Was für ein Tag des Regens. Und überall Missmut: Wat fürn scheiß Wetta!
Ich mache das Beste draus und fülle meine Regenscheibe – Fotoreihe mit besonderen Motiven aus dem Ruhrgebiet. Heute vom gestrigen Nieselregentag inspiriert : Limbecker Platz :
So habe ich an der Ampel gestanden am Limbecker Platz und die vielen bunten Farben spiegeln lassen in den Regentropfen.
Der Limbecker Platz steht ja innen eigentlich auch im Regen: Die Kritik ist laut : Durch den Bau sind die Mieten um das Gebäude für die Geschäftsinhaber auch gestiegen.
Im Limbecker Platz gibt es genug Leerstand. Der kleine Laden Heimatliebe Ruhrgebiet ist auch rausgegangen. Denise Barz habe ich als eine meiner ersten Podcastfolgen interviewt. Damals zur Coronazeit haben die Inhaber gelockt mit günstigen Mieten und angepasste Geschäftszeiten an die man sich halten sollte.
Dann kam ein Schub von höheren Mieten, um die Ausfälle zu kompensieren, die sich durch Corona aufgetan haben und höhere Nebenkosten, obwohl gleichzeitig das Internetgeschäft beim Internetriese A… zielstrebig nach oben schoss.
Der Leerstand ist hausgemacht. Und zieht sich nun durch die komplette, ich sage bewußt ehemalige Einkaufsstadt Essen. Viele Menschen kennen die Stadt noch als Flaniermeile mit schönen Cafés.
Cafés gibt es immer noch schicke, trendige und neue, aber zum Flanieren ist es nicht mehr so toll. Leerstand und Billigfirmen, wie in vielen Ruhrgebiet-Städten.
Attraktiv ist es eher in den Grugapark zu fahren zum Flanieren und im Internet einzukaufen.
Ein Trend, der eher traurig ist, und der merkwürdigerweise in anderen Städten, wie Münster oder in niederländischen Städten nicht so zu sehen sind. Was machen die anderen also politisch besser, damit die Innenstadt nicht ausblutet?
Mein Foto hat also eine Mehrdeutigkeit. Vielleicht regt es nicht nur zum Schwelgen von schönen Regentagen, sondern bewußt mal auch die Politik an, nach Gesprächen am Runden Tisch mit den Immobilienfirmen und Geschäftsinhabern, um die Innenstadt Essen wieder so attraktiv zu machen, wie sie mal war, auch wenn es nicht mehr ganz so sein wird, wie früher.
Lerne einen Stadtteil kennen mit Geschichte, Geschichten und Anekdoten. Im ersten Stadtteil-Rundgang-Videopodcast gehe ich mit dem gebürtigen Bottroper Ralf Opiol durch Ebel, wo er in den 1970er und 1980er Jahre aufgewachsen ist.
Teaser:
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Ebel ist der südlichste und jüngste Stadtteil von Bottrop. Die Ebel wird eher stiefmütterlich behandelt, gehört aber zu den wichtigsten und wirtschaftsstärksten Stadtteilen von Bottrop. Ebel sieht mit seiner alten Zechenhaussiedlung eher verschlafen aus, hat aber schon mehrere Strukturwandelzeiten hinter sich und nun eine neue vor sich. Ebel ist weiblich, weil der Name sich von fruchtbaren mit Eicheln bestandenen Hügeln im Emscherbruch ableitet.
Mit Ralf Opiol gehe ich durch seinen Stadtteil Ebel. Der gebürtiger Ebeler ist zwar 1984 weggezogen, aber weiß so einige Anekdoten aus seiner Jugend zu erzählen, wie es dort gestunken hat durch die Emscher, was heute eher wohlduftend ist. Der Gang durch Ebel öffnet einem die Augen über diesen Bottroper Stadtteil.
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Ich sehe Stadtteile einer Ruhrgebietsstadt als einen wichtigen Teil jeder Stadt. Jeder Stadteil hat eine eigene Geschichte und kann Geschichten erzählen. Viele heutige Stadtteile waren früher eine selbstständige Gemeinde mit Amtshäusern, Bahnhöfen und heute vergessene Firmen. Sie werden in den touristischen Führungen eher weniger behandelt. Im Ruhrgebiet werden die Interessenten eher zu den üblichen Punkten von Industriekultur gebracht. Aber die Industriekultur ist durch die Menschen vor Ort entstanden, die in die Stadtteile gezogen sind. Sie waren diejenigen, die das Ruhrgebiet so aufgebaut haben, wie wir es heute kennen.
Während der Bergbau das Ruhrgebiet geformt hat, haben viele Stadtteile ihre Ursprünglichkeit eines Dorfes verloren, wurden eingemeindet und alte Bauernhöfe sind verschwunden. Auch die Landschaft wurde von Menschenhand durchpflügt und verändert.
Auf den Spuren der Stadtteile, wenn sie auch jüngere historische Daten erst aufweisen, suche ich in Stadtteil-Videopodcasts mit früheren oder jetzigen Bewohnern die Spuren, höre mir spannende und lustige Anekdoten an und möchte sie weitergeben, damit sie nicht verloren gehen im Informationszeitalter der Schnelllebigkeit.
Das Ruhrgebiet hat eben mehr zu bieten zwischen den übriggebliebenen Fördergerüsten.
Ich bin gebürtiger Bottroper, aufgewachsen in der Innenstadt, doch wir Innenstädter haben Ebel gemieden. Der Bottroper Süden war nur bis zum Bahnhof für uns wichtig. Ansonsten haben wir Ebel links bzw. rechts aus den schmutzigen Auto-, Bus- und Zugscheiben versteckt argwöhnisch vorurteilhaft beachtet. Zumindest habe ich das so in Erinnerung. Extra nach Ebel fahren, um zu schauen, was es da gibt oder die Menschen vor Ort kennenzulernen, kam gar nicht in den Kopf.
„Was willst du da?“, fragte man üblicherweise. Dort stinkt es und ist schmutzig. So war es wohl zwar wirklich, denn die Kläranlage, die heute als begrünte Parkanlage seit vielen Jahren die Bewohner und Bewohnerinnen als Ausflugsort nutzen und Touristen entlang des Emscherradweges besuchen, ist nun ein besonderer grüner wohlriechender Ort mit vielen Blumen und einen Klärteich, in dem auch Enten und Schwäne oft genug herumschwimmen.
Die Emscher ist nun bereinigt. 30 Jahre hat das ganze gedauert bis der ursprüngliche stechende Geruch aus Haus- und Industrieabwässer von einer Kloake zu einer von Enten und Schwänen neu besiedelten Wasserfläche wurde.
Bis auf den Lärm der demnächst auf drei Spuren erweiterte A42 ist Ebel eine eingeschlossene, wie auf einer Insel lebender Stadtteil. Nach Vonderort ist er der zweitkleinste mit knapp 1500 Einwohnern.
Hier hat Ralf Opiol lustige Sachen gemacht, teilt Erinnerungen von alten Kneipen, die es nicht mehr gibt, der Gang zum Kiosk, einen kleinen Blick zum Kindergarten und seiner Grundschule. Wir gehen kurz zum Sportplatz Lichtenhorst, wo es noch einen polnischen Fußballverein gibt. Tatsächlich habe ich 2021 eine Petition unterstützt, die zum Erhalt des Sportplatzes in Ebel wichtig war, denn die Stadt drohte drei große Sportanlagen zu schließen. Darunter war Ebel. Dieser wurde gerettet. Einer musste gehen und zwar der, auf dem ich für die Bundesjugendspiele zwischen den Realschulen trainieren musste. Warum der weg soll ist eine andere Geschichte, denn nun müssen die Realschüler wieder weiter weg zum Üben für die Leichtathletik. Nichtbottroper werden aber ähnliche Probleme kennen aus ihrer Stadt. Viele Dinge sind aus Stadtteile verschwunden, um die Stadtkasse zu entlasten allerdings auf Kosten der Bewohner, die nun weite Wege auf sich nehmen müssen, um ihre Kinder zu Sportveranstaltungen bringen zu müssen, falls nötig.
An der Emscher zurück verabschiede ich mich von Ralf Opiol, der mir die Augen der gemütlichen Ebelsiedlung zeigte. Ich jedoch gehe noch auf die andere Seite der Hauptstraße, denn dort liegt das alte Prosper I – Gelände, das heute ein großes Gewerbegebiet ist. Ich wollte doch noch Relikte, alte Gebäude finden, die Spuren entdecken und fand nur noch drei Häuser, die für die alte Zeche, die Geburt der Großstadt Bottrop und des Vergrößerns von Ebel verantwortlich wurde: die Direktorenvilla, die Berufsgrubenfeuerwehr-Gebäude und ein Lokschuppen, den heute der Ruderbootverein Bottrop e.V. nutzt. Der Rest ist abgerissen und als neues Gewerbegebiet entstanden.
Ich habe nun einen anderen Blickwinkel auf den Stadtteil bekommen, der nicht nur am Bernepark besucht werden soll, sondern eben auch mal in den Nebenstraßen. Die Zechenhaus-Architektur, sowie die letzten noch zu erkennenden Geschäftshäuser, die es nicht mehr gibt, sind Zeitzeugen einer verloren gegangen Vergangenheit, die jedoch nur einen Strukturwandel in eine neue Zukunft gebracht hat.
Im Bernepark gibt es nun auch ein neues Restaurant, dass von Donnerstag bis Sonntag zu Frühstück, Mittagessen, Kaffeezeit und Abendessen von 9 – 21 Uhr einlädt:
Kneipen und Restaurants, sogar der letzte Imbiss hat zu. Nur noch eine Verkaufshalle, die Bude anne Ecke Bahnhofstraße / Giesenfort hat überdauert und erfreut jeden Tag seit 30 Jahren die Ebelaner. Ein Friseur und eine kosmetische Fußpflege, die eine der früheren Buden übernahm, bieten ihre Dienstleistung an. Ansonsten sind Geschäfte kaum zu finden.
Jetzt ist die Zukunft Blau, weitgehend geruchsneutraler und bringt noch mehr neue Arbeitsplätze in den Süden von Bottrop. Kaum zu glauben, dass Ebel eine wechselvolle Besitzgeschichte hat. Innerhalb der ersten 30 Jahre im 20. Jahrhundert, wanderte Ebel als Stadtteil von Borbeck, dann nach dem Bau des Rhein-Herne-Kanals 1914 nach Essen mit Borbeck als Stadtteil zuletzt dann endgültig in der Weimarer Neuordnung 1929 nach Bottrop als Stadtteil. Doch die genauen Informationen zu Ebel, die Geschichte und auch Prosper I werde ich mit Jack Tengo im Rahmen meines Podcasts erzählen und dann hier im Blog niederschreiben. Denn Ebel durchlebte, wie in einer Modellstadt alle Varianten eines Strukturwandels und er ist noch nicht zu Ende. Ebel wurde immer neu erfunden. Hier wohnen nicht nur mehr Arbeiter. Auch neuere teurere Ansiedlungen sind zu sehen. Ebel wird immer beliebter seit einiger Zeit.
