In Sachen Kunst mit Ralf Opiol in der Jahresausstellung Bottroper Künstler 2023 Teil 1 & 2 I +Video I +Podcast I +Fotos

In Bottrop geborene, ansässige oder arbeitende Künstler und Künstlerinnen bekommen einmal im Jahr die Ehre ihre eingereichten Werke im Josef-Albers-Museum ausgestellt zu werden. Eine Jury aus Stadtvertretern, Künstlern und Kunsthistorikern wählen die passenden Kunstwerke aus und platzieren sie in entsprechender Auswahl in der modernen Galeriehalle, die vom Parkplatz aus gesehen werden und alljährlich kostenlos besucht werden kann.

Teaser Teil 1

https://youtube.com/shorts/oDizpMCeHUk?si=8-_QiNesHT7831AJ

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Letztes Jahr habe ich es im Rahmen meiner vielfältigen Tätigkeit als Ruhrpottologe gemacht und die Jahresausstellung von 2022 bis 2023 mit Ralf Opiol besucht. Der Podcast wurde einer meiner erfolgreichsten Podcast. Das macht Lust auf mehr.

Dieses Jahr wurden wir wieder mehr als überrascht, wie vielfältig die Kunstlandschaft ist und haben unseren Horizont erweitert. Seht selbst in Teil 1 oder hört. Die Ausstellung ist noch bis zum 7.1.24 geöffnet.

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Definitiv haben wir unseren gemeinsamen neuen Podcast zur Jahresausstellung diesmal in zwei Teile geschnitten, um genügend Zeit für die über 50 Werke zu haben sie zu besprechen. Das ist natürlich viel zu wenig, aber es ist ein kleiner Eindruck unserer gemeinsamen Begehung, die beim ersten Mal schon sehr gut gelaufen ist. Wir haben beide eine sehr unterschiedliche Sicht der Dinge und das macht das Ganze aus. 

Diesmal beginnen wir mit dem Podcast der Jahresausstellung im „Partykeller des Museums“:

Square Dance als Einzelausstellung

Monika Lioba Lang bezeichnete den untersten abgeschiedenen Raum des Museums Quadrat als Partykeller. Dort finden alljährlich die Einzelausstellungen eines besonders zu würdigenden Künstlers statt. Diesmal im Jahr 2023 bekam Monika Lioba Lang den Zuschlag und ließ den Raum wahrlich tanzend in bleibender Erinnerung.

Ihre Square-Dance – Figuren wirken für mich als Außenstehender erst wie ein Fallrohr, das in einen Abwasserkanal ragt. Ein technischer Zeichner würde die aus Makrameegarn gemachten und an Nylonfäden hängenden Ringe genauso sehen, wie ich als ausgebildeter Ver- und Entsorger.

Das war mein erster Gedanke ohne auf den Titel „Square Dance“ zu achten, den die Künstlerin ihren Figuren gegeben hat. Insgesamt sahen die Figuren, wie Frauen aus, die gekleidet waren mit Kleidern aus verschiedenen Kulturen und Jahrhunderten. Je näher die Figuren betrachtet werden, desto mehr formt sich eine andere Betrachtungs- und Denkweise über diese Kunstwerke, die Monika Lioba Lang erschaffen hat. Je näher die Betrachter kommen, desto klarer wird die leichte Bewegung der an Fäden hängenden Marionettenfiguren, die sanft tanzen im leider eher schlecht beleuchteten „Partyraum“.

Kritikpunkte, die ich loswerden muss

Negativ fand ich, dass die Bezeichnung der Künstlerin beim Herausgehen an der rechten Türseite sehr versteckt und unbeleuchtet zu finden war. Ein Aufsteller in der Mitte beim Übergang zum abgeteilten Raum oder beim Hineingehen in den „Partykeller“ wäre sinnvoller gewesen. Die Aufklärung und Information über die Künstlerin und ihre Kunstwerke lag leicht zerknittert auf einem Tisch im Ausstellungsraum der unteren Etage. Dort lag auch die Preisliste der Jahresausstellung in Klarsichthüllen. Letztes Jahr war diese noch nicht mal dabei. Immerhin ein Fortschritt.

Wenn auch in jeder Ausstellung die Bilder gekauft werden können, wäre es doch sinnvoll die Preise entweder direkt auf den kleinen Hinweistafeln der Künstler zu schreiben oder sie im Ausgangsbereich als Aufsteller, nicht herumliegend auf einem Tisch irgendwo zu lassen. Das ist eher Herabwürdigend als sinnvoll gegenüber die Mühen und Kosten, die Künstler vorher für ihr Erschaffen der Kunst ausgegeben haben, um dort hängen oder stehen zu können. Dies soll eine kleine Anregung für das Museum Quadrat von mir für das nächste Mal sein.

Ich hänge den Preis nun bei meinen individuellen Beiträgen und im Foto an, weil ich es wichtig finde, dass die Ideen und Mühen der Künstler in ihrer Umsetzung auch in Geldwerten gemessen werden sollten. Künstler müssen ja auch von irgendwas leben. Von Luft und Pinsel wird es keine neuen Kunstwerke geben. So teile ich den Lesern nun mit, dass die Square-Dance – Figuren von Monika Lioba Lang für jeweils 5992 Euronen zu bekommen sind. Die Fine Art Print – Bilder „Gefallen I. und V. sind für 417 € veranschlagt worden.

Kirsten Brzoska 

malte in Acryl auf großer Leinwand bunte Fische, Karpfen, Goldfisch oder Forelle, die in einem Aquarium oder Teich schwimmen und die Betrachter neugierig ansehen, während das Wasser und das am Boden liegende Grün sehr dunkel gehalten wurde. Die neugierigen Fische können im Wohnzimmer hängen ohne es zu überschwemmen für 400 €.

Daniela Nennstiel 

hat zwei Pouring-Bilder namens Pinklady I und II in der Ausstellung neben Kirsten Brzoska hängen. Die Künstlerin spielt mit den Farben, vor allem Meeresblau. Es ist ihre Lieblingsfarbe in fast allen Kunstwerken. Bevor die Farbe antrocknet, hat sie bei Pinklady II in meinen Augen ein Multiversum erschaffen, die eine Galaxie oder mehrere oder einfach nur das Innere von Gefühlen darstellen. Die Bilder können auch einfach ohne irgendwelche Beweggründe und Ideen zur Interpretation als „Einfach schön“ bezeichnet werden. Über einem Sideboard hängend für schlappe 160 € sind die Pinkladys wahrlich ein Hingucker.

Edgar Wiese

hat in „Bottrop“ eine „Wohnung zu vermieten“. Die sichtbar in warmen Lehmfarben auf Leinwand entstandene Altbauwohnung mit einer verschobenen Perspektive steht leer bis auf ein Josef-Albers-Bild, das auf dem Boden gestellt wurde. Die Wärme der Wohnung lädt ein nach Bottrop zu ziehen, egal wie schief die Wände sind. Der Künstler will mit dem Bild wahrscheinlich mitteilen, dass es schön ist in Bottrop zu wohnen, trotz der Ecken und Kanten, die die Bewohner der Stadt ertragen müssen. Wer sich in seiner eigenen Wohnung dieses übergroße Bild aufhängen möchte, sollte Edgar Wiese selbst nach dem Preis fragen. Er gibt den Preis nur auf Anfrage heraus.

Barbara Schmuchal

zeichnete eine Kohle/Collage auf Papier und nannte vielleicht den stehend nachdenklich dreinblickenden Mann, vor den liegenden bunten Büchern Libricola. Neben den farblich abgebildeten Büchern, sind die Birnen im Bild ebenfalls farblich abgebildet und übergroß gezeichnet. Vielleicht will die Künstlerin die Betrachter einladen wieder Bücher zu lesen und dabei Vitamine zu sich zu nehmen, damit die Gehirnwindungen auch wieder mehr beansprucht werden. Das Bild ist unverkäuflich.

Carsten Breuer

ist ein vielfältiger Künstler mit einer Idee hinter den Bildern, die Filmgeschichte geschrieben haben. Im ausgestellten Bild spielt neben Steve McQueen aus seinem Film „Bullit“ nicht allein die Hauptrolle. Der im Film mitspielende wichtige Wagen „Mustang“, der in wilden Verfolgungsjagden über die Leinwand bretterte ist auf Breuers Leinwand von links nach rechts ebenso zu entdecken. Alle wichtigen Filminhalte und ein Zitat aus dem Film zieren das Kunstwerk aus Acryl auf Leinwand und Mischtechnik mit Fotopatch. Die knallige Farbe Rosa lässt die Pop-Art der Kunstzeit Ende der 1960er Jahre neu aufbrillieren. Für 2500 € wertet es jedes Wohnzimmer von Filmliebhabern auf. Das ausgestellte „Bullit“ ist nur das I von mehreren.

Christina Kleinheins

ist wahrscheinlich begeisterte Kirmesgängerin. Sie weiß genau in welcher Perspektive sie an welchem Platz in Bottrop oder der besuchten Stadt Jena auf den Auslöser drücken muss, um ein faszinierendes Foto von einer Kirmes zu bekommen. Christina hat die Bilder Zuckerwatte, Im Kreis, Gloria, Caramba und Las Vegas wahrscheinlich mit dem Handy in 16:9 fotografiert. Die Schwarz-Weiß-Fotografien sind jedoch nicht einfach nur so in einen Rahmen gelegt worden, sondern leicht versetzt, so dass jedes Foto eine Eigenart bekommt die Betrachter nochmals genauer hinschauen zu lassen.  Alle fünf können für jeweils 69 € gekauft werden.

Melanie Senkowski

„7*Zwerg + 1 *Schneewittchen“ ist ein von der Art und Weise der Malerei mit Acryl und Permanentmarker auf Leinwand ein abgehobenes naives Werk in der Landschaft aller ausgestellten Bilder. Die Schneeflocke ist übergroß und zeigt angedeutet den Namen an, wie die weibliche Figur dahinter heißt. „Wittchen“ steht neben der Flocke, damit jeder Betrachter Bescheid weiß, worum es in diesem Bild auch wirklich geht, wer nicht versteht, was die große weißrosafarbene Kugel auf dem Bild zu bedeuten hat. Die sieben Figuren mit ihren lustig dargestellten Mützen werden zum besseren Verständnis mit dem Schriftzug ZWERG für die Betrachter zu den Sieben Zwergen mit Schneewittchen. Im ersten Moment denkt man bestimmt, dass dieses Bild hier nichts zu suchen hat, aber der Aufwand, es so auf die Leinwand produziert zu haben mit der Überlegung, die Figuren entsprechend in Szene zu setzen, machen das Kunstwerk zu einem der Besonderheiten in der Ausstellung. Das Bild ist schon vor der Ausstellung verkauft worden.

Iris Stöber

hat zwei Collagen von Siebdruck entstehen lassen: „Harmlos – Nicht harmlos“ 1 und 2 . Die Typographie und figurativen Elemente erzählen verschiedene Geschichten, je länger die Betrachter es in sich aufnehmen. Ohne Rahmen sind beide für jeweils 270 € zu bekommen.

Irina Dukart  

hat zwei beeindruckende Bilder in der Jahresausstellung. Betrachter können nach dem Lesen „Blindzeichnung V“ nur spekulieren, ob die Künstlerin blind ist, absichtlich mit einer Augenbinde oder geschlossenen Augen eine Blindzeichnung gemacht hat. Es sind zwei Personen zu erkennen bei näherer Betrachtung, die länger als nur 10 Sekunden braucht, um das Geschehene zu entdecken. Das macht das Kunstwerk aus. Eine Art Meditation und Denkphase und auch Begeisterung über die Form dieser Maltechnik mit Bleistift und Buntstiften auf Pappe. Für 390 € ist es zu bekommen.

Das zweite links daneben hängende ist eine „Kolorierte Blindzeichnung“ mit Acryl und Fineliner. Hier kann die Künstlerin zuerst wieder blind ein Gesicht gezeichnet haben und anschließend mit Acrylfarben ausgemalt haben. Beeindruckend und gleichzeitig ist das erschreckende Innere eines Gesichts nach Außen gekehrt worden. Wer sich länger damit beschäftigen möchte, kann es sich zuhause für 290 € aufhängen. Viel zu günstig in meinen Augen, wenn ich mir so manche Preise der anderen Künstler ansehe. Ich würde dafür mindestens das Dreifache sehen. Aber das ist die Entscheidung der Künstlerin, die in ihrer Arbeit wohl nicht das Geld in Vordergrund stehen sieht, sondern eher wünscht das ihr Werk für kleines Geld in die Wohnung kommt bei Menschen, die sich an ihrer Bildkunst jeden Tag erfreuen möchten.

Andrea „Ada“ Leitner

hat ihr unverkäufliche Skizzenbuch im unteren Ausstellungsraum zur Verfügung der Besucher gestellt. Mit Samthandschuhen kann es durchgeblättert werden. In ihr sind in keiner geometrischen Form Figuren entstanden, die mit leichten hellen Farbtönen die Fantasie schalten und walten lassen. Frau und Mann, Kind und Erwachsene, Nixen oder Gehende, Stehende oder Sitzende Personen sind auf den Seiten zu entdecken. Die Skizzen und auch der Spitzname „Ada“ lässt die Betrachter in eine expressionistische dadaistische Malwelt eintauchen, wie der Titel des Skizzenbuchs „AdAismus“ es auch mitteilt.

Das oben hängende farbenfrohe Bild eines überbordendes Figurenkabinetts, dass aus dem Skizzenbuch entstanden ist, könnten Menschen oder Nixen darstellen. Es könnte im Meer spielen oder aber auch in einem Haus. Der Name „Verrate bitte nicht unser Geheimnis“ aus Acyrl auf Leinwand lässt die Betrachter schmunzelnd oder nachdenklich zurück. Welches Geheimnis verwahrt das Bild? Das kann die Beziehungsstruktur der Figuren sein, die nicht eindeutig zu sehen sind. Das ist aber das interessante an dem Bild. Der Titel kann einem noch mehr Fragen aufbürden und das Bild länger in die Betrachtung ziehen, weil das Geheimnis gesucht wird. Wer das Geheimnis zuhause lüften möchte, kann das Kunstwerk für 1020 € kaufen.

