Herten seine Zeche Schlägel und Eisen I Ruhrgebiet erklärt Folge 37 I +Podcast I +Videopodcast

Ruhrgebiet erklärt Zeche Schlägel & Eisen in Herten

Schlägel und Eisen ist das bekannte traditionelle Symbol des Bergbaus. Es steht nicht nur für den Steinkohlebergbau und hat eine eigene Geschichte, die im Podcast nur angerissen werden kann. Woher stammte also der Name der Zeche? Das und wie die Zeche die alten Bauernschaften Disteln, Langenbochum und Scherlebeck zu Europas größter Bergbaustadt machte, klären wir in diesem spannenden Podcast.

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Wie veränderten sich die Stadtteile von Herten. Durch den Zuzug vieler Arbeitskräfte hauptsächlich aus dem Osten des Deutschen Reiches siedelten sich viele Menschen hier an. Neue Arbeitersiedlungen entstanden und die Dörfer wurden größer und wurden dann zu Herten eingemeindet.

Wir erzählen über die Entstehung der Zeche Schlägel & Eisen, um die Schächte 1/2, 3/4/7 und 5/6, um Abteufen, Sohlen, Fördergerüste, Kokerei, Zwangsarbeit, Unglücke und den Wandel nach der Kohle. Besonders die heutige Schachtanlage 3/4/7 zeigt, wie Industriekultur weiterlebt: als Denkmal, Gewerbestandort, Parklandschaft, Erinnerungsort und Teil der wunderbaren Allee des Wandels, die ich ja schon entlanggewandert bin mit meiner Frau. Man läuft den Strukturwandel nach von der Halde Hoheward um Herten herum bis Zeche Westerholt und kommt auch an Zeche Schlägel und Eisen nach.

Doch diese Geschichte hat auch dunkle Seiten. Mehrfach kam es auf Schlägel & Eisen zu tödlichen Unglücken und dort gab es auch im Zweiten Weltkrieg die Schattenseite mit dem Ausnutzen von Zwangsarbeitern, die aus den durch die Nazis eroberten Gebieten hauptsächlich aus dem Osten. 

Die Folge erinnert deshalb nicht nur an Technik und Strukturwandel, sondern auch an die Menschen, die unter Tage arbeiteten und ihr Leben riskierten.

Schlägel & Eisen zeigt, was das Ruhrgebiet ausmacht und Herten mit Zeche Ewald und Zeche Westerholt zur Stadt geformt hat: Dörfer wurden zu Industriestandorten, Zechen zu sozialen Mittelpunkten, und aus Arbeitsorten wurden Erinnerungsorte. Es geht nicht um Verherrlichung, sondern um Bewahrung von Geschichte und Geschichten.

Glück auf!

Quellen/Weiterführende Links
 
Industriedenkmalpflege
https://vimeo.com/674836218

Früchteteppich in Langenbochum

Zeche Schlägel & Eisen – Wikipedia 

Zeche Schlägel & Eisen in Herten – Ruhrzechenaus 

Zeche Schlägel & Eisen – Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 

Zeche Schlägel & Eisen – Regiofreizeit / Kreis Recklinghausen 

Zeche Schlägel & Eisen Schacht 3/4 – Tag des offenen Denkmals 

Neue Perspektiven für die Zeche Schlägel & Eisen in Herten – Regionalverband Ruhr 

Übergabe der Zeche Schlägel & Eisen – Geschichtskultur Ruhr 

Gewerbestandorte in Herten – Stadt Herten 

Stadtgebiet Herten mit Stadtteilen – Stadt Herten, PDF 

Spielplätze in Herten 2024 – Stadt Herten, PDF 

Raumvermietung / Schacht V/VI Scherlebeck – Stadt Herten 

Stadtarchiv Herten – Stadt Herten 

Klub Schlägel & Eisen 

Der Klub Schlägel & Eisen 

Vereine Industriekultur – Stadt Herten 

Tag des offenen Denkmals auf Zeche Schlägel & Eisen – Hertener Allgemeine 

Zeche Schlägel und Eisen 3/4/7 – Deutsche Digitale Bibliothek 

Zeche Schlägel und Eisen 3/4/7 – museum-digital / Deutsches Bergbau-Museum Bochum 

Stadtarchiv Herten – Archive NRW 

Bauakten Schlägel & Eisen ans Stadtarchiv Herten – Archivalia 

Dampfmaschinen-Zeichnungen Schlägel & Eisen – Presse-Service 

Schlägel & Eisen Schacht 1 – Zechenkarte 

Liste der Fördertürme im Ruhrbergbau – Wikipedia 

Unglücke im Ruhrbergbau – Wikipedia 

Ruhrpott-Whisky 

Historisches Oberhausen 

Herten seine Sehenswürdigkeiten I Ruhrgebiet erklärt Folge 35 I +Podcast I +Videopodcast

Adel, Bergbau, Fachwerk und Natur ist auf wenigen Schritten quer mitten im Ruhrgebiet in Herten zu entdecken. Passend zu unserer Podcastreihe über Herten wollten wir die Sehenswürdigkeiten kurz aufzeigen und empfehlen in unserer Folge Herten seine Sehenswürdigkeiten. Ob mit dem Rad, zu Fuß oder mit anderen fahrbaren Untersätzen: Herten ist eben ein Besuch wert. Hört rein, dann wird verständlich, was wir meinen:

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Herten ist eine Stadt, die man nicht nur über den Bergbau erklären kann. Natürlich haben Zechen wie Ewald, Schlägel & Eisen und Westerholt die Stadt stark geprägt.

Herten hat noch mehr zu bieten als zwei Wasserschlösser, ein historisches Fachwerkdorf, die größte Haldenlandschaft in Europa, alte Arbeitersiedlungen, historische Wassertürme, eine Vielzahl an Naturorten, Bauernhöfe mit Lebensmitteln oder zum Erleben und Erlernen von Landwirtschaft, Freizeitangebote und auch Zukunftsstandorte.

Diese Bonusfolge ist also ein kleiner Wegweiser durch Herten – für alle, die die Stadt entdecken möchten oder sie vielleicht bisher unterschätzt haben.

Herten kennenlernen mit ein paar kurzen Tipps : Vom Dorf zur Bergbaustadt

Die erste urkundliche Erwähnung Hertens als „Herthene“ stammt aus dem Jahr 1050. Lange war Herten ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Adel, Kirche und Bauernhöfe bestimmten das Leben, bevor der Bergbau alles veränderte.

Mit der Industrialisierung kamen die Zechen, neue Arbeitskräfte, Arbeitersiedlungen, Straßenbahnverbindungen und ein starkes Bevölkerungswachstum. Aus einem kleinen Ort wurde eine bedeutende Bergbaustadt.

