Video I +Fotogalerie I Herzlichen Glückwunsch David Landgraf zum Gewinn des I. Bottrop.Art.Award

Dabei sein ist Alles bei diesem besonderen Kunstpreis.

Über 50 Bilder und Skulpturen von Bottroper Künstler und Künstlerinnen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, standen innerhalb eines Schneckengangs zur Ausstellung und Voten vom 29.7. bis zum 14. August 2022 bereit. Im besonderen Ausstellungsort, der Kulturkirche Heilig Kreuz in Bottrop auf der Scharnhölzstr. 37 wurde am 13.8. David Landgraf als erster Gewinner des 1. Bottrop.Art.Award gezogen.

Für diesen besonderen Preis habe ich mir die künstlerische Freiheit genommen für jeden Geschmack es aufzubereiten: 

Lange intensive Fassung mit fast allem drum und dran ca. 30 Minuten: https://youtu.be/FB1syOxPoc0

Kurze Fassung mit vielen wichtigen Dingen und grober Oberflächlichkeit ca 11 Minuten: https://youtu.be/cir06Eqz1Z8

T-Shirt Fassung – zwei Mal gekürzt auf knappe Socialmediaoberflächenniveau von 6 Minuten, das nicht alles so wiedergibt, was ich erlebt habe: https://youtu.be/pU_5EdAkqNE

 

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Die siebenköpfige Jury und die Besucher*Innen hatten es zum voten wirklich nicht einfach gehabt auszuwählen. Es gab ein knappes Ergebnis. Doch das Porträt eines jungen Bottroper Paares, die David Landgraf von der Einkaufszone weg ins Atelier hinein, gemalt hat, trifft das Motto der Zukunft Bottrops am Besten.

Im Gespräch mit dem Initiator Ralf Opiol alias Metropiol konnte ich etwas mehr über ihn, seine Kunst und dem Bottrop.Art.Award erfahren. Mit der BottsUG von Konstantin Karras und Nolin Wischermann zusammen hat Ralf Opiol den Kunstpreis initiiert.

Oberbürgermeister Bernd Tischler ist Schirmherr und die Vereinte Volksbank von Bottrop unterstützte als Sponsor. Ein Großteil der eingenommenen Eintrittsgelder gingen an das Caritas Kinderdorf, die es dankend annahmen für Eisessen in der Hitze der Woche.

Mit der Ausstellung und dem Kunstpreis sollten die Bottroper*Innen ihr künstlerisches Talent ausleben können. Jedes einzelne Kunstobjekt, ob Fotografie, Lithographie, Zeichnung, Collage, Skulptur, hatte in Augen der Jury eine kräftige Aussage mal mehr mal weniger zum gewählten Thema „die.zukunft.von.bottrop“.

Von einem Foto der Emscher bevor sie nun renaturiert wird, über ein Bild mit einer Glühbirne mit der Bezeichnung „Idee“ für Bottrop, bis hin zu einem Bild, das die multikulturelle Beschaffenheit der Stadt ausmacht oder Fotos von Kirchhellen mit einem Text zu Kirchhellen und Bottrop. Die Vielseitigkeit der Kunst war sehr gut und machten die Ausstellung zu einem einmaligen POTTpüree von Kunst an einem Ort von vielen verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen der Stadt. Und der Interpretationsspielraum war somit auch weit bedacht worden.

Aus Vergangenheit entsteht die Zukunft, so auch der olivgrüne Einkaufswagen mit der Aufschrift DAMALS an der Lenkstange. Ein Einkaufswagen wird irgendwann vielleicht nicht mehr nötig sein, wenn man sich alles liefern läßt. Der Einkaufswagen bleibt somit leer und gehört der Vergangenheit an.

Aus Vergangenheit die Zukunft schmieden ist ein Thema, das im ganzen Ruhrgebiet seit Jahrzehnten passiert. Die Anfänge des Bergbaus haben die Zukunft des Ruhrgebiets geschaffen. Das Schließen des letzten Bergwerks lässt eine neue Zukunft ohne Steinkohle erschaffen. So entsteht das Ruhrgebiet als einzigartiges Kunstobjekt in der Welt für Fortschritt, Vergangenheit und Zukunft mit Optimismus, was die Menschen hier auch ausmacht.

Dieser Kunstpreis ist etwas ganz Besonderes. Nicht nur, dass es das Rote Pferd von Johann Hinger war, der persönlich den Preis überreicht hat. Sondern das Pferd bildet ein Symbol von Vergangenheit des Ursprungs  vom mittelalterlichen Pferdemarktes, das heute den Eingang zur Stadt Bottrop ziert, das damals nur ein kleines Bauerndorf war und heute Großstadt mit der Erinnerung an die Pferdemärkte bis heute. Der Preis „Das rote Pferd“ ist auch Kunst, die hier geschaffen wurde für die Region.

Andere Städte haben auch ihre Kunstpreise im Ruhrgebiet. Hier ist ein Neues nun dazu gekommen, was es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Respekt für diese Idee dahinter!

Die Glückwünsche an den Gewinner, David Landgraf, sind raus. Der Künstler konnte leider durch Urlaub nicht anwesend sein, aber das junge Paar nahm den Preis für ihn freudig entgegen. Sie sind nun das Bild der Zukunft von Bottrop.

Wir dürfen auf ein neues Motto für den zweiten Bottrop.Art.Award und die neuen Bilder und Skulpturen gespannt sein.

Wichtig zu wissen ist, dass das Original des Roten Pferdes von Johann Hinger auf der Kirchhellener Straße Ecke Schubertstraße steht. Im Video habe ich in der Hitze des Tages fälschlicherweise auf der Hans-Böckler-Straße angegeben. Darüber berichte ich ein anderes Mal.

 

Kulturkirche Heilig Kreuz, Scharnhölzstr. 37, Bottrop erbaut von 1955-1957
Ralf Opiol mit dem Roten Pferd, das als Preis verliehen wird
Ich geh dann mal gucken
Das besondere Auge der Kulturkirche
Kunstobjekte im Kirchenschiff der Kulturkirche
Alle Teilnehmer*Innen des Bottrop.Art.Award
Besondere Position einer Skulptur der Ausstellung
Kulturkirche Heilig Kreuz Innenraum
Das Rote Pferd und die Sponsoren der Kulturkirche
Die Preisverleihung aller Beteiligten an David Landgraf
Konstantin Karras, Ralf Opiol, Nolin Wischermann (v.l.)
Kulturkirche Heilig Kreuz von hinten
Kulturkirche Heilig Kreuz von innen mit Ausstellungsraum "Schnecke"
Kurt Guske hat einen besonderen Beitrag zum Award
Ralf Opiols Beitrag für den Award
Einer der besonderen Skulpturen
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Podcast I UKRAINEBILD  #7 I Schmackhafte Ukrainische Küche

Manche Gerichte aus der Ukraine kommen uns in Deutschland schon bekannt vor. Durch polnische, ukrainische und russische Einwanderer hat der ein oder andere schon vom Borschtsch gehört oder sogar genüsslich gegessen.

In Folge 7 erfahren wir etwas mehr von der schmackhaften Ukrainischen Küche. Viel und gerne wird mit Kartoffeln gemacht oder Buchweizen. Buchweizen ist eine Art Grundnahrungsmitteln in der Ukraine, so wie hier Weizen. Wir erfahren über Napoleon, den man lieber als Kuchen auf isst.

Zur Folge:

https://lcdn.letscast.fm/media/podcast/9e48ffbc/episode/cd8dd896.mp3?t=1660350187

Wer kennt die Kohlroulade nicht?

Sie heißen in der Ukraine Golubsy. Maultaschen heißen Werenyky oder auch die Sülze (Cholodets). Ursprünglich kommen diese Gerichte aus der Ukraine, wird aber auch durch den Einfluss der Herrscherhäuser von Polen-Litauen und Russland beeinflusst worden sein. Die Küche ist reichhaltig, wechselhaft und nahrhaft.

Natalia Lubenska stellt im Podcast einen kleinen Teil ukrainischer Rezepte vor, die sie selbst auch oft gekocht hat. Sie sind die beliebtesten in der Ukraine. In Deutschland werden diese Rezepte nun auch vermehrt in den Küchen gegessen werden. Auf der Internetseite https://chefkoch.de habe ich einige Rezepte von Natalia in leichter Abwandlung gefunden und hier als Link bereitgestellt.

Borschtsch Rezepte | Chefkoch

Grüner Borschtsch Rezepte | Chefkoch

Werenyky Rezepte | Chefkoch

Golubzy von Roni84 | Chefkoch – Weißkohlrouladerezept. Mit Weinblättern eingerollt ist es eher ein Georgisches Rezept.

Kiewer Kotellet Rezepte | Chefkoch

Napoleon Rezepte | Chefkoch

Reibekuchen Ukrainisch Rezepte | Chefkoch

Hering Unter Pelzmantel Rezepte | Chefkoch

Weitere schmackhafte ukrainische Rezepte werden von Natalia Lubenska in einem von ihr geschriebenen Buch vorgestellt. Veröffentlichungsdatum steht noch nicht fest.

Das „Kwas“ ist ein dem Malzbier ähnlich schmeckender Brottrunk. Aus gärendem Brot hergestelltes Bier ohne Alkohol. Aus eigener Erfahrung in Polen durch ein litauisches Bier sehr lecker und ein gesunder Trunk.

Litauisches Kwas – Sauerteig Bier in Polen getrunken – Lecker! – Foto: André Brune

Musik im Podcast aus https://epidemicsound.com : Ty zh meine pidmanula von Traditional, Komponiert von Thommy Andersson

 

Bis zum nächsten Podcast! Glück auf!

Podcast I Quasselsalat Folge 3 – Spirituelle Beratung und dicke Unterlippe

Heute werden durch den Kakao gezogen die royale Unterlippe der Habsburger und die Königlichen
aus Großbritannien und der jetzt wirklich ehemalige stillgesetzte Premierminister Boris Johnson.

Der Podcast Bierchen bitte mit Piet und Alex und das Gespräch mit Werner Hansch und seine
Spielsucht.
Wir erzählen über spirituelle Beratung in Monaco, die was kostet. Schuhe, die wie seit Jahre getragen
aussehen und Manta 2 mit Hawaiihemden.
Shownotes:
Wer etwas über Werner Hansch und sein Leiden der Spielsucht erfahren möchte, sollte in den
Podcast reinhören:
#76 Willkommen zurück feat. Werner Hansch ~ Bierchen bitte ! Der BOTTcast mit Piet & Alex Podcast
***
Musik:
Twisted Tivoli von Stationary Sign aus https://epidemicsound.com
Buona Giornata von Trabant 33 aus https://epidemicsound.com
Human Cannon von Mary Riddle aus https://epidemicsound.com

Lies weiter

Videos I +Fotogalerie I Budenmarathon beim Tag der Trinkhallen 2022

Am 6.8.22 konnte endlich wieder die Party beim Ruhrgebietsevent „Tag der Trinkhallen“ losgehen. Das dritte Mal wurde leider durch die Pandemie verschoben. 50 Trinkhallen im ganzen Ruhrgebiet, plus einige Andere, haben die Nachbarschaft und Besucher von außerhalb des Ruhrgebiets auf den jeweiligen Events erfreut.

Kunst, Kultur, Poetryslam, Musik, Bratwurst, ein gelber Hopfennektar und eine gemischte Tüte mit Lakritz und Weingummi war zu sehen, zu hören und zu schmecken.

Ich beschloss so viele wie möglich aufzusuchen. Einige in meiner Nähe in Bochum, auf dem Weg in Gelsenkirchen nach Bottrop, wo auf einem Kilometer allein 5 Trinkhallen waren, die ich besuchen konnte. Mit Fotos und Interviews hab ich kleine und größere interessante Videos erstellt. Am Ende konnte ich den Tag mit einer Flasche Dunkles „Bottroper Bier“ den Tag mit Mutters Pasta Schutta abschließen.

Schaut euch die Bilder und Videos an. Es war ein toller Tag und wird bestimmt noch toller nächstes Mal in zwei Jahren!

Folge 1 

„Lindener Büdchen“ in Bochum-Linden, Hattinger Straße 747. 

 

Die Jungs waren da voll im Stress für die Vorbereitung für den Comedynachmittag mit Waltraud Ehlert, die Ruhrpottputzfrau, alias Esther Münch https://www.esther-muench.de.  Da war keine Zeit für ein Interview.