Andrea „Ada“ Leitner bei ihrem ausgestellten Kunstwerk

Winfried Winkler

 „Pfingstsee“, eine Schwarzweißfotografie aus dem Köllnischen Wald. Es betont das sichtbar Totholz. Der durch Bergsenkung entstandene See spiegelt die Wolken und lässt die einzigartige Naturlandschaft im Foto dokumentarisch klar auf die Betrachter. Nicht nur zu Pfingsten kann das Bild für 350 € zuhause hängen.

Hans Platzek

Die Aquarelle auf Papier „Bunter Herbst“ (150 €) links und  „Sonniger Wintertag“  (250 €) rechts schieben bildlich die Jahreszeit in den Vordergrund und nicht die im Hintergrund abgebildeten Häuser. Es sind wunderschöne Landschaftsbilder, die unsere zur Zeit durcheinandergeratene Welt der Jahreszeiten in eine schönere Vergangenheit blicken lassen.

Petra Pauen

hat Zwischenwelten in Aquarell und Kreide auf Papier entstehen lassen. I, II, III und IV sind in einem Zusammenhang zu sehen. Die Interpretation von Grünkohl in den Zwischenwelten wäre hier eine humorvolle Art diese Bilder zu beschreiben. Aber sie sind dennoch etwas tiefergehender. Zwischenwelten sind überall. Da die Bilder in naturnahem Grün gehalten wurden, könnten sie auch die Zwischenwelten von Gräser oder Blätter sein. Die Bilder können den Mikrokosmos eines Blattes einer Eiche oder eine Form zwischen von Welten außerhalb unserer Vorstellungskraft darstellen. Auf jeden Fall regen die Bilder von Petra Pauen die Fantasie an. Wer sich die Anregung an die eigene Wand hängen möchte: Ohne Rahmen je Bild 250 €

Rainer Wieczorek

hat das eindeutigste Heimatbild in die Ausstellung gebracht. Mit eher dunklen Acrylfarben auf Leinwand entstand das eindrucksvolle Bild „Gasometer“, das in der Nacht entstanden sein muss. Jeder Stadtteil-Bewohner der Welheimer Mark oder Welheim müsste es 3200 € wert. Der eine wird es als Dartscheibe benutzen, weil die Kokerei mit ihren Abgasen den Garten versaut, die anderen aus Nostalgie oder weil sie dort gerne arbeiten und mit den Kollegen am Koks rühren nicht reinziehen. Der dunkle Bereich unterhalb des Gasometers könnte tatsächlich die nicht benutzbaren vergifteten Gärten darstellen, die hier und da mit leichtem Gelb und Grün auftauchen und im Bild leichte verfließen.

Ulrike Bünner

„Im Oktober“ entstand im Oktober 2023 mit Acryl, Tusche und Öl auf Leinwand. Zwei sich umarmende Frauen, die in einer traurigen Situation stehen. Was genau das Motiv ist, kann mehrfach beantwortet werden. Zum einen kann es ein familiärer Verlust sein. Mutter und Tochter oder gute Freundinnen halten sich gegenseitig in ihrer Trauer. Es kann ein Verlust in der Ukraine sein, der Ehemann oder und Vater kann gefallen sein. Oder es ist durch den Überfall der Hamas-Terroristen und den damit zusammenhängenden Entführungen, Verstümmelungen und Vergewaltigungen entstanden, deren Bilder und Informationen uns seit dem 7.10.2023 fast täglich in den Medien mitgeteilt werden. Ein beeindruckendes Werk, das eine traurige Situation würdigt, egal wofür die beiden Frauen dort sich nun halten, es lässt einen selbst traurig nachdenklich zurück.  Für 800 € kann diese Traurigkeit auch im Wohnzimmer hängen, dass gleichzeitig aber auch eine gewisse Hoffnung spüren lässt beim genauren Betrachten. Das Leben geht weiter – irgendwie.

Beate Reith

hat mit Aquarellfarben auf Papier die Bilder „Kitesurfer“ und „Nordsee“ entstehen lassen. Von weitem sehen die Kites wie Möwen aus. Solche Bilder in Aquarell entstehen zu lassen, wie ein gemaltes Foto mit den Einzelheiten der Nordseelandschaft, ist wahrlich eine Kunst. Ohne Rahmen kosten die Aquarelle jeweils 220 €

Herta Müller

großes Bild namens „Kleines Ufer – fließend“ lässt mit Ölfarben auf Leinwand wirklich eine sich bewegende Struktur eines fließenden Gewässers sehen. Der kleine Uferausschnitt und die Farbvielfalt mit der leichten Unruhe eines fließenden Baches beruhigt jedoch den Betrachter. Je länger draufgeschaut wird, desto eher hört man auch das leichte Rauschen des Baches, dann die Vögel, das Summen von Insekten und zuletzt den Stich einer Mücke auf der Haut. Für 12000 € ist das Bild zu haben. Es ist das zweitteuerste Kunstwerk der Ausstellung. Ob es ein angemessener Preis ist, sei dahingestellt. Es wertet das naturnahe Werk auf jeden Fall stark auf.

Marc-André Jäger

hat mit einem Acryl und Fineliner auf Leinwand zwei sehr filigrane Bilder im Ausgangsbereich hängen. Beide Bilder haben keinen Namen. Sie wirken so einfach gemalt und sind dennoch sehr aufwendig vom Künstler produziert worden. Die dummyartigen Figuren im unteren Bild und auch das Obere wirken wie eine therapeutische Malerei, die unter psychischem Stress entstanden sind. Und dennoch wirken sie für mich, wie eine schwierig entstandene gemalte kleine Fantasiewelt. Sie treffen mit Sicherheit nicht jeden Geschmack sind aber eben auch sehr offen in der Interpretation zu sehen. Das „Dummybild“ unten kostet 90 €, das obere ohne Namen 190 €.

„Der Beobachter“ von Werner Bönigk

ist eine naive Variante von Mona Lisa. Das Gesicht schaut in alle Richtungen. Der erste Eindruck wirkt wie das gemalte Bild eines Kindes. Es ist aber gerade deswegen wahrscheinlich auch schwierig zu so malen. Es hängt im Ein- bzw. Ausgangsbereich der Ausstellung. Der Betrachter schaut auf die komplette Ausstellung in einer gewissen Höhe. Das mit Acryl auf Leinwand entstandene Bild kann einen Zuhause für 210 € weiter betrachten.

Videopodcast Teil 2

Teaser Teil 2

https://youtube.com/shorts/sr6K85MuKe8?si=Wy_ciMngSPPabXlt

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Podcast Teil 2

Lisa Thesing

„Bottrop“ hat eine Collage entstehen lassen mit einem Stadtplan von Bottrop und eine Erde in einem Netz. Die Stadt steht scheinbar im Mittelpunkt der Erde mit herausgeschnittenen oder scheinbar überfluteten Straßen. Ist der Treibhauseffekt mit den Klimaveränderungen gemeint mit dieser nachdenklich machenden Collagenarbeit? Oder meint die Künstlerin Lisa Thesing doch etwas völlig anderes? Das Flugzeug kann auch ein Flug zur Schwarzen Heide bedeuten oder einfach nur die Sicht aus dem Flugzeug, wie klein die Welt ist. Bottrop ist eben genau so klein, wie die Welt. Oft finden Begebenheiten bei der über 118000 Einwohner doch so statt, dass man sagt, wie klein die Welt doch ist  Eine faszinierende Collagenarbeit, die unverkäuflich ist.

Wolfgang Hohmann

Sein „Stilleben“ ist das einzige dieser Art in dieser Ausstellung, dass vielleicht seinen eigenen Keller oder Atelier zeigt. Eine alte Persiltonne beherbergt Stangen, Tapetenrollen oder gerolltes Papier, das auch für die Arbeit als Künstler wichtig sein können. Dahinter steht ein Feldbett. Dazwischen bricht ein Hula Hopp-Reifen die Idee eines Ateliers. Aber der Reifen könnte auch genutzt werden, um sich in Bewegung zu halten. Rechts im Bild ist eine Stange, das eine Wasserwaage sein kann oder eine Halterung für eine Staffelei. Das Bild ist mit Acryl auf Holz entstanden und für 500 € kann es erworben werden. Der Titel ist gleichzeitig auch die Ruhe eines Raums, in dem eher kein Leben steckt, aber dennoch zum Leben still erweckt wird, wenn der Raum genutzt wird.

 

Rebecca Bujnowski

stellt dieses Jahr wieder zwei beeindruckende glasierte Ton-Kunstwerke aus. Beide sehen aus wie Korallenriffe. Während das eine mit ein wenig Blattgold überzogen zu sein scheint, ist das andere eher dunkel gehalten. Rebecca Bujnowksi erhält nächstes Jahr die Einzelausstellung innerhalb der Jahresausstellung. Wir dürfen auf besondere Einzelstücke gespannt sein. Eins ist mit Blattgold überzogen. Das andere ist in einem Blauton gehalten. Sie wird nächstes Jahr eine Einzelausstellung haben. Overgrown Circles, open and close kostet 710 € und running fluent circles in blue 790 €.

Gilda Bräuer

ist mit zwei besonderen Bildern vertreten. „Rote Ellipse 1“ entstand aus Lacken, Filzstiftauftrag mit Polyestergarn auf Leinwänden. Es lässt die Betrachter eine Art Computerkern sehen, wie bei dem Film „Tron“ oder eine Darstellung eines mathematisch abgegrenzten galaktischen Raums, in denen eine Ellipse eine wichtige Verbindungsform besitzt. Der Preis von 650 € ist galaktisch niedrig in meinen Augen, aber ein Preis, der sich lohnt, dieses Science-Fiction-Bild zuhause aufzuhängen.

Im Backdrop, der Hintergrund des rechten Bildes „Rote Ellips 2“ wurde rot lackiert. Die umgedrehte Leinwand wurde mit klar lackierten Baumwollfäden verbunden. Auf ihnen ist mit roter Ölfarbe eine Ellipse gemalt. Wieder beeindruckt mich die Ideenvielfalt dieser Künstlerin, die für dieses Bild 800 € verlangt. Das ist auch angemessen für den Aufwand der Näherei, die dahintersteckt.

Ralf Opiol

hatte diesmal auch die Ehre ein Bild besteuern zu können. Es ist „Optoelektronisch C“ für das er etwa 12 Stunden gebraucht hat, um es so in Szene zu setzen. Der Barcode eines kaufbaren Produkts hat ihn inspiriert erste Bilder in seiner wiedererkennbaren Farbe Oliv mit kleinen feinen Strichen entstehen zu lassen. Ralf Opiol arbeitet seine Collagen meist in Mixed Media zuerst mit Zeitungspapier. Aus dem Bild ist eine Frau zu erkennen, aber nur scheinbar. Sie steht für die Kassiererinnen und Kassierer an den Kassen im Einzelhandel.

Um diese optoelektronischen Bilder zu erschaffen hat der Künstler unterschiedliche Methoden ausprobiert: Aquarell, Bleistift, Filzstift, Ölkreide oder mit Tusche. Zwei Zeitungsausschnitte werden übereinandergelegt und für die „Strichkunst“ vorbereitet. Wer das Kassensystem an der Wand hängen haben möchte, kann dies für tun für 1000 €

Paul Schulte

präsentiert ein neues Ideenkonzept aus Buchstaben, die in symmetrischer Abfolge in roter Farbe mit Blockface-Kit, einer Stempelkunst, auf einem Digitaldruck einer Gewebestruktur auf Graupappe aufgetragen wurde.

Das rechte Bild „Rote Vokale“ in der Ausstellung kann so die Betrachter zum Lesen einladen Die Wörter „Magermilchjoghurt, Arbeitsordnung und Wasserskisportclub“ sind in comicartig zu lesen. Das zweite Werk links enthält ein Zitat der Ehefrau von Josef Albers. Anni Albers, nachdem auch der Platz vor dem Museum benannt wurde sagte einmal „I would like to make something important“. Eine inspirierende neue Art von Kunstwerken, die Paul Schulte nach seinen Scutoiden im letzten Jahr erschaffen hat, der bei mir zuhause einen Standort bekommen hat. Die zwei Kunstwerke von vier insgesamt kosten je 580 €.

Heide Kraft

hat mit Pigmente und Tusche auf Holz das Kunstwerk „Schwarz trifft auf Weiß“ entstehen lassen. Die Besucher beschäftigen sich vielfach länger mit dem abstrahierten Bild von Heide Kraft. In diesem Bild kann vieles interpretiert werden. Während im Austausch mit Ralf Opiol bei ihm eher eine Landschaft mit einem See zu sehen ist, sehe ich einen Mann, der einen anderen tritt bis er blutet. Der Titel vereinfacht wahrscheinlich eher nur die Farbe Schwarz mit ihren geschwungenen Strichen und Punkten, die nur unwesentlich mit einem kleine Ton in Orange zum Nachdenken anregen, das für mich Blut ist. Jeder sieht das Bild wahrscheinlich anders als ich. Wer es zuhause hängen haben möchte oder exklusiv im Büro, wo an den Chef unter einem gedacht wird,  kann es inklusiv Rahmen für 490 € erwerben…

Evelina Velkaite

hat drei Bilder in diesem Jahr aufhängen können. Sie hat eine Kombination aus zwei Bildern, die blaue bis ins violette Farbe betont einbaut. Das linke Kunstwerk kann ein Fjord in Norwegen mit Polarlicht sein. Das rechte Bild kann eher ein Gletscher oder Eisberg im Polarlicht sein. Im dritten Bild ist ein kräftiges warmes Gelb die betonende Farbe. Es ist aus dem Indien-Zyklus. Lila ist auch hier im Mittelpunkt wird aber vom Gelb überspannt, das die Hitze des Landes wahrscheinlich darstellt. Lila wird oft auch als eine spirituelle Farbe genutzt, so dass die zwei anderen Bilder die Erfahrung mit dem spirituellen Inneren dieser Indienreise sein kann, statt ein Fjord in Norwegen mit Polarlicht. Es hängt jedoch nicht zwischen den dunklen Bildern, sondern an einer anderen Wand schräg gegenüber. War es beabsichtigt oder eher eine wichtige Abgrenzung zu den zwei eher dunklen Kunstwerken?