Viel Spaß also beim Reinschauen in den Videopodcast mit Ralf Opiol, sowie Gaststar Hendrik von der Bottroper Rudergemeinschaft und meinem Blick für Entdeckungen, die Vielen nur beim Vorbeifahren mitbekommen, aber aus den Augen aus dem Sinn verschwinden. Ich hoffe, der Film gefällt, wenn er auch knapp 3 Minuten wegen Tonausfalls leider nachsynchronisiert werden musste an verschiedenen wichtigen Stellen, aber wir haben das ganz gut hinbekommen, denke ich.
Glück auf und bis zum nächsten Stadtteil-Videopodcast!
Dazu lade ich ganz herzlich, ob Mann oder Frau und Jugendliche dazu ein über ihren Stadtteil, egal aus welcher Ruhrgebietsstadt zu sprechen. Mit mir zusammen durch zu gehen und die Dinge zeigen, die sie berühren und die Geschichten erzählen, die sie erlebt haben oder was gefällt. Nur so können wir ein positives Bild vom Ruhrgebiet zeigen, dass leider bitter nötig ist, denn es gilt immer noch als Grau und Arm. Ich will das Gegenteil zeigen, wenn auch immer mal Kritik mitschwingen wird!
Meldet Euch also zahlreich bei mir! Die nächsten sind schon geplant: Essen -Werden, Gelsenkirchen – Horst, Bochum – Gerthe, Oberhausen-Sterkrade, Bottrop – Welheimer Mark und auch mein Stadtteil, wo ich wohne in Wattenscheid – Eppendorf. Alles folgt zu seiner Zeit im neuen Jahr. Habt also Geduld und abonniert den Newsletter, um nichts zu verpassen. Es gibt immer was zu entdecken in jeder Stadt, in jedem Winkel zu jeder Jahreszeit!
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Das Ruhrgebiet in Zahlen, Daten und Fakten nach und nach aufzuschlüsseln ist ein schwieriges Unterfangen, denn es gibt so viele Informationen des größten Ballungsgebiets in Deutschland Zahlen, die wir erzählen müssen. Und damit es eben nicht trocken ist, wollen wir es mit Humor auch so einfach machen wie es möglich ist.
Heute beginnen wir mit einer Quizrunde mit dem Gelsenkirchener Barock und Zahlen zur Einwohnerzahl, Vegetation, dem Fluss Ruhr.
Teaser:
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Leitet sich vom indogermanischen „Roar“ ab, was soviel wie „wild“ heißt. Hier ist also laut den späteren Grenzen der Zugehörigkeit von Preussen der „wilde“ Westen.
220 Km lang schlängelt sich der Fluss aus der Nähe Winterbergs bis in den Rhein bei Duisburg und ist der Namensgeber des 4478 km2 (Quelle www.ruhrverband.de – in Wikipedia steht eine andere Größe, habe mich eher auf Ruhrverband gestützt und deswegen nachsynchronisiert) großen Ruhrgebiets. Die Ruhr bekommt allerdings nochmal einen eigenen Podcast. Sie wird nur kurz angerissen.
Zahlen, Daten und Fakten
Im Ruhrgebiet wohnen innerhalb der Ausdehnung von 67 km von Nord nach Süd und 116 km von Ost nach West 5,1 Mio Einwohner und Einwohnerinnen.
Am Bevölkerungsreichsten ist die Stadt Dortmund mit 586000 Einwohnern, gefolgt von Essen mit rund 583000, Duisburg 498200, Bochum 364300, Gelsenkirchen 260320.
Innerhalb der Kreisstädte Wesel gibt es die kleinste Gemeinde vom Ruhrgebiet: Sonsbeck 8700 und die zweitkleinste ist Breckerfeld mit 8894 Personen.
Menschen mit ausländischem Pass wohnen rund 690671 (Stand 2018). Die meisten leben in Duisburg mit der über 114370 , Dortmund hat gezählte ca 300 ausländische Einwohner weniger.
60% der Vegetationsflächen im Ruhrgebiet sind nicht bebaut. Davon sind 36,8 % Ackerflächen, 17,6 % Waldfläche und 2,9 % Fließgewässer.
Wieviele Menschen haben im Ruhrgebiet auf Kohle in Spitzenzeiten gearbeitet?
1956 haben 470000 Menschen im Bergbau gearbeitet im Ruhrgebiet, dann veränderte sich die Situation. Doch das ist ein anderer Podcast innerhalb der Reihe, die gerade erst angefangen hat und spannend bleiben soll.
Unsere Tipps im Podcast:
Zahlen, Daten und Fakten entnommen aus dem Buch RuhrKompakt von Achim Nöllenheidt und Thomas Kirfel, Klartext Verlag, ISBN 9793837522594 *** www.ruhrverband.de *** www.wikipedia.de *** Tipps im Podcast :
Wer hätte das gedacht? Das unnützes Wissen-Quiz Ruhrpott Groh Verlag *** Das Ruhrical, das Radio Ruhrpott Musical https://das.ruhrical.de
Gelsenkirchen – Ückendorf steht bei der SZENIALE Kopf. Die erste Festival der freien Künste startete 2019. 2022 war ich das erste Mal dabei. Dieses Jahr am 24. August 2024 stand die Kultur-Veranstaltung unter dem Motto „findet stadt!“ Ich habe einen kleinen Marathon durch die Standorte gemacht und viele tolle Künstler und Künstlerinnen kennengelernt, z.T. interviewen können und deren Kunst, Musik und Literatur aufgesaugt und filmisch versucht darzustellen:
Teaser:
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Ückendorf wandelt sich seit einigen Jahren im immerwährenden Strukturwandel von Gelsenkirchen. Ückendorf ist nicht nur Multikulti durch viele Gastarbeiterfamilien geworden, die sich hier angesiedelt haben über die Jahrzehnte, sondern hatte auch jahrzehntelang ein schlechtes Image in der Presse. Aber niemand nimmt Notiz über die Schönheiten, die sich hier befinden, angefangen von der Architektur bis hin zu den Radwegen, die hier den Stadtteil kreuzen und natürlich den Wissenschaftspark. Das ist aber noch nicht alles, denn dieses Jahr 2024 gab es wieder das SZENIALE Fest, das so gesehen 24 Stunden lang Menschen auch von außerhalb nach Ückendorf bewegen für die zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen von Bilder, Fotos, Installationen, Poetry Slam, Musik auch in der Kulturkirche, Ausstellungen innerhalb des Justizpalastes, Theater und Lesungen innerhalb der Hinterhöfe, den Leerständen und kleinen Galerien, die mittlerweile Ückendorf verändert haben zu mehr als nur Multikulti von Menschen, sondern auch von einem bunten Mix aus Veranstaltungen über die Szeniale hinaus.
Blick auf das sich verändernde Ückendorf auf der Bochumer Straße in Gelsenkirchen
Hier entsteht eine neue Kunst- und Kulturszene innerhalb des Ruhrgebiets und lädt ein Ückendorf zu entdecken. Es gab auch eine Stadtteilführung, die ich leider nicht geschafft hatte. Innerhalb von 24 Stunden explodiert die freie Szene für die freie Szene aus allen Bereichen, dass konnte ich mal wieder im Schnelldurchgang sehen und hören und staunen, denn will ja soviel wie möglich mitnehmen.
Thema Leerstand in Ückendorf ist leider immer noch
Das Programm zwischen Musik, Theater, Poetry, Lesungen und Kunstausstellungen war einmalig vielfältig an verschiedenen Stellen auf der Bochumer Straße, sowie in der alten Brotfabrik auf der Ückendorfer Straße.
Thema Leerstand
Ausstellungen sind in alten ursprünglich leerstehenden Ladenlokalen zu sehen gewesen. Unter anderem war das Thema Leerstand und sein zusammenhängender Wandel einer Stadt im alten Supermarkt Kauver, der schon seit dem Umzug an eine andere Stelle, leer steht.
Leerstand hat viele Gründe. Es ist in der Neuzeit eben nicht nur der industrielle Wandel innerhalb einer Stadt. Die Abwanderung in andere Gegenden, wo es wieder Arbeit gibt, ist nicht der einzige Grund für Leerstand in Deutschland. Es ist nicht nur der demografische Wandel, sondern auch die Schuld der Politik, die auf der Grünen Wiese große Einkaufszentren, sowie Leerstand steuerrechtlich als Abschreibungsobjekte zulässt, aber auch gleichzeitig der schnell gestiegene Internethandel, auch die hohen Ladenmieten und Nebenkosten. Langjährige Geschäftsbetreiber finden keine Nachfolger. Die Covid-Pandemie hat das I-Tüpfelchen gegeben. Jedoch finden sich immer wieder Menschen, die sich dagegen auflehnen, die Ideen sammeln und versuchen Innenstädte oder Stadtteile, wie Ückendorf eben neu zu erfinden, um Publikum anzuziehen. Die SZENIALE ist für mich ein Projekt zu zeigen, dass es geht.
In Ückendorf wurde auch ein modernes Justizzentrum errichtet, dass wie ein Tor in den Stadtteil wirkt. Im „Innenhof“ konnte bei der SZENIALE auf jeder Etage Kunst bestaunt werden, u.a. auch von der Kunstschule Gelsenkirchen. Dort waren beeindruckende Bilder von Künstlern, die sich mit aktuellen Themen von Vermüllung und Klimawandel beschäftigt haben.
Ich war, wie vor zwei Jahren begeistert. Ich hoffe, dass die SZENIALE weiterhin trotz klammer Kassen bestand haben wird und in zwei Jahren wieder Publikum nach Ückendorf bringt. Der Wandel ist unübersehbar. Die ehemalige Heilig-Kreuz-Kirche ist heute die weit sichtbare Kulturkirche von Gelsenkirchen und ein Anziehungspunkt geworden für Konzerte. Auch Comedians und Kabarettisten geben sich hier die Klinke in die Hand. Die Akustik und Atmosphäre unter der Kirchenhalle ist mit der Lupe zu suchen. Am Tag der SZENIALE haben verschiedene Musikkünstler ihre Werke dem Publikum vorgestellt. Virtuos habe ich die Gitarrensaiten zupfen sehen.
Die 1929 erbaute Kirchen-Marke, nur nicht mehr für eine Figur namens Gott ein Denkmal der Stadt, sondern für die Menschen, die in Ückendorf leben, egal welcher Religion sie angehören. Die Architektur von Josef Franke mit Elementen des Expressionismus und Formen der Neuen Sachlichkeit ist ein Meilenstein der damaligen Zeit gewesen. Sie war ein Schmuckstück neuartiger Kirchenarchitektur Ende der 1920er Jahre. Die Kirche musste groß werden, weil bis zum Anfang 1920 viele Menschen nach Ückendorf für Arbeit gezogen sind. Die Menschen sollten in der katholischen Gemeinde ihre Gebete nicht aus den aus allen Nähten platzenden St. Josef gen Himmel schicken, sondern in der neuen großen ehrwürdigen Halle der Heilig Kreuz mit ihrer mathematischen Parabelform. Großes Kirchenkino erleben die Besucher und Besucherinnen, die einen Fuß in die ehemaligen heiligen Hallen setzen.