Heute zeigt Herten an vielen Stellen, wie Vergangenheit und Zukunft nebeneinanderstehen: Schloss und Fachwerk auf der einen Seite, Halden, Zechenrelikte und Wasserstofftechnologie auf der anderen.

Schloss Herten und Schlosspark

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist das Schloss Herten. Es wurde erstmals 1376 erwähnt und entwickelte sich von einem festen Haus zu einem Wasserschloss mit Gräften, Hauptburg, Vorburg und großem Schlosspark.

Über Jahrhunderte war das Schloss mit verschiedenen Adelsfamilien verbunden, darunter die Herren von Herten, von Galen, von Stecke und von Nesselrode. Nach einem Brand im Jahr 1687 wurde es im barocken Stil wiederaufgebaut.

Ab den 1920er Jahren litt die Anlage unter Verfall, durch die Besetzung von französischen Armeeangehörigen, Bergsenkungen und dem Nichtstun der adeligen Besitzer. Erst ab den 1970er Jahren wurde das Schloss aufwendig saniert auf Kosten der Steuerzahler. Aber heute ist es ein bedeutendes Denkmal und wird unter anderem kulturell und auch für eine Tagesklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie genutzt.

Der Schlosspark ist ein wunderbarer Ort zum Spazieren, Radfahren, Durchatmen und Entdecken. Besonders sehenswert sind die Wassergräften, die alte Schlossanlage, die Schlosskapelle, die Alleen, die Teiche und die Landart-Installation „Burgenland“ von Nils-Udo, die zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010 entstand.

Innenstadt, St. Antonius und Glashaus

Auch die Hertener Innenstadt lohnt sich. Unweit vom Schlosspark entfernt liegt schon die ruhige Fußgängerzone mit Kunstskulpturen im öffentlichen Raum. Im Ortskern steht die Kirche St. Antonius, deren heutiger Bau 1884 im neugotischen Stil nach Plänen von August Hanemann errichtet wurde. Schon vorher gab es an dieser Stelle ein älteres Kirchengebäude.

Das Glashaus Herten wurde 1994 eröffnet und ist heute ein kultureller Treffpunkt mit Stadtbücherei, Bühne, Veranstaltungen, Konzerten und Theater.

Wer durch die Innenstadt geht, kann außerdem den Skulpturenpfad „Kunst am Weg“ entdecken. Dort begegnet man unter anderem Bronzefiguren verschiedener Künstler, darunter dem Heiligen Antonius und die Schweineherde am Otto-Wels-Platz.

Landschaftspark Hoheward und Halde Hoppenbruch

Der Landschaftspark Hoheward ist einer der eindrucksvollsten Orte in Herten und im gesamten Ruhrgebiet. Die Halden Hoheward und Hoppenbruch bilden zusammen eine der größten zusammenhängenden Haldenlandschaften Europas.

Auf der Halde Hoheward stehen der Obelisk als Sonnenuhr und das bekannte Horizontalobservatorium. Von oben hat man einen fantastischen Blick über das Revier.Die Halde Hoppenbruch ist durch ihr Windrad weithin sichtbar. Sie bietet Wege für Spaziergänger, Wanderer und Mountainbiker. Die Halden bestehen aus Bergematerial der umliegenden Zechen und sind heute Orte für Freizeit, Natur, Erinnerung und Industriekultur.

Zeche Ewald und Zukunftsstandort

Am Fuß der Halde Hoheward liegt die ehemalige Zeche Ewald. Die letzte Förderung fand im Jahr 2000 statt. Erhalten geblieben sind unter anderem der Malakowturm von Schacht 1, das Stahlkastenstrebengerüst von Schacht 2, das Doppelbockfördergerüst von Schacht 7, Maschinenhallen, Waschkaue und weitere Gebäude.

Heute ist das Gelände ein Zukunftsstandort für Wasserstofftechnologie und für Events. Industriekultur, Veranstaltungen, Tourismus, Wasserstofftechnologie und Freizeit verbinden sich an einem Fleck mitten im Ruhrgebiet. Mit der Motorworld, dem Besucherzentrum und der Nähe zur Halde Hoheward ist Ewald heute ein wichtiger Anlaufpunkt für alle, die Herten besuchen. Wo früher Kohle gefördert wurde, geht es heute um Strukturwandel und neue Perspektiven.

Ewaldsee und Hertener Mark

Der Ewaldsee entstand im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn A2 und der Nutzung durch die Zeche Ewald als Kühlwasserreservoir. Heute ist er ein Natur- und Spaziergebiet mit Wald, Wasser, Pflanzen und Tieren. Zusammen mit der Hertener Mark bietet der Bereich schöne Möglichkeiten für kurze Wanderungen, Radtouren oder ruhige Auszeiten im Grünen.

Backumer Tal und Copa Ca Backum

Das Backumer Tal ist ein bekanntes Freizeitgebiet in Herten. Dort liegt auch das Copa Ca Backum, ein beliebtes Bad mit Sportbad, Freizeitbad, Sauna, Wellnessbereich, Gastronomie und Freibad.

Es ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und eignet sich für Familien, Schwimmer, Saunagänger und alle, die mal eine kleine Auszeit brauchen.

Aktuelle Öffnungszeiten und Preise sollten vor dem Besuch direkt auf der Internetseite geprüft werden.

Volkspark Katzenbusch und Katzenschlösschen

Im Süden Hertens liegt der Volkspark Katzenbusch, ein Wald- und Parkgebiet für Spaziergänge, Natur und Erholung.

Am Rand des Parks steht das heutige Katzenschlösschen, früher Parkschlösschen genannt. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Form eines kleinen Schlosses mit Rundturm gebaut und wird heute gastronomisch genutzt.

Die Wassertürme in Scherlebeck

In Scherlebeck stehen zwei markante Wassertürme der Gelsenwasser AG. Der ältere Turm stammt aus dem Jahr 1908, der jüngere aus den 1930er Jahren.

Der ältere Turm gehört zum Typ Intze, benannt nach dem Ingenieur Otto Intze. Er war einer der bedeutenden Wasserbauingenieure des 19. Jahrhunderts und prägte die Entwicklung von Wassertürmen und Talsperren.

Die Hertener Wassertürme gehören zur Route der Industriekultur. Am Tag des offenen Denkmals kann der historische Turm teilweise besichtigt werden. Von oben bietet sich ein schöner Blick in die Umgebung.

Altes Dorf Westerholt

Ein absoluter Höhepunkt ist das Alte Dorf Westerholt. Der historische Ortskern mit seinen vielen Fachwerkhäusern wird oft als „westfälisches Rothenburg“ bezeichnet.