Die dunkel mit Acryl auf Leinwand aufgetragenen großen Bilder hat Evelina „Neue Realität 1“ und „Neue Realität 2“ getauft. Ist es denn wirklich nun ein Fjord oder ein geschmolzener Gletscher? Denn die Klimaveränderung ist da, Gletscher schmelzen. Das Weiß wird im Polarlicht weniger Weiß wirken. Oder ist es eine Art von Bewußtsein das malerisch dargestellt wird oder das Jenseits. Diese Bilder lassen Betrachter fragend zurück, aber das macht diese Bilder auch aus. Mit 9480 € können sie jeweils zuhause aufgehängt werden und die Fragen weiter anspornen.

Das Bild „Indien-Zyklus“ mit Acryl und Ölkreide auf Leinwand  zeigt ein Erlebnis am Fluss Ganges, wo an Gestorbene erinnert wird. Das Violett der „Realitätsbilder“ zeigt hier die mögliche Spiritualität im Kleinen. Wohingegen die großen Kunstwerke „Neue Realität“ eben die neue Realität, wahrscheinlich das Jenseits sein kann. Jenseits von Gut und Böse kann das teuerste Bild der Jahresausstellung sein: 13000 €. Ob es berechtigt ist so hoch anzusetzen ist dahingestellt. Die Größe, der Aufwand und die Idee zeigen hier eine einmalige malerische Interpretation. Der Indien-Zyklus kann eine steigende Aktie werden, die Evelina Velkaite hier im Museum leuchtend zeigt

Vincent Reilly

entwickelte eine „Studie eines toten Maulwurfs“ Ohne den Hinweis des Künstlers zu lesen, lässt die Betrachter auch einen Dinosaurier oder Vogel auf dem Boden sehen. Im Hintergrund rauchen Schornsteine einer Hütte. Das ganze Bildkonstrukt kann mehrere Deutungen zulassen. Zum einen die Umweltverschmutzung der Industrie, die unsere Natur zerstören und damit auch Tieren den Lebensraum nehmen, oder es zeichnet das Ende der Natur und die Eroberung der menschlichen Zivilisation. Hier kann es aber auch gedeutet werden als eine Geschichte des Ruhrgebiets. Als wir, die wir heute farbige Fotos von Landschaften machen, kann es scheinbar ein Foto aus den Anfängen der Industrialisierung des Ruhrgebiets sein, als alles Schwarzweiß war. Aber vielleicht meint Vincent Reilly ja etwas völlig anderes mit dem Bild. Hier sieht jeder, wie vielfältig Kunst sein kann. Das Bild muss nicht gefallen, aber es kann trotzdem den Horizont öffnen und zum Nachdenken anregen, was der Künstler mit seinem Kunstwerk mitteilen möchte. Eine Diskussion ist somit eröffnet. Wer das Bild haben möchte kann es für 150 € bekommen.

Stefan Wepil

hat wieder zwei beeindruckende Bilder beigesteuert. Letztes Jahr war ich von den bunten Korallenriffen begeistert. Dieses Jahr hat er zwei verschiedene Arten von Städte in Mixed Media Art in der Ausstellung hängen. Das obere ist die „Quocht-Höhlenstadt“. Das unverkäufliche Bild lässt den Betrachter durch ein grünes Dickicht gehen, bevor er in die grüne Stadt mit Hochhäusern kommt, die im Schwarz einer Höhle entstanden ist.

In der „Elelschia Stadt Lio“ ist eine neue Form des Zusammenlebens entstanden. Arbeit und Wohnen sind wahrscheinlich nah beieinander unter offenem Horizont im Gegensatz zu der Höhlenstadt. Vielleicht sind das zwei verschiedene Zukunftsprojekte, wie es mit der Menschheit weitergeht im Zuge der Klimaveränderung. Vielleicht sind sie auch nur einfach der Fantasie entnommen, obwohl so eine Elelschia – Stadt in England am Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden ist, ist sie bis heute Vorbild für Städte dieser Art geworden. Zur Zeit entsteht so eine Megacity in China nach dieser Bauweise. Die zukünftige Wohn- und Arbeitskultur wird mit diesem Bild auf jeden Fall zum Thema beim Betrachten. Für 400 € kann damit zuhause weitergesponnen und den Grundstein gelegt werden. Ob ich da wohnen möchte. Klares Nein. Aber wer weiß, wie schön es da sein könnte.

Klaus Hoffmann

hat zwei kaleidoskopartigen Bilder in der Ausstellung hängen. Sie erinnern an die 3D Bilder von M. C. Escher. „100 Quadrate“ (490 €) ist mit Acryl auf Leinwand entstanden. Eine sehr mühselige Arbeit diese in abwechselnde Abfolge von schwarzen kristallartigen Sonnen auf weißem Hintergrund exakt so entstehen zu lassen, die bei einer entfernten Sicht optisch verändert werden. Das Bild scheint sich zu drehen. Nur bei näherer Betrachtung sind feine Linien zu sehen. Ein herausragendes Bild in dieser Ausstellung.

Genauso herausragend ist das „Op-Art Perspektive“ (350 €), mit Tusche auf Papier. Es ist zwar kleiner, aber hier wird die optische Wahrnehmung besonders stark herausgefordert. Die Preise sind viel zu gering für diese besonderen Arbeiten, die Klaus Hofmann ausstellen konnte.

Dieter Schröder

hat drei Radierungen in der Ausstellung hängen. Landscape I, II und V sind im hellen Grünton abwechselnd mit Gelb in verschiedenen Größen zu sehen. Hier wird wieder die Fantasie angeregt. Es kann eine Naturlandschaft mit Strand oder umgekehrt sein oder ein Wald mit versandetem Boden. Alle wirken beruhigend und bei näherer Betrachtung dennoch unruhig. Alle können für jeweils 650 € gekauft werden.

Bernd Stappert

hat auf seinen Schwarzweiß-Fotos Ausschnitte von gruseligen Bäumen in die Ausstellung gebracht. Sein „Gespensterwald 1“ und „Gespensterwald 2“ sind gerade durch das in Schwarzweiß gehaltene Foto gruseliger und lassen einen an Geschichten von Stephen King und Edgar Allen Poe erinnern. In der Kirchheller Heide erzählen bestimmt genug Bäume Gespenstergeschichten, die Bernd Stappert entdecken kann. Beide Fotos sind für 120 € zu bekommen.

Heinz-Michael Becker „3-D  Perspektivwechsel“

Das 15 Mal 15 cm Quadrat ist mit Quadraten entstanden durch Holzbausteine. Egal von welcher Perspektive das Kunstwerk betrachtet wird. Die schwarzweiße Struktur lädt immer wieder ein es in einem anderen Blickwinkel zu sehen. Das eigene Leben sollte, so wie dieses Kunstwerk ebenso von vielen Seiten aus betrachtet werden. Leider gibt es bei vielen Menschen einen fehlenden Horizont und den berüchtigten Tunnelblick. Doch dieses Bild zeigt, dass Geometrie einem die Augen öffnen können. Wer zuhause darüber sinnieren möchte, kann das Werk für nur kleine 110 € bekommen.

Wolfgang Fröhling

hat in dieser Ausstellung drei Bilder hängen. Das eine ist „Düsseldorfer Landstraße“ aus dem Jahr 2023. Ein kleines Haus an dem links ein Wohnwagen steht in scheinbar symmetrischer Nachbarschaft. Wohn- und Wohnmobil stehen auf dem Foto in einer naturnahen Landschaft genau mittig. Langeweile kommt beim Draufschauen jedoch nicht auf. Das gelbe Haus sticht das Grau des Himmels aus. Für 800 € ist es zuhause weiter zu betrachten.

Die beiden anderen sind in Bottrop auf der „Prosperstraße“ entstanden. Die Halde mit der Skihalle ist in einer besonderen Perspektive, während am „Alter Postweg“ die unterschiedlichen Farben einer alten Kiesgrube, wo eventuell Ölschiefer das klare blaue Wasser mit einem ekeligen Braunton zu verschmutzen droht. Beide Bilder sind für jeweils 650 € zu bekommen. 

Reimund Walther  

hat mit „Architektur I“ (500 €) eine Hochhausskulptur aus Rechtecken und Quadraten erschaffen. Es ist eine von nur zwei Skulpturen in diesem Jahr. Ich als Brettspieler habe es durchaus als ein beachtliches Mordswerkzeug erkoren für Cluedo. Eine beeindruckende Skulptur ohne Humor auf jeden Fall.  

Das zweite Kunstwerk  „Architektur II“ (200 €)  ist dem Museum und ein dem Josef Albers gewidmetes Quadrat aus Aluminium im Quadrat eines sandgestrahlten Aluminium-Quadrats. Eine beeindruckende Variante in der vielfältigen Ideenlandschaft der Kunst von und um Josef Albers, dem Ehrenbürger und Künstler der Stadt Bottrop.

Stefan Hütte alias @Bottblick

hat in seinen Fotos immer Bottrop im Blick. Er erzählte mir bei einem zufälligen Treffen bei der Ausstellung Orange in Bottrop von Nolin Wischermann, dass er es zufällig beim Laufen auf die Halde mit der Skihalle so gesehen hat. Ohne lange nachzudenken hat er ein Fundstück fotografiert, dass so eine Menge mehr reininterpretiert werden kann, als er es selbst vermuten würde. Ich habe erst gedacht, dass es mit Photoshop eingearbeitet wurde. Ich konnte mir einen Traktor oben auf der Halde nicht vorstellen. Zudem war der Malakoffturm nicht zu sehen, sondern nur der Förderturm, der dort herausragt. Der Traktor ist im Vordergrund. So sieht steht für mich dieses Schwarzweiß-Foto für mehrere Dinge. Zum einen prägte die Landwirtschaft schon vor der Ansiedelung der Industrie die Landschaft im Ruhrgebiet. Hier waren jedoch keine Berge, sondern sanfte Hügel und schon gar keine Fördertürme zu sehen. Der Förderturm von Prosper II ist stark im Hintergrund, das wiederum zeigt, wie wenig der Bergbau noch mit der Landschaft zu tun hat, aber dennoch diese über 150 Jahre neu geprägt hat, aber jetzt Geschichte ist, während die Landwirtschaft immer noch bestehen bleibt. Der monströse Traktor ist der Mittelpunkt und bleibt. Der Förderturm ist klein und könnte jeden Moment wieder vom Traktor klein gefahren werden. So vieles lässt sich fantasievoll mit diesem einen Bild sagen. Der Name „Zeitenwende“ prägt das Bild zudem noch in zweierlei Hinsicht: Vergangenheit und Zukunft der Stadt bzw. vom Ruhrgebiet. Für nur 69 € ist das Bild zu bekommen.

Angelika Schilling

hat zwei Fotos in der Jahresausstellung. Das erste ist fast ähnlich wie ein Bild von dem leider schon verstorbenen Many Szejestecki, der mit Technischen Zeichnungen die Untertagewelt und die darauf liegende Stadt bildhaft in Szene gesetzt hat. Kürzlich hatte sein Sohn eine Ausstellung in der Galerie KiR in Oberhausen, wo ich es leider nicht geschafft habe hinzukommen. Angelika Schilling hat im Licht- und Schattenspiel II so in Szene gesetzt, dass es wie Dominosteine aussehen lässt, die kurz vor dem Umkippen stehen. Oder es lässt eine gemalte Unterstruktur die Betrachter in die fotografische 3D-Welt eines M. C. Escher versinken. Im zweiten Foto steht ein weißer Plastikstuhl auf einer unbearbeiteten Betonunterfläche vor einem mit schwarzen Quadraten zusammengefügte industrielle Tür. Angelika Schilling hat absichtlich nicht in Waage fotografiert. Zwei Schwarz-Weiß-Fotografien, die kunstvoll in Szene gesetzt wurden und zum Fantasieren anregen. Wer die Fotos kaufen möchte:

Kunst-Stücke II – „08/15“ : 1400 €

Licht- und Schattenspiel II – Fotografie auf Hahnemühle 1/10 : 1500 €

Christel Sellmons

hat zwei Fotografien vom „Düsseldorf Hauptbahnhof I und II“ in der Jahresausstellung stehen. Der Bahnhof mit seinem geriffelten Hintergrund. Die Geometrie des ganzen Bahnsteigs erinnert an moderne Kunst und ist dennoch nur eine Fotografie eines Bahnhofs, der architektonisch kalt aus dem Boden gestampft wurde und nicht wirklich schön ist. Interessanterweise ist dieser Bahnsteig sehr sauber, als wenn für dieses Bild extra kurz vorher der Reinigungstrupp durchgegangen wäre. Die Fotos sind für jeweils 500 € zu haben

Gereon Krebber

hat mit dem fantasievollen Namen ebenso fantasiereich „Smavo“ mit Metallstäbchen im Sockel entstehen lassen. Zu sehen ist ein keramisches halbes „Ei“, aus dem scheinbar etwas schlüpft. Es erinnert schon im ersten Gedanken an den weltberühmten Science-Fiction – Film „Alien“ und lässt die Betrachter schmunzelnd, wie leicht beängstigend zurück. Vielleicht springt da ja gleich etwas heraus. Zumindest ist aus der Geldbörse einiges herauszuspringen: 4300 € kostet die eine von nur zwei ausgestellten Skulpturen in der Ausstellung.

 

Das Motto auch für diese Ausstellung, die ich im 2024 bestimmt wieder besuchen werde mit Ralf Opiol mit Spannung und Freude:

Zur Kunst musst du gehen!

Aber hier hat jeder Interessent die Chance auch nach der Ausstellung die Bilder nochmal in Ruhe zu betrachten und auch zu kaufen, wer Interesse hat. Natürlich beim Künstler nicht bei mir.

