Herten seine Zeche Schlägel und Eisen I Ruhrgebiet erklärt Folge 37 I +Podcast I +Videopodcast

Ruhrgebiet erklärt Zeche Schlägel & Eisen in Herten

Schlägel und Eisen ist das bekannte traditionelle Symbol des Bergbaus. Es steht nicht nur für den Steinkohlebergbau und hat eine eigene Geschichte, die im Podcast nur angerissen werden kann. Woher stammte also der Name der Zeche? Das und wie die Zeche die alten Bauernschaften Disteln, Langenbochum und Scherlebeck zu Europas größter Bergbaustadt machte, klären wir in diesem spannenden Podcast.

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Wie veränderten sich die Stadtteile von Herten. Durch den Zuzug vieler Arbeitskräfte hauptsächlich aus dem Osten des Deutschen Reiches siedelten sich viele Menschen hier an. Neue Arbeitersiedlungen entstanden und die Dörfer wurden größer und wurden dann zu Herten eingemeindet.

Wir erzählen über die Entstehung der Zeche Schlägel & Eisen, um die Schächte 1/2, 3/4/7 und 5/6, um Abteufen, Sohlen, Fördergerüste, Kokerei, Zwangsarbeit, Unglücke und den Wandel nach der Kohle. Besonders die heutige Schachtanlage 3/4/7 zeigt, wie Industriekultur weiterlebt: als Denkmal, Gewerbestandort, Parklandschaft, Erinnerungsort und Teil der wunderbaren Allee des Wandels, die ich ja schon entlanggewandert bin mit meiner Frau. Man läuft den Strukturwandel nach von der Halde Hoheward um Herten herum bis Zeche Westerholt und kommt auch an Zeche Schlägel und Eisen nach.

Doch diese Geschichte hat auch dunkle Seiten. Mehrfach kam es auf Schlägel & Eisen zu tödlichen Unglücken und dort gab es auch im Zweiten Weltkrieg die Schattenseite mit dem Ausnutzen von Zwangsarbeitern, die aus den durch die Nazis eroberten Gebieten hauptsächlich aus dem Osten. 

Die Folge erinnert deshalb nicht nur an Technik und Strukturwandel, sondern auch an die Menschen, die unter Tage arbeiteten und ihr Leben riskierten.

Schlägel & Eisen zeigt, was das Ruhrgebiet ausmacht und Herten mit Zeche Ewald und Zeche Westerholt zur Stadt geformt hat: Dörfer wurden zu Industriestandorten, Zechen zu sozialen Mittelpunkten, und aus Arbeitsorten wurden Erinnerungsorte. Es geht nicht um Verherrlichung, sondern um Bewahrung von Geschichte und Geschichten.

Glück auf!

Quellen/Weiterführende Links
 
Industriedenkmalpflege
https://vimeo.com/674836218

Früchteteppich in Langenbochum

Zeche Schlägel & Eisen – Wikipedia 

Zeche Schlägel & Eisen in Herten – Ruhrzechenaus 

Zeche Schlägel & Eisen – Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur 

Zeche Schlägel & Eisen – Regiofreizeit / Kreis Recklinghausen 

Zeche Schlägel & Eisen Schacht 3/4 – Tag des offenen Denkmals 

Neue Perspektiven für die Zeche Schlägel & Eisen in Herten – Regionalverband Ruhr 

Übergabe der Zeche Schlägel & Eisen – Geschichtskultur Ruhr 

Gewerbestandorte in Herten – Stadt Herten 

Stadtgebiet Herten mit Stadtteilen – Stadt Herten, PDF 

Spielplätze in Herten 2024 – Stadt Herten, PDF 

Raumvermietung / Schacht V/VI Scherlebeck – Stadt Herten 

Stadtarchiv Herten – Stadt Herten 

Klub Schlägel & Eisen 

Der Klub Schlägel & Eisen 

Vereine Industriekultur – Stadt Herten 

Tag des offenen Denkmals auf Zeche Schlägel & Eisen – Hertener Allgemeine 

Zeche Schlägel und Eisen 3/4/7 – Deutsche Digitale Bibliothek 

Zeche Schlägel und Eisen 3/4/7 – museum-digital / Deutsches Bergbau-Museum Bochum 

Stadtarchiv Herten – Archive NRW 

Bauakten Schlägel & Eisen ans Stadtarchiv Herten – Archivalia 

Dampfmaschinen-Zeichnungen Schlägel & Eisen – Presse-Service 

Schlägel & Eisen Schacht 1 – Zechenkarte 

Liste der Fördertürme im Ruhrbergbau – Wikipedia 

Unglücke im Ruhrbergbau – Wikipedia 

Ruhrpott-Whisky 

Historisches Oberhausen 

Herten seine Zeche Ewald I Ruhrgebiet erklärt Folge 36 I +Podcast I +Videopodcast

Zeche Ewald in Herten hat eine bewegende Geschichte : Vom schwarzem Gold hin zum Wasserstoff, Halde Hoheward und bleibenden Event -, Tourismus – und Zukunftsstandort.

