Venus anne Kirchturmspitze I 13.1.2025

Ein schöner sonniger Tag heute mit Frost auf dem Auto. Kratzen ist angesagt und gleichzeitig denke ich an meine Mutter, die ich genau heute vor zwei Jahren im Krankenhaus nicht mehr lebendig antreffen konnte.

Damals wurde ich nicht von den Ärzten über ihren Zustand unterrichtet. Wenn ich nach 18 Uhr kam, war kein zuständiger Arzt da. Bei Anrufen wurde gesagt, dass zurück gerufen wird. Wurde aber nicht.

Ich war ein paar Tage in Warschau mit meiner Frau. Dort hatte sie eine Beeidigung zur Dolmetscherin für den Staat Polen im Justizministerium übergeben bekommen.

Wir haben Warschau kennen und lieben gelernt. Doch im Hinterkopf war Mutters Aufenthalt in der Geriatrie. Da dachte ich, dass sie dort gut aufgehoben ist. Doch es war genau das Gegenteil.

Das ich sie nur noch einmal mit einer fast vereisten Hand am Telefon hatte, war mir einfach nicht bewusst oder ich habe es verdrängt. Bis heute fühle ich mich niedergeschlagen, wenn ich daran denke, dass sie mir von ihren Schmerzen erzählte und ich das Gespräch wegen der eisigen Kälte direkt vor dem polnischen Präsidentenpalast abgewürgt habe.

Hätte ich im Sommer anders reagiert oder zu einer anderen Tageszeit?

Wie reagieren andere, die eine ähnliche Situation haben und sich dann ihr Leben lang Vorwürfe machen, zum Beispiel nicht genug für die Eltern, Ehefrau, Ehemann, Schwester, Bruder, Kinder getan zu haben?

Und warum schreibe ich das jetzt hier in den Blog so frei hinein. Ganz einfach. Im Ruhrgebiet sind wir (fast) alle mit Eltern groß geworden. Ich bin nun über 50. Wir haben eine gute wohlige Zeit gehabt. Meine Eltern sind im Krieg geboren, haben  auf viele Dinge verzichten müssen. Bis der Wohlstand kam, dauerte es. Es wurde gespart, geknapst beim Essen und als Kind hat meine Mutter, die sieben Jahre jünger als mein Vater war noch die Bomben erleben müssen und hat sowjetischen Kriegsgefangenen unter lebensbedrohlichen Umständen Brot gegeben.

Es war eine Zeit, die heute die Enkel und Urenkel nicht mehr kennen, oder die tatsächlich wieder verherrlicht werden. Und ja es gibt einen Teil im Ruhrgebiet, die bei den nächsten Wahlen ihr Kreuz bewußt bei einer Partei das Kreuz machen, um den ‚Altparteien‘ einen ‚Denkzettel‘ zu verpassen.

Dieser Denkzettel wurde auch schon 1933 bei den Wahlen gemacht und der wurde sehr schnell ausgeführt. Es gab nur noch eine Partei, die Demokratie wurde abgeschafft und der Krieg bewußt vorangetrieben. Das war neben der Vernichtung der Jüdischen Rasse ein weiteres Ziel, dass in dem berühmten Buch Adolf Hitlers ‚Mein Krampf‘ (bewußt ironischer Titel) beschrieben wurde. Alle hatten es im Regal, keiner will es gelesen haben und doch ist alles passiert.

Auch jetzt denke ich an meine Mutter, 1936 geboren. Sie hat nicht alles mehr im Kopf gehabt, aber sie hat mir einige Anekdoten erzählt. Das reichte mit um mich auch als Ruhrpottologe mit den Stolpersteinen zu beschäftigen und auch mich gegen die Partei AfD zu wenden.

Es gibt Menschen, die das Parteiprogramm nicht zwischen den Zeilen lesen können. Parteiprogramme sind geduldiges Papier. Wer die Zitate von den Politikern hört, der sollte sich im Klaren sein, dass diese Narrative der Nazis hervorholen und es als legitim sehen. Mit arroganter Manier wird das zelebriert. Man hat sich sozusagen Mut angesoffen mit russischem Wodka (Geld).

Spätestens jetzt fragt man sich als Leser, warum er das heute in den Tagebucheintrag reingeschrieben hat.

Heute war der zweite Todestag meiner Mutter und ich habe ein Video gesehen, wo ich fast kotzen musste. Und das muss nun mal hier rein, um aufzuklären in Gedenken an die Mütter und Väter, die als Kind den Krieg in Deutschland mitgemacht haben :

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Genauso empfehle ich die Aufklärung über das Katapult – Magazin:

https://katapult-magazin.de/de/artikel/wir-drucken-544-000-afd-wahlprogramme

Ich habe 100 € gespendet, um 100 Flyer drucken zu lassen vor den Wahlen.

Sie beinhalten das wahre Wahlprogramm, nämlich rechtspopulistische Zitate der AfD – Politik. Es ist mir nicht mehr schleierhaft, wie eine Fakeseite bei Facebook mit über 260000 Follower, nachdem ich  Beitrag kommentiert habe, plötzlich AfD – Politwerbung bei mir im Feed beim nächsten Öffnen auftaucht. Sie sind super professionell. Sie nutzen das Wissen der besten SocialMedia – Beratern aus. Sie werden wahrscheinlich fürstlich bezahlt und Sie gehen dafür über Leichen.

Erschreckend, was ich da sehe in der Zukunft, wenn sie an die Macht kämen. Allein schon der Abriss aller Windkraftanlagen würden unsere Energiepreise um das fünffache erhöhen. Die Arbeitsplätze in den Branchen würden alle wegfallen. Dumm wie Brot sind sie, dabei hat Weidel doch Volkswirtschaft studiert, oder hat sie bei jemanden abgeschrieben?

Nichtsdestotrotz habe ich heute hauptsächlich bei dem schönen Winterwetter gearbeitet und hab nur ein Foto mitgenommen vom Tag:

Der Blick auf die Hauptkirche von Bottrop, sozusagen dem Ort, wo ich aufgewachsen bin, direkt gegenüber dieser Kirche. Links ist ein heller Punkt. Das ist die Venus und rechts, leider aussehend wie eine Glühbirne, ist der Mond.

Meine Mutter ist jetzt die Venus, die Nach wenigen Minuten auf der anderen Seite des Kirchturms wanderte.

Ganz kleiner heller Punkt ist die Venus ©André Brune

Ich veröffentlichte noch heute das Video der Lesung Rapunzel und das hat den langen Arbeitstag ein wenig erhellt.

Auf geht’s in die Bearbeitung weiterer Projekte. Genug Negativität.

Getz gibbet noch wat lustiget, denn ich hab tatsächlich Fuchur, den fliegenden Hundedrache aus der unendlichen Geschichte am Himmel fliegen sehen!

Ich hoffe, dass er die Hoffnung eines blauen Himmels bringt und die Zerstörung der blauen Partei.

Fuchur ©André Brune

Pannematik Autokorrektur & der Nazischneemann I 12.1.25

Boah! Da schicke ich meinen Extrabeitrag über Pandemiefläche raus und seh da im Link ein M (Pamdemiefälle) , aber erst nach dem rausschicken.

Mannnnnn! Pammemamm! Pannemann! Ich hasse die Autokorrektur, vor allem, wenn man nicht das Unkraut mitten auf der Blumenwiese sieht.

So muss ich natürlich den Link nachbearbeiten, das heißt, Jeder, der beim Newsletter den Beitrag im Blog lesen will, wundert sich, dass er nicht draufkommt.

Nun, ich kann ja nicht Pamdemiefläche so in der Überschrift und im Link stehen lassen. Wie peinlich ist das denn?

Nun im Newsletter ist das Kind in den Brunnen gefallen. Wahrscheinlich fällt es keinem auf… Und wemm, damm natürlich eher beim Teilem.

Wie oft sehem wir so mamchem Buchstabem nicht, wemm wir Techste lesem. Das memschliche Gehirm schaltet dadsächlich bei solchen Fehlerm ab und denkt nüscht böses.

Mich ärgert es aber, wenn ich es trotz Prüfung erst hinterher sehe. Mist!

Naja, passiert aber auch den Profis von Waz und WDR. Mein Name war letztens im Interview mit H geschrieben worden. Der Journalist hat mir noch gesagt, dass er mich ja googeln kann, ich bräuchte keine Visitenkarte geben. Hätte ich doch mal eine gehabt…

Heute habe ich beschlossen die Titelgebung umzuändern. Tagebucheintrag kommt ab sofort nach hinten in der Überschrift. Es soll ja neugierig auf die Erlebnisse machen.

Tatsächlich erlebe ich jeden Tag Dinge, die ich manchmal nicht erleben möchte. Wie zum Beispiel, wenn man schwitzt nach einem Spaziergang unter der Winterjacke, diese öffnen möchte und der Zipper vom Reißverschluss plötzlich in meiner Hand ist, wo der noch oben ist und nicht mehr bewegt werden kann…

Und natürlich macht meine Handykamera kein scharfes Bild von dem Zipper, was man erst erkannt, wenn es zugeschnitten und hochgeladen wird…

Bevor das allerdings passiert haben wir erstmal den Spaziergang gemacht. Unsere sonntägliche Runde auf der Westtangente von Eppendorf.

Da kommt man natürlich auch an den Schildern vorbei, die ich schon drei Mal sauber gemacht habe. Natürlich ist das Hinweisschild vom Historischen Verein zur Pferdebahn von der Zeche Engelsburg, die hier stand nicht nur mit Graffiti beschmiert, sondern wohl auch so demoliert worden, daß jemand es irgendwie wieder mit Schrauben angebracht hat.

Der Peniskong hat zugeschlagen

Ich habe es dem Mängelmelder Bochum geschickt. Ich werde beobachten, wann sie wenn überhaupt was machen. Sonst wird es pressewirksam machen. Ich wusste nicht in welche Rubrik es passt. Ich ordnete es als Straßenschaden ein. Ich hoffe, es kommt zur richtigen Stelle.

Wer auch etwas in Bochum entdeckt, kann es hier melden:

https://maengelmelder.bochum.de

Sowas ärgert mich. Da trampeln irgendwelche Idioten, wahrscheinlich zu Sylvester mit Füßen auf der Geschichte herum, wo sie geboren sind oder leben. Mir ist egal, woher diese Matschbirnen herkommen, welche Nationalität oder Geschlecht sie haben, das ist Zerstörung von öffentlichem Gut. So etwas müsste mit Sozialstunden, hohen Geld- oder Gefängnisstrafen belegt werden. Damit sie mal wissen, das es Unrecht ist, so eine besondere Sache zu zerstören.

Der Schneemann auf dem Weg ist noch nicht weggeschmolzen. Wobei man nicht sicher sein kann, ob das Gesicht etwas enthalten hatte, oder ob er von Nazis gebaut wurde. Dann wären sie gesichtslos. Schließlich hebt er seinen rechten Arm aus einem Zweig.

Da lang oder Heil Schnee?

Ein Nazischneemann mit Kraushaarfrisur ist mir noch nicht untergekommen. Nebenan liegt wahrscheinlich das geistige Exkrement, das sich mal wieder in so manchen sozialen Medien entwickelt. (ist alles Ironie!)

Da habe ich bei Facebook eine Gruppe automatisch zugewiesen bekommen, weil ich mich für Geschichte interessiere, die eindeutig den Nationalsozialismus verharmlost und jeden Tag üble Verleumdungen und Hetze raushaut. Dabei heißt sie auch noch Geschichte der Welt und Kultur.

Der Name ist aber schon mehrfach geändert worden von Khadji Acter über DN Chinese zu dem jetzigen Namen. Es werden explizit, ohne das ich es beweisen muss, Social Media Fachkräfte in Indien oder sogar China bezahlt, um hier die Wahlen und Menschen zu beeinflussen. Über 6 600 Menschen folgen dieser Seite, die auch die Postings fleißig liken und somit eine hohe Reichweite geben.

Dieser unwahre hetzende Mist wird also von nicht wenigen gelikt. Und trotz meiner Meldungen an Facebook diese Seite zu sperren, wird es ignoriert. Prost Mahlzeit. Die Dummheit erhöht sich wieder um 6600 Menschen.

Manchmal lassen mich solche Posts eben nicht kalt. Da steht alles, was ich von Harry halte.

Ich kann dann nicht tatenlos zusehen, sondern gebe meinen Senf dazu. Ich will eben nicht schweigen und solche Menschen zulassen, die Hass säen.

Auf Instagram meldet sich definitiv ein Antisemit, der mir erzählen will, dass ich keine Ahnung von Geschichte habe. Er teilt mir mit, dass Israel den Holodomor verleugnet und die Kommunisten alle Juden wären und Schuld daran hätten, darunter Marx, Lenin, Stalin und einige andere Namen.

Das allerdings die erstgenannten schon nicht mehr lebten als der Holodomor durchgeführt wurde, war dem Typ, der seinen Namen schon fünf Mal geändert hat und im Profil einen Bibelvers hat, scheinbar egal. Ich habe ihn bei Instagram gemeldet. Interessant ist, dass seine Informationen gelöscht wurden. Immerhin. Sein Profil ist aber nicht gesperrt worden.

