Interview, Podcast & Bergmannsheil I 18.7.25

Was für ein ereignisreicher Tag!

Erst bekam ich kurz vor dem wichtigen Interviewtermin mit einer Mediafirma an der Jahrhunderthalle Bochum (Infos kommen im Herbst!) noch einen Anruf, wo es um einen Podcasttermin ging mit einem Verein Fitab50 e. V. in Recklinghausen, den ich beim Ruhrdax-Netzwerk im letzten Oktober ausgemacht habe. Der Zumbabereich möchte mit mir einen Videopodcast machen.

Natürlich habe ich da vor ein bisschen mitzuzumben, aber alles bleibt anders…

Durch den Anruf war ich unter Zeitdruck. Wollte ja pünktlich zum Termin kommen. Aber um 10.53 Uhr als ich an der Ampel an der Jahrhunderthalle stand und stand und stand… Kam der Anruf, dass er sich um 10 Minuten verspäten werde.

Natürlich war ich komplett durch das Rasen um pünktlich anzukommen verschwitzt. Hoffentlich kann der bei dem Foto, was er machen wollte, die Schweißflecken wegretuschieren, dachte ich mir da so direkt…

Mit dem Herrn von der Mediafirma habe ich nach dem Foto und Kurzinterview ein Selfie gemacht (kommt im Herbst!). Dabei habe ich den Rucksack abgelegt oben an der Brüstung, wo die Jahrhunderthalle bewundert werden kann.

Zur Zeit findet dort ein Teil vom  Sportfest der Rhein-Ruhr FISU World University Games statt. Das passt natürlich, dass ich ein völlig geniales Foto bekommen konnte, was mit meinem Flaschengefühleprojekt in Verbindung steht.

Die Jahrhunderthalle begrüßt internationale Gäste zu den Universitäts-Ruhrgames

Nach dem Interview sind wir einmal rum, weil unten an der Jahrhunderthalle war alles laut und abgesperrt für Gäste von außen worden. Nach dem Selfie sind wir sind die Treppe runter. Ich musste mein Fahrrad die steile Treppe runterkriegen. Dabei haben wir gequatscht über meine Sprecherarbeit und dabei vergaß ich meinen Rucksack wieder auf den Rücken zu packen. Vor allem, weil ich wieder die mit hässlichen Graffitis beschmierten Historischen Hinweistafeln gesehen habe. Das brachte mich auf dir Palme!

Alle Schilder sind versaut. Der RVR kümmert sich nicht. Echt traurig!
Schild direkt gegenüber! Touristen haben hier kein gutes Bild von dem Westpark. Echt ärgerlich!

Nach 10 Minuten und kurz vor der Verabschiedung, wollte ich ihm noch meine Visitenkarte in die Hand drücken und siehe da: Wo ist der Rucksack?

Da war noch alles gut…

Ich sofort los.  Doch statt mit dem Rad da hoch zu rasen, was ja schneller gewesen wäre, rannte ich wie der schnellste Mann der Welt den Berg hoch und auf der Hälfte macht es Peng und ich musste humpeln.

Schuldig war der Rucksack, der im Bergmannsheil unschuldig blickte auf dem Fußboden der Notfallaufnahme. Warum hat er nicht um Hilfe geschrien als ich ihn alleine ließ?

Ich wusste, dass war keine gute Idee zu rennen, wenn man sich vorher nicht warm gemacht hat und schon gar nicht einen leichten Berg hoch.

Waren die Bänder gerissen? War es eher eine Muskelzerrung. Nein, das Peng war bestimmt ein Muskelfaserriss. So meine Diagnose. Ich hatte das schon mal als Fußballer vom VfB Bottrop in der E-Jugend am ersten Trainigstag in der Halle.

Es war tiefer kalter Winter. Ich gerade 12 Jahre alt oder jünger. Kann mich nicht genau erinnern. Es war ein Geburtstagsgeschenk meiner Schwester Mitglied zu werden in einem Sportverein. Ich war immer schon ehrgeizig jeden Ball zu kriegen. War in der Abwehr immer gerne. Aber war nie ein Typ damals in einen Verein einzutreten. Beim ersten Trainingstag in der Halle war ich schnell bei jedem Ball, wehrte ihn ab, sprang in die Höhe und zack hörte ich ein Peng und konnte nach 15 Minuten schon aus dem Training mit 6 Wochen Pause humpeln.

Vom Team bin ich danach nie mehr richtig aufgenommen worden. Und ich ging nach Hause endgültig nach ein paar Trainigseinheiten nachdem ich soweit wieder fit war. Tja die Nationalmannschaft hat leider einen guten Abwehrspieler verloren…

Und so ahnte ich auch diesmal genau durch diese kindliche Erfahrung, dass es dumm gelaufen ist im wahrsten Sinne des Wortes durch eigene Dummheit und einer schnellen Fehlentscheidung zu rennen statt mit dem Rad hoch zu fahren. Im Angesicht der Situation für den Podcast mit der Autorin Sabine Hofmann im Anschluß sollte doch jetzt nicht scheitern dürfen. Sabine hatte geplant bei schönem Wetter mit dem Fahrrad quer durch Bochum Hofstede im Richtung Stadt zu gurken. Im Rucksack war die Kamera, das Mikro und mein Portemonnaie für ein anschließendes Eis. Das alles hätte ja auch ausfallen können, wenn mein Rucksack geklaut worden wäre.

Nein, mein Wille war da, ich ahnte, der Rucksack ist noch da. Aber ich musste schnell sein!

Er war da. Ich sah den orangen Rucksack von unten. Aber jetzt war auch der kaputte Muskel oder ein Band, eine verletzte Sehne da. Ich humpelte so schnell ich konnte die steile Treppe hoch, nahm ihn von der Bank, dann wieder runterhumpeln. Und nach dem Verabschieden war ich total durchgeschwitzt. Und in 30 Minuten ging es ja weiter… Und jetzt fahren mit dem Rad. Ging das überhaupt?

Interessant, dass der Muskel beim Radfahren sich nicht so bemerkbar gemacht hatte. Ich habe einen Winkel herausgefunden, um es nicht so zu belasten. Nur einen Berg hoch und Schlaglöcher mochte die rechte Wade nicht. Also die Podcasttour würde so fortgesetzt werden können. Wenigstens das.

Glück gehabt! Wie man’s nimmt…

In der Kneipe ‚Speckschweiz‘ in der Hofsteder Straße wartete ich mit einem dort für Kinder kostenlos ausgegeben Wassereis und einem alkoholfreien Fiege Pils, denn Malzbier hatten die nicht.

Speckschweiz in Hofstede ist eine kleine urige Kneipe, die es dort seit 20 Jahren gibt. Dort kann man die üblichen Kneipenspiele spielen. Man kommt mit den anwesenden Personen schnell ins Gespräch. Wahrscheinlich kann man sofort mitzocken. Aber dafür war ich nicht da. Ich wollte meine trockene Kehle vor dem Interview kühlen und befeuchten.

Draußen trocknete das T-Shirt durch die warme Sonne ein wenig. Ein bisschen Parfum musste drauf. Sonst hätte Sabine nachher wegen der Ausströmungen vom Rennen und Radfahren den Termin abgesagt…

Sabine Hofmann mit mir am Startpunkt einer Mietskaserne, die im Trümmerland eine wichtige Rolle spielt

Aber alles ging gut. Das Ergebnis werdet ihr in ein paar Wochen sehen. Wir aßen am Ende kein Eis, sondern durfte mich dazugesellen, was ich sonst nicht machen würde, um nicht zu stören, zu den Freunden, mit denen das Ehepaar Hofmann verabredet war. Aber ich war ausgelaugt, brauchte was zu trinken und etwas zu essen.

Rote Beete Salat mit Sonnenblumenkernen und Apfel. Echt lecker

Ich aß meinen bestellten köstlichen Rote-Beete-Salat im Café Konkret, verabschiedete mich, damit sie allein klönen konnten über das Odental, wo sie wohnt und humpelte quer durch das Bermudadreieck. Es gab neugierige, aber auch mitleidige Blicke. Ich war durch das humpeln mit dem Rad in der Hand (dort ist Radfahren in der Fußgängerzone ja verboten und es war auch zu voll zu der Zeit, es zu riskieren) ein Blickfang. Der einzige, der humpelte. Da ging mir durch den Kopf, dass ich doch lieber zur Notaufnahme fahren sollte. Ich bin ja kein Arzt. Und nachher kann ich morgen gar nicht mehr laufen. Jetzt war noch genug Adrenalin im Blut. Aber ich hatte riesige Vorfreude auf meine Dusche zu Hause, wenn es kein Bänderriss ist, der sofort operiert werden müsste.

Das Unfallkrankenhaus Bergmannsheil von Bochum lag auf dem Weg nach Hause. Also fuhr ich hin. Ich wollte lieber eine ärztliche Diagnose haben vorsichtshalber. Ich musste wissen, wie ich damit umgehen soll.

Auf dem langen Weg zurück zum Haupteingang

Nun ja, wer durch den Haupteingang kommt muss nur den Punkten mit dem Roten Kreuz folgen. Dann allerdings braucht man hunpeltechnisch nur noch ungefähr gefühlt 200 Meter laufen quer durch das Erdgeschoss.

Der lange Weg zur Notfallambulanz im Bergmannsheil

Um 21.30 Uhr war ich da und um 23.30 Uhr war ich dann endlich wieder raus. Der junge Arzt hat einmal geprüft. Die Achillessehne war nicht gerissen. Ein MRT müsste man machen, aber eine Röntgenaufnahme und ein Ultraschall konnte meine eigene Diagnose bestätigen : Muskelfaserriss.

Schonen Sie das den Muskel, sagte er. Nun die 200 Meter zum Haupteingang zurück, wo das Fahrrad stand, war erstmal mit Nichtschonung möglich. Hab dem Pförtner gesagt, dass die doch umme Ecke am Haupteingang noch mal eine Notaufnahme machen sollten. Wie soll ich denn sonst mein Bein schonen, wenn ich erstmal meilenweit laufen muss… Er hat gelacht und dabei zustimmend genickt. Ich verliere ja trotz fluchen, nie meinen Humor.

Man sieht nichts, aber ist ganz schön schmerzhaft…

Es war wie damals beim Fußball im Oberschenkel. Das jetzt im unteren Teil der rechten Wade war aber fpr das Laufen doofer. Immer rechts passiert es. Merkwürdig … Und nun ist das Laufen eher ein Humpeln… Aber was solls. Da muss ich durch und ausgerechnet jetzt, wo ich im Garten was machen wollte, der gerade wieder überwuchert, beim Zumba Podcast mitmachen wollte, bei der Gesellschaft Bochum Donezk die zwei LKWs mitpacken wollte, was ich seit Dezember aus Zeitgründen nicht machen konnte und Wander-Gästeführung-Wege ablaufen wollte in der übernächsten Woche, wo ich mir extra Zeit eingebaut habe.

Aber so ist das Leben, manchmal passieren banale Dinge, die von einer Sekunde auf die andere durch dumme Kleinigkeiten zeitlich alles verändern können.

Jeder hat schon solche dumme Situationen erlebt. Jeder wird auch immer wieder so etwas erleben und am Ende kann eine Sache gut, aber auch sehr schlecht ausgehen.

Ich hatte zwar Pech, aber in einigen Wochen geht auch das Laufen wieder und alles ist wieder gut. Jetzt muss ich mich mit der Situation arrangieren, heißt schonen. Was liegt näher, als meine bisher liegen gebliebenen Podcasts endlich zeitlich in den nächsten Wochen in Ruhe bearbeiten zu können, meine Gästeführungsseite endlich fertig zu stellen und mal mit weniger Stress als bisher die nächsten Wochen sinnvoll auch mit Recherchen zu nutzen.

Mitte August ist wieder alles im Lot und die Steuern der letzten drei Jahre sind auch bearbeitet. Als wenn es so sein müsste, dass auch das Finanzamt alle Unterlagen endlich von mir bekommt, weil ich ja jetzt Zeit habe, das auch ganz in Ruhe zu machen.