Heute ist das Gebet des Lebens auf der Straße wichtiger. Die Stadt Gelsenkirchen hat an vielen „Fronten“ mit sich zu kämpfen. Mit der SZENIALE hat sie auf jeden Fall den Süden der Stadt im Strukturwandel eine besondere Möglichkeit gegeben sich zu präsentieren mit ihren Menschen. Die Bochumer Straße und die Nebenstraßen mit reichhaltiger Geschichte aus der Zeit der Industrialisierung des Dorfes erfindet sich gerade neu und ist sehenswerter denn je geworden.
Ich bleibe am Ball mehr aus Ückendorf zu berichten, nicht nur mit einem afrikanischen Cocktail von Djammeh und einer Döner in der Hand, sondern auch mit einem besonderen Blick aus meiner orangen Brille für die Schönheit und Menschen dieses Stadtteils, die Gelsenkirchen neu gerade neu erfinden.
Die SZENIALE hat über das Jahr hinaus immer wieder verschiedene Veranstaltungen. In der neu entstandenen Buchhandlung, die sich einen Monat lang einem bestimmten Thema widmet mit Büchern aus allen Bereichen „readymade“ finden Lesungen statt, sowie auch im „Hier ist nicht da“.
Die Gelsenkirchener und Gelsenkirchenerinnen bäumen sich auf. Wollen zeigen, was sie können. Sie tun viel. Es geht nicht um ein schlechtes Image aufzuwerten, sondern es geht darum zu zeigen, was sie können. Sie können! Das beweist die SZENIALE ! Alle Akteurinnen und Akteure bekommen durch die SZENIALE auch über die Stadtgrenzen hinaus ihre Aufmerksamkeit.
Eindrücke und die Künstler*Innen auf meinem Weg durch Ückendorf
Als erstes ging ich in einen Hinterhof kurz vor dem ehemaligen Lebensmittelgeschäft Kauver, wo ich Motorräder fand, die ich so in der Form noch nirgends gesehen habe.
Danach ging es ins ehemalige Lebensmittelgeschäft Kauver. Vor zwei Jahren war das eher eine musikalische Bühne. Dieses Jahr haben sich die einige Künstler und Künstlerinnen etwas mit dem Leerstand ausgedacht. Deswegen wurde er auch nicht groß ausgefüllt. Mit dem Raum wurde gespielt.
Katharina Rensing, David Michalke und Beat Sandkühler haben hier im Raum einige Installationen gemacht, die nicht nur Sehenswert, sondern vor allem Hörenswert waren. Aus drei Trichtern, die auf je auf einer Dose montiert waren , zwischen zwei Sitzmöglichkeiten an drei verschiedenen Raumpunkten, konnte man Einwohner hören, die über die Stadt und Leerstand gesprochen haben. Sie erzählten über ihre Erfahrungen und auch ihre Meinung zur jetzigen Situation, hatten auch Vorschläge zur Verbesserung. An der gekachelten Wand hinten waren Schaufensterpupen in roten Overalls. Sie schienen Arbeiter oder Arbeiterinnen im leeren Ort darzustellen, die hier früher Fleisch oder Brot entweder verarbeitet oder verkauft hatten. Die Signalfarbe rot wirkt hier wie ein ACHTUNG entweder auf das, was mal war oder auf das, was daraus werden könnte. Früher war hier Leben drin, ein Kommen und Gehen. Doch heute ist hier vor und nach der Szeniale gähnende Leere, wenn dieser Raum nicht zwischendurch für Veranstaltungen genutzt werden würde. Und er ist Sinnbild für die vielen Leerstände in unseren Städten in Deutschland, die ich in Polen zum Beispiel kaum sehe.
Rechts an der Wand sind Sprüche und Zitate zum Thema „Leerstand“ in Bilderrahmen zu lesen. Links lief ein Film, in dem in den roten Overalls eine Performance gestaltet wurde.
Rote Tücher grenzen einen Teil des großen Leerstands ein. An einer Säule steht ein Hinweis über ein Dorf in Südamerika. In jedem Teil der Welt gibt es Wandel, Leerstand, Überlegungen und Ideen, wie vor Ort damit umgegangen werden kann und muss.
Einen kurzen Blick warf ich in den Raum von GeOrgel. In den Schubladen sind beim Öffnen Geschichten von der Ückendorfer Straße zu lesen und hören. Das GeOrgel ist auch nach der Szeniale ein Begegnungs-, Veranstaltungs- und Museumsraum im Stadtteil Ückendorf:
Im „Hier ist nicht da“ fand eine Kindertheaterveranstaltung statt, der ich kurz bewohnte. Auf moderne Art und Weise von zwei Clowns vom Theater Kreuz & Quer wurde frei das Märchen Dornröschen erzählt mit Heckenschere und Dornenkrone. Den Kindern ab 4 Jahren hat es sehr gefallen!
In einer der nächsten Hinterhöfe hörte ich eine Wahnsinnsstimme mit einer Geigenmusik. Sophia Stürmer singt und erzählt humorvoll als One Woman Band peinliche Geschichten über ihre Größe von knapp zwei Metern, die sie erlebt. Sie filtert ihre Erlebnisse in witzige und durchaus nachdenkliche Texte auf die Bühne. Ich wäre gern länger geblieben und hätte mich auch gern mit ihr unterhalten, aber ich musste weiter. Wer weiß, vielleicht ergibt sich da mal eine Möglichkeit.
Im Hinterhof war der Eingang zu einem Ausstellungsraum. Im Eingangsbereich hingen Fotos von Marion Falkowski. Sie hat Zäune in der Stadt fotografiert. Zäune, die um Häuser und Gärten, mal zugedeckt oder mit Werbung beflaggt sind, mal aus Holz, mal aus Gitterstahl. Die Fotos wirken steril und zeigen, wie abgeschirmt viele Leben möchten, sich nicht in die Karten gucken lassen oder für sich bleiben wollen.
Charlotte Payet konnte ich als erste interviewen. Ihre Leidenschaft aus Plastikflaschen Kunststofffäden zu erstellen, um damit eine Leinwand zu flechten, hat mich umgehauen. Sie hat mit verschiedenen Werkzeugen daran gefeilt, Plastikflaschen zu Fäden zu binden, um sie entsprechend auf eine Leinwand zu bringen. Ihre Art von „Flaschengefühle“ zu interpretieren hat mich sehr interessiert. Ihrer sympathischen Art ihre Kunst zu erklären, konnte ich mich nicht entziehen, sondern habe sie eingeladen bei Gelegenheit doch zusammen eine entsprechende Aktion und Ausstellung zu gestalten. Mal sehen, was daraus noch entstehen kann.
Im anderen Teil des Ausstellungsraums waren Bilder, die aus der Sicht eines Mikroskops oder Radiologischen Aufnahme das menschliche Blutbild oder Skelett, sowie einen Diabetischen Fuß aufgemalt wurde. Die Betrachter waren, genauso wie ich, fasziniert von der rosaroten Farbe, die uns Krankheitsbilder malerisch erklärten. Die Künstlerin hatte ich leider nicht erwischen können, aber bleibe auf den Fersen:
Mein nächster Gang war ein Blick in das Café Rosamunde. An der Ecke des nach dem Architekten der Heilig Kreuz – heute Kulturkirche – in Ückendorf lud das neue Café zu einer künstlerischen Aufnahmepause ein, aber ich wollte weiter und schnupperte in den erhabenen Kirchraum, in dem spanische Gitarrenklänge ertönten und die Zuhörer und Zuhörerinnen faszinierten. Der Musiker Linus Friedmann besitzt seit 15 Jahre eine Gitarrenschule in Gelsenkirchen und zupfte virtuos die Saiten:
Nebenan gab es eine Virtuelle Welt hinter einer Brille oder mit Smartphone zu entdecken. Kazuki Taguchi wohnt im Saarland. Er verwendet Papier und Pflanzen als QR-Code, um XR-Erlebnisse zu erschaffen und scannt Gebäude und Landschaften, die so in Ausstellungsräume integriert werden können.
Ines Hilz ist XR-Designerin und 2D-Künstlerin, die sich leidenschaftlich für Spieldesign interessiert. Sie erweitert das Portfolio raus aus der klassischen Ölmalerei hinein in eine VR-Brille.
Manuel Ribeiro ist Digital Artist aus Münster, Architekt und unterrichtet Virtual Realitiy an der Münster School of Architecture.
Die Kreativen aus dem mxr lab bauten eine Brücke zwischen realer und virtueller Welt. Ihre Erfahrungen haben künstlerische Repräsentation in XR erschaffen. Einfach nur faszinierend!
Hier konnte man an einem Wunschbaum einen Wunsch an die Stadt schicken.
Die Galerie 1 Punkt 7 hatte im Treppenhaus einige Werke hängen, die ich jedoch nicht so genau betrachtet habe, denn von der ersten Etage hatte ich einen wunderbaren Logenblick auf die Bühne vom Hinterhof. Dort spielte die Band „Tisch 17“ eine Mischung aus Punk und Jazz.
In einem kleinen Galerieraum nebenan waren Hochhäuser auf Leinwänden abgebildet. Erst dachte ich an Köln-Chorweiler. Aber dann sah ich den Supermarkt Biedronka, den ich aus Polen kenne. Tatsächlich waren es Hochhäuser aus einer schlesischen Bergbaustadt „Ruda Slaska“ im Süden des Landes, 20 km nordwestlich von Katowice.
Bei der Betrachtung waren unterschiedliche Geräusche zu vernehmen: Ein Flugzeug, irgendwelche Gespräche und das Zirpen von Grillen. Die Erklärung war tatsächlich so, dass die Betrachter in einem Flugzeug sitzen würden, gleichzeitig dem Filmfest in Venedig zuschauen und eine Grille zirpte im Hintergrund. Die ganze Installation des kurz.kollektiv wollte mit dieser Installation darstellen, wie Zusammenhänge auch hier im Ruhrgebiet durch die Infrastruktur aus Kabeln, Straßen, die Umweltbelastung, Schächte, Rohre, kurzum das komplette Durcheinander miteinander einspielen, dass es in jeder Großstadt eigentlich gibt. Ob die Hochhäuser in Polen, den USA oder im Ruhrgebiet stehen, spielte keine Rolle. Sie stellen in meinen Augen einfach nur das Bild einer großen Stadt dar in dem ganz viel passiert. Ein Hochhaus hat viele Leitungen, wie eine Stadt, da können in der Nacht auch die Grillen zirpen.
Gegenüber ist eine neue Buchhandlung entstanden. Die readymade spezialisiert sich auf ein bestimmtes Thema und bietet entsprechende Bücher dazu an. Das Thema „Stadt“ war zum Motto der Szeniale „findet stadt“ naheliegend anzubieten. Querbeet von Architektur über Krimis, die in der Stadt spielen oder der kürzlich verstorbene Paul Auster mit seiner New York-Trilogie warteten auf Käufer und Leser, während nebenan in der kleinen Galerie eine Lesung der Gelsenkirchenerin Birgit Schmidt stattfand.
Dann ging ich rüber zum Justizzentrum. Auf einer Etage konnte auf Schautafeln einiges an Geschichte von Ückendorf erfahren werden vom Heimatbund Gelsenkirchen. Wer hätte gedacht, dass Ückendorf wirklich mal ein Dorf war. 1855 gab es wirklich nur 337 Einwohner. 1925 waren es dann schon 31150 Einwohner.
