Böller statt Spende? I Kolumne

Ganz klar : Spende! Warum dat hau ich dir jetz aufe Augen und Ohren:

In manchen Städten, wie Bochum und Bottrop gibbet schon Zonen, wo du nur dort Böllern und Feuerwerken darfs.

Die Schornalisten frugen inne Sozialen Medien da mal nach, wat bessa is:

https://www.waz.de/lokales/bottrop/article410735376/roter-platz-in-bottrop-zu-silvester-boellerverbot-aber-keine-videoueberwachung.html

Klar kamen da Antworten, wie:

Mimimimi, abba ich feiere in meinem Einfamilienhaus mit meiner Familie immer mit Feuerwerk und das soll auch so bleiben!

Kerl, dann hasse wohl genuch Kohle, um dat auch ma n Tierheim zu spenden! Sei Vorbild für deine Familie!

Oder :

Mimimimi, es wird schon genug verboten. Das Knallen lass ich mir nicht nehmen!

Hömma! Deine Alte kannse von mir aus knallen, abba die Gehörgänge anderer Leute solltese gefällichst in Ruhe lassen!

Und nicht nur die Gehörgänge anderer Menschen!… Gut die im Altenheim, die haben die Fenster dicht, die Hörgeräte abgeschaltet und freuen sich auf den bunten Himmel, den sie bald sehen werden, und ganz ehrlich wird der dann nicht mehr so bunt sein. Und wat wird dat Jahr auch bringen außer, dat nebenan der Horst mitte Füße voran außer Haus geht.

Letztens habbich selbs erlebt, wie son Böller gefährlich nah den Kopp vonna Fußgängerin fast verlodert hat. Die is libba schnell abgedampft, bevor noch son Dingen kommt.

Da kam der zweite auch sogleich. Ich hatte eine Ausstellung direkt unterm Jugendcafé. Ich hab da hochgeschrien, dat die dat lassen sollen, weil se Menschen gefährden. Abba ich bin dann selbs hoch. Da wurde mir mitgeteilt, dat da schon die Betreuer mit demjenigen reden. Die haben eine schwere Kindheit und so. Ich solle doch den Raum wieder verlassen…

Also du kanns dir wahrscheinlich denken, wat ich in dem Moment gedacht hab. Abba ich hab mich beruhigt und bin runter.

Keine große Zeit verging, da hörte ich widda Böllereien. Und ich bin mir hundertprozentich sicha, dat dat die Bengel widda warn.

Ich hab doch auch mitte Pistole rumgeschossen mit den kleinen Knallblättern. Niemand hat sich dran gestoßen, wenn wir Räuber und Gendarm, Cowboy und Indiana (darfse so ja nich mehr sagen, hört sich auch irgendwie doof an: Cowboy und Native…) oder Raumschiff Enterprise als Kirk und Spok die fremden Gebüsche am Trappenhof auf gefährliche Außerirdische untersucht haben. Kein Nachbar hat sich aufgerecht. Wir haben gespielt und irgendwann war gut. Aber Böllern is kein Spiel. Böllern macht krach, und kann verletzen. Is einfach gefährlich. Und Böllern is für empfindliche Menschen, so wie ich einen im Rollstuhl sitzenden kenne, eine absolute Gefahr für sich selbst, da er sich immer erschreckt. Dat is nich lustich. Da kann schon im Haushalt dann auch eine gefährliche Situation entstehen!

Und von den Tieren ganz zu schweigen. Die haben et nicht einfach. Hunde können sieben Mal besser hören als Menschen. Die kriegen sieben Sekunden früher ein Erdbeben aufs Gehör als wir Menschen. Dat kann lebensrettend sein. Habbich selbst im Fernsehen gesehen. Kannse auf YouTube soga finden dat Video. Abba Die Böller erzeugen Angst! Manche Hunde findese tagelang unterm Sofa abgemagert. So war dat imma beim Hund meines Onkels. Teddy hieß er, der Arme.

Und dann sind da noch Geflüchtete, die den Kriech mitbekommen haben in U-Bahn, im Keller oder sonstwo. Die haben ein Trauma und dat kann ein Böllerer einfach nicht verstehn. Die klingen eben wie Granaten.

Ein Vorschlach also jetz von mir: Liebe Böllerer, Familienväter und Feuerwerkliebhaber :

Erstens könnt ihr froh sein nicht inne Niederlande zu leben. Im liberalen Käseland is dat nämlich verboten worden und nur an zentralen Plätzen möchlich. Dat schränkt schomma mögliche Verletzungen, wie zerfetzte Hände, ein.

Zweitens machen die paar Feuerwerkfirmen so oder so ihre Kohle, ob sie an zentrale Stellen einer Stadt dat schicken, die dat organisiert oder ob dat selbs inne Luft gezündet wird, spielt keine Rolle.

Zweitens kannse dein Geld  bessa ma in die nach Weihnachten ausgesetzten Tiere investieren. Spende am Tierheim deiner Wahl. Die freuen sich nicht nur auf lecker Futter, sondern auch auf eine angenehme Ruhe inne Nacht.

Drittens lassen die meisten ihre Böller und Feuerwerkreste immer aufe Straße und Wiese liegen. Dat kostet den Steuerzahler also dir wieder erhöhte Müllgebühren. Abba darüber hasse vor dem Kauf vom blitzenden Knallern nich nachgedacht. Warum auch, räumt ja irgendwann jemand anderer wech. Da krich ich jedes Jahr die Pimpernellen!

Viertens wird die Luft sowat von mit unangenehmen krebserregenden Feinstaub belecht, datte denks, du muss aufhören zu rauchen. Außerdem hätte Petrus auch ma besseres Wetta statt Nebel für die Nacht der Nächte bieten können. Nix da. Den Schrott kannse selba wechschnuppern! Ich drück dir den auch gern inne Nasenlöcher. Is dann wie Schnupftabak…

Fünftens wird die Feuerwehr und der Notarzt unnötich benutzt für so manche Fahrt, die in der Nacht, dann nich nötich wären. Dat muss doppelt gesacht werden. Die haben wichtigeret zu tun als die besoffenen Böllerköppe auch noch zu versorgen und mit Polizei auseinander bringen zu lassen. Woanders stirbt dann jemand an einem Herzinfarkt, dem nich mehr geholfen werden kann.

Und überhaupt wat hat dat mit einem Frohen Neuen Jahr zu tun, wenne die Feinstaubluft morgens beim Spaziergang immer noch einatmest, üba den Müll stolpers und dann den Krankenwagen bestellen muss, weil der Herr im Einfamilienhaus sich doch dat Familienfest nich verbieten lassen will.

Gut dat dat Berchmannsheil nah von mir wech is…

Also Spendet lieber an einen Wohltätigkeitsverein, wie einem Tierheim oder für Obdachlose (die haben nämlich auch nix vonne Böllereien, die können sich dat nich leisten und brauchen ne warme Decke