
Mit Jack mache ich ja den KI-Podcast zu Ostern, also hab ich auch ein paar Bilder zurechtschnippeln lassen von der KI und mich auch auf einem Osterei sitzend. Die Leser und Betrachter, können selbst entscheiden, was sie am besten finden. Hier soll im Hintergrund die Jahrhunderthalle zu sehen sein. Naja, sieht eher wie eine Bahnhofshalle aus…Allerdings weiß die KI, dass ich neue Laufschuhe brauche. Meine blauen sind schon kaum blau, sondern eher mit dreckigen Flecken beschmutzt, die nicht mehr abgehen beim Putzen… Achja, ich rauche nicht, dass ist eine Kaugummizigarette vonne Bude.
Zweiter Entwurf durch ein Foto von mir. Die Hand sollte direkt auf das Ei zeigen. Chat GPT hat sie abgeschnitten bzw. verdoppelt auf das Ei mit Frohe Ostern zeigen lassen. Auch witzig.Comicbild von ChatGPT mit meinen Angaben erstelltDie realistischere ChatGPT – Variante. Hat was. Ruhrpoit ist wie Infopoint der Deutschen Bahn… Geht auch.
Ich und auch Jack Tengo jedenfalls wünschen damit schon mal Frohe Ostertage!
Das ich allerdings hier der Ruhrfottologe bin… Naja ist zu verzeihen;-))) (ChatGPT hats mit meinen Angaben nach dem vierten Entwurf so gemacht)
Und ein osterliches Glück auf mit meiner Actionfigur auf Ruhrdeutsch, die ihr leider nicht im Laden kaufen könnt:
Nicht 100% korrekt, aber soweit schon sehr gut! Bild von Chat GPT nach meinen Anweisungen
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