Direkt gegenüber auf der Etage gab es beeindruckende Bilder von Ute Schüwer. Sie ist fasziniert von Musik und Tanz, daraus lässt sie sich inspirieren für „Farbentanz“ auf der Leinwand. Zum jedem Bild gibt es einen Song, der zum Betrachten per QR-Code abgerufen werden kann. Tolle Idee und sehr ansprechende Bilder, die auf vielerlei Hinsicht nicht nur sehend, sondern auch hörend zu betrachten sind.
Von der Gelsenkirchener Kunstschule waren hier auch sehr viele Bilder aufgehängt worden. Es waren unterschiedliche Darstellungen, die Gelsenkirchen zeigen sollten. Von Umweltprobleme bis zu Schalke 04 wurde Gelsenkirchen auf Leinwand gebracht. Jedes Bild war für sich ansprechend!
Auf den Etagen waren unterschiedliche Künstler und Künstlerinnen. Unter anderem hingen dort Fotos von Steffen Hampe. Der Fotograf Hampe hat das Thema „Zwischenräume – Leinwand für Heimat“ genutzt, um Gelsenkirchen aus unterschiedlichen Perspektiven mit knalligen Farben oder in Schwarz-Weiß an die Wand des Justizzentrums gebracht. Gelsenkirchen hat viel mehr zu bieten, als man sich denkt als Außenstehender!
Außerdem hingen dort noch einige großformatige schöne Bilder unterschiedlicher Künstler und Künstlerinnen.
In der fünften Etage gab es noch eine Extraausstellung von World Press Photo. Herausragende Fotos aus allen Teilen der Welt von verschiedenen Fotografen und Fotografinnen, die Natur, Porträts und Landschaftsaufnahmen beeindruckten mich sehr.
Ich ging die Bochumer Straße zurück und landete bei Christine Klomfaß. Sie macht aus kleinen auf der Straße weggeworfenen Dinge, kleine Kunstwerke, Skulpturen. Sie interpretiert das Gefundene dadurch neu. Tolle „Recyclingkunst“, die ich hier entdecken konnte!
Martina Mail und Dietmar Clermont haben in den Räumlichkeiten die Stadt der 1000 Herkulesse künstlerisch an den auf dem Fördergerüst der Zeche Nordstern von Lüpertz neu interpretiert.
Auf einem Hinterhof gab es Poetry Slam von Frau Lore. Sie teilte dem Publikum mit, wie es ist eine Klassenlehrerin zu sein in der heutigen Zeit. Da ich es nicht in kompletter Länge sehen konnte, aber in Youtube entdeckt habe, hier ist der
Zuletzt kam ich zur alten Brotfabrik. Ich wußte nicht, dass es eine Brotfabrik gibt. Man sieht eben beim Vorbeifahren nur eine graue Häuserwand, dazwischen ist ein Zaun, ein kleiner Durchgang. Dann entdeckt man einen Hof, auf dem stand ein Imbisswagen, ein Getränkewagen in einem alten Citroenbus und es dröhnte amerikanischer Rock von Jagsteit & Friends live über die Lautsprecher. Auf der anderen Seite drehten sich Holzscheiben. Man hört das Steigerlied. Auf den Holzscheiben sind die Städte des mittleren Ruhrgebiets abgepaust von Gullydeckeln der Stadt: Gelsenkirchen, Bottrop, Gladbeck, Oberhausen, Dorsten etc. Carina Hommel hat sich da was besonderes bei gedacht. Sie ist Mitglied und Mitbegründerin von Studio Horst e.V. und arbeitet als Kunstpädagogin auch mit Projekten im Gefängnis. Mit ihr werde ich wohl noch mal näher quatschen müssen. Bei ihrem Interview hatte ich die letzten 2% Akku entladen.
Vorher habe ich noch das neu eingerichtete Atelier der Ateliergemeinschaft Alte Brotfabrik von Gordana Djukic, Dragana Koslowski, Maria Meza und Petra Pelkowski durchstöbert. Mittendrin stand eine Figur aus Papierrollen, die durch Plastikbänder gehalten werden, den alle vier Künstlerinnen zusammen gestaltet haben. Hinten im Raum gab es eine große Tapete, auf der sich jeder künstlerisch austoben konnte. Das habe ich natürlich auch gemacht. Die „Ruhrpottologie“ ist nun in Gelsenkirchen angekommen.
Gordana Djukic teilte im Interview noch mit, dass sie vom Tag begeistert war. Mit der Organisation war sie sehr zufrieden. Es gab nette Gespräche mit Interessierten und dann schloss ich mein Video bei Carina Hommel ab mit anschließender Currykult-Pommes-Currywurst.
Es war ein erhabener toller Nachmittag mit vielen Eindrücken, netten Menschen und am Ende auf dem Heimweg noch mit einem lange in Hamburg lebenden Gelsenkirchener im Gespräch gekommen. Gern hätte ich ihn noch interviewt oder weitere Fotosw gemacht.. Aber der Akku war alle und mein Ladegerät hatte ich dummerweise nicht mit…
Die Ruhrpottologie ist auf einer Tapete der Szeniale 24 verewigt, auf der sich jeder malerisch auslassen konnte in dern Alten Brotfabrik. Screenshot aus dem Video
Ich hoffe, dass die Szeniale in zwei Jahren wieder von dem Förderverein Szeniale e.V. mit dem Referat der Kultur der Stadt Gelsenkirchen stattfinden wird. Es waren besondere Stunden, die ich dort verbringen konnte. Zufällig traf ich auch noch einen Bekannten, nämlich Roland Szejstecki, dem ich kürzlich ja in einem Podcast über seinen Vater Many Szejstecki berichten ließ. Die Welt ist eben klein, ob in New York oder Gelsenkirchen, man trifft immer Menschen irgendwo, die man kennt.
An der Rotunde, Am Kulturgleis 3-5, werden von Vereinsmitgliedern bei gutem Wetter im Garten frische Reibeplätzchen für den guten Zweck verkauft.
Interessierte Schleckermäuler können sich von 12 – 18 Uhr am 27.10. ganz nebenbei über die faszinierende und hilfreiche Arbeit des Vereins Aktion Canchanabury e.V. informieren, der sich seit über 60 Jahren in Afrika mit konkreten Projekten weit über die Grenzen von Bochum bekannt gemacht hat.
Wer nicht nur Reibeplätzchen futtern möchte, sondern mehr über Afrika erfahren und vielleicht selbst unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen zu kommen. Die eingenommenen Spenden werden natürlich für die Projekte in Afrika eingesetzt.
Vielleicht bin ich dann ja auch vor Ort und wir sehen uns!
Tuncay Nazik ist ein Mann der Religion und ein Mann, der die Hand reicht für ein friedliches Zusammenleben. Er betreut die Islamische Gemeinde in Herne-Röhlinghausen. Er öffnet die Türen zur Moschee. Er ist Seelsorger in einer JVA und betreut die Jugendarbeit und die Gemeinde. Im Gespräch wird klar, dass es nur mit einem miteinander Reden, Zeigen und gemeinsamen Tun langfristig Frieden und auch Hilfe untereinander geben kann. Es spielt für ihn keine Rolle, welche Religion, woher der Mensch kommt oder welche Hautfarbe dieser hat. Er erzählt von den Problemen mit Behörden und wie sie mit der Islamischen Gemeinde Flüchtlingen aus Syrien und der Ukraine geholfen haben. Sein Gebot ist zu helfen!
Teaser:
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Tuncay Nazik gehört zu den Menschen, die sich einsetzen für die Menschen, egal woher sie kommen, aus welchen Gründen und welcher Religion sie angehören. Er betreut die Islamische Gemeinde seit 20 Jahren, die es seit 40 Jahren im Stadtteil Röhlinghausen in Herne gibt. Sein Leben war ein Hin und Her nach Deutschland zurück in die Türkei, dann wieder nach Deutschland. Das Pendeln zwischen den Ländern war für türkische Gastarbeiterfamilien früher zum Großteil normal, weil sie auch zurück in die Heimat wollten. Aber wenn dort keine Arbeit zu finden war, gingen sie wieder zurück nach Deutschland.
So erging es Tuncays Familie bis sie alle endgültig in Deutschland geblieben sind. Er studierte Islamwissenschaft und wurde Imam. Tuncay Nazik arbeitet in Teilzeit als Seelsorger für eine Justizvollzugsanstalt und als Honorarkraft in der Volkshochschule in Herne neben seiner Tätigkeit als Jugendleiter und Gemeindevorsteher bzw. Imam in Röhlinghausen.
Die Gemeinde bzw. der Verein hat 100 Mitglieder, die alles am Laufen halten.
Im unscheinbaren Haus ist die kleine Moschee untergebracht auf der Rheinischen Straße in Herne
Im Innenraum der Moschee, die sich in einem einfachen Mietshaus befindet und wahrscheinlich früher mal ein Geschäft oder Kneipe war, lädt ein flauschiger Teppich die in Socken steckenden Füße ein drüber zu laufen, sich hinzuknien und zu Allah zu beten in Richtung Mekka.
Der Imam Tuncay Nazik in der Moschee
Der Raum wird jedoch nicht nur zum Beten benutzt, sondern ist gleichzeitig auch ein Raum für die Jugend. Er ist ein Veranstaltungsraum und ein Raum für Spiele von Kindern und Jugendlichen. Eine Tischtennisplatte steht an der Seite und es können kleine Fußballtore aufgestellt werden. Die Uhr an der Wand ist vor Beschädigung mit einem schützenden Plexiglas abgedeckt.
Die Freitagsgebetskanzel
Ein Gebetsraum, der gleichzeitig Spielraum ist, wo gibt es das? Ich kann sagen, dass in einer katholischen Kirche höchstens Kunst hängen darf, Fußballspielen geht eher nicht, aber erst wenn sie entweiht ist.
Der Blick nach Mekka mit den Leitlinien der Islamischen Gemeinde, Links steht der Name des Propheten, rechts Allah
Im hinteren Raum gibt es einen Kicker und eine große Bibliothek, in dem alle möglichen religiösen Bücher stehen, auch der Talmud. Für Tuncay gilt eben ein Miteinander, das haben wir auch geklärt im Podcast.
Im Namen des Gottes, des größten Barmherzigen heißt es übersetzt
Aufgenommen haben wir ihn zwei Tage nach der Europawahl. So haben wir nicht nur das Thema Religion, sondern auch die Flüchtlingsproblematik, Flüchtlingsaufnahme und sein Tun in Zeiten der Flucht aus Syrien 2015 und der Ukraine 2022 thematisiert, sowie das Erstarken der rechten Parteien in Europa. Wir sind da beide einer Meinung in allen Fragen gewesen.
Definitiv haben wir den Angriff der Hamas am 7. Oktober in Israel als falsch und bestialisch eingestuft. Aber ebenso kritisch sehen wir auch das militärische Ausradieren des Gazastreifens, das in keinem menschlichem Maß mehr einzuschätzen ist. Die israelische Regierung ist ebenso rechts gerichtet und will ein Exempel statuieren, was allerdings auf Tod basiert.
Tuncay sagt es genau richtig: „Der Terror ernährt sich von toten Menschen. Davon gibt es im Gaza mittlerweile zu viele.“ Damit ist alles gesagt, denn die Spirale wird nicht aufhören, wenn nicht die Hand gereicht wird mit diplomatischen Lösungen in der Region.