Von Europas größter Kohlestadt zur Wasserstoffstadt wird von uns im Podcast in Geschichte, Anekdoten von den Anfängen bis zur Gegenwart erklärt. Und wir nehmen auch bei einem bestimmten Thema kein Blatt vor dem Mund. Zum Reinsehen und Hören: 

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In dieser Folge geht es zum fünften Mal nach Herten. Diesmal zur ehemaligen Zeche Ewald. Wir erzählen euch eine bewegende Bergbaugeschichte, über eine Zeche, die knapp 130 Jahre der Stadt und Umgebung von einer Ackerbürgerstadt zur Großstadt verholfen hat und heute hat und heute ein weiteres starkes Symbol für den Strukturwandel im Ruhrgebiet ist.

Wir erzählen euch von der ersten Mutung über Schacht Hilger und was Bergbaubegriffe eigentlich aussagen. Auch über den Malakowturm, Schacht 7, Europas größter Abbauzeche, schwerer Arbeit unter Tage und tragische Unglücke bis hin zur heutigen Nutzung als Eventstandort, dem Besucherzentrum, Wasserstoff-Kompetenzzentrum und dem Eingangstor zur Haldenlandschaft Hoheward.

Früher Kohle, heute Wasserstoff. Früher Maloche, heute Tourismus, Technologie, Events und neue Arbeitsplätze. Herten zeigt, wie aus einer Bergbaustadt ein Zukunftsstandort werden kann mitten im Ruhrgebiet.

Und wir erzählen es euch mit einem Quentchen Humor, so wie der Ruhrpott eben ist mit Selbstironie. Wir wollen nicht einfach über den Alltag labern, sondern das Ruhrgebiet für Interessierte locker näher bringen und sind damit im Moment der einzige Podcast, der das überhaupt macht.

Anreise mit den Öffis

Buslinien nach Zeche Ewald in Herten:

NE7 – Herne Wanne-Eickel Hbf

SB27 – Herten Mitte

SB27 – Marl Mitte

210 – Recklinghausen Marderweg

210E – Herten Mitte

Außerdem ist die Zeche Ewald mit einem Fußweg von ca. 20 Minuten ab Herten Mitte oder Recklinghausen Süd erreichbar.

Bahnlinien in der Umgebung:

S9, RE2, RE41, RE42, S2

Mit dem Auto über die A2 Ausfahrt Herten. Navi einschalten 🤪

Literaturtipps

Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann:

Die alten Zechen an der Ruhr.

Verlag Karl Robert Langewiesche.

ISBN 3-7845-6994-3

Wolfgang Quickels, Sibylle Raudies, Eberhard Scholz:

Es war, es wird. Die Zeche Ewald von 1871 bis 2010 in Geschichte/n und Bildern.

1. Auflage.

RDN Verlags GmbH & Co. KG Stefan Prott.

ISBN 3-9810120-3-8

Joachim Huske:

Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier.

Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums.

ISBN 3-937203-24-9

50 Jahre Gewerkschaft des Steinkohlenbergwerks Ewald, Herten 1871–1921.

Jubiläumsbericht.

Gelsenkirchen, Druck von Carl Bertenburg.