Es ist schon sehr erschreckend, wenn er mir mitteilt, dass angeblich bei den Texten immer das J am Ende eines jeden Satzes sozusagen als Unterstreichung für die Schuldzuweisungen stehen würde. Also bei mir gibt es in allen Sätzen nur ein. Also Punkt.

Der Holodomor hat in der Ukraine  schätzungsweise 4 Millionen Ukrainische Opfer zu beklagen. Bewußt haben die sowjetischen Kommunisten einen Genozid durchgeführt, der sich aus dem Freiheitswillen der Ukrainer und Ukrainerinnen und dem Weigern der Bauern sich verstaatlichen zu lassen durchgeführt wurde. Die Intellektuellen wurden als erstes nach Sibirien geschickt und der Süden, wo heute der industrialisierte Teil Donbass ist  verhungerten die Menschen. Man hat ihnen alles genommen. In Wikipedia steht einiges zum Nachlesen. Rußland weigert sich bis heute diese Geschichte als Teil der üblen kommunistischen Zeit anzusehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

Darüber werde ich in einem Ukraine Bild Podcast noch sprechen.

Was ist das nur für eine krude Welt geworden? Wo lernen diese Menschen die Welt kennen und behaupten sie wäre so und nicht anders. Dummerweise gab es sie schon immer.

Das er in seinem Profil allerdings auch noch diese Botschaft hinterlassen hat, muss wohl einen Wink für Nazis und Antisemitismus sein. Wie kann man das denn sonst erklären. Nazis wollten die Kirche auch austilgen. Haben auch katholische Priester ermordet. Und wenn das stimmt mit dem ewigen Leben, dann hoffe ich, das der Typ nicht dabei ist, der offensichtlich Reichsbürger und Afd-Anhänger ist. ..

Instagramprofil eines wahrscheinlichen Reichsbürgers, definitiven Antisemiten und HSV Fan, der hoffentlich von Meta gesperrt wird. Allerdings bezweifle ich es.

Jetzt aber was schönes. Genug Politik. Mit meiner Frau haben wir uns mal ein paar Youtube Videos angesehen über das polnische Gebiet Podlasien. Wir wollen dort dieses Jahr Urlaub machen. Außerdem interessiert uns Białystok, nicht nur, weil Bochum eventuell eine Partnerschaft mit der Stadt eingehen wird.

Dort leben auch die 1% Muslime. Tartarische Hunnen haben dort eine Moschee aus Holz gebaut, die heute noch besichtigt werden kann und genutzt wird. Dort leben auch orthodoxe Polen. Das ist ungewöhnlich, weil ich nur katholische Polen kenne..

Dort ist der russische Einfluß zu sehen, als Polen von Russland besetzt war. Und die orthodoxen Kirchen sind ebenfalls hinter farbigen Holzplanken zu besichtigen.

Dabei haben wir die Flugmango gegessen. Ganz ehrlich : so ein leckeres Obst habe ich noch nie gehabt. Mango schmeckt sonst nicht so gut. Die flutschte nur so zwischen die Zahnlücken.

Den Kern behalte ich, um selbst Mango zu  züchten.

Und dann noch was witziges: ich habe das Video von der Vorbehaltfläche Pandemiefälle hochgeladen. Ich war überrascht, wieviele sich das angesehen haben und geliked haben.

Ich habe da an der Nase einen kleinen Eiszapfen. Es war saukalt. Und natürlich musste es jemand kommentieren. Ich bin ja schließlich kein Android. Gut, dem könnte vielleicht ein Tropfen Öl aus der Nase hängen. Aber das Video war spontan und tatsächlich habe ich es selbst bei der Aufnahme nicht gesehen. Egal. Vielleicht liken die Leute das deswegen, weil ich es trotzdem gemacht habe. Mutig mit einem Popel in der Nase 🤪

Nur etwa eine Stunde nach dem Hochladen. Autokorrektur…

Natürlich hat auch bei Youtube die Autokorrektur zugeschlagen. Ist jetzt auch korrigiert. Mannomann.

Und die Leute schauen sich bei Tiktok wohl die Videos immer nur mit Untertitel an. Das steht tatsächlich Dreckigen Opfer des 1. Und 2. Weltkriegs in den Untertiteln statt ‚direkt gegenüber liegenden‘.

Untertitel Bearbeitung bei Tiktok

Da steht auch Rohkampf statt Ruhrkampf, aber darüber regt sich keiner auf. Klar, ich hätte die Untertitel vorher prüfen können, aber habe ich nicht. Nachträglich habe ich das jetzt vorsichtshalber korrigiert. Tiktok kann KI scheinbar nicht…

Natürlich gibt es Kommentare, die das ganz schlimm finden mit den Dreckigen Opfern der Weltkriege. Wie dumm muss man sein, alles zu glauben, was man liest statt die Lauscher aufzumachen, die heutzutage oft auf Durchzug gestellt werden. Als wenn ich das sagen würde. Mannomann hoch zwei.

Lustig ist, daß auf Tiktok geachtet wird auf das, was man sagt und auf Youtube auf Popel in der Nase. Was sagt das aus über die Zuschauer?

Alle hochsensibel oder einfach nur oberflächlich geworden? Bei den ein oder anderen wahrscheinlich beides.

Ich hab heute ein neues Märchen eingelesen von Michael Göbel. Die Rapunzel war dran. Er hat sie mit zwei p geschrieben, also hab ich einen Rap draus gemacht. Aber nur einen Absatz. Dann hab ich neu gelesen.

Manchmal muss man genau aufpassen, denn da sind hier und da Buchstaben nicht korrekt bei den eh schon dem Dialekt angepassten Wörtern eingetragen worden, so dass ich oft genug falsch einlese und es nochmal korrigiert für die Flüssigkeit des Vorlesen ändern musste.

Heute gibt’s polnische Linsensuppe. Lecka!

Heute habe ich einfach nicht den Kopf frei für die Verarbeitung eines Podcasts für heute Abend. Ich las eine Geschichte aus Band 1 Märchen auf Ruhrpottisch von Michael Göbel ein. Die Rapunzel wird morgen erscheinen.

Eine kurze Geschichte bedeutet knapp 20 Minuten einlesen, dann die doppelte Zeit bearbeiten und dann einen kleinen Text entwickeln.

Es macht Spaß einzulesen. Deswegen mache ich auch weiter.

Mit meiner Frau beendete ich den Abend mit der Serie Tulsa King mit Sylvester Stallone. Klasse!

Flugmango im Urinal I 11.1.25

Na super 3.30 Uhr… Nach dem Ärger über technische Störungen zu meinem wichtigsten Beitrag zur aktuellen politischen Situation und noch ein wenig Lesen und Vorbereiten auf die Museumsführung bin ich erstmal schlafen gegangen… ! Der Tag war wieder besonders geworden.

Zum Frühstück haben wir Jan Böhmermanm nachgeholt. Die letzte Sendung war über Inklusion, die in Deutschland nicht so stattfindet, wie sie es sollte. Die UN-Charta ist unterschrieben, aber die AfD, CDU und FDP möchten wohl lieber Förderschulen fördern also mehr ausgrenzen als mehr integrieren, was die UN eigentlich weltweit für mehr Gleichberechtigung will, spielt keine Rolle in der Politik, sowie auch nicht bei den Firmen. Porsche nutzt sogar die Billigarbeitskräfte von Behindertenwerkstätten aus, damit Lindner seinen Macan günstiger fahren kann. Da ich in der Gründung des Bochumer Vereins Barrierefrei bin, achte ich auf solche Sachen natürlich nicht mehr.

Wer es gucken möchte in der ZDF Mediathek oder YouTube :

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Das Wetter heute war dieses nasskalte Etwas. Nix für Rheumakranke. Ich hab an meine Mutter gedacht, die immer Beschwerden hatte an solchen Tagen und bin nach der Museumsführung auch zum Friedhof gegangen.

Diese Jahr hatte ich mir noch keine Zeit dafür genommen…

Die Vorbereitung für die Führung hätte ich mir sparen können. Ich habe erstens diesmal auf jeden Fall mehr Interessenten gehabt, nämlich sechs Personen, darunter eine Gladbeckerin, die bei mir unwissentlich hospitiert hatte und morgen die Führung der Kunsträume macht als Kunsthistorikerin. Spannend! Ich wünsche ihr viel Spaß und Erfolg!

Ich hab ‚Bottrop ist Vielfalt‘ als Thema und Stichwort gehabt in Ruhrdeutsch. Hab sofort gesagt, dass ich spreche, wie ich nun mal im Dialekt spreche und kein gekünzeltes a la Tegtmeier oder Pottfluencer mache. Das ganze Konzept mit Quizfragen aufgelockert, hat alle soweit interessiert und waren begeistert. Es gab Applaus und das war es mir wert und wird genauso wiederholt werden. Ich knie mich noch mehr hinein. Die ausgedruckten Unterlagen habe ich so gut wie nicht gebraucht. Aber sicher ist sicher.

Die nächste im März wird ‚Blockbuster Bottrop‘ sein. Anhand von Kinofilmen wird nicht nur die Kinolandschaft von Bottrop erzählt werden, sondern auch mit den Filmen die Geschichte des Dorfes am Hügel, wo ich geboren wurde. Termin folgt, sobald er klar geht mit Hinweis.

Nächstes Wochenende bin ich ja bei dem Seminar für Führungen in Bochum. Freu mich schon drauf, wenn es auch meine Zeit eingrenzt, um rechtzeitig die Buchhaltung zu machen und meinen Auftrag für das Veröffentlichen eines eingesprochenen Sachbuchs. Ich kriege das schon hin. Hab ja gesagt, dass ich Druck brauche…

Im Museum bekam ich dann einen Anruf, dass meine Frau beim Einkauf ausgerechnet die Kartoffeln vergessen hatte, trotz Einkaufszettel. Kenn ich. Ich kaufe auch immer alles ein, was nicht auf dem Zettel steht. Ob ich die Erdäpfel noch besorgen könnte…

Natürlich. Gut das ich den geplanten Stolperstein – Podcast mit der Islamischen Gemeinde in Herne abgesagt habe. Meine kleinen Mikros sind im Eimer. Der Akku ist nicht in Ordnung. Ohne sie geht das nicht draußen beim Verkehr. Termin wird im Februar nachgeholt mit neuem Equipment.

Spontane Planungsänderung

Ich fuhr dann nicht, wie ursprünglich beabsichtigt zur St. Anthony Hütte für die Ausstellung ‚Heile Welt‘, die ich gern schon gesehen hätte, aber Museum hatte ich heute genug, sondern zum Obstladen an die Osterfelder Straße: Vitaminkorb Rotermund :

https://www.vitaminkorb-bottrop.de/

Da gibt es immer hochwertiges Obst. Wenn ich zu meinen Eltern fuhr, habe ich dort immer alles gekauft, wenn es auch etwas teurer war.

Unbezahlte Werbung! Screenshot entnommen aus der Internetseite

Heute fragte ich, was eine ‚Flug Mango‘ sei. Wird die aus dem Flugzeug geworfen?

Ich lag nicht ganz falsch. Sie wird reif vom Baum gepflückt, dann mit dem Flugzeug nach Europa geflogen.

Naja, ausnahmsweise hab ich mal Co2-Fußabdruck nicht nachberechnen wollen, sondern am Sonntag probiert. Die 6,99€ dafür habe ich gern bezahlt.

Ansonsten schmeckt Mango nicht so gut. Die orangen Mangos werden wie Bananen unreif gepflückt und per Schiff transportiert. Auf dem Weg reifen sie dann. Wieviel weniger Vitamine dafür drin sind, brauchen wir auch nicht berechnen, das ist sozusagen sonnenklar…

Bastian Pastewka hatte mal in einer Sendung Japan besucht. Er kaufte eine (!) Orange für 10 €!!!

Die wird aber dann auch wie als Geschenk verpackt. Das ist eine andere Wertung von gesunden Lebensmitteln dort. Hier muß ja alles billig sein. Obst wird gefühlt nicht geschätzt, sondern in Massen produziert. Und so ist das leider auch dann nicht so vitaminreich, wie es früher mal war. Da schmeckte Obst noch nicht so wässrig wie heute. Erdbeeren wachsen nur noch im Treibhaus usw.

Ich wußte bis vor kurzem nicht mal, dass in den 1960er Jahren die alten Apfelbaumsorten einfach abgeholzt und zu Brennholz verarbeitet wurden. Sie wurden vernichtet, weil die Konsumenten sich auf nur wenige schicke Sorten eingestellt haben. Es wurden Landwirtschaftsgesetze gegen altehrwürdige Apfelsorten verfasst. Es ging nur noch ums Geld verdienen.

Alte Sorten werden jetzt mühselig wieder gezüchtet. Man bekommt sie aber nicht im Supermarkt, sondern bei einem Bio-Apfelbauern.

Ich hab letztens eine knackige Apfelsorte im Rewe gekauft. Tatsächlich schmeckte der kleine rote Apfel nach nix! Da war auch nix drin wahrscheinlich, was Vitamin hätte sein können… Hab da noch nach dem Auspacken paar offen Wunden an einigen entdeckt. Hunger auf Äpfel vergeht mir dann…

Äpfel sind auch nicht mehr das, was sie waren

Vor dem Obstladen hab ich direkt zwei ‚Flaschengefühle‘ – Fotos machen können. Ich hätte lieber keine gemacht, aber leider waren sie da. Jedoch waren beide in gewisser Form schon sehr interessant.

