Kräuterwandern trifft Gästeführung am 19.5. in Bottrop I Start der Städtepartnerschaft beim KLUG Netzwerk

Die Städtepartnerschaft von Andre Brune im KLUG Netzwerk startet furios in Bottrop mit einer Kräuterwanderung & Gästeführung am 19.5.

Ein neuer Start der Städtepartnerschaft vom KLUG-Netzwerk in Bottrop/Gladbeck mit André Brune!

Direkt gehts los mit einem Kennenlernen von Bottrop ab in den Stadtpark von Bottrop zu einer kleinen Kräuterwanderung mit Happy Nicole Heppert. Von dort geht es in die Stadt zu einer kleinen Gästetour zum Rathaus und rund um das Rathausviertel, um Bottrop mit einem anderen Horizont danach zu verlassen.

Wer Lust hat, kann während der Tour bei einer Eisdiele ein Eis mit auf die Hand nehmen oder am Ende spontan in der Gastromeile einkehren. (Essen/Eis Selbstzahler)

Start:

19.5. ab 17.45 Uhr

Teilnehmerentgelt erbeten:

Ein Beitrag für die Mischung der Kräuterwanderung, der fair ausgehandelt wurde mit dem KLUG – Netzwerk, ausschließlich nur an diesem Tag und nur für den neuen Städtepartner André Brune wird erbeten:

10 € – vor Ort wird bezahlt. Quittung wird erstellt.

Treffpunkt:

Vor dem Museum Quadrat (Parkplätze vorhanden, Parkscheibe reinlegen! 3 Stunden Parkzeit möglich)

Anni-Albers-Platz 1, Bottrop

Josef Albers Museum Quadrat Bottrop – Google Maps

Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Bahn: Bottrop Hauptbahnhof, dann mit Bus Linie SB16 Richtung Bottrop ZOB Berliner Platz oder Linie 261 Richtung Bottrop Eigen Markt bis zum ZOB Berliner Platz.

Ab ZOB Berliner Platz:
Linie 251 Richtung Bottrop Grafenwald Kirche bis Haltestelle „Quadrat“, Linie 267 Richtung Bottrop Feldhausen Bf bis Haltestelle „Im Stadtgarten“.

Anmeldungen: 

André Brune – andre.brune@klug-netzwerk.de oder 01633912257

Bei Anmeldungen über 4 Personen bis zum 10.05., wird ein Tisch bei Mio bestellt, ansonten freie Auswahl in der Gastromeile.

Wer mehr über die Kräuterwanderung erfahren möchte, kann dies direkt mit einem Podcast von mir tun:

Podcast I +Video I +Fotogalerie I Der Ruhrpottologe isst mit Happy Nicole Heppert Kräuter – Ruhrpottologe – André Brune

Weitere Infos :

https://www.klug-netzwerk.de

Herten seine Sehenswürdigkeiten I Ruhrgebiet erklärt Folge 35 I +Podcast I +Videopodcast

Adel, Bergbau, Fachwerk und Natur ist auf wenigen Schritten quer mitten im Ruhrgebiet in Herten zu entdecken. Passend zu unserer Podcastreihe über Herten wollten wir die Sehenswürdigkeiten kurz aufzeigen und empfehlen in unserer Folge Herten seine Sehenswürdigkeiten. Ob mit dem Rad, zu Fuß oder mit anderen fahrbaren Untersätzen: Herten ist eben ein Besuch wert. Hört rein, dann wird verständlich, was wir meinen:

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Mehr Informationen

Herten ist eine Stadt, die man nicht nur über den Bergbau erklären kann. Natürlich haben Zechen wie Ewald, Schlägel & Eisen und Westerholt die Stadt stark geprägt.

Herten hat noch mehr zu bieten als zwei Wasserschlösser, ein historisches Fachwerkdorf, die größte Haldenlandschaft in Europa, alte Arbeitersiedlungen, historische Wassertürme, eine Vielzahl an Naturorten, Bauernhöfe mit Lebensmitteln oder zum Erleben und Erlernen von Landwirtschaft, Freizeitangebote und auch Zukunftsstandorte.

Diese Bonusfolge ist also ein kleiner Wegweiser durch Herten – für alle, die die Stadt entdecken möchten oder sie vielleicht bisher unterschätzt haben.