Obwohl Lust hab ich dazu nicht. Wer hat schon Lust auf Steuererklärung?…

Freut euch also auf den ein oder anderen Podcast, die sonst so gar nicht in der Form von anderen entstehen würde mit dem entsprechenden Blogbeitrag mit Fotos und Infos zu den verschiedenen Themen, von den Naturfreunden Verein, über zwei Podcasts zur Suche nach Spuren von Ruhrgebiet in den belgischen Schützengräben vom ersten Weltkrieg, eine alternden Rockergruppe, die schon viel zu lange mit der Veröffentlichung wartet, und natürlich auch der Podcast mit Sabine und ihren in Bochum spielenden Nachkriegszeitromanen. Natürlich starte ich auch wieder mit Jack den Ruhrgebiet erklärt – Podcast. Wir haben beide kaum Zeit gefunden uns miteinander zusammen zu setzen bei Zoom durch meine Vorbereitungen zur Gästeführungsinternetseite.

Doch heute, heute leg ich nur mein Bein hoch und mache erstmal einen Spiele- und Grillabend mit Freunden. Das war verabredet. Den Weg nehme ich auf mich. Das lenkt ab vom Problem. Und muss auch drin sein!

Ich denke, das machen hoffentlich viele von euch! Denn wer weiß, ob der Sommer so sonnig bleibt, wie heute am 19.7. mit 31 Grad. Was mir schon wieder zu warm ist.

Glück auf! Und denkt bitte daran: Nichts vergessen auf einer Bank und dann auch nicht spontan losrennen wie ich Dusselkopp!

Hab schon mal Pflegegrad 1 beantragt…

Flaschengefühle bei den Ruhrgames

Helfen beim Krempelmarkt I Aktion Canchanabury e.V. sammelt jährlich im April mit Flohmarkt Spenden für Afrika I +Video I + Short I +Fotos

Es war letztes Jahr eine tolle Erfahrung den Verein Canchanabury beim Krempelmarkt zu unterstützten. Jetzt er lädt zum vierten Mal zum „Krempelmarkt'“ rund und um die Rotunde ein.

Short zum Krempelmarkt und Interview mit Henriette Roos:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Voraussetzung zur Teilnahme ist: Ein Kuchen mitbringen und 25 € Standgebühr und natürlich der „Krempel“ zum Verkauf. Getränke und Kuchen werden dann verkauft und daraus ergibt sich dann eine gute Spende für ein besonderes Projekt von Aktion Canchanabury. 

Ich helf beim Kuchenverkauf und Waffelbacken. Macht Spaß!

Diesmal geht der Erlös des gemeinnützigen Flohmarktes an gänzlich in die Unterstützung einer Slumschule in Uganda: Slumschule PCCP

Ich hab vor einem Jahr beim Waffelbacken geholfen. Der Teig wurde von einer Bäckerei gespendet. Da haben wir gebacken, bis der Arzt kommt. Vieles ist damals auch gesammelt worden. Es hat Spaß gemacht. Und die vielen verschiedenen Kuchen vor meiner Nase konnte ich nicht widerstehen natürlich. Da sind allein so einige Spenden draufgegangen.

Henriette Roos & Gerd Stegemann von Aktion Canchanabury e.V.

Wenn ihr den Verein unterstützen, etwas Spenden oder mehr wissen möchtet, was die schon über 60 Jahre gemeinnützige Arbeit für Afrika bedeutet und welche Hilfe vor Ort gemacht wird, könnt ihr es auch am Krempelmarkt erfahren. Ihr könnt Euch vielleicht sogar noch einen Platz in der Rotunde, dem ehemaligen Nachkriegsbahnhof von Bochum, sichern und euern Krempel mitbringen oder hingehen und kaufen, Kuchen essen bei einem leckeren Kaffee.

Mir hatte es gefallen! Ich hatte damals eine Nähmaschine gekauft. Die hab ich behalten. Und weiß sie nun gut einzusetzen. Meine Jeans hatte letztens die komplette Naht in der linken Innentasche kaputt… Auch sowas kann dort gefunden werden! Oder das klassische Gesellschaftsspiel Elfenland. Hab ich nie besessen bis jetzt…und die Kuchen… Mjam!

Begeisterte Mitmacherin und schon eine Nähmaschine an mich verkauft

Ihr könnt gern nochmal meinen Beitrag und Podcast nutzen für mehr Informationen:

Aktion Canchanabury – 63 Jahre Afrikahilfe aus Bochum – Gerd Stegemann im Interview I Podcast #70 I Fotos – Ruhrpottologe – André Brune

Der Krempelmarkt findet statt…:

Wann?
Sonntag, den 6. April
von 11 bis 15 Uhr

Wo?
Rotunde, Konrad – Adenauer – Platz 3, 44787 Bochum ein
Bei schlechtem Wetter drinnen!

Wer selbst Interesse an einem Krempel-Tisch hat, schreibt einfach eine Email an info@canchanabury.de.

Die Aktion Canchanabury stellt ein Bierzelttisch, eine Bank und einen Kleingeldservice.
Gerne kann auch ein Garderobenständer zusätzlich mitgebracht werden.
Es wird nur um private Verkäufer gebeten. Professionelle Händler sind nicht erwünscht. Bei schlechtem Wetter findet der Krempelmarkt in der Rotunde statt.

Infos über den Verein:

Miteinander in Freundschaft etwas bewegen | Aktion Canchanabury e.V.

Video zum Krempelmarkt und Interview mit Henriette Roos:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

UWG / Freie Bürger  – Politik mit gesundem Menschenverstand in Bochum? I +Video I +Podcast I Folge 97

Macht die Bochumer Wählergemeinschaft wirklich eine unabhängige Politik mit gesundem Menschenverstand? Das bespreche ich mit den drei Vertretern und Ansprechpartner der Unabhängigen Wählergemeinschaft / Freie Bürger: Fraktionsvorsitzender und Beisitzer Jens Lücking, dem Vorsitzenden der Wählergemeinschaft, Bezirksvertreter Wattenscheid, Stellvertretenden Fraktionsvorsitzender Hans-Josef Winkler und Holger Happe von der Geschäftsstelle.

v.l. Hans-Josef Winkler, Holger Happe, Jens Lücking im Gespräch (Screenshot aus dem Podcast)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Klein, aber oho

Die Partei ist klein, aber schon mehr als 50 Jahre alt. Damit ist sie fast schon eine alte Bekannte in der Stadt Bochum und eine feste Institution in der politischen Landschaft der Stadt geworden. Über eine, ich sage mal, langjährige „Außenseiter-Partei“ einen Beitrag zu machen, lag mir am Herzen, weil es mal anders ist, als der übliche Parteikram, der sonst jeden Tag zu sehen ist. Denn sie spielen keine Rolle im Bundestagswahlkampf. Dennoch habe ich wegen der überfrachteten Wahlkämpfe diesen Beitrag auf die Zeit nach der Bundestagswahl geschoben.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die Leute waren schon gesättigt genug. Unser gemeinsamer Gesprächstermin war noch gemacht worden, als die Ampel stand. Der Termin des Podcasts war zu dem Zeitpunkt geplant gewesen, als noch nicht klar war, wann die Bundestagswahl ist. Und natürlich war dann noch meine Seite gehackt worden. Aber jetzt ist alles gut. Die Wogen sind geglättet. Der Bundestag ist gewählt. Die Koalition aus CDU/CSU und SPD wird wohl die Zukunft für die nächsten vier Jahre bestimmen. Doch in diesem Jahr sind in Nordrhein-Westfalen auch die Kommunalwahlen. Was liegt näher sich mit einigen Parteien auseinander zu setzen, die für die Stadt kämpfen und sie gestalten. So wie es eben auch die UWG/Freie Bürger seit vielen Jahren in Bochum macht.

Jetzt nach diesen langen Wochen sollte es Zeit sein alles aufzuholen, was zwangsweise liegengeblieben ist. Und ja richtig. Die nächste Wahl kommt. Im September wird in Nordrhein-Westfalen wieder gewählt werden. Da spielt die UWG/Freie Bürger eine große Rolle in Bochum, denn es geht um die Kommunalwahl. Sie kann sogar ein Vorbild für andere Städte sein, wo Bürger und Bürgerinnen unzufrieden sind und eine Alternative suchen zur Alternative, wo es um geradlinige Politik geht, statt um Klientelpolitik oder Lügenverbreitung diktiert von oben. Also was liegt näher, einfach mal mit einer Partei in einer Stadt zu plaudern, die ihre Anfänge hatte in Wattenscheid, als Wattenscheid noch eine Stadt war und noch nicht durch die Kreisreform nach Bochum einverleibt wurde. Denn damals war es im Rat der Stadt nicht anders als man heute hier und da sagen könnte: Filz in den Fluren des Rathauses.

Die UWG gründete sich aus Parteimitgliedern aus CDU und SPD, die genug hatten mit dem Gekungel in Wattenscheid. Wie Don Quichotte setzen vertreten nach ihrem Politikverständnis die Basis der Stadtbevölkerung. Sie setzen sich für Umweltschutz und Verbesserungen von Stadtgeschehen ein. Sie werden jedoch durch Mehrheit immer wieder eben kleingehalten. Sie haben ein offenes Ohr für ihre Bezirke. Sie lassen die Bewohner und Bewohnerinnen Bochums zu Wort kommen und schauen, was politisch machbar ist.

Ganz wichtig: Sie haben ein schickes Fraktionsbüro im Rathaus im Erdgeschoss, wo früher die Information im Eingangsbereich war, geht man direkt auf ihre Räumlichkeiten zu.

So war ich nun in der Höhle der UWG/Freie Bürger – Löwen und besprachen den Weg der ihrer Kommunalpolitik und ihren Punkteplan für die nächsten fünf Jahre in Bochum.

Was ich direkt sagen kann, dass sie sehr viel Wasser trinken. Türme von Mineralwasserkästen stehen im Büro. Sie nässen die Stimmen, wenn es in der Fraktion mal politisch heiß hergeht. Die UWG/Freie Bürger sehe ich in der Richtung konservativ-liberal, aber im mittigen Lager. Offen für die Bürger und Bürgerinnen für die sie sich auch einsetzen ohne Druck aus dem fernen Berlin. Denn die Wählergemeinschaft hat keine Direktive aus der fernen Hauptstadt oder der Landeshauptstadt Düsseldorf. Sie können sich ganz auf Bochum konzentrieren. Das ist ein Pluspunkt für eine kleine Partei, die eigentlich keine ist. Sie ist, wie schon erwähnt, eine Wählergemeinschaft. Sie ist wie ein Verein, die sich hinstellt und mit einem Finger zeigt, entweder so oder so nicht, aber ihr könnt doch euch mal unsere Vorschläge anhören und drüber nachdenken und anders entscheiden. Einfach ist der Stand einer kleinen Wählergemeinschaft nicht. Aber sie engagieren sich aus Überzeugung und mit aller Kraft, die sie haben. Sie wollen neben Wörtern auch Taten folgen zu lassen, manchmal mit, manchmal ohne Kompromisse.

Kleine Geschichte der UWG

Sie ist 1969 aus Politikern in Wattenscheid entstanden, die mit dem Gekungel unter CDU und SPD im Rat der Stadt nicht mehr einverstanden war, lange bevor es überhaupt die Grünen gab und als die Stadt Wattenscheid noch nicht ein Bezirk von Bochum in der Gebietsreform von 1975 wurde.

Seit nun mehr als fünf Jahrzehnten ist sie in ganz Bochum eine wählbare Alternative. Die UWG/Freie Bürger steht für die Bürger und Bürgerinnen der Mitte. Nachdem 2012 sich die „Freie Bürger Bochum“ als Splitterpartei der FDP gründeten, gingen sie mit der UWG eine Partnerschaft auf Dauer ein. Jens Lücking war einer, der damals nicht mehr einverstanden war mit der Linie der FDP. Bis heute ist er für die UWG/Freie Bürger einer der drei Ratsmitglieder, die im Rathaus sitzt. Die Chancen wieder reinzukommen sind gut. Seit dem 1.1.2018 ist auch Jens Lücking in der UWG/Freie Bürger dabei. Vorher Fraktionsloser Ratsherr, hat er nun den Vorsitz der Wählergemeinschaft inne.