Ein Loch im Betonsitz mit zwei Kräuterlikörflaschen plus Zigarettenstummel. Ecklig!

Dreisamkeit ©André Brune aus der Flaschengefühle – Fotoreihe

Und eine zerdepperte Kakaoflasche wahrscheinlich vom Bäcker im Außenbereich von der Bäckerei. Für mich ist das eine Kakaopflanze jetzt…

Kakaobaum ©André Brune aus der Flaschengefühle – Fotoreihe

Bevor ich zum Westfriedhof ging, lief ich auf einem Fußweg parallel dazu. Die Wand dort war beschmiert mit Graffiti. Prompt hatte ich auch da die Idee das Künstler Kollektiv zu fragen, wer Bock hat, es zu verschönern. Interessenten gibt es genug. Ansehnlich geht nämlich auch anders. Die Möglichkeit zu bemalen wird geklärt.

Schöner geht auf jeden Fall!

Da läuft auch der historische Wanderweg von Bottrop. Die Tafel wird immer wieder mit Graffiti verschmiert. Und der Weg ist kaum noch bekannt. Das werde ich im Frühjahr ändern!

Historischer Wanderung Bottrop wird stiefmütterlich behandelt. Kaum einer weiß davon

Auf dem Weg zurück sah ich einen Baum, der ein großes Auge hatte. Das Auge Saurons… Ich schaue zwischendurch zum Abreagieren immer wieder mal die zweite Staffel von Ringe der Macht in Prime. Spannend! Darüber sah ich einen weiblichen Busen.

Eine Bäumelin ©André Brune

Fantasie ist keine Grenzen gesetzt, wenn ich Bäume mir genauer ansehe. Im Ganzen könnte der Baum auch Die Bäumelin sein oder ein Ent, wie bei Tolkien, der auf Sarumans Turm drei Augen hat. Wobei der Blick eher auf den alten Fachwerkkabachel geht. Da wohnen höchstens ein paar grummelige Zwerge…

Auf dem Friedhof übrigens musste ich pinkeln. Zum Glück sind dort die Toiletten offen. Allerdings erschrak ich nach dem Abziehen des Urinals. Denn die gelbe Suppe schwappte fast über.

Ist da eine Mango aus dem Flugzeug direkt durchs Dach ins Rohr gefallen? Das Dach hatte kein Loch, also doch wohl nur vereist. Der Anblick allerdings hat mich aber andererseits eher zu einer Idee geführt, die ich jetzt noch nicht verraten werde. Ein Foto gibbet jetz abba nich, hömma!

An der Aufbewahrungshalle, wo ich nach der Verwaltung gesucht habe, um wegen der Verstopfung am Montag anzurufen, habe ich herausgefunden, dass auf einem grünen Gelände zwischen Friedhof und Häusern eine Vorbehaltfläche ist für eine Pandemie. Lustig, das ich nicht bemerkt habe beim fotografieren, dass der Mülleimer im Hintergrund genau bei der Vorbehaltfläche sich spiegelte. Man kann jetzt denken, was man möchte…

Da sag ich mal, gut, dass Corona nicht so gewütet hat, sonst wäre da jetzt ein Massengrab und keine Bienenhäuser. Ich habe nicht gewusst, dass es solche Flächen gibt. Wieder was dazu gelernt!

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Short zur Pandemievorbehaltsfläche

Heute mache ich nur das Tagebuch und gönne mir ein wenig Pause vorm Bloggen, bevor ich morgen wieder loslegen werde mit den nächsten Projekten. Als da ist das Beenden der Jahresausstellung und dann einen neuen Podcast, sowie auch ein BigosKraut Podcast über Krakau erstellen. Das lag schon viel zu lange rum.

Nun gibt es die schwere Entscheidung einen Film zu finden, den meine Frau auch gucken möchte. Aber dazu esse ich gern ein Cappuccino Eis von Mövenpick. Die Eisdiele hat ja noch zu und ich hab kein Rheuma.

Ha! Gefunden. Damals nicht gesehen. Dabei kenne ich so viele. Mittlerweile ein Klassiker der New York Mafia Filme, der 1978 spielt : Donnie Brasco mit Al Pacino und Johnny Depp.

Dabei wird die Pulle Wein aus den Iulians Wein Geschäft von gestern eingeatmet. Ein leicht fließender roter Tropfen aus Georgien : Marani. Wow! Der liegt mir definitiv nicht auf dem Magen. Lecker!

Prost und schönen Samstag abend! (unbezahlte unaufgeforderte Werbung)

https://iulianswein.de/

Inhaber Max und Christina Nuss kennen sich aus. Die Mitarbeiter sind bestens bei ihnen geschult. Wenn man nicht aufpasst hat man mehr als nur eine Flasche gekauft. Ich hatte gestern zum Glück nur 20 € noch im Portmannaie. Die Flasche kostete 13 €. Passt.

Die Weine kommen von Bio-Weinbauern aus Italien, Österreich, Spanien, aber eben auch Rumänien und Georgien. Christina ist gebürtig aus Moldau. Sie kennt sich bestens aus mit den Regionen und vor allem mit Weinen. Wir haben uns vor ca fünf Jahren kennengelernt. Damals hatten sie auf der Hattinger Straße im Stadtteil Bärendorf kurz vor Weitmar den ersten Laden. Da war wenig Laufkundschaft und die Vermieter Häusserbau wollten noch eine höhere Miete abzweigen. Der Umzug auf die Universitätsstraße war eine Wendung heute haben sie drei Filialen.

Obwohl der Leiter der Filiale in unserem Stadtteil Eppendorf uns so herzlich zum Dableiben angeregt hatte. Wäre ich für die Führung heute nicht zu gebrauchen gewesen wahrscheinlich…

Gut Schluck!

Stöckelschuhe auf Eis I 10.1.25

Heute begann der Tag mit ersten Sonnenstrahlen gefühlt in diesem Jahr und  Gedanken an den Beitrag, der heute rauskommen sollte, aber erst nach 0 Uhr fertig werden würde, als ich zum Auto ging. Der Weg war vereist, aber nicht beschwerlich zu gehen.

Gegenüber ging eine Frau mit Stöckelschuhen sehr vorsichtig auf dem leicht vereisten Weg.

Ich grüßte mit einem ‚Guten Morgen‘ . Sie schaute vorsichtig hoch und grüßte zurück. Mir war klar, dass sie sich auf ihren Gang konzentrieren musste.

„Das ist schlimm, ne?“, sagte sie noch obendrein.

Ich grinste. Was sollte ich erwidern? Ich überlegte.

„Stöckelschuhe auf Eis, das Feuer in Los Angeles, naja ist ja Winter?“

Ich sagte: „Es gibt schlimmeres.“ Das beinhaltete alle drei Antworten.

Gut Stöckelschuhe sind wie Spikes. Sie bohren sich ins Eis hinein, und vorn quetschen sie die Zeh ein, dass zwangsläufig Fußpflege und Chirurgen gutes Geld an der schlechten Fußgesundheit in naher Zukunft Geld verdienen werden. Wenn Sie fällt, bricht nicht nur ein Zeh, sondern der Fuß. Das heilt vielleicht besser Im Ganzen, als die einzelnen Zehen.

Es ist Winter, ja und es gibt da nun mal Schnee, zumindest im Ruhrgebiet mal ab und zu, so für ein paar Stunden oder Tage im Jahr und dann bleibt der weiße Kram einfach erstmal liegen und vereist, wenn das Salz der Straße es nicht vermatscht und in den Gully spült.

Hier ist trotz des vielen Grüns viel flachenversiegelt und asphaltiert, so daß die Städte so warm sind, dass Frau Holle einfach nur sagt:“Ne…. Lass ma. Die Mühe spar ich mir.“ Und ihrer Wege geht mitsamt dem Bettzeugs.

Dabei ist das doch so schön hier mal alles Weiß zu haben. Außer das Schnee die Kinder erfreut, hört man nur klagen. Rentner sagen sogar ihre Arzttermine ab und sparen sich den Weg an die Aldiregale, auch wenn da draußen nicht mal ein Blizzard weht, sondern eine Flocke sich wehend im Kreise dreht. Das gilt auch für murrende Berufstätige, die sich dann einen Karenztag gönnen und sagen, dat der Verkehr total scheiße is. Kein Durchkommen, weisse. Abba da is nix. Genau deswegen, weil alle zuhause geblieben sind, war nix los aufe Straßen. Und wenn doch:

Autofahrer und auch Fahrerinnen gehen vom Gas, weil das Wasser ist ja eigentlich Schnee unter den Reifen, das könnte zu einem Unfall führen und fahren 30, wo 50 ist. Ich komme natürlich dann zu spät an die Ampel. Gestern sind zwei Autos, die Insassen jeweils mit den Glupschaugen wahrscheinlich auf die Straße klebend statt auf die Ampel, über Rot gefahren.

Oder sie fahren dann plötzlich kurz vor der Ampel, die mit Rot droht, 70 und ich habe dafür Rot. Immer das gleiche.

Nasse Schuhe nerven und Dat ewige Gejammere zu jeder Jahreszeit :

Winter: Scheiß Schnee!

Frühling: Scheiß Pollen!

Sommer:  Scheiß Hitze!

Herbst: Scheiß Blätterfegen und dieser Wind!

In Los Angeles sagen die jetzt immer, wenn wir Winter haben:

Sommer! Brauch ich keinen teuren Klempner mehr!

Mel Gibson ist ja eh schon jahrelang für gewisse Äußerungen kritisiert worden. Wie er privat ist, ist natürlich umstritten, aber er gehört zu den guten Schauspielern und auch Regisseuren. Wenn ich an Braveheart und den Jesusfilm Passion Christi denke, war er ein Maßstab. Bestimmt kriegt er auch für diese Aussage seinen Shitstorm.

Wenigstens wird wieder über den mittlerweile alten Mann geredet. Egal wie. Ihn will bestimmt niemand mehr sehen als Riggs in Vokuhila über die Leinwand hetzen – eher humpeln – in einem weiteren Teil „Lethal Weapon“.

Und dann gibt es noch die bedingungslose Straffreiheit für Trump, aber geht als verurteilte Straftäter ins Präsidrntenamt. Lachhaft!

Das solche Leute immer davon kommen, die lügen, betrügen, Menschen ausnehmen und arrogant durch die Welt gehen, wie ein Elefant im Porzellanladen. Hauptsache ICH.

Gab da mal so ein Cartoon, den ich liebe. Die Frau fragt den Mann beim Kreuzworträtsel:“Weltmacht mit drei Buchstaben.?“

Der Mann antwortet:“ICH.“

Klar war die USA gemeint. Aber das auszudiskutieren hab ich keine Lust und vor allem keine Zeit. Ich muss ja noch meine Museumsführung für das Heimatmuseum in Bottrop vorbereiten.

Jetzt erst, werden einige sagen. Ja, denn erstens hatte ich andere Dinge noch zu tun und zweitens arbeite ich gern unter Druck.

Ich brauche Druck. Auch meine Prüfungen habe ich alle so hinter mich gebracht. Immer erst zwei Wochen vorher alles angefangen zu lernen. Hat nicht geschadet. Hatte Zeit für andere Dinge und hab nicht viel Zeit für Prüfungen verplempert. Danach machst du die Schubladen im Gehirn wieder auf, denn von den Prüfungen brauchst du nur 10% Wissen. Ich frage mich bis heute, wofür überhaupt geprüft wird.

Profilieren, Geld machen, ein ganzes System von Seminarfirmen und Zertifikatvergaben würden kein Geld verdienen. Arbeitsplatzsicherung im Prüfungsbereich inklusive Sesselpupsen bei der IHK.

Ist eben nicht die USA. Da kannst du als Quereinsteiger einfach machen. Du lernst alles beim Tun, auch das Tellerwaschen, um dann mit Beschiss zum Präsidenten zu werden oder Raketenbauer.

Heute hab ich noch eine AfD – Bundestagswahl-Werbung eines Kandidaten gesehen, der den Spruch von Neil Armstrong verunglimpft hat, der für die Zukunft der Menschheit galt.

„Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit.“

Da steht dann in Facebook : Ein kleines Kreuz für den Wähler (Achtung! Natürlich nicht gegendert!…), ein großer Schritt für Deutschland.

Ja, ein großer Schritt in die Vergangenheit der 1930er. Interessant waren die Kommentare, denn ansonsten wird immer kommentiert mit blauen Herzen. Mittlerweile haben sie es umgekehrt. Viele kommentieren gegen Afd darunter. Toll!

Auch eine Frau in Potsdam hat sich nicht beim Bürgerdialog der AfD den Mund verbieten lassen, als sie anmerkte, dass schon nach eineinhalb Minuten die ersten Hetzsprüche gegen Ausländer kamen.

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Applaus für den Mut dazwischen zu sitzen und lautstark sich zu äußern gegen das Hetzen!

Es war schließlich ein Bürgerdialog. Da kann auch die Gegenseite was sagen. Sollte man zumindest angehört werden. Aber ihre Aussage wurde tatsächlich nicht akzeptiert. Aber sie war nicht allein. Respekt! Eine tolle Aktion!