Herten kennenlernen mit ein paar kurzen Tipps : Vom Dorf zur Bergbaustadt

Die erste urkundliche Erwähnung Hertens als „Herthene“ stammt aus dem Jahr 1050. Lange war Herten ein landwirtschaftlich geprägter Ort. Adel, Kirche und Bauernhöfe bestimmten das Leben, bevor der Bergbau alles veränderte.

Mit der Industrialisierung kamen die Zechen, neue Arbeitskräfte, Arbeitersiedlungen, Straßenbahnverbindungen und ein starkes Bevölkerungswachstum. Aus einem kleinen Ort wurde eine bedeutende Bergbaustadt.

Heute zeigt Herten an vielen Stellen, wie Vergangenheit und Zukunft nebeneinanderstehen: Schloss und Fachwerk auf der einen Seite, Halden, Zechenrelikte und Wasserstofftechnologie auf der anderen.

Schloss Herten und Schlosspark

Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist das Schloss Herten. Es wurde erstmals 1376 erwähnt und entwickelte sich von einem festen Haus zu einem Wasserschloss mit Gräften, Hauptburg, Vorburg und großem Schlosspark.

Über Jahrhunderte war das Schloss mit verschiedenen Adelsfamilien verbunden, darunter die Herren von Herten, von Galen, von Stecke und von Nesselrode. Nach einem Brand im Jahr 1687 wurde es im barocken Stil wiederaufgebaut.

Ab den 1920er Jahren litt die Anlage unter Verfall, durch die Besetzung von französischen Armeeangehörigen, Bergsenkungen und dem Nichtstun der adeligen Besitzer. Erst ab den 1970er Jahren wurde das Schloss aufwendig saniert auf Kosten der Steuerzahler. Aber heute ist es ein bedeutendes Denkmal und wird unter anderem kulturell und auch für eine Tagesklinik für Kinder und Jugendpsychiatrie genutzt.

Der Schlosspark ist ein wunderbarer Ort zum Spazieren, Radfahren, Durchatmen und Entdecken. Besonders sehenswert sind die Wassergräften, die alte Schlossanlage, die Schlosskapelle, die Alleen, die Teiche und die Landart-Installation „Burgenland“ von Nils-Udo, die zur Kulturhauptstadt Ruhr 2010 entstand.

Innenstadt, St. Antonius und Glashaus

Auch die Hertener Innenstadt lohnt sich. Unweit vom Schlosspark entfernt liegt schon die ruhige Fußgängerzone mit Kunstskulpturen im öffentlichen Raum. Im Ortskern steht die Kirche St. Antonius, deren heutiger Bau 1884 im neugotischen Stil nach Plänen von August Hanemann errichtet wurde. Schon vorher gab es an dieser Stelle ein älteres Kirchengebäude.

Das Glashaus Herten wurde 1994 eröffnet und ist heute ein kultureller Treffpunkt mit Stadtbücherei, Bühne, Veranstaltungen, Konzerten und Theater.

Wer durch die Innenstadt geht, kann außerdem den Skulpturenpfad „Kunst am Weg“ entdecken. Dort begegnet man unter anderem Bronzefiguren verschiedener Künstler, darunter dem Heiligen Antonius und die Schweineherde am Otto-Wels-Platz.

Landschaftspark Hoheward und Halde Hoppenbruch

Der Landschaftspark Hoheward ist einer der eindrucksvollsten Orte in Herten und im gesamten Ruhrgebiet. Die Halden Hoheward und Hoppenbruch bilden zusammen eine der größten zusammenhängenden Haldenlandschaften Europas.

Auf der Halde Hoheward stehen der Obelisk als Sonnenuhr und das bekannte Horizontalobservatorium. Von oben hat man einen fantastischen Blick über das Revier.Die Halde Hoppenbruch ist durch ihr Windrad weithin sichtbar. Sie bietet Wege für Spaziergänger, Wanderer und Mountainbiker. Die Halden bestehen aus Bergematerial der umliegenden Zechen und sind heute Orte für Freizeit, Natur, Erinnerung und Industriekultur.

Zeche Ewald und Zukunftsstandort

Am Fuß der Halde Hoheward liegt die ehemalige Zeche Ewald. Die letzte Förderung fand im Jahr 2000 statt. Erhalten geblieben sind unter anderem der Malakowturm von Schacht 1, das Stahlkastenstrebengerüst von Schacht 2, das Doppelbockfördergerüst von Schacht 7, Maschinenhallen, Waschkaue und weitere Gebäude.