Shownotes / Weiterführende Links

Zechenkarte – Kategorie Zeche Ewald:

https://zechenkarte.de/wiki/index.php?title=Kategorie:Zeche_Ewald

Zechenkarte allgemein:

https://zechenkarte.de

Zeche Ewald – Gelsenkirchener Geschichten Wiki:

https://www.gelsenkirchener-geschichten.de/w/index.php?title=Zeche_Ewald&redirect=no&mobileaction=toggle_view_mobile

Wasserstoffstadt Herten:

https://wasserstoffstadt-herten.de

Zeche Ewald – Günter Pilger:

https://www.guenter-pilger.de/ruhrgebiet_47.htm

Zeche Ewald – Wikipedia:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Ewald

Zeche Ewald – regiofreizeit.de:

https://www.regiofreizeit.de/attraktionen/zeche-ewald-herten-ewaldstrasse-273

Zeche Ewald – Ruhrgebiet.TV:

https://ruhrgebiet-tv.weebly.com/zeche-ewald.html

Hertener Allgemeine – „Herten: Vor 25 Jahren schließt Zeche Ewald – ein Rückblick“:

https://www.hertener-allgemeine.de/herten/zeche-ewald-herten-rueckblick-25-jahre-schliessung-stadtplaner-hoffnung-am-tag-der-trauer-w1013047-8000951180/

Chronik von Ewald-Fortsetzung – Bergbaumuseum Oer-Erkenschwick:

https://www.museum-oe.de/geschichte/chronik-von-ewald-fortsetzung/

LostAreas – Zeche Ewald:

https://lostareas.de

Deutsches Rechtswörterbuch zum Begriff „Mutung“:

http://www.drw.hadw-bw.de

Ruhrpottologe #blog :

https://ruhrpottologe.de

Kontakt:

ruhrpottologe@gmail.com

#Ruhrpottologe #ZecheEwald #Herten #Ruhrgebiet #Industriekultur #Bergbaugeschichte #Strukturwandel #HaldeHoheward #Wasserstoffstadt #RuhrpottGeschichte #ruhrpott

Kräuterwandern trifft Gästeführung am 19.5. in Bottrop I Start der Städtepartnerschaft beim KLUG Netzwerk

Die Städtepartnerschaft von Andre Brune im KLUG Netzwerk startet furios in Bottrop mit einer Kräuterwanderung & Gästeführung am 19.5.

Ein neuer Start der Städtepartnerschaft vom KLUG-Netzwerk in Bottrop/Gladbeck mit André Brune!

Direkt gehts los mit einem Kennenlernen von Bottrop ab in den Stadtpark von Bottrop zu einer kleinen Kräuterwanderung mit Happy Nicole Heppert. Von dort geht es in die Stadt zu einer kleinen Gästetour zum Rathaus und rund um das Rathausviertel, um Bottrop mit einem anderen Horizont danach zu verlassen.

Wer Lust hat, kann während der Tour bei einer Eisdiele ein Eis mit auf die Hand nehmen oder am Ende spontan in der Gastromeile einkehren. (Essen/Eis Selbstzahler)

Start:

19.5. ab 17.45 Uhr

Teilnehmerentgelt erbeten:

Ein Beitrag für die Mischung der Kräuterwanderung, der fair ausgehandelt wurde mit dem KLUG – Netzwerk, ausschließlich nur an diesem Tag und nur für den neuen Städtepartner André Brune wird erbeten:

10 € – vor Ort wird bezahlt. Quittung wird erstellt.

Treffpunkt:

Vor dem Museum Quadrat (Parkplätze vorhanden, Parkscheibe reinlegen! 3 Stunden Parkzeit möglich)

Anni-Albers-Platz 1, Bottrop

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop – Google Maps

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Bahn: Bottrop Hauptbahnhof, dann mit Bus Linie SB16 Richtung Bottrop ZOB Berliner Platz oder Linie 261 Richtung Bottrop Eigen Markt bis zum ZOB Berliner Platz.

Ab ZOB Berliner Platz:
Linie 251 Richtung Bottrop Grafenwald Kirche bis Haltestelle „Quadrat“, Linie 267 Richtung Bottrop Feldhausen Bf bis Haltestelle „Im Stadtgarten“.

Anmeldungen: 

André Brune – andre.brune@klug-netzwerk.de oder 01633912257

Bei Anmeldungen über 4 Personen bis zum 10.05., wird ein Tisch bei Mio bestellt, ansonten freie Auswahl in der Gastromeile.