Die AfD tänzelt in ihren Hetzaussagen auf sehr dünnem Eis mit Stöckelschuhen. Wenn sie sich da nicht mal die Füße quetscht. Ich behandel es bestimmt nur mit einer Axt, wenn überhaupt und nehm dafür gern noch etwas mehr Trinkgeld!

Hach nach so schweren Themen gibt’s als Abschluss noch die Pizza aus unserer Trattoria in Eppendorf. Denn meine Frau lud mich ein zum Essen und ich hab bezahlt.

Danach endlich einen schönen leckeren Rotwein aus Georgien von Iulians Wein gekauft, denn unsere Bekannten haben die dritte Filiale jetzt bei uns umme Ecke eröffnet im November. Und dann auf nach Hause am Acker vom Bauer vorbei, der in grauem Weiß still vor sich hin gelegen hatte:

Eppendorfer Feld in Weißgrau ©André Brune

Aber den Wein heben wir uns für morgen auf. Ich wollte endlich meinen Beitrag fertig stellen über Osama Aljabr. Zulange feilte ich schon am Text.

Jetzt ist 2 Uhr. Der Beitrag ist draußen, aber es gibt ein technisches Problem. Die Email-Ausgabe hat nicht alle Fotos beinhaltet. Und wenn ich auf den Link drücke, ist da der Error 500 zu sehen.

Ich werde zum Elch. Ausgerechnet bei einem meiner wichtigsten Postings geht das System baden…

Es passiert immer irgendwas. Ich kann es jetzt nicht ändern. Ich muss warten, bis da ein Techniker dran geht. Vielleicht hab ich Glück, das am Wochenende einer das macht. Sonst ist der Beitrag erst am Montag fertig. Zum Mäuse melken.

Vielleicht klappt dieser Tagebucheintrag ja auch nicht. Ich weiß es erst, wenn er rausgeht. Nix geht glatt. Mal eben schon gar nicht. Und der Beitrag für den Kinderschutzbundleiter ist ein sensibler Beitrag, wohlüberlegt. Immer wieder angepasst, immer wieder neu umgeschrieben. Endlich fertig funktioniert die Technik nicht. Ich habe heute schon fünf Stunden nicht nur rumgefeilt wieder, sondern darauf gewartet, dass die Fotos hochgeladen werden. Aber irgendwie hat sich das System auch immer wieder aufgehängt.

Dafür fange ich jetzt um 2 Uhr an den Museumsrundgang durchzugehen. Weil die Technik…

Morgen auf ich die ganze Pulle aus! Prost!

Kluger Signifikanter Schneefall I 9.1.25

Der Tag fing um 3 Uhr an schlafen zu gehen. Noch gefällt mir der Bericht nicht. Also nochmal ein paar Stunden drüber schlafen. Wörter zählen zum Einschlafen statt Schäfchen. Das Frühstück um 8 war mit den neuesten Nachrichten aus dem Trumpuniversum bestückt.

Ein Foto für den Test der Reichweite von Facebook, worüber ich mich gestern aufgeregt habe. Interessant ist, daß kaum einer die Aussagen als schlimm empfindet. Das ist schlimm. Und genauso, wie ich die Reichweite teste und im nächsten Tagebucheintrag meinen Senf dazu gebe von dem Bild unseres Balkons un unseren Garten im Schnee. Der Aufruf : zeigt uns doch eure Wintergärten :

Balkonsicht zum Garten ©André Brune

Morgens noch sah ich einen Clip vom Pottfluencer Moderator Daniel Aßmann. Er hat ja ein Team von Autoren und Social Media Typen, die er bezahlt. Er guckt nur sympathisch in die Kamera und haut den Hattinger Dialekt raus: Weisheit im Pott! Wenn der Schnee schmilzt, siehse wo die Kacke liecht…und dat war ein Zitat von Rudi Assauer.

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Dat kannse abba auch anders sehn, Jung. Denn die Hundekacke siehse dann wenichstens bessa damite se aufsammeln kanns, nich tuhs, dat sacht man nich hier, dat is gekünseltes Ruhrplatt.

Und Kacke meint er wohl: Wenn der Schnee schmilzt, dann siehse mehr Dreck und Schlachlöcher. Der Humor kommt bei über 3400 Personen an.

Ich schreib meine Texte lieber selber oder rede spontan als Kalle und Erwin den nächsten Clip über Grönland ein. Und wenn der nur 9 Likes hat, ist das für mich auch ok. Ich arbeite nicht beim WDR und bin nicht so bekannt. Das ist kein Neid. Das ist Tatsache. Ich übe noch.

Dann um 9 wieder mit dem Laptop in den Händen einige Sätze umstellen für nur 20 Minuten. Das ist einfach zu wenig, denn ich musste nun raus in den Schnee… arbeiten, denn mit Fluencern verdient man nur mit Schleichwerbung Geld, was Pottfluencer leider mit Stauder immer wieder zwischendurch tut. Oder seh ich dat falsch?

Draußen sah ich nachts schon das Weiß, das Frau Holle rausgeschüttelt hatte und Schneewittken verwaltet bis der olle Poseidon kurzerhand wieder etwas mehr Wasser beigemischt hat, zumindest in Bottrop. Da schneite es nicht so wie in Bochum.

Tatsächlich musste ich ca 10 cm vom Busdach mit dem Besen runterschieben. Sonst gibbet Strafe. Der seit fünf Tagen angesagte Signifikanter Schneefall war über Nacht da. Signifikant war vorher auf dem Display. Doch bisher Fehlanzeige und Regen statt Schnee.

Dann ging die leichte Schlitterpartie los. Ich liebe Schnee. Da kann man mal richtig Autofahren. Ist nicht langweilig. Man rutscht wie mit einem Schlitten. Herrlich!

Die A40 hab ich gemieden. Quer durch das verschneite Gelsenkirchen am Stadion vorbei, das ich nicht so fotografieren konnte, wie ich wollte…

Leichter Schneeflaum in Gelsenkirchen – ‚Schneescheibe‘ ©André Brune
Bahnregen II – ‚Regenscheibe‘ – Fotoreihe

Die Polizei fuhr an mir vorbei. Aber ich habe ja nicht telefoniert. Ich habe nicht mal aufs Display geguckt, sondern nach vorn und das Handy draufgehalten. Spannendes Ergebnis war das. Besser als so manches Spiel von denen.

Veltins Arena Regen – ‚Regenscheibe‘ Fotoreihe ©André Brune

Die nächsten 8 Stunden waren erstmal mit Arbeiten angesagt. Bei meinen ersten Patienten fing dann der dicke Schnee an zu fallen. Dick in Form von großen Wasserspeicherblasen. Da hat die Politesse sogar Schwierigkeiten abzulesen ich hab es vorsichtshalber abfotografiert. Man weiß ja nie…

Könnte auch wegen Nichtsichtbarkeit teuer werden… War aber nix. ©André Brune
Dicke Flocken aber nix dahinter in Bottrop – ‚Schneescheibe‘ – ©André Brune

Allerdings dachte ich am Nachmittag mal meinen Großhändler anzurufen, denn der hat das von 3.1. bestellte Paket immer noch nicht ausgeliefert.

Ich erfuhr, dass es womöglich auch nicht in den nächsten zwei Wochen gekommen wäre, weil die Schmiergelfräser nicht lieferbar sind. Und es gab bis zum 6.1., ist ja Baden-Württemberg das Lager, Betriebsferien. Jetzt wird alles abgearbeitet. Da war ich wohl schneller dort, als umgekehrt. Na dann, hoffe ich, das die im Lager gut ausgeruht haben, damit ich schnell meine Fräser kriege bis Samstag. Hab keine mehr. Die brauch ich doch für die Arbeit!

Dann ab nach Borbeck. Dort ins alte Gasthof Krebs. Das ist eine Anfang des 20. Jahrhunderts gebaute Gaststätte mit Hotelzimmer. Irgendwann vor 10 Jahren wurde noch ein Wintergarten eingebaut.

https://www.hotel-am-schloss-borbeck.de/68/startseite

Da war um 19 Uhr war das Unternehmernetzwerktreffen K. L. U. G. Lose Gespräche. Kurz vorher hab ich noch die Verlosungsaktion für das Gewinnspiel ‚Der Pott‘ live bei Instagram gemacht. Susanne Kirchhof hat es gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

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Da sind wenigstens 10 Likes drauf 🤣! Und ich mach Schleichwerbung für mich und das Spiel vom Demoela Verlag. Ich hasse, dass die Live-Aufnahmen nicht automatisch gespiegelt sind. Unprofessionelles Insta 🤪

Wegen der Wetterlage kamen nur vier Personen von 500… Egal, ich hab den Matjesteller genossen, nette Gespräche über dies und das geführt und hinterher mit dem kroatischen Angestellten gequatscht.

Und wie es so ist mit altbackenen Gaststätten. Sie schließen irgendwann. Da nützte auch kein Wildangebot auf der Speisekarte, wenn da tote Hose ist. Noch läufts. Ich wünsche es Ihnen!

Da wohnen für 130 € meist Monteure, Fernfahrer oder Gäste für die Messen. Gebucht wir per Booking.com Selten will jemand in Essen – Borbeck Urlaub machen. Es sei denn da heiratet eine Bayerin einen Ruhrpottler. Dann muss die Hochzeit aber eher im Schloss stattfinden. Die Gäste, die man eher am hinteren Tisch einladen muss, um des Familienfriedenswillen, die wohnen dann unweit vom Schloss dort im Krebs. Vermutlich.

Wie ich mitbekommen habe ist der Bruder Inhaber und beratungsresistent. Was ist, wenn er einen Balkanabend organisiert mit Speisen aus der Region? Statt Wiener und Jäger Schnitzel eher Cevapici und Gyros. Da habe ich gesagt bekommen, dass Balkan ein großer Begriff ist. Da müsste man auch Griechen, Albaner, Rumänen, Bulgaren und Italiener einladen…

Müsste man? Balkanabend ist für mich zum Beispiel nicht nur eine Vorstellung der Speisen aus der Region für die Bewohner hier vom Ruhrgebiet, egal woher sie kommen!  Der gesamte Balkan hat viel zu bieten, warum ihn nicht näher kennenlernen : Literatur, Kochkunst, Sachbuchlesung, Comedy aus der Region, Politische Sachthemenabende, Live-Band oder Theateraufführung, Kunstausstellungen im Wintergarten und so weiter. Da sind keine Grenzen gesetzt.

Nein, man bedient eher die Geister der Vergangenheit bis das Haus geschlossen wird und kein Pächter mehr mutig genug ist oder keine Fachkraft mehr gefunden werden kann. Das wäre schade für die Eiche rustikal mit den Jugendstilfenstern.

Wie ist es mit Brettspieleabende? Junge Leute kann man damit sogar wieder ansprechen. Ein ‚Der Pott‘ – Turnier zum Beispiel. Man kann viel machen, wenn man nur will. Und man muss es kommunizieren. Wenn das alles nicht passiert steht man sich bei laufenden Kosten die Beine im Bauch und zahlt drauf.

Die Hotelzimmer zu Ferienwohnung  umbauen. Dann günstiger anbieten, spart man Kosten an dem Frühstück.

Wie viele scheitern an sich selbst? Viele!

Ich habe 1995 in Bochum-Bergen gewohnt. Das ist der kleinste Stadtteil von Bochum. Und dort waren zwei Kneipen damals. Ich bin damals dort zur Wahl gegangen. Jetzt sind dort Wohnungen drin. Aber es ist eben auch Zeichen der Zeit. In die Kneipe geht kaum noch jemand, vor allem wenn das Essen nix besonderes mehr ist.

In einer anderen hier in Eppendorf ist ein Kindergarten entstanden. Dabei haben die unten auch eine Kegelbahn und einen Biergarten übernommen. Da geht’s ab wie Schmitzkatze! Fehlt nur ein Bällebad, wie bei Ikea. Aber ein Bierbad tuts ja auch…

Heute waren eher belanglose Dinge besprochen worden. Ich hab meine Visitenkarte für die Repräsentante für Greendays4Future bekommen und ein interessantes Heft zur Bildung über Gelsenkirchen.

Meine Visitenkarten wofür ich seit 30 Jahren kämpfe : Saubere Umwelt und weniger Treinhausgase.

Ich fror dort und als ich ins Auto stieg, hab ich mir den Fuß geklemmt und bis nach Hause bei 27 Grad volle Pulle und Sitzheizung nicht die Körpertemperatur nach oben bekommen. Erst die heiße Dusche tat ihr Gutes.

Der Rückweg auf der A40 war prickelnd. Ich habe nach Holsterhausen einen Bus und PKW rechts vor mir auffahren lassen wollen, weil links der durchgehende Streifen war. Ich hatte es nicht eilig. Ich wollte warm werden. Da bremst der ab! Er wollte mir wohl ein Reißverschlussverfahren anbieten und hatte dann eher mein Zeichen von fahr endlich rein, ich habs nicht eilig mit meiner Lichthupe und abbremsen falsch verstanden.