Heute ist das Gelände ein Zukunftsstandort für Wasserstofftechnologie und für Events. Industriekultur, Veranstaltungen, Tourismus, Wasserstofftechnologie und Freizeit verbinden sich an einem Fleck mitten im Ruhrgebiet. Mit der Motorworld, dem Besucherzentrum und der Nähe zur Halde Hoheward ist Ewald heute ein wichtiger Anlaufpunkt für alle, die Herten besuchen. Wo früher Kohle gefördert wurde, geht es heute um Strukturwandel und neue Perspektiven.

Ewaldsee und Hertener Mark

Der Ewaldsee entstand im Zusammenhang mit dem Bau der Autobahn A2 und der Nutzung durch die Zeche Ewald als Kühlwasserreservoir. Heute ist er ein Natur- und Spaziergebiet mit Wald, Wasser, Pflanzen und Tieren. Zusammen mit der Hertener Mark bietet der Bereich schöne Möglichkeiten für kurze Wanderungen, Radtouren oder ruhige Auszeiten im Grünen.

Backumer Tal und Copa Ca Backum

Das Backumer Tal ist ein bekanntes Freizeitgebiet in Herten. Dort liegt auch das Copa Ca Backum, ein beliebtes Bad mit Sportbad, Freizeitbad, Sauna, Wellnessbereich, Gastronomie und Freibad.

Es ist weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und eignet sich für Familien, Schwimmer, Saunagänger und alle, die mal eine kleine Auszeit brauchen.

Aktuelle Öffnungszeiten und Preise sollten vor dem Besuch direkt auf der Internetseite geprüft werden.

Volkspark Katzenbusch und Katzenschlösschen

Im Süden Hertens liegt der Volkspark Katzenbusch, ein Wald- und Parkgebiet für Spaziergänge, Natur und Erholung.

Am Rand des Parks steht das heutige Katzenschlösschen, früher Parkschlösschen genannt. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in Form eines kleinen Schlosses mit Rundturm gebaut und wird heute gastronomisch genutzt.

Die Wassertürme in Scherlebeck

In Scherlebeck stehen zwei markante Wassertürme der Gelsenwasser AG. Der ältere Turm stammt aus dem Jahr 1908, der jüngere aus den 1930er Jahren.

Der ältere Turm gehört zum Typ Intze, benannt nach dem Ingenieur Otto Intze. Er war einer der bedeutenden Wasserbauingenieure des 19. Jahrhunderts und prägte die Entwicklung von Wassertürmen und Talsperren.

Die Hertener Wassertürme gehören zur Route der Industriekultur. Am Tag des offenen Denkmals kann der historische Turm teilweise besichtigt werden. Von oben bietet sich ein schöner Blick in die Umgebung.

Altes Dorf Westerholt

Ein absoluter Höhepunkt ist das Alte Dorf Westerholt. Der historische Ortskern mit seinen vielen Fachwerkhäusern wird oft als „westfälisches Rothenburg“ bezeichnet.

Über 60 gut erhaltene, meist denkmalgeschützte Fachwerkhäuser, kleine Gassen, Inschriften, Vorgärten, Kirche und Schlossumfeld machen Westerholt zu einem der schönsten historischen Ortskerne im nördlichen Ruhrgebiet.

Ein Rundgang durch Westerholt lohnt sich besonders in Kombination mit der Kirche St. Martinus, dem Schloss Westerholt und einer kleinen Pause in einem Café oder Restaurant.

Schloss Westerholt und St. Martinus

Das Schloss Westerholt liegt direkt am Alten Dorf und ist heute Hotel und Restaurant. Eine reguläre Innenbesichtigung ist in der Regel nicht möglich, aber schon der Blick von außen und die Lage am historischen Ortskern machen den Ort sehenswert.

Die Kirche St. Martinus prägt zusammen mit Schloss und Fachwerkhäusern das Ortsbild. Wer Herten besucht, sollte Westerholt unbedingt mit einplanen.

Allee des Wandels und Zechenbahntrasse

Die Allee des Wandels ist ein Fuß- und Radweg auf ehemaligen Bahn- und Zechenverbindungen. Sie verbindet Industriekultur, Natur und Stadtteile miteinander.