Ein kleiner Blick in die Bibliothek
Tuncay habe ich kennengelernt indirekt über meine Facebook Gruppe „Ukrainehilfe Ruhrgebiet“. Dort postete er viele Male, was er mit seiner Gemeinde für die ukrainischen Flüchtlinge getan hat. Er suchte nach Unterstützern, Möbel in der Anfangszeit, sowie Helfern und zeigte die Dinge, die seine Gemeinde für die fünf ukrainischen Kriegsflüchtlinge gemacht hat, die sie in der Moschee aufgenommen haben. Schon viel früher wollte ich mit ihm über seine Arbeit reden.
Seit den syrischen Flüchtlingen 2015 hat er mit seiner Gemeinde Flüchtlinge bei allen Lebenslagen unterstützt. Er ging mit ihnen zu den Behörden, bot Deutschkurse in der Gemeinde an und half bei der Wohnungssuche, sowie Einrichtung. Mit seiner Jugendgruppe und Kontakten hatte er auch beim Einrichten und Renovieren der Wohnungen geholfen. Er erklärt, dass in Deutschland 2015 niemand richtig vorbereitet war auf diese Flüchtlingswelle, obwohl täglich gesehen wurde, dass 600000 Menschen über die Balkan-Route in Richtung Mitteleuropa unterwegs waren.
Im syrischen Bürgerkrieg wurde der Diktator Assad von Putins Bomben unterstützt. Es ging kein Aufschrei im Westen hoch. Die Opposition, die Rebellen und die dort wohnenden Menschen wurden wurden ausgebombt von russischen Militärflugzeugen. Es ist also nicht von ungefähr, dass wir sehen, wie Putin seit langer Zeit das friedliche Europa gezielt durch das Schaffen gezielter Flüchtlingsströme zerstören oder zumindest spalten will und gleichzeitig die rechten Parteien damit fördert. Nur die Wähler und Wählerinnen sehen es nicht.
Die Küche
Bevor die angekommenen Flüchtlinge eine Wohnung beziehen konnten hat die Gemeinde von Tuncay Nazik alle Veranstaltungen in der Moschee, sowie religiöse Gebete vorübergehend eingestellt. Es war ihnen wichtiger den Menschen zu helfen. Vor Ort gibt es auch eine gut ausgestattete Küche, die genutzt werden konnte.
Über Ebay Kleinanzeigen besorgten sie dann gut erhaltene kostenlose Möbel und halfen bei der Einrichtung von Wohnungen von ihren Flüchtlingen. Wenn gleichzeitig Anfragen kamen, die unter anderem auch von Deutschen waren, die nachfragten, ob sie ein entsprechendes Möbelstück übrig waren, halfen sie genauso. Da gibt es für den Mittvierziger keinen Unterschied. Jedem wird geholfen!
Der Waschraum
Tuncay räumt auch mit den Mythen auf, die im Internet herumgeistern, wenn Nachbarn nachhaken, ob es stimmt, dass die Flüchtlinge ein neues Samsunghandy von der Regierung bekommen würden oder gar ein Auto…
Natürlich nicht! Über solche Aussagen schmunzelt Tuncay nur. Gleichzeitig ist es erschreckend, wie blind die Menschen doch in diesem Populismuswahnsinn im Internet an den Lippen von AfD und BSW dranhängen und glauben, was dort in wenigen Zeilen angeprangert wird ohne die Fakten zu zeigen oder Fakten so gedreht werden, auch aus dem Zusammenhang gerissen, so dass ein anderes Bild erzeugt und damit eine weitere Lüge verbreitet wird.
Möbel, Smartphone und Co können Flüchtlinge erst kaufen, wenn die Behörde die Genehmigung erteilt und das kann alles lange dauern. Das Zusammenferchen von verschiedenen Nationalitäten und Mentalitäten in einem großen Raum nur mit einem Vorhang abgetrennt oder innerhalb von einem Container auf wenigen Quadratmetern plus das Warten auf die Aufenthaltsgenehmigung kann an den Nerven zerren. Es ist nicht nur die psychische Belastung aus welchem Grund jemand geflohen ist, ob Krieg, Folter oder auch nur die schlechte korrupte Wirtschaft eines Landes, wo eine langfristige Arbeitsperspektive für junge Menschen nicht gegeben ist, sondern auch das Warten auf die Möglichkeit zu arbeiten.
Sicherlich gibt es auch schwarze Schafe darunter, aber das wieviele schwarze Schafe sind hier im Land geboren und machen schlimme Dinge? Rechte Angriffe sind um viele hundert Prozent gestiegen im Gegensatz zu Übergriffen, die angeblich immer von Flüchtlingen getan werden.
Tuncay hat nur dankbare Menschen erlebt. Sie tauschen sich auch heute noch aus. Er macht es aus religiöser Überzeugung.
„Wir machen das für die Menschlichkeit. Wir erwarten von den Menschen nichts. Wenn man eine Erwartungshaltung hat, dann wird man auch enttäuscht“, sagt Tuncay.
Einmal im Jahr beim Geburtstag des Propheten werden Lebensmittel gespendet. Die Gemeinde unterscheidet nicht, woher die Menschen kommen, welche Religion oder welche Hautfarbe sie haben. Sie geben, was sie geben können.
„Der Faktor Mensch“, so Tuncay, „ist in den Hintergrund gerückt. Das war schon mit den Gastarbeitern so. Man hat sie eher so abgestellt, dass sie unsichtbar blieben. Die religiöse Ausübung war oft in Gewerbegebieten, ehemaligen Tante-Emma-Läden oder unscheinbaren Cafés.“
Erst als die Familien nachgekommen sind und Leerstände in den Straßen plötzlich mit Cafés, Bäckereien, Metzgereien, Friseur-, Obst- und Gemüseläden von Gastarbeitern und in den letzten Jahren auch von Flüchtlingen eröffnet wurden, die für sich eine Perspektive gefunden haben, änderte sich das Stadtbild. Es muss mehr Akzeptanz von der anderen Seite geben. Es werden immer Gegenargumente geliefert, was nicht gemacht werden darf im Abendland, aber keine Lösungsansätze. Aufklärungsveranstaltungen können entgegenwirken. Mit offenen Armen empfängt Tuncay gern Skeptiker um sie vom Gegenteil zu überzeugen.
Wer Hilfe braucht oder annimmt, der bekommt auch Unterstützung von der Islamischen Gemeinde, sei es ein psychologischer Beistand, Deutschsprachkurse oder bei Behördengängen. Er erzählt von einem syrischen Flüchtling, der in seinem ganzen Leben im eigenen Land nur einen behördlichen Brief empfangen hat und nun den Überblick verloren hat, denn in nur fünf Jahren in Deutschland hat er schon ganze sieben (!) Aktenordner voll mit behördlichen Schreiben.
Ein anderer Fall ist das Warten auf die Genehmigung eines Umzugsantrags, weil dieser Syrer eine Arbeit in Gelsenkirchen bekommen hatte. Die Wartezeit betrug sechs Monate (!). Nichts hatte sich bewegt. Da nichts passiert ist, ist er einfach nach Gelsenkirchen für seine angebotene Vollzeitstelle gezogen. Er wollte keine sozialen Leistungen mehr beziehen, sondern arbeiten. Das ist positiv, aber die Behörden wollen es wahrscheinlich anders…
Er bekam ein Schreiben, dass er ohne Erlaubnis umgezogen sei. Dadurch wird die Aufenthaltsgenehmigung, so die Ausländerbehörde, nicht verlängert. Er solle nach Frankfurt ziehen und von hier jeden Tag aus zur Arbeit pendeln. Und da fragt man dann, wie soll das gehen, wenn es Fachkräfte gibt, die arbeiten wollen, aber nicht dürfen oder nur eingeschränkt werden?
Tatsächlich ist er wieder nach Hessen gezogen. Hat seine Aufenthaltsgenehmigung verlängert und ist dann wieder nach Gelsenkirchen zurück gekommen. Komplizierter geht es nicht in dem Glashaus der deutschen Behörden.
Natürlich kommen dann Aussagen der frustrierten Flüchtlinge, die arbeiten wollen, dass sie lieber auf Kosten des Staates leben wollen, weil das Arbeitengehen erschwert wird. Das ist eine horrende Farce, wenn man hinter die Kulissen schaut!
Aufenthaltsgenehmigungen, die nicht verlängert werden, können auch in der Zwischenzeit ausgebildete Fachkräfte treffen. Und außerdem wird auch zweierlei Maß gemessen, wenn es um Ukrainische und Syrische, bzw. andere Flüchtlinge geht, die vor allem eine andere Religion haben, aus dem Süden kommen, eine andere Hautfarbe haben. Es ist und bleibt eine Art rassistischer Umgang im Beigeschmack, wenn ich die Informationen von vielen höre.
Tuncay fragt allerdings auch die Menschen, die sich über die jetzigen Flüchtlingsströme ärgern, warum die Menschen aus den Ländern nicht vorher gekommen sind? Sie hätten ja als „Sozialschmarotzer“ schon vor über 10 Jahren kommen können. Es ging ihnen relativ gut! Sie hatten eine Familie, lebten in Frieden, hatten eine Arbeit, die Lebensverhältnisse waren mehr oder weniger gut und sie lebten in ihrer Heimat!
Unsere Aufnahme habe ich kurz nach der Europawahl gemacht. Die AfD hatte gejubelt, weil sie so viele Stimmen bekommen hat. Doch Tuncay erzählt über die AfD in Herne. Sie hat keine Lösungsansätze, sie teilt im Internet nur die polemisierenden Sprüche der Bundespartei. Aber in jeder Stadt gibt es eigene Probleme, die es zu bewältigen gibt. Es gibt die Hau – Drauf – Methode, statt zu schauen, wie es besser, schneller, einfacher geht Menschen zu helfen, um auch einen Sozialen Frieden zu erwirken.
In Herne haben viele Jugendliche, die Tuncay kennt, eher kleine als die großen Parteien gewählt. Aber sie haben gewählt, um die Demokratie zu wahren, denn sie wissen auch, dass wenn sie nicht wählen gehen, die rechten Parteien mehr Stimmen bekommen durch Nichtwähler und Nichtwählerinnen.
Die rechten Parteien vergessen, dass Migranten aus welcher Region der Welt sie auch gekommen sind allein in Herne manche Stadtteile wieder neu aufgewertet haben, wo es Leerstände gab. Sie arbeiten, schaffen Arbeitsplätze, machen das Leben im Stadtteil bunter.
Tuncay hat viele Argumente, die zeigen, dass es sinnvoll ist aufeinander zuzugehen. Er zeigt, dass auch die Religion unterstützen kann, wenn sie nicht als fanatischer Zweck missbraucht wird, Andersgläubige umzubringen. Denn eins ist sicher, egal welche Religion, ob Judentum, Islam oder Christentum, sogar Buddhismus: Alle glauben an den einen Gott. Er sieht in der Vorstellung der Religionen jeweils anders aus. Sie haben alle den gleichen Ursprung. Es wurde in Tausenden von Jahren viel Blut für diesen Glauben vergossen. Es muss aufhören, dass weiterhin Blut vergossen wird.