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Folge 2

„Zum Philosophen“ in Bochum-Ehrenfeld, Hunscheidtstraße 61

Da geht dat schon inne Mittagszeit ab wie Schmitz Katze. Das Philosophieren setzt am Tag der Trinkhallen einfach mal aus. Heute wird gefeiert mit Musik und Gemischte Tüte.

 

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Folge 3

„Das Schaubüdchen“ in Bochum, Ursulastraße 17

Die Kunst und Kulturbude mit einer Ausstellung von Sven Neidig.

„Eistüten“ kann noch bis Ende August bewundert werden. Eine tolle Idee für ein leeres dem Verfall drohenden Kiosk ist die Nutzung nun für Kunst und Kultur.

Mehr Infos zum Fotokünstler: https://www.svenneidig.com

Eistüten | Eine Fotoausstellung von Sven Neidig | 06. – 30. August 2022 |

Die Ausstellung kann von außen rund um die Uhr angesehen werden. |

Öffnungszeiten mit Künstlergespräch und Eis:

06. August, 11 bis 20 Uhr |

13. August, 11 bis 15 Uhr |

17. August, 18 bis 22 Uhr |

21. August, 14 bis 18 Uhr |

26. August, 18 bis 22 Uhr |

30. August, 18 bis 20 Uhr |

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Folge 4 

„Conny’s Büdchen“ in Wattenscheid – Leithe, Weststraße 110.

Dat gelbe Nass kühlt schon inne Mittagszeit die trockenen Kehlen. Die Bude ist ja schon im Blog als POTTbude. Heute einfach mal vorbei um zu schauen, wat abgeht bei Conny. Da war doch tatsächlich der Imker . Da konnte ich Wilden Brombeerhoniglikör ergattern und probieren. Lecker!

Der Honig und die Honigliköre sind zu kriegen bei Connys Büdchen und beim Imker direkt: 

Gerd Sellhoff, Wilkenkamp 4b, Bochum, Tel: 015734359132

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Folge 5 

Antje und Jörgs Büdchen in Wattenscheid, Lohackerstraße 16

Poetry Slam gab’s von Humorvoll bis Ernst.

Gern wäre ich geblieben, aber wenigstens konnte ich die Interviews machen. Hat Spaß gemacht. Viel Erfolg weiterhin wünsch ich allen Beteiligten!

Die Poetry Slammer:

Christian Bartel aus Bonn mit humorvollen Texten: https://christianbartel.jimdofree.com

Ein Video des Satirikers über einen Tweed-Fetischisten: Die Wahrheit über Alexander Gauland on Vimeo

Facebook: (6) Christian Bartel | Facebook

Instagram: @der.bartel

Luca Swieter aus Köln mit sinnigen, naturnahen und witzigen Texten: 

Ein Video über Weihnachten beim Poetry Slam Finale in Berlin:

 (311) #17Ziele Poetry Slam Finale Berlin – Luca Swieter – YouTube

Facebook: (5) Luca Swieter | Facebook

Instagram: @lucaninchen

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Folge 6 

Holgers Erzbahnbude in Gelsenkirchen anne Erzbahntrasse 

Da ging die Post ab musikalisch. Gesungen wurde Alkohol von Grönemeyer als ich kam, gesungen von Pele Caster. Da wurde auch schon so Einiges gesüppelt. Und fast alle Plätze sind vonne Radfahrer belegt. 

Musik von Pele Caster – HULK (pele-caster.de)

Song „Kapitänin“: Pele Caster – Kapitänin (Official) – YouTu

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Folge 7

„Kiosk ist Kult“ in BottropEigen, Gladbecker Straße 330.

Es ist der älteste Kiosk im Ort Bottrop mit 110 Jahren. Deswegen auch mein Beitragsbild würdig gewesen. Auch wenn es jeder verdient gehabt hätte in seinem Rahmen. Aber alle Bilder, die auch in den Videos vorkommen, kommen in die Galerie.

Özlem erzählt bisken von ihrem Kiosk. Kai Magnus Sting hatte leider absagen müssen. Aber eine Bauchtänzerin hat das Publikum heiß gemacht. Die konnte ich leider nicht mehr sehen, da ich schon auf zum nächsten fuhr.

 

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Folge 8

Eigener Büdchen in BottropEigen, Steinbrinkstraße 9

Der Kiosk liegt im sogenannten ‚Kalter Eigen‘, wegen einer tatsächlich allgemeinen geringeren Temperatur des eisenhaltigen Bodens als im ‚Warmen Eigen‘, wo der Kiosk ist Kult steht.

Günther, der Vater, der Inhaberin, die gerade nicht zur Verfügung stand, erzählt mir ein wenig.

Bis 2018 betrieb er den Kiosk am Wald im Stadtteil Fuhlenbrock, wo ich auch noch landen werde.

Musik von Held der Arbeit – Eine Band aus dem Ruhrgebiet wurde leider aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Da ich es nicht gewußt habe, habe ich natürlich im Eifer des Gefechts nicht nachgefragt. Werde aber dies hier ändern, sobald ich die Info habe, wer aufgetreten ist. Im Video ist es nicht mehr zu ändern.

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Folge 9

Kiosk Kelm in Bottrop im Stadtteil Fuhlenbrock an der Lindhorststraße 181, eine Straße, die den Stadtteil Fuhlenbrock mit dem Eigen durch den Köllnischen Wald und dem nahen Stadtpark, verbindet.

Jenna, die Besitzerin, hat den Namen von einer Hauptdarstellerin aus der Fernsehserie, Dallas bekommen. Für eine Southfolk Ranch hat das Geld allerdings nicht gereicht.

Umso schöner und näher ist die liebevolle lockere Art mit den Kunden umzugehen, die ne Flasche Bier oder ne Tüte Gemischtes holen. Wasserbomben könnt ihr aber auch bekommen 

Musik vor der „Flimmerkiste“ von Thomas Machoczek und Andreas Hilburg: Thomas Machoczek

Thomas Machoczek war u.a. Pressesprecher beim Gasometer Oberhausen, hat den Medienatlas Ruhr ausgedacht, ist Journalist u.a. von Reisereportagen und liebt elektronische Musik. Er improvisierte einen Soundtrack zu einem Film von 1957 über das Ruhrgebiet direkt vor Ort am Kiosk während der Film lief zusammen mit seinem langjährigen musikalischen Begleiter Andreas Hilburg.

Mit Ionnis Zedamanis haben Thomas Machoczek und Andreas Hilburg ein Album der elektronischen Extraklasse kreiert: Passio – Quadrophonische Andacht für elektronische Instrumente.

Reinhören: ▶︎ P A S S I O | Zedamanis // Machoczek // Hilburg | Zedamanis // Machoczek (bandcamp.com)

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Folge 10

„Kiosk am Wald“ in Bottrop-Fuhlenbrock liegt in der Natur des Namensgebers und Schriftstellers Hermann-Löns-Straße 44, Ecke Hans-Böckler-Straße.

Tanju, der ‚Kaiser‘ des Waldkiosks hat den ehemaligen vorübergehenden Hundekiosk im Februar 2022 übernommen. Er wird, wie früher, wieder gut angenommen von der Nachbarschaft.

DHL Pakete nimmt er mit seinem Team auch an.  

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Folge 11

K(uh)iosk in Bottrop-Fuhlenbrock, Straße Im Fuhlenbrock 175A.

Mitten im Stadtteil mit dem besonderen Markenzeichen von Kuhflecken ist der Kiosk seit den 1960er Jahren ein Anziehungspunkt seit vielen Jahren.

Da war wat los, denn der seit 2015 agierende Chef de Kiosque Frank Vick hatte kaum Zeit für ein kleines Interview. Hannes Weyland hat die Klampfe auseinander genommen und für gute Mucke auf Sand gesorgt.

Musik von Hannes Weyland: Hannes Weyland – Singer/Songwriter-Pop aus dem Ruhrgebiet

Musikvideo: „Wahrscheinlich Unwahrscheinlich“ (2015) 

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Folge 12

„Bottroper Bier Kiosk“ der Bottroper Bier GmbH auf der Sterkrader Straße 177 in Bottrop-Fuhlenbrock. Hier war Hölle Hölle Hölle

Und der Name Trinkhalle gibt sich hier nicht nur die Ehre, sondern die Fässer.

Am Ende meines Videos hatte ich das Glück den Song von Adolf Tegtmeier „Bottroper Bier“ von den Pils Angels live mit dem Publikum zu singen. Kaum Zeit für ein Interview hatten die Jungs von der Bottroper Bier GmbH der Vaterfirma der Grubenwasser Aktiengesellschaft

Wenigstens konnte ich das vorletzte Sechserpack Dunkles ergattern. Hab mir anschließend am Abend nach dem anstrengenden Budenmarathon auch gleich die dadurch verloren gegangenen B-Vitamine zugeführt. Hat gleichzeitig gut gemundet zu Pasta Schutta bei Mutter.

Website: Bottroper Bier – …der Saft für’t Leben (bottroper-bier.com)

Musik von Pils Angels, die Pott-Punk-Legenden-Band: http://pils-angels.com

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Ich sach ma jetzt:

🍻 Gut Schluck und Prost bis zum nächsten Mal beim „Tach der Trinkhallen“ in zwei Jahren!🍬

Dann such ich mir wieder einige andere aus, die ich besuchen werde. Dann nehme ich mir auch Zeit für eine Gemischte Tüte. Das war irgendwie nicht möglich beim neudeutschen Hopping.

Hat riesig viel Spaß gemacht! Und freue mich schon auf das nächste Mal!

Danke an alle Trinkhallen und ihren Besitzer*Innen, die das mit Elan, Lust und Laune getragen haben❗🙏

Das Ruhrgebiet ist wirklich einer der besonderen Kulturlandschaften in Deutschland. Das Heimatgefühl wird trotz Verlust des Bergbaus hochgehalten.

Denn jetzt erst recht! Wenn jemand eine tolle Idee hat leere Trinkhallen innovativ neu wiederzubeleben, ob als Brauerei, Kunsthalle oder Klümbkenbude. Einfach bei mir melden. Ich mach Euch da einen Platz in meiner Blogrubrik POTTbude frei für euch.

 

Einige kommen nochmal extra in die Rubrik POTTbude.

Prost, Gut Schluck und Lasst euch die Gemischte Tüte schmecken

Euer Ruhrpottologe André Brune

Alles unbezahlte Werbung!

Fotos und Filme Copyright André Brune

Podcast I UKRAINEBILD #6 – Wer sind die Kosaken?

Sehr viele Leute fragen sich zurzeit, wo findet die Ukraine Kraft, um dem starken Feind zu widerstehen?

Sehr wichtig ist die Unterstützung der ganzen Welt. Aber ohne den starken ukrainischen Geist und Willen wäre diese Hilfe umsonst.

Für uns Ukrainer liegen die Wurzeln des Widerstands im Kosakentum. Davon berichten wir heute:

Zum Podcast: https://lcdn.letscast.fm/media/podcast/9e48ffbc/episode/7c3f728a.mp3?t=1659656746

Wer sind die Kosaken?

Der Name „Kosake“ ist eine Mischung aus der tatarischen und türkischen Sprache. Es bedeutet so viel wie „ein tapferer Mann; Grenzverteidiger“ und in der ursprünglichen Turko-Tatarischen Bedeutung „Freibeuter“. Kosaken gab es auch in Polen und Russland, aber der Ursprung der Bewegung liegt in der Ukraine.

Laut Historikern haben entflohene Leibeigene im 15. Jahrhundert an den durch Schwellen schwer zugänglichen Inseln des Fluss Dnepr ihre Siedlungen gegründet. Im Laufe der Jahrzehnte sind mehrere Freiwillige zur Siedlung Zaporizska Sich gekommen und haben dort ihre Freiheit bekommen. So entstand ein Staat im Staate mit eigenen, auch ersten demokratischen Gesetzen, einem eigenen Heer und ihren gewählten Führern, die Hetmann oder Atamann genannt wurden.

Kosakenhauptstadt Zaporizska Sich

In Zaporizska Sich galten die Regeln der Gleichberechtigung und Bruderschaft zwischen den Kosaken.  Es war ein halbautonomes Gemeinwesen und Protostaat der Kosaken zwischen dem 16. Und 18. Jahrhundert. Die Führer des Kosakenstaates wurden durch freie Wahlen bestimmt. In Zaporizska Sich waren keine Frauen zugelassen. Die Männer lebten in Häusern nach dem Prinzip eines Wohnheims. Sie hielten Gottesdienst, denn der orthodoxe Glaube war Voraussetzung für einen Kosaken. Kosaken trainierten sich Tag und Nacht. Kleinste Vergehen wurden hart bestraft. Wer etwas von einem anderen Kosaken gestohlen hatte wurde mit dem Tode bestraft. Die Strafe war lebendig begraben zu werden.

