Der Winter kommt, um zu gehen. Grau in Grau und noch einmal ganz kalt der Februar 2025. Bei mir umme Ecke bei einem morgendlichen Spaziergang hab ich einfach mal ein wenig fotografiert und genossen und einen lyrischen Text dazu geschrieben:
Spendenlesung für Gesellschaft Bochum Donezk I Nikolai Gogol – Die Nacht vor Weihnachten I +Short I +Video I +Podcast Ukraine Bild #16
Ein Lesung für den Guten Zweck im Rahmen meiner Ukrainehilfe und dem Ukraine Bild Podcast zur Unterstützung der Ukraine und ihrer Verteidigung gegen den völkerrechtswidrigen Angriff Russlands: Die Nacht vor Weihnachten von Nikolai Gogol wird nun eine immerwährende Nacht nach Weihnachten für die Hilfstransporte des Vereins Gesellschaft Bochum Donezk e.V. – für die Kinder des Landes, die dort jeden Tag Bombenhagel, Drohnen, Ängste und Traumas ausgesetzt werden, die von Russland entführt werden, um umerzogen zu werden.
Als Ruhrpottologe sehe ich die vielen Flüchtlinge, die ins Ruhrgebiet gekommen sind, um in Sicherheit zu leben und sich entweder ein neues Leben aufbauen oder zurückgehen, sobald sich die Lage beruhigt. Sie entscheiden genauso individuell, wie es zur Zeit die syrischen Flüchtlinge tun müssen, die im Moment noch gar kein sicheres Land haben und auch das Ruhrgebiet mit ihrer Kultur und Arbeitskraft bereichern. Syrien ist noch immer nicht zur Ruhe gekommen, auch wenn Assad gestürzt wurde.
Das Ruhrgebiet ist immer schon ein Schmelztiegel von Menschen aus vielen Kulturen gewesen. Angekommen sind Menschen aus wirtschaftlichen Gründen aus dem Osten, wo sie als Knechte mit ein paar Kopeken abgespeist wurden, um hier im Ruhrgebiet Arbeit, eine Familie gründen konnten mit mehr Verdienst im Bergbau oder bei der Stahlherstellung.
Die Stadt Donezk ist eine Partnerstadt Bochums und wird vom Verein Gesellschaft Bochum Donezk e.V. seit 1987 besucht und seitdem zu jeder Zeit unterstützt. Heute ist es eine andere Situation. Donezk ist von russischen Truppen besetzt. Eine Fahrt dorthin ist gefährlich. Dennoch gibt es Transporte zu Dörfern, die es nicht einfach haben an der Front, wo der Verein Kontakte hat. Selbst betreut der Verein ein Kriegskinderheim und eine medizinische Station in der Ukraine. Der Ort bleibt geheim. Ein Luftschutzkeller wird zur Zeit ausgebaut.
Warum eine Lesung?
Mit der Lesung rufe ich spontan zu Spenden für die weiteren Hilfstransporte der Gesellschaft Bochum Donezk e.V. auf. Eine Lesung als Podcast habe ich noch nicht gemacht und es ist so noch nicht gemacht worden. Ich gehe auch gern zu Veranstaltungen, um diese Geschichte in gekürzter Form vorzutragen. Mehr als zwei Stunden durchlesen ohne Pause und die anschließende Bearbeitung der Versprecher, dauert seine Zeit, wenn die technischen Gegebenheiten nicht die gleichen sind, die ich zu Hause habe. Das ist die Zeit, die ich mir genommen habe, auch wenn diese Geschichte aus Zeitgründen nicht pünktlich vor Weihnachten, sondern am 2. Weihnachtstag erst erscheinen konnte.
Ich bin Mitglied des Vereins geworden seit dem Anfang des Angriffskriegs von Putins russischen Truppen und unterstütze mit meiner Netzwerkgruppe Ukrainehilfe Ruhrgebiet und persönlich. Diese Spendenaktion habe ich mir ausgedacht, um auf eine andere Art und Weise zu Spenden aufzurufen.
Die Weihnachtsgeschichte ist nicht als reine Weihnachtsgeschichte zu sehen. Sie kann das ganze Jahr gelesen und gehört werden. Ich hätte sie gern noch vor Weihnachten herausgebracht, aber meine Zeit war leider sehr begrenzt. Es war mir erst im Urlaub möglich sie einzulesen.
Die Kinder, die der Verein Gesellschaft Bochum Donezk betreut in ihrem Kriegskinderheim, hat dieses Jahr 2857 (!) Weihnachtspakete bekommen. Ich war selbst dabei, den LKW zu beladen und habe die letzten zwei Pakete überbracht. Der LKW ist pünktlich zu Weihnachten angekommen, die Geschenke verteilt, die Kinder freuen sich über jedes einzelne Geschenk! Da geht ein Herz auf in den schlimmen Zeiten, die das Fast-Nachbarland seit nun schon fast 11 Jahren erleben muss.
Da fiel mir diese Aktion einer Lesung ein mit dem Autoren, der in der Ukraine geboren wurde, als es noch ein russisches Zarenreich gab. Er wird von beiden Nationen als nationaler Schriftsteller vereinahmt. Dies bespreche ich bei der Lesung aber nicht. Zu Gogol wird es einen eigenen Podcast geben.
Inhaltsangabe
„Die Nacht vor Weihnachten“ Gogol schrieb eine Liebesgeschichte, die sich kurz vor Weihnachten entwickelt mit mystischen Elementen und zur Zeit der Kosaken in der Ukraine und Zarin Katharina spielt. Ein tiefgläubiger Schmied verliebt sich in Oksana, dem schönsten und eitelsten Mädchen des Dorfes. Sie würde ihn heiraten unter der Bedingung, dass er ihr Schuhe von der Zarin besorgt.
Im Rahmen der Liebesgeschichte wird auch das Verhältnis der ukrainischen Kosaken zur Zarin angerissen in wenigen Worten gut verpackt. Ein wenig Politik fließt hinein und man könnte schon in dieser Geschichte den Teufel als russische Besatzer sehen, den die Ukrainer gern verjagen würden, der ihnen den Mond klaut und den Winter härter werden lässt, um das Volk auszupressen zu jeder Jahreszeit.
Viele Interpretationen sind möglich. Die humorvolle Weihnachtsliebesgeschichte hat viele versteckte Anspielungen. Deswegen ist sie jetzt im Ukraine Bild – Podcast gelandet, bevor ich den Schriftsteller genauer unter die Lupe nehme und ihn individuell bespreche. So habt ihr ein Bild von dem ukrainischen Autoren, den die Russen, genauso wie die Ukrainer, als Nationalschriftsteller verehren.
Ich wusste, dass ich es zeitlich nicht vor Weihnachten schaffe einzulesen. Ich wollte es spontan ohne Vorbereitung im Urlaub machen. Das Ergebnis hat gedauert, die Bedingungen und Technik ist etwas eingeschränkt gewesen. Trotzdem ist das Ergebnis kein schlechtes geworden. Es geht auch ohne HD – Technik. Es ist nicht ganz perfekt, wie ich es mir gewünscht habe, aber es musste jetzt und nicht erst in einem Jahr herauskommen.
Möglichkeit einer Anerkennung als „Hutspende“
Für die Lesung gibt es so keine Bezahlung im Internet. Das habe ich nicht eingerichtet. Alles ist freiwillig. Es soll eine Anerkennung für die Lesung sein. Ich stelle mir vor, dass ich im virtuellen Raum einen Hut rumgehen lasse, als wenn ich auf einer Bühne bin. Diese Spenden werden dann an die Gesellschaft Bochum Donezk übergeben, denn sie brauchen für jeden Hilfstransport 4000 € .
Die Menschen vergessen bei Abgabe von Sachspenden, dass es Fahrer gibt, die bezahlt werden müssen, der Gebrauch der Spedition, die Versicherung, den Diesel und den Zoll. Jedes Mal setzen sich die Fahrer natürlich auch der Gefahr aus von Drohnen angegriffen zu werden. Bis jetzt ging es zum Glück weitgehend gut.
Für mich als Mitglied und Unterstützer, dass der Verein entsprechend das Geld jedes Mal zusammen bekommt. Ich freu mich also, wenn ihr meinen Spendenwunsch mit dieser Aktion unterstützt. Damit stehe ich auf als Bürger der Stadt Bochum, der sich der Partnerstadt und dem Schicksal seiner Bewohner und Bewohnerinnen bewußt ist und auf eine eigene Art und Weise humanitär Hilfe anbietet, die hoffentlich angenommen wird.
VIELEN DANK für Eure Spenden im Namen der Kinder und kriegsgeschädigten Familien in der Ukraine!
Spendenkonto
Gesellschaft Bochum – Donezk e.V.
IBAN: DE85 4305 0001 3907 07
BIC: WELADED1BOC
Mein Stichwort: Lesung Hilfstransport
Mehr Informationen zum Verein und den Hilfstransporten:
Sachspenden können im Sammellager abgegeben werden:
Zentrale Dienste der Stadt Bochum
Herner Straße 146 in Bochum
Öffnungszeiten
Mo – Fr 15 – 18 Uhr und Do 10-18 Uhr
Als Videopodcast im Youtube-Kanal zu sehen: @ruhrpottologeTV
Zu hören als Ukraine Bild Podcast auf allen Plattformen:
Dokumentation über den vergessenen bürgerkriegsgeschüttelten Sudan im Kino vom Bochumer Verein Aktion Canchanabury am 17.11.
Eine eindrucksvolle Reportage über die vergessene und weltweit größte Flüchtlingskrise im Sudan vom Verein Aktion Canchanabury läuft am Sonntag, dem 17.11. im Kino. Wie kann man aus dem Ruhrgebiet heraus helfen? Auch dass wird anschließend nach den 30 Film-Minuten in einer offenen Runde diskutiert werden können?
Seit vielen Jahren unterstützt der Bochumer Verein Aktion Canchanabury e.V. das „Mother of Mercy“ Hospital im Sudan. Jetzt ist es in großer Not, denn die Kämpfe im Norden des Landes, erreichen immer mehr in die Flucht getriebene bedürftige Menschen die Nuba Berge und das Krankenhaus.
Dr. Tom Catena, ein Freund des Vereins, berichtet über täglich vor dem Haus stehende Menschen, die um Nahrung betteln, sowie nicht funktionierende Versorgungswege und ausgehenden Arzneimitteln.
Im März 2023 besuchte auch Gerd Stegemann stellvertretend für den Verein zuletzt die Nuba Berge das Hospital. Vor Ort konnte der Verein feststellen, dass eine Zusammenarbeit trotz der widrigen Umstände möglich ist. Der Kameramann Moritz Dammann hat den Verein damals begleitet und dabei einen Film zusammengestellt, der nun im Kino gezeigt wird.
Die eindrucksvolle Reportage zeigt eine der größten Flüchtlingskrisen der Welt. Millionen Menschen werden auf Grund der aktuellen weltweiten vielen politischen Krisen durch andere Sorgen und Nöte vergessen.
Nach den dreißig Filmminuten wird die aktuelle Situation im Kinosaal offen besprochen und diskutiert. Jede und Jeder Interessierte ist herzlich willkommen über das vergessene Land mit seinem Bürgerkrieg in Ostafrika mehr zu erfahren.
Warum ist das im Blog?
Weil auch uns im Ruhrgebiet das nicht einfach am Arsch vorbei gehen sollte, wie dort unschuldige Menschen verhungern. Ich mache darauf aufmerksam, weil der von mir schon gepodcastete Verein mehr Unterstützung braucht, der sich schon seit über 60 Jahren in Afrika mit verschiedenen Projekten erfolgreich einsetzt. Auch im Sudan ist der Verein erfolgreich tätig und unterstützt Dr. Tom Catena, wo und wie es geht. Umso mehr ist es wichtiger denn je dem Verein gerade jetzt noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken und auch selbst bei seinen Projekten zu unterstützen!
Meinung & aktuelle Situation
Der Verein und auch afrikanische Einwanderer gehören zum Ruhrpott und deswegen mache ich auch darauf aufmerksam. Viele Menschen sollten sich über die Arbeit des Vereins und diesen Film insbesondere anschauen, um einfach mehr über die in meinen Augen viel größeren Probleme zu informieren, als wir in unserem eigenen reichen Europa haben, das sich immer mehr nach Außen abschottet und Gelder für die Entwicklungshilfe kürzt statt nach Außen mehr zu unterstützten.
Denn wie will ich Flüchtlinge vermeiden, die nach Deutschland kommen? Das ist leider der große Wahlkampf – Tenor im nun anlaufenden Bundestagswahlkampf nach dem Bruch der „Ampel“.
Nun, ganz einfach: Hilfe zur Selbsthilfe und vor Ort mehr unterstützen, Klimaschutz- und Projekte für Nahrungsmittelanbau, Brunnenbau, Kontrolle für illegale Waffenverkäufe, sowie selber weniger Waffen in die Länder schicken, weniger Geld für korrupte Politiker vor Ort, um sich wieder Waffen kaufen zu können, keine Einfrierung von Entwicklungshilfe für afrikanische Länder.
Das ist jetzt meine persönliche Meinung und legitim hier von mir in meinem eigenen Blog mitzuteilen. Deswegen rufe ich dazu auf sich diesen Film wenigstens im Nachgang, wenn schon nicht zur Kino-Matinée, anzuschauen, um sich ein Bild zu machen, was Dr. Tom Catena und auch der Verein vor Ort unternimmt, um wenigstens den Menschen am Hospital eine winzigkleine Lebensperspektive zu geben.
Der Verein Aktion Canchanabury e.V. hat mehr Unterstützung auch außerhalb der Bochumer Grenzen mehr als verdient. Ich werde zu dem Film gehen und ihn sehen und werde berichten.
Wann?
Sonntag, 17. November ab 11 Uhr
Wo?
CASABLANCA – Filmtheater im Bermuda3Eck, Kortumstraße 11, Bochum
Wie komme ich hin?

Bild als Screenshot von (C) Aktion Canchanabury
Zum Verein:
Projekte – Aktion Canchanabury e.V.
Reibekuchen-Aktionstag für Afrika vom Verein Aktion Canchanabury e.V. in Bochum am 27.10.
An der Rotunde, Am Kulturgleis 3-5, werden von Vereinsmitgliedern bei gutem Wetter im Garten frische Reibeplätzchen für den guten Zweck verkauft.
Interessierte Schleckermäuler können sich von 12 – 18 Uhr am 27.10. ganz nebenbei über die faszinierende und hilfreiche Arbeit des Vereins Aktion Canchanabury e.V. informieren, der sich seit über 60 Jahren in Afrika mit konkreten Projekten weit über die Grenzen von Bochum bekannt gemacht hat.
Wer nicht nur Reibeplätzchen futtern möchte, sondern mehr über Afrika erfahren und vielleicht selbst unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen zu kommen. Die eingenommenen Spenden werden natürlich für die Projekte in Afrika eingesetzt.
Vielleicht bin ich dann ja auch vor Ort und wir sehen uns!
Weitere Infos: www.canchanabury.de

+Video I +Fotogalerie I Viele Glückwünsche zur Verdienstmedaille des Verdienstordens der BRD für Monika Grawe von der Gesellschaft Bochum Donezk e.V.
Foto der Woche I Verleihung Bundesverdienstkreuz für Monika Grawe in Bochum
Das besondere, was ich empfinde? Ich habe ganz klar gesagt:
Wir sind hier ein Team und bleiben immer ein Team.Monika Grawe vor ihren Vereinsmitgliedern der Gesellschaft Bochum Donezk e.V. & den vor Krieg geflüchteten vor Ort in Bochum lebenden Ukrainer und Ukrainerinnen und ihren Kindern
Seit 1987 ist Monika Grawe für den Verein aus Bochum unterwegs. Im Jahr 2000 eingetreten ist sie auch mit 73 Jahren unermüdlich im Einsatz für die Ukraine und der Bochumer Partnerstadt Donezk, lange bevor der Einmarsch der russischen Truppen am 24.2.2022 begann.
So eine willensstarke und sympathische Frau an der Seite in einem humanen Kampf der Errichtung und Erhaltung von Krankenstationen und Kinderheimbetreuung in der Ferne an der Spitze dieses Vereins zu wissen, bedeutet für alle im Team und in der Ukraine einen besonderen Engel zu haben.
Mit ihrer Art mit Menschen zu sprechen und die Dinge zu organisieren, baut sie eine besondere starke Brücke zwischen zwei Staaten auf.
Monika Grawe wird weiter agil den Verein und das Team unterstützen.
Sie hat nicht nur die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, also für mich im einfachen Sprachgebrauch ‚Bundesverdienstkreuz‘ verdient, sondern damit auch der Stadt Bochum ein Vorbild für Männer und Frauen gegeben, was geschafft werden kann in unmöglichsten Situationen.
Sie ist für das gesamte Ruhrgebiet ein leuchtendes Beispiel, wie mit wenig Menschen vielen Tausenden weit entfernt unter widrigen Umständen aus Krieg und Leid geholfen werden kann.
Ich bin glücklich sie kennengelernt zu haben und diesen Verein unterstützen zu können.
Sie hat das Bundesverdienstkreuz mehr als verdient. Nicht nur um eine Frauenquote zu erfüllen. Denn überwiegend werden Männer überwiegend mit einem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Wer den Verein, die Ukraine, ihre Menschen und damit Monika Grawe unterstützen möchte in ihrem Tun, kann sich gerne melden:
(ein Video der Sammelstellen – Feier und dem Empfang folgt in einem Extrabeitrag)












