Da ging seine Lichthupe an und er bremste ab. Das tat ich auch. Da standen wir nun und hätten auf den Bahnen jeweils einen Stau verursachen. Neben mir war ein durchgehender Streifen. Das ist verboten dort auf die linke Spur zu fahren. Gut war keiner da. Ich hab ja abgebremst. Der Typ aus Düsseldorf hat sich tierisch aufgeregt. Fuhr mit einem schnellen Druck aufs Gaspedal links an mir vorbei, wollte mit noch mal mitteilen direkt neben mir fahrend, das ich ein A… Loch sei und dann fuhr er wieder hinter dem Bus her. Dabei wollte ich nur freundlich sein. Ich sag mal : Typisch Düsseldorfer…

Tatsächlich war in Bochum der hohe Schnee liegen geblieben. Faszinierend, daß 30 km entfernt in Bottrop weniger Schnee liegt und 30 %km weiter in Wuppertal die Leute ohne Schneeketten nicht hoch kommen. Das San Francisco Deutschlands ist im Winter eine Mäusefalle. Die Rutschpartie kann mit dem Auto auch mal enden wie der Elefant Tuffi, der in die Wupper wuppte aus der Schwebebahn hinaus.

Der Beitrag wird nun erst am Freitag Abend veröffentlicht werden können. Irgendwann macht der Körper schlapp und will nur noch mit einem Auge ein wenig die Ringe der Macht sehen und nach einem langen Arbeitstag abschalten vor der Flimmerkiste.

Manche Tage sind einfach nur lang, wer kennt das nicht. Doch es passiert immer was, nicht nur ein Sack Reis in China fällt um, sondern auch ein Ruhrpottologe fährt duch das Ruhrgebiet.

Bückeneregen – Emscher bei Gelsenkirchen – ‚Regenscheibe ‚ – Fotoreihe ©André Brune

Oranger Faden mit Beigeschmack I 8.1.25

Tagebucheinträge sind langweilig? Ne! Nicht, wenn ich sie erlebe.

Der Abend wird geschlossen mit einer Folge der zweiten Staffel von Tulsa, der grandiosen Mafiaserie mit Sylvester Stallone. Mit 75 Jahren eine der besten Rollen, die er je hatte in meinen Augen. Dazu macht man sich eigentlich ein Glas Whiskey auf Eis. Aber ich mache mir einen Tee. Natürlich fällt da beim Eingießen das Etikett ins Wasser. Hat bestimmt schon jeder erlebt…

Eine Stunde zuvor verschüttete ich fast meine Tasse Milch auf den Perser. Fast wäre mir das Handy nämlich zwischen Arm und Brust eingeklemmt runtergefallen. Ich musste mich entscheiden…

Hat bestimmt jeder so noch nicht erlebt., denn…

Einige Tropfen Milch verfeinerten mein Schmalzbrot, war aber mit einer Prise Salz ertragbarer als gedacht.

Mit vollem Magen konnte ich den Arbeitstag dann hinter mich bringen. Denn der fing an, dass ich beim Frühstück mein Müsli verschluckt habe, als ich die Orangenhaut mit arroganter Haltung im Morgenmagazin sah.

Was sagte er? Das grüne Land würde er auch militärisch erobern, wenn Dänemark sich wehrt. Der kapitalistische Putin von rechts greift verbal dann ein eigenes NATO-Land an, das auch noch 5% mehr für seine eigene Verteidigung ausgeben soll. Natürlich ist alles bei ihm zu kaufen. Damit Amerika First gelingen kann. Wenn er sich da nicht verrechnet, denn wenn die alten Wikinger mit den Eskimos mit Harpunen und der amerikanischen Munition sich im Schnee besser verteidigen können mit 10% Verteidigungshaushaltsausgaben, erlebt Trump sein Vietnam und wird am Ende an der Snowgate Affäre scheitern und zurück treten müssen.

Musk geht gleich mit, denn der will dort bestimmt eine Raketenbasis für den Mars aufbauen und gleichzeitig die seltenen Erden billig okkupieren für seine Aktienkurse und E-Autos, die bei unter 0 Grad nicht anspringen und höchstens als Iglu-Tesla durchgehen. Dann kann man durch den Boden ein Loch schneiden direkt ins Eis und im trockenen bei den Schneestürmen elegant Eisangeln mit Kupferkabeln gehen, wenn der schon nicht starten kann.

Zuckerberg küsst gerade mit KI – Kussmund Trumps Füße, damit er die linke Hand des Teufels wird, denn die rechte streckte schon Musk aus.

Drei Reiche, die nur noch reicher werden wollen mit ihren Möglichkeiten. Wie die russischen Oligarchen. Ist die Welt stilvoller durch die drei von der Internettankstelle, wenn sie die geballten Falschmeldungen raushauen, damit sie noch mehr Geld verdienen und die Welt übernehmen Weltübernahme als Putin, der jetzt auch Norkoreaner den Ukrainern zum Fraß vorlegt ?

Nun der russische Geheimdienst hackt mühsam einzelne Computer, während Musk und Zuckerberg schon alle Daten von uns haben. Das hat keine noch längere Vorbereitungszeit benötigt als Putins Vorbereitung mit der Erpressung Europas durch Nordstream Zwei und ist ohne die Annexion einer Halbinsel im Schwarzen Meer gegangen. Und wir machen alle mit.

In Russland wird in den Medien über den Westen gelogen das die Balken biegen, um damit mehr Land zu erobern und im Westen wird gelogen, um noch mehr Geld zu verdienen.

Mööp!

Da fliegt mir doch das Blech weg. Die Wahrheit ist nicht mehr das, was man sieht, sie wird dir vorgegaukelt.

Ich biete nun jedem an, sich gern in meinem Blog zu verewigen. Aber das wird wahrscheinlich belächelt. Ach, was soll das, der hat doch bestimmt keine Reichweite…

Sicherlich wird dann die eigene mehr als erhöht. So manche Beiträge kommen in Google nämlich weit nach oben, weil darüber kaum jemand was schreibt oder filmt. Ein Facebookprofil landet da nicht. Google ist auch amerikanisch. Mist. Die Europäer sind einfach zu blöd, weil sie sich ständig friedlich streiten…

In Facebook bin ich schon seit 2007. Es ist noch nie so schwierig geworden Reichweite zu bekommen. Beiträge, die ich teile werden von gerade mal maximal 70 von 940 Personen gesichtet zur Zeit.

In Instagram habe ich die Business Verifizierung für knapp 17 Euro im Monat. Wenn ich eine Story schicke sehen das maximal 120 von 950. Natürlich muß ich über die 1000 kommen, damit ich noch mehr Reichweite bekommen kann. Dann kann ich Geld verdienen. Aber will ich das mit gekauften Fakeprofilen nicht schnell machen? Nein! Dann bin ich nicht anders als Zuckerberg und Co. Und der kann sich dann wieder ein Badezimmer in Gold von kaufen. Und warum soll ich für mein Profil noch mehr Geld ausgeben? Ich verdiene nix mit Podcasts oder dem Bloggen. Ich verliere Lebenszeit. Aber das macht Spaß und ich kann hier und da zum Nachdenken und Anregen bewegen. Das ist es mir wert weiter zu machen, auch wenn es nur 5 Personen lesen oder gucken würden. Das ist mehr als ein Chatroom mit besoffenen Afdler im Tiktok. Bei mir gibt es die Wahrheit!

Obwohl der Tee ist eher für meine Frau gewesen. Fakenachricht! Sie hat den papiernen Geschmack aushalten müssen… Ich hatte grünen Tee aus der Isolierkanne, die ich noch nicht geleert hatte.

Irgendwie ist das alles pervers geworden. Die Rechten schauen arroganter, weil sie sich insgeheim sagen, der Adolf, das war noch einer. Der hat wenigstens gesagt und getan. Das wollen wir auch! So beginnen sie unsere Demokratie zu gefährden, die durch seinen Fall erst möglich wurde.

Was muss man tun, damit Putin und Trump wieder verschwinden, wenn man ein kleines Rad im Gefüge der Menschheit ist?

Einfach mal die Nachrichten ausschalten, ein gutes Buch lesen und Almdudler dabei trinken… Mist. Mein Lieblingsgetränk, das mich an die Urlaube in Österreich erinnert! Jetzt müsste ich es wegen dem kleinen neuen Ösikrakeler boykottieren.

Nein, das lass ich mir nicht nehmen. Ich müsste auch die Serie Tulsa boykottieren wegen Trump oder das neue Buch von Stephen King. Schließlich ist der auch Amerikaner.

Ich wollte auch mal nach Kanada. Aber das boykottiere ich dann auch, wenn es Bundesstaat der USA wird.

Als Kind habe ich vom wilden Westen von John Wayne geträumt, ihn gesehen und nachgespielt. Aber das es da jetzt einen Echten gibt, der nicht nur spielt, lässt keinen guten Film mit einem Happy End erwarten.

Egal, der floppt mehr als die letzte Comicverfilmung eines Superschurken. Es gibt nur einen orangen Faden, das Drehbuch ist schlecht. Zu viele Schwarz – Weiß Denker und die Mafia ist im Hintergrund nur Statist. Schlechter Film.

Und dann sah ich noch einen Schlager von Mike Krüger. Die Supernase mit dem Nippel durch die Lasche war ein Kindheitsidol. Jetzt stilisiert er mit Mario Barth als Kanzlerkandidat eine eigene Partei für Verbrennungsmotoren und Akzeptanz für Frauen gegen Gendern. Meinungsfreiheit ist jetzt für mich noch tiefer gerutscht. Manchmal sollten Blödelbarden und ausgediente Witzerzähler aus Berlin in einem gallischen Dorf auf einem Baum gehängt werden mit einer verschwitzten Socke im Mund.

Im Ruhrgebiet könnte das nicht Xanten sein, das war römisch. Vielleicht ist das gallische Ruhrgebietsdorf eher Selm. Die fühlen sich als letzte Bastion des Münsterlandes zugehörig. Mir ist es recht. Das ist ja nicht auszuhalten!

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Als letztes berichte ich noch von drei positiven Dingen :

  1. Ich habe mich ja letztes Jahr in eine rote Pladtikfolie für eine Kunstinstallation von Roman Jäkel einwickeln lassen. Heute dachte ich, dass er in Bochum war und seine Commodity mit Bernd, das Brot gemacht hatte. Sieht aus wie Höcke verpackt als Linker
Bernd, das Brot verpackt in Rot, ist wie Höcke bei den Linken Fotos : ©André Brune
Alles schon im Blog nachzulesen und zu sehen

2. Mein Musikgeschmack ist chaotisch nischig laut Jahresübersicht von Deezer. Es entspricht zu 100% nicht dem deutschen Mainstream. Ich hör eben gerne französische Chansons. Ich versteh nix, aber ich liebe die Rhythmen und habe viele tolle Songs entdeckt.

Natürlich bin ich anders als Amdere!

3. Ich bin angefragt worden von einem sich auflösenden Verein in Essen, dir im Dezember noch Sachen in die Ukraine gebracht haben. Der Verein ‚Lemberg‘ hat noch das Lager voll. Während ich mit einem sprach, der mich kontaktiert hatte über meine Gruppe Ukrainehilfe Ruhrgebiet in Facebook, hat der andere wohl schon alles geklärt mit Monika Grawe von der Gesellschaft Bochum Donezk, wo ich es ebenfalls mit geklärt hätte. Mich freut, dass wieder Sachen auf den Weg gebracht werden, egal was Trump und Putin aushecken. Es geht um die Menschen dort!

Aus Bananenschalen gemacht. Vegan und

Ganz vergessen : Heute war ich bei einer Patientin und sehe erst beim dritten Besuch welche kunstvollen Bilder an der Wand hingen, die alle eine Art und Weise zeigten, die den Ländern entsprachen : Russland, Peru, Sri Lanka und Kenia.

Das Bild ist vegan! Komplett aus Bananenschalen  gemacht, auch der Rahmen, wird jedoch dort in Massen für Touristen erstellt. Für mich war es einmalige Kunst, da ich es vorher noch nie sah. Wenigstens ein paar Lichtblicke heute nach den Nachrichten!

Ich trink jetzt meinen Almdudler. Denn der Beitrag muss fertig werden. Bin gestern auf der Computertastatur eingeschlafen…

Hoffentlich nicht wieder…

Schnarch…

Filzstifte unter der Hood I 7.1.25

Was soll ich schreiben, wenn es der erste Arbeitstag im neuen Jahr ist?

Eine Menge, nur nicht über Arbeit : Denn erstens hab ich gestern vergessen mitzuteilen, dass ich, bevor ich zum Suppenhuhn im Bioladen besorgt habe, einen Fuß in die Weitmarer Post gesetzt habe.

Was kauft man in einer Post, wenn man nix verschickt?

Briefmarken, Briefumschläge oder auch einen Lottoschein, denn da drin ist auch die hiesige Lottoannahmestelle, aber ich spiele eher PlayStation, obwohl man dabei kein Geld gewinnen kann. Naja, beim Lotto ist es schließlich auch nicht möglich bei 1: 10 Mio.

Ich habe mir Bleistifte und Filzstifte gekauft, denn eine besondere Bilderreihe in der Jahresausstellung im Josef-Albers-Museum hat mich inspiriert.