 

Glück auf und bis zum nächsten Mal, wenn es heißt: Ruhrpottologe unterwegs – In Sachen Kunst


FOTOSTRECKE & PREISLISTE aus der Jahresausstellung 2023 im Museum Quadrat:

PREISLISTE

PREISLISTE der Einzelpräsentation „Square Dance“ von Monika Lioba Lang

Vorstellung neuer Podcast mit Ralf Opiol unterwegs „In Sachen Kunst“ I +Video I +Fotos

Ein neuer Podcast entsteht in meinem Rahmen: „In Sachen Kunst“ ist als Experiment zu sehen mit dem Künstler Metropiol Ralf Opiol als Gesprächspartner und Mitmoderator, wenn wir in Museen oder in Ateliers von Künstlern zusammen gehen und über Kunst reden. Wir wollen Kunst nahbar machen, Menschen neugierig und die Scheu vor moderner Kunst nehmen. Wenn erlaubt mit Videoaufnahmen oder nur als Podcast in Museen, im Atelier bei Künstlern und im Dialog zur Geschichte, Erlebnissen oder Informationen. Als Video zu sehen wird es dann im Youtube-Kanal bei mir und Ralf Opiol und zu hören als Podcast bei „Ruhrpottologe unterwegs“.

Zum Short-Vorstellungsrunde

https://youtube.com/shorts/NLYU9Wh_1eI?si=DR2VrxKqPCKEM5RN

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Mehr Informationen

Letztes Jahr habe ich den ein oder anderen noch nicht fertig gestellten Podcast im Rahmen meiner vielfältigen Tätigkeit als Ruhrpottologe gemacht und dabei auch die Jahresausstellung von 2022 mit Ralf Opiol besucht. 

Tatsächlich war dieser Podcast einer meiner erfolgreichsten. So habe ich Ralf Opiol den Vorschlag gemacht, diese neue Jahresausstellung wieder zu besuchen und daraufhin zusammen einen Podcast über Kunst zu machen. Der Podcast, soll auf Kunst Neugierde wecken und sich auf einfache Art und Weise mit den Kunstwerken beschäftigt.

Wir wollen, wenn unsere Zeit es erlaubt, Künstler und Künstlerinnen zu einem Gespräch einladen, ihre Werke vorstellen, Ausstellungen und Vernissagen besuchen und besprechen und auch die Kunstgeschichte und ihre Eigenarten auf einfache Art und Weise jedem zugänglich machen ohne hochgestochen und wissenschaftlich zu sein.

Kunst ist mehr. Das Motto „Zur Kunst musst du gehen“ prägt Ralf Opiol schon immer und es bewahrheitet sich. Jedes Bild, ob Abstrakt, Naiv oder Mixed Media, haben eine Aussage zu weltlichen oder inneren Problemen und zeigen es auf unnachahmliche Weise in einem einzigen Werk oder es zieht sich mit einem roten Faden durch das Kunstwerk eines Künstlers.

Wir haben uns kurz während des Drehs angeschaut und spontan den Titel „Irgendwas mit Kunst“ ausgedacht. Irgendwie passte der Titel spontan. Jedoch wußten wir zu dem Zeitpunkt nicht, dass es schon einen Podcast gibt mit diesem Namen. So wird der nun ab dem dritten veröffentlichten Teil einfach „In Sachen Kunst“ heißen und unter meinem Podcast „Ruhrpottologe unterwegs“ vorerst laufen. Sollte er erfolgreich sein, werden wir überlegen eine eigenständige Reihe daraus zu machen. Er ist jetzt experimentell angelegt, ob er regelmäßig stattfinden wird, hängt auch mit der beruflichen Situation und meinen Projekten zusammen. Es wird sich zeigen. Wir haben erstmal mit dem erneuten Besuch der diesjährigen Bottroper Jahresausstellung 2023 im Josef – Albers- Museum Quadrat gestartet und wollen über die Stadtgrenzen hinaus gehen.

 

Wir wünschen gemeinsam viel Spaß, den wir beim Besuch des Museums Quadrat ebenso hatten.

 

Glück auf und viel Spaß beim Zuhören oder Zuschauen wünschen 

Ruhrpottologe André Brune & Metropiol Ralf Opiol

Quasselkompott 8 I Latte ohne Popcorn I Podcast #59

Heute begrüßt der vor zwei Wochen im Studio vergessenen Heiner die Truppe aus Jack Tengo mit dem Ruhrpottologe André Brune im letzten Quasselkompott-Podcast dieses Jahres mit dem alten Format, bevor es eine neue geben wird, die das Ruhrgebiet mehr einbeziehen wird, als persönliche erlebte Dinge.

Im 8. Teil des ursprünglichen Quasselsalat – Podcast über erlebtes Dies und Jenes, reden wir Doppeldeutigkeiten von Latte mit ohne Popcorn in Polen, das einen erheblichen Preis hatte. 

 

Weitere Themen:

Die Deutsche Bahn bekommt wieder einen negativen Erfahrungswert hinzu durch das Erlebnis der Rückfahrt von Nichtmeldung einer früheren Fahrt und der Tour über Güterbahnstrecke mit einem ICE.

Wohin wandern nun 25 Säcke Stofftiere hin, die im Ahrtal nicht mehr angenommen werden?

Bots aus intelligenten KI-Systemen schreiben im Blog Kommentare, die in absurderweise lesenswert sind.

Und in Werne wird mal wieder über die Synagogengasse diskutiert, die ein anderer vom Namen nicht haben will.

Am Ende bekommt kommt trotzdem noch das Lied „Alle Jahre wieder“ ein Gesangsduo präsentiert, die bei Silbereisen mithalten könnten.

Wer dran bleibt bekommt noch eine kleine Horrorgeschichte von Jack serviert: Die Messe der Toten.

Diese Folge sollte eigentlich vor der Lesung der Kurzgeschichte „Otto und der heilige Abend“ kommen, aber ich musste entscheiden, welche wichtiger war. So ist unser letzter gemeinsamer Podcast, der eigentlich einen weihnachtlichen Abschluss hatte, nun nach Weihnachten erschienen.

Nach Weihnachten ist bekanntlich vor Weihnachten und umgekehrt.

Glück auf!

Podcast I Alle Jahre wieder mit Otto und der Heilige Abend, Tannenbaum und Schneemann I Lesung & Gesang auf Ruhrpottisch I #58

Der Ruhrpottologe liest pünktlich zu Weihnachten zwei ruhrpottische Weihnachtsgeschichten und singt „Alle Jahre wieder“ mit Jack Tengo, der die Tannenbaum-Geschichte erklärt, warum und wieso und überhaupt.

Die Weihnachtsgeschichte „Otto und der heilige Abend“ ist von Jack Tengo über Otto, den Weihnachtsmann, der ein bisschen Zwiegespalten ist in seiner Situation in der Zechensiedlung den alljährlichen rotweissen Mann zu mimen. Eine lustige und nachdenklich machende Geschichte, die ich einlese, weil er durch eine Corona-Erkrankung selbst stimmlich verhindert ist.

Otto und der heilige Abend ist eine wahrlich wunderbare Weihnachtsgeschichte aus einer Zechensiedlung, wo das Zusammenhalten immer wichtig war. Es lohnt sich reinzuhören. Wer den Text lieber lesen möchte, kann es in einem weiteren Blogbeitrag tun. Am 1. Weihnachtstag veröffentliche ich Jacks Geschichte unter der Rubrik Literatur. Die Geschichte habe ich lektoriert und als ein funkelndes Stück Literatur empfunden, als ich es das erste mal gelesen hatte. Eine Geschichte, die in das Ruhrgebiet nicht nur zu Weihnachten passt.

Die zweite Geschichte ist aus dem Band Mäachen auf Ruhrpottisch Nummer 11 von dem Ruhrpottpoeten Michael Göbel. Das Andersen-Märchen „Der Schneemann“ ist in Dialektsprache von mir gelesen.

Wer es erwerben möchte mit den anderen Geschichten zusammen, kann dies über diesen Link tun:

Märchen auf Ruhrpottisch Band 11 von Michael Göbel (bod.de)

Dann erklärt Jack die Geschichte vom Tannenbaum, bevor wir abschließend „Alle Jahre wieder“ singend den Podcast zu Weihnachten abschließen.

Glück auf und frohe Weihnachten wünscht der Ruhrpottologe mit diesem Podcast!

Bleibt gesund und mir gewogen, bis die Tage!

# 57 I Eine Kaisermelange geht auf keine Kuhhaut I Quasselkompott 7te I Podcast

Quasselkompott, die 7te – Die Kaisermelange geht auf keine Kuhhaut

 

Heiner, Jack und ich machen wieder mal einen Quasselsalat und ändern ihn ab sofort in den am Ruhrpott angelehnten Namen zu Quasselkompott.

Dieses Format wird noch in diesem Jahr zwar noch humorvoll von unseren eigenen Erlebnissen und aktuellen politischen oder alltäglichen Themen bequasselt. Das tun wir auch im nächsten Jahr wieder, aber mit einem anderen Konzept. Es wird mehr über das Ruhrgebiet folgen und auch Quizfragen gestellt werden, die wir uns oder den Gästen vorstellen. Wir planen auch live Lesungen durchzuführen auf Ruhrgebietsdeutsch. Lasst euch überraschen!

In dieser Folge Nummer 7 vom ab sofort genannten Quasselkompott ehemals Quasselsalat sprechen wir über die Kaiser Melange mit Ei, Erkältung, Wodka in Polen, Wissenswertes über Sprüche aus dem Mittelalter, Aachener Dom, Kaffeefiltermaske  und die älteste Rösterei Plum Plum’s Kaffee – Plum’s Kaffee (plumskaffee.de) , fälschlicherweise von mir Prüm genannt, Entschuldigung.

Jack Tengo kündigt eine schöne Weihnachtsgeschichte an.

Außerdem versuchen wir zu klären wie oft Putin schon tot geschrieben wurde.

Ihr bekommt eine kleine Filmkritik von Ridley Scotts „Napoleon“, den ich mir angeschaut habe.

Der Weihnachtsmarkt in Werne hat dieses Jahr erstmalig Eisstockschießen am Solebad.

 

Zum Stichwort Weihnachten passt dadurch am Ende die Sagengeschichte „Messe der Toten“, die Jack eingesprochen hat.

Viel Spaß dabei!

Glück auf!

SHOWNOTES

Literaturtipp & Lesung I Ulli Engelbrecht „Rock Around the Tannenbaum“ I Podcast Folge #56 I Unterwegs zwischen den Buchseiten

Wat hat Mike Oldfield und Vicky Leondros gemeinsam außer Musik? Dat erfährse bei Ulli Engelbrechts 10 Kurzgeschichten „Rock Around the Tannenbaum“. Eine vom Autor genehmigte Lesung einer humorvollen Geschichte aus der Sammlung und einer kleiner Buchtippinformation empfehle ich dieses schöne kleine knapp 70 Seiten Taschenbuch nicht nur zur Weihnachtszeit.

Ich durfte eine eigene Lesung eines Kapitels in einem Podcast veröffentlichen. Vielen Dank dafür! Zum Podcast:

 

Es tauchen Nena in Träumen auf oder die Eltern, die lange Haare zu der Zeit verunglimpfen. Lernt das Fernsehen in Schwarz-Weiß mit unmöglichen Dialogen kennen und fahrt zu Konzerten der ungewöhnlichen Art.  Kurzweilig bringt Ulli Engelbrecht Spaß auf mehr solcher amüsanten Geschichten aus Autobiographie, Elternerziehung von ungebändigten Jungs, Musikkennerschaft und Zeitreise in die 1970 und 1980er Jahre, die Viel Spaß bei der Geschichtenreise!

Wer sich das Buch besorgen will, bekommt es für 3,99 € als Ebook, ISBN:

und als Taschenbuch als Book on Demand mit einer etwas längeren Lieferzeit von bis zu 2 Wochen für 6,99 € mit der ISBN: 9783744816243

Bestellbar hier: Rock Around The Tannenbaum – ulli-engelbrecht.de

Licht aus, Spot an, wie Ilja Richter in seiner Sendung für Musikliebhaber DISCO die nächste Band auf der Bühne spielen ließ. Da sag ich jetzt:

Glühbirne aus, LED-Leselampe an oder Ebook raus und viel Spaß beim Lesen!

Glück auf!

Links:

Internet: Rockstorys & Popgeschichten – Ulli Engelbrecht schreibt und liest Rockstorys & Popgeschichten (ulli-engelbrecht.de)

Youtube: Ulli Engelbrecht – YouTube

Facebook: www.facebook.com/Rockstorys/

Instagram: @ulli_engelbrecht

Hinweis: Dies ist keine bezahlte oder unbezahlte Werbung, sondern ein Literaturtipp bzw. -kritik vom Ruhrgebiet mit oder ohne eigene Lesung, je nach Genehmigung von Verlag oder Autor.  Ich schreibe es, falls mal jemand meinen sollte, ich würde hier bevorzugte Personen nehmen. Ne, dat is falsch gedacht. Als gelernter Buchhändler nehme ich mir die Freiheit auch Buchempfehlungen auszusprechen. Wenn eine Buchhandlung mit mir zusammenarbeiten möchte, kann sie sich gern bei mir melden. Lesungen, auch von Kinderbüchern, kann ich ebenso anbieten. Dazu bitte ich auf meinen Blogeintrag „Dienstleistungen“ zu gehen. 

 

Wer war die heilige Barbara? I Podcast #55

Spontan-Podcast zum Barbaratag am 4.12 

 

Wer war die heilige Barbara?
Und wo ist eigentlich ihr Kopf?
Ruhrpottologe wandelt humorvoll historisch unterwegs mit Jack Tengo auf den Fährten von der heiligen Barbara, die am 4.12. ihren Gedenktag hat.

Die Barbara musste in ihrem Leben viel erleiden. Ihr Vater war der unbarmherzigste Mensch, den es auf Erden gegeben haben muss, bevor ihn ein Blitz erschlagen hat. Dafür wird die Barbara als Heilige von vielen Berufsgruppen geehrt. Nicht nur ist sie die Patronin der Bergleute, sondern auch von der Feuerwehr, Feuerwerker, Steinmetze, Bürstenmacher, Hutmacher und bei der Artillerie. Dafür wird sie in vielen Ländern verehrt!