Besonders schön ist eine Tour vom Alten Dorf Westerholt über ehemalige Zechenstandorte zur Zeche Ewald und weiter zur Halde Hoheward. Die Strecke zeigt auf engem Raum, wie eng Bergbaugeschichte, Landschaft und Strukturwandel in Herten zusammengehören.

Schlägel & Eisen in Langenbochum

In Langenbochum erinnern noch Gebäude und Anlagen an die ehemalige Zeche Schlägel & Eisen. Auf dem Gelände zwischen Feldstraße und Langenbochumer Straße haben sich heute neue Firmen angesiedelt.

Erhalten sind unter anderem Fördergerüste, Maschinenhäuser, Kaue, Verwaltungsgebäude und weitere Zeugnisse der Bergbauzeit. Die genaue Geschichte der Zeche erzählen wir in einer eigenen Podcastfolge.

Hof Wessels

Der Hof Wessels ist ein besonderer Natur-, Lern- und Erlebnisort in Herten. Nach rund 100 Jahren Bauernhofgeschichte wurde das Gelände von der Hertener Bürgerstiftung übernommen und zu einem ökologischen und sozialen Projekt weiterentwickelt.

Heute ist Hof Wessels ein außerschulischer Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Es gibt einen Kräutergarten, eine Streuobstwiese, einen Bienenstand, Tierweiden, Anbauflächen und Angebote rund um Naturpädagogik und Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Seit 2021 ist Hof Wessels anerkanntes BNE-Regionalzentrum für den Kreis Recklinghausen. Außerdem gibt es dort eine solidarische Landwirtschaft. Gemüse, Kräuter und weitere Produkte werden biologisch angebaut, allerdings ohne offizielle Bio-Zertifizierung.

Interessierte können sich über Gemüsekisten und Angebote direkt beim Hof informieren.

Bauer Feldhaus

Auch Bauer Feldhaus steht für regionale Produkte und Landwirtschaft in Herten. Im Hofladen gibt es unter anderem Kartoffeln, Milch, Eier, Konfitüre, Honig und Liköre.Ab September wird dort auch das Kartoffelselbstaufnehmen angeboten. Ein schöner Ort für alle, die regionale Landwirtschaft unterstützen möchten.

Weitere Orte in Herten

Herten hat noch viele weitere interessante Orte. Dazu gehören die Volkshochschule in der ehemaligen Villa Schweisfurth, die Rathaus-Galerien, der zentrale Omnibusbahnhof mit moderner Überdachung, die griechisch-orthodoxe Kirche des Heiligen Dimitrios, die Blaue Moschee an der Paschenbergstraße und alte Arbeitersiedlungen wie an der Friedrichstraße in Backum.

Dazu kommen Sportvereine, Radwege, Spazierwege, Gastronomie, Naturflächen und viele kleine Details, die zeigen: Herten ist vielseitiger, als man auf den ersten Blick denkt.

Gute Kombinationen für einen Besuch

Für einen kurzen Rundgang in Westerholt:

Altes Dorf Westerholt → St. Martinus → Schloss Westerholt → Café oder Restaurant im historischen Ortskern

Für einen Industriekultur-Ausflug:

Zeche Ewald → RVR-Besucherzentrum → Halde Hoheward → Horizontalobservatorium → Ewaldsee

Für eine Radtour:

Altes Dorf Westerholt → Allee des Wandels → Zeche Ewald → Halde HohewardFür einen Natur- und Familienausflug:Hof Wessels → Backumer Tal → Copa Ca Backum → Volkspark Katzenbusch

Fußgängerzone Herten Mitte mit der St. Antoniuskirche, den Kunstweg und Wasserschloss Herten und Schlosspark unbedingt verbinden!

Ruhrpottologe – Fazit

Herten ist mehr als eine ehemalige Bergbaustadt. Die Stadt erzählt von Adel und Schlossgeschichte, von Landwirtschaft und Fachwerk, von Zechen und Arbeitersiedlungen, von Halden und Strukturwandel, von Wasserstoff, Natur und Freizeit.

Wer Herten besucht, bekommt Ruhrgebiet in vielen Facetten: historisch, grün, industriell, familiär und zukunftsorientiert. Genau das macht diese Stadt spannend.