Die UWG / Freien Bürger sind ein Teil der politischen Stadtlandschaft von Bochum, die ganz anders als die anderen sind. Sie sind benennen sich nicht als Partei, sondern eine Wählergemeinschaft. Sie unterliegen nicht der üblichen Parteirichtlinie, wie die der anderen großen Parteien. Davon erzählen die drei anwesenden Musketiere Hans-Josef Winkler, Jens Lücking und Holger Happe.

Der studierte Jurist Holger Happe arbeitet in der Geschäftsstelle und gestaltet die Geschicke der Ratsfraktion mit. Er ist auch Mitglied in der Bezirksfraktion in Wattenscheid. Der Fraktionsvorsitzende Jens Lücking ist ebenfalls 60 Jahre alt. Jens Lücking, sowie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hans-Josef Winkler, der unter anderem Mitglied im Ausschuss für Mobilität und Infrastruktur ist, versuchen die Bochumer Stadtpolitik zu beeinflussen.

Im Bezirk Bochum-Nord, also in den Stadtteilen Gerthe, Hiltrop-Bergen, sowie im Bezirk Wattenscheid – Mitte machen sie Vorschläge, stellen Anträge, reden mit Bürgern und Politikern.

In diesem Jahr ist neben der vorgezogenen Bundestagswahl auch die nordrhein-westfälische Kommunalwahl am 16.9.2025. Als ich den Termin im Dezember geplant hatte, überschlugen sich gerade die Ampelereignisse. Die UWG/Freie Bürger hat jedoch mit der der Bundestagswahl so wenig miteinander zu tun, wie eine Banane mit einem Eisbär.

Wir haben nach mehrmaligen verschieben den Termin auf dem Nikolaustag dann trotzdem erhalten. Das Erscheinen des Blogbeitrags bzw. Podcasts habe ich wegen der Wahlen, wie schon erwähnt, bewußt nach hinten geschoben. Der Podcast war für mich auch wichtig als Stadtbewohner von Bochum. So konnte ich auch einige Dinge erfragen oder vorschlagen, was die Vertreter der UWG/Freie Bürger mir dann beantworten konnten

Kommunalwahl 2020

Bei der Wahl im September 2020 hat die kleine Wählergemeinschaft mit 100 Mitgliedern drei Ratssitze errungen mit 3,4 %. Das ist nicht viel, aber drei Zungen können gegenüber die größeren Parteien in den Ausschüssen der Bezirke oder im Rat der Stadt Fürbitten, Gegenrede und eigene Anträge verlesen, sowie eigene Bürgeranträge stellen für die Verbesserung der Stadt.

Den Mitglieder und Mitgliederinnen geht es um die Mitgestaltung der Stadt. Es soll Spaß machen mit politischem Engagement die Stadt in der sie leben zu unterstützen. Wer einmal mitmachen möchte, erfährt so einiges, was nicht mal in der Presse steht, was aber für die Stadtgestaltung und das Leben in der Stadt wichtig ist.

Keine Schaufensteranträge, sondern Kümmerer

Die UWG/Freie Bürger bezeichnen sich selbst als hartnäckig. Sie machen keine „Schaufensteranträge“, die pressewirksam nach außen gezeigt werden. Die Wählergemeinschaft bezeichnet sich als eine Einheit in der Vielfalt der Parteienlandschaft und betrachtet die anderen Parteien als Mitbewerber. Sie fühlen sich als „Kümmerer“ in der Stadt. Sie sprechen mit Bürgern, stellen Bürgeranträge. Sie befassen sich mit den Belangen der Bürgern. Bürger und Bürgerinnen sind gern gesehen und werden gehört zu den Zeiten der Sprechstunden im Rathaus von Bochum.

Ein 12 Punkte – Programm

Im Podcast besprechen wir das neue Programm der Wählergemeinschaft. Es geht um Schulpolitik, Förderung der sozialen Mittel statt Streichung für öffentliche Vereine, um eine wichtige Sporthalle, um Fußgängerbeauftragte, die es in der Stadt nicht gibt, mehr Inklusion, Kauf von Schrottimmobilien statt weitere Flächenversiegelung mit gemeinsamen Lösungen für ein lebenswerteres Bochum, Erhalt des Freibads in Höntrop, allein schon wegen der immer mehr geringeren Anzahl an Kindern, die nicht schwimmen können, aber auch der Verringerung der Freizeitgestaltung im Stadtteil Höntrop und Umgebung. Es geht der UWG/Freie Bürger um das Stärken der Bezirke, einschließlich eben denen, die immer etwas weniger beachtet werden, die Stärkung der Kultur, gerade von kleinen Theaterbühnen zum Beispiel, sowie kleinen Initiativen und vieles mehr.

Wahlprogramm 2025

Wahlprogramm 2025 – UWG: Freie Bürger – Wir kümmern uns!

12-Punkte-2025-A6-D.pdf

Holger Happe in der Geschäftsstelle der UWG/Freie Bürger im Rathaus Bochum

Die Jugend zu begeistern ist nicht einfach

Es ist schwierig die Jugend für Politik zu interessieren oder anzusprechen. Bei einzelnen Projekten sind sie begeistert, aber nach Fertigstellung verlieren sie schnell Interesse sich zu ändern. Die UWG/Freie Bürger jedoch kämpfen schon länger für ein Jugendparlament. Denn in Bochum gibt es das nicht, was ich aus Bottrop kenne.

Ein Jugendparlament ist umso wichtiger in einer Stadt, weil sie die Zukunft der Stadt sind und zur Mitgestaltung beitragen können. Sie können Vorschläge machen, die sie für wichtig erachten, was Erwachsene nicht sehen oder sehen wollen. Ein Unding, dass es in Bochum nicht vorhanden ist in dieser doch so weltoffenen Stadt mitten im Ruhrgebiet, tief im Westen.

Vor allem liegt der UWG/Freie Bürger der Wattenscheider Bezirk am Herzen. In Wattenscheid ist die UWG geboren worden. Und seit den Anfängen mit der Eingemeindung von 1975 sehen sie viele Dinge, die liegen gelassen wurde von der Stadt Bochum.  Sie haben ihren Einfluss genutzt in den Bezirken und im Rat der Stadt. Wenn die Fraktion auch klein ist, ist das oft mehr als man denkt.

In den Ausschüssen wird schon mal hart debattiert und gerungen, um gemeinsame Lösungen zu finden, aber es passiert auch mal etwas durch die Mehrheit nichts. Das Freibad Höntrop ist ein gutes Beispiel. Denn Nichts bis Garnichts Tun bis es in sich zusammengefällt, so dass  ein historisches architektonisches Sprungbrettjuwel aus den 1950er Jahren keine Zukunft mehr hat, zeigt wie Bochum mit Wattenscheid umgegangen ist über die Jahrzehnte.

Es ändert sich zwar in den letzten Jahren etwas, aber die Spuren sind nicht schnell wegzuwischen. Die Bochumer Innenstadt wurde bisher immer bevorzugt behandelt gegenüber dem größten „Stadtteil“.  Bleibt alles anders würde Herbert Grönemeyer lapidar jetzt singen.

Finger in die Wunde legen

Die UWG/Freie Bürger legt hier und da schon mal die Finger in Wunden. Sie ist für Bürger und Bürgerinnen ansprechbar und ist nicht auf Landes- oder Bundesebene tätig. Damit ist sie keiner Parteirichtlinie oder Ideologie unterworfen.  So kann sie ganz für die Bevölkerung da sein im Rahmen der Stadtgrenzen. Sie ist damit ein Zünglein der Waage in der Kommunalpolitik von Bochum. Sie ist politisch damit sogar ein kleines Vorbild für so manch andere Stadt im Ruhrgebiet, wo verärgerte Bürger und Bürgerinnen, die sich nicht mehr gut vertreten fühlen im Rat der Stadt nach einer Alternativen suchen, um den „Großen“ demokratisch freiheitlich auf die Finger zu klopfen.

Das ist jetzt keine Kritik von meiner Seite an die stadtregierenden Parteien. Aber wir alle wissen, wie es abgeht: Macht eine kleine Partei einen Antrag, der sinnvoll wäre angenommen zu werden, weil es zum Beispiel wilde Mülldeponien reduzieren würde, wird er von der regierenden Partei oder Koalition abgelehnt.

Einige Monate später leicht abgewandelt kommt ein Antrag, der dann auf die eigenen Fahnen geschrieben wird und den Menschen vorgaukelt, dass sie einen tollen Vorschlag haben zur Vermeidung von Müll. Das wird natürlich pressewirksam nach außen getragen, so dass es den Anschein hat, dass sie die ersten mit der Idee waren. Die oppositionellen Parteien gehen da natürlich leer aus und könnten durch die Bürger und Bürgerinnen abgewählt werden. Diese pauschale Aussage, kann ich machen, weil ich selbst schon kommunalpolitisch tätig war und genau diese Erfahrungen mitgemacht habe. Leider ist es oft genug so.

Statt sich also mal zusammen zu raufen und auch den kleinen  Parteien Mal die ein oder anderen Lorbeeren zu überlassen, ist das sehr schwer sich durchzusetzen.

Politische Gespräche

Ich will zwischendurch meine „Politischen Gespräche“ als Podcast auch in anderen Ruhrgebietsstädten machen, um auf deren Leitlinien oder Personen, sowie Parteiprogrammen anders aufmerksam machen.  Welche Partei einen Podcast möchte kann sich gern bei mir melden, denn für mich ist es wichtig Transparenzen zu zeigen, Personen hinter den Buchstaben eines trockenen Parteiprogramms und wie nah doch ein Politiker oder eine Politikerin doch sein kann ohne Vorurteile zu haben.

Nur an einem meiner eigenen politischen Grundordnung für Gespräche ist für mich nicht zu rütteln: Parteien, die das Grundgesetz und die Verfassung, verändern wollen, von Remigration reden oder die Abschaffung der EU oder Euro wollen, sind für mich keine demokratische Partei und haben mit dem modernen Grundverständnis der Demokratie und jetzigen Situation unseres friedlichen Zusammenlebens und Erhalten dieses Lebensverständnisses nichts zu tun.

Sie werden von mir nur kritisch betrachtet werden, aber kein Gehör finden. Das mag einseitig sein und undemokratisch wirken. Das ist allerdings meine demokratische Grundhaltung, dass Nazis oder Gesinnungsgenossen, die unser jetziges demokratische Gebilde einebnen wollen, nicht auf die öffentliche Bühne gehören, wo sie lautstark immer wieder Lügen verbreiten können oder einem die Wörter im Mund umdrehen, so dass sie im richtigen Licht erscheinen.

Die UWG/Freie Bürger sind alles andere als das. Sie sind für die Bürger und Bürgerinnen da. Sie können demokratisch gewählt werden. Sie setzen sich ein für sie, für dich und können als Wählergemeinschaft im Ruhrgebiet ein Vorbild für neu zu gründende poliltische Stadt-Basis-Partei sein. Deswegen war mir dieser Beitrag und der Podcast auch wichtig.

Politik bestimmt unser Leben

Politik bedeutet Gesetze schaffen und Rahmenbedingungen zum friedlichen Zusammenleben. Demokratisch gewählt oder auch nicht, wie in Russland zum Beispiel, ist Politik immer zum Leben dazu gehörend. Sie gestaltet unser Leben von der Geburt bis zum Grab mit Verordnungen, Gesetzen und Steuern, um das staatliche Zusammenleben eben auch zu erhalten.