Umso mehr hat es mich inspiriert, als ich erfahren habe, dass es aus der Künstlerwerkstatt der Rheinbabenwerkstatt aus Bottrop stammt. Das habe ich nicht gewusst, als ich es mit Ralf Opiol besprochen habe. Einige Bilder stammten in der Ausstellung eben von geistig behinderten Künstler und Künstlerinnen. Und genau diese haben mich inspiriert ausgerechnet an meine Kindheit zu denken und einfach was zu machen. Warum eigentlich nicht?

Mal sehen, was draus wird. Vielleicht hängt mein Godzilla, der das Tetraeder umhaut in Regenbogenfarben nächstes Jahr im Guggenheim Museum in New York.

Von Desislawa Georgieva

Heute war nicht nur der Arbeitstag lang. Früh genug aufgestanden, losgefahren und  unterwegs den Podcast ‚Alle Zeit der Welt‘ gehört und war fasziniert über die Geschichte Preußens, während auf der Rückfahrt Bismarcks Einfluß auf die Zukunft des Deutschen Reiches und auch über die erste Zollunion der deutschen Länder 1834 erzählt wurde, so was wie der Vorbote der Europäischen Union mit Schengener Abkommen. Vorher hat man an den Grenzen der Kleinstaaten Zoll bezahlt. Das kostete der deutschen Wirtschaft viel Geld und der armen Bevölkerung letztendlich auch. Die Gründung einer deutschen Nation kam dann zwangsläufig knapp 50 Jahre später. Bei der EU gibt’s größere Sprachprobleme und neu aufkommender Nationalismus. Dat wird nix, zumindest noch nicht.

Jetzt nehme ich mal das Ruhrgebiet und sehe Kleinstädterei, fehlt nur der Zoll, den es hier damals zumindest auf den Brücken über die Emscher gab.

Ich lese von dem Radschnellweg, der es einfach nicht schafft nach zehn Jahren fertig zu werden.

Ich lese von Gladbeckern, die einen Radschnellweg von sich mit Bottrop bis nach Oberhausen über die Hauptverkehrsachse vorschlugen, aber die Bottroper abgelehnt haben, weil da auf der zweispurigen Straße rechts eh immer lieber geparkt wird, um Brötchen zu holen und sich die Haare zu machen, während der Radweg zu klein ist und gefährlich angelegt.

Ich lese von zehn Jahre anhaltenden Diskussionen bis dann endlich fünfhundert Meter Schienen gebaut werden, damit Horster aus Gelsenkirchen nicht mehr in eine extra Bus einsteigen müssen, weil die Essener Bahn keine Schmalspurbahn ist, wie die Gelsenkirchener Straßenbahn. Die Gladbecker wollen einen Deckel auf drn zukünftigen Ausbau der A52, eine Bottroper Bürgerinitiative will alles so lassen, doch die Politik will Stau ohne Ampel.

Ich könnte ewig so weitermachen, aber diese Kleinstädterei im Ruhrgebiet geht mir auf den Sack. Statt zusammen zu arbeiten und politisch an einem Strang zu ziehen, leben wir hier immer noch im frühen 19. Jahrhundert, wo es keine Industrie gab. Ist ja auch wieder so. Die Industrie ist fast wieder verschwunden aus dem Ruhrgebiet.

Es gibt Dinge am Himmel und der Erde, die nur mit Kopfschütteln zu ertragen sind. Solche Dinge gehen mir dann ohne Humor durch den Kopf. Die Mehrheit hat aber im Moment nur die ehemalige Ampel im Kopf und sorgt sich um Einwanderer, die wir ja eigentlich für die Gastwirte und Pflege doch so dringend brauchen. Also statt so schnell wie möglich zu integrieren, umzuschulen, wird auch von Remigration von langjährigen Arbeitnehmern gesprochen, die schon lange hier in die Sozialkassen einzahlen. Die arbeiten alle für die in Rente gehenden Babyboomer. Wer soll denn das sonst bezahlen?

Dann höre ich die Geschichte der Pickelhaube und erfahre, dass sie deswegen auf dem preußischen Helm kam, weil sie innovativ als Abwehrmechanismus gegen Säbelangriffe war. Nun im ersten Weltkrieg wurde der Lederhelm mit eisernen Winkzeichen dann 1915 ausgetauscht, weil die für Scharfschützen ein Willkommensgruß war.

Nachmittags rief mich Matthias Kersting an. Er ist Vorsitzender im Verein Ihr Pfand hilft Obdachlosen. Da plauderten wir solange, dass meine Kundin dachte, ich komm nicht mehr.

Definitiv werde ich bei einem Aktionstag mitmachen und meine Flaschengefühle – Kunstaktion mit integrieren. Darüber und in einem Podcast im Februar / März werden wir reden. Bin gespannt!

Wer sich mal direkt informieren möchte oder spenden, hier ist die Visitenkarte!

Bevor ich allerdings um 19.30 Uhr aus dem Auto stieg, erfuhr ich dass Gelsenkirchen 150 Jahre Stadtwerdung feiert mit einem Leitspruch, das mir die Haare zu Berge standen :

Gelsenkirchen – Meine Hood

Wo ist Robin, fragte ich mich. Und was um Himmels Willen hat eine Haube mit Gelsenkirchen zu tun?

Ich schwebte mit dem Bus über die Schalker Meile und erwischte ein paar blaue Lampen mit Regentropfen für die Fotoreihe ‚REGENSCHEIBE‘.

Schalker Regen I ©André Brune

Ich beschloss im Podcast über The Hood mit Jack zu sprechen. Ebenso über Wattenscheid, das eher 50 Jahre Stadt Bochum feiert, weil die Rechte aberkannt wurden.

So fliegen die Themen mir zu und die Lust darüber zu schreiben und sprechen steigt von Tag zu Tag. Das Ruhrgebiet hat viel zu bieten, denn…

Dann erreichte mich noch ein Lob von Hitradio Ruhr, die wir im letzten Ruhrgebiet erklärt #8 Podcast erwähnt haben, weil sie uns immer liken. Sie finden unseren Podcast diesmal so gut, dass sie es kommentiert hatten. Im Februar habe ich dort einen Podcast – Termin und rede mit dem Internetradio. Ich bin gespannt!

Der Tag ist noch nicht zu Ende, denn ich werde noch den Beitrag für Osama Aljabr fertig stellen, einem syrischen Flüchtling, der beim Kinderschutzbund in Bottrop nun pädagogischer Leiter ist. Da hat er die Pickelhaube auf, aber der Helm muss schon aus Stahl sein, wenn die Kinder dort rumtoben…

Links

Podcast Alle Zeit der Welt

Das 2. Preussen und die Pickelhaube (1790-1848)

https://open.spotify.com/episode/19v9VXsuCuT7IPfWLO8ev2?si=PQkdUx0OTNuo-NN7GLuIeQ

Olympia in Paris beginnt – Einmalige Spiele oder mehr Schein als Sein auch im Ruhrgebiet? I Kolumne

Es ist der 26.7.24. Die Olympischen Spiele beginnen in Paris. Die Stadt der Liebe ist ganz auf Sport und Sicherheit für die Millionen zahlenden Gäste hergerichtet. 

Was bringen uns die Spiele? Was bringt es der Stadt? Was der Bevölkerung? Und was würde im Ruhrgebiet passieren, wenn es hier kommen würde?

Vor 341 Tagen war ich vor dem Eiffelturm und habe vor der minutenzählenden Uhr gestanden. Es war nicht einfach ein Foto ohne die vielen Touristen hinzubekommen, aber es hat geklappt, wie das Foto-Ergebnis zeigt.

 

Paris zu entdecken, wenn man noch nie da war, ist schon ein besonderes Erlebnis im Leben. Immer schon wollte ich die Stadt der Liebe sehen. Die seit den Römern bekannte Stadt, die Napoleon beherrschte, der durch das Ruhrgebiet zog und die ollen Bezirksregierungen bis heute geschaffen hat und die Hausnummern, und das kölnische Parfüm, was mit beidem zusammenhängt: 4711

Meine Oma hatte es. Ich liebe es bis heute. Es erfrischt und duftet jedenfalls besser als Mottenkugeln, wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist. Ich bin ja auch schon über 50. Das heißt, ich kann mir jetzt so langsam ein Fläschchen gönnen…

Mottenkugeln hab ich höchstens im Hintern, denn ich hab noch viel vor. Aber im Moment muss ich mich über die Spiele von Olympia auslassen. Ich finde diese kleinen asiatischen Taschen einfach nur lecker! Ach, das hat mit Olympia nix zu tun?

Naja. Indirekt, wie der Napoleon durchs Ruhrgebiet marschiert ist und alles verändert hat im Deutschen Reiche, der damaligen Zeit. Fortschritt im Gleichmarsch bis nach Moskau. Nun da hat sich nix verändert. Ich marschiere gerade auch zu weit. Ich wollte doch…achja: Olympia.

Die Olympier sind ja der Vorsitzende Zeus, namens Beck, Poseidon ist bekanntlich Coca Cola (der reichste Verein der Welt, kann man sagen), Hera ist nicht der Kölnische Karnevalsverein, Demeter hat nix mit der Landwirtschaft zu tun in Deutschland, Apollon, wie das entsprechende teure Sprudelwasser, Artemis, war das nicht einer der drei Musketiere?, Athene, schau dir mal dein Olympia-Stadion an! Es verfällt, Ares, der Gott des Blutbades, der wahrscheinlich die ersten Zugausfälle wegen Anschläge vorbereitet hat…Aphrodite ist die Göttin, die jetzt mit Sicherheit über die Stadt Paris ihre Flügel, Hermes schickt unanständige Pakete Richtung IOC, Hephaistos schmiedet gerade das Schwert für die Populisten und Hestia hält die Olympische Fackel hoch, fordert aber die Frauen wieder an den Herd, wenn Hephaistos mit den Rechten in Europa wieder die Richtung von vor 100 Jahren geschmiedet hat.

Wer sich das Schauspiel der Geldmachenschaften anschaut zeigt, wer die wahre Macht ist, die den Daumen von Doping Ja oder Nein nach oben oder unten senkt. Brot und Spiele sind seit je her eine Möglichkeit von der Wirklichkeit abzulenken. Im Moment brauchen wir das auch. Egal, was die Spiele kosten, sie lenken uns für ein paar Wochen ab vom Kriegsalltag in der Ukraine, im Gaza, das Gezeter von Trump und die politischen Spiele der rechtsgerichteten Populisten in Europa und natürlich von Putin, der mit hochrotem Kopf in seinem Bunker sitzt, weil nicht ein Russe daran teilnehmen wird. Ich glaube nicht, dass wir sie vermissen werden, die gedopten russischen Sportler und Sportlerinnen, die gezielt immer schon entsprechende Spritzen und Mittelchen für die ein oder andere Goldmedaille bekommen haben.

Ich jedoch sehe die Sportler und Sportlerinnen, die darauf hinarbeiten und einige tolle Wochen in dem olympischen Dorf verbringen werden und mit oder ohne Medaille einfach glücklich sind, so gut gewesen zu sein für ihr Land anwesend gewesen zu sein. Da bin ich bei ihnen.

Ich bin bei den Politikern, die Paris so verbessert haben, um in der Seine die Spiele stattfinden lassen zu können. Nicht bei denen, die Schmiergelder für die Ausrichtung angenommen haben.

Das hätten wir auch im Rhein, Ruhr und bald erst Recht auch in der Emscher. Warum lassen wir die Spiele also nicht im Ruhrgebiet zu? 

Hier stehen die Stadien im guten alten Shithole von Deutschland. Wir können den Menschen draußen außerhalb der Ruhrgebietsgrenzen zeigen, dass wir hier die meisten Sportvereine haben in geballter Struktur als München. Wir mehr als Grün statt Grau und Schwarz sind. Wir hätten mit Düsseldorf zusammen als Rhein-Ruhrgebiet eine wunderbare Struktur für alle Spiele. Und man braucht nicht viel umbauen. Das olympische Dorf kann auf einem alten Zechengelände entstehen, das hinterher zu einem Seniorenzentrum umgebaut wird mit einer wunderbaren Grünanlage, die für alle zugänglich sein können. Das Geld würde hier zumindest gezielt die Schlaglöcher zu den Sportveranstaltungen von Hamm über Hagen, Dortmund, Recklinghausen, Bochum, Herne, Oberhausen, Bottrop, Witten, Ennepetal bis nach Duisburg, Kreis Wesel und auch eben Düsseldorf die Welt zu uns bringen, die zumindest in Teilen bei der kürzlich stattgefundenen Fußball-Europameisterschaft hier war.

Aber ist das wünschenswert? Würde wirklich alles zum Besseren kommen, wie es in Paris ist? Oder entsteht nur ein Schein statt Sein?

In einer ARD-Doku hat die Frankreich – Korrespondentin in Paris vieles gezeigt, was gut und was schlecht ist. In den Außenbezirken bekommt die ärmere Bevölkerung nichts von der Olympia mit. In einem Randbezirk jedoch, wo bisher Drogen reichlich verkauft wurde und die Obdachlosen sich rumtrieben, wurde das Olympische Dorf erstellt. 