Wie schon gesagt: Herten hat wat! Oder einfacher: Heha: Herten hats!

Weiterführende Links / Shownotes

Herten allgemein und Sehenswürdigkeiten

Stadt Herten – Freizeit und Sehenswürdigkeiten: 

https://www.herten.de/stadtleben/freizeitStadt 

Herten-Schlosspark:

https://www.herten.de/stadtleben/freizeit/sehenswuerdigkeiten/schlosspark

Glashaus Herten:

https://www.herten.de/kultur-und-bildung/glashaus

Route Industriekultur 

Zeche Ewald / Zukunftsstandort:

https://www.route-industriekultur.ruhr/ankerpunkte/zukunftsstandort-zeche-ewald-herten/

Landschaftspark Hoheward:

https://www.hoheward.rvr.ruhr/

RVR-Besucherzentrum Hoheward:

https://www.hoheward.rvr.ruhr/rvr-besucherzentrum-hoheward/das-besucherzentrum/

Copa Ca Backum:

https://www.copacabackum.de

Hof Wessels:

https://hofwessels.de

Solawi Hof Wessels 

Kontakt: solawi@hofwessels.de

Bauer Feldhaus:

Ebbelicher Weg 56, 45701 Herten 

***

Westerholt

Ruhr Tourismus – Altes Dorf Westerholt:

https://www.ruhr-tourismus.de/poi/altes-dorf-westerholt/

Schlosshotel Westerholt:

https://www.schlosswesterholt.de/

St. Martinus Herten:

https://stmartinus.de/

Allee des Wandels:

https://www.ruhrgebiet-industriekultur.de/allee-des-wandels/  

Projekt Neue Zeche Westerholt:

https://neue-zeche-westerholt.de/ 

***

 

Weitere Orte und Themen

Wasserstoffstadt Herten:

https://wasserstoffstadt-herten.de

Route Industriekultur:

https://www.route-industriekultur.ruhr/

Ruhr Tourismus:

https://www.ruhr-tourismus.de/

Regionalverband Ruhr:

https://www.rvr.ruhr/ 

 

***

Literaturtipps

Achim Kubiak und Gerlinde Droste:

Herten – Bildband

Erschienen bei der Buchhandlung Droste, 2021. ISBN 978-3-9801008-4-7

***

Wilhelm Hermann, Gertrude Hermann:

Die alten Zechen an der Ruhr

Verlag Karl Robert Langewiesche.ISBN 3-7845-6994-3

***

Joachim Huske:

Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier

Selbstverlag des Deutschen Bergbau-Museums. ISBN 3-937203-24-9

***

Wolfgang Quickels, Sibylle Raudies, Eberhard Scholz:

Es war, es wird. Die Zeche Ewald von 1871 bis 2010 in Geschichte/n und Bildern

RDN Verlags GmbH & Co. KG Stefan Prott. ISBN 3-9810120-3-8  

 

***

Kontakt:

Habt ihr Erinnerungen an Herten, Westerholt, Zeche Ewald, Schlägel & Eisen oder andere Orte im Ruhrgebiet? Dann schreibt gerne an: ruhrpottologe@gmail.com

Mehr Ruhrgebietsgeschichten gibt es hier im Blog – bedenket. Alles ist bei mir hier neben der Arbeit. Manchmal dauert ein Beitrag auch ein paar Tage länger.

 

O – REGEN I

O-Regen I
©André Brune aus der Reihe Regenscheibe

Ein Regentag kann auch wunderbare Motive hervorrufen, auch an Orten mit denen man wenig verbindet außer in der Vergangenheit mit Opel.

Viele Male habe ich das ehemalige Verwaltungsgebäude von Opel fotografiert.
Dann ist dieses gelungen.

Heute trägt das Gebäude den Namen O-Werk.
Deswegen nenne ich es O-Regen I, weil es noch andere Motive mit Regen gibt.

Zu finden ist das O-Werk – Gebäude im Gewerbegebiet Mark 51°7, das innerhalb von 10 Jahren nach dem Ende von Opel aus dem Boden gestampft wurde.
Bochum erschuf einen erneuten innovativen Strukturwandel mit viel Nachhaltigkeit. Dort arbeiten jetzt schon mehr als in den letzten Jahren von Opel auf dem Gelände. Respekt!