Eine Anekdote der Bergmannsuniform ist die Anzahl der Knöpfe. Denn es sind 29 zu zählen. Zusätzlich sind drei oben offenstehend sie sind der Dreifaltigkeit, Vater, Sohn und der Heilige Geist zuzuordnen. Eine andere Erklärvariante sollen aber die drei Jahre im Kerker sein.

Die Barbara von NIkomedien ist im heutigen türkischen Izmit geboren und gestorben. Sie war im 3. Jahrhundert eine sehr hübsche Frau. Von Männern umgarnt, soll sie sich aber eher dem einen Gott gewidmet haben, was zur Römischen Herrschaft, die in dem heutigen Gebiet der Türkei, eher ein Unding war, weil es mehr Götter als einen gab im Glauben der Römer. Christen wurden Löwen zum Fraß vorgeworfen. Das hat der gütige leibliche Vater mit ihr allerdings nicht vorgehabt. Er hat sie zur besseren Erziehung neun Jahre in einem Turm eingekerkert.

Es hat am Ende alles nichts genutzt. Zur Strafe hat er sie eigenhändig geköpft und wurde daraufhin vom Blitz erschlagen, so die Legende, die auch erzählt, dass sich ein Berg aufgetan hat, wo sie sich vor dem Vater verstecken konnte als sie vom Elternhaus fliegen konnte.

Mit 29 Jahren starb sie, was zum damaligen Zeitpunkt als Jungfrau schon eine alte Schachtel war, wenn sie als Frau lebte. Die meisten Menschen wurden keine 40.

Ihre Legende, Heiligsprechung und Reliquienverehrung ist riesig im Bergbau bis heute.

Wir plaudern eher locker vom Hocker über die Barbara ohne sie vom Thron der Verehrung zu stoßen. Wir respektieren die Anbetung der Patronin. Und vergessen auch nicht zu erwähnen, dass wer einen Obstzweig oder Birkenzweig in ein Glas Wasser stellt am 4.12. und dieser am Heiligabend blüht Glück im neuen Jahr haben wird.

Am Ende wird das Glück auf – Lied von Stefan Petrat mit einem Dudelsack eingespielt. Eine Aufnahme, die ich auf dem Deutschen Soldatenfriedhof Langemarck vom ersten Weltkrieg in Belgien gemacht habe, worüber ich bald auch berichten werde. Leider war der ausführende Lehrer erkrankt und so verzögert sich das abschließende Podcasten mit ihm.

Glück auf wünsche ich allen Bergleuten, Steinmetzen und Artilleristen, Feuerwehren, Bürsten- und Hutmachern und den Lehrern!

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Links:
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Buchtipps:

Gerhard HeilfurthBarbara als Berufspatronin des Bergbaues. In: Zeitschrift für Volkskunde. 53, 1956/57, S. 1–64; digi-hub.de.

Rolfroderich Nemitz, Dieter Thierse: St. Barbara. Weg einer Heiligen durch die Zeit. Glückauf, Essen 1996, ISBN 3-7739-0639-0.

Reinhard Abeln: Die heilige Barbara. Leben – Legenden – Bedeutung. Topos, Kevelaer 2011, ISBN 978-3-8367-0768-8
Heilige Barbara aus der Barbaraschule von Werne - Jacks Schule (C) Jack Tengo
Krug Heilige Barbara in meinem Besitz (C) André Brune

Podcast I Quasselsalat #6 – Sagenhafte Lichtkrankheit in der Arschkerbe

Von Lichtkrankheit beim Stadtspiel über deutsche Abwaschärsche und sagenhafte Christians, die im Radio Ruhrpott auftreten könnten.

Nach einjähriger Pause machen wir die Hörer wieder unsicher. Wir fangen mal ganz langsam wieder an, weil Jack auch noch etwas kränklich war, aber vieles zu erzählen hatte.

Satirischer Seitenhieb-Podcast mit Jack Tengo und Ruhrpottologe André Brune

Lichtkrankheit beim Stadtspiel von Werne

Sagenhaft erklärt wird von dem Bauern Jack Tengo das Stadtspiel von Werne.

Die städtische Geschichte in der Zeit des dreißigjährigen Krieges wurde amüsant von städtischen Laiendarstellern gezeigt. Einer davon war Jack an zwei Tagen in der Hitze des Sommers.

Drei bis vier Mal pro Woche wurden die bestimmten Szenen einzeln geprobt bis der Text bei der Generalprobe passte. Zwischendurch gab es natürlich immer wieder mal anzupassende Szenen durch Krankheit, Ausstieg aus anderen Gründen von Schauspielern und Schauspielerinnen.

Deutsche Ärsche von Fremdpflegern wischen lassen

Auch das Abwischen deutscher Ärsche ist ein kleines Thema, denn wer macht später unsere Pflege, falls wir in ein Seniorenpflegeheim landen?

Hintergrundinfo zum Podcast „Radio Ruhrpott“

In der Zwangsgpause beim kostenlosen Zoom von 9 Minuten habe ich kurz die Meinung meiner Frau zu unserem Besuch in Radio Ruhrpott aufgenommen. Und anschließend den Podcast Ruhrpottologe unterwegs bei Radio Ruhrpott mit dem Geschäftsführer Michael Kloßek fertig gestellt. Darüber quatschen wir auch ein wenig.

Eintrittskarte Stadtspiel Werne

Taxifahren mit einem Bottroper Gebrauchtwagen im polnischen Katowice

Eine lustige Geschichte, die ich definitiv mit der Originalaufnahme mit meiner Frau in unserem gemeinsamen Podcast „Bigoskraut“ noch einmal ausführlicher besprechen werde, wird von mir angerissen.

Taxifahrer Mateusz mit Bigoskraut

Werner Arschkerbe bekommt eine Veredelung

Eine Gasse zwischen Arschkerbe, wo die zerstörte Synagoge von Werne stand und der Fußgängerzone in Werne wird nicht nur neu eröffnet, sondern bekommt einen neuen besonderen Namen: „Synagogengasse“. Er wird an die jüdische Vergangenheit erinnern. Auch neue Straßennamen sollen an Namen der Stolpersteinpersonen erinnern. So erzähle ich vom Kardinal Hengsbach:

Kardinal-Hengsbach-Straße in Bottrop sollte ebenfalls in eine Stolpersteinnamen-Straße geändert werden, so ein Vorschlag von mir. Eugen Blumenthal, ein jüdischer langjährig bekannter freiwilliger Feuerwehrmann, der erst nach den Rassengesetzen ausgeschlossen wurde und zuletzt in Auschwitz umkam oder August Steinsiek, ein bekannter Bauunternehmer von Bottrop, der von einem Nachbarn denunziert wurde, weil er auf die Nazis und Adolf Hitler kein gutes Haar ließ. Er wurde von der Gestapo abgeholt und ward nicht mehr wiedergesehen.

 

Gedenkplatte Synagoge Werne in der Arschkerbe

Quasselkompott

Wir erweitern den Quasselsalat mit einem Quasselkompott. Darin wird dann neben unseren eigenen Gespräch auch mal der ein oder andere Gesprächspartner eingeladen.

Sagenhaft mit Jack in Werne

Der Osten des Ruhrgebiets gehört ja mehr zu Westfalen. Jack Tengo hat natürlich zusätzliche Informationen für Unwissende und eine spannende zum Stadtspiel Werne passende Sage herausgepickt, die ihr als Youtube-Podcast schon hören könnt, aber hier exklusiv eingebaut wurde:

Sagenhaft Teil 1: Christian zieht an Werne vorbei

Glück auf bis zum Teil 7 von Quasselsalat mit Jack Tengo und dem Ruhrpottologe André Brune

Im Ruhrical Radio Ruhrpott mit Michael Kloßek I +Podcast I +Fotogalerie

Im Ruhrical Radio Ruhrpott mit Michael Kloßek

Ich wurde eingeladen zum Gespräch mit dem Geschäftsführer vom Musical, das Ruhrical Radio Ruhrpott, Michael Kloßek, direkt zum Musical, das Ruhrical „Radio Ruhrpott“. Nicht nur das Gespräch war sehr interessant, sondern das Musical an sich war der Besuch mehr als nur Wert zu sehen und zu hören.

Podcast:

Wahlberliner mit Ruhrpottwurzeln

Der gebürtiger Gelsenkirchener und sympathische Wahl-Berliner sieht das Ruhrgebiet, wo er geboren wurde von außen aus Berlin mit anderen Augen. Vor Jahrzehnten ist er aus beruflichen Gründen nach Berlin gezogen. Aber in seine Heimat kam er immer gern zurück. Irgendwann sollte das Schicksal für ihn etwas neues in seiner alten Heimat kreieren.

Ich nahm natürlich meine Frau mit. Wir wollten noch hinter die Kulissen gucken. Eine Stunde vor „Anpfiff“ ist das nämlich möglich gewesen, aber der typische Ruhrpottstau hat uns ein Strich durch die Rechnung gemacht. Nicht nur, dass ich später von der Arbeit kam, sondern auch später in Castrop-Rauxel angekommen bin, weil überall…ach, lohnt sich nicht drüber zu schreiben. Wir haben es nicht geschafft. Aber wir hatten ein kleines nettes Gespräch mit Michael, dass ich kurzerhand aufgenommen habe als Podcast. Er war einverstanden ohne viel Tamtam. Und so zeichnete ich seine Erklärungen zum Ruhrical auf, stellte ein paar Fragen und habe hinterher mit der Gänsehaut, die ich vom Ruhrical bekam ihm auch erzählt, nach seiner Frage wiederum, wie es denn gewesen war.

Wer also überhaupt mal hinter die Kulissen mit der Familie gucken möchte oder mit einer Gruppe, der kann gern einfach vorher nachfragen, teilte mir Michael Kloßek mit. Sie sind da sehr offen und gehen locker mit den Besuchern um. Alles ist sehr nahbar. Die Schauspieler und Schauspielerinnen bzw. Tänzer, Sänger etc. können alle nach der Show live angefasst, können angesprochen, die Hände geschüttelt oder einfach zusammen ein Foto gemacht werden. Fahrt nur lieber noch eine Stunde vorher los, geht nicht vorher arbeiten und nicht über Los…

Michael zeigte und erklärte den Eingangsbereich

Michael Kloßek hat mich und meine Frau den Eingangsbereich erklärt. Beeindruckend, was da marketingtechnisch aufgebaut wurde. Jeder Besucher und jede Besucherin haben vor den riesigen Fotos von Ruhrgebietsmotiven gestanden und haben mitgerätselt. Denn es gibt immer ein Quiz zu lösen. Ein Plakat hat alle 53 Städte in ein Worträtsel gepackt gezeigt. Ein anderes Plakat wird mit Scheinwerfern beschienen. Dort kann ein anschließendes Foto mit der einzelnen Mitgliedern der Mannschaft des Ruhricals  geschossen werden.

Fotogalerie

Im Eingangsbereich der Europahalle war neben der Theke für Getränke natürlich Currywurst und Pfefferbeisser mit Senf zu kriegen. Außerdem gab es auch T-Shirts, Caps und Tassen mit „Kumpel:n“ oder „Radio Ruhrpott“ – Motiven und anderen witzigen Kram zum erwerben.

Auf den Tischen, wo du futtern und süppeln kanns, waren Tischdecken mit den Farben der Fußballvereinen der Städte, während alle Städte des Ruhrgebiets aufgedruckt waren, diejenige welche jedoch, die da z.B. in gelbschwarz war, wie Dortmund, war dann größer gedruckt. Das war auch so bei Gelsenkirchen, Duisburg und Bochum in Blau-Weiß und Oberhausen und Essen in Rot-Weiß. Fehlt noch VfB Bottrop in Schwarz-Weiß. Aber die sind ja nicht Erst- bis Dritt-Liga-tauglich, also nix in Schwarz-Weiß.

Umme Ecke auf der gegenüberliegenden Seite war da das Trainingsbergwerk Recklinghausen. Denn das Trainingsbergwerk spielt eine große Rolle im Musical. Ein kleiner Teil der mir schon bekannten Gesichter treten auf der Bühne auf und singen das Steigerlied „Glück auf“ und lässt das Publikum stehend mitsingen. Niemand blieb sitzen. Egal, ob Kumpel aus dem Bergbau oder Automechaniker. 

Wer da noch sagt, dass das altbacken ist, muss dabei gewesen sein. Das Revier wurde von den Bergleuten geprägt. Das spürt man sehr stark in dem Saal und bei dem Lied. Alle machten mit!

Das Trainingsbergwerk Recklinghausen hat auch eine Fotowand mit einem Streb. Dort kann sich jeder mit einer echten Bergmannsjacke, Helm und Bohrhammer für ein besonderes Foto ablichten lassen. Neudeutsch: Fotoshooting der Extraklasse verbunden mit echter tiefer Heimat, die so noch nicht erlebt wurde. Natürlich kann das Foto für z.B. ein Geschenkgutschein für das Ruhrical genutzt werden.

Das Trainingsbergwerk ist das besondere Etwas im Musical, doch das muss man selbst gesehen haben. Im Podcast singt das Team kurz „Radio Ruhrpott“, bevor der komplette Song, exklusiv mit großem Dankeschön an die Macher, mir den Song zur Verfügung gestellt haben, es im Podcast veröffentlichen zu dürfen. Also bis zum Schluss dranbleiben!

Familiensonntage

Die neu eingeführten Familiensonntage, die das Ruhrical hat, sind ein ganz besonderet Klümbken, denn hier können die Kinder mit den Musicalstars zusammen tanzen und singen, bevor die Show losgeht. Die Familie kann hinter die Kulissen gucken und das komplette Team des Musical kennenlernen. Alles ist offen und locker. Über die Generationen hinweg wird das Miteinander gezeigt. Die Zeche ist verloren, es war das Gestern wie Michael Klossek sagt, aber das Ruhrical ist das Morgen.