Olympia 2024 – die Hintergründe: Paris – Die Stadt und die Spiele – hier anschauen (ardmediathek.de)

Das Dorf wird nach den zweieinhalb Wochen und den anschließenden Paralympics für die Stadtbevölkerung nutzbar gemacht. Es ist sozialer Wohnungsbau in Verbindung von Eigentumswohnungen. Der Stadtteil wird sich nachhaltig verändern oder auch nicht. Denn das kann auch wieder wie vorher werden. Alles wird getan, um für tolle Spiele in einer tollen Stadt zu zeigen. Die Obdachlosen sind nur an einer anderen Stelle in der Nähe. Ihnen wurde nicht geholfen. Sie wurden nur „verlegt“. Die Mieten sind explosionsartig angestiegen. Ein Obdachloser kann sich noch weniger leisten. Er wird in dem Strudel gefangen bleiben, da wird auch das olympische Dorf nichts dran ändern, wenn sie für soziale Nutzung umgesattelt wird.

Insgesamt sind die Olympischen Spiele natürlich ein Event der besonderen Art für jeden einzelnen Sportler und jede einzelne Sportlerin. Doch was ist mit denen, die vielleicht an dem Tag so stark psychischen Druck ausgesetzt sind und keine Medaille bekommen? Was ist, wenn diese auch noch das Problem haben nur Vierter oder Fünfter geworden zu sein. Sie waren dabei, aber ein Sponsor sagt, dass es ihm nicht reichen wird und verabschiedet sich. Die Leichtathletik hat herausragender Sportler und Sportlerinnen. Doch die wenigsten bekommen einen vernünftigen Sponsorvertrag. Sie verdienen so gut wie nichts im Gegensatz zu den Fußballern, die mit Tausenden bis Millionen Euros nach 90 Minuten nach Hause gehen. Eine ungerechte Sportwelt, wie ich finde.

Und dann gibt es noch die weltweit agierenden Aktienunternehmen, die Werbegelder reinbuttern und weiter absahnen, während die Werbung auf Trikot und bei der Pressekonferenz auf Mikros und davor für die TV-Kameras weltweit gezeigt wird und dann auch noch steuerlich absetzbar ist. Die Firmen sitzen in Luxemburg oder haben in Amsterdam eine Briefkastenfirma und bezahlen so gut wie keine Steuern. 

Gearscht sind in allen Zusammenhängen die Einwohner in Paris, die nichts von den Spielen haben außer mehr Lärm, mehr Verkehr, mehr Touristen und höhere Preise.  Das einzige ist vielleicht die saubere Seine, in der wahrscheinlich mehr Touristen schwimmen werden als die Einheimischen, die für ihre teuren Mieten mehr arbeiten müssen, als wir. Auch der Rest von Frankreich, der wahrscheinlich Stolz ist, die Spiele mit dem historischen Ambiente zu haben, hat jedoch selbst nichts davon. Das investierte Geld ist nicht in andere Regionen gewandert. Paris wurde auf Hochglanz poliert. Der Notre – Dame wurde nach dem Brand soweit hergerichtet, so dass die Olympia den Dom wieder feiern kann. 

Die Wirtschaft des Landes brummt jedoch nicht mehr. Die Bevölkerung ist geteilt in Links und Rechts, weil sie keine Fortschritte sehen und immer mehr bezahlen müssen. Touristen, die nach Paris für einen angenehmen Preis in die Hotels früher gekommen sind, werden in Zukunft wahrscheinlich mehr bezahlen. Und höchstwahrscheinlich wird Paris noch mehr von Touristen überschwemmt werden. Die Stadt lohnt sich aber auch. Sie ist es wert. Naja, knapp 30 € für die Fahrt mit dem Fahrstuhl auf den Eiffelturm war es mir in der Hitze damals und mehr als einer Stunde Wartezeit nicht wert. Ich habe verzichtet, obwohl ich es mein Leben lang wollte. Ich habe damals lieber das Geld für leckeres französischen Essen in den zahlreichen guten Restaurants ausgegeben. Tatsächlich kostete meist ein Essen mit Getränk genau so viel. Aber von Stahl und Blick auf die Stadt wird man nicht satt, sondern bei der Wartezeit eher hungrig.

Olympia im Ruhrgebiet? 

Mit einem skeptischen Blick sehe ich mich als Rentner, der sich schon jetzt kaum noch den Wohnraum leisten kann, der mit Sanierungsmaßnahmen unbezahlbarer wird. Ich werde wohl arbeiten bis ich umfalle. Das freut die Rentenkasse. 

Der skeptische Blick bleibt auf dem IOC, denn der bezahlt nichts für die Spiele, genau wie die FIFA. Sie stecken sich das Geld in die eigene Tasche. Wer weiß, wohin die fließen. Die Städte selbst und der Staat jeweils sind diejenigen, die für die Spiele, die nur ein paar Wochen gehen alle vier Jahre Geld ausgeben. Die Stadien oder Spielstätten verfallen meistens außer in München. Wobei die Winterspiele schlauerweise abgesagt haben. Denn es sind wir Steuerzahler, die ärmeren der Bevölkerungsschichten, die für die Spiele Geld ausgeben ohne sich eine mit Verlaub gesagt, beschissene Karte für irgendeine Veranstaltung leisten zu können, es sei denn, man spart es für den Zweck über Jahre an oder hat die Kohle. Und dann musse auch noch Glück habn, datte ne Kahte abkriss, weisse Bescheid, wie wir im Ruhrpott sagen.

Für die jungen Sportler und Sportlerinnen, die darauf hingearbeitet haben, freue ich mich einerseits, dass sie es dort hin geschafft haben. Doch auf die Geldmaschinerie mit allen anschließenden Nachteilen kann ich gut und gern verzichten. Mit Blick auf so viele olympische Dörfer und Stadien bei ausgerichteten Spielen oder Fußballmeisterschaften, wie in Griechenland, Brasilien, Sotschi, Sarajevo und so weiter, bin ich der Meinung, dass diese Spiele einfach nur viel Geld kosten, statt reinbringen. Es stellt sich wahrlich die Frage, ob es sinnvoll ist diesen Geist der Olympia weiterführen zu lassen. Ändern werden wir kleinen Leute nichts, denn es ist und wird eine Prestigeveranstaltung bleiben, so wie es Putin genutzt hat, ganz bewußt vor dem Einmarsch in die Ukraine Russland als weltoffen und Sportlich dazustellen. Dafür eine wunderschöne Stadt umgegraben hat, die eigentlich keine Winterspiele zulassen kann, weil es zu warm am Schwatten Meer is, weisse. Ich möchte gern wissen, ob die Bimmelbahn da noch in die Berge tuckert oder schon verfällt, wie das Stadion in Athen. Und außerdem wurde da gedopt, was das Zeug hält. Niemandem wurden die Medaillen aberkannt. Vielleicht bei paar Ausnahmen. Aber nein. Das würde ja den Geist der Spiele verändern. 

Ganz ehrlich, was ist mit den Sportler und Sportlerinnen, die sauber sind und bleiben, weil sie aus Überzeugung und für sich selbst und nicht für ein Vaterland und ihre Überschätzung das Reck nutzen bis die Oberschenkel brechen? Die Chinesen dopen ebenfalls. Das hat Peking gezeigt. 1992 haben die Spanier gedopt, damit sie ihr eigenes Land vorn im Medaillenspiegel sehen konnten. Die DDR hat fabrikmäßig gedopt, damit die besser als die Bundesrepublikanischen Sportler und Sportlerinnen waren. Was also hat das mit olympischen Geist zu tun? Soll man sich die Spiele wirklich anschauen, die voll sind mit Lug und Trug, wo nur einige wenige ihr Geld verdienen und Länder mit ihren Sportlern sich wichtig tun wollen, obwohl auch eine Rakete reicht, die alles zerstören kann?Ändern werde ich selbst an der Sache nichts, aber darüber nachdenken lassen, kann ich schon.

Auch die Fußball – Europameisterschaft hat mich nicht mehr so mitgerissen, weil ich hinter die Kulissen schaue. Da wird bei ARD und ZDF Millionen für die Übertragungsrechte von unseren GEZ-Gebühren rausgehauen, statt vernünftige Filme, Serien oder supertolle Dokus abzuliefern, die ihr Geld wirklich wert sind. Natürlich ist Sport ein großer Arbeitgeber geworden. Trotzdem kann darüber diskutiert werden, was sinnvoll ist und was nicht.

Ich persönlich bin eher begeistert eher von Dingen, die ich selbst erleben kann, um es anderen mitzuteilen statt vor der Glotze zu sitzen und zu sehen, wie alle sich auf dem Spielfeld quälen für ein paar Kröten von Sponsoren, die viel mehr Geld ausgeben könnten, wenn sie wollten. Sie sind schließlich Aktienunternehmen. Aber sie nutzen die Sportler nur für steuerlich absetzbare Werbemaßnahmen ein. Das ist Sportprostitution. Nichts anderes. Ich würde auch das Handgeld nehmen, wenn ich auf dem Strich des Hammerwerfers mehr bekommen würde, als ein Fußballer namens Messi. Aber bekomme ich nicht. Aber wenn ich eine Prämie und anschließende Werbeverträge für eine Buttermilch bekommen würde, dann natürlich, würde ich in der Situation das auch mit machen statt im Büro acht Stunden meine Arbeit abzusitzen. Doch wie schnell ist das sportliche Aus da. Kaum über 30 muss man sich schon wieder was anderes suchen oder die acht Stunden im Büro absitzen. Das Geld ist wahrscheinlich schon in ein Eigentumshaus eingeflossen oder ich hab mir einen Porsche geleistet und es ist weg. 

Hach, es gibt so viel Für und Wider. Lassen wir die Spiele beginnen! Sie werden immer da sein und die Reichen immer reicher, die Sportler immer ausgenutzter werden, wie die Gladiatoren seinerzeit in der Arena. Ich lass den Daumen oben, damit alle mit oder ohne Doping die Zeit überstehen in dieser wunderschönen Stadt. Den Daumen strecke ich nach unten für den IOC und die Aktienunternehmen und die Politiker, die Schmiergelder entgegen genommen haben. Doch ändern wird dieser Text nichts. Freuen wir uns also auf die nächsten Spiele, die wieder im Land der Coke stattfinden werden: Salt Lake City. Vielleicht finden da mal römische Gladiatorenkämpfe statt. Das war wesentlich spannender als jede Surferwelle in der Karibik in einer der noch immer vorhandenen französischen Kolonie.

Paris bleibt danach wieder als Weltstadt mit ihren historischen Wurzeln nicht nur eine sehenswerte, sondern auch begehrenswerte Besucherstadt. Bezahlbare Eiskugeln unter drei Euro wird es da nur nicht mehr geben, wenn ich wiederkommen sollte.

Ob unser Hotel nach den Spielen noch so relativ günstig ist?

155 € pro Nacht mit Frühstück im Doppelzimmer. Wir haben 544 € für vier Übernachtungen. Während der Olympischen Spiele zahlt man mit Sicherheit viel mehr, wenn überhaupt ein Zimmer zu bekommen ist. 

Réservez votre chambre à Paris Montmartre (hotel-montmartre-apolonia.com)

Das Hotel ist empfehlenswert und ein besonderer guter Platz nah einer Metrostation. Rundherum gibt es viele günstige empfehlenswerte Restaurants, die wir ausprobiert haben statt für teuer Geld auf dem Montmartre oder Innenstadt. Aber das ist ein anderes Thema. Und da guck ich für euch gern über den Tellerrand, denn ich habe tolle Tage dort verbracht und berichte nun aktuell wegen der Olympia über Paris und unsere Erlebnisse. (Rubrik: Über den Tellerrand)

Spiele im Ruhrgebiet? 

Ne, lass ma. Mein Eis will ich auch in meiner Rente noch bezahlen können!

Glück auf oder besser: Gold her!

 

Kolumne I Tierheimpflege ist Opferbereitschaft für Wesen, die sich nicht wehren können I Kommentar & Meinung zum Thema Tiere aussetzen & Tierschutz am Beispiel Tierheim Bochum

Kommentar & Meinung
Es ist schon tragisch, dass es immer mehr Menschen gibt, die aus den verschiedensten Gründen ihre Tiere einfach aussetzen. Dabei wäre ein Anruf im örtlichen Tierheim wenigstens eine mögliche Alternative, bevor der Gedanke kommt das eigene Tier auszusetzen. Denn die Tiere können für das eigene Leid nichts.

Aussetzen ist auch eine berechtigte Straftat gegen den Tierschutz. Sie kostet Bußgeld in Höhe von bis zu 25000 €, wenn man erwischt wird. Und das ist leider immer noch zu wenig, denn die wenigsten werden erwischt.

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Gesetzestext:

Das Aussetzen von Tieren ist eine Ordnungswidrigkeit. Gemäß § 18 Abs.1 Nr.4 des Tierschutzgesetzes (TierSchG) kann es mit bis zu 25.000 Euro bestraft werden. Kommt das Tier infolge der Aussetzung zu Schaden oder gar zu Tode, handelt es sich um eine Straftat gem. § 17 TierSchG

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Ich finde, dass eine Gefängnisstrafe von mindestens einem Jahr eingebaut werden müsste, um die  Verursacher fühlen zu lassen, wie es so in einem Käfig ist.