Wer mehr über die Kräuterwanderung erfahren möchte, kann dies direkt mit einem Podcast von mir tun:

Podcast I +Video I +Fotogalerie I Der Ruhrpottologe isst mit Happy Nicole Heppert Kräuter – Ruhrpottologe – André Brune

Weitere Infos :

https://www.klug-netzwerk.de

Herten seine Sehenswürdigkeiten I Ruhrgebiet erklärt Folge 35 I +Podcast I +Videopodcast

Adel, Bergbau, Fachwerk und Natur ist auf wenigen Schritten quer mitten im Ruhrgebiet in Herten zu entdecken. Passend zu unserer Podcastreihe über Herten wollten wir die Sehenswürdigkeiten kurz aufzeigen und empfehlen in unserer Folge Herten seine Sehenswürdigkeiten. Ob mit dem Rad, zu Fuß oder mit anderen fahrbaren Untersätzen: Herten ist eben ein Besuch wert. Hört rein, dann wird verständlich, was wir meinen:

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Herten ist eine Stadt, die man nicht nur über den Bergbau erklären kann. Natürlich haben Zechen wie Ewald, Schlägel & Eisen und Westerholt die Stadt stark geprägt.

Herten hat noch mehr zu bieten als zwei Wasserschlösser, ein historisches Fachwerkdorf, die größte Haldenlandschaft in Europa, alte Arbeitersiedlungen, historische Wassertürme, eine Vielzahl an Naturorten, Bauernhöfe mit Lebensmitteln oder zum Erleben und Erlernen von Landwirtschaft, Freizeitangebote und auch Zukunftsstandorte.

Diese Bonusfolge ist also ein kleiner Wegweiser durch Herten – für alle, die die Stadt entdecken möchten oder sie vielleicht bisher unterschätzt haben.

Herten kennenlernen mit ein paar kurzen Tipps : Vom Dorf zur Bergbaustadt

Die erste urkundliche Erwähnung Hertens als „Herthene“ stammt aus dem Jahr 1050. Lange war Herten ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Adel, Kirche und Bauernhöfe bestimmten das Leben, bevor der Bergbau alles veränderte.

Mit der Industrialisierung kamen die Zechen, neue Arbeitskräfte, Arbeitersiedlungen, Straßenbahnverbindungen und ein starkes Bevölkerungswachstum. Aus einem kleinen Ort wurde eine bedeutende Bergbaustadt.

Heute zeigt Herten an vielen Stellen, wie Vergangenheit und Zukunft nebeneinanderstehen: Schloss und Fachwerk auf der einen Seite, Halden, Zechenrelikte und Wasserstofftechnologie auf der anderen.

Schloss Herten und Schlosspark

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist das Schloss Herten. Es wurde erstmals 1376 erwähnt und entwickelte sich von einem festen Haus zu einem Wasserschloss mit Gräften, Hauptburg, Vorburg und großem Schlosspark.

Über Jahrhunderte war das Schloss mit verschiedenen Adelsfamilien verbunden, darunter die Herren von Herten, von Galen, von Stecke und von Nesselrode. Nach einem Brand im Jahr 1687 wurde es im barocken Stil wiederaufgebaut.

Ab den 1920er Jahren litt die Anlage unter Verfall, durch die Besetzung von französischen Armeeangehörigen, Bergsenkungen und dem Nichtstun der adeligen Besitzer. Erst ab den 1970er Jahren wurde das Schloss aufwendig saniert auf Kosten der Steuerzahler. Aber heute ist es ein bedeutendes Denkmal und wird unter anderem kulturell und auch für eine Tagesklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie genutzt.

Der Schlosspark ist ein wunderbarer Ort zum Spazieren, Radfahren, Durchatmen und Entdecken. Besonders sehenswert sind die Wassergräften, die alte Schlossanlage, die Schlosskapelle, die Alleen, die Teiche und die Landart-Installation „Burgenland“ von Nils-Udo, die zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010 entstand.

Innenstadt, St. Antonius und Glashaus

Auch die Hertener Innenstadt lohnt sich. Unweit vom Schlosspark entfernt liegt schon die ruhige Fußgängerzone mit Kunstskulpturen im öffentlichen Raum. Im Ortskern steht die Kirche St. Antonius, deren heutiger Bau 1884 im neugotischen Stil nach Plänen von August Hanemann errichtet wurde. Schon vorher gab es an dieser Stelle ein älteres Kirchengebäude.

Das Glashaus Herten wurde 1994 eröffnet und ist heute ein kultureller Treffpunkt mit Stadtbücherei, Bühne, Veranstaltungen, Konzerten und Theater.

Wer durch die Innenstadt geht, kann außerdem den Skulpturenpfad „Kunst am Weg“ entdecken. Dort begegnet man unter anderem Bronzefiguren verschiedener Künstler, darunter dem Heiligen Antonius und die Schweineherde am Otto-Wels-Platz.