Wer ist Bernd Böhne?

Bernd Böhne, der zweite Geschäftsführer, aber der Erfinder und kreative Kopf vom Ruhrical, hatte die Idee schon 2018 ein Musical für das Ruhrgebiet. Früher wurde vom Broadway Ruhrgebiet geschwärmt. Da haben wir in Bochum mit dem langjährigsten Musical der Welt „Starlight Express“ natürlich eine hohe Hausnummer, aber es gibt eben auch die Schattenseiten, wie die auch inzwischen schon lange geschlossenen Les Miserabel – Halle in Duisburg und das Metronom in Oberhausen. Alle Musicals haben etwas gemeinsam: sie besitzen oder besaßen keine heimatbezogene Musikshow. Es fehlte und das hat Bernd Böhne dazu bewegt, genau das zu machen.

Bilder aus der Europahalle von Castrop – Rauxel, als sie sich füllt

Die Idee dahinter ist so einfach. Endlich gibt es ein Musical, dass sich mit dem Ruhrgebiet beschäftigt. Es zeigt Musik aus den unterschiedlichen historischen Epochen und von Musikern, die aus der Region stammen, wie z.B. Nena aus Hagen oder Annette Humpe aus Witten. Das Offene, Quatschen, Dabeisein, Spaß haben an dem Musical sollte ineinanderfließen. Bernd Böhne ist der künstlerische Leiter und spielt als Hausmeister Machulke, auch andere Rollen auf der Bühne. Michael konzentriert sich eher auf den geschäftlichen Teil. Beide kennen sich durch Fußball schon eine lange Zeit.

Als Vertriebsgeschäftsführer bei der Schokoladenfirma Storck hatte Michael Klossek 35 Jahre gearbeitet. Vor 15 Jahre fing der Umbau der Firma an. Irgendwann kam es auch bei ihm an den Hut zu nehmen. In freundschaftlichem Einvernehmen ging er, machte ein Sabbatjahr bis er sich mit Bernd zusammengetan hatte mit voller Überzeugung die Idee unter die Leute zu bringen..

Das Ruhrical wurde sofort als Marke entwickelt. Erinnerungskultur sollte mit eingebaut werden. Doch gefühlt sollte Radio Ruhrpott im Hier und Jetzt enden. Corona kam zwar dazwischen, hat aber dem Radio Ruhrpott eine längere Ausarbeitungszeit gegeben. Sie wußten, dass es funktioniert. Egal, wann es losgehen würde.

Bergleute mit Petra von Bodelschwingh alias Rosaly Oberste-Beulmann

Verein Radio Ruhrpott Akademie e.V.

Die Zeit wurde genutzt und einen Verein mit einer Akademie gegründet, die talentierte Kinder und Jugendliche fördert. In der Zwischenzeit ist ein Verein gegründet worden, der die Akademie Radio Ruhrpott fördert. D.h. junge talentierte Menschen werden gefördert in Schauspiel, Tanz und Musik. Keiner konnte ins Theater, also gingen sie zu den Jungen. Zwei Module sind entwickelt worden für Kindergärten und Schulen. Ein Musical-Workshop wird in Gymnasien angeboten. Am Ende, so ist das Ziel, wird nicht nur die Jugend gefördert, sondern die Familien, die miteinander wieder etwas zusammen tun. Kinder lieben Geschichten, singen gerne. Radio Ruhrpott fördert bei Eltern und Kindern gleichermaßen die gute Laune vor der Haustür. Als Vergleich ist „König der Löwen“ ein teuer Familienspaß, was zusätzlich auch mit hohen Hotelkosten verbunden ist!

Akademie – Radio-Ruhrpott Akademie (radio-ruhrpott-akademie.de)

Das Team vom Radio Ruhrpott

Leidenschaftlich spielen fünf Musiker auf der Bühne Bass, Bass, E-Gitarrre, Keyboard, Schlagzeug und Saxophon. Und 20 Tänzer, Schauspieler und Sänger bringen das Publikum in Wallung.

Die Vision

Von Mittwoch bis Sonntag wird jeden Tag gespielt. Am Wochenende ist das zwei Mal geplant. Eine stationäre Einrichtung wäre schön, aber der gute Wille fehlt in den jeweiligen Orten, die Leerstände haben, dass die leeren Hallen vom Oberhausener Metronom und Duisburger Les Miserabel-Halle, einfach zu teuer sind, steht im Raum. Gespräche laufen. Das Musical ist so wie es ist einfach schön. Es tingelt von einer Stadt zur nächsten und macht Laune vor Ort, vor der eigenen Haustür.

Michael Kloßek sagt: „Es ist nicht wichtig, jeden Tag das Außergewöhnliche zu tun, sondern das Gewöhnliche jeden Tag außergewöhnlich zu tun.“ Das

Jetzt zu etwas ganz anderem

Radio Ruhrpott ist nicht nur das Musical. Es ist die Bühne. Auf ihr ist ein 8 * 4 Meter großes Radio. Im Inneren spielt die Band. Von dort führt eine Treppe nach auf die Tanz- und Gesangsfläche auf der sich die Geschichte entwickelt zwischen Petra, der Steigertochter und dem Bergmann Ritchie vonne Zeche Erin, der sich in sie verguckt hat, aber der den Traum in seinem Leben eher Musiker als Steiger zu werden umsetzen möchte. So ging es wahrscheinlich vielen Bergleuten. Mit seinem Steiger kommt er nicht klar. Von Bodelschwingh ist jedoch nicht nur sein Reviersteiger, sondern auch Vater von Petra. So ist der Konflikt schon vorgefertigt. Natürlich gibt es ein Happy End. Doch bis dahin vergehen neben Lachen, auch Tränen. Alle Gefühle werden hervorgeholt!

Der Radiomoderator erzählt in witziger Manier die Überleitungen zum nächsten Musikstück. Sam Maldock ist angelehnt an Mal Sandock, der im WDR die legendäre Radio-Hitparade moderierte. Bei ihm erfahren wir etwas über die Musikstücke, die wir alle kennen oder kennenlernen. Sam Maldock, gespielt von Robin Lindemann, erinnerte mich jedoch mehr an Ilja Richter in Disco. Seine Stimme und die schlacksige Art mit dem Witz auf der Bühne war es für mich Disco. Alle Songs, die gespielt werden sind von Produzenten, Musikern und Komponisten aus dem Ruhrgebiet und begeistern schon Generationen. Das macht das Musical aus. Es nutzt unsere Erinnerungen und kann somit auch den Kindern übertragen werden. Die eigenen Geschichten werden geweckt. Gänsehaut und Tränen von fröhlicher und nostalgischer Erinnerungen werden wachgerüttelt. Mich und auch Ewa hat es gepackt. Das Musical erzählt die Ruhrgebietsgeschichte mit einer Familiengeschichte aus Romeo und Julia natürlich mit einiges an Prisen von Bergbau, Schrebergarten, Fußball und Co. Musiktechnisch lässt der WDR 4 grüßen und natürlich gibt es ein besonderes Happy End mit dem besonderen Lied, einem Ohrwurm, dem „Radio Ruhrpott“ Lied, das ich exklusiv für den Podcast bekommen habe. Vielen Dank nochmal an Bernd und Michael für diese Geste!

Was macht das Musical aus?

Gemütlichkeit und Beisammensein mit guten Freunden, die eine gute Zeit miteinander verbringen. Familien, die eine schöne Geschichte aus der Heimat serviert bekommen und vorher hinter die Kulissen schauen können. Das Ruhrical ist das Musical der Heimat Ruhrgebiet. Es zeigt Freundschaft, Zusammengehörigkeitsgefühl und Erleben einer guten Zeit für einige Stunden mit Musik, Tanz, Humor und einer guten Geschichte. Das Ruhrical Radio Ruhrpott gehört jetzt zum Ruhrgebiet und wird unsere Heimat nach außen positiv beeinflussen. Die Zechen sind zu, aber der Geist ist da mit dem Trainingsbergwerk Recklinghausen. Die Bewohner des Ruhrgebiets, die aus der nächsten Generation von Kohle und Stahl stammen, haben nun ein eigenes Musical. Auch internationale Besucher und Besucherinnen werden begeistert sein. Meine Frau kannte nicht alle Lieder, aber war als polnischer Gast total begeistert. Das zeigt, dass auch internationales Publikum funktioniert, die vielleicht die Lieder nicht kennen, aber sich mitreißen lassen vom Team auf der Bühne, die wirklich alles geben mit Showeinlagen, Witz und Esprit.

Fazit: Hingehen! Ein wunderbares Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk! Anschauen! Mit netten Menschen plaudern und mit einem guten Gefühl für die Heimat, für das Ruhrgebiet und einem tollen Abend im Stau auf der A 40 stehen oder wo auch immer. Da wird man nicht den Stinkefinger zeigen, sondern den Staupartner anlächeln und ihm mit heruntergekurbelter Scheibe mitteilen: „Ey, Du altes Rindvieh, geh doch mal in Radio Ruhrpott! Da kommse für drei Stunden nich in Stau und kannse noch wat erleben!“

Ach und nowat! Du kanns auch die Eventagentur nutzen für Firmenevent:

Eventagentur – Radio Ruhrpott (ruhrical.de)

 

Und jetzt zu etwas ganz anderem…. Die Eintrittspreise

Sie sind preislich sehr human für die Zeit die dort verbracht wird. Eine Kinokarte ist auch nicht wesentlich billiger mehr.

Tickets – Radio Ruhrpott (ruhrical.de)

Preisklasse 1

49,90 €

Preisklasse 2

39,90 €

Preisklasse 3

29,90 €

Rollstuhlfahrer

19,95 €

Begleitperson

19,95 €

 

Bei Buchung von 2 vollzahlenden Erwachsenen zahlen Kinder bis 16 Jahren (optional ab 8 Jahre) nur 9,90 € pro Kind.

 

Gruppen bekommen einen Preisnachlass von 25%. Auch das Catering kann abgesprochen werden. So kann auch eine Weihnachtsfeier eine ideale Möglichkeit sein mit der Firma einen besonderen Abend zu genießen.

LINKS

 

Website: Das Ruhrical – Radio Ruhrpott

Video: Ruhrpott – Mein Ruhrgebiet www.radioruhrpott.de – YouTube

Fragen von der Ruhr Nachrichten an den Erfinder Bernd Böhne im Jahr 2019:

https://www.facebook.com/rncastrop/videos/318638668794007/?mibextid=zDhOQc

Vom Castrop TV:

Radio Ruhrpott – Das Ruhrical – YouTube

Anschrift

Radio Ruhrpott GmbH
Rembrandtstraße 3
59174 Kamen

Bernd Böhne
Michael Klossek

Kontakt:
Telefon: 02307/910146
Mobil: 0174/9594084
E-Mail: mk@radioruhrpott.de

 

Trainingsbergwerk Recklinghausen

Website: Trainingsbergwerk – Trainingsbergwerk Recklinghausen

Mit freundlicher Genehmigung von Bernd Böhne und Michael Kloßek ein paar Fotos von Radio Ruhrpott von der Seite Das Ruhrical – Radio Ruhrpott:

Unter Kumpeln mit Carsten Domke (c) André Brune

Betroffene des Apothekerskandals von Bottrop erzählen I +Podcast I +Fotogalerie

Christiane Piontek und Renate Okrent – Betroffene des Apothekerskandals in Bottrop hatte ich zu Gast im neuen Podcast von Ruhrpottologe unterwegs

Es ist Ende November 2016 als die Polizei den Apotheker Peter Stadtmann verhaftet. Niemand glaubt so richtig, dass der Mann eines der größten Verbrechen in der Geschichte der Bundesrepublik getan hat. Er ist zu diesem Zeitpunkt für alle in der Öffentlichkeit der nette Kumpel von nebenan. Sein Gesicht prangt zu Werbezwecken auf den Bussen des örtlichen Nahverkehrs. Seine Apotheke feierte einige Jahre zuvor ganz groß 150 Jahre. Dieser Mann steht für einer der größten Medizinskandale weltweit. Dieser Mann wanderte für nur 12 Jahre hinter Gittern wegen Betrug, nicht wegen Mord, obwohl er Zytostatika, chemotherapeutische Krebsmittel, gestreckt hat und damit tausende nicht nur den Strohhalm des Überlebens gezogen hat, sondern betrog damit die Krankenkassen um viele Millionen Euro.

Christiane Piontek und Renate Okrent gehören zu den Betroffenen des Apothekerskandals. Sie öffneten sich mir in diesem Podcast und erzählten von ihrer Diagnose Krebs und ihrem Erleben, als sie von der Verhaftung von Peter S. erfuhren und was danach alles passierte.

Renate Okrent war bei fast allen Prozesstagen anwesend und konnte nicht begreifen, wie erklärt wird, dass nur jeder fünfte Zytostatika – Beutel die richtige Zusammensetzung hatte. Sie konnte nicht glauben, als sie die Aussage einer Mitarbeiterin hörte, dass Peter S. sagte, „Die müssen sowieso alle krepieren“. Sogar Hundehaare wurden bei einer Probe gefunden.

Podcast hören:

 

Angeklagter wollte weiter als Apotheker arbeiten

Peter Stadtmann kämpfte kürzlich noch für die weiter Zulassung als Apotheker. Ein Skandal in den Köpfen der Betroffenen. Wie kann man nur so brachial seine eigenen Verfehlungen nicht sehen wollen? Was geht in so einem Menschen vor, der seine Taten nicht einsieht? Es bleibt ein Rätsel. Und ich hoffe, dass er nicht irgendwann auf Mallorca eine Apotheke betreibt unter einem anderen Namen und dort abgelaufene Aspirin an deutsche Urlauber verkauft, unerkannt mit einem gepflegten Bart und einer großen Hornbrille und einem Ruhrpottcap „Von da komm ich wech“. (Satirische Aussage meinerseits!)