Über 60 gut erhaltene, meist denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, kleine Gassen, Inschriften, Vorgärten, Kirche und Schlossumfeld machen Westerholt zu einem der schönsten historischen Ortskerne im nördlichen Ruhrgebiet.

Ein Rundgang durch Westerholt lohnt sich besonders in Kombination mit der Kirche St. Martinus, dem Schloss Westerholt und einer kleinen Pause in einem Café oder Restaurant.

Schloss Westerholt und St. Martinus

Das Schloss Westerholt liegt direkt am Alten Dorf und ist heute Hotel und Restaurant. Eine reguläre Innenbesichtigung ist in der Regel nicht möglich, aber schon der Blick von außen und die Lage am historischen Ortskern machen den Ort sehenswert.

Die Kirche St. Martinus prägt zusammen mit Schloss und Fachwerkhäusern das Ortsbild. Wer Herten besucht, sollte Westerholt unbedingt mit einplanen.

Allee des Wandels und Zechenbahntrasse

Die Allee des Wandels ist ein Fuß- und Radweg auf ehemaligen Bahn- und Zechenverbindungen. Sie verbindet Industriekultur, Natur und Stadtteile miteinander.

Besonders schön ist eine Tour vom Alten Dorf Westerholt über ehemalige Zechenstandorte zur Zeche Ewald und weiter zur Halde Hoheward. Die Strecke zeigt auf engem Raum, wie eng Bergbaugeschichte, Landschaft und Strukturwandel in Herten zusammengehören.

Schlägel & Eisen in Langenbochum

In Langenbochum erinnern noch Gebäude und Anlagen an die ehemalige Zeche Schlägel & Eisen. Auf dem Gelände zwischen Feldstraße und Langenbochumer Straße haben sich heute neue Firmen angesiedelt.

Erhalten sind unter anderem Fördergerüste, Maschinenhäuser, Kaue, Verwaltungsgebäude und weitere Zeugnisse der Bergbauzeit. Die genaue Geschichte der Zeche erzählen wir in einer eigenen Podcastfolge.

Hof Wessels

Der Hof Wessels ist ein besonderer Natur-, Lern- und Erlebnisort in Herten. Nach rund 100 Jahren Bauernhofgeschichte wurde das Gelände von der Hertener Bürgerstiftung übernommen und zu einem ökologischen und sozialen Projekt weiterentwickelt.

Heute ist Hof Wessels ein außerschulischer Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es gibt einen Kräutergarten, eine Streuobstwiese, einen Bienenstand, Tierweiden, Anbauflächen und Angebote rund um Naturpädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Seit 2021 ist Hof Wessels anerkanntes BNE-Regionalzentrum für den Kreis Recklinghausen. Außerdem gibt es dort eine solidarische Landwirtschaft. Gemüse, Kräuter und weitere Produkte werden biologisch angebaut, allerdings ohne offizielle Bio-Zertifizierung.

Interessierte können sich über Gemüsekisten und Angebote direkt beim Hof informieren.

Bauer Feldhaus

Auch Bauer Feldhaus steht für regionale Produkte und Landwirtschaft in Herten. Im Hofladen gibt es unter anderem Kartoffeln, Milch, Eier, Konfitüre, Honig und Liköre.Ab September wird dort auch das Kartoffelselbstaufnehmen angeboten. Ein schöner Ort für alle, die regionale Landwirtschaft unterstützen möchten.

Weitere Orte in Herten

Herten hat noch viele weitere interessante Orte. Dazu gehören die Volkshochschule in der ehemaligen Villa Schweisfurth, die Rathaus-Galerien, der zentrale Omnibusbahnhof mit moderner Überdachung, die griechisch-orthodoxe Kirche des Heiligen Dimitrios, die Blaue Moschee an der Paschenbergstraße und alte Arbeitersiedlungen wie an der Friedrichstraße in Backum.

Dazu kommen Sportvereine, Radwege, Spazierwege, Gastronomie, Naturflächen und viele kleine Details, die zeigen: Herten ist vielseitiger, als man auf den ersten Blick denkt.

Gute Kombinationen für einen Besuch

Für einen kurzen Rundgang in Westerholt:

Altes Dorf Westerholt → St. Martinus → Schloss Westerholt → Café oder Restaurant im historischen Ortskern

Für einen Industriekultur-Ausflug:

Zeche Ewald → RVR-Besucherzentrum → Halde Hoheward → Horizontalobservatorium → Ewaldsee

Für eine Radtour:

Altes Dorf Westerholt → Allee des Wandels → Zeche Ewald → Halde HohewardFür einen Natur- und Familienausflug:Hof Wessels → Backumer Tal → Copa Ca Backum → Volkspark Katzenbusch

Fußgängerzone Herten Mitte mit der St. Antoniuskirche, den Kunstweg und Wasserschloss Herten und Schlosspark unbedingt verbinden!

Ruhrpottologe – Fazit

Herten ist mehr als eine ehemalige Bergbaustadt. Die Stadt erzählt von Adel und Schlossgeschichte, von Landwirtschaft und Fachwerk, von Zechen und Arbeitersiedlungen, von Halden und Strukturwandel, von Wasserstoff, Natur und Freizeit.

Wer Herten besucht, bekommt Ruhrgebiet in vielen Facetten: historisch, grün, industriell, familiär und zukunftsorientiert. Genau das macht diese Stadt spannend.

Wie schon gesagt: Herten hat wat! Oder einfacher: Heha: Herten hats!

Weiterführende Links / Shownotes

Herten allgemein und Sehenswürdigkeiten

Stadt Herten – Freizeit und Sehenswürdigkeiten: 

https://www.herten.de/stadtleben/freizeitStadt 

Herten-Schlosspark:

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark

Glashaus Herten:

https://www.herten.de/kultur-und-bildung/glashaus

Route Industriekultur 

Zeche Ewald / Zukunftsstandort:

https://www.route-industriekultur.ruhr/ankerpunkte/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/

Landschaftspark Hoheward:

https://www.hoheward.rvr.ruhr/

RVR-Besucherzentrum Hoheward:

https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Copa Ca Backum:

https://www.copacabackum.de

Hof Wessels:

https://hofwessels.de

Solawi Hof Wessels 

Kontakt: solawi@hofwessels.de

Bauer Feldhaus:

Ebbelicher Weg 56, 45701 Herten 

***

Westerholt

Ruhr Tourismus – Altes Dorf Westerholt:

https://www.ruhr-tourismus.de/poi/altes-dorf-westerholt/

Schlosshotel Westerholt:

https://www.schlosswesterholt.de/

St. Martinus Herten:

https://stmartinus.de/

Allee des Wandels:

https://www.ruhrgebiet-industriekultur.de/allee-des-wandels/  

Projekt Neue Zeche Westerholt:

https://neue-zeche-westerholt.de/ 

***

 