Landschaftspark Hoheward und Halde Hoppenbruch

Der Landschaftspark Hoheward ist einer der eindrucksvollsten Orte in Herten und im gesamten Ruhrgebiet. Die Halden Hoheward und Hoppenbruch bilden zusammen eine der größten zusammenhängenden Haldenlandschaften Europas.

Auf der Halde Hoheward stehen der Obelisk als Sonnenuhr und das bekannte Horizontalobservatorium. Von oben hat man einen fantastischen Blick über das Revier.Die Halde Hoppenbruch ist durch ihr Windrad weithin sichtbar. Sie bietet Wege für Spaziergänger, Wanderer und Mountainbiker. Die Halden bestehen aus Bergematerial der umliegenden Zechen und sind heute Orte für Freizeit, Natur, Erinnerung und Industriekultur.

Zeche Ewald und Zukunftsstandort

Am Fuß der Halde Hoheward liegt die ehemalige Zeche Ewald. Die letzte Förderung fand im Jahr 2000 statt. Erhalten geblieben sind unter anderem der Malakowturm von Schacht 1, das Stahlkastenstrebengerüst von Schacht 2, das Doppelbockfördergerüst von Schacht 7, Maschinenhallen, Waschkaue und weitere Gebäude.

Heute ist das Gelände ein Zukunftsstandort für Wasserstofftechnologie und für Events. Industriekultur, Veranstaltungen, Tourismus, Wasserstofftechnologie und Freizeit verbinden sich an einem Fleck mitten im Ruhrgebiet. Mit der Motorworld, dem Besucherzentrum und der Nähe zur Halde Hoheward ist Ewald heute ein wichtiger Anlaufpunkt für alle, die Herten besuchen. Wo früher Kohle gefördert wurde, geht es heute um Strukturwandel und neue Perspektiven.

Ewaldsee und Hertener Mark

Der Ewaldsee entstand im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn A2 und der Nutzung durch die Zeche Ewald als Kühlwasserreservoir. Heute ist er ein Natur- und Spaziergebiet mit Wald, Wasser, Pflanzen und Tieren. Zusammen mit der Hertener Mark bietet der Bereich schöne Möglichkeiten für kurze Wanderungen, Radtouren oder ruhige Auszeiten im Grünen.

Backumer Tal und Copa Ca Backum

Das Backumer Tal ist ein bekanntes Freizeitgebiet in Herten. Dort liegt auch das Copa Ca Backum, ein beliebtes Bad mit Sportbad, Freizeitbad, Sauna, Wellnessbereich, Gastronomie und Freibad.

Es ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und eignet sich für Familien, Schwimmer, Saunagänger und alle, die mal eine kleine Auszeit brauchen.

Aktuelle Öffnungszeiten und Preise sollten vor dem Besuch direkt auf der Internetseite geprüft werden.

Volkspark Katzenbusch und Katzenschlösschen

Im Süden Hertens liegt der Volkspark Katzenbusch, ein Wald- und Parkgebiet für Spaziergänge, Natur und Erholung.

Am Rand des Parks steht das heutige Katzenschlösschen, früher Parkschlösschen genannt. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Form eines kleinen Schlosses mit Rundturm gebaut und wird heute gastronomisch genutzt.

Die Wassertürme in Scherlebeck

In Scherlebeck stehen zwei markante Wassertürme der Gelsenwasser AG. Der ältere Turm stammt aus dem Jahr 1908, der jüngere aus den 1930er Jahren.

Der ältere Turm gehört zum Typ Intze, benannt nach dem Ingenieur Otto Intze. Er war einer der bedeutenden Wasserbauingenieure des 19. Jahrhunderts und prägte die Entwicklung von Wassertürmen und Talsperren.

Die Hertener Wassertürme gehören zur Route der Industriekultur. Am Tag des offenen Denkmals kann der historische Turm teilweise besichtigt werden. Von oben bietet sich ein schöner Blick in die Umgebung.

Altes Dorf Westerholt

Ein absoluter Höhepunkt ist das Alte Dorf Westerholt. Der historische Ortskern mit seinen vielen Fachwerkhäusern wird oft als „westfälisches Rothenburg“ bezeichnet.

Über 60 gut erhaltene, meist denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, kleine Gassen, Inschriften, Vorgärten, Kirche und Schlossumfeld machen Westerholt zu einem der schönsten historischen Ortskerne im nördlichen Ruhrgebiet.