Es gibt insgesamt viele Fragen, die gestellt werden könnten, die rein spekulativ wären. Sicher ist eines, dass er mit seinem Namen als größter Einzelverbrecher in der Geschichte eines Medizinskandals steht. Sicher ist auch, dass das altehrwürdige schöne bunte Gebäude aus dem 19. Jahrhundert nun nicht mehr in einem Rampenlicht steht, dass gewürdigt wird. Sicher ist, dass die Stadt Bottrop durch ihn einen Schaden genommen hat, der nicht wegzuwischen ist. Sicher ist, dass Betroffene durch seine Hände vielleicht eine Chance zum Überleben gehabt hätten, wenn er die Chemotherapeutischen Mittel richtig angewandt hätte. Sicher ist, dass es trotzdem Betroffene gibt, die in dieser Zeit zum Glück die gepanschten Mittel überlebt haben. Sicher ist, dass die Betroffenen, und wie das Gesundheitsministerium des Landes NRW es mitteilt, der erweiterte Personenkreis von Betroffenen, die überlebt haben psychische Schäden ihr Leben lang mittragen werden, die nicht mit Geld aufzuwiegen sind. Sicher ist, dass die Verantwortlichen der Ämter schlampig waren, sonst wäre der Skandal schon viel eher aufgedeckt worden, was auch in der Verantwortung der Behörden liegt und leider nicht geahndet wird.

Mehr für die Krankenkassen – wenig Schmerzensgeld für die Betroffenen

Die Betroffenen mussten sich am Ende mit 5000 € Schmerzensgeld für das seelische Leid zufrieden geben. Doch was ist das schon für das Leid, das entstanden ist? Ein kleiner Tropfen auf dem heißen Stein. Es ist schön diese Summe zu bekommen. Doch in Anbetracht des habgierigen, geltungssüchtigen Betrugs viel zu wenig für die knapp 4700 Betroffenen und Opfer, die auf der Liste standen. Eine Rolle mit den Namen wurde an einem Tag quer durch die Innenstadt von Bottrop gelegt. Jeder Name konnte nachgelesen werden. Nach neuesten Informationen der Presse haben knapp 1800 den Antrag bis Ende Juni 2023 gestellt, um an die Fondsgelder des Landes zu kommen. (Sollten meine Zahlen falsch sein, bitte ich um die Korrekturmitteilung. Ich habe diese aus der Presse entnommen!) Insgesamt sind schätzungsweise 10000 Menschen betroffen, den erweiterten Personenkreis inbegriffen.

Es gibt Betroffene in Düsseldorf, in Leipzig, Gladbeck, Oberhausen und eben nicht nur in Bottrop. In sechs Bundesländer wurden die gepanschten Krebsmittel von Peter S. geschickt, die eigentlich sofort genutzt werden müssen und nicht lange liegen dürfen.

Was geht bei so einem Menschen durch den Kopf? Wie haben die beiden Betroffenen den Prozess erlebt? Und was kam dabei zusätzlich raus, was kaum zu glauben ist?

Beide waren oft schon im Fernsehen des NDR, WDR, bei Hier und Heute oder Panorama. Im Spiegel, Focus, Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der BILD wurde sehr ausführlich berichtet. In den Fernsehbeiträgen fallen einige Dinge dem Schnitt zum Opfer, aber im Podcast konnten sie reden ohne gekürzt zu werden, etwas über 1 Stunde und 30 Minuten. Und es war mir eine Ehre dies in der Länge zu tun.

Ich selbst habe meine Schwester 2015 an Krebs verloren. Ich selbst habe damals, als Peter Stadtmann verhaftet wurde erst gedacht, dass sie ebenfalls zu den Betroffenen gehört hätte. Sie wurde im Knappschaftskrankenhaus betreut. Dort werden selbst Zytostatika hergestellt. Was wäre, wenn sie es doch durch die Alte Apotheke bekommen hätte? Wie hätte ich dann als erweiterter Personenkreis von Betroffenen reagiert?

 

150 Jahre Alte Apotheke und alles ist scheinbar toll

2014 feierte die Alte Apotheke ihr 150 jähriges Bestehen. Peter Stadtmann umringt vom Oberbürgermeister Bernd Tischler. Örtliche Größen aus der Geschäftswelt halten das Banner der Alten Apotheke. Auf der Bühne und zwischen den Besuchern des großen Geburtstagsfestes steht Peter Stadtmann und berichtet über die bewegte Geschichte des Alten Apotheke. Radio Emscher-Lippe, der regionale Radiosender, berichtet darüber. Eine Hüpfburg steht an der Seite. Popcorn, und Bier wird ausgegeben. Ein riesiger Geburtstagskuchen wird gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Bernd Tischler angeschnitten. Stadtmann ist sichtlich gerührt von der großen Anteilnahme seines Geburtstagsfestes, so ein Video von 2014 von Radio Emscher-Lippe.

Wer denkt heute beim Sehen des Videos daran, dass er vielleicht am nächsten Morgen in die Alte Apotheke mit seinem Hund geht und „Leitungswasser“ in die Tüten der Chemotherapeutischen Beutel gießt mit dem Hintergrundgedanke, die sterben sowieso alle früher oder später?

Habgier und Geltungssucht ist hier eine einzigartige Motivvariante, die in dieser Form so noch nie da war. Und dann bekommt Peter S. nur 12 Jahre wegen Betrug, nicht wegen Mordversuch. War es die Staatsanwaltschaft Essen, die die Beweislage nicht so anerkennen konnte? Oder war es der Druck der Krankenkassen, die durch Betrug eher an ihr Geld kommen konnten ohne auf die Betroffenen zu achten?

Was hat das städtische Gesundheitsamt gemacht und wie sind sie mit den Betroffenen umgegangen?

Den Betroffenen wurde mitgeteilt, dass sie froh sein sollten, das sie noch leben. Die Betroffenen wurden ignoriert und nicht in der Situation begleitet. Eine beschämende Leistung von Behörden, die eigentlich für die Menschen da sein soll, die sie mit ihren Steuern auch bezahlen.

Was haben Politiker und Politiker gemacht?

Es war beim Kommunalwahlkampf tatsächlich überlegt worden, den Apothekerskandal mit seinen Betroffenen auf Wahlplakaten auszunutzen. Es gab Politiker, die sich nicht genug kümmerten, trotz Anfragen von Betroffenen. Politiker sollten sich schämen nicht oder zu spät gehandelt zu haben oder die Situation auch politisch auszunuten.

Hätte Christiane Piontek bei Markus Lanz in der Sendung nicht anschließend noch an der Bar mit dem damaligen Ministerpräsident Armin Laschet über die Betroffenen gesprochen, dann wäre einiges nicht ins Rollen gekommen beim Landesgesundheitsministerium. Er war sichtlich geschockt. Er unterstützte den Kampf der Betroffenen und setzte die Hebel in Bewegung beim Landesgesundheitsministerium unter Karl – Josef Laumann in Bewegung, das sich bis dato nicht einmischte. Des weiteren wurde eine Studie zu den Zytostatika in Auftrag gegeben.

Trotzdem mussten die Betroffenen um ihr Recht auf Schmerzensgeld kämpfen. Sie demonstrierten und machten nochmals eine Petition mit Unterschriften. Erst mit dem Presseauflauf und den öffentlichen Druck wurden 10 Mio Euro für die Betroffenen aus Landesmitteln bereit gestellt, die bis zum 30. Juni 2023 auch für den erweiterten Personenkreis der Betroffenen galt.

Härtere Strafen in den USA

Man muss sich mal überlegen, dass nun der Steuerzahler dafür gerade steht, wofür eigentlich die Millionen von Peter S. genutzt werden müssten. Peter S. Immobilien wurden nach seiner Privatinsolvenz verkauft, nicht um die Betroffenen auszuzahlen, sondern um einen Teil an die Krankenkassen auszahlen zu können, die um viele Millionen Euro betrogen wurden. Betroffene und Opfer sind da eher zweitrangig gewesen. Das deutsche Rechtsystem benachteiligt hier eindeutig diejenigen, die ein Recht hätten mehr zu bekommen als Leidtragende. So ein Skandal würde in den USA viel härter bestraft werden. Solche Täter würden lebenslänglich bekommen und die Summen würden in zwei- bis dreifacher Millionen Dollar Höhe sein.

Aufsichtspflicht der Gesundheitsämter ist vernachlässigt worden

Normalerweise müsste auch das Gesundheitsamt mit seiner Apothekenaufsicht verklagt werden, weil diese nicht richtig durchgeführt worden war. Sie hat sichtlich jahrelang die Aufsicht schlampig durchgeführt. Sonst hätte es diese Situation nie gegeben. Wahrscheinlich haben die zuständigen Mitarbeiter der Behörde ein nettes Pläuschchen mit dem Apotheker mit einer frischen Tasse Kaffee gehalten und sich umarmt, vielleicht noch mit einem Geldschein in der Hand? Das ist natürlich Spekulation. Aber wie lange ging das Ganze schon so? 

Das Landesministerium hat alle Betroffenen bis 2001, also bis zu dem Zeitpunkt, wo die Mutter von Peter S. die Zytostatika hergestellt hat, nach einer Antragstellung auszahlen wollen. Das macht einen schon stutzig, wenn man überlegt, dass vielleicht schon mehr als zehn Jahre gepanscht sein könnte.

Die Betroffenen waren immer erst hinter den Krankenkassen nur als Nebenkläger zugelassen. Mord oder Totschlag wurde nicht als Klage zugelassen. Der Fall Peter Stadtmann war als einer der größten Betrugsskandale Deutschlands eingestuft worden.

Nebenbei wurde sogar ein Karton voller abgelaufener Medikamente laut Aussage einer Mitarbeiterin von Peter S. benutzt worden sein, die eigentlich zu den Pharmafirmen zurückgeschickt werden sollten.

Schon 2013 wurde ein Verdacht den Behörden mitgeteilt

Ein Fahrer der Alten Apotheke hatte den Behörden schon 2013 einen Verdacht mitgeteilt. Diesem Verdacht wurde aber nicht nachgegangen. Man hat ihm wohl nicht geglaubt. Ein erfolgreicher nach außen sympathischer Apotheker, der auf öffentlichen Bussen sein Gesicht für seine Medikamenteninstitution wirbt, die schon insgesamt 150 Jahre auf dem Buckel hat, kann doch kein Skandal beinhalten.

Im Prozess versuchten die Anwälte von Peter S. die Zeugen zu verunsichern und klein zu machen. Peter S. selbst hat sich nie geäußert. Er hielt sich stets zurück. Er hatte nicht mal Handschellen und man erlaubte ihm sogar einen Flirt mit der blonden Gerichtsschreiberin.

Motivsuche

Sein Motiv erklärte er selbst nie. Eine eindeutige Habgier und Geltungssucht ist die einzige Erklärung.

Hätten die zwei Mitarbeiter, Martin Porwoll und Marie Klein nicht monatelang beobachtet und Beweise gesammelt, was Peter Stadtmann in den Katakomben der Herstellung von Zytostatika macht, dann wäre er von der Polizei verhaftet worden.

Schlaflose Nächte hatten beide, da sie nichts der Öffentlichkeit sagen konnten, bevor die Beweislage ausreichend aussagekräftig genug war. Sie fragten sich immer, wieviele Betroffene können nun an den gestreckten und gepanschten Zytostatika, den Chemotherapeutischen Krebsmitteln in der Zwischenzeit sterben? Die Verantwortung ist groß, dies im Hinterkopf zu behalten.

Fragen wie, ob es genug Beweise sind, damit so eine Situation niemand mehr in Zukunft gefährden kann? Was ist danach? Ein Verfahren wegen Arbeitsvertragsverletzung oder schlimmeres? Was ist mit den Betroffenen? Wie werden sie reagieren, wenn sie davon erfahren werden? Und so weiter…

Wie gehen die Betroffenen mit ihrem Leid um?

Ich wollte wissen, was die Veröffentlichung mit den Betroffen gemacht hat. Über Martin Porwoll und seine heldenhafte Tat und auch seinen Absturz danach wurde in der Presse schon berichtet. Eine Crowdfunding Aktion wurde gestartet für beide Whistleblower. Über 10000 € kamen zusammen.

 Ich wollte Betroffene hören. Wie gingen sie mit der damaligen Situation um? Erst kam die Diagnose Krebs und dann während der Verabreichung der Chemotherapie erfahren sie von der Verhaftung des bekannten und beliebten Apothekers Peter S. 

Wie gingen Christiane Piontek und Renate Okrent damit um? Sie erklärten sich bereit darüber zu berichten. Sie waren immer offen mit der Situation umgegangen. Es half ihnen mehr als es für sich zu behalten. Sie kämpften für sich und die Sache der Betroffenen. Ungekürzt wollte ich wissen, wie es mit den Prozesssituationen war oder was ist mit dem Fonds geworden, den der Gesundheitsminister bereit gestellt hat.

Christiane Piontek und Renate Okrent sind Freundinnen geworden in der Zeit ihres gemeinsamen „Leidens“ und des „Kampfes“ mit dem Krebs und dem Apotheker, als sie erfuhren von ihm die Zytostatika bekommen zu haben im behandelnden Krankenhaus Marienhospital in Bottrop.

Sie kämpften mit anderen Betroffenen von Anfang an eher nicht für den Betrugsskandal, sondern für eine Verurteilung wegen Totschlags oder auch Mord. Das ist schwierig zu beweisen, aber sie wollten ihn lange hinter Gittern sehen. Für die Krankenkassen ist das eben nur ein großangelegter Betrug.

Peter S. hat sich durch das Strecken der Krebsmittel Millionen Euro erschlichen und sich somit eine große Villa gebaut und einige alte Hausgrundstücke gegenüber der Alten Apotheke gesichert. Die alten Gebäude wurden abgerissen, ein Neubau entstand. Niemand fragte sich, wie sich ein kleiner Apotheker so viel Geld plötzlich hatte um sich eine Villa und ein Gebäude von mehreren Millionen zu erbauen. Ein Onkologe zog in eine Etage. Peter S. sicherte sich direkt einen entsprechenden Facharzt in seiner Nähe. Gleichzeitig spendete er viel Geld an das Bottroper Hospiz. Ein Hospiz, wo wahrscheinlich Betroffene verstarben, die Peter S. bewußt zum Sterben gebracht hat, spendet er gleichzeitig viel Geld. Eine Beruhigung des schlechten Gewissens?