Weitere Orte und Themen

Wasserstoffstadt Herten:

https://wasserstoffstadt-herten.de

Route Industriekultur:

https://www.route-industriekultur.ruhr/

Ruhr Tourismus:

https://www.ruhr-tourismus.de/

Regionalverband Ruhr:

https://www.rvr.ruhr/ 

 

***

Literaturtipps

Achim Kubiak und Gerlinde Droste:

Herten – Bildband

Erschienen bei der Buchhandlung Droste, 2021. ISBN 978-3-9801008-4-7

***

Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann:

Die alten Zechen an der Ruhr

Verlag Karl Robert Langewiesche.ISBN 3-7845-6994-3

***

Joachim Huske:

Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier

Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums. ISBN 3-937203-24-9

***

Wolfgang Quickels, Sibylle Raudies, Eberhard Scholz:

Es war, es wird. Die Zeche Ewald von 1871 bis 2010 in Geschichte/n und Bildern

RDN Verlags GmbH & Co. KG Stefan Prott. ISBN 3-9810120-3-8  

 

***

Kontakt:

Habt ihr Erinnerungen an Herten, Westerholt, Zeche Ewald, Schlägel & Eisen oder andere Orte im Ruhrgebiet? Dann schreibt gerne an: ruhrpottologe@gmail.com

Mehr Ruhrgebietsgeschichten gibt es hier im Blog – bedenket. Alles ist bei mir hier neben der Arbeit. Manchmal dauert ein Beitrag auch ein paar Tage länger.

 

Westerholt: Adeliges Fachwerkdorf in Herten I Ruhrgebiet erklärt Folge 33 Teil 3 I +Videopodcast I +Podcast

Hertens Stadtteil Westerholt hat eine eigene besondere historische Geschichte bis zum Jahr der Eingemeindung 1975 gehabt. Nicht weit vom Schloss Herten, steht heute noch das Schloss Westerholt. Im 14. Jahrhundert taucht erstmals in einer Urkunde eine Burg auf. Und wir erzählen die Geschichte und schönen Seiten von Westerholt in unserem gemeinsamen Podcast:

Die adelige Geschichte von Westerholt hat eine sehr bewegte Geschichte. Fast wäre das Schloss sogar durch Krieg und Vernachlässigung durch Schulden, sowie Brand verschwunden.

Heute ist der angelegte englische Landschaftspark ein weithin bekannter Golfplatz und gehört zu den schönsten in Deutschland. Im Schloss kann wunderbar eine Hochzeit gefeiert werden. Nebenan ist das Fachwerkdorf Alt Westerholt mit der Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen großen St. Martinus Kirche.

Das Fachwerkdörfchen allein ist schon einen Besuch wert, aber auch die grüne Umgebung oder die gut erhaltene Architektur aus Arbeitersiedlung und Mietshäusern aus der Zeit der Gründung von Zeche Westerholt des  Örtchens trotz Bomben im 2. Weltkrieg sind einen Besuch wert. Dafür muss man auch mal andere Wege auf sich nehmen und in die Seitenstraßen abbiegen, die von der Hauptverkehrsachse, die Bahnhofstraße, abzweigen. Es lohnt sich!

Durch die markante St. Martinuskirche am Ortseingang des Dorfes spürt man den noch heute großen katholischen Einfluss im Ort. Die Adeligen im 16. Jahrhundert wollten Protestanten werden, dagegen protestierte der Bischof von Köln und ließ die Burg schleifen. Deswegen ist das alles „nur“ noch ein Schloss.

Aus dem Dornröschenschlaf der kleinen Handwerker im Dorf holte dann 1907 die Zeche Westerholt und veränderte das Stadtbild nachhaltig. Aus dem Dorf wurde eine Stadt mit eigenem Amtshaus. Doch 1975 bei der Kreisreform, kam Westerholt in die Eingemeindung von Herten. 

Im 2. Weltkrieg wurde Westerholt weitgehend trotz der Zeche glücklicherweise verschont. Und das macht den Ort so besonders mitten im Ruhrgebiet. Er besitzt noch historische Substanz und hat naturnahe Räume und seit Dezember 2025 endlich wieder einen Bahnhof direkt an der gegenüberliegenden Seite der Zeche, deren Fördertürme von der Halde Hoheward sogar prägnant in der Ferne zu sehen sind. 

Auf jeden Fall war es das wert einen eigenen Podcast Ruhrgebiet erklärt über Westerholt zu machen. Wenn was fehlt oder falsch recherchiert wurde, teilt es uns mit: 

ruhrpottologe@gmail.com 

Wir sind die einzigen Podcaster, die das Ruhrgebiet in dieser Form hörbar machen! 

Weiterführende Links:

Wikipedia
https://de.wikipedia.org/wiki/Westerholt_%28Adelsgeschlecht%29?wprov=sfla1

https://de.wikipedia.org/wiki/Westerholt_%28Herten%29?wprov=sfla1

Westerholt – Gelsenkirchener Geschichten Wiki
https://www.gelsenkirchener-geschichten.de/wiki/Westerholt

RVR
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/altes-dorf-westerholt/


https://www.hso-nrw.de/historische-stadt-und-ortskerne/herten/

Neues Leben in Westerholt
https://www.neue-zeche-westerholt.de/

Bochum wirbt für Westerholt
https://www.bochum-tourismus.de/destination-one-liste/einzelansicht/altes-dorf-westerholt.html

Herten, ihr Homepage 
https://www.herten.de/stadtleben/freizeitWesterholt

Herten: Adelige ehemalige Bergbaustadt I Ruhrgebiet erklärt Folge 32 Teil 2 I +Videopodcast I +Podcast

Was im ersten Teil noch nicht besprochen wurde, holen wir im gesplitteten Teil 2 nach: Schloss Herten, Kunstweg durch die Stadt, Statue des Heiligen Antonius, der eine Besonderheit hat. Wir gehen ein wenig durch die Bergbaugeschichte, denn Herten war Europas größte Bergbaustadt für eine kurze Zeit im 20. Jahrhundert.

Und wer von euch weiß, dass die Wurstverpackungen, wo Herta draufsteht im Kühlregal im Supermarkt aus Herten stammt und eine lange Geschichte hat? Herten hat einen großen Fußballer, einen sehr witzigen Cartoonisten hervorgebracht: Christian Timm und Michael Holtschulte. Am Ende entscheiden wir, wer der Gewinner ist von dem kleinen Fotowettbewerb, den wir gemacht haben.

Die Glückwünsche gehen nach Dortmund an Martin Ed Kürpick!