Denn in egal, welchen religiösen Gesetzesbüchern nachgelesen wird, das Gebot für die Menschen aller Religionen sollte sein nicht zu töten und den nächsten zu lieben, wie dich selbst. Nur dann kann langfristig Frieden unter den Menschen geschaffen werden, was ein Ziel von Gott ist in egal welcher Religion, auch wenn er Allah heißen mag im Islam. Damit kann auch den rechten Kräften der Hass und die Grenzen im Kopf überwunden werden, wenn man aufeinander zu geht und mit offenen Armen gemeinsam an einem Tisch über ein friedliches gemeinsames Leben sprechen kann.
Wird weiter Hass gesät, kommt ein nächster Krieg, die nächste Messerstecherei und der nächste Terror mit unschuldigen Toten und stärkt damit weiterhin die Rechten in der Politik, die wiederum weiterhin Hass und Grenzen schaffen, bis es wieder mal knallt mit Millionen Toten in der Welt. Wer möchte das?
Mit Tuncay Nazik war es mir ein erhabenes Erlebnis zu reden. Jederzeit komme ich gerne wieder, um mit ihm zu sprechen. Vielleicht auch mal die ein oder andere Gemeinde-Aktion mitzumachen. Er hat Erfahrungen, die augenöffnend sind und die jetzige Problematik zeigt, wie einfach es wäre gegen zu steuern, wenn es vor allem politisch und behördlich gewollt wäre.
Gehen wir aufeinander zu und nicht voneinander weg, so können wir Alle im kleinen Rahmen zumindest Frieden und Toleranz untereinander zeigen und für eine bessere Welt „kämpfen“ und danach leben.
Ich kann nur sagen: Mach weiter so Tuncay Nazik! Hier in Herne-Röhlinghausen kann ich beweisen, dass der Islam zu Deutschland gehört! Letztendlich sind die gläubigen Muslime für Arbeit angeworben worden. Das Ausüben ihrer Religion ist laut Grundgesetz ohne Einschränkung möglich laut Paragraph. Jede Diskussion, ob der Islam gut oder schlecht ist, kann sich hier vor Ort überzeugen, dass der muslimische Glaube keinem terroristischem Zweck dient, sondern genau das Gegenteil, nämlich für die Menschen, sowie auch das Wahren der Grundrechte der deutschen Verfassung, die eine Religionsfreiheit beinhaltet.
Dieses Jahr wurde das Grundgesetz 75 Jahre alt. In Artikel 3 (1) steht: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. (Hier kann ich sagen, dass es allgemein bis in die Mitte der 1970er Jahre dauerte bis der Staat den Frauen überhaupt erstmal eine Berechtigung gaben, ohne Unterschrift ihres Ehemannes eine Arbeit finden zu können, was in der DDR schon seit der Gründung möglich war!)
In Artikel 4 (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet. (3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. (Hier sagt eindeutig das Grundgesetz, dass auch der Islam zu Deutschland gehört und natürlich auch Moscheen gebaut werden dürfen. Doch in den Köpfen herrschen die Grenzen, die im Grundgesetzt längst allein durch den Holocaust gegenüber die „Andersgläubigen“ Juden, das große Morden der Deutschen im zweiten Weltkrieg zu einem nächsten großen Morden schriftlich verhindern sollte)
Wir haben im Ruhrgebiet eine Vielfalt der Religionen. Es leben auch wieder Juden hier, die eine Synagoge neu erbauen konnten, wie in Bochum, die leider geschützt werden muss von allen Seiten der Gewalt, egal ob Religiöser Natur oder Rechter Überzeugung. Es sind Moscheen entstanden, ob mit Muezzin oder ohne und gleichzeitig sind Kirchen des Christentums geschlossen worden, ob Katholisch oder Evangelisch. Aus diesen Kirchen entsteht neuer Wohnraum, Gewerbe oder Kunst-, Theater- oder Musikspielhäuser. Der Glauben der Christen ist durch die Krusten der alten Kirche erschüttert, vom Verdecken von Straftaten. Deswegen können die Gleichen Menschen jedoch nicht das Leben im Glauben des Islam gleichzeitig verurteilen.
Wer als Muslim seinen Glauben ausüben möchte, der soll das auch tun dürfen in Deutschland ohne Kritik. Die einzige Problematik, die gewahrt werden muss, wenn in Moscheen zu Terror und Krieg aufgerufen wird, ob gegen den deutschen Staat, dem Christen- oder Judentum. Denn dann wird die deutsche Verfassung mit Füßen getreten und deren Freiheit und Demokratie. Auch da ist Tuncay mit mir einer Meinung, dass diese Ausübung nicht zu akzeptieren ist.
Tuncay Nazik ist ein PottMensch, wie er leibt und lebt und die Vielfalt und das Miteinander prägt. Ein toller Mensch!
Glück auf sage ich, denn sein Vater war im Bergbau bei Schlägel und Eisen. Sein Vater und Tuncay selbst wurden zu Kindern und Gestaltern des heutigen Ruhrgebiets. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf Schlägel und Eisen. Er hat die Kohle abgebaut, damit die Heizung im Winter einen warmen Hintern erzeugen kann!
Für Tuncay ist das Motto „Miteinander“ ! Das sehe ich auch so!
Ich gehe mit offenen Augen durch das vielfältige Ruhrgebiet und ich hoffe, dass ich das bei einigen Menschen nun etwas mehr öffnen konnte mit diesem Podcast und meinen Zeilen dazu. Ich denke, dass ich Tuncay mit Sicherheit noch einmal aufsuchen werde zu bestimmten Themen, die uns berühren. Kürzlich gab er mir Laptops für den nächsten Hilfstransport nach Bosnien, wo ich mit dem Verein im Mai 2024 für Schulen alte Computer zum Wiederverwenden in den Schulen hingebracht habe. (darüber berichte ich noch ausführlich, da die Zusammenstellung der Videos leider etwas länger dauert als geplant). Vielen Dank im Namen des Vereins Aktion Leben und Lernen in Bosnien e.V.!
Wer die Leitlinien der Islamischen Gemeinde liest, wird verstehen, was die Intention von Tuncay Nazik und seiner Islamischen Gemeinde ist:
Die Leitlinien der Islamischen Gemeinde in Herne-Röhlinghausen
Leitlinien der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen
Im Bewusstsein unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen setzen wir uns ein für
das friedliche Zusammenleben aller Menschen in der Gesellschaft,
die Akzeptanz von Andersdenkenden,
die Weiterbildung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen,
eine zeitgemäße Vermittlung des Islams.
Wir glauben
an Allah, den einzigen Gott, den Ewigen, Allmächtigen und Barmherzigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,
an die Sendung des Propheten Muhammad ,
an alle Gesandten Gottes, unter anderen auch an Jesus, Moses und Abraham,
an die verbale Offenbarung Gottes dem Koran,
dass der Islam die Religion des Friedens ist,
dass es keinen Zwang in der Religion geben kann und daher jeder Mensch das Recht hat, gläubig oder ungläubig zu sein oder seinen Glauben zu wechseln.
Wir distanzieren uns
ohne Wenn und Aber von jeglicher Gewalt und Hass, ob religiös bedingt oder nicht.
Wir haben keinen Platz und kein Verständnis für
Extremismus, Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und für Ideologien, die die Religion instrumentalisieren oder unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und die in der Menschenwürde wurzelnden Grundwerte der Verfassung nicht akzeptieren.
Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen
Deutschland und die Gesellschaft, in der wir leben,
das friedliche Miteinander der Menschen, Kulturen, Religionen und Nationen,
die Erziehung und Bildung unsere Kinder und Jugendlichen,
die Förderung eines zeitgenössischen Verständnisses der islamischen Quellen und ihre Vermittlung im Einklang mit den Menschenrechten.
Wir sind fest davon überzeugt,
dass gegenseitige Akzeptanz und ein erfolgreiches Miteinander nur auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und einer differenzierten Betrachtungsweise durch persönliche Begegnungen, Annäherungen und sachlichen Dialog erreicht werden können. Dabei müssen auch Probleme offen angesprochen werden.
dass ausländische Konflikte nicht nach Deutschland importiert werden dürfen,
dass es für einen Muslim religiös verpflichtend ist, in Frieden zu leben,
dass Muslime für die eigene Akzeptanz in die Gesellschaft mehr investieren und an den gesellschaftlichen Entwicklungen aktiv teilnehmen müssen. Das Engagement darf sich nicht auf die eigene Gemeinde beschränken, vielmehr muss es so gestaltet werden, dass es der gesamten Gesellschaft zugutekommt.
dass Muslime in Deutschland nur dann in der Gesellschaft richtig ankommen werden, wenn sie sich aus den Strukturen der Heimatländer lösen und eine eigene europäisch muslimische Identität herausbilden,
dass Menschen mit muslimischem Hintergrund sich erst dann vollends als Teil der deutschen Gesellschaft sehen werden, wenn die Mehrheitsgesellschaft Muslime als gleichberechtigte Bürger anerkennt und entschieden gegen Diskriminierung und Ausgrenzung vorgeht.
Wir stellen unverrückbar noch einmal fest;
dass wir parteipolitisch neutral sind,
dass wir keine politische Agenda verfolgen,
dass wir keinen bestimmten nationalen oder religiösen Gruppierungen, insbesondere ausländischen, angehören oder nahestehen,
dass wir weder einem bestimmten Gelehrten oder einer bestimmten Bewegung noch einem einheitlichen, exklusiven spirituellen Weg zugehörig sind,
dass wir keinem religiösen Dachverband angeschlossen sind,
dass wir unseren hart erarbeiteten Status als „unabhängige, freie Gemeinde“ als hohes Gut betrachten und für die Erhaltung dieses Status sorgen werden,
dass wir die Privatsphäre unserer Mitmenschen achten und schätzen,
dass wir uns, als Gemeinde, als Glied dieser Gesellschaft betrachten und unsere Aufmerksamkeit auf die Probleme und Zukunft dieses Landes richten; wir werden nicht zulassen, dass auswärtige Anfeindungen oder Interessen stellvertretend in der Gemeinde ausgetragen werden,
dass wir über bestimmte Normen und Werte verfügen, die aus der Verfassung und der Religion abgeleitet sind. Wir bejahen die vom Grundgesetz garantierte gewaltenteilige, rechtsstaatliche und demokratische Grundordnung. Die Werteordnung des Grundgesetzes ist die Basis, auch für Muslime, auf der die Gesellschaft steht und funktioniert. Ein friedliches Miteinander ist nur auf dem Fundament des Grundgesetzes denkbar.
Wir sind überzeugt, dass Pluralität der Religionen – auch innerhalb des Islams –, der Völker und Weltanschauungen gottgewollt ist.
Wir betonen, dass die Angebote von der Gemeinde demnach offen sind für alle, die sich für islamisches Wissen interessieren, uns kennenlernen wollen, das Wohl der Menschheit anstreben oder den Weg des Miteinanders, des Friedens und der Besonnenheit mit uns gemeinsam gehen möchten.