Der Ruf der ukrainischen Kosaken im 15. – 17. Jahrhundert war in Europa sehr hoch. Sie waren tapfere, mutige, ausdauernde und besonders schlaue Kämpfer. Sie haben gegen Russland, Polen, Türkei und Tataren aus der Mongolei und Krim erfolgreich gekämpft. Die Kosaken verfeinerten erste Methoden einer „Marineeinheit“. Mit leichten Booten, die „Chaikas“, übersetzt in Deutsch „Möwen“, haben sie das Asowsche und Schwarze Meer überquert und sind bis Instanbul gegangen. Die Boote waren so gebaut, dass sie darunter entweder eine gute Luftzufuhr bekamen oder verfeinerten es in dem sie Strohhalme nutzten, um an der Oberfläche zu tauchen und die Feinde zu überwältigen. Die Kosaken waren die ersten Marines, eine Eliteeinheit, die wir heute aus den USA kennen.

Nicht jede Möwe kann bis zur Mitte des Flusses Dniepr fliegen

Das heute verwendete ukrainische Sprichwort hat einen besonderen Ursprung bei der Ausbildung zum Kosaken. Denn jeder Mann, der Kosak werden wollte, musste eine Prüfung bestehen. Diese Mutprobe, die es zu überleben gilt, konnte auch tödlich enden. Ein zukünftiger Kosake musste über den großen breiten Fluss Dnepr mit seinen gefährlichen Schwellen und schnellen Strömungen schwimmen. Hatte er es lebend erreicht, wurde er in die Kosakengilde aufgenommen.

Die Kampfkunst der Kosaken ist im heute noch im bekannten Volkstanz „Gopak“ angedeutet. Die Bewegungen ähneln dem Capoeira aus Brasilien. Capoeira ist ein Tanz und auch eine Kampfkunst, der dem Kung Fu der buddhistischen Shaolin Mönche in China ähnelt mit seinen Beinbewegungen. Er wurde von verschleppten Sklaven aus Afrika mitgebracht nach Lateinamerika.

Die Kampfkunst der Kosaken bestand ebenfalls aus einer Mischung von vielen verschiedenen bestimmten Bewegungen der Beinarbeit, aus speziellen Wurftechniken und Schlägen. Spagat, Kniebeugen im Ausfall, Ausholen von Beinen in gewisse Höhen, gleichzeitig mit die Arme Säbel und Gewehr nutzen, um Gegner schnell und effektiv unschädlich zu machen wurden erlernt und jeden Tag trainiert.

Feinde im Kampf fürchteten sich allein durch das bedrohliche Aussehen der Kosaken. Jeder Kosak war rasiert bis auf einen kleinen Haarzopf. Ein Gegner konnte im Kampf nicht einfach den kleinen Haarzopf greifen. Historiker weisen allerdings auch auf einen anderen eher esoterischen Grund des Haarzopfs hin, dass er ein Symbol zur Verbindung zum Universum sein soll.

Die Spezialeinheit „Charakterniks“

Unter Kosaken gab es Spezialeinsatzkräfte oder „Charakterniks“. Das Wort enthält die Erklärung „mit starkem Charakter“. Diese ausgewählte Kaste, eine besondere Einheit, trainiert ausgesuchte Jungen von Kindheit an. Sie müssen Hitze, Frost, Hunger und Durst und mögliche Folterungen aushalten ohne mentale Probleme zu bekommen. Eine Legende besagt, dass sie Kugeln beschwören, Wunden mit den Händen heilen, sogar wahrsagen oder plötzlich verschwinden können.

Die Legende um die „Charakterniks“ erzählt auch, dass wenn die Anzahl der Gegner viel größer als die der Kosaken war, diese ihre Speere in die Erde steckten, so dass der Feind dachte, es wären mehr Kosaken auf dem Kampffeld. Das Angstschüren ging so weit, dass Gegner glaubten, dass Charakterniks Feinde hypnotisieren konnten, um sich selbst die Kehle durchzuschneiden.

Die Legende Iwan Sirko

Der berühmteste Kosak-Charakternik war Iwan Sirko. Zwölf Mal wurde er zum Ataman, einem Kosakenführer gewählt. Seine Mutter soll in Ohnmacht gefallen sein, als sie das Neugeborene gesehen hatte. Das Kind hatte den Mund voller Zähne. Sein Vater jedoch sagte, dass sein Sohn mit seinen Zähnen die Feinde zerreißen wird und übergab ihn den Kosaken-Charakterniks. Die Legende besagt, dass Iwan mit zwölf Jahren verschwand und mit einem Wolf zurückgekommen war. Sein Nachname „Sirko“ hat deswegen auch eine besondere Bedeutung: „Grau oder Wolf“. Der Name schürte Angst, weil er selbst ein „Werwolf“ gewesen sein sollte.

Als erwachsener Heerführer hat er keinen Kampf verloren. Historisch belegt ist, dass Sirkos Kosakenheer für den französischen König gegen die Spanische Niederlande kämpfte und in nur wenigen Tagen die von Franzosen bisher uneinnehmbare Festung Dunkerque eroberte. Sirko und seine Kosakensöldner waren furchteinflößend für den Feind. Laut seiner Willenserklärung sind die Kosaken mit seiner abgeschnittenen Hand fort gegangen.

Einige Jahrhunderte später bei dem Napoleonfeldzug, so eine weitere Legende, soll nach einer Bitte vom russischen General Kutusow die Kosaken drei Mal um die Stadt Moskau reiten. Danach wurde Moskau befreit.

Drei Mal wurden seine sterblichen Überreste woanders begraben. Feinde von Iwan Sirko wollten nicht, dass der Ruf seinen Tod übersteht und versuchten so die Legende des furchteinflößenden Kosaken zu zerstreuen.

Eine moderne bekannte Erzählung ist „Der stille Don“ von Michail Alexandrowitsch Scholochow. Inhaltlich geht es um das bäuerliche Leben der Donkosaken mit den Spannungen des Ersten Weltkriegs und den Wirren des Bürgerkriegs, in dem ein Teil für die Rote Armee und ein anderer Teil für das Weiterbestehen der zaristischen Monarchie kämpft.

Weitere Informationen: Michail Alexandrowitsch Scholochow – Wikipedia

Später kämpften Kosaken im Zweiten Weltkrieg auch freiwillig für die Nationalsozialisten und ein anderer Teil kämpfte für Stalin.

Der Roman von Henryk Sienkiewicz, eher für den Klassiker der Literatur „Quo Vadis?“ bekannt, schrieb 1884 „Feuer und Schwert“, in dem es um den Chmelnyzkyj-Aufstand und den Saporoger Kosaken geht. Im Podcast wird die sehenswerte polnischen Verfilmung erwähnt.

Film- und Literaturtipps

Autor: Michail Alexandrowitsch Scholochow – Wikipedia

Autor: Henryk Sienkiewicz – Wikipedia

Autor: Nikolai Wassiljewitsch Gogol – Wikipedia

Text: Natalya Lubensko

Podcast I +Video I +Fotogalerie I Der Ruhrpottologe isst mit Happy Nicole Heppert Kräuter

Kräuterwandern
Ein besonderes Erlebnis mit Nicole Heppert

Ein besonderes Podcasterlebnis diesmal mit viel Natur und Nicole Heppert: Kräuterwandern. 

Die Lebensfreude von Nicole ist die ganze Zeit ein ständiger Begleiter. Am Ende entlässt sie die Teilnehmer mit einem wunderbaren Lächeln und aufgefüllten Wissen, was hinter dem Grün der Blätter von Pflanzen steckt.*

Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!

Das ist ihr Motto. In ihrem Leben hat Nicki, wie sie sich auch von Freunden nennen lässt, viele besondere Orte bereist. Jetzt ist sie aus dem Harz im Ruhrgebiet gelandet. Nach einigen Stolpersteinen beruflicher Art und einem Nierenstein, den sie mit Wildkräutern in den Griff bekommen hatte, entbrannte eine neue Flamme von Neugier. Ihr Herz schlug immer schon für die Natur. So entstand die Idee Leidenschaft und Wissen für Reisen und Natur bei Kräuterwanderungen weiterzugeben.

Zum Audiopodcast: 

https://lcdn.letscast.fm/media/podcast/2a497d97/episode/acb52baf.mp3?t=1659282830

Happy sein mit HappyHeppert

HappyHeppert, wie sie ihre Internetseite nennt, hat mit ihrem Spitznamen zu tun. Sie bietet neben Kräuterwanderungen, auch Kräuterworkshops, auch online an oder macht besondere Kooperationen, wie „Yoga meets Kräuterwanderung“ mit Susanne Richter von https://yoga-in-gladbeck.com . Außerdem gibt es Seminare für Tipps und Tricks in der Naturfotografie. Als Reiseleiterin fernab von Touristenpfaden ist sie ebenfalls eine sehr gute Begleitung durch ihre Erfahrungen einiger Auslandsaufenthalte u.a. in Schweden, Kanada, Kolumbien, Bolivien und Brasilien.

Hotels, Touristenvereine oder -büros können mit Nicole Hepperts Dienstleistungen eine besondere Kooperation eingehen. Auf ihrer Internetseite finden sich reichhaltige Buchtipps zum Thema Wildkräuter, Fotografieren und „Outdoor“.

Ihre besonderen Wildkräuterwanderungen finden hauptsächlich in Bottrop statt, mitten im Ruhrgebiet.

In Bottrop gibt es Kräuter?

Sicherlich. An jeder Ecke gibt es Kräuter, die ein Kleingärtner eher als Unkraut ansieht und mit Gasbrenner und harten Chemikalien vernichtet statt zu pflücken. Dabei kann die erhöhte Harnsäure vom gestrigen Alkoholpegel mit einem der Kräuter, die an der Hütte wachsen, wieder eingependelt werden mit einem leckeren Salat aus den grünen Blättern, wenn sie nicht vorher mit Glyphosat besprüht worden sind.

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Kleingärtner haben es leichter als gedacht

Nicki kommt aber auch gern in ein Kleingartengehege und schaut nach und klärt auf, bevor ein Rasenmäher alles zunichtemacht. Sie erzählt von Gänseblümchen bei Essproblemen, über das Waschmittel Efeu, den vielseitigen Holunder bis zum herumrankenden Giersch, der jeden Gärtner ärgert. Jede Kräuterwanderung ist anders. Zu jeder Jahreszeit überrascht die Natur mit neuen Entdeckungsmöglichkeiten.

Bei Nicole habe ich eine Kräuterwanderung ganz normal gebucht. Es kommt ein Schreiben mit der Bitte zur Überweisung, weil es die Wanderung vereinfacht. Es ist eine vernünftige Lösung, denn persönlich möchte ich ja sofort loslegen und was sehen statt Kleingeld zählen. In der Mail klärt sie über Verhaltensweisen auf und wo der Treff- und Zeitpunkt ist. Vor Ort wird nochmal einiges erklärt zur Wanderung. Dann geht’s direkt mit dem Bücken los am Wegesrand beim Museum Quadrat am Bottroper Stadtpark. So war es zumindest bei mir.

Gänsefingerkraut und Gänseblümchen

Des erste Wildkraut, was wir immer und überall am Wegesrand sehen, hat schon einige Besonderheiten: Das Gänsefingerkraut kann bei körperlichen und seelischen Krämpfen angewendet werden. Direkt dahinter auf der großen noch ungemähten Wiese ein Meer von Gänseblümchen. Wer weiß, dass diese kleine zarte Pflanze tatsächlich vergleichbar mit dem „Heilkraut“ Arnika ist. Auch „Träne der Maria“ genannt, wahrscheinlich aus dem mittelniederländischen „Matelieve“, was soviel wie „Esslust“ heißt, wurde es gern zum Aufpeppeln von Kindern eingesetzt. Als Wetterorakel ist sie ebenfalls eine sinnvolle Pflanze: Auf = Sonne, Geschlossen=Regen. Gänseblümchen ist vielseitig einsetzbar und komplett essbar.

Efeu

Wir gehen an Efeu vorbei. Nicole Heppert klärt wie ein wandelndes Kräuterlexikon auf, was Efeu kann, auch wenn es giftig ist. Als Waschmittel nutzbar und bei Cellulite einzusetzen, ist Efeu ein sinnvolles Kraut. Wer allerdings wissen will, wie man mit Efeu umzugehen hat, weil auch allergische Reaktionen auftauchen können, sollte sich von Nicole Heppert aufklären lassen. Ihr Wissen frischt sie immer wieder  in verschiedenen Kräuterausbildungen,-seminaren und -lexika auf und erweitert so stetig ihre Workshops.