Alle, die mitgemacht haben, sende ich hier ein kurzes Dankeschön, doch die Fotos werden in einem Extrabeitrag gewürdigt und zwar alle!


Weiterführende Links

Offizieller Überblick über Hertens wichtigste Sehenswürdigkeiten

Mit Infos zu Schloss Herten, Halde Hoheward, Zeche Ewald und dem Alten Dorf Westerholt.

https://www.herten.de/sehenswuerdigkeiten⁠

Schlosspark Herten

Der Schlosspark ist ganzjährig frei zugänglich und beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Radfahrern. Auf der Seite gibt es auch Hinweise zu den Hauptzugängen.

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark⁠

Halde Hoheward auf der Route Industriekultur

Hintergrund zur Haldenlandschaft, zur Entwicklung des Areals und zur Bedeutung von Hoheward als Landmarke im Ruhrgebiet.

https://www.route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-hoheward/

Besucherzentrum Hoheward

Zentrale Anlaufstelle für Öffnungszeiten, Führungen, Tourangebote und Besuche rund um die Halde Hoheward.

https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Zeche Ewald als Zukunftsstandort

Infos zur ehemaligen Zechenanlage, zur Lohn- und Lichthalle mit Besucherzentrum und zur Ausstellung über neue Horizonte auf Hoheward.

https://www.route-industriekultur.ruhr/ankerpunkte/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/⁠

Freizeit und Ausflugstipps in Herten

Offizielle Übersichtsseite der Stadt zu Freizeitorten, Naherholung und Ausflugszielen in Herten.

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit⁠

Allgemeine Seite der Stadt Herten

https://herten.de

Veranstaltungen in Herten

Hier findest du aktuelle Termine und Hinweise zu Kultur- und Stadtveranstaltungen, darunter auch Formate rund um Schloss und Stadtleben.

https://www.herten.de/stadtleben/kultur/veranstaltungen

Auf Spurensuche in Herten

Die Web-App der Stadt informiert über NS-Herrschaft, jüdische Schicksale, Zwangsarbeit und weitere Erinnerungsorte in Herten.

https://www.spuren-in-herten.de

Zeche Ewald / Zukunftsstandort
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/

Landschaftspark Hoheward
https://www.hoheward.rvr.ruhr/

Besucherzentrum Hoheward
https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Halde Hoheward
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/halde-hoheward/

Schlosspark Herten
https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark

Schlosspark Herten als Leuchtturmprojekt
https://www.eglv.de/emscher-lippe/stadt-und-regionalentwicklung/gemeinsam-emscher-lippe/faszination-transformation/leuchtturmprojekte/herten-schlosspark/

Herta, die Wurst, die aus Herten kommt:

www.herta.de

Autor Rolf Sonderkamp seine Reiseführer über z.B. die Hohe Mark wird leider nicht mehr aufgelegt beim Klartext Verlag

Grimme-Preisträger: Andreas Christoph Schmidt – Wikipedia

Schmidt seine Internetseite: www.schmidt-paetzel.de

Fernsehrichterin von RTL Kirsten Erl

Kirsten Erl – Wikipedia

Gedenkseite für Kirsten Erl

Cartoonist Michael Holtschulte – Tot aber lustig

Michael Holtschulte – Wikipedia

www.totaberlustig.de

Instagram: @totaberlustig.de

Kunst im öffentlichen Raum von Herten:

Liste von Kunstwerken im öffentlichen Raum in Herten – Wikipedia

 

Filmtipp: Johnny Kühlkissen (z.T. gedreht im Schlosspark Herten)

Ein Tick anders – Wikipedia

Kinofilm „Johnny Kühlkissen“: Letzte Klappe ist gefallen

Diverse Youtube-Filmtipps:

Herten hat wieder einen Bahnhof:

Herten: Sehenswerter Strukturwandel zum Anfassen I Ruhrgebiet erklärt Folge 31 Teil 1 I +Videopodcast I +Podcast

Herten hat mehr alse im Stau auf der A2 mit der Halde Hoheward und den Fördergerüsten von Zeche Ewald sehen kanns. Herten hat mehr: Zwei Schlösser, war größte Bergbaustadt Europas. Heute arbeitet sie daran größter Standort für Wasserstoff zu werden. Jack und ich erzählen in Teil 1 über Herten über den Strukturwandel, die Geschichte, Stadtteilen, Sehenswürdigkeiten und von Fake-Pizzen:

Von der Montanlandschaft hin zu bleibender Geschichte und neuen Strukturperspektiven

Herten hat auf knapp 38 Quadratkilometer die nördliche Ruhrgebietsgeschichte in einem Mikrokosmos verpackt: Ein Fachwerkdorf mit Adel bis heute im Stadtteil Westerholt im historischen Vest, dem wir einen eigenen Podcast widmen bis hin zu den Zechenkulissen oder auch Kunst, die uns im öffentlichen Raum in der Hertener Fußgängerzone trifft, sowie das Haldenpanorama im Landschaftspark Hoheward mit dem Horizontalobservatorium.

Schloss, Zeche, Halde und Strukturwandel

Herten hat mit Copacabackum auch ein großes Freizeitzentrum für die ganze Familie. Die ehemaligen Zechengeländen sind auf einer alten Zechenbahn mit einem asphaltierten Fuß- und Radweg zu erkunden. Es gibt viel Wald- und Ackerflächen, einen großen frei zugänglichen Schlosspark, und einen anderen Schloßpark auf denen Golf gespielt werden kann. Die Halde Hoheward hat ein Besucherzentrum und zählt zu den markantesten Orten der Route Industriekultur. Von 152 Meter Höhe lässt sich beweisen, dass das Ruhrgebiet trotz stark bebauter Fläche weitgehend GRÜN ist. Herten ist ein Teil davon, trotz der großen ehemaligen Bergwerksgeländen, die alle eine neue Funktion bekommen haben.

Wir sprechen über Zahlen, Daten und die 9 Stadtteile, wie z.B. Disteln, Paschenberg und Langenbochum und wissen am Ende mehr über Herten als über unsere eigene Stadt und das ist spannend.

Das in den 1990er Jahren entstandene Glashaus ist der markante Kulturort mitten in der City von Herten, wo es eine gute Durchmischung von alter und neuer Architektur gibt, weil die Stadt im zweiten Weltkrieg nicht so stark gelitten hat, als andere.

Herten kann an einem Tag erkundet werden, aber Herten kann mehr. Hier wird Strukturwandel greifbar. Hier ist Industriegeschichte, Wohnen und Natur eng beieinander mitten im Revier auf wenigen Quadratkilometer im Kreis Recklinghausen zu finden.

Neugierig geworden?