Kampf der Betroffenen war und ist wichtig

Sicher ist, dass Opfer und Betroffene ohne den Kampf von Christiane Piontek und Renate Okrent vor dem Landtag und der Bottroper Apotheke insgesamt keine so große Aufmerksamkeit und Würdigung bekommen hätten. Hut ab für die beiden Frauen, die immer und immer wieder auf die Finger geklopft haben! Hut ab für alle, die beide Frauen unterstützt haben, die ich jetzt hier nicht namentlich nennen kann. Die Liste von Unterstützer und Unterstützerinnen ist mit Sicherheit nicht kurz. Das Denkmal wird jetzt immer größere Wirklichkeit. 

Was sollten Betroffene bei einem Arztgespräch machen, wenn es eine mögliche Krebsdiagnose geben könnte?

Immer mit einem Lebenspartner- oder Partnerin, einem Verwandten, Vertrauten, Freund oder Freundin mitnehmen. Nie alleine dastehen! Das Problem Krebs kann persönlich auch seelisch eine große Belastung sein. Eine Schulter zum Anlehnen sollte also immer da sein. Ich persönlich habe es zwei Mal erlebt und ich weiß, dass ich nie genug da war. Mein Vater und meine Schwester starben an Krebs.

Wer eine positive Krebsdiagnose bekommen hat, wird auf Herz und Nieren von allen Fachärzten untersucht, um eine Chemotherapie, die aufs Herz, Leber oder sonstige Organe schlägt, richtig einzustellen. Es gibt starke und schwache Chemotherapien. Es kommt auf die Klassifikation, den Ort und die Metastasen an. Wenn es eine mögliche Heilung durch Strahlentherapie, Chemotherapie, Spritzen (Hormontherapie z.B. bei Prostata), Tabletten oder anderen Möglichkeiten gibt, dann sollte diese Möglichkeit genutzt werden. Bei einer möglichen Heilung sollten auch die Personen regelmäßig die Untersuchungen gemacht werden, damit mögliche Krebszellen frühzeitig gefunden werden, um sie zu bekämpfen. vertragen kann. Auch Psychotherapien oder Selbsthilfegruppen, sowie Wandergruppen an der frischen Luft können eine seelische und geistige Unterstützung sein!

Der Krebsmittel-Markt:

4 Mrd Euro werden auf dem Krebsmittel-Markt von Pharmafirmen innerhalb von Deutschland umgesetzt. 200 Zytoapotheker in 13500 Apotheken stellen Krebsmittel deutschlandweit her. Zudem können 1500 Onkologen und Hämatologen und 50 Pharmahändler, sowie auch einzelne Krankenhäuser, wie das Kruppsche Krankenhaus in Essen selbst Zytostatika passend herstellen. Bisher sind die Gesundheitsämter nur alle drei Jahre angekündigt zur Kontrolle gekommen, ob alles seine Richtigkeit hat. Eine Farce! So eine Prüfung muss zur Sicherheit für Betroffene mindestens einmal im Monat, wie bei einer Imbissbude oder Eisdiele wegen Salmonellengefahr, stattfinden.

Ich sehe Christiane und Renate, die nicht in ein, sondern zwei Mal in ein tiefes Loch gefallen sind. Erst die Diagnose Krebs, dann die Verhaftung von Peter Stadtmann. Ich sehe, dass es jeden treffen kann Krebs zu bekommen und dass Betroffene eine ärztliche Pflicht und Anteilnahme zur möglichen Heilung bekommen müssen.

Vorsorgepflicht des Staates muss stärker sein

Ich sehe eine staatliche Vorsorge-Pflicht von Krankenkassen und Gesundheitsämter, Apotheken strenger zu überprüfen, damit sich so etwas nicht wiederholen kann, nach den kürzlich herausgebrachten Informationen, dass sie um dreistellige Summen betrogen wurden, speziell auch in der Zeit der Coronapandemie.

Ich sehe Apotheker, die sich ihrer Verantwortung bewußt sein sollten, dass sie mit Menschenleben spielen, dies nicht tun sollten, vor allem in der Situation in die jeder mit einer unheilvollen Krankheit leben muss, ob mit Krebs, Multiple Sklerose, Parkinson oder welcher auch immer.

Ich wünsche allen Betroffenen und Angehörigen von Betroffenen viel Kraft und Kampf für die Zukunft! Und ich wünsche mir, dass es so etwas nicht noch einmal wiederholen wird! Nirgendwo!

Denkmal für die Betroffenen und Opfer des Medizinskandals

Ein Denkmal für die Betroffenen an der Alten Apotheke, die heute City-Apotheke heißt, wird immer wahrscheinlicher. Die Idee kam von Karina Gieschenhagen, eine Mitstreiterin für das Recht der Betroffenen. (Eine Information, die ich nachträglich von der Mitkämpferin Heike Benedetti telefonisch bekommen habe. Danke dafür! Christiane Piontek und Renate Okrent war der Name der Ideengeberin nicht bekannt.) 

Eine wahrlich sehr gute Idee dieses Mahnmal für Betroffene und Opfer dieser hoffentlich nicht nachahmenswerte Tat eines Einzelnen zu errichten. Damit es sich nicht wiederholt. Die Stadt Bottrop und Kommunalpolitiker*Innen sollten sich auch verpflichtet fühlen es zu errichten für die wenige Unterstützung, die sie am Anfang des Kampfes der Betroffenen gezeigt hat, wie ich es leider erfahren habe. Ich wünsche allen Betroffen und Opfern, dass es so kommt. Damit erinnert wird, was passiert ist und nicht mehr passieren darf!

Glück auf im wahrsten Sinne des Wortes auf eine andere Art und Weise für alle, die mit Krebs zu tun haben!

Text: André Brune

P.S.: Sollten angegebene Informationen, Zahlen oder sonstige Angaben falsch sein, die ich aus der Presse entnommen habe und aus dem Gespräch mit den beiden Betroffenen, so bitte ich um Richtigstellung und um die entsprechenden Informationen zur Berichtigung, die nachträglich im Blog angepasst werden könnne. Vielen Dank! Einige Zeilen entsprechen nur meiner eigene Meinung, weil ich sehe, was eben höchstwahrscheinlich falsch gelaufen ist und wurde von mir neutral behandelt ohne Schuldzuweisung. Es ist Spekulation und keine faktenbasierte Information. Danke für das Verständnis! Ich berufe mich allerdings auf das Presserecht und ebenso der freien Meinungsäußerung der Deutschen Gesetze.

Hier viele interessante Links zum Thema:

Wer sich näher mit Krebs beschäftigen möchte, kann sich auf dieser Seite sicher informieren:

Klassifikation von Tumoren | DKG (krebsgesellschaft.de)

Christiane Piontek und Renate Okrent – ihr Kampf gegen Peter S. in der Presse:

https://www.facebook.com/hierundheutewdr/videos/apothekerskandal-bottrop/1060211721516081/

https://fb.watch/nHOHSu0bf5/

Christiane Piontek bei Markus Lanz:

https://www.imago-images.de/st/0081764191

Weitere wichtige Links zum Apothekerskandal:

https://www.derwesten.de/staedte/essen/meine-freundin-war-28-als-sie-starb-opfer-findet-erschuetternde-worte-zum-apotheker-skandal-id212532501.html

https://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/fuenf-jahre-urteil-gegen-bottroper-apotheker-100.html

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/apotheker-aus-bottrop-warum-den-opfern-der-prozess-nicht-weit-genug-geht-a-1177791.html

https://www.focus.de/panorama/welt/prozess-in-bottrop-apotheker-steht-vor-gericht-wegen-gepanschter-krebsmittel_id_7840963.html

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/wut-demo-der-opfer-des-pansch-apothekers-nrw-laesst-uns-im-stich-81392148.bild.html

https://www.sueddeutsche.de/panorama/apotheker-bottrop-krebsmittel-urteil-haft-1.4043342

https://www.phoenix.de/sendungen/dokumentationen/patientinnen-kaempfen-fuer-gerechtigkeit-a-1074910.html

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama_die_reporter/Der-Krebsapotheker,sendung721162.html

https://www.welt.de/vermischtes/article170583157/Der-eiskalte-Apotheker-und-seine-fast-62-000-Faelle.html

https://rp-online.de/nrw/panorama/bottrop-anwalt-unterstellt-apotheker-mordversuch-aus-habgier_aid-16465807

https://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Unterdosierte-Krebsmedikamente-Ueber-3700-betroffen,medikamente290.html

https://www.deutschlandfunk.de/urteil-im-apotheker-prozess-staatsanwalt-fordert-13-jahre-100.html

https://www.bild.de/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/wut-demo-der-opfer-des-pansch-apothekers-nrw-laesst-uns-im-stich-81392148.bild.html

https://www.waz.de/politik/landespolitik/gucken-das-nochmal-an-neue-hoffnung-fuer-apotheker-opfer-id236489563.html

https://www.bild.de/bild-plus/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/eine-schande-kein-rechtlicher-anspruch-fuer-opfer-von-pfusch-apotheker-80670420.bild.html

https://www.sueddeutsche.de/panorama/apotheker-bottrop-krebsmittel-urteil-haft-1.4043342

https://www.spiegel.de/panorama/gepanschte-krebsmedikamente-in-bottrop-was-aus-den-opfern-des-apothekerskandals-wurde-a-13a3d44d-f446-4d05-9d90-2586fd43a649

https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fgesellschaft%2Fzeitgeschehen%2F2020-06%2Fbetrug-mit-krebsmedikamenten-bottrop-apotheke-medizinskandal

https://bottroper-zeitung.de/%EF%BF%BCder-held-der-keiner-sein-wollte/

https://www.anwalt.de/rechtstipps/bottroper-apotheker-land-nrw-zahlt-5-000-00-eur-an-krebspatienten-antraege-weiterhin-moeglich-200185.html

https://www.waz.de/staedte/bottrop/bottrops-apothekerskandal-1735-opfer-duerfen-auf-geld-hoffen-id238888735.html

Hier kann man den Staat fragen und es wurde:

https://fragdenstaat.de/anfrage/alte-apotheke-in-bottrop/

Der Anfang von allem:

https://correctiv.org/ruhr/alte-apotheke/2017/06/29/die-alte-apotheke-das-ende-des-schweigens/

Der Protest vor dem Landesministerium in Düsseldorf

https://www.waz.de/staedte/bottrop/apothekerskandal-protest-der-opfer-beim-gesundheitsminister-id236471179.html

Betrugsskandale in dreifacher Millionenhöhe für die Krankenkassen

Millionenschaden für Krankenkassen: Betrug und Korruption im Gesundheitswesen (deutsche-apotheker-zeitung.de)

Alles über den Apothekerskandal mit Links von Correctiv:

https://correctiv.org/thema/ruhr/alte-apotheke/

Podcast mit Martin Porwoll, dem Whistleblower der Alten Apotheke:

https://der-bottcast.de/2023/05/26/episode-123-versteckte-helden/

Aktueller Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

https://www.faz.net/aktuell/wissen/medizin-ernaehrung/krebsmittel-unterdosiert-urteil-gegen-bottroper-apotheker-bestaetigt-19122494.html

Auch die Apotheker Zeitung berichtete über die zuletzt zum Glück gescheiterte Verfassungsbeschwerde von Peter S.:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2023/08/23/peter-s-scheitert-mit-verfassungsbeschwerde

Das Urteil:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/10/21/bottroper-apotheker-peter-stadtmann-klagt-beim-bundesverfassungsgericht

WAZ-Beitrag aktuell : Peter S. beantragt Entlassung:

https://www.waz.de/staedte/bottrop/skandal-apotheker-stadtmann-stellt-antrag-auf-entlassung-id239618767.html

Sogar in Wikipedia hat der Skandal eine eigene Seite:

https://de.wikipedia.org/wiki/Medizinskandal_Alte_Apotheke_Bottrop

Der Prozess – Tageschronik

https://correctiv.org/thema/ruhr/alte-apotheke/der-prozess/

Videos:

Panorama – Der Krebsapotheker

https://www.youtube.com/watch?v=4B99omjLRxQ

ZDF-Reportage “Abgezockt! Der Krebsmittel-Skandal!

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/abgezockt-der-krebsmittel–skandal-100.html

Whistleblower deckt Apothekerskandal auf | Lokalzeit MordOrte

Bücher zum Thema:

Klaus Roloff, Karin Henke-Wendt:

Geschädigt statt geheilt – Große deutsche Medizin- und Pharmaskandale

  1. Hirzel Verlag GmbH

ISBN 978-3-7776-2763-2

https://www.lehmanns.de/shop/literatur/45190610-9783777627632-geschaedigt-statt-geheilt

 

Dieter Deiseroth, Hartmut Graßl (Hrsg.):

Whistleblower-Enthüllungen zu Krebsmittel-Panschereien und illegalen Waffengeschäften

Whistleblower-Preis 2017 – 227 Seiten – Berliner Wissenschafts-Verlag
ISBN 978-3-8305-3786-1

https://www.lehmanns.de/shop/recht-steuern/43322821-9783830537861-whistleblower-enthuellungen-zu-krebsmittel-panschereien-und-illegalen-waffengeschaeften

150 Jahr Feier der Alten Apotheke – kaum zu glauben, das Peter S., der freundlich in die Kameras blickt und die Leute sich um ihn scharen, da schon gepanscht hat. Während Kunden und Kundinnen den Scharm der Alten Apotheke loben, ist Peter Stadtmann überwältigt von der Anteilnahme an dem Fest von allen Seiten:

150 Jahre Alte Apotheke Bottrop – video

Immer noch ein Problem der Herstellungsmechanismen trotzdem abzuzocken:

https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/krebs-medikamente-apotheke-100.html

FOTOGALERIE über das Ausrollen der Betroffenen-Liste – ausgelegt in der Stadt Bottrop – Alle Fotos wurden mir von Renate Okrent zur Verfügung gestellt