Holunder und Giersch

Wir kommen in den folgenden Minuten an Holunder und Giersch vorbei. Ich werde aufgeklärt, dass die Giersch nicht nur lecker ist, sondern nützlich. Jetzt sehe ich die Pflanze mit anderen Augen, die in unserem Garten alles überrankt. Sie hat wie viele andere Pflanzen ebenfalls eine wichtige Funktion in der Natur. Ich habe eigentlich einen wunderbaren kostenlosen Salat vor meiner Tür.

Holunder ist als besondere „Heilpflanze“ bekannt. Holunderblüten können zu Teigwaren oder als Sirup und Tee verarbeitet werden. Holunder ist unterstützend bei Virenerkrankungen, wirkt schweißtreibend und hilft bei Fieber und Herpes. Wir bleiben stehen bei der interessantesten „Unkrautpflanze“:

Brennnessel

Sie ist Heilpflanze des Jahres 2022 und ein Klassiker unter den Wildkräutern. Viele Menschen sehen die Brennnessel nur als Unkraut, das überall wächst. Es ist ein sogenanntes Frühjahrskraut. Brennnessel kann bei Frühjahrsmüdigkeit angewandt werden. Brennnesseltee unterstützt beim Entschlacken. Brennnessel ist eine leckere Zutat im Auflauf. Als Smoothie eine besondere proteinreiche Zugabe. Brennnessel ist gut bei Eisenmangel und enthält auch Kieselsäure. Somit ist das Wildkraut gut für Haut und Haare. Brennnesselwasser, z.B. unterstützt bei Haarausfall. Brennnessel wirkt positiv bei Magen und Darm und kann bei Pollenallergie helfen.  Vorsicht allerdings bei Histaminintoleranz. Langsam und vorsichtig, d.h. mit wenig anfangen und mit dem Arzt absprechen! Die oberen Blätter sind weniger beharrt und angenehmer zum Essen. Wichtig ist die Brennnesselhaare vor dem Essen rausstreichen. Nicht zu vergessen kann Brennnessel auch bei den eigenen Pflanzen angewendet werden, z.B. als Düngemittel oder Antiläusemittel bei Rosen.

Nicole erzählt begeistert über die Brennnessel. Sie holt immer noch die ein oder andere an Information raus, die einen umhaut, was diese Pflanze alles kann.

Die Kräuterwanderung geht weiter, aber nicht mehr für den Podcast, denn wir wollen ja neugierig machen. Es ist immer besser es selbst zu erleben. Ich wollte nur neugierig machen und die Wanderung selbst begeisternd erleben. Nach den Ausführungen über ihr vorheriges Leben und wie sie zum Kräuterwandern gekommen ist, bekomme ich noch einige Pflanzen zu Gesicht, die Warzen verschwinden lassen können oder einfach nur lecker und vitaminreich im Salat sind.

Mit der wandelnden Naturlexikonate Nicole Heppert können viele Dinge nicht nur vom Wegesrand erfahren werden. Mit Nicole erhält man einen Blick hinter die grünen Blätter von Wildkraut. Es lohnt sich auf jeden Fall. Es wird ein besonderes Naturerlebnis und ist jedes Mal anders, je nach Tageslicht oder Jahreszeit.

Ich habe nur die Befürchtung, dass demnächst der Stadtgarten Bottrop keine Pflanzen mehr hat, wenn sich Ärzte immer weniger Zeit nehmen für ihre Patienten. (Scherz)

Wichtige Information

Deswegen ist folgende Aussage wichtig: Kräuter sind immer komplementär, also ergänzend, einzusetzen. Schwerwiegende Erkrankungen mit entsprechender medizinischen Behandlung und gleichzeitige Einnahme von Kräutern sollten mit dem Arzt abgesprochen werden. Wechselwirkungen müssen ausgeschlossen werden. Selbstbehandlungen mit Kräutern sollten auch wegen Allergien nicht einfach durchgeführt werden. Darauf weist Nicole Heppert auch generell immer hin. Sowie auch bei der Ausdrucksweise immer darauf hingewiesen wird, dass Heilaussagen nicht gemacht werden. Es ist leider immer ein schmaler Grad in der heutigen Zeit, nicht von der Pharmaindustrie oder Staat angeklagt zu werden, wenn gesagt wird: Brennnessel kurieren deine Gicht aus. Obwohl in Kräuterlexika oft Heilaussagen stehen, distanziert sich Nicole davon. Wichtig ist für sie ihr Wissen weiterzugeben und zu zeigen, was Kräuter können. Das alte Wissen, was durch die Pharmaindustrie entweder in der Neuzeit verunglimpft haben oder von der Kirche im Mittelalter als Ketzerei abgetan, kann Nicki ohne Sorge zu haben auf dem Scheiterhaufen zu landen, preisgeben. Es lohnt sich!

Sie nimmt ihre Aufgabe Kräuter und ihre möglichen Funktionen zu zeigen und erklären sehr ernst. Sie lässt ausprobieren, schmecken, klärt jede noch so dumme Frage. Sie weiß, was giftig und was nahrhaft ist. Sie ist deswegen auch die perfekte Kräuterwanderführerin. Jede Jahreszeit hat seine ganz eigene Kräuterzeit. Es lohnt sich das ganze Jahr entweder einen Termin mit ihr zu machen oder auch als Geschenkgutschein. Auf ihrer Internetseite gibt es einiges zu entdecken. Neben dem Blog über Kräuter, ist sie auch eine begnadete tolle Fotografin. Jede ihrer Reisen setzt sie in einem besonderen Licht fest.

Goethe, Fuhlenbrock und Wildkraut im Ruhrpott

Sie lebt mit ihrer Selbstständigkeit vor Ort frei nach Goethes Zitat: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“.

Dabei hat Goethe an Fuhlenbrock, als er damals hier durchgekommen ist, kein gutes Haar gelassen. Was wäre, wenn Goethe von Nicole Heppert heute in die Umgebung entführt worden wäre. Er würde seine Meinung ändern, und auch die von Personen außerhalb des Ruhrgebiets und aus dem Ausland.

Ein Termin mit Nicole Heppert ändert Alles. Happy Heppert, der Name ist Programm. Sie bringt die Lebensfreude mit, wenn sie die Dinge erklärt. Deswegen habe ich bewegt, dass sie auch mit ihren besonderen Dienstleistungen im Ruhrpottverzeichnis für Kleinunternehmer*Innen vorhanden ist. Es war für mich ein besonderes Erlebnis, das ich nur weiterempfehlen kann und werde.

*Der Podcast, das Video, die Fotos und auch der Text sind alles unbezahlte Werbung für eine ganz besondere Person, die aus dem Harz ins Ruhrgebiet gekommen ist, um hier neue Menschen zu finden und sich wohl zu fühlen und dies auch in voller Dankbarkeit annimmt. Nicole Heppert ist mit einer POTTfirma auch ein POTTmensch mit dem Grünzeug am richtigen Fleck mitten im Ruhrpott.

Wer mehr über Nicole Hepperts Kräuterwanderungen oder anderen Dienstleistungen wissen möchte:

Kräuterwanderungen mit Happy Nicole Heppert

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Wildkräuterexpertin, Reiseleiterin, Wanderführerin, Fotografin 

Nicole Heppert

Wiggermannstrasse 6

46236 Bottrop

E-Mail-Adresse: info@happyheppert.com

Kontaktformular: https://www.happyheppert.com/kontakt-contact/

Telefon: +49 [0] 2041 9868292 

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Fotos/Text: André Brun

Die Kräuterhexe - Foto: Nicole Heppert, entnommen von der Internetseite mit freundlicher Genehmigung
Visitenkarte von Nicole Happy Heppert

Podcast I UKRAINEBILD #5 Hrywnja – Die Ukrainische Währung und die Persönlichkeiten auf den Geldscheinen

Die Geschichte der Ukrainischen Währung Hrywnja

In der Währungsreform im September 1996 wurde die Währung Hrywnja (ausgesprochen Griwna) eingeführt. Die Ukraine leidete damals unter einer hohen Inflation. Natalia erzählt von der Zeit, wo ihre Eltern mit Coupons Lebensmittel bezahlt haben und mit den vorhandenen Geldscheinen Monopoly gespielt haben, weil sie keinen Wert mehr durch die hohe Inflation hatten.

Der Wechselkurs am 21.7.22: 1 EUR = 30,228 UAH / 100 UAH = 3,3082 EUR

Der Emittent ist die Nationalbank der Ukraine.

Unter den Kiewer Rus entstand schon die Geldeinheit Hrywnja/Griwna und entsprach 1 Pfund Silber etwa 400 Gramm nach heutigen Maßstäben.

Historiker sagen, dass die Währung von den goldenen oder silbernen Schmuckstücken stammt, die um den Hals von Fürsten und Fürstinnen getragen wurde, das übersetzt Griwa bzw. Zagriwok heißt.

Kleinere Währungseinheiten wurden nach besonderen Tierarten benannt:  

  • Nogota – Bär oder Wolf, Kuna
  • Nerz oder Zobel
  • Wekscha – Eichhörnchen
  • Umgerechnet war 1 Hrywnja = 20 Nogota = 25 Kuna = 100 Wekscha.

Man erkennt die Unterschiede zu einer größeren Währung, wie Nogota, die Bärenwährung zur Eichhörnchenwährung Wekscha. Die Kiewer Rus haben sich also etwas Besonderes mit den tierischen Begriffen gedacht. Große Tiere waren gute schwere Münzen, kleine Tiere Kleingeld von weniger gutem Wert.

Im 11. Jahrhundert wurde Griwna eine Maßeinheit. So entsprach im 12. Jahrhundert eine Silbergriwna einem Gewicht von ca. 204 Gramm im heutigen Maßstab.

Im Laufe der Zeit änderte sich die Bezeichnung der Kupfermünzen im Wert von 2,5 oder 3 in Kopijok und Hrywenik als Silbermünze im Wert von 10 Kopijok. Diese alten Bezeichnungen hielten sich mehrere Jahrhunderte bis in die Zeit der Sowjetunion.

Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde die ukrainische Volksrepublik auf dem bisher zaristischem russischem Gebiet gegründet. Sie hatte die Währung Karbowanez. Nach dem Zusammenschluss mit den ehemaligen Habsburgergebieten der Westukraine am 22. Januar 1919 wurde im März die neue Währungseinheit Hrywnja eingeführt.

In 100 Einheiten war sie halb so viel wert, wie ein halber Karbowanez. Das war nach den sowjetischen Währungsreformen, die den „Rubel“ einführten, trotzdem weiterhin auf Ukrainisch Karbowanez.

1991 nach dem Ende der Sowjetunion und der Gründung des Staates Ukraine gab es die Kupon-Karbowanez. 1992 hatten 135 Kupons den Wert 1 DM. Mit der einhergehenden Inflation brauchte man 102886 Kupons um 1 DM zu bekommen.

Präsident Loenid Kutschma erließ am 25. August 1996 eine Währungsreform. Vom 2. bis 16.9.1996 wurde die Währung mit dem alten Namen „Hrywnja“ ausgegeben. 1,21 Hrywen zu 1 DM. Als der Donbass-Krieg losging sank der Wert auf ca. 30 Hrywnja zu 1 Euro (ca. 60 Hrywnja zu 1 DM).

Auf den kleinen Münzen Kopijok ist das Staatswappen der Ukraine abgebildet, das eingerahmt ist von Weizenähren. Die Kornkammer der Sowjetunion und der größte Exporteur der Welt von Weizen ist bisher immer die Ukraine gewesen. Das Gelb des Weizen ist auch die gelbe Farbe der Flagge. Das Blaue darüber der blaue Himmel der Ukraine.

Die Geldscheine wurden den neuesten Techniken und modernen Designs angepasst jeweils 1992, 1994, 1995 und 2004. Die neueste Geldscheinserie ist in den ukrainischen Nationalfarben gestaltet.

Die verschiedene Persönlichkeiten auf den Geldscheinen

1 Hrywien-Geldschein: Wladimir I, der Große

Auf der Vorderseite ist der Großfürst von Kiew, Wladimir I, der Große, geb. 960, gest. 1015, zu sehen. Er regierte das Reich der Kiewer Rus ab 980 bis zu seinem Tod. Er vergrößerte das Reich und christianisierte es 988. Deswegen wird Wladimir I, auch „Der Heilige“ oder „Apostelngleiche“ genannt. Das Erbe von Wladimir I. sind die drei ostslawischen Völker der Ukrainer, Russen und Weißrussen, die unter ihm regiert wurden.