Dann hör in unsere neue Podcastfolge Nummer 31 Teil 1 über Herten rein – für alle, die das Ruhrgebiet nicht nur sehen, sondern verstehen wollen.

Wer unsere Vorpremiere hören möchte und uns für die Arbeit einen Kaffee ausgeben möchte oder auch als Produzent oder Sponsor unterstützen möchte, kann dies seit der Folge 30 in Patreon tun. Dort ist jede Folge immer ab Dienstag 8 Uhr vor der Veröffentlichung im Internetradio Sonntags ab 15 Uhr bei Hitradio Ruhr zu hören und zwei Wochen vor der offiziellen Veröffentlichung bei Youtube in der Collab bei @Jack Tengo oder meinen eigenen @RuhrpottologeTV.

Teil 2 von Herten ist schon auf Hitradio erschienen und aktuell schon abrufbar auf Patreon, wo auch Westerholt schon zu hören ist:

https://patreon.com/ruhrpottologe

Unsere Rechercheübersicht für den Podcast

Herten im Ruhrgebiet – Die wichtigsten Links

Rechercheübersicht für Blog & Podcast „Ruhrgebiet erklärt“

Offizielle Seiten & Grundlagen

Perfekt für:

  • Einstieg in die Stadt
  • Faktencheck (Einwohner, Struktur, Geschichte)

Sehenswürdigkeiten & zentrale Orte

Historisches Herten

Industriekultur & Bergbau

Themen:

  • Bergbaugeschichte
  • Strukturwandel
  • Nachnutzung von Zechen

Strukturwandel & Landschaft

Themen:

  • Industrienatur
  • Wandel vom Bergbau zur Freizeitlandschaft
  • Symbolik des Ruhrgebiets

 Regionale Kontexte & Vertiefung

Kultur & aktuelles Stadtleben

Gut für:

  • Gegenwartsbezug im Podcast
  • „Wie lebt Herten heute?“
Weiterführende Links

Offizieller Überblick über Hertens wichtigste Sehenswürdigkeiten

Allgemeine Seite der Stadt Herten

https://herten.de 

Aktuelles und Nachrichten aus Herten | Lokale News

https://aktuell.meinestadt.de/herten

Mit Infos zu Schloss Herten, Halde Hoheward, Zeche Ewald und dem Alten Dorf Westerholt.

https://www.herten.de/sehenswuerdigkeiten⁠

Schlosspark Herten

Der Schlosspark ist ganzjährig frei zugänglich und beliebt bei Spaziergängern, Joggern und Radfahrern. Auf der Seite gibt es auch Hinweise zu den Hauptzugängen.

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark⁠

Halde Hoheward auf der Route Industriekultur

Hintergrund zur Haldenlandschaft, zur Entwicklung des Areals und zur Bedeutung von Hoheward als Landmarke im Ruhrgebiet.

https://www.route-industriekultur.ruhr/panoramen/halde-hoheward/

Besucherzentrum Hoheward

Zentrale Anlaufstelle für Öffnungszeiten, Führungen, Tourangebote und Besuche rund um die Halde Hoheward.

https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Zeche Ewald als Zukunftsstandort

Infos zur ehemaligen Zechenanlage, zur Lohn- und Lichthalle mit Besucherzentrum und zur Ausstellung über neue Horizonte auf Hoheward.

https://www.route-industriekultur.ruhr/ankerpunkte/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/⁠

Freizeit und Ausflugstipps in Herten

Offizielle Übersichtsseite der Stadt zu Freizeitorten, Naherholung und Ausflugszielen in Herten.

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit⁠

Veranstaltungen in Herten

Hier findest du aktuelle Termine und Hinweise zu Kultur- und Stadtveranstaltungen, darunter auch Formate rund um Schloss und Stadtleben.

https://www.herten.de/stadtleben/kultur/veranstaltungen

Auf Spurensuche in Herten

Die Web-App der Stadt informiert über NS-Herrschaft, jüdische Schicksale, Zwangsarbeit und weitere Erinnerungsorte in Herten.

Link: https://www.spuren-in-herten.de

Zeche Ewald / Zukunftsstandort
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/

Landschaftspark Hoheward
https://www.hoheward.rvr.ruhr/

Besucherzentrum Hoheward
https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Halde Hoheward
https://www.ruhr-tourismus.de/poi/halde-hoheward/

Schlosspark Herten
https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark

Schlosspark Herten als Leuchtturmprojekt
https://www.eglv.de/emscher-lippe/stadt-und-regionalentwicklung/gemeinsam-emscher-lippe/faszination-transformation/leuchtturmprojekte/herten-schlosspark/

Ryko
https://www.instagram.com/ryko.wav/

https://der-ryko.de/

Von Bottrop nache Fußgängerzone Herten – Spontaner Roadtrip durch dat Ruhrgebiet I +Videopodcast I +Podcast #137

Es war ein spontaner Ausflug nach Herten. Das hat mich bewegt zu einem spontanen Roadtrip-Podcast in der Reihe „Ruhrpottologe unterwegs im Ruhrgebiet“. Mit einem neugierigen ersten Blick frage ich: Was kann in Herten entdeckt werden? Mehr als gedacht und nicht nur deswegen ist Herten für mich definitiv nicht nur ein Besuch wert:

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Text auf Ruhrdeutsch zum Hören:

Herten hat wat

Die Stadt war ein Dorf mit einem Adelsgeschlecht. Mit dem Bergbau wurde sie zu einer Stadt mit bemerkenswerten Schönheiten. Meine Empfehlung: Den Blick nach oben, zur Seite und in die Ferne schweifen lassen. Mit dem Rad oder zu Fuß erkunden geht Herten ganz einfach. Denn es gibt auf den knappen 38 Qudratkilometer zwischen alter Architektur, natürlich die übliche Mischung aus typischer Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Und dann gibt es ganz viel Kunst in der Innenstadt in Form von Skulpturen zu bestaunen und fussweit auch ganz viel Natur mit einem schicken Wasserschloss.

Manchmal sind es gar nicht die langen geplanten Touren, die am meisten Eindruck hinterlassen, sondern die spontanen Fahrten. Einfach mal los ins Auto oder die Bahn steigen, denn ja, auch Herten hat wieder einen Bahnhof! Bis vor wenigen Jahren war Herten die Stadt in Deutschland ohne Bahnhof. Jetzt hat sie seit Dezember 2025 sogar zwei. Der andere ist im Stadtteil Westerholt.