Wenn der Brief der Einkommenssteuer zu Hause liegt, sollte man wissen, dass das steuerliche Geld in den Erhalt der Schulen, die polizeiliche Sicherheit, die Verteidigung des Landes, den Erhalt von Straßen und Museen und Kultur uvm. fließt, die für uns alle zum Leben wichtig sind. Jeder Euro aus der Mehrwertsteuer, die wir im Supermarkt, beim Restaurantbesuch, Friseur, Reisebüro, bei Versicherungen oder Autokauf bezahlen ist nicht nur unmittelbar für dich, sondern auch für deine Kinder und Enkelkinder und deren Nachkommen gedacht. Ob der Staat nun neue Schulden oder nicht aufnehmen muss, spielt keine große Rolle für das eigene unmittelbare Leben. So erhält er im Sinne seiner Bevölkerung die Demokratie und den Staat in den Festen der jetzigen Lage von Innen- und Außenpolitik und eben alles, was damit zusammen hängt.

Überall fließt die Politik indirekt in den Adern schon morgens nicht nur im Morgenmagazin, sondern im Müsli, den ich mir morgens reinschiebe mit einer Flasche Milch. Nur durch ein Kreuz an einer gewissen Stelle, je nach Gesinnung, Unterstützung oder auch ideologischen Einfluss, kann ein gewählter Vertreter oder  Vertreterin aus dem Wahlkreis auch weitgehend für die entsprechenden Wähler und Wählerinnen da sein und die jeweiligen Interessen oder Parteirichtlinien durchsetzen versuchen in Sitzungen, Ausschüssen, Debatten und Abstimmungen.

Das ist die Demokratie! Ich will hier mit dem ein oder anderen Podcast aus der Politik eben auch mitteilen, dass es wichtig ist, wählen zu gehen!

Wählen gehen!

Geht also wählen, macht also euer Kreuz, Hauptsache ihr geht wählen, damit die Demokratie erhalten bleibt!

Umso mehr wünsche ich mir nun augenöffnende Podcast-Zuhörer und -Zuhörerinnen, die vielleicht alternativ die UWG/Freien Bürger interessant finden. Vielleicht würde die ein oder andere Person mitmachen die Stadt Bochum mitzugestalten, wie die drei anwesenden Vertreter der Wählergemeinschaft.

Vielleicht animiere ich dazu, Menschen für die Stadtgestaltung oder Politik zu interessierten und mitzumachen. Egal ob bei der UWG/Freie Bürger, sondern einfach ein Engagement für die Stadt, das Land oder den Staat. Der Podcast und Blogbeitrag soll einfach aufmerksam machen auf die städtische Gestaltungsmöglichkeiten. Ich bin selbst kein Mitglied der UWG/Freie Bürger. Ich möchte nur eine Möglichkeit zeigen, wie man sich in einer Stadt wie Bochum selbst politisch engagieren kann für seine oder ihre Stadt. Politik ist wichtig für unser Leben und das Leben der Nachkommen..

Ob ich damit auch jüngeres Publikum animieren kann mitzumachen, weiß ich nicht. Meine ersten Schritte in der Politik habe ich selbst mit 18 gemacht. Mich freut es ein kleines Rädchen im Getriebe der Demokratie zu sein mit jedem einzelnen Wort mit jedem einzelnen Tun als Blogger und Mensch.

Achtung! Das hier ist keine bezahlte Werbung für die UWG/Freie Bürger, auch kein Aufruf für die Wählergemeinschaft, sondern einfach nur eine politische stadtpolitische Alternative, die ich in meinem Blog bzw. Podcast aufzeigen wollte! Mir ging es einzig und allein darum sie zu zeigen und mitzuteilen, wie wichtig Politik in unserem städtischen Leben wichtig ist.

Wer mehr über die UWG/Freie Bürger wissen will, findet die Links nun hier:

https://uwg-freie-buerger.de

Ansprechpartner – UWG: Freie Bürger – Wir kümmern uns!

Meine Gesprächspartner im Podcast:

Jens Lücking, Fraktionsvorsitzender, Beisitzer

Hat sich als Fraktionsloser Ratsherr mit dem 1.1.2018 der UWG/Freie Bürger angeschlossen

Jens Lücking (@luckingjens) • Instagram

Facebook Jens Lücking.3

Portfolio: Jens Lücking – UWG: Freie Bürger

Hans-Josef Winkler, stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Hans-Josef Winkler:  UWG: Freie Bürger – Wir kümmern uns!

Holger Happe, Geschäftsstelle

Facebook Holger Happe

Mit Ulli Engelbrecht, der den Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit übernommen hat, hatte ich in den Politischen Gesprächen – Podcast bei meiner Ausstellung „Flaschengefühle“ schon das Vergnügen. Er war beim Gespräch nicht dabei.

Bezirksfraktion Wattenscheid

UWG: Freie Bürger Bezirksfraktion Wattenscheid
Otto-Brenner-Straße 25
44866 Wattenscheid
Telefon: 02327 15693

Unabhängige Wähler-Gemeinschaft
UWG: Freie Bürger

Otto-Brenner-Straße 25 · 44866 Wattenscheid
Telefon: 023 27 / 156 93
Mail: info@uwg-freie-buerger.de

Ratsfraktion

UWG: Freie Bürger Ratsfraktion
Rathaus: Zimmer 066
Willy-Brandt-Platz
44777 Bochum
Telefon: 0234 910-1983

uwg-freie-buerger-ratsfraktion@bochum.de

Foto der Woche I Verleihung Bundesverdienstkreuz für Monika Grawe in Bochum

Das besondere, was ich empfinde? Ich habe ganz klar gesagt:
Wir sind hier ein Team und bleiben immer ein Team.

Monika Grawe vor ihren Vereinsmitgliedern der Gesellschaft Bochum Donezk e.V. & den vor Krieg geflüchteten vor Ort in Bochum lebenden Ukrainer und Ukrainerinnen und ihren Kindern

Seit 1987 ist Monika Grawe für den Verein aus Bochum unterwegs. Im Jahr 2000 eingetreten ist sie auch mit 73 Jahren unermüdlich im Einsatz für die Ukraine und der Bochumer Partnerstadt Donezk, lange bevor der Einmarsch der russischen Truppen am 24.2.2022 begann.

So eine willensstarke und sympathische Frau an der Seite in einem humanen Kampf der Errichtung und Erhaltung von Krankenstationen und Kinderheimbetreuung in der Ferne an der Spitze dieses Vereins zu wissen, bedeutet für alle im Team und in der Ukraine einen besonderen Engel zu haben.

Mit ihrer Art mit Menschen zu sprechen und die Dinge zu organisieren, baut sie eine besondere starke Brücke zwischen zwei Staaten auf.

Monika Grawe wird weiter agil den Verein und das Team unterstützen.

Sie hat nicht nur die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, also für mich im einfachen Sprachgebrauch ‚Bundesverdienstkreuz‘ verdient, sondern damit auch der Stadt Bochum ein Vorbild für Männer und Frauen gegeben, was geschafft werden kann in unmöglichsten Situationen.

Sie ist für das gesamte Ruhrgebiet ein leuchtendes Beispiel, wie mit wenig Menschen vielen Tausenden weit entfernt unter widrigen Umständen aus Krieg und Leid geholfen werden kann.

Ich bin glücklich sie kennengelernt zu haben und diesen Verein unterstützen zu können.

Sie hat das Bundesverdienstkreuz mehr als verdient. Nicht nur um eine Frauenquote zu erfüllen. Denn überwiegend werden Männer überwiegend mit einem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Wer den Verein, die Ukraine, ihre Menschen und damit Monika Grawe unterstützen möchte in ihrem Tun, kann sich gerne melden:

www.bochum-donezk.de

(ein Video der Sammelstellen – Feier und dem Empfang folgt in einem Extrabeitrag)

Buden-Marathon zum Tag der Trinkhallen 2024 I +Video I +Fotogalerie

9 Buden in 6 Städten im Schnelldurchgang am Tag der Trinkhallen!

Gern hätte ich alle 40 Trinkhallen aufgesucht in den Ruhrgebiets-Städten, aber dafür müsste dieses Fest drei Tage gehen. Wäre zumindest eine schöne Maßnahme, um für alle einen Mehrwert zu schaffen. Neun erreicht zu haben an einem Tag ist schon ein großer Teil gewesen, obwohl ich an jeder gern das ganze Event über geblieben wäre.

Ich habe leidenschaftliche Betreiber- und Betreiberinnen, nette Menschen und ein Menge Kultur kennengelernt und gesehen. Kabarett, Comedy, Musik, Tanz bei kühlen Getränken und gegrillten fetthaltigen Klümbkes in Form von überzogenen Darm aus Freilandtierhaltung wurde im Wechsel an vielen Stellen dem Publikum geboten.

Zum VIDEO:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Als es um 15 Uhr los ging, war ich gerade in Herten und begleitete den musikalischen Abriss des singenden Bürgermeisters Matthias Müller vom Affen und seiner Kokosnuss. Gestartet bin ich aber in Castrop-Rauxel, fuhr von dort nach Herne, dann Herten, Gelsenkirchen und Bottrop. Zuletzt musst ich unbedingt noch in Bochum den All In Kiosk besuchen. Leider verpasste ich Geier Sturzflugs Saxophonisten und den „VfL Jesus“. Überall sein, geht halt nicht, oder wat.

Short: https://youtube.com/shorts/fsMteXNU5KY?si=Yj-c-TM_6eIh9pjR

Alle zwei Jahre ist der Tag der Trinkhallen seit 2016 mit Corona-Unterbrechung. Ich wollte mich nicht festlegen. Meine Frau und ich holten unseren neuen Wagen in Castrop-Rauxel ab, den ich für touristische Führungen vorgesehen habe (das kommt ab Anfang nächstes Jahr!). Dann haben wir in den Plan geschaut und sind losgefahren.

Kadir 2.v.R. mit Ehefrau Rechts und Verwandtschaft

Markt Kiosk

Am Markt 15

44575 Castrop-Rauxel

Facebook.com/MarktKioskCastroprauxel

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Nur 10 Minuten über eine wunderschöne Ackerlandschaft hinweg zwischen Castrop und Herne gelangten wir dann nach Sodingen. Die Eingemeindung zu Herne am 1.4.1928 war kein Aprilscherz. Jedoch besaß sie ein eigenes Amtshaus. Deswegen heißt dort auch zur Erinnerung die am Kiosk anliegende Straße so: „Zum Amtshaus“.

Heikes Kiosk in Herne – Sodingen

Auf dem Kurt – Edelhagen – Platz unweit vom ehemaligen Bunker, der als Wohnhaus umgebaut wurde, entstand am 7.2.1922 die Bedürfnisanstalt und Erfrischungshalle. Wahrscheinlich wollte man schon damals die langen behördlichen Wartezeiten mit Getränken abmildern. So ließ die Gemeinde die schicke Trinkhalle bauen, auch um gleichzeitig das Toilettengeschäft nach dem Genuß von Kaffee und Bier anzubieten.

Nun 102 Jahre später feiert die langjährige Besitzerin Heike Chuchra den Tag der Trinkhallen mit lauter Musik an dem denkmalgeschützten Kiosk.

Die offizielle Eröffnung war noch nicht losgegangen, aber schon mehr als 100 Personen warteten auf die Würste vom Grill. Rondoprinz mit Christian Bigos sollten hier Gitarrenpop und Post-Punk-Revival-Klänge ab 15 Uhr interpretieren.

Heike nahm sich zwei Minuten Zeit, um eine zu quarzen und mit mir zu plaudern. Es war eine kurze Pause für sie. Heike hat nicht die 102 Jahre mitgemischt, aber schon mehr als ein Vierteljahrhundert davon. Insgesamt arbeitet sie schon 34 Jahre davon in der Trinkhalle. Vor 24 Jahren übernahm sie die Bude und wird sie wahrscheinlich nur tragend verlassen. Ihre Leidenschaft für den Kiosk und die Menschen vor Ort ist sehr groß, wie ich es bei allen Besitzer und Besitzerinnen an dem Tag feststellen konnte. Sie wirkte auf mich, wie eine Mutti, mit der man alles bequatschen kann. Bestimmt ist sie auch eine Art zuhörende Psychologin, wenn es mal einem nicht gut geht. Ich werde auf jeden Fall auch bei ihr nochmal vorbeischauen!