Die alten Scheine zeigten auf der Rückseite die Ruinen von Chersones. Die alte griechische Kolonie auf der Krim wurde von dem Großfürsten 988 erobert. Dort ließ er sich in einer Kirche taufen. Von dort breitete sich bei den Ostslawen das Christentum aus. Auf dem neuen Schein ist die mittelalterliche Burg in Kiew von Wladimir I. zu sehen.

2 Hrywni-Geldschein: Jaroslaw, der Schwiegervater Europas

Auf der Vorderseite des braunen Scheins ist das Porträt von Jaroslaw I.,  der Weise genannt. Die Rückseite zeigt die Kiewer Sophienkathedrale.

Jaroslaw I. Wladimirowitsch war Großfürst von Kiew von 1019 – 1054, Sohn des Wladimirs I. Er wird in der russisch-orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt. Er kämpfte mehrmals gegen Brüder, Onkeln und verschwägerten polnischen Großherzögen bis er zu einer großen alleinigen Macht kam.

1035 begann er eine Heiratspolitik. 1019 heiratete er die Tochter von Olof Skötkonungs, dem ersten christlichen Wikinger König von Schweden. Die Söhne und Töchter wurden in die Königshäuser Frankreich, Norwegen, Ungarn, Byzanz und deutschen Fürsten verheiratet. Anna wurde französische Königin und gebar den zukünftigen König von Frankreich Phillip I. Der Name allein ist damals in Westeuropa nicht bekannt gewesen, aber in der orthodoxen Kirche spielt der Apostel Phillipus oder der makedonische König Phillip II. eine große Rolle.

Die Schwester Maria Dobroniega wurde mit dem polnischen Thronanwärter verheiratet und damit konnte Kasimir diesen dann für sich gewinnen.

1019 stellte Jaroslaw I die Russkaja Prawda, die erste russische Gesetzessammlung zusammen. Es waren eine Mischung byzantinischer Gesetze und slawischer Gewohnheitsrechte. Das eingeführte Senioratsprinzip regelte Erbstreitigkeiten und konnte verhindern, dass sich andere Herrschaftsverbände mehr Macht sichern konnten. Es sollten auch Thronwirren ausgeschlossen werden und Kriege zwischen den Verwandten. Aber genau das Gegenteil passierte. Es trug dazu bei, dass die Kiewer Rus sich im Laufe der Jahrhunderte zersplitterte und förderte im 14. Jahrhundert den Aufstieg von Moskau und damit den Fall von Nowgorod durch Iwan I., genannt der Schreckliche.

Jaroslaw I vergrößerte unter seiner Herrschaft die Städte Kiew und Nowgorod und baute die Sophienkathedralen. Bis heute liegt Jaroslaw I. in der Kiewer Kathedrale begraben.

1036 gewann er gegen das Reitervolk Petschenegen, die das Land immer wieder überfielen.

5 Hrywen Geldschein: Bohdan Chmelnykyi, der große Kosaken-Hetmann

Auf dem blauen Schein wird Bohdan Chmelnyzkyj gezeigt. Die Rückseite zeigt die Kirche des Dorfes Subotiw bei Tschyhyryn. Bohdan (ausgesprochen Bogdan) ist ca. 1595 geboren und 1657 gestorben. Der Hetmann der ukrainischen Kosaken war Gründer eines „Kosaken-Staates“. Er kämpfte als Anführer eines großflächigen Aufstands gegen die Herrschaft von Polen-Litauen. Durch ihn konnte mit dem Vertrag von Perejaslaw das Gemeinwesen unter den Schutz der Zaren von Russland gestellt werden.

Die Lubliner Union begründete 1569 die polnisch-litauische Adelsrepublik unter der Herrschaft der polnischen Krone. Die orthodoxe ukrainische Bevölkerung auf dem Gebiet wurde diskriminiert. Katholische Einwohner wurden bevorzugt behandelt. Bohdan konnte durch mehrere Siege nach 1648 bis 1654 eine Bitte an den russischen Zaren stellen. Als „Kleinrussen“ und orthodoxe Glaubensbrüder wollte er und die demokratische Mehrheit der ukrainischen Kosaken unter den „Schutz“ des Zaren Alexei I. in ein russisches Protektorat eingebunden werden. Sie leisteten ihren Eid und bildeten unter dem Zaren eine eigene Armee, die für den Zaren bei Krieg eingezogen werden konnten.

10 Hrywen Geldschein: Iwan Masepa, eine Kosakenlegende

Der rote Schein bildet Iwan Masepa vorn und das Kiewer Höhlenkloster auf der Rückseite ab.

Iwan Stepanowitsch Masepa, geb. 20.3.1639, gest. 21.9.1709, war Hetmann der ukrainischen Saporoger Kosaken seit 1687. Masepa gehörte zum Adel der Rechtsufrigen Ukraine an, die rechts (westlich) des Fluss Dnepr liegt und mit dem Vertrag von Andrussowo 1667 zu Polen-Litauen gehörte, während die linksufrige Ukraine unter dem russischen Zaren regiert wurde. Die Teilung führte zu einem innerukrainischen langandauernden Konflikt, das als „Zeit des Ruins“ in die Geschichte einging.

Masepa studierte in Kiew und kam ins Warschauer Jesuitenkolleg. Als Page kam er zum Hof des Königs Johann Kasimir von Polen. Nach mehreren Reisen in Westeuropa wurde er im Bett einer Magnatengattin überrascht. Daraufhin nackt auf dem Rücken eines Pferdes gebunden und davongejagt.

Er trat in der rechtsufrigen Ukraine dem Hetman und Kosaken Petro Doroschenko bei, wechselte aber in den Dienst des linksufrigen Hetmann Iwan Samojlowytsch und wurde dessen Adjudant. Nach dessen Absetzung wurde er zum Hetmann gewählt. Seine nachfolgenden Taten waren wichtig für die Kosaken und die Ukraine. Denn er festigte seine Macht nach außen und innen. Er schützte die Grenzen gegen Türken und Tataren, förderte die orthodoxe Kirche und die Kosakenaristokratie mit mehr Grundbesitz. Er selbst wurde dadurch zu einem der reichsten Gutsbesitzer Europas. Als Freund des jungen Zaren Peter I. kämpfte er gegen die Osmanische Festung Asow.

Allerdings ging Peter I. nicht gerade nett mit den Kosaken um. Er nutzte sie als „Kanonenfutter“ mit 70 % Verluste bei kriegerischen Auseinandersetzungen. Damit war Masepa nicht einverstanden, so dass er einen neuen Verbündeten suchte, um die Ukraine und Kosaken aus den Fängen von Zar Peter I. herauszulösen. Der schwedische König Karl XII. unterstützte ihn, allerdings hatte Masepa selbst nur 3000 Kosaken um sich herum scharren können. Denn durch die brutale Zerstörung der Hetman-Hauptstadt Baturyn und die Tötung aller 6000 Bewohner einschließlich Alten und Kindern, hatten die Kosaken Angst mit Masepa gegen den Zaren zu kämpfen, weil sie weitere Brutalitäten erwarteten. So scheiterte der Aufstand mit Hilfe von Karl XII. Nur wenig später nach seiner Flucht in das osmanische Reich starb Masepa.

Seine Geschichte allerdings inspirierte viele Schriftsteller. Voltaire veröffentlichte eine Biographie 1731 und stellte ihn als Volkshelden dar. Lord Byron widmete mit Mazeppa ein Heldengedicht, der russische Autor Faddei Wenediktowitsch Bulgarin schrieb einen Roman ihm zu Ehren, Rudolf Gottschall schuf ein Drama. Auch Daniel Defoe und Victor Hugo, sowie Rainer Maria Rilke und Bertold Brecht widmeten Skizzen, Gedichte oder Balladen. Puschkin schuf das Poem Poltawa. Tschaikowski die Oper Mazeppa, Franz Liszt die Sinfonische Dichtung Nr. 6. Der deutsche Regisseur Werner Berger schuf 1919 den Film Mazeppa, der Volksheld der Ukraine.

In der Zensur der Sowjetunion wurde Masepa negativ beschrieben. Seit 1991 ist er nun offizieller Nationalheld der unabhängigen Ukraine.

20 Hrywen Geldschein: Iwan Franko, der Gesellschaftskritiker

Seit 2003 zeigt der grüne Geldschein vorn den Schriftsteller Iwan Franko, geb. 1856, gest. 28.5.1916, vor dem Hintergrund der ukrainischen Karpaten.

Ihm widmete man 1962 die Stadt Stanislau und Oblast die Umbenennung in Iwano-Frankiwsk. Das Opernhaus von Lwow ist auf der Rückseite, das ebenfalls 1956 bis 2000 seinen Namen trug. Das Opernhaus gilt als das schönste in ganz Ost- und Mitteleuropa.

Iwan Franko war Journalist, Literaturkritiker und Übersetzer. In Galizien wuchs er mehrsprachig auf. Er schrieb und übersetzte Texte in Ukrainisch, Tschechisch, Deutsch, Russisch, Bulgarisch und Polnisch. Er hatte als einer der wenigen einen großen Einfluss auf die ukrainische Literatur und den nationalen Gedanken  mit einem Gesamtvolumen von nicht schätzbaren mehreren 1000 Werken, allein 220 Bücher und Broschüren. Er konnte als einer der wenigen Autoren von seinem Schreiben leben. Sogar wir kennen die Fabelgeschichte Der Hase und der Igel…

Er studierte Philologie, Pädagogik, Psychologie, Anthropologie und ukrainische Sprache und Literatur in Lwow. Die Universität von Lwow wurde nach ihm benannt.

Iwan Franko verfasste gesellschaftskritische Texte seiner Zeit, die ihm auch mehrmonatige Gefängnisaufenthalte beehrte, die er wiederum schriftlich verarbeitete und veröffentlichte. Unter anderem übersetzte er Goethes Faust und Heines Deutschland – Ein Wintermärchen und eine Artikelserie über Taras Schewtschenko.

Mit seinem Freund Mychajlo Pawlyks wurde 1890 die ruthenisch-ukrainische radikale Partei gegründet, die den ukrainischen nationalen Charakter fördern wollte in einer Zeit, wo in ganz Osteuropa, die bisher durch große Königshäuser, die kleinen Völker über Jahrhunderte unterdrückt wurden, wie z.B. bei den Tschechen, Slowaken, Polen uva. Ein 1977 gefundener Asteroid trägt seinen Spitznamen Kamenyar.

Er wurde auf dem Lytschakiwski-Friedhof in Lwow begraben.

50 Hrywen Geldschein: Mychajlo Hruschewskyj, der große Historiker der Ukraine

Mychajlo Hruschewskyj, geb. 29.9.1866, gest. 25.11.1934, war Professor für osteuropäische Geschichte an der Kiewer Universität und ukrainische Geschichte an der Universität Lwow. Dort begann er 1898 die Arbeit an dem Werk „Geschichte der Ukraine-Rus“, das er 1927 vollendete und die Geschichte der Ukraine bis in die 1660er erzählt. Er war von 1917-1920 während der ukrainischen Revolution das Staatsoberhaupt der Zentralna Rada, dem politischen Entscheidungsorgan und damaligen provisorischen Repräsentanz. Die Veröffentlichung seines historischen Werkes wurde erst unter Gorbatschow 1989 in der Sowjetunion erlaubt.

Die Rückseite hatte bis 2004 das ukrainische Parlament, Werchowna Rada, abgebildet. Nun ist das pädagogische Museum von Kiew abgebildet, was das erste Parlamentshaus von 1917-1918 war. Die Umrahmung mit einer Bäuerin und Arbeiter zeigen die soziale Ausrichtung der damaligen Regierung.

100 Hrywen Geldschein: Taras Schewtschenko, der Freiheitsliebende

Ein junger Taras Schewtschenko ziert die Vorderseite eines bunteren 100er Geldscheins. In Leibeigenschaft 1814 geboren, wird der Maler und Lyriker Taras. Er starb 1861. Er wurde vom russischen Maler Karl Brjullow losgekauft. Taras Gedichte prägen Freiheitsstreben und Leiden der Ukrainischen  Bevölkerung. Auf der Rückseite wurde die ursprüngliche Sophienkathedrale mit der Landschaft des Dnepr und dem Tschernetscha Hora (Mönchenhügel), der auch Tarasowa Hora (Taras-Hügel) gennant wird, abgebildet. Dort wurde Taras auch auf eigenen Wunsch, was er im 1845 verfassten Gedicht Vermächtnis der Nachwelt erklärte, am Ufer begraben.