Ein Rundgang durch Westerholt lohnt sich besonders in Kombination mit der Kirche St. Martinus, dem Schloss Westerholt und einer kleinen Pause in einem Café oder Restaurant.

Schloss Westerholt und St. Martinus

Das Schloss Westerholt liegt direkt am Alten Dorf und ist heute Hotel und Restaurant. Eine reguläre Innenbesichtigung ist in der Regel nicht möglich, aber schon der Blick von außen und die Lage am historischen Ortskern machen den Ort sehenswert.

Die Kirche St. Martinus prägt zusammen mit Schloss und Fachwerkhäusern das Ortsbild. Wer Herten besucht, sollte Westerholt unbedingt mit einplanen.

Allee des Wandels und Zechenbahntrasse

Die Allee des Wandels ist ein Fuß- und Radweg auf ehemaligen Bahn- und Zechenverbindungen. Sie verbindet Industriekultur, Natur und Stadtteile miteinander.

Besonders schön ist eine Tour vom Alten Dorf Westerholt über ehemalige Zechenstandorte zur Zeche Ewald und weiter zur Halde Hoheward. Die Strecke zeigt auf engem Raum, wie eng Bergbaugeschichte, Landschaft und Strukturwandel in Herten zusammengehören.

Schlägel & Eisen in Langenbochum

In Langenbochum erinnern noch Gebäude und Anlagen an die ehemalige Zeche Schlägel & Eisen. Auf dem Gelände zwischen Feldstraße und Langenbochumer Straße haben sich heute neue Firmen angesiedelt.

Erhalten sind unter anderem Fördergerüste, Maschinenhäuser, Kaue, Verwaltungsgebäude und weitere Zeugnisse der Bergbauzeit. Die genaue Geschichte der Zeche erzählen wir in einer eigenen Podcastfolge.

Hof Wessels

Der Hof Wessels ist ein besonderer Natur-, Lern- und Erlebnisort in Herten. Nach rund 100 Jahren Bauernhofgeschichte wurde das Gelände von der Hertener Bürgerstiftung übernommen und zu einem ökologischen und sozialen Projekt weiterentwickelt.

Heute ist Hof Wessels ein außerschulischer Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es gibt einen Kräutergarten, eine Streuobstwiese, einen Bienenstand, Tierweiden, Anbauflächen und Angebote rund um Naturpädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Seit 2021 ist Hof Wessels anerkanntes BNE-Regionalzentrum für den Kreis Recklinghausen. Außerdem gibt es dort eine solidarische Landwirtschaft. Gemüse, Kräuter und weitere Produkte werden biologisch angebaut, allerdings ohne offizielle Bio-Zertifizierung.

Interessierte können sich über Gemüsekisten und Angebote direkt beim Hof informieren.

Bauer Feldhaus

Auch Bauer Feldhaus steht für regionale Produkte und Landwirtschaft in Herten. Im Hofladen gibt es unter anderem Kartoffeln, Milch, Eier, Konfitüre, Honig und Liköre.Ab September wird dort auch das Kartoffelselbstaufnehmen angeboten. Ein schöner Ort für alle, die regionale Landwirtschaft unterstützen möchten.

Weitere Orte in Herten

Herten hat noch viele weitere interessante Orte. Dazu gehören die Volkshochschule in der ehemaligen Villa Schweisfurth, die Rathaus-Galerien, der zentrale Omnibusbahnhof mit moderner Überdachung, die griechisch-orthodoxe Kirche des Heiligen Dimitrios, die Blaue Moschee an der Paschenbergstraße und alte Arbeitersiedlungen wie an der Friedrichstraße in Backum.

Dazu kommen Sportvereine, Radwege, Spazierwege, Gastronomie, Naturflächen und viele kleine Details, die zeigen: Herten ist vielseitiger, als man auf den ersten Blick denkt.

Gute Kombinationen für einen Besuch

Für einen kurzen Rundgang in Westerholt:

Altes Dorf Westerholt → St. Martinus → Schloss Westerholt → Café oder Restaurant im historischen Ortskern

Für einen Industriekultur-Ausflug:

Zeche Ewald → RVR-Besucherzentrum → Halde Hoheward → Horizontalobservatorium → Ewaldsee

Für eine Radtour:

Altes Dorf Westerholt → Allee des Wandels → Zeche Ewald → Halde HohewardFür einen Natur- und Familienausflug:Hof Wessels → Backumer Tal → Copa Ca Backum → Volkspark Katzenbusch

Fußgängerzone Herten Mitte mit der St. Antoniuskirche, den Kunstweg und Wasserschloss Herten und Schlosspark unbedingt verbinden!