Heike Chuchra

Heikes Kiosk

Am Amtshaus 1

44627 Herne

Zur Historie gibt es eine tolle Internetseite von Herne und Wanne:

Heike’s Kiosk – Herne von damals bis heute (herne-damals-heute.de)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Trinkhalle Am Stadtpark in Herne

Von Heike bis zum Kiosk „Am Stadtpark“ waren es auch nur etwa 10 Minuten. Der Grill bebte schon, die rosa Luftballons schwebten an den Wäscheleinen. Rosa ist die Farbe der Bonbons und die Mottofarbe vom Tag der Trinkhallen.

Der Sohn des Kioskbetreibers Benkubi (hab den Namen so verstanden. Ich hoffe, er ist richtig geschrieben, wenn nicht entschuldige ich mich für die falsche Schreibweise) erzählte mir, wie es vor Ort abläuft mit den Wertmarken.

Benkubi (wenn der Name so richtig ist), Sohn des Betreibers von der Trinkhalle

Die Bude wird von der ganzen Familie im Schichtdienst betreut. Es fehlt nur eine Weiß- und eine Schwarzkaue. Der Verkaufsraum ist nicht klein. Die Regale sind mit allerlei verschiedenen wichtigen Lebensmitteln gefüllt. Sogar Toilettenpapier fehlt nicht. Den Herner Stadtpark habe ich noch nie besucht. Der ist bestimmt auch mal ein Besuch wert..

Verpasst habe ich jedoch Kioomars Musayyebi und Andreas Heuser vom Transorient Orchestra. Sie spielten auf der persischen Santur mit Gitarren verbindende Elemente von Orient und Okzident. Auch hier wäre ich gern geblieben, um mir das anzusehen.

Trinkhalle am Stadtgarten

Vienkestraße 93

44623 Herne

0177 7360002

(keine Internetseite)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Pick Up Snack & Service Kiosk in Herten

Anschließend war ich in Herten beim Pick Up Snack & Services Kiosk von Thorsten Beckmann. Er übernahm die Bude 2015 von seinen Eltern. Sie wirkt wie ein kleiner Tante Emma – Laden. Auch er feiert dieses Jahr noch einmal, denn insgesamt gibt es die Trinkhalle schon 25 Jahre.

Zufällig war ich bei der offiziellen Eröffnung vom Tag der Trinkhallen dabei. Ich wußte ja nicht, dass der Bürgermeister singen und Gitarre spielen kann! Mit großer Inbrunst sang er „Die Affen rasen durch den Wald“ mit einer geklauten Kokosnuss…äh Gitarre und lud alle Anwesenden ein mitzusingen. Der Text wurde vorher herumgereicht. Das war mal sehr originell.

Pick Up Kiosk und Mehr

Aber ich wollte ja noch weiter und habe nicht die anschließenden Auftritte sehen können von

Im weiteren Verlauf sollten Songs aus den letzten 25 Jahren gespielt werden. Hier in Herten wurde das Publikum und die Kinder direkt angesprochen. Das Programm enthielt Überraschungen, Wimmelbuchgeschichten und auch Informationen zum 25. Geburtstag der Route der Industriekultur.

Bürgermeister Matthias Müller spielt das Affenlied mit der Gitarre
Thorsten Beckmann, der Chef der Trinkhalle

Pick Up Snack & Services Kiosk & mehr

Ewaldstr. 124

45699 Herten

Internet: PICK UP SNACK & SERVICES – KIOSK UND MEHR… (pick-up-kiosk.de)

Leider musste ich schon wieder weiter, auch wenn der Geruch von Waffeln in der Luft lag…

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kiosk Mummel in Gelsenkirchen-Erle

Der Kiosk Mummel war der nächste Punkt auf der Liste in Gelsenkirchen – Erle, der in einem kleinen Häuschen zu finden ist. Die Eröffnung wurde vom Kabarettisten Özgur Cebe gemacht. Er erzählte über Steinmeiers Dönerdiplomatie während ich Linda, die Mummel-Besitzerin, kurz sprach. Hier ertrank ich förmlich schon in einer Menschenmenge.

Özgur Cebe

Erst seit einem Jahr betreiben sie den Kiosk und gehörte jetzt schon vor dem Tag der Trinkhallen zu den berühmteren Buden im Ruhrgebiet. In ihrem Internetshop können die gemischten Tüten in verschiedenen Größen ebenso gekauft werden, wie am schnuckeligen Schalter. Das ist so erfolgreich auf Instagram vermarktet worden, dass der Westdeutsche Rundfunk, RTL und die Zeitung darauf aufmerksam wurde. So sind sie schon im Fernsehen gelandet und freuen sich jeden Tag aufs Neue über die vielen Menschen, die mit Rad oder zu Fuß kommen.

Kiosk Mummel ertrinkt im Menschenmeer

Vor der Bude war eine automatische Cocktailbar. Nur Tom Cruise fehlte, um den Sunrise von mir richtig durchzuschütteln, aber die Bardame war vergleichbar und nicht so überheblich wie der kleine Hollywooddarsteller.

Auch hier werde ich nochmal hin. Denn Erle ist architektonisch ein Juwel in Gelsenkirchen.

Linda vom Kiosk Mummel

Kiosk Mummel

Gartmannshof 19a

45891 Gelsenkirchen

Glück Auf | Kiosk Mummel (kiosk-mummel.de)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kiosk An der Ecke in Gelsenkirchen – Scholven

Dann ging es nach Scholven. Kenan und Ingi (ich hoffe, ich habe den Vornamen richtig geschrieben, wenn nicht: Entschuldigung!) betreiben den Kiosk „An der Ecke“ auch schon 8 Jahre. Sie erzählen auch über den Ablauf des Tages, ihre Anmeldung zum Tag der Trinkhallen und wie überwältigt sie sind.  

Kiosk an der Ecke in Scholven

Sie haben vor Ort Prominenz aufgefahren bekommen: der Cartoonist Oli Hilbrich und Reviersport-Autor Ulrich Homann lamentierten über Schalke 04 . Oli zeigt auf Dia-Fotos seine Cartoons und erzählt die Entstehungsgeschichten dazu. Leider waren die Bilder wegen des Sonnenlichts nicht so gut erkennbar. Aber Oli war wichtiger als die Bilder. Daneben traf ich auf den sympathischen Pressemann Axel Bitterlich vom Klartext Verlag. Kontakt ist aufgenommen für so manche Buchbesprechung in meinen zukünftigem Podcastformat.  

Nach einem Mini-Gespräch lud Oli mich wieder zu seinem zweiten Teil um 20 Uhr ein. Aber ich wollte ja noch weiter. So lud ich ihn im Gegensatz dazu ein mal in meinem Podcast zu sein.

Sie haben vor Ort Prominenz aufgefahren bekommen: der Cartoonist Oli Hilbring und Reviersport-Autor Ulrich Hohmann lamentierten über Schalke 04 . Oli zeigt auf Dia-Fotos seine Cartoons und erzählt die Entstehungsgeschichten dazu. Leider waren die Bilder wegen des Sonnenlichts nicht so gut erkennbar. Aber Oli war wichtiger als die Bilder. Daneben traf ich auf den sympathischen Pressemann Axel Bitterlich vom Klartext Verlag. Kontakt ist aufgenommen für so manche Buchbesprechung in meinen zukünftigem Podcastformat.  

Cartoonist Oli Hilbring
Oli und sein neuer Schalke 04 Kalender Cartoon

Nach einem Mini-Gespräch lud Oli mich wieder zu seinem zweiten Teil um 20 Uhr ein. Aber ich wollte ja noch weiter. So lud ich ihn im Gegensatz dazu ein mal in meinem Podcast zu sein. Mal sehen, wann das was wird. Ich fuhr auf jeden Fall über die Grenze nach Bottrop. Wichtig: Ein Einreisevisum nach Bottrop braucht man nicht!

Kiosk An der Ecke

Feldhauser Straße 219a

45896 Gelsenkirchen

+49 1577 1344647

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kelm die 2te in Bottrop – Eigen

Jennas ersten Kiosk hab ich vor zwei Jahren beim Tag der Trinkhallen besucht und sie dort kennengelernt. Ihren zweiten Kiosk hat sie vor einem Jahr eröffnet (2023). Und dieses Jahr (2024) feiert sie den Tag der Trinkhallen nun im 2ten. Da musste ich doch unbedingt vorbeischauen.

Die Hüpfburg bei Jenna Kelm

Sie war voll im Stress. Das Bier wurde nachgefüllt. Ich hab mitgeholfen Getränkekisten zu schleppen. Und dann war das Fassbier plötzlich alle. Ein neues musste angezapft werden.

Jenna verwandelte den Rübenkamp im Stadtteil Eigen von Bottrop zu einer Partymeile mit einer Hüpfburg und Bierwagen. 

The Grillman - Würstchen Superheld

Die Bottroper Band „Dirty Tigers“ traten auf, kurz nachdem ich wieder gegangen bin, denn ich wollte noch zu Aylin Park-Kiosk im Stadtteil Batenbrock. Das war ja nur ein paar Minuten weiter mit dem Auto.

Die Hölle war bei Jenna

Die Bottroper Band „Dirty Tigers“ traten auf, kurz nachdem ich wieder gegangen bin, denn ich wollte noch zu Aylin Park-Kiosk im Stadtteil Batenbrock. Das war ja nur ein paar Minuten weiter mit dem Auto.

Jenna Kelm

Trinkhalle Kelm die 2te

Vienkenstraße 41a

46240 Bottrop

Facebook.com/people/Trinkhalle-Kelm/100066863555389/

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Aylins Kiosk Am Park in Bottrop – Batenbrock

An der Bude „Am Park“ von Aylin bin ich letztens schon vorbeigefahren. Vor einem Jahr übernahm sie den Kiosk, der am neu gestalteten Stadtteil-Volkspark ist. Aylin ist eine Frohnatur und war von dem Tag der Trinkhallen hin und weg. Özlem von „Kiosk ist Kult“, die ich auch am Tag der Trinkhallen vor zwei Jahren kennengelernt hatte, unterstützte sie vor Ort. Hier unterstützen sich die Budenbesitzer gegenseitig.

Özlem von Kiosk ist Kult

Auf der Kleinkunstbühne erzählte singend die Berlinerin Alice Köfer, bekannt aus Ladies Night, von einer Wärmepumpe, deren Röhrensystem besser von französischen Chansonsängerinnen ausgetauscht werden sollten. Edith Piaf kann singend Kälte zu Wärme umwandeln. Nachdem wir den isländischen Schlussakkord aufgesagt bekommen haben und Alice das Budenhopping machte, schwang der Bauch von Julia durch über die Horster Straße. Autos hupten ab und zu im Takt der orientalischen Klänge mit.

Julia, die Bauchtänzerin schwingt das Schwert

Es waren intensive 15 Minuten Bauchtanz-Begeisterung bei allen Anwenden zu sehen. Julia reckte die Arme hoch und balancierte bauchmuskelzuckend mit einem Schwert auf dem Kopf über den Bürgersteig.

Bei der orientalischen Musik musste ich einfach mitmachen. Da hat man die Vielfalt des Ruhrgebiets live gesehen: Orient trifft Okzident. Der musikalische Kabarettist Matthias Reuter bot anschließend noch einen Auftritt. Er tritt auch oft bei Comedy im Saal bei Benjamin Eisenberg auf.

Aylin ist überwältigt vom Tag der Trinkhallen

Trinkhalle Am Park – Aylins Kiosk

Horster Straße 185

46238 Bottrop

Links:

www.bauchtaenzerin-julia.de

Matthias Reuter | Kabarett mit Klavier

Alice Köfer: Gesang, Musik und lustig aus Berlin (alice-koefer.de)

Dann allerdings ging es weiter nach Bochum, zurück nach Hause, aber nicht ganz. Denn ich wollte unbedingt noch eine besondere Bochumer Bude mitnehmen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Riesenfete am All In Kiosk

All In Kiosk in Bochum – Ehrenfeld

Nah der Innenstadt ist an der Ecke Weiherstraße/Joachimstraße einer der bekanntesten Kioske in Bochum. Mit Giampiero Piria habe ich auf seiner Kiosk-Tour den All In Kiosk, aber ohne Inhaber kennenlernen können. Heute wollte ich unbedingt ein Interview ergattern.