Taras Lyrik trug zur Entwicklung der ukrainischen Sprache und zum Erwachen des Nationalbewusstseins bei. Die Ukrainische Literatur begann sich durch ihn zu entwickeln.

Seinem Schicksal als Leibeigener Maler für seinen Herrn Pawel Engelhardt tätig zu sein war nicht einfach zu entkommen. Leibeigene konnten sich freikaufen. Engelhardt forderte 2500 Rubel. Handwerker bezahlten 500 bis 1000 Rubel. Die Gönner von Taras organisierten eine Lotterie am 14.4.1838. Sogar die Zarenfamilie gaben 1000 Rubel dazu.

1845 erschien das Gedicht Ketzer (ukrainisch Jeretyk). Damit begann der sogenannte Panslawismus, ein romantischer Nationalismus. Das Ziel war die Einigung aller slawischen Völker in Politik, Kultur und Religion.

Ab 1846 lehrte Taras Malerei an der Kunsthochschule der Kiewer Universität. Mit dem Maler Michail Saschin bewohnte er ein Haus nahe des Majdan, in dem sich heute das literarische Gedenkhaus und Museum von Taras Schewtschenko befindet.

Von 1847 bis zu seinem Tod wurde er aus der Ukraine verbannt. Man konnte ihm nicht die Mitgliedschaft in der panslawistischen „Kyrill-Method-Bruderschaft“ nachweisen. Jedoch wurden seine Gedichte als revolutionär eingestuft. Niemand wollte eine selbstständige Ukraine. Im Gedichtzyklus In der Kasematte (W kasemati) während der Haft in St. Petersburg beginnt sein neuer Leidensweg. In den Gedichten Der Traum, Der Kaukasus und Der Brief wurde die Deutung der Unterdrückung der Ukraine beschrieben. Am 30.5.1847 wurde er als einfacher Soldat auf Lebenszeit verurteilt mit Verbannung aus der Ukraine. Zar Nikolaus I. untersagte Schreiben und Malen und setzte ihn unter strenger Aufsicht.

In der Verbannung nahm er von Oktober 1848 bis Mai 1849 bei Alexei Butakows Expedition zum Aralsee teil. Die wissenschaftlichen und erforschten Landschaften zeichnete er. 1961 wurde sie die nördliche Bucht Schewtschenko-Bucht genannt.

Im Laufe der Zeit wurde er denunziert und ans Kaspische Meer verbannt, wo er wieder bei einer Expedition ins südliche Gebirge Kasachstans, Quaratau, Zeichnungen erstellen konnte. Unter einem Pseudonym erstellte er weiterhin Bilder und Gedichte.

1857 starb Nikolaus I. und Fjodor Tolstoi, russischer Maler, Zeichner und Bildhauer, Vizepräsident der Kunstakademie konnte seine Begnadigung erwirken. Einen Tag nach seinem 47. Geburtstag und eine Woche nach der Abschaffung der Leibeigenschaft in Russland verstarb Taras in St. Petersburg.

200 Hrywen Geldschein: Lessja Ukrajinka, die zarte Naturlyrikerin

Lessja Ukrajinka, geb. 1871, gest. 1913, ziert seit 2007 den violetten Schein. Die Rückseite zeigen Teile der Burg Lubarta in Luzk.

Die ukrainische Dichterin, Dramatikerin und Übersetzerin verfasste Lyrik in traditioneller folkloristischer Form, bevor sie sich auf Naturlyrik und historische Dichtung spezialisierte.

Ihr Leben lang musste sie mit einer Tuberkulose-Erkrankung kämpfen. Dieser Kampfwille und der Optimismus kommt in dem Gedicht Contra Spem Spero ! (Gegen die Hoffnung hoffe ich!) stark zum Ausdruck.

Sie übersetzte Turgenjew, Adam Mickiewicz, Victor Hugo, Macbeth von Shakespeare, auch Dante, Lord Byron und Gerhart Hauptmann, sowie sozialistische und marxistische Texte von Lenin, Marx und Engels, obwohl sie nie eine Schule besuchte, sondern von ihrer Mutter, der Schriftstellerin und Journalisitn Olena Ptschilka unterrichtet wurde.

Viele Kuraufenthalte in Europa und Ägypten, sowie Georgien öffneten ihr den Horizont. 1913 starb sie und wurde begraben auf dem Baikowe-Friedhof in Kiew.

Sie war wegen eines Klinikaufenthalts in Berlin. Dort wurde an der Johannistraße 11 eine Gedenktafel zu ihren Ehren aufgehängt.

Seit 1941 wurde das Nationaltheater des russischen Dramas in Kiew ihr gewidmet.

500 Hrywen Geldschein: Hryhorij Skoworoda, der Wanderphilosoph

Hryhorij Skoworoda (lat. Gregorius), geb. 1722, gest. 1794, war ein Philosoph, Dichter, Sänger und Autor von Fabeln. Als umherreisender Pilger und Lehrer bildete er eine weltoffene Anschauung. Sein Onkel Ignatij Poltawzew war ein Würdenträger im Russischen Reich und Kammerfurier, eine im Militär wichtige Person der Logistik, der Zarin Elisabeth. So konnte Skoworoda als Begleiter in diplomatischen Missionen Österreich-Ungarn bereisen.

Seine modernen Ideen zur Interpretation von Poesie und die individuelleren Erziehungsmethoden im Werk Betrachtung über die Poesie und Anleitung zur Kunst derselben, forderte er die natürlichen Begabungen der Schüler zu fördern. Dies führte allerdings zur Entlassung vom bischöflichen Arbeitgeber.

Auch seine Ethikkurse am Charkower Kolleg, seiner letzten Anstellung, wurden nicht gern gesehen. Er war seiner Zeit voraus. So entschied er sich zu einem Wanderphilosophen zu werden. Dabei entstanden Werke, wie Der Garten der göttlichen Lieder oder Eingangstür zu christlichen Sittsamkeit.

Sein selbst verfasster Grabspruch war: Die Welt jagte mich, konnte mich aber nie fangen.

Im Ort Skovorodynikwa, wohl nach ihm benannt, Nähe Charkiw, arbeitete er zuletzt. In diesem Haus steht das Literatur Gedächtnismuseum. Am 6.Mai 2022 wurde es stark beschädigt durch eine russische Rakete. Zum Glück wurden die meisten Ausstellungsstücke vorher in Sicherheit gebracht.

Auf der Rückseite ist die Mohyla-Akademie, die Nationale Universität von Kiew. 1632 gegründet ist sie die älteste in der Ukraine am Kontraktowa-Platz in der Altstadt. Sie war nach dem Muster polnischer Eliteschulen aufgebaut worden. Nach der Oktoberrevolution 1918 wurde sie umgenutzt von der militärischen Dnipro-Flotille für eine Marine-Hochschule. Erst 1992 wurde sie wieder nach alten Maßstäben neu eröffnet durch Gelder von Exilukrainer aus den USA und Kanada.

Bei der orangenen Revolution 2004 war sie die erste Universität, die sich an den Massendemonstrationen für den Kandidaten der Opposition Wiktor Juschtschenko beteiligte.

Die Fakultäten Geistes-, Wirtschafts-, Rechts-, Natur- und Sozialwissenschaften und Informatik sind im Angebot der Universität.

1000 Hrywen Geldschein: Wolodymyr Wernadski, der Gründer der Geochemie

Wolodymyr Wernadski zeigt den 2019 geschaffenen neuen 1000er, der durch die Inflation durch den Bürgerkrieg im Donbass eingeführt wurde. Wernadski, geb. 1863, gest. am 1.1.1945, war Geologe und Begründer der Geochemie, Radiogeologie und Biogeochemie.

Er studierte von 1881 bis 1885 Naturwissenschaften an der Universität St. Petersburg mit der Spezialisierung auf Geologie und Mineralogie. 1889 bis 1911 lehrte er als Professor für Mineralogie an der Moskauer Lomonossow-Universität. 1914 wurde er zum Direktor des geologischen und mineralogischen Museums der St. Petersburger Akademie der Wissenschaften. 1919 wurde er erster Präsident der Akademie der Wissenschaften der Ukraine. In St. Petersburg, in der Sowjetunion Leningrad, gründete er das Staatliche Radiuminstitut ab 1939.

Wernadski propagierte ein Konzept der Noosphäre, einer Biosphäre, die durch das Bewusstsein des Menschen gesteuert wird. Darin stellte er zwei Gesetze auf: die Anzahl und Arten der chemischen Elemente, die den Zyklus der lebenden Materie eingehen und mit der Zeit zunimmt und zweitens dass sich diese Vorgänge mit der Zeit beschleunigen.

Er war stets für den gesellschaftlichen Fortschritt und äußerte sich auch offen zu Problemen des Lebens in Russland. Durch die Rohstoffprobleme beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs ließen ihn eine Kommission zur Erforschung der natürlichen Produktionsressourcen Russlands gründen. Bis 1930 konnte hier das Vorkommen mineralischer Rohstoffe erforscht werden.

Er war Begründer und Theoretiker der Geochemie. Er untersuchte den Bau der Silikate, Organismen in den Prozessen der Radioaktivität von Mineralien. Auch die Prozessentwicklung von Erdwärme mit Hilfe der Radioaktivität und das Bestimmen eines absoluten Alters von Gestein basierte auf seinen Untersuchungen.

Er begründete mit seinem Schüler Fersman die Geochemie als eigenen Wissenschaftszweig. In weiteren Forschungen veröffentlichte die Grundlagen von geochemischen Zyklen und der Theorie geologischer Hüllen der Erde, die sogenannten Erdsphären bzw. Geosphären.

Die Rückseite zeigt die Nationale Akademie der Wissenschaften.

Quellen:

Wikipedia: Hrywnja – Wikipedia mit seinen Verlinkungen zu den jeweiligen Persönlichkeiten

Nationalbank Ukraine: National Bank of Ukraine

Podcast I +Fotos I +Video Der Ruhrpottologe besucht die Ahrtalhelferin Monika Waterkamp

Monika Waterkamp aus Dorsten spricht über das Ahrtal und die Situation seit der Flut und ein Jahr danach

Monika Waterkamp aus Dorsten spricht über das Ahrtal und seine Situation seit der Flut bis Jetzt

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Genau ein Jahr ist es her, am 14.7.21, als der lang anhaltende Regen einige Flüsse über die Ufer treten ließ. Das Ahrtal war am schlimmsten betroffen. Monika Waterkamp hat sofort nach den ersten Bildern aus der Eifel und dem Ahrtal beschlossen zu helfen. Sie setzte sich ans Telefon und strickte die ersten Kontakte. Innerhalb von 24 Stunden organisierte sie für Kall zehn Fahrzeuge und Helfer aus dem Ruhrgebiet voller Lebens- und Hilfsmitteln. Der Konvoi wurde von der Polizei vom Kreis Recklinghausen gesichert, lobte Monika Waterkamp, die einfach mal nachgefragt hatte, ob es möglich wäre sie zur Sicherheit zu begleiten.

Die Bastlerin hatte vor kurzem eine zündende Idee, um Kosten zu sparen. Denn Reisemobil, Wohnwagen, Hotel und Ferienwohnungen kosten viel Geld. Sie baute sich auf ihrem Anhänger eine Schlaf- und Wohnkabine, eine Art Tinyhaus. Das eingesparte Geld kommt somit dem Ahrtal zu Gute, wo sie immer wieder helfen wird, solange die Hilfe gebraucht wird. Ihre komplette Energie widmet Monika dem Ahrtal und ihren Bewohnern. Allein helfen geht, wenn man will. Aber sie hat auch ein Netzwerk, dass sie anzapfen kann, wenn sie Unterstützung braucht.

Im Stillen Gedenken Opfer der Flutkatastrophe
Von der Flut zerstörtes Haus in Sinzig

Die Bilder und Erzählungen von den geschockten betroffenen Menschen und die Verwüstungen der Flüsse hat sie entscheiden lassen, regelmäßig weiter zu unterstützen. Die erste Anfahrt ging nach Kall in die Eifel. Die zweite Tour ging zum Ahrtal. Das in der Zwischenzeit aufgebaute eigene Netzwerk half ihr bei fehlenden Baustoffen, mal mit Benzin, mal mit Kleidung oder Werkzeug. Ein Tag war sie auch in Leverkusen-Opladen. Heute eine von einigen vergessenen Städten, wie Wuppertal und Hagen, die damals auch stark betroffen waren.