Ruhrpottologe – Fazit

Herten ist mehr als eine ehemalige Bergbaustadt. Die Stadt erzählt von Adel und Schlossgeschichte, von Landwirtschaft und Fachwerk, von Zechen und Arbeitersiedlungen, von Halden und Strukturwandel, von Wasserstoff, Natur und Freizeit.

Wer Herten besucht, bekommt Ruhrgebiet in vielen Facetten: historisch, grün, industriell, familiär und zukunftsorientiert. Genau das macht diese Stadt spannend.

Wie schon gesagt: Herten hat wat! Oder einfacher: Heha: Herten hats!

Weiterführende Links / Shownotes

Herten allgemein und Sehenswürdigkeiten

Stadt Herten – Freizeit und Sehenswürdigkeiten: 

https://www.herten.de/stadtleben/freizeitStadt 

Herten-Schlosspark:

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark

Glashaus Herten:

https://www.herten.de/kultur-und-bildung/glashaus

Route Industriekultur 

Zeche Ewald / Zukunftsstandort:

https://www.route-industriekultur.ruhr/ankerpunkte/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/

Landschaftspark Hoheward:

https://www.hoheward.rvr.ruhr/

RVR-Besucherzentrum Hoheward:

https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Copa Ca Backum:

https://www.copacabackum.de

Hof Wessels:

https://hofwessels.de

Solawi Hof Wessels 

Kontakt: solawi@hofwessels.de

Bauer Feldhaus:

Ebbelicher Weg 56, 45701 Herten 

***

Westerholt

Ruhr Tourismus – Altes Dorf Westerholt:

https://www.ruhr-tourismus.de/poi/altes-dorf-westerholt/

Schlosshotel Westerholt:

https://www.schlosswesterholt.de/

St. Martinus Herten:

https://stmartinus.de/

Allee des Wandels:

https://www.ruhrgebiet-industriekultur.de/allee-des-wandels/  

Projekt Neue Zeche Westerholt:

https://neue-zeche-westerholt.de/ 

***

 

Weitere Orte und Themen

Wasserstoffstadt Herten:

https://wasserstoffstadt-herten.de

Route Industriekultur:

https://www.route-industriekultur.ruhr/

Ruhr Tourismus:

https://www.ruhr-tourismus.de/

Regionalverband Ruhr:

https://www.rvr.ruhr/ 

 

***

Literaturtipps

Achim Kubiak und Gerlinde Droste:

Herten – Bildband

Erschienen bei der Buchhandlung Droste, 2021. ISBN 978-3-9801008-4-7

***

Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann:

Die alten Zechen an der Ruhr

Verlag Karl Robert Langewiesche.ISBN 3-7845-6994-3

***

Joachim Huske:

Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier

Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums. ISBN 3-937203-24-9

***

Wolfgang Quickels, Sibylle Raudies, Eberhard Scholz:

Es war, es wird. Die Zeche Ewald von 1871 bis 2010 in Geschichte/n und Bildern

RDN Verlags GmbH & Co. KG Stefan Prott. ISBN 3-9810120-3-8  

 

***

Kontakt:

Habt ihr Erinnerungen an Herten, Westerholt, Zeche Ewald, Schlägel & Eisen oder andere Orte im Ruhrgebiet? Dann schreibt gerne an: ruhrpottologe@gmail.com

Mehr Ruhrgebietsgeschichten gibt es hier im Blog – bedenket. Alles ist bei mir hier neben der Arbeit. Manchmal dauert ein Beitrag auch ein paar Tage länger.

 

O – REGEN I

O-Regen I
©André Brune aus der Reihe Regenscheibe

Ein Regentag kann auch wunderbare Motive hervorrufen, auch an Orten mit denen man wenig verbindet außer in der Vergangenheit mit Opel.

Viele Male habe ich das ehemalige Verwaltungsgebäude von Opel fotografiert.
Dann ist dieses gelungen.

Heute trägt das Gebäude den Namen O-Werk.
Deswegen nenne ich es O-Regen I, weil es noch andere Motive mit Regen gibt.

Zu finden ist das O-Werk – Gebäude im Gewerbegebiet Mark 51°7, das innerhalb von 10 Jahren nach dem Ende von Opel aus dem Boden gestampft wurde.
Bochum erschuf einen erneuten innovativen Strukturwandel mit viel Nachhaltigkeit. Dort arbeiten jetzt schon mehr als in den letzten Jahren von Opel auf dem Gelände. Respekt!