Die Auftritte vom Saxophonisten von Geier Sturzflug, Klaus Fiehe, den Schauspieler Uwe Fellensiek und die Pottoriginale Gerrit Starczewski und den VfL-Jesus Thomas Dragunski habe ich nicht mehr mitbekommen.

Sie haben eine Versteigerung für einen guten Zweck vor Ort veranstaltet. Ich hätte nicht so lange den Bauchtanz mitmachen sollen. Ich wäre gern dabei gewesen. Man kann nicht alles haben. Aber den Inhaber Timo Wulfmeyer hab ich doch kurz noch ans Handy bekommen. Es wurde noch kräftig gefeiert um 20 Uhr. Die Straße war auch verkehrsberuhigt mit Security-Service worden.

Timo war begeistert vom Tag und völlig überwältigt. Seine Eindrücke waren so vielfältig, dass er nicht mal mehr alles auf die Reihe bekam es zu erzählen. Der Ruhrpott-Sympathikus wird von mir im Nachgang nochmal besucht. Soll er erstmal alles sacken lassen.

Timo vom All In Kiosk

All in Kiosk

Joachimstraße 19

44787 Bochum

https://www.all-in-kiosk-bochum.de/

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Ich freue mich, dass dieses einmalige in Deutschland ausgeführte Event viele Freunde gefunden und die totgeglaubte Budenkultur im Ruhrgebiet seitdem wieder Aufwind bekommen hat.

Meine Frau Ewa war genauso begeistert

Alle interviewten Betreiber und Betreiberinnen machen ihre Trinkhalle mit viel Leidenschaft, besonders für die Menschen in der Region. Die braucht man auch. Denn es zeigt, dass trotz der großen Supermärkte und die dortige unpersönliche Art des Einkaufens ein Kiosk, eine Trinkhalle oder Bude noch das I-Tüpfelchen in der Nachbarschaft ist, wo noch was nett plaudernd mit dem Inhaber persönlich kaufen kann. Das ist gelebte Nachbarschaft, das ist Ruhrpott, das ist das Leben im Ruhrgebiet auf vielfältige Art!

Wir sehen uns in zwei Jahren wieder beim nächsten Buden-Marathon! In der Zwischenzeit mache ich für den Blog die ein oder andere Bude klar und besuche sie.

Natürlich besuche ich nach und nach auch nochmal alle kurz interviewten Trinkhallenbesitzer und – Besitzerinnen. Ich will auch wissen, wie sie den Tag genossen haben oder auch nicht.

Hier nochmal die Übersicht der 40 teilnehmenden Trinkhallen, die im ganzen Ruhrgebiet verteilt waren per Link:

www.tagdertrinkhallen.ruhr

Faltkarte: 061924_TdT24_Faltkarte_594x420_HR_RZ.indd (tagdertrinkhallen.ruhr)

Glück auf! Klümbkes drin!

FOTOGALERIE:

Flaschengefühle am Tag der Trinkhallen
Jenna zapft selba
Ulrich Homann und seine Bücher über Schalke 04

Vorbild „Garteninitiative“ in Bochum – Goldhamme I Alternative zu Wilder Müllkippe I Interview mit Christoph Bast I Projekttag 3 I +Video I +Podcast

Zwischen den Häuserschluchten in Goldhamme in der Vereinsstraße wurde ein Stück verwildertes vermülltes Grün mit einer gemeinschaftlichen Kraftanstrengung der „Garteninitiative“ in eine wunderschöne kleine nachbarschaftliche Gartenoase für Alle umgewandelt. Ich spreche mit Christoph Bast und der Soziologin „Jenny“, die sich der losen Nachbarschaftsgruppe angeschlossen hat, über die Geschichte und der heutigen Gartenlandschaft. Das sogenannte Urban-Gardening-Projekt stammte als Idee des Bochumer städtischen Grünflächenamt. Und ist heute eine grüne generationenübergreifende Begegnungsstätte.

Teaser:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Video:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Die triste Grünfläche sollte in ein bürgerschaftliches Gartenprojekt umgewandelt werden. Interessierte wurden schnell gefunden in der Anwohnerschaft, aus Vereinen und Institutionen aus dem Stadtteil. Auch eine Frauengruppe aus dem Seniorenheim an der Bayernstraße half tatkräftig mit. Durch eine Förderung über die Bezirksvertretung Mitte konnte in Eigenarbeit ein Staketenzaun aufgebaut werden. Die meisten Utensilien stammen kostenlos aus Ebay Kleinanzeigen. Nachbarn spendeten Samen, Pflanzen und Kräuter zum Anpflanzen.

Regentonnen, Kompost, Totholzhaufen, selbstgebastelte Hochbeete, auch eins aus dem Förderprogramm der Stadt Bochum und eine Sitzecke mit Tisch und Stühlen sind nun auf der kleinen Grünfläche zu sehen. Wo anfangs Zweifel waren, dass es klappt, ist heute Anerkennung und Freude in strahlende Gesichter zu sehen.

Im Zuge meiner Projektwoche bei der von der Stadt Bochum aus dem Westend-Fonds geförderten Ausstellung „Flaschengefühle“ im Juli 2023 im Schaubüdchen an der Ursulastraße bekam ich den Tipp die Garteninitiative zu dieser tollen Gartengeschichte aufzusuchen. So konnte ich das Gegenteil von „Vermüllung der Stadt“ im Video zeigen.

Nun ein Jahr danach entschied ich nicht nur das Video auf Youtube zu zeigen, sondern es als Podcast hochzuladen, um eine höhere Reichweite für diese besondere Aktion zu bieten. Damit möchte ich diese wunderbare gemeinschaftliche Arbeit zeigen und mitteilen, dass alles geht, wenn man es nur will. Wenn viele an einem Strang ziehen, dann geht noch viel mehr. Die Garteninitiative hat hier definitiv gezeigt, dass eine besondere Idee, das gemeinsame Zusammenarbeiten einen gemeinschaftlicher schöner Garten entstehen kann, den alle nun nutzen können.

Christoph Bast, sozusagen der Sprecher der Gemeinschaft, tätig bei der IFAK e.V., und die Soziologin Jenny erzählen den Werdegang der wilden Müllkippe, die auch als Parkplatz „missbraucht“ wurde. Bevor der Garten in seiner jetzigen Form entstehen konnte, mussten auch zwei Bäume leider gefällt werden. Die Stadt unterstützte das Vorhaben.

Unterschiedlichster Müll wurde ausgeräumt. Viele Glasflaschen und Kronkorken, Betonplatten und viel „Kleinmüll“ wurden gefunden. Beim Umgraben kam sogar bitumenhaltiger Bauschutt hervor. Die Vermutung liegt nahe, dass es vor langer Zeit dort hingekommen sein muss. Entweder zur Zeit des Wiederaufbaus oder noch viel früher, als die Jahrhunderthalle dort entstand. Ob das alter Müll aus der Zeit ohne Umweltschutzregeln ist, kann nicht nachvollzogen werden.

Das unansehnliche Stück Natur wurde mit Hilfe der Nachbarschaft in einer großen Kraftanstrengung umgegraben und umgestaltet, so dass dort nun wirklich eine schöne Gartenoase zum Ausruhen und Gärtnern entstand zwischen den hohen Mietskasernen von Goldhamme.

Goldhamme besitzt als kleiner Stadtteil nicht viel Grün. Die Straßen innerhalb Goldhamme – Mitte sind eng bebaut durch Mietskasernen aus der Jahrhundertwende (1900) und Neubauten aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.  Die Straßen sind eng und besitzen nur wenige Bäume, die den Staub der Autoabgase der Hauptverbindungsstraßen zwischen Bochum Innenstadt und Wattenscheid plus den Autobahnen A448 und A40 filtern können.

Die meisten Häuser besitzen keine Balkone, geschweige denn einen Garten. Interessierte Anwohner und Anwohnerinnen, die den wilden Garten nicht mehr so dahinvegetieren sehen wollten, nahmen nun selbst die Initiative in die Hand.

Eine große gemeinschaftliche Kraftanstrengung von über einem Jahr war nötig, um es so herzurichten, wie es nun aussieht. Es hat sich aber gelohnt. Ich konnte auf den Fotos die Bauphase sehen, wie es vorher war, währenddessen und nun abschließend entstanden ist.

Nur wenige 100 Meter von der Jahrhunderthalle entfernt, gibt es nun einen kleinen Garten für Jung und Alt. Jeden Sonntag um 15 Uhr ist ein offener Treff im Garten für die Nachbarschaft. Die Kinder können im Sandkasten spielen und die Älteren tauschen sich aus über Gott und die Welt. Aus dem nahe gelegenen Seniorenheim kommen gelegentlich auch die ein oder anderen, um etwas mit anzupacken, zu plaudern oder Tipps für die Gartenarbeit zu geben.

Wer möchte, kann sich aus den Hochbeeten Tomaten, verschiedene Beerensorten, Salate, Gemüse, Bohnen, Gurken und Kräuter für die eigene Küche mitnehmen oder auch anbauen und entsprechend pflegen. Alles basiert auf Freiwilligkeit. Es gibt keinen starren Verein mit Satzungen oder sonstigen Verpflichtungen. Alles kann kostenlos abgeerntet werden oder genutzt werden.

Nebenbei kann der Alltagsstress beim Chillen oder Unkraut jäten bewältigt werden. Der Garten ist nun ein wunderbarer Treffpunkt für die Nachbarschaft geworden. Es werden keine Unterschiede nach Herkunft, Alter oder Wohnstätte innerhalb von Goldhamme gemacht.

Jenny erklärte die „Broken Windows“ – Theorie. In dem Moment setzt sie ein, wenn ein Mensch Müll anfängt hinzuwerfen, meinten andere dies ebenfalls dort tun zu können. Erst wenn dieser Müll weg ist und auch weg bleibt, bleibt der Bereich sauber und ohne Müll. Genau das ist mit dem Garten passiert.

Die Theorie ist in der Soziopsychologie erstmals 1982 in einer US-amerikanischen Zeitschrift  „The Atlantic Monthly“ aufgetaucht und basiert auf einem sozialpsychologischen Experiment von Philip Zimbardo.

Die US-amerikanischen Sozialforscher James Q. Wilson und George L. Kelling erklärten darin, dass zerstörte Fensterscheiben schnellstens wieder repariert werden sollten, damit weitere Zerstörungen verhindert werden können. Sie erforschten die Bandenkriminalität von Chicago und konnten die Zerstörungen mit noch mehr Zerstörungen belegen.

So meint Jenny es ebenfalls und belegt mit der Theorie die Situation, wie es z.B. unweit der Garteninitiative auf der Essener Straße war. Ohne Zaunabsperrung wurde ein Müllhaufen nach dem nächsten gemacht. Immer mehr füllte sich der Haufen, den ich in meinem Bild „Versteckt“ festgehalten habe.

„Versteckt“ aus der Flaschengefühle-Ausstellung fotografiert gegenüber dem Straßenbahndepot Engelsburg der BOGESTRA an der Essener Straße – jetzt ist alles abgeholt worden und das Gelände wird bebaut

Irgendwo musste sich die Flasche unter dem vielen Müll versteckt haben. So ironisch, wie ich mit der Situation umgegangen bin, so habe ich bei frischer Tat ein Ehepaar angehalten, dort nicht ihren Müll zu entsorgen, weil es eine strafbare Handlung ist.

Nach vielen Querelen mit dem Grundstückseigentümer, der Stadt und auch genervten Anwohnern und mir (hatte einen Film gemacht und bei Facebook so einiges damit losgelöst) ist nun nicht nur der Müll weg, sondern auch der Zaun. Die Fläche wird nun für Neubauten vorbereitet.