Wer noch mehr über die Islamische Gemeinde in Herne – Röhlinghausen und Tuncay Nazik erfahren möchte, kann noch so einiges unter den folgenden Links nachlesen:
Ich unterstützte die Spendenaktion von Aktion Leben und Lernen in Bosnien e.V. für Flutopfer in Fojnica, besonders für die Einrichtung für geistig behinderte und psychisch eingeschränkte Menschen dort in der wunderschönen alten Stadt in Bosnien, die ich mit dem Verein im Mai 2024 besucht habe.
Darüber werde ich noch berichten. Während des Bosnischen Filmfestival vom 22. – 24.11.24 im Filmforum an der Böckenhoffstraße in Bottrop wird noch ein weiterer Dokumentarfilm vom Berufskolleg Bottrop veröffentlicht werden.
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Video zum Spendenaufruf für die Flutopfer der Einrichtung
Alles ist durch langanhaltende Regenfälle überflutet worden. Viele Häuser sind unter Wasser gewesen.
Darüber wurde in den deutschen Medien leider nicht berichtet.
Sachspenden machen keinen Sinn und kosten zudem auch Zollgebühren. Deswegen übernimmt der Verein die Möglichkeit Geld zu spenden, um einen Neuaufbau und die Versorgung vor Ort zu verbessern. Alle Einrichtungsgegenstände sind kaputt und müssen ersetzt werden.
Wer Spenden möchte, kann das gern tun unter der Bankverbindung: DE 10424 51220 00000 37549
Paypal: socialmedia@aktion-bosnien.eu
Bilder von dem Gebiet der Einrichtung während der Hochwasserflut
Über Drin und Fojnica erfahrt ihr in Kürze mehr. Zum Einen, was wir dort erlebt haben und zum Anderen, wie der Neuaufbau voran geht.
Nächstes Jahr wird der Verein wieder einen Hilfstransport organisieren, wo ich wahrscheinlich wieder mitfahren werde.
Mehr Infos zum Verein : www.aktion-bosnien.eu
Copyright: Die Filme und Fotos sind zum Teil von meiner Reise aus Fojnica. Die Flutaufnahmen stammen von privaten bekannten Personen, die im Ort wohnen und in Drin arbeiten.
Am Ende des Videopodcast mit Ralf Opiol über den Bottroper Stadtteil Ebel habe ich beim Sonnenuntergang das Foto mit den Spaziergängern machen können, die unter der A 42 – Brücke vorbei an der Emscher Richtung Bernepark laufen.
Die Emscher stinkt nicht mehr. Ebel ist ein kleiner Stadtteil, den es zu erkunden gilt. Er gehört zu den kleinsten Stadtteilen, aber wirtschaftsstärksten von meiner Geburtsstadt Bottrop.
Das haben wir getan. Das Projekt von mir ist in Zukunft in vielen Ruhrgebiet – Städten die Stadtteile zu erkunden mit Gesprächspartnern, die dort aufgewachsen sind oder sich auskennen, um auch andere Seiten des Ruhrgebiets zu zeigen, die unter anderem nicht immer mit Bergbau oder Industriekultur zu tun haben bzw. hatten.
Das Foto ist sozusagen der Startschuss für die Renaturierung der Emscherregion und zeigt gleichzeitig auch den Strukturwandel, den das Ruhrgebiet innerhalb von knapp 200 Jahren durchlaufen hat. Und es zeigt auch, dass es mehr zu bieten hat, als man denkt. Egal, ob man hier geboren oder zugezogen ist oder wer touristisch das Revier erkunden möchte: das Ruhrgebiet ist vielfältig in allen Bereichen!
Also warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Das sagte Goethe einst, der trotzdem immer auf Achse war bis nach Italien und das Ruhrgebiet nur kurz durchfahren hatte.
Schon Anfang des 19. Jahrhunderts müffelte es ihm wohl auf der Strecke durch das Ruhrgebiet so sehr, dass er das Gute hier eher gemieden hatte. (kleine historische Anekdote)
Der Videopodcast ist nicht nur ein Start für die Stadtteil-Podcasts, sondern wird jeweils in der Podcast – Reihe ‚Ruhrgebiet erklärt‘ mit Jack Tengo auch mit Zahlen, Daten und historischen Informationen nachträglich ein Thema sein. Natürlich immer mit einem Quentchen Humor dazu.
Der blau-weiße Pin ist ein Hinweis auf den Emscherradweg im Ruhrgebiet, der hier unterhalb der A 42 – Brücke bei Ebel die Stadt Bottrop durchkreuzt
Uns geht es schlecht, alles ist schrecklich, es geht uns schlechter als früher, alles ist schlimmer geworden, das ist nicht mehr unser Deutschland oder früher war alles besser. Diese Angstmacherei und Meckerei geistert jeden Tag durch alle Sozialen Medien.
Geht es uns wirklich so schlecht? War früher wirklich alles besser? Mit diesem Thema räumen wir jetzt erstmal auf humorvolle Art auf , was im Internet so stark polarisiert, auch politisch.
Nur mit ironischem Humor kann man diese ewigen Nörgler und Meckerer entgegentreten, sie schweigend anlächeln bis sie hochrot wieder abziehen, denn meist denken sie nicht an das, was mal wirklich war, weil sie da noch nicht gelebt haben oder zu jung waren drüber nachzudenken oder sie wollen nicht drüber nachdenken.
Teaser zum Podcast:
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Die Meckerer und Nörgler zeigen mit den Finger auf andere, die für das eigene Elend, wenn es denn eins gibt, verantwortlich sein sollen. Sie meinen es ist alles schlimm.
Wir wollen natürlich nicht alles gut heißen. In jeder Zeit gibt es gute und schlechte Dinge, die auch die Politik mal besser mal schlechter in den Griff bekommt. Aber noch nie war die Politik nach dem zweiten Weltkrieg so an die Wand gestellt worden durch Lügen, die verbreitet werden statt genauer hinzusehen.
Und das Ruhrgebiet? Kann sich einer von uns weniger Brot kaufen. Ja, die Inflation hat uns einige Tantiemen weniger in der Geldbörse gelassen. Das Benzin ist teurer, war es aber auch zeitlich in den 1970er Jahren auch, sowie auch die Nebenkosten und Lebensmittel etc. blabla.
Durch einen guten Freund weiß ich auch, dass aber noch nie so viel gereist wird für sehr viel Geld trotz der angezogenen Preise. Die Deutschen lassen in Spanien den Larry raushängen. Aber das ist ein anderes Thema. Mit Sicherheit werden wir das ein oder andere innerhalb dieser mehr als eine Stunde laufenden Podcast weiter behandeln.
Aber definitiv fangen wir schon mal mit der Luft an oder mit den Menschen, die vor 100 Jahren nicht alt wurden. Es ging heiß her. Schlägereien waren an der Tagesordnung. Durch Alkoholeinfluss kam es auch in der ein oder anderen Situation von Vergewaltigung, die vertuscht wurden, weil Frauen nichts zu sagen hatten oder sogar zu Schießereien und man lese und staune: Messerstechereien.
In der Zeitung war das nicht unbedingt auf der Titelseite, wie in der BILD. Das tauchte meist als kleine Randnotiz entweder auf Seite 2 oder 3 auf. Die große Politik von Kaiser und Vaterland beherrschte die Tagesblätter. Männer lebten im Haufen in einem damals so genannten „Bullenkloster“. Da war nicht immer Eitel Sonnenschein. Wenn heute Asylanten in genauso einem Haus zusammen wohnen aus unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlicher Mentalität gibt es auch mögliche Auseinandersetzungen.
Der Euro ist nichts anderes als die Gründung der Deutschen Reichsmark, die nach der Gründung der Deutschen Reichs eingeführt wurde. Denn die unterschiedlichen Länder im Deutschen Reich hatten alle eine eigene Währung und es gab Zoll an jeder Grenze. Die Kindersterblichkeit war hoch. Die Menschen haben außer Sonntag bis zu 16 Stunden am Tag gearbeitet.
Im Bergbau hat man mit Spitzhacke gearbeitet, als es noch keinen Presslufthammer gab. Arbeitsschutz gab es nicht. Gewerkschaftsbildung oder Streiks wurden mit Waffengewalt niedergeknüppelt. Die Menschen wurden nicht alt.
Im ersten Weltkrieg war nur Zuckerrübe zu bekommen, weil der Welthandel mit Warenaustausch von wichtigen Lebensmitteln mit Deutschland durch eine Seeblockade verhindert wurde. Die Soldaten dafür bekamen besseres Essen als es zuhause möglich war. Frauen mussten Männerarbeit verrichten, weil diese an der Front war. Die Frauenbewegung konnte sich dadurch mehr durchsetzen. Wahlrecht für Frauen kam erst in der Weimarer Republik. Durch den Versailler Vertrag und die nicht bezahlten Reparationen wurde das Ruhrgebiet als das Herz Deutschlands besetzt. Es kamen die Nationalsozialisten, die letztendlich die Frau wieder als Gebärmaschinen für den kommenden Krieg sehen wollten.
Dann hat der zweite Weltkrieg viele Städte zerbombt, Menschen in aller Welt Not und Elend gebracht, der Holocaust war die Spitze des Eisberges. Die Kohle war nach dem Zweiten Weltkrieg erstmal wichtiger das Land wieder nach oben zu bringen. Die Wirtschaft brauchte Kohle zur Energieerzeugung für die Erstellung von „Dingen“, die die Welt brauchte. Die Luft und das Wasser vor Ort im Ruhrgebiet war mehr als krankheitserregend.
Die Wäsche wurde noch mit Waschbrettern gereinigt. Für Frauen war das ein Tagesjob, wofür sie nicht bezahlt wurden. Erst ab den 1960er Jahren gab es in den Haushalten Waschmaschinen. Kühlschränke gab es erst ab den 1950er Jahren erst wirklich in den Haushalten. Die Luft war verdreckt. Kriminalität gab es überall. Frauen hatten kaum was zu sagen. Es gab noch Plumpsklo und keine eigene Badewanne. Butter war sehr teuer. Es gab viele schlechte Dinge, aber man hat nicht genörgelt, weil es vorher noch schlechtere Lebensbedingungen gab.
Einhergehend ist der Müllberg gewachsen. Dann war die Subvention der heimischen Steinkohle teurer als Importkohle, Öl und Gas. Deswegen wurde der Abbau der deutschen Steinkohle beschlossen, was in Großbritannien schon längst passiert ist. Was wiederum schwierig im Strukturwandel war und Großbritannien auch eine schwierigere soziale Lage in den Kohlestädten gebracht hat. Das Ruhrgebiet dagegen ist zwar mit den Städten ärmer geworden, aber noch nie war das Ruhrgebiet attraktiver für Außenstehende. Es gibt viel Kultur, alte Industriemerkmale sind touristische Ziele geworden. Es gibt mehr Erholung. Das Ruhrgebiet ist derzeit in der Neuerfindung ihrer Region
Kurzum so schlimm manche Dinge heutzutage zu kritisieren sind, war es früher nicht schlimmer? Es geht uns besser denn je. Damit wollten wir mal weg vom ewigen Genörgel in den sozialen Medien. Allerdings nehmen wir Ergänzungen gern auf!