Kapaaftig im Quasselkommpott I Ruhrgebiet erklärt Folge 34 I +Videopodcast I +Podcast

Manchmal braucht es keine große Stadtchronik, keine Jahreszahlen und keine sauber sortierte Themenliste. Manchmal reicht ein guter Quasselkommpott: ein bisschen Ruhrgebietssprache, ein bisschen Alltag, ein bisschen Erinnerung, ein bisschen Heimatgefühl – und natürlich genug Stoff zum Schnabulieren, Nachdenken und Schmunzeln.

In der Folge „Kapaaftig im Quasselkommpott“ machen wir eine kleine Pause vom zuletzt eingeschlagenen Herten-Schwerpunkt.  Einmal querbeet über das Ruhrgebiet erzählen, einen Rückblick auf bisherige Folgen und einen Ausblick auf die nächsten schaffen und dabei nach den bisherigen vielen Recherchen auch dabei durchatmen. 

Der Pott hat viele zu erzählen und das wollen wir auch, nicht nur von Orten, sondern auch von Menschen und ihre Geschichten. 

Folge 34 ist ein bewusstes Durchatmen. Kein enges Korsett, kein einzelner Stadtteil, sondern ein lockerer Blick auf das, was den Ruhrpott im Alltag ausmacht: Sprache, Menschen, kleine Beobachtungen, Erinnerungen und die besondere Art, Dinge beim Namen zu nennen.

Und wir haben nachgeforscht: was ist eigentlich „kapaaftig“?

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Wir dozieren nicht trocken zum Format unserer Themen, sondern mit Tempo, Witz und Ruhrpottgefühl direkt mit unserem örtlichen Dialekt und dem lockeren Tonfall des Reviers. 

Quasselkommpott: Ruhrgebiet als Gesprächskultur
Das klingt nach Küchenradio, Bude, Familientisch, Vereinsheim und Nachbarschaftsbank zugleich. Man nimmt, was da ist, rührt es zusammen und am Ende entsteht etwas, das mehr ist als die Summe seiner Zutaten.

Das Ruhrgebiet wird nicht nur erklärt, sondern erzählt. Nicht von oben herab, sondern mitten aus dem Leben heraus.

Ruhrgebietssprache als Heimatarchiv

Wenn André Brune und Jack Tengo also im Quasselkommpott über den Pott sprechen, geht es auch um Bewahrung. Nicht museal, nicht verstaubt, sondern lebendig. Sprache bleibt nur dann lebendig, wenn sie benutzt wird – im Podcast, im Video, auf der Straße, anne Bude oder beim Erzählen über früher und heute.

Zwischen Geschichte, Humor und Heimatliebe

Die Reihe „Ruhrgebiet erklärt“ ist insgesamt breit angelegt. In unseren Folgen geht es Geschichte und Geschichten von Städten, Sehenswürdigkeiten und Menschen, die fast vergessen sind aber hier geboren sind und die Mentalität in die Welt gebracht haben. 

Folge 34 reiht sich darin als lockerer Zwischenruf ein. Sie zeigt: Das Ruhrgebiet besteht nicht nur aus Fördertürmen, Zechen, Stahlwerken und Strukturwandel. Es besteht auch aus Stimme, Tonfall, Witz, Streitlust, Herzlichkeit und diesen kleinen Wörtern, die man kaum übersetzen kann, ohne dass etwas verloren geht.

Warum solche Folgen wichtig sind

Gerade das scheinbar Beiläufige erzählt viel über eine Region. Wer wissen will, wie der Ruhrpott tickt, sollte nicht nur in Archive schauen, sondern auch hinhören, wenn Menschen einfach erzählen. Im Quasseln liegt hier kein Mangel an Struktur, sondern eine eigene Form von Kultur.

„Kapaaftig im Quasselkommpott“ erinnert daran, dass Heimat nicht nur aus Orten besteht. Heimat ist auch, wie man spricht. Wie man lacht. Wie man abschweift. Wie man vom Hundertsten ins Tausendste kommt – und am Ende trotzdem beim Ruhrgebiet landet.

Oder eben: kapaaftig rein in den Kommpott, einmal gut umrühren und dann merken, wie viel Pott in so einem Gespräch steckt.

Glück auf