Die LKWs, die dort ebenfalls immer parkten, sind verschwunden, weil dort nun ein sehr breiter Radweg aufgemalt wurde. Also alles ist nun in die richtige Richtung gegangen! So hatte Jenny hatte auch mit ihrer Theorie recht. Denn seit dem Entfernen des Mülls gegenüber des Betriebshofes Engelsburg von der BOGESTRA ist kein neuer Müll dazu gekommen.

Die Oase mitten in Goldhamme ist ebenfalls entstanden. Die Stadt hat auch einen Abfallbehälter direkt vor den Garten gestellt, damit vorbeigehende Bewohner ihren Müll dort entsorgen und nicht in den Garten werfen.

So sollte es immer sein! Mit gemeinsamer Kraft und wenigen bürokratischen Hürden kann so etwas überall gemacht werden. Für mich ist die Garteninitiative ein Vorbild auch für andere Stadtteile – egal, wo in Deutschland, nicht nur in Bochum bzw. Ruhrgebiet!

 

Links

Urban Gardening im Westend – Bewegung in Bochum (bo-alternativ.de)

Neues Gartenprojekt in Goldhamme wächst rasant – DreiViertel (dreiviertel-bochum.de)

Broken-Windows-Theorie – Wikipedia

Aktion Canchanabury – 63 Jahre Afrikahilfe aus Bochum – Gerd Stegemann im Interview I Podcast #70 I Fotos

Im Gespräch mit Geschäftsführer Gerd Stegemann vom Verein Aktion Canchanabury

Bei einem Straßenfest im „Kortländerviertel“ in Bochum habe ich zufällig auf einem Hinterhof beim Grillen Henriette Roos kennengelernt. Sie erzählte mir kurz vom Verein und ich bot ihnen einen Podcast an.

Teaser zum Podcast:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Einige Monate später rief Gerd Stegemann, der Geschäftsführer des Vereins Aktion Canchanabury, an und machte mit mir einen Termin.

Ich war sehr neugierig, was das für ein Verein ist. Ich wußte, trotzdem ich seit 1995 in Bochum wohne, nichts über einen Verein im Ruhrgebiet, der sich für Afrika einsetzt. So ist nun nach langer Zeit endlich der Podcast raus:

Zu meiner Überraschung ist der Verein schon seit dem 10.10.1961 aktiv. Der Gründer Hans Reinhardt, der mit Kinderlähmung selbst genug Leid erfahren musste in seinem Leben, wollte anderen helfen, denen es noch dreckiger ging. Lepra war damals eine üble Seuchenkrankheit, die erst in den 1990er Jahren durch den Fortschritt in der Medizin eingedämmt werden konnte.

„Im Mai 1960 kam mir der Gedanke, den Aussätzigen (Anmerkung: Leprakranke) zu helfen. Niemand gab mir den Rat, kein Buch und kein Film regte mich dazu an. Es lag wohl daran, dass ich selber krank war. Der beste Dolmetscher für das Verstehen des Leides seiner Mitmenschen ist das Leid, das man selbst ertragen musste.“ Das war das Motto von Hans Reinhardt.

So wurde Verein „Aktion Leprakrankenhaus Canchanabury“ gegründet. Zwei Jahre wurden Spenden gesammelt, um ein Krankenhaus für Leprakranke in Thailand am Fluß Kwai zu bauen. Doch die Regierung Thailands wollte in der Nähe des Touristenzentrums das nicht sehen und verbot den Bau des Hospitals.

Hans Reinhardt gab aber nicht auf. Er nahm Kontakt mit Afrikamissionaren auf, den „Weißen Vätern“ in Köln. Sie benötigten Geld für die Behandlungen von Leprakranken im Kongo. Ao entsteht in Badiya die Leprastation für 100000 DM. Und ist damit das erste erfolgreiche Projekt der Aktion Canchanabury. Der Vereinsname des thailändischen Ortes wurde beibehalten, weil man aus Niederlagen nur lernen kann, so Hans Reinhardts Meinung als Vorsitzender. Bis heute blieb der Name und ist über die Grenzen Bochums auch bekannt.

Mehr über die Geschichte des Vereins:

Gründung und Geschichte – Aktion Canchanabury e.V.

Danach wurde in vielen afrikanischen Staaten bestimmte Projekte erfolgreich durchgeführt. Immer ist Transparenz für Mitglieder und Außenstehende wichtig für den Verein gewesen. Im Kongo musste der Verein sich jedoch durch den Bürgerkrieg Ende der 1990er Jahren zurückziehen und übergab die Tätigkeit an eine belgische Stiftung ab, die dort weiterhin ihre Arbeit weiterführt.

Politisch ist Afrika 1961 noch nicht komplett vom Kolonialismus befreit. Heute ist Afrika ein Kontinent, das die ganze Welt ernähren könnte, wenn da nicht Korruption, ständige Kriege und Hungersnöte durch Klimawandel entstanden wären durch willkürliche Grenzziehungen der europäischen Kolonialmächte im 19. Jahrhundert und die Ausbeutung der Rohstoffe, die noch heute in gewisser Form durch die mächtigen Wirtschaftsunternehmen weitergeführt wird.

Heute bekommt Afrika hier und da von ehemaligen Kolonialländern, wie auch Deutschland, Entwicklungshilfen, die hier und da wirkungsvoll sind, aber insgesamt ein Tropfen auf dem heißen Stein sind.

Gerd Stegemann spricht mit mir über das Ziel des Vereins sich aufzulösen, sobald es in Afrika „normal“ zugehen würde, denn wirtschaftlich und politisch ist der Kontinent bleibend schwierig für die Bewohner und Bewohnerinnen. Für den Geschäftsführer Gerd Stegemann ist Afrika kein Sehnsuchtsort. Für ihn ist es wichtig, etwas Sinnstiftendes zu machen. So ist der studierte „Filmwissenschaft“ durch Zufall beim Kellnern auf den Verein gekommen.

Gerd Stegemann vor dem Büro

 

Er machte einen Imagefilm und dann wurde eine Halbtagsstelle angeboten auf die er sich bewarb. Dann war der Geschäftsführer in Rente gegangen und so lag es nahe, das er diesen Weg gehen wollte für den Verein. Denn es gab keinen passenden Bewerber. Heute ist er neben Henriette Roos, die schon über 20 Jahre dabei ist, eine große Stütze im Verein. Für Gerd Stegemann ist die Vereinstätigkeit sinnvoller als das Filmen eines Schokoriegels, wie er seine Erlebnisse aus der Filmwirtschaft mitteilte.

Beide checken die Projekte ab, prüfen die Gelder, machen die Transparenz für Mitglieder und auch nach Außen und entscheiden auch bei geldlichen Spendenabgaben.

Im Moment ist Uganda ein Schwerpunkt und hier ein Beispiel der Arbeit von Aktion Canchanabury. Ein Land, dass zur Coronazeit 2 Jahre lang die Schulen geschlossen hatte. Ein Land, das durch AIDS, Ebola und anderen Krankheiten immer wieder heimgesucht wird und mit Pandemien innerhalb der Grenzen „gute“ Erfahrungen hat.

In den Orten Masaka und Mushanga haben viele Kinder ihre Eltern durch AIDS und andere Krankheiten verloren. Sie selbst sind z.T. sogar mit AIDS geboren worden. Durch Präventionsarbeit im Rhamen des „Community Based Health Care“ sollen die Quoten für die Krankheiten eingedämmt werden. Ein Projekt ist die örtlichen Selbsthilfegruppen zu unterstützen, damit sie Waisenkinder in Pflegefamilien unterbringen können. Sie unterstützen auch ältere Waisen, die sich um ihre jüngere Geschwister kümmern in sogenannten „Kinderhaushalten“. Wichtig ist es den Waisen aus den Projektmitteln dort die staatliche Schuluniform, Schuldgeld und Schulbücher zu bezahlen, damit sie nicht abgehängt werden in der Bildung.

Wieviele Mitglieder hat der Verein?

40 Stimmberechtigte Mitglieder, ehrenamtlich helfen ca 150 Personen. Es gibt einen Stamm von ca 4000 Spender und Spenderinnen, wovon 90% hauptsächlich von Bochumern kommt. Verantwortlich sind die Ehrenamtlichen und Entscheidungsträger im Verein.

Welche Aufgabe hat Gerd Stegemann als Geschäftsführer?

Eine Überweisung muss zur Sicherheit entgegengezeichnet werden. Alle Projekte, die laufen, müssen entsprechend nachverfolgt werden, ob sie laufen, wie es den Projektpartnern geht, ob das Geld angekommen ist und ob es entsprechend genutzt wird.

Sachspenden müssen koordiniert werden. Also das sinnvolle Dinge, wie medizinische Hilfsmittel in einen Container kommen, der dann an einen Projektort geschickt wird. Bildungsarbeit wird in Bochum in den Schulen vorbereitet und durchgeführt, d.h. Schulklassen werden über z.B. Uganda, das Land und auch das Projekt des Vereins informiert. Es gibt Kontakte zu medizinische Firmen, die im Moment vieles eher in die Ukraine schicken als nach Afrika, aber eben medizinische Hilfsmittel spenden für die Projektorte von Aktion Canchanabury.

„Wenn Du am entwicklungspolitischen Rad drehen möchtest und Einfluss nehmen möchtest, dann ist die Aktion Canchanabury nicht das richtige. Wenn du einen direkten Draht zu den Menschen und deren Lebensbedingung verbessern möchtest in den verschiedenen Ländern, dann bist du bei Aktion Canchanabury richtig“, sagt Gerd Stegemann während des Podcasts und öffnet damit auch die Tür von Vertrauen in einen langjährigen funktionierenden Verein, der wahrlich viele positive Entwicklungen in so manchen Ort in einigen afrikanischen Staat gebracht hat.

Leider gibt es oft genug Schwierigkeiten mit der lokalen Presse. Wenn es um das Projekt Uganda geht, so schreibt die lokale Presse nicht darüber, weil es dann ein Artikel für die Auslandsabteilung ist. Und am Ende wird dann kaum oder gar nicht drüber geschrieben. Wenn es aber um ein lokales Ereignis geht, um einen Spendenaufruf mit Kaffee und Kuchen geht, dann wird ab und zu darüber geschrieben.

Afrika ist weit weg. Lokal nimmt man es hier nicht wahr außer im Fernsehen. Jeden Tag kommen nur schlimme Nachrichten von Bürgerkrieg, Korruption, Armut, Hungersnöte. Selten sind positive Berichte. So hat Afrika natürlich schon ein Makel in den Köpfen. Doch die nicht nur hausgemachte Armut, sondern von den nördlichen „zivilisierten“ Staaten klein gehaltene afrikanische Gesellschaft, um so günstig wie möglich an Rohstoffe zu kommen und die eigene Gewinnmaximierung zu erhalten und die Aktionäre zu beglücken, wird den Verein weiterhin in Arbeit halten.

Traurig genug ist, das der für mich „vergessene“ Kontinent, so wenig Beachtung bekommt, aber dennoch im Tourismusgewerbe stark beworben wird. Zumindest sind die nordafrikanischen Staaten außer Libyen und Algerien, Südafrika und Kenia neben Namibia interessante Touristenziele, die viele deutsche Touristen anziehen. Aber das war es dann auch wieder.

Umso erfreulicher ist es, dass es diesen Verein gibt, der sich für ein besseres Afrika einsetzt und damit von Bochum eine Brücke in den großen Kontinent gebaut hat, um vor Ort bessere Lebensbedingungen zu schaffen, wenn es auch nur im kleinen Rahmen ist. So ist dennoch seit über 60 Jahren ein großer Schritt getan worden, der auch nachhallt, so wie es Paul aus Uganda, den ich als Bonus noch am Ende des Podcasts eingebaut habe, der nun nach Deutschland gekommen ist, um hier in der Pflege zu arbeiten und ein neues Leben beginnen möchte. Ein Leben, dass mit Sicherheit besser ist, als das, was er im Slum von Uganda erlebt hat.