Ahrtal ist ein Muss, fast eine Sucht, für Monika Waterkamp geworden. Mittlerweile sind kaum noch Helfer und Unterstützer im Ahrtal. Sie sind zum Teil politisch nicht erwünscht. Darüber redet Monika im Podcast. Sie erzählt von Resignation anderer Helfer, die z.T. Jahresurlaub genommen haben. Es gab Firmen, die mit Bagger, Traktor, schwerem Gerät gekommen waren und freiwillig Arbeitskräfte gestellt haben. Aber von Land und Staat keine Unterstützung. Für die Politik waren manche Dinge einfach schnell eine Selbstverständlichkeit. Gut das es die Ehrenamtler gibt…

Vieles kann und muss hinterfragt werden, was zu langsam ging bisher in dem einen Jahr, aber auch wieso nicht rechtzeitig vernünftig gewarnt wurde. Erst jetzt fängt ein Untersuchungsausschuss an den Fall des Krisenstabs im Ahrtal zu klären. Erst jetzt nach über einem Jahr werden Gelder ausgezahlt. Kritik an die komplizierten Fragestellungen der Gelder verhallen in den Behördengängen. Es gibt Frust und Ärger unter den Betroffenen. Einigen konnte schnell geholfen werden, anderen wiederum weniger schnell.

Sicherlich die Infrastruktur musste als erstes wiederhergestellt werden. So können manche betroffenen Gegenden besser erreicht werden. Die Anschlüsse für Wasser und Abwasser, Strom und Heizung mussten schneller als ein Hausbau fertig werden, da sie für die Grundversorgung des ganzen Ahrtals am wichtiger sind.

Dennoch haben viele Helfer resigniert oder haben die Zeit nicht mehr, die sie bisher geopfert haben. Manche haben ihren Jahresurlaub genommen und halfen, wie sie konnten. Durch den Krieg in der Ukraine helfen auch Einige nun an anderer Stelle in der Ukrainekrise. Es gibt auch verbale Ärgernisse gegenüber den Ersthelfern. Personen, wie Markus Wipperfürth oder Andreas Maertz, die in den ersten Wochen fast 24 Stunden täglich geholfen haben, werden mittlerweile verbal angegriffen. Sie erhalten keine Unterstützung von Institutionen, wie Staat, Land, Caritas oder Rotes Kreuz. Sie müssen auf eigene Faust um Spenden betteln, genau wie Monika Waterkamp, die seit den ersten Tagen das Ahrtal mit eigenen Geldmitteln, privat den Menschen vor Ort helfen.

Monika ist eine Amazone mit 1,88 Meter Größe und einer tiefen Stimme. Mit 58 Jahren noch unblaublich agil, weiß sie sich bei den Menschen durchzusetzen. Sie erzählt so manche Anekdote im Podcast, die sie erlebt hat. Im Ahrtal hilft sie privat und braucht immer mal wieder auch größere Kleinigkeiten, um etwas fertig zu stellen. Ihre Geldreserven sind auch aufgebraucht worden, die sie in jede Fahrt investiert hat. Die Dankbarkeit und neuen Freundschaften, die sich im Laufe des Jahres entwickelt haben, will sie nicht mehr missen. Sie überlegt auch ins Ahrtal zu ziehen. Aber das ist nicht so einfach, wie man denkt, denn der Immobilienmarkt ist im Ahrtal überhitzt, kaum was entsprechendes für sie zu bekommen.

Wir nehmen uns Zeit für das Gespräch. Nichts ist gekürzt. Spenden, Helfer und Situationen werden hinterfragt. Traurige, wie auch lustige Momente, haben einen besonderen Podcast entstehen lassen. Wichtig ist eines in dieser Situation: Den Humor darf niemand verlieren. Den Humor hat sich Monika Waterkamp bewahrt, trotz allen Leids und Geschichten, die sie erfahren hat in dem einen Jahr, in dem sie geholfen hat.

Sie wird weiter helfen mit ihrem Anhänger, der ihr wichtigster Partner im Leben geworden ist. Kostensparend und mit neuer Freude fährt Monika Waterkamp ab sofort mit ihrem Tinyanhänger nun alle paar Wochen ins Ahrtal, um weiter zu helfen.

Eins unterscheidet sie von einigen anderen Helfern. Sie hat sich nie in Szene gesetzt, um aufzufallen. Trotz ihrer großen Figur und lauten dunklen Stimme ist sie die unscheinbare Helferin geblieben, die sich aber durchzusetzen weiß und eine klare Linie hat zu unterstützen. Das wissen Ahrtaler aus Sinzig und Mayschoss. Viele Ahrtaler, denen sie helfen konnte sind heute gute Freunde geworden. Sie wissen: Auf Monika Waterkamp kann man sich verlassen.

Auf das dein Weg weiterhin viele Menschen im Ahrtal ihre Herzen höher schlagen lassen kann, denn Hilfe wird hier und da immer noch gebraucht. Ich hoffe, dass dieser Podcast ein wenig Unterstützung bietet, wieder mehr Aufmerksamkeit für dein TUN gibt. Denn Ahrtal braucht immer noch Hilfe!

 

Glück auf aus dem Ruhrgebiet

 

Kontakt zu Monika Waterkamp: 017646029077

Facebook: Monika Waterkamp | Facebook

Mein Hochwasserhilfenetzwerk: Hochwasserhilfenetzwerk | Facebook

Palette Getränkekisten im Baum in Sinzig - Foto: André Brune

Verschiedene Facebookgruppen Thema Flut:

Ahrtal:

 Ahrtal-wir stehen auf | Facebook

Hochwasser in AW – freiwillige Helfer Ahrweiler | Facebook

Handwerker und Helfer fürs Ahrtal | Facebook

Unwetterhilfe Kreis Ahrweiler – Bürger helfen Bürgern | Facebook

Ahrtal-Hilfe | Facebook

DERNAU – Helfer und Betroffene | Facebook

Bad Neuenahr-Ahrweiler nach der Flut | Facebook

Helferbüro Ahrtal | Facebook

Vermisst im Ahrtal Flutkatastrophe | Facebook

Gegen das Vergessen/Ahrtal und alle anderen Katastrophengebiete | Facebook

Hilfseinsatz Mayschoß / Ahrtal / Statusupdates | Facebook

Unwetterhilfe Kreis Ahrweiler – Bürger helfen Bürgern | Facebook

Suche/Biete Mitfahrgelegenheit ins Ahrtal | Facebook

Wir Bauen Auf – Hochwasser Ahrtal 2021 | Facebook

SOS AHRTAL RLP/NRW seelische Unterstützung | Facebook

Sachspenden für Flutopfer | Facebook

wipperfürth lohnunternehmen – Suchergebnisse | Facebook

Andreas Maertz | Facebook

Sauerland:

Hochwasserhilfe Gruppe Sauerland | Facebook

Eifel:

Hochwasserhilfe für den Großraum Eifel | Facebook

Sendungen über das Ahrtal:

ARD: Ahrtal: Viele Menschen warten weiter auf Hilfsgelder – YouTube

SWR:  Rheinland-Pfalz gedenkt der Opfer der Flutkatastrophe | Sondersendung des SWR – YouTube

ZDF Info: Flutkatastrophe im Ahrtal: Drei Dinge, die wir lernen müssen | Kontext – YouTube

SWR:  Wie die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal ihren Lauf nahm – YouTube

WDR:  Die Flut – Chronik eines Versagens | WDR Doku – YouTube

ZDF heute:  Ein Jahr nach der Flutkatastrophe – so hat sich Schuld im Ahrtal verändert – YouTube

ZDF heute journal:  heute journal vom 14.07.2022 Flutkatastrophe, Ahrtal, Steinmeier, Frankreich, Draghi (українською) – YouTube

SWR:  Die Flutkatastrophe an der Ahr – Fehler, Folgen und Verantwortung | SWR Zur Sache! Rheinland-Pfalz – YouTube

Welt:  AHRTAL: „Friedrich Merz hat im Ahrtal vom nächsten Mal gesprochen – Ich will kein nächstes Mal“ – YouTube

SWR:  Ein Jahr nach der Flut im Ahrtal: So läuft der Wiederaufbau – YouTube

Hessenschau:  Ein Jahr nach der Flut: Liebe im Ahrtal gefunden | hessenschau – YouTube

ZDF:  Flutkatastrophe: Feuerwehrfrau Katharina wollte Leben retten – und starb dabei – YouTube

ARTE:  Die Nacht, als die Flut kam – Protokoll einer Klimakatastrophe | Doku HD | ARTE – YouTube

 

Podcast I UKRAINEBILD #4 I Unterkunftgeberin & Behördenbegleiterin Sandra Kalläne

Unser erster Gast im Ukrainebild Podcast ist Sandra Kalläne aus Dorsten. Eine Unterkunftgeberin & Behördenbegleiterin für jeweils zwei ukrainische Flüchtlingsmütter mit Kinder.

Sie erzählt von den extrem holprigen Behördengängen und dem ganzen Drumherum von Übersetzungen bis hin zu Wartezeiten und Schwierigkeiten zum Verständnis von Formularen, die z.T. nicht in der ukrainischen Sprache waren. Wo es doch schnell gehen sollte.

Wir hinterfragen die Situation. Sandra erzählt sie. Wir schlagen Lösungen vor und hoffen, dass der Podcast gehört wird an der richtigen Stelle.

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Sandra Kalläne mit Natalia Lubenska und Andre Brune im Gespräch

Helfersyndrom einer ehemaligen Pflegerin

Direkt nach dem Einmarsch der russischen Streitkräfte hat Sandra Kalläne zu ihrem Mann gesagt, dass sie helfen möchte. Als ehemalige Pflegekraft lag es ihr sehr am Herzen sofort zu helfen. Die Familie Kalläne hat ein Haus und hat sich sofort mit den Behörden in Verbindung gesetzt. Alles sollte seinen geregelten Weg gehen. Sandra ist Geldspenden gegenüber skeptisch. Oft ist es problematisch und nicht einsichtig wohin die Gelder fließen. Sandra wollte sich jedoch nicht über Facebook und Co irgendwelchen willkürlichen Gruppen anschließen, sondern direkt mit den Behörden und nach Gesetzen handeln.

Natürlich dauern Amtswege länger. Die Behörden haben in solchen Zeiten nicht mehr Mitarbeiter. So schaute nach zwei Wochen jemand vorbei und inspizierte die Wohnung. Es dauerte noch eine Weile bis die Genehmigung kam, die eigentlich schon während der Hausbesichtigung hätte getätigt werden können. Da war schon eine Flut an Neuankömmlingen in Turnhallen angekommen und warteten auf Unterkunft nach ihrer Registierung.

Pädagogin brät Pommes

Sandra hat bisher zwei Ukrainerinnen jeweils mit Kindern eine Unterkunft anbieten können. Svetlana, die zweite Mutter mit Kind, bleibt vorerst dort als Untermieterin und arbeitet auch mittlerweile mit Sandra auch im Glück-Auf-Imbiss in Dorsten. Doch Svetlana ist studierte Pädagogin. Statt sofort sich um die Möglichkeit zu kümmern, wie sie als Pädagogin in der Integration eingesetzt werden könnte, arbeitet sie jetzt im Imbiss. Sie ist zufrieden mit der Arbeit. Und es ist toll, dass diese Möglichkeit ihr sofort durch Sandra und ihrem Chef angeboten wurde. Andere harren in einem Flüchtlingslager auf eine Unterkunft, Wohnung oder Helfer, die ihnen zur Seite stehen, wenn sie nicht verstehen, was die Behörden von ihnen wollen. Jeden Tag gehen auch Ukrainerinnen wieder frustriert zurück, obwohl es gefährlich werden kann.

Kritik an einigen Ecken ist in diesem Podcast zu hören und auch dafür ist der Ukrainebild Podcast gedacht

Das Behördendeutsch ist kaum richtig in ukrainisch übersetzt, wenn überhaupt. Manche Broschüren sind in Deutsch und werden einfach ausgehändigt ohne weiter zu informieren. Der deutschen Sprache nicht mächtig, werden die ukrainischen Flüchtlinge von Behörden allein stehen gelassen, weil die Arbeit natürlich immens hoch ist. Die Kritik liegt ja noch nicht mal an den einzelnen Mitarbeitern, die nicht mehr werden, sondern dass die Organisation von Oben nicht vorangetrieben wird. Das es keine Einstellungen von Fremdmitarbeitern gibt

Mehr MitarbeiterInnen, mehr übersetzte Gesetze und Informationen, die schnellere Hilfe und auch Verständnis für die kommenden Flüchtlinge wären, werden in diesem Podcast vorgeschlagen, wie es auch bei der Corona-Pandemie möglich war.