Mit dem Bus geht es natürlich auch, oder mit dem Fahrrad logischerweise. Genau so habe ich es auch gemacht. Ich hatte noch was in Bottrop zu erledigen und hab mich entschieden einfach nach Norden zu fahren nach Herten, um hinein in die Fußgängerzone zu gehen, um sie endlich kennenzulernen. Ich war noch nie da. Den Schlosspark kannte ich, aber in die Fußgängerzone bin ich nicht gegangen. Und ich denke, dass es vielen so geht, die Herten besuchen. Ein erster neugieriger Blick bestätigt es: Herten hat wat. Auch in der Fußgängerzone, die nicht klein ist.

Herten auf den zweiten Blick
Ein wenig durch die Straßen laufen, die Atmosphäre aufnehmen und auch mal rechts und links schauen, das mache ich in jeder Stadt, die ich kennenlerne. Und oft ist es genau das, was Horizonte erweitern lässt. Kaum einer schaut nach oben auf die Dachfirste. Dort können lustige oder angstmachende Gesichter einen anblicken oder erschrecken. Manche Fenster haben schöne Pflanzen, die auch zuhause schick sein könnten. Die Stadt und ihre Bewohner zeigen ihren Charakter zwischen Alltag, ihrer Geschichte und den typischen Flair vom Ruhrgebiet zwischen Bodenständigkeit, schnörkelloser Einfachheit und Schnickschnack.

Die Fußgängerzone in Herten ist dabei mehr als nur Einkaufsbereich. Hier entfaltet sich auf mehr als nur einer Straße das Stadtleben. Viele Bänke laden zum Verweilen ein. Ein Teil ist klimafreundlich aufbereitet worden mit mehr Grün und mehr Bänken, die ich in Bochum, Bottrop oder Gelsenkirchen vermisse. Die Fußgängerzone macht die Stadt größer als sie ist, auch wenn sie in einer Stunde erlaufen ist. Natürlich gibt es hier und da auch Leerstand, wie überall. Aber die Stadt versucht dem baulich etwas entgegen zu setzen. Und genau das macht den Reiz aus.

Innenstadt mit eigenem Charakter
Wer durch Herten läuft, merkt schnell: Diese Stadt lebt von ihren Gegensätzen. Hier treffen täglicher Trubel in der architektonischen Vielfalt und auf historischen Spuren. Manches fällt sofort ins Auge, manches kann erst mit dem zweiten Blick entdeckt werden.

Gerade das mag ich am Ruhrgebiet insgesamt: Städte müssen nicht rausgeputzt sein. Sie wirken dadurch auch viel interessanter. Sie leben und zeigen dadurch Charakter und ihren eigenen Charme. Herten hat Charakter und Charme und eine gute Eisdiele: Dolce Vita. Waldmeister ist sehr zu empfehlen! Und das Spaghettieis wird hier ganz besonders zubereitet:

Orientierungspunkt St. Antonius
Ein besonderer Orientierungspunkt in der Innenstadt ist die St.-Antonius-Kirche. Der Kirchturm ist nicht hoch, aber er ist der Mittelpunkt der Stadt und von der Fußgängerzone aus immer zu sehen oder hören. Davor verschandelten Architekten den Markplatz mit einem flachen Betongebäude. Mittlerweile sehe ich das aber anders. Es hat seinen eigenen Charme von Gegensätzlichkeit. Die war wohl beabsichtigt damals: Die alte Kirche, die im Krieg kaum was abbekommen hat zu einem Brutalismusgebäude mit Flachdach sind wie ein abstrakttes Kunstwerk zu betrachten. Ein Besuch in der Kirche lohnt sich wegen dem historischen Innenleben, das den Krieg überlebt hat in dieser überwiegend katholischen Stadt.

Schlendern ist angesagt.

Schlendern mit einem Eis in der Hand, sich die Skulpturen einer Schweineherde dabei anzuschauen oder in eine alte Buchhandlung gehen, um zu schmökern oder sich den Zinnkram anschauen, die Bergbaumotive eingraviert haben oder Stadtmotive, wie es in den 1970er und 1980er Jahren üblich war. Das findet sich in einem Secondhandladen im ehemaligen Kaisersaal gegenüber der Kirche. Es wirkt eher wie ein antiker Souvenirladen, der nun Dinge aus verstorbenen Bergleuten verkauft, die bei den Haushaltsauflösungen sonst in den Container kommen. Doch die neue Generation kann damit nichts mehr anfangen. Mit dem Bergbau kann sie sich nicht identifizieren. Kaum einer hat noch Eltern, die Untertage arbeiteten. Der Großvater vielleicht war noch mit der Grubenlampe unterwegs. Aber das ist ja auch schon über zwanzig Jahre her. Die Zeit vergeht und Herten ist im Umbau. Der Strukturwandel von der Kohle weg, hin zu mehr Unabhängigkeit in der Welt. Herten will Wasserstoffstadt werden. Wenn sie bis vor wenigen Jahrzehnten die größte Bergbaustadt Europas war, so ist das sehr ambitioniert Europas größte Wasserstoffstadt zu werden. Alle Achtung, wenn die Situation sinnvoll genutzt wird und wirklich funktioniert. Für die Stadt bedeutet es einen neuen Aufbruch in die Moderne. Dafür wünsche ich ihr viel Erfolg und Glück.

Fazit : Warum Herten besuchen?
Mit hat die Stadt gefallen. Sie war sauber. Herten hat viele klimafreundliche Stellen und Sitzplätze, die zum Verweilen einladen. Natürlich gibt es auch die immer noch nicht fertig gestellte Galerie am Rathaus, wo Einkaufen schöner sein soll. Aber mal ehrlich : Im Zuge von Internetshops und auch ein paar Leerstände in der Innenstadt, braucht niemand mehr so einen Klotz in einer Stadt mit knapp 70000 Einwohnern. Dort könnte eine Grünanlage oder ein Generationenhaus stehen, um die Stadt neu zu beleben, als Grüngürtel oder zur Neubelebung der City.

Herten und damit auch der Stadtteil Westerholt, den ich mir ja noch extra anschaue, ist eine Stadt mit Sehenswürdigkeiten, wo man einfach mal einen Halt einlegen sollte. Das Schloss habe ich mir mit seiner großen Parkanlage an dem Tag nicht angesehen. Also verbindet mal einen Besuch des Schlosses auch mit der Fußgängerzone oder umgekehrt. Und es gibt ja noch mehr: Halde Hoheward, Zeche Schlägel und Eisen, das Fachwerkdorf Westerholt. Ein kurzer oder längerer Zwischenstopp lohnt sich also.

Wahrscheinlich mag man nicht die Art dieses Podcasts, den ich in der Tradition meines ersten gemacht habe. Aber er ist ehrlich, authentisch direkt vor Ort spontan eingesprochen. Keine angepasste Tontechnik, kaum gekürzt, der Wind tost und verringert hier und da mein Sprechen, genauso wie am Anfang wohl versehentlich die Freisprechanlage das Mikro war. Ja und? Das war ein spontaner Roadtrip im Ruhrpott. Und ihr seid sozusagen live dabei im Podcast.