Sybille Hellier hat ein besonderes Projekt in die Wege geleitet: AufGEraucht. Zigarettenkippen liegen überall herum. Sie sammelt sie auf und zählt sie. 9000 Stück hat sie bisher vom Boden bei Sammelaktionen aufgesammelt. Im Videopodcast, den wir in Gelsenkirchen – Horst auf dem Parkplatz an der Alldieckstraße mit einer Sammelaktion von nur 20 Minuten zusammen gemacht haben, erzählt sie ihren Weg und das Ziel mit Greendays4Future.
Teaser zum Podcast:
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Zum Hören als Podcast als Sonderfolge bei „Ruhrpottologe unterwegs“:
Außerdem hat 59jährige Sybille Hellier das K.L.U.G Netzwerk für Selbstständige übernommen. Sie hat in ihrer Selbstständigkeit schon einiges verkauft, wie kleine Windkraftanlagen für Häuser. Sie war der Zeit voraus.
AufGEraucht wird neben den Sammelaktionen, auch mit Aufklärungskampagnen und Vorträgen an Schulen und Initiativen, sowie auch Infoständen weiter ausgebaut werden.
Im Unternehmernetzwerk K.L.U.G. Netzwerk hat sie mittlerweile die „KLUGE Umwelt“ gegründet. Dort können Unternehmen mitmachen, die Projekte fördern für eine bessere Umwelt. Aber darüber sprechen wir ein anderes Mal. Regelmäßig ist sie am letzten Samstag im Monat im Gelsenkirchener Stadtteil Horst bei „Horst putzt sich heraus“ zwischen 10 und 12 Uhr dabei. Dabei sammelt und zählt sie immer die Zigarettenkippen, die sie findet und klärt die Menschen auf, welche Schadstoffe das Grundwasser erreichen durch eine weggeworfene Zigarette und welche Folgen eine Zigarettenkippe noch verursachen kann außer die Verschmutzung unserer Umwelt, nämlich auch folgenschwere Waldbrände durch bedenkenloses Wegwerfen eine Kippe.
Neueste Forschungsergebnisse sagen, dass ein vollständiger Abbau in der Natur aller Inhaltsstoffe einer Zigarettenkippe durch Mikroplastikanteile bis zu 400 Jahre dauern können ! Die Zersetzung selbst braucht ca 10-15 Jahre.
Das Projekt AufGEraucht soll für mehr Aufklärung in den Schulen, als Antiwerbung gelten, bei Infoständen und Sammelaktionen stehen, um die weitere Verseuchung unserer Umwelt zu verringern.
2 von 18 Zigarettenkippen auf 3 qm (Bild Screenshot aus Video, deswegen unscharf)
Sybille Hellier hat in ihrem Leben schon viele sinnvolle Dinge angepackt. Angefangen hat sie mit einem Job in der Versicherungsbranche. Der als sicher geltende Job war ihr aber auf Dauer nicht erfüllend genug. Ihr unruhiger Geist wollte was Gutes tun.
Sie hatte sich selbstständig gemacht mit Kleinwindanlagen, die auf dem Dach eines jeden Hauses aufgestellt werden können. Sie hat auch Membranbeschichtungen zum Senken von Heizungskosten, auch Photovoltaikanlagen, verkauft. Sie war der Zeit voraus. Sie tat bisher schon mehr für den Klimaschutz als andere sich vorstellen können.
Vor 10 Jahren übernahm sie das K.L.U.G. Netzwerk und baute es aus. Damit unterstützt sie untereinander viele Kleinselbstständige mit bis zu 35 Mitarbeiten, die sich gegenseitig vernetzen können.
Regelmäßig finden Veranstaltungen zu bestimmten Themen statt in verschiedenen Städten. Der abgekürzte Name steht für Kompetente lokale Unternehmensgemeinschaft. Es gibt Städtepartnerschaften, die von einzelnen Mitgliedern betreut werden.
Als gebürtige Gelsenkirchenerin engagiert sie sich schon lange für ihre Stadt und auch ihrer Geschichte. Sie versuchte die weltweit bekannte Galopprennbahn vor dem Abriss zu bewahren. Es hingen viele Arbeitsplätze daran. Pferde und eine saubere klimafreundliche Umwelt sind ihr sehr wichtig im Leben, weil sie an ihre Kinder und Kindeskinder denkt, die unsere Erde in einem eher schlimmen Zustand hinterlassen.
Mein Eimer ist schon wieder fast voll nach 10 Minuten sammeln plus ein Flaschengefühl
2021 schloss sie sich der Gruppe „Horst putzt sich heraus“ an. Sie sammelt Müll von den Straßen und kehrt sozusagen vor der eigenen Haustür im Stadtteil Horst, wo sie auch wohnt.
Vorher hatte sie nicht wahrgenommen, wieviel Zigarettenkippen auf dem Boden liegen. Das Aufsammeln von Zigarettenkippen wurde zur größten Leidenschaft und animierte sie für mehr Aufklärung zu sorgen. Für den Sammeleinsatz baute sie sich einen Einkaufstrolley um, an dem ein kleiner weißer Eimer hängt. Dort hinein kommen die Zigarettenkippen extra, um sie nach dem Sammeln aufzubewahren für ihre Aufklärungskampagnen.
Auf dem Markplatz in Horst sammelt sie manchmal 200 bis 300 Zigarettenkippen am Tag, wenn sie mit der Horst putzt sich heraus unterwegs ist. In einer Stunde Sammelaktion auf der ehemaligen Pferderennbahn in Horst, zählte sie allein 775 Stück, davon 40 neben einem Mülleimer!
Zigaretten beinhalten für den Raucher und die Raucherin schon bewußt genug Schadstoffe, um langfristig Krebs oder eine COPD zu erzeugen. Sie fluten nicht nur den Körper mit Giften, sondern auch das Grundwasser, sowie die Meere. Doch das ist vielen nicht bekannt.
Sybilles selbstgebauter Müll-Trolley
Auch Tiere können stark geschädigt werden, wenn sie mit dem Rest einer Zigarette in Berührung kommen. Kleinstlebewesen sterben im Umkreis einer Zigarettenkippe.
10 bis 15 Jahre braucht ein Zigarettenstummel mit Filter, um sich in der Natur zu zersetzen. Cadmium, Benzol und das Nervengift Nikotin in einer einzigen Zigarettenkippe kann schon ein Liter Wasser verseuchen.
Um das zu veranschaulichen hat Sybille eine Glasflasche voll Wasser mit einer einzigen Zigarettenkippe, die es bräunlich verfärbt. Niemand will daraus trinken. Niemand kann glauben, was sie sehen. Regen wäscht die Giftstoffe aus. Die braune Brühe wandert immer tiefer durch die Erde ins Gestein. Es sind die hartnäckigen Metalle, wie Cadmium, die eine Filteranlage dann nicht mehr zu 100% herausholen kann. Dadurch kostet auch die Abwasserabgabe mehr, als nötig. Das sieht man nicht auf dem ersten Blick, aber jede Zigarettenkippe ist einfach eine Schädigung unserer Umwelt, des Wassers und der Natur.
Bei einem Infostand macht sie immer eine Zählaktion, doch so gut wie niemand schätzt die Anzahl korrekt ein. Die meisten regen sich auch über das Herumliegen von Zigarettenkippen auf, weniger über anderen Müll.
Als Vergleich war sie erstaunt, dass sie in einem Urlaub in Dänemark nur 5 (!) Zigarettenkippen gefunden hat. Direkt hinter der Grenze auf einem Rastplatz waren direkt gefühlt 500 Stück zu sehen.
Sie fragt sich immer warum sind die meisten Menschen zu „blöd“, um den Müll richtig zu entsorgen.
Heiße Diskussionen sind immer mit Rauchern. Da ist die Bequemlichkeit wohl das große Problem, denn alle schaffen es fünf Minuten die Kippe zu halten, aber sind zu faul zwei Minuten zum nächsten Mülleimer zu laufen oder es in einem kleinen provisorischen Taschenaschenbecher zu geben, bis es ein Mülleimer in den Rachen geworfen werden kann.
Sybille und ich sehen uns bestimmt wieder bei einer gemeinsamen Sammelaktion
Sybille hat das Ziel mit der zukünftigen Stiftung Greendays4future durch mehr Aufklärung, Sammelaktionen und Zusammenarbeit mit Firmen für weniger Zigarettenkippen in der deutschen Natur zu sorgen.
Wenn wenigstens die Ordnungshüter mehr Bußgelder wegen Wegwerfen von Zigarettenkippen statt für falsch parkende Autos, dann wäre unsere Umwelt schon wieder etwas sauberer, denn das kostet mittlerweile richtig viel Geld. Doch das wissen zu wenige. Dadurch wird auch kaum eine Sensibilisierung stattfinden, wenn das eben nicht durchgeführt wird:
Um das Risiko von Waldbränden zu verringern, hat das Umweltministerium NRW die Bußgeldempfehlungen deutlich erhöht: Statt bislang 1020 Euro sollen für das Feuermachen im Wald in Zukunft bis zu 5000 Euro verhängt werden. Rauchen im Wald, was zwischen März und Oktober strikt verboten ist, soll nun 150 Euro (bisher 80 Euro) kosten. (Quelle: www.wa.de)
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Laut dem ADAC kostet das Wegwerfen von Zigarettenkippen aus dem Auto je nach Stadt:
10-25 €, es sind allerdings allein in Gelsenkirchen 55 € zu zahlen. Zum Vergleich ist eine nicht verrottende Glasflasche 100 – 100000 € teuer.
Solange also dieser Bußgeldkatalog leider nicht von Ordnungsamt und Polizei rechtlich genutzt wird, solange wird es auch in der Natur leider bei dem hohen Verschmutzungsgrad bleiben. Die Vergabe der Bußgelder kann nur zu einer Sensibilisierung führen. Die Natur selbst kann sich nicht wehren.
Dass Zigarettenfilter aus Watte bestehen, ist immer noch ein weit verbreiteter Irrglaube. Denn die meisten Filter bestehen aus dem Kunststoff Celluloseacetat. Kunststoff ist bekanntlich nicht biologisch abbaubar, er zerfällt nach sehr langer Zeit zu Mikroplastik und ist auch dann immer noch schädlich für Natur und Lebewesen, da es niemals ganz verschwindet, sondern auf ewig als winzige Mikroplastikteilchen in der Umwelt verbleibt. Bei Zigarettenfiltern dauert die Zersetzung zu Mikroplastik etwa 15 bis 400 Jahre.
Allein an der Ostsee bestehen über 53 Prozent des Mülls bei Müllsammelaktionen aus Zigarettenstummeln! (Quelle: Zigarettenkippen (bund-sh.de) )
Tiere verwechseln auch Zigarettenkippen mit Nahrung und können elendig verenden. Vergessen wird der Mikroplastikanteil, der bis zu 400 Jahre dauert von der Natur abgebaut zu werden.
Rauchen schädigt also nicht nur den eigenen Körper, sondern der Umwelt über Generationen, wenn nicht richtig entsorgt wird!
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Zigarettenstummel am Strand – Gefahr für Mensch und Natur
Wir finden sie leider überall: An der deutschen Ostseeküste machen Zigarettenkippen ungefähr neun Prozent aller Müllfunde aus. Beim deutschlandweiten Küstenputztag im Jahr 2020 wurden mehr als 9.300 Zigarettenstummel gesammelt und entsorgt.
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