Kapaaftig im Quasselkommpott I Ruhrgebiet erklärt Folge 34 I +Videopodcast I +Podcast

Manchmal braucht es keine große Stadtchronik, keine Jahreszahlen und keine sauber sortierte Themenliste. Manchmal reicht ein guter Quasselkommpott: ein bisschen Ruhrgebietssprache, ein bisschen Alltag, ein bisschen Erinnerung, ein bisschen Heimatgefühl – und natürlich genug Stoff zum Schnabulieren, Nachdenken und Schmunzeln.

In der Folge „Kapaaftig im Quasselkommpott“ machen wir eine kleine Pause vom zuletzt eingeschlagenen Herten-Schwerpunkt.  Einmal querbeet über das Ruhrgebiet erzählen, einen Rückblick auf bisherige Folgen und einen Ausblick auf die nächsten schaffen und dabei nach den bisherigen vielen Recherchen auch dabei durchatmen. 

Der Pott hat viele zu erzählen und das wollen wir auch, nicht nur von Orten, sondern auch von Menschen und ihre Geschichten. 

Folge 34 ist ein bewusstes Durchatmen. Kein enges Korsett, kein einzelner Stadtteil, sondern ein lockerer Blick auf das, was den Ruhrpott im Alltag ausmacht: Sprache, Menschen, kleine Beobachtungen, Erinnerungen und die besondere Art, Dinge beim Namen zu nennen.

Und wir haben nachgeforscht: was ist eigentlich „kapaaftig“?

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Mehr Informationen

Wir dozieren nicht trocken zum Format unserer Themen, sondern mit Tempo, Witz und Ruhrpottgefühl direkt mit unserem örtlichen Dialekt und dem lockeren Tonfall des Reviers. 

Quasselkommpott: Ruhrgebiet als Gesprächskultur
Das klingt nach Küchenradio, Bude, Familientisch, Vereinsheim und Nachbarschaftsbank zugleich. Man nimmt, was da ist, rührt es zusammen und am Ende entsteht etwas, das mehr ist als die Summe seiner Zutaten.

Das Ruhrgebiet wird nicht nur erklärt, sondern erzählt. Nicht von oben herab, sondern mitten aus dem Leben heraus.

Ruhrgebietssprache als Heimatarchiv

Wenn André Brune und Jack Tengo also im Quasselkommpott über den Pott sprechen, geht es auch um Bewahrung. Nicht museal, nicht verstaubt, sondern lebendig. Sprache bleibt nur dann lebendig, wenn sie benutzt wird – im Podcast, im Video, auf der Straße, anne Bude oder beim Erzählen über früher und heute.

Zwischen Geschichte, Humor und Heimatliebe

Die Reihe „Ruhrgebiet erklärt“ ist insgesamt breit angelegt. In unseren Folgen geht es Geschichte und Geschichten von Städten, Sehenswürdigkeiten und Menschen, die fast vergessen sind aber hier geboren sind und die Mentalität in die Welt gebracht haben. 

Folge 34 reiht sich darin als lockerer Zwischenruf ein. Sie zeigt: Das Ruhrgebiet besteht nicht nur aus Fördertürmen, Zechen, Stahlwerken und Strukturwandel. Es besteht auch aus Stimme, Tonfall, Witz, Streitlust, Herzlichkeit und diesen kleinen Wörtern, die man kaum übersetzen kann, ohne dass etwas verloren geht.

Warum solche Folgen wichtig sind

Gerade das scheinbar Beiläufige erzählt viel über eine Region. Wer wissen will, wie der Ruhrpott tickt, sollte nicht nur in Archive schauen, sondern auch hinhören, wenn Menschen einfach erzählen. Im Quasseln liegt hier kein Mangel an Struktur, sondern eine eigene Form von Kultur.

„Kapaaftig im Quasselkommpott“ erinnert daran, dass Heimat nicht nur aus Orten besteht. Heimat ist auch, wie man spricht. Wie man lacht. Wie man abschweift. Wie man vom Hundertsten ins Tausendste kommt – und am Ende trotzdem beim Ruhrgebiet landet.

Oder eben: kapaaftig rein in den Kommpott, einmal gut umrühren und dann merken, wie viel Pott in so einem Gespräch steckt.

Glück auf