Herten hat Ecken und Kanten, hat Historie vom alten Ruhrgebiet von vor dem Bergbau, Schönheit und Charakter. 
Und Herten verlässt euch hier im Blog noch nicht. Wir, Jack Tengo und ich sind nämlich noch lange nicht fertig mit dem Podcast. Es fängt erstmal an.

Glück auf in Herten!

Alle Fotos (C) André Brune

Impressionierter Besuch in Herten I +Fotogalerie

Es war ein kalter und wettertechnisch durchwachsender Tag und deswegen war da kaum was los in der Fußgängerzone. Aber dennoch hat mich Herten beeindruckt. Ich habe mich da wohl gefühlt. In Herten gibt es viel zu sehen. Nicht alles ist Postkartenmotiv. Aber viele Dinge sieht man mit der Kamera anders, als mit dem bloßen Auge.

Die Fußgängerzone ist groß und hat viel zu bieten. Die kleine Stadt mit knapp über 37 km2 im Kreis Recklinghausen hat viele Freizeitmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und eine außergewöhnliche adlige und bergbautechnische Geschichte. Ein kleiner Raum ganz groß, so dass ich auch über Herten direkt einen bzw. mehrere Podcasts mit Jack Tengo gemacht habe. Hier stelle ich, ohne viel zu schreiben oder sagen, einfach nur einige Stellen vor, die ich besucht habe und im nächsten Podcast „Ruhrpottologe unterwegs im Ruhrgebiet“ beschreibe. Spontan ist meist immer das beste. Einfach mal woanders hin, aussteigen und auch dort mal ein Eis im Dolce Vita genießen.

Herten hats!

Oder auf Ruhrdeutsche Art: 

Herten hattet!

Gegensätze auf kleinem Raum.

Das wäre mein Werbeslogan, den ich immer wieder wiederholen würde.

Fotogalerie

Marktplatz mit St. Antonius – Kirche

St. Antonius Kirche

Umme Kirche rum

Fußgängerzone mit Glashaus und Skulpturen

Hl. Dimitrios – Griechisch-Orthodoxe Kirche & Ausflugslokal Katzenbusch am Volkspark Katzenbusch

Straße „In der Feige“ mit Simmenauer Weg & Friedhof mit Gräbern verstorbener Zivilisten von Lufttangriffen im 2. Weltkrieg

104 Jahre alte Buchhandlung Droste hält Herten hoch I +Hördatei

Heute spontaner Abstecher für den Podcast über Herten im Ort gemacht und die älteste Buchhandlung vor Ort ‚Droste‘ entdeckt. Nur ist sie nicht in einem alten Haus von 1910 mit knarzenden Türen und quitschenden Parkettboden, sondern in einem Haus aus den 1950er Jahren.

Manche Gebäude wurden halt schnell wieder hochgezogen nach dem Krieg. Wichtig war: Billig, Schnell und Praktisch zum Wohnen und unten Geschäftsräume.

Seit 1922 generationsübergreifend hält Droste mit Bücherverstand also die Regalstellung.

Ich hab Gerlinde Droste, die tolle aufgeschlossene Chefin kennengelernt. Sie ist nicht 1922 geboren. Das wäre biologisch kaum machbar. Aber sie gehört zum Buchhandelsgeschlecht der Drosten, die von und zu, nachdem sie den Ort nicht mehr verwalten, dann als Buchverkäufer nur noch Handel treiben durften.

Dat is natürlich Quatsch mit Soße… Sie verkauft mit einem tollen Team und guter Beratung Bücher. Und das ist in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach.

Sie hat sich sofort von mir zu einem gemeinsamen Foto bewegen lassen vor dem Heimatregal.

Das Spiel ‚Der Pott‘ vom Demoela Verlag ist auch an Bord. (Wo ich bisken mitgewirkt hatte. Gibt ja einen Podcast drüber)
Ich hab mich mit ein paar Büchern über Herten eingedeckt. Auch einen schönen Bildband über Herten hab ich gefunden.

Ich hab sogar zwei Bücher von 1989 entdeckt, die sehr gut und intensiv die Hertener Geschichte erzählen. Damit hatte die Buchhändlerin an der Kasse Schwierigkeiten gehabt, konnte es aber lösen, da das Buchhandlungssystem nichts vergisst, was einmal eingegeben wurde. Mir war dat fast schon peinlich. Aber als alter Buchhändler kenn ich dat ja.

Spannende Ruhrgebietgeschichte hab ich aber dann aus dem Kreis Recklinghausen jetzt nicht bei mir inne Regale zuhause, sondern auf dem Boden gestapelt. Da gibbet kein Platz mehr. Muss umbauen… !

Ihr könnt auch was gewinnen. Denn in der Buchhandlung hab ich ein Wissensquiz entdeckt, das ich verlosen werde. Das Quiz dazu kommt noch in Instagram und Facebook.

Das kommt die Tage als Rätsel, wenn der Podcast raus ist, den ich vor Ort als eine Art rasender Reporter vor dem heute fertig eingesprochenen Podcast Ruhrgebiet erklärt mit Jack Tengo gemacht habe.

Ganz jungfräulich fuhr ich also nach Herten. Und war von der schönen Fußgängerzone überrascht.

Ich kannte das Fachwerkdorf Westerholt, den Schlosspark Herten und auch die Halde Hoheward. Drei der Sehenswürdigkeiten, die man als erstes weiß, wer von Herten redet.

Herten hat wat!

Dat is mein Werbeslogan für diese kleine, aber historische Stadt zum Kennenlernen, wer da noch nicht war und nur die Halde besucht hat.
Es lohnt sich.

Apropos Buchhandlung : Stephen King, der geniale Horrorautor, hat schon wieder einen dicken Schinken abgeliefert. Man hat der Schreibmanie…

Infos und Anschrift zu den Buchprofis aus Herten:

https://www.buchhandlung-droste.de

https://www.instagram.com/buchhandlung_droste

https://www.facebook.com/BuchhandlungDroste

Hermannstraße 21 – 45699 Herten

https://maps.app.goo.gl/Nu7Kx9oCUmxN8LHM6

Öffnungszeiten :

Mo – Fr 9 – 18.30 Uhr, Sa 10 – 14 Uhr

Fotos ©André Brune

Weitere Fotos folgen. Achja. Einen Gewinner für den Fotowettbewerb haben wir auch. Infos folgen ebenfalls.

#herten #ruhrgebiet #deutschland #buchhandlung