Für den sympathischen Paul, der behinderte Menschen am Bodensee, pflegt und unterstützt, wünsche ich nur das Allerbeste. Er unterrichtete in Uganda Kinder in Ethik. Ein Unterrichtsfach, dass wir hier in Deutschland nicht haben. Er erklärte, was gut und was falsch ist. Wie schlecht Drogen und die Kriminalität ist. Es machte ihm Spaß den Kindern Moral beizubringen, aber nun geht er den Weg in Deutschland weiter von dem sich der ein oder andere eine Scheibe von Abschneiden könnte.

Für den Verein Aktion Canchanabury, den ich beim Krempelmarkt beim Kuchenverkauf und Waffelbacken unterstützte im April 2024, wünsche ich weiterhin viel Erfolg für die Projekte, die sie zur Zeit koordinieren und machen und für alle weiteren Projekte, die nötig sind, um Menschen vor Ort ein besseres Leben zu bieten. 

Ich hoffe, dass ich mit meinem Podcast anderen Menschen vielleicht animieren kann dem Verein beizutreten. Er geht fast zwei Stunden, aber ist sehr informativ über Afrika. Das Thema dieses Kontinents ist eben nicht in 30 Minuten abzuhandeln und der Verein ist nicht neu. 

Short zum Krempelmarkt und Interview mit Henriette Roos:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Video zum Krempelmarkt und Interview mit Henriette Roos:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

Wenn Ihr weiterhin Informationen bekommen möchtet, so abonniert den Newsletter, denn ich werde den Verein in meiner Form als Ruhrpottologe und im Lokalkompass weiter unterstützen und ihre Pressemitteilungen und Aktionen mitteilen.

Für weitere Informationen über den Verein könnt ihr auf deren Internetseite, bei Instagram oder Facebook folgen oder den Youtube-Kanal aufsuchen oder einfach mal im Büro bei Gerd Stegemann und Henriette Roos auftauchen.

Adresse der Geschäftsstelle

Aktion Canchanabury

Herner Str. 16

44787 Bochum

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wer Fragen zur Arbeit des Vereins hat, Informationen zu den einzelnen Projekten bekommen oder eine Spendenbescheinigung möchte, kann auch gern zu den Öffnungszeiten das Büro betreten oder anrufen:

Tel. +492349357846

Öffnungszeiten:

Mo-Mi + Fr  8 – 13 Uhr

Do                 8 – 18 Uhr

Und nach telefonischer Absprache

Links

Internet : https://canchanabury.de

Facebook : Facebook.com/canchanabury

Instagram : Aktion Canchanabury e.V. (@aktioncanchanabury)

Youtube: youtube.com/@aktioncanchanabury515

 

Fotos © André Brune

Schaufenster mit Projektinfos
Projekttafel von Aktion Canchanabury
Schaufenster des Büros von innen mit Sitzmöglichkeiten
Tolle Arbeit!
Mit Henriette Roos und Gerd Stegemann auf dem Krempelmarkt 2024
Kuchentheke vom Krempelmarkt in der Rotunde in Bochum
Krempelmarkt auf dem Gelände der Rotunde in Bochum
Selbstgezüchtete Pflanzen als Spende für den Verein zu kaufen
Waffeln backen geht los - bisken geholfen aufm Krempelmarkt

FOTO der Woche I Bergbaumuseumregen

„Bergbaumuseumregen“ ist nicht nur mein Foto der Woche aus der Fotoreihe „Regenscheibe“, sondern auch auf Acrylglas, 20*20 cm  in der Ausstellung „Nacht der 1000 Bilder“ im Verkauf.

Heute ab 18 Uhr, 22 Stunden lang bis Samstag, 20.4. 16 Uhr ist es erhältlich für 35 €.

Nachdruck ist möglich.

Wo?

The Artspace

Atelier von Carsten Breuer

Im Fuhlenbrock 168

Bottrop

***

Im Jahr 2024 ist Regen alltäglich. So wird auch das Bergbaumuseum in Bochum eingeregnet.

Ich habe das Bild jedoch ein wenig wärmer gestaltet, so dass Untertage die Wärme zu sehen ist, während es Übertage kühl ist.

Die Geschichte vom Bergbaumuseum werde ich hier diesmal nicht erzählen. Das passiert ein anderes Mal.

Glück auf

 

Glück auf!

Mit Giampiero Piria unterwegs auf Kiosk-Spuren in Bochum – Ehrenfeld I +Video I +Podcast I +Fotos

Der gebürtige Oberhausener Schauspieler, Intendant und -Regisseur vom Theater der Gezeiten ist in Bochum schon ein bekannter bunter Hund. Auf dem Weg durch Ehrenfeld kommt er aus dem Grüßen nicht raus. Heute am 13.4. wurde er 60  Jahre alt. Damit ist es der beste Tag das Video und den Blogbeitrag über ihn und seine besondere touristische Wanderung durch den Stadtteil Ehrenfeld herauszubringen.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Seit 15 Jahren bietet er die ein oder andere Kiosktour an, die auch schon im Fernsehen gelandet ist. Unser gemeinsames Video ist letztes Jahr im August entstanden, wo er die Ausarbeitung zu nächsten Kiosktour durch Bochum – Ehrenfeld mir und mein Publikum exklusiv vorstellt, was nun ab dem Tag seines Geburtstags auf meinem Youtube-Kanal zu sehen ist:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Seine ersten Touren in Bochum gingen durch Wattenscheid, durch die sogenannte „Speckschweiz“ in Hamme und nun auch in Ehrenfeld. 

Zu hören als Podcast:

 

Wo geht die Tour entlang?

Sie startet an der U-Bahn-Station Schauspielhaus, geht über die Alte Hattinger Straße rüber auf die Kronenstraße, vorbei an einem Rotkehlchen-Wandgemälde. Über die Oskar-Hoffmann-Straße geht’s zur Weiherstraße, wo das ein oder andere Hauswandgemälde uns erwartete, dann kamen wir am netten kleinen Kiosk „All In“ vorbei.

Dosengefühle am Schauspielhaus

Wir kamen über die Saladin-Schmitt-Straße südlich vom Schauspielhaus Bochum, wo der Besitzer vom Kiosk 41 gerade einem Backgammonspiel von seinen Besuchern zuschaute. Wir gingen dann in die Christstraße am REWE – Markt biegen wir auf die Pieperstraße zum Romanusplatz, dem ersten Kreisverkehr Bochums ein und enden an der Drusenbergstraße an dem Kiosk „Zum Philosophen“.

Tauben über dem Kiosk
Backgammon am Kiosk 41

An der Drusenbergstraße  steht auch eine „Rote Bank“. Wer den QR-Code auf der Bank mit seinem Smartphone ablesen lässt, kann eine Erzählung von Sabine Reich hören. Die „Roten Bänke“ waren ein Literaturprojekt der Stadt Bochum vor einigen Jahren. Die Erzählungen haben immer mit dem Ort zu tun, wo die Bänke stehen.

Die Rote Bank an der Drusenbergstraße

Das ist nur eine kurze Wegbeschreibung. Alle Hintergründe zu Wandmalereien und Kioske hat Giampiero Piria für die besondere touristische Bochum-Ehrenfeld-Kiosk-Wanderung parat und werden hier nicht erwähnt.  Die Tour kann sich auch jederzeit ändern und angepasst werden.

Giampiero im Naherholungskreisverkehr

Kioske sind das Kernthema, sowie auch das Betrachten der Hauswandgemälde, die auf der Tour zu entdecken sind. Ehrenfeld hat eine besondere Geschichte. Der Stadtteil Bochums hat vieles zu bieten, wie auch den kleinsten „Naherholungspark“ der Stadt, an dem der interessierte Tourist vorbeigeführt wird.

Das Rotkehlchen an der Hauswand Kronenstraße

An der Hattinger Straße liegt die „Kleene Tocke“. Die beiden Betreiber der Trinkhalle „Zum Philosophen“, die der Endpunkt werden wird, haben die ehemalige Pizzeria übernommen. Zum Zeitpunkt des Videos wurde es gerade neu eingerichtet. Asche auf mein Haupt, denn ich habe es noch nicht ausprobiert und da ist ständig voll, wenn ich vorbeifahre.

Was in Paris die Straßencafes sind, sind im Ruhrgebiet die Kioske. Ursprung seiner Kiosktouren-Idee war vor 25 Jahren. Er sieht die Trinkhallen als immaterielles Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen an. Nirgendwo sonst ist diese Art von Kiosk noch präsenter als im Ruhrgebiet. Die einzigen Städte, die zu nennen wären, wäre Berlin mit den „Spätis“ und auch Köln, aber das ist nicht überregional geprägt, so wie hier im Ruhrpott. In den Stadtteilen aller Städte sind die Trinkhallen verteilt. Viele wurden im Zuge des Strukturwandels zwar geschlossen, aber nicht wenige besinnen sich auf Neuartigkeit, Individualität, schicke Tiktok-Videos und sogar Internet-Geschäft und erhalten sich mit den der Modernität geschuldeten Veränderungen trotzdem. Auch Kioske mussten sich den Umstand der Supermarktketten an jeder Ecke und die Eröffnungen von Verkaufsbereichen an den Tankstellen.

Kiosk 41

Die Hauswand-Malereien von z.B. Kevin Schott oder Dennis Klatt sind eine Besonderheit der Tour. Die Stadtverschönerungen sind ebenfalls eine wichtige Mitteilung in seiner Tour. Kunst auf den Straßen zu entdecken, wo man normalerweise nur schaut, dass man von A nach B kommen will, erhellt nicht nur den Horizontblick auf die Stadt, sondern zeigt, dass Ruhrgebietsstädte nicht nur grüner sind als so mancher Besucher denkt, sondern auch bunter.

 

Ausruhen am Kiosk „Zum Philosophen“ war am Ende unserer gemeinsamen Tour selbstverständlich:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Theaterkünstler Giampiero und Verein „Theater der Gezeiten“

In der Schmechtingstraße 38 im Stadtteil Hamme befindet sich das „Theater der Gezeiten“, dass Giampiero mit dem Verein betreut. Über Hamme hinaus bekommt die Nachbarschaft der sogenannten „Speckschweiz“ an Theaterstücken für Kinder und Erwachsene oder Musikkonzerte und Literaturlesungen eingeladen.

Einige Schritte weiter von der ehemaligen Eckkneipe entfernt befindet sich der „TinyRoom“, das für Kunstausstellungen und ebenfalls für diverse Veranstaltungen genutzt werden kann.

Die „Hutkonzerte“ und Theaterstücke sind frei von Eintritt. Am Ende zahlt man in einen Hut ein „Trinkgeld“ für die Darsteller* oder Musiker* (*Innen natürlich auch!)

Im „TinyRoom“ befindet sich auch das kleinste Kunstwerk der Stadt Bochum von Giampiero Piria in einer Schublade eines dort stehenden alten Wohnzimmerschranks.

Der Individual- bzw. Gruppen-Preis der Kiosktour in Bochum-Ehrenfeld stand noch nicht fest.

Wer sie buchen möchte, kann dies über meine Email in den Kontaktdaten machen oder direkt bei Giampiero per Mail:

giampieropiria@web.de

Auf meiner Blogseite, werden in diesem Jahr noch einige andere Touren im Ruhrgebiet vorgeschlagen, die bei mir gebucht werden können.

Freut euch also auf mehr, aber erstmal auf Giampieros Kiosktour durch Ehrenfeld!

Glück auf, Klümbkes drin und Prost!

Euer Ruhrpottologe André Brune

Links:

Theater der Gezeiten

Schmechtingstr. 40 – Bochum

Internet: Theater der Gezeiten (https://theaterdergezeiten.de)  

TinyRoom

Schmechtingstr. 38, Bochum

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Kunst oder kann das weg?
Anderer Blickwinkel bei der Tour
Flaschengefühle unterwegs
Entdeckungen auf der Weiherstraße
Wandbemalung auf der Christstraße
Die Rote Bank