Ein Tier zu kaufen sollte wohl überlegt sein. Ob die Haltungsmöglichkeit reicht, die Zeit für Spaziergänge eingebaut werden können bei Hunden, der Freigang für Katzen machbar ist, wenn es keine Hauskatze ist, Kaninchen große Flächen haben, ob aus beruflichen Gründen das Tier dann doch nicht tagsüber gut genug betreut werden kann oder zu den Zeiten bei Freunden und Bekannten landet, so dass die Bezugsperson nicht mehr „Herr des Tieres“ wird. Auch familiäre oder gesundheitliche Gründe, sowie Tod des oder der Besitzers bzw. Besitzerin können zur Abgabe des Tiers führen.

Eine Anschaffung muss also gut abgewogen werden, ob es das Alter, die Krankheit zulassen kann. Mehrere außenstehende Meinungen sollten eingeholt werden.

Das anzuschaffende Tier ist ein Lebewesen mit Gefühlen, das nicht durch die eigenen persönlichen Belangen leiden darf. Wenn dann muss es in gute Hände gehen. Nach meinem Rundgang mit Carmen Decherdt nahm ich erstmal genauer auf, was so eine Tierpflege bedeutet, wenn ein ausgesetztes Tier oder aus schlechter Haltung in das Tierheim kommt. Das sogar ein Waran, namens Wilson, durch die Haltung Verdauungsschwierigkeiten haben kann, ist auch ein menschliches Gefühl, wenn es einem psychisch nicht gut geht.

Gerade die Corona-Zeit hat es gezeigt, wie viele Menschen sich dann ein Hund zugelegt haben, um erstens nicht nur allein zu Hause zu sein, sondern um auch nach Draußen zu kommen, um damit die entsprechenden Gesetze zu umgehen. Ohne drüber nachzudenken, dass die Zeiten sich wieder zurück entwickeln können und die eigene Zeit nicht mehr für die Betreuung eines Tieres genutzt werden kann, kommen nun die Tiere nach und nach in die Tierheime. Und davon sind nicht wenige ausgesetzt worden. Sie haben in dieser Zeit wahrscheinlich kein gutes Zuhause mehr gehabt und haben leiden müssen. Wer so manches Video oder Foto von neuen Fundtieren sieht, bekommt eine Ahnung davon was die meisten Tiere aushalten mussten.

Jede Person, die ein Tier in ihre Wohnung, ins Haus holen möchte muss sich bewußt sein, dass es ein lebendiges Wesen ist, das Liebe und Aufmerksamkeit braucht und zwar jeden Tag!

Es muss klar sein das Futter und Arztbesuche mit Impfungen Operationen, Medikamenten und Steuern bei Hunden viel Geld kosten können, was man eventuell nicht in der gewissen Größenordnung nicht hat.

Sich ein Tier anzuschaffen sollte am Ende kein Trugschluss sein, sondern eine wohlüberlegte Sache!

Schlechte Tierhaltung ist ebenso abscheulich. Wenn ich sehe, das Tiere nicht entsprechend zuhause ihre Liebe, sondern Hiebe bekommen, nicht beachtet werden, wichtige Medikamente und der Tierarzt verweigert wird (meist aus Kostengründen), sie getreten, am Schwanz gepackt und in die Ecke geworfen werden, in ihrem eigen Mist im Käfig gelassen und nicht gesäubert werden, weil sie es selbst ja nicht können, wie Vögel, Hamster, Meerschweinchen oder auch Hunde und Katzen, die nicht nach draußen gelassen werden, dann muss das gemeldet werden, wenn es gesehen wird. Das ist Denunzieren, jawohl, aber zum Wohl der Tiere. Diesen Menschen muss verboten werden, Tiere zu halten. Handelt also für die Tiere!

Ein Beispiel ist mein Tierpatenhund Lion. Ein Stafford Terrier, der natürlich zu der ganz harten Sorte Hund gehört. Aber er wurde nicht gut behandelt. Es wurde dem Amt gemeldet. Das kann einen Hund auch zu einer Bestie werden lassen. Das Abtrainieren oder „umschulen“ ist wird dadurch nicht einfach für Hundetrainer oder den Tierpflegern, die sich erstmal um diesen Hund kümmern müssen. Da schreitet das Veterinäramt ein und das Tierheim Bochum hat Lion aufgenommen. Stafford Terrier sind nicht einfach zu vermitteln. Aber er ist ein Hund, ein lebendiges Wesen. Auch er braucht Zuneigung, Futter und Streicheleinheiten.

Lion & ich. Lieber nicht näher ran gehen...

Nun gut, ich war vorsichtig genug, trotz Gittern weit hinten zu stehen, um ihn nicht als Fremder zu sehr zu stressen. An die Tierpfleger ist er ja mittlerweile gewöhnt, aber an „Frischfleisch“ nicht. Ich hoffe, er kommt in gute Hände und wird als Wachhund bestimmt seine Ehre machen.

Ich bin Lion. Ich pass auf dich auf!

Um schlechte Tierhaltung zu melden, muss man sich an das örtliche Veterinäramt. Da gibt es nichts zu bedenken. Der Tierschutz ist umso wichtiger denn je in der heutigen Zeit. Das gilt auch für Landwirtschaftliche Tierhaltung! 

Ich erkenne im höchsten Maße die Arbeit eines Tierpflegers und einer Tierpflegerin an, die sich mit all ihrer Kraft, Leidenschaft, Liebe und Arbeit drumherum beruflich oder ehrenamtlich (auch natürlich alle Beteiligten rund um ein Tierheim mit den Organisationen von Spenden etc), die sich um die Tiere kümmern, bis sie in ein neues liebevolles Heim mit einer aufopfernden Familie weitergegeben werden können.

Die Verantwortung diese in ein neues Heim zu geben, liegt bei den Tierpflegern. Sie wollen die Tiere nicht in eine Familie geben, die es nachher wieder zurückbringt oder aussetzt. Es ist also klar, dass die Strenge bei der Vermittlung sinnvoll ist. Tiere sollen das nicht noch einmal „falsche“ Tierhalter erleben, um nochmal ins Tierheim zu kommen. 

Glück auf mit tierischem Gruß und Lob an alle Tierheime und ihre Tierpfleger und Tierpflegerinnen, die jeden Tag aufopfernd für die armen Wesen da sind!

Euer Ruhrpottologe André Brune

POTTkolumne: Bisse Bottrop oder vonne Mark?

Hömma! Da habbich doch recherchiert für nen Artikel für ne ganz lange Straße inne Welheimer Ecke, wo dat so müffelt bis ins Mark. Die Müffelrichtung is entweder von oder nach alle Himmelsrichtungen, wenne weiß wat ich mein. Da is die Kokerei gefühlt mitten im Maisfeld anne Markstraße. So hieß die heutige „In der Welheimer Mark“ früha ma so um vor deiner Zeit. Und wenn die ma Druck aufe Leitung haben, so wie du, da weisse ja, da musse aufn Pott im Stehen oder Sitzen, kommt immer auf die Person an und Geschlecht.

Die Kokerei is weiblich, die macht dat im Stehen, kannse mir glaubn. Wenne da so übern Kanal aufe A42 bretters, kannse die Latüchte wahrscheinlich bis in Kosmos sehn. Du muss wissen, dat die Welheimer Mark kaum Strom braucht nachts. Dat is weltweit einmalich. Die lassen die Rollade oben, wenn die weibliche Fackel die Räumlichkeiten erhellt. Wat willse da noch LED oder Kerzen anstecken. Die ELE bekommt ausse Mark kaum nen Cent. Die haben dat Auge Saurons da umme Ecke stehen, wenne weiß wat ich mein. Dat soll gefährlichet Zeuchs sein inne Luft, sagen Anwohner. Wenne da oben aufe Fackel stehen würdes, wär nix mehr übrich von dir. Dat sind übba 1000 Grad, die allet an Überdruck ausse Leitungen fegt. Sei froh, dat et die gibt. Wenn nämlich nich, dann kannse dir deine Zehen einzeln unterm Maisfeld suchen, sonne Explosion wär dann. Und wenne so da am Maisfeld stehs und gucks, wie dat da raucht, dann musse ma Nachts dahin. Da springen dir die Popcorn entgegen. Dann gibbet Popcornregen, weil der Mais gegrillt wird vonne heißen Fackel.

Kokerei im Popcornfeld – Foto: André Brune

Inne Kokerei wird noch richtich gearbeitet unter großer Hitze. Ich schwitz ja schon, wennet nur bisken auffe Glatze scheinen tut. Eigentlich sind ja die Ostereier da aufe anderen Seite vom Maisfeld der ruhigere Lichtblick fürs Auge und die Kamera als Postkartenmotiv. Und da hasse dann die andere Müffelei. Doch dat is gar nix heute mehr gegen dat, wat hier früher abging. Noch bis inne 80er kannse sagn, hat die Emscher mit die offenen Betonkanäle der Bäche Boye und Co und die Kläranlage, einer der größten der Welt, einen besonderen Duft versprüht: Chanel Nr. 00. Wenne ausn Urlaub mitn Cabrio üba die B224 angekommen bis wußtest du, du bis inne Heimat. Da, wo du tächlich dein Kreuzworträtsel machs oder Facebooknachrichten daddels auf zwei Quadratmeters, hasse hier in Groß.

Jetz is dat Klärschlammbecken unter Glas. Solarthermische Trocknung heißt dat jetz. Wie funktionuckelt dat denn? Geh ma auf dat Stille und mach dat große Geschäft unterm Glasdach. Da kommt dir ersma kein Duft mehr entgegen und der entstehende Dampf beim Trocknen kannse dann als Biogas in dein Auto packen als LPG. Fährse sogar umweltfreundlich. In Nordkorea habbich gesehen machen die Strom für Fernsehen und Radio. Da musse nur die Generatoren der Geräte ankurbeln, wie son Oldtimer ausse 20er vor 100 Jahren. Die heizen sogar den Herd und die Behausung damit. Der Kim der weiß, wie dat mit COZwei-Einsparungen geht! Habbich inne Doku gesehn. Kann sich die Bundesregierung ma ne Scheibe von abschneiden. Die Emschergenossenschaft hat die Doku bestimmt gesehn und hat dat Kimsche Konzept mitte Sonne für ne schnellere Vergasung mit deutscher Ingenörkunst entwickelt.- Anzeige –

Idyllische Faultürme der Emschergenossen – Foto: André Brune

Und wirklich, die Luft nähert sich bis auf den Koksschwefel von Gegenüber ab und zu fast an dat Jahr 1834, wo hier noch Wildpferde rumhüpften. In Echt! Die letzten 100 Emscherbrücher Wildpferde hat dann der Tünnes von Landrat Devens versteigert und hat sich ne ganze Straße davon gekauft. Devensstraße kennse ja…

Und die Chinesen haben sich ja auch ein Teil von hier mitgenommen. Welheim steht jetz in Shanghai oder wo auch immer. Bis zum Jahr 2000 wurde sechs Jahre lang der fleißig von den Bewohnern gesammelte Müll in Öl umgewandelt. Der Bundesumweltminister Töpfer hat den roten Knopf mit tollen Fernsehaufnahmen gedrückt. Sechs Jahre später waren et die Chinesen bei Ebay. Zu teuer meinten die Betreiber statt et weiterzuentwickeln. Heute wär dat ne Goldgrube. Machen halt widda die Chinesen, wie beim Transrapid. Immer größer und besser aus dem Material, wat wir nich mehr wollen. Selbst in Schuld sach ich ma.

Da, wo die Hydrieranlage stand is, noch ein Betonklotz übrich. Denn dat ganze Gebiet is Altlasttnaturschutzgebiet. Da kannse ma gucken, wie in 20 Jahren die Natur sich die Gegend zurückgeholt hat. Unglaublich!

Ehemalige Gastwirtschaft Schweers in der Welheimer Mark – Foto: André Brune

Nache Brücke kommse an son großet Haus vorbei. Da war ma die einzige und letzte Gaststätte vonne Mark: Schweers. Die Säulen im Eingangsbereich und dat leere Sichtfenster für den leckeren Zungenschlag sind noch übrich gebliebene Relikte ausse Zeit, die keiner mehr so kennt. Heute saufen die ja alle nur noch vor der Glotze und Flaschenpost bringts kistenweise. Ich will nich wissen, wie die Gewichtsklassen sich gegenüber früher verschlechtert haben, weil weniger gelaufen wird bis zur Kneipe, die et ja nich mehr gibt.

Ich sach ma, die Mark is sehenswert mit Industriekultur und schönem Wohnen inne Natur. Et is längst nich mehr so, wie früher. Lohnt sich ma einmal da rumzuwandern und ein Abstecher bei der letzten Freßbude im Ort anne St. Antonius zu machen. Da fehlt son Lebensmittelmarkt sach ich ma. Alle brauchen ein Auto, denn der Bus kommt nur einmal pro Stunde. Dat is ja schon traurig vonne COZwei – Bilanz. Da kommse dir als Marker vor wie abgeschnitten vom Rest der Welt von Bottrop. Abba wohnen kannse da ganz schön im Grünen. Geh ma hin, mir hat dat da gefallen! Zur Not nimmse ne Nasenklammer mit. Abba glaub mir, so schlimm is dat nich mehr!

DER PODCAST ZUR KOLUMNE: https://ruhrpottologe-andre-brune.letscast.fm/episode/die-strasse-die-stank-in-der-welheimer-mark

Glück auf Welheimer Mark Euer Ruhrpottologe André Brune