Es gibt Lösungen und sie hätten schon seit den Erfahrungen von 2015 sinnvollerweise überarbeitet und angewendet werden können. Es wird immer wieder zu einer solchen Krisensituation kommen durch den kommenden Klimawandel und Kriege in allen Teilen der Welt.

Sandra Kalläne erzählt über die Schwierigkeiten von Übersetzungen von Dokumente und Antragstellungen, die lange Bearbeitungszeiten, das nervige Schreiben mit den Behörden. Es gibt Fragen seitens vom Jobcenter, die schleierhaft sind, wenn es darum geht Flüchtlingen zu helfen. Auch hier hätte das Jobcenter bzw. die MitarbeiterInnen besser vorbereitet werden müssen.

Natalia schlägt eine Zwischenfunktion vor

Eine Brücke der Verständigung zwischen einer ukrainischen Gemeinde, Gruppe oder einem Verein. Behörden und Politiker wissen nicht, was gebraucht wird. Ansprechpartner werden so gut wie gar nicht aufgesucht. In dieser Situation sollte eine Kommunikationsbrücke zwischen den zuständigen Behörden, wie z.B. das Landes- und auch Bundesinnenministerium mit den entsprechenden Stellen von Jobcenter und Ausländerbehörden in den Städten und AnsprechpartnerInnen aus geflüchteten UkrainerInnen geben.

Es kann nicht sein, dass sich verlassen wird auf ehrenamtliche HelferInnen und UnterkunftsgeberInnen, die mit den Geflüchteten die wichtigen Unterlagen ausfüllen sollen, wo sie z.T. selbst nicht mal Ahnung von haben.

Vorschlag von Natalia, selbst eine aus der Ukraine Geflüchtete: Warum gibt es keinen Workshop, wo erklärt wird, wie die deutschen Anträge ausgefüllt werden?

Warum werden diese Dinge nicht vor Ort in Flüchtlingslagern direkt geklärt?

Warum gibt es z.B. nicht ein Callcenter, an den sich UkrainerInnen wenden können. Eine informative Internetseite ist zwar gut, aber persönliche Ansprechpartner sind einfach sinnvoller. Ein erstes Vertrauen wird dadurch aufgebaut. Menschliche freundliche Nähe nach den schrecklichen Kriegsgeschehen, die vielleicht durchgemacht wurden, um ihre Probleme klären, statt kalte Abweisung und im Hintergrund hoffen, dass sie alle schnell wieder zurück in ihr Land gehen, weil die Arbeit ach so groß ist.

Im Podcast werden diese Informationen und mehr besprochen. Allerdings können wir nur einen Anstoß geben, dass darüber nicht nur gesprochen wird, sondern auch einiges in die Wege geleitet wird, was unterstützend wird und wirkt.

Bis zum nächsten Ukrainebild Podcast und bald auch wieder mit besonderen Gästen

Glück auf wünschen

André Brune & Natalia Lubenska & unser Gast Sandra Kalläne

(Leider gab es für einige Minuten ein Mikrofonproblem inmitten des Podcasts, der mit Zoom von mir aufgenommen wurde. Technisch ging dieser nicht herauszufiltern, weil das Knistern zu nah an der Stimme lag. Diese Sequenzen sind dennoch gut zu verstehen. Für das unerwünschte technische Problem bitte ich um Verzeihung und Verständnis.)

Podcast I Lesung I Ruhrkultur – Buchtipp Jack Tengo & Norbert Heisterkamp #1

Exklusive Lesung und Besprechung der Bücher "Döppke 1" von Jack Tengo & Norbert Heisterkamp "Wenn ich morgen nicht komme, dann bin ich beim Film"

Buchtipp – Podcast mit Lesung mit meinem Co-Moderator Jack Tengo und seinem neuen Buch und Norbert Heisterkamp*

Vorgestellt werden das erste Buch einer neuen besondere Buchreihe von Erzählungen von Jack Tengo: Döppke 1 – Mein Name ist Döppke: Durch das Jahr. Ein Kleinod zwischen den vielen Neuveröffentlichungen.

Das zweite Buch, das ich vorstelle, woraus ich exklusiv einige Seiten vorlesen darf mit Genehmigung von Verlag und Autor, ist die Autobiographie von Norbert Heisterkamp „Wenn ich morgen nicht komme, dann bin ich beim Film“ vom Lau Verlag. Außerdem wird eine besonderer Song erwähnt von Anton Klopotek.

Der direkte Podcast – Link: https://ruhrpottologe-andre-brune.letscast.fm/episode/ruhrkultur-buchtipp-podcast-1-jack-tengo-norbert-heisterkamp

Jack Tengo liest aus seinem Erzählband. Seine Geschichten drehen sich um Dieter Döppke, der 40 Jahre unschuldig hinter Gittern war. In genau diesen Jahren hat sich das Ruhrgebiet komplett verändert. 

Döppke hat den Strukturwandel nicht erlebt. Er hatte keinen Freigang. Als er rauskommt ist der Bergbau Geschichte und die Kneipenkultur auch nicht mehr das, was mal war.

Taucht ein in die kurzweiligen Geschichten von Jack Tengo und seinem Dieter Döppke, den er im Traum begegnet ist. Jack musste sie aufschreiben. Die Geschichten können in jeder Stadt im Ruhrgebiet spielen, auch wenn Jack aus Werne stammt und auch Verwandtschaft hatte, die auf Zeche in Werne waren. Jack liest bei mir exklusiv die ersten Seiten aus seinem diesem ersten Buchtipp – Podcast vom Ruhrpottologe.

Jack Tengo, seines Zeichens Legastheniker und deswegen erst recht Autor und bunter Hund in der ein oder anderen Hörbuch- und Hörspielproduktion und der Ruhrpottologe André Brune beginnen eine neue Form eines Ruhrkultur-Tipps: Die Büchervorstellung aus dem Ruhrgebiet.

Ich lege Jacks Buch nicht ans Herz, weil ich Jack kenne, sondern weil er eine besondere Geschichte geschrieben hat. Es sind keine 100 Seiten. Es liest sich locker weg in einer bildhaften Sprache. Und die gewisse Prise Humor darf natürlich trotz 40 Jahre Schwedische Gardinen nicht fehlen.

Das Buch ist ein Book on Demand. Jack Tengo ist Selbstverleger. So ist ein schlichter Bucheinband und kleiner Preis ein toller Anfang für die Reise in 40 Jahre Ruhrpottgeschichte:

Döppke 1 Mein Name ist Döppke (bod.de)

Jack Tengo Mein Name ist Döppke

Wer mehr über Jack erfahren möchte, kann dies in meinem ersten Podcast mit ihm machen. Wir hatten unseren Spaß:

https://www.ruhrpottologe.de/der-vielseitige-jack-tengo-aus-werne

Buchvorstellung: Norbert Heisterkamp „Wenn ich morgen nicht komme, dann bin ich beim Film“

Norbert Heisterkamp ist ein toller Typ. Aufgewachsen im Dorf Kirchhellen bei Bottrop. Als Arbeiter, erst Schlosser, dann Schweißfacharbeiter bei der Ruhrkohle AG mit gutem Geld im Portmannaie und einen gefühlten sicheren Job anne Zeche, teilte ihm sein Vorarbeiter mit, das der neue Filmpark in Bottrop-Feldhausen noch Darsteller suchte. Der Satz des Titels war erst scherzhaft gesagt, bis er an der Ampel nicht geradeaus fuhr, sondern tatsächlich rechts abbog und sein Leben nicht 30 Jahre Schweißerarbeiten und am Ende Frührente, sondern ein Auf und Ab im Filmgeschäft bescherte. Ohne die Unterstützung seiner Frau hätte er so manche Hürden in diesem hart umkämpften Abenteuer Film nicht unbedingt geschafft. Statt nach Hause zu seiner Familie nach der Schicht zu fahren, änderte sich mit der Entscheidung rechtes abzubiegen und zum Bavaria Filmpark zu fahren. Nach dem Ende des Traumlandparks, einem großen Freizeitpark im Ruhrgebiet in Bottrop-Feldhausen, eröffnete der Bavaria Filmpark. Stuntmen, Schauspieler, Handwerker, Bühnenbildner wurden gesucht statt Bergmänner. Die Zechen starben ja schon Anfang Mitte der 1990er.

Meine Empfehlung: Das Buch von Norbert Heisterkamp

 

Ich durfte ein paar ganz wichtige Seiten aus dem Buch lesen und mache einfach nur neugierig, weil es sich lohnt, doch nochmal nachzudenken, ob Millionär werden durch Tellerwaschen klappt. Manchmal eben doch. Hartnäckig bleiben und Durststrecken im Schauspielerleben gilt es ebenso zu meistern, wie das eigene Familienleben nicht außer Acht zu lassen. Das Jonglieren von Beruf und Privatleben und der Weg vom Schweißen über Stunts zum Zwerg und anderen witzigen Situationen sind einfach lesenswert. Norbert wäre nicht Norbert Heisterkamp mit einem Willen diesen Weg doch einzuschlagen, der ihm seit Kindheit als Floh indirekt durch seinen Onkel ins Ohr gesetzt wurde. Ein guter Western mit den Stunts vom Pferd zu springen, das Schießen und Reiten dabei. Ein Traum eines jeden Jungen, so zu sein, wie die Helden der Western.

Viele humorvolle Anekdoten aus den letzten 30 Jahren vonne Zeche wech ab zum Film und wie er so in Kirchhellen als kleiner großer Junge die Gegend unsicher machte, wie Michel Lönneberga bei Astrid Lindgren, das erzählt er in seiner wunderbaren einzigartigen Autobiographie.

Einige wichtige Seiten durfte ich mit Genehmigung vom Lau Verlag und Autor lesen und sind im Podcast exklusiv zu hören.

Das Buch ist direkt beim Verlag bestellbar hier:

Lau Verlag – Wenn ich morgen nicht komme, dann bin ich beim Film (lau-verlag.de)

Eine kleine Übersicht in Wikipedia: Norbert Heisterkamp – Wikipedia

Blau und Weiss mit dem Hausmeister schunkeln

Als letztes ist noch ein besonderer Song von Hausmeister Anton Klopotek zu besprechen. Seine Fußballbegeisterung gilt Schalke 04. Natürlich ist „Blau und weiß“ entstanden zu einem Zeitpunkt, wo wirklich keiner daran geglaubt hat, dass der Arbeiterverein den direkten Aufstieg wieder schafft. 

Deswegen und weil Schalke genau wie Borussia Dortmund und der VfL Bochum wieder für prickelnde Derbys sorgen werden in dieser rotweißen Eintönigkeit der letzten 10 Jahren Meisterschaft in der 1. Liga. Niemand hat geglaubt, dass Schalke 04 sich wieder erholen kann in so kurzer Zeit. Sang und klanglos als einer der schlechtesten Mannschaften in der Ära der 1. Bundesliga abgestiegen, aber gleich wieder als die Beste wieder aufgebäumt und mit dem ersten Platz gekrönt aufgestiegen. Die Schulden erdrückten den Verein, doch die richtigen Hebel, den richtigen Trainer, die richtigen Spieler an der richtigen Stelle des Arbeitervereins haben es möglich gemacht, dass nun in der Saison 22/23 die besonderen Nachbarspiele wieder stattfinden können wie früher. So ist nicht nur die Widmung des Songs von Hausmeister Anton Klopotek wichtig, sondern auch eine wichtige Information auf dieser Blogseite.

*Alle Bücher und auch die Songvorstellung von Anton Klopoteks Blau und Weiß sind bei mir kostenlose Werbung.

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Übersicht der Bücher:

Jack Tengo

Döppke 1: Mein Name ist Döppke – Durch das Jahr

Paperback, 90 Seiten

ISBN-13: 9783756205745

Verlag: Books on Demand

Erscheinungsdatum: 01.06.2022

Preis: 7,99 €

EBook: ISBN-13: 9783756297979

Preis: 5,99 €

www.bod.de

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Norbert Heisterkamp

mit Kai Schmidt

Wenn ich morgen nicht komme, dann bin ich beim Film

Die Autobiographie

Olzog Edition – Lau Verlag

ISBN: 978-3-95768-233-8

Erscheinungsdatum: 23.2.2022

Klappenbroschüre, 240 Seiten

www.lau-verlag.de

Preis: 18 €