Der Winter kommt um zu gehen I Ein Ruhrgebiet-Winter-Gedicht mit Eindrücken vom Schlosspark Weitmar in Bochum I +Fotos

Der Winter kommt, um zu gehen.

 

Er bäumt sich noch einmal auf.

 

Kalt.

Schnee gefallen.

Rieselt.

Weißer Flaum auf alten Gemäuer, Wiesen, braunen Blättern, grünem Moos und lila Erika.

Bis zum Mittag wieder alles grau in Grau.

Winter anne Ruhr.

Bisken Schnee,

Panik auf Gehweg,

Straßen

Auto

Bahnen.

Die Luft ein Genuss für die Sinne, tatsächlich

anne Ruhr.

Postrad zischt müssend schneidig durch die Kälte

an alter Baumskulptur vorbei.

Verschreckt ruhende  Krähe hackt Eisen kein Auge aus.

Smog da,

doch nicht hier.

Wenige Schlote noch,

noch Qualm kaum.

Umme Ecke Schlosspark zu Weitmar in morgendlicher Stille in weißer Pracht in Grün gehüllt.

Eindrücke vom Winter im Februar,

bevor er verschwindet wieder,

So schnell gekommen, so schnell weg.

Der Winter kommt,

um zu gehen.

Auf alten Gemäuern,

Baumstümpfen,

Zeugen von grauer Zeit,

schwarzer Kohlendämpfe,

Hammerschläge,

Dampfgeräusche,

Weißer Wäsche,

Schwarz getüncht,

vor dieser Zeit,

einem langen Winter von kalten Maschinen,

harter Arbeit.

Ein langer Winter,

eine zeitlang gefallenes Braun,

der kam, um wieder zu gehen,

um blühende Blumen,

Bäume grüne Kronen zu schenken,

Vögel in buntem Gefieder

fröhlich das Singen beizubringen.

Der Winter geht.

Bäumt sich auf

rodeohaft,

um zu verschwinden

für eine kleine Weile

Auf Wiedersehen Winter, Du,

der du kommst, um zu gehen!

Text & Fotos (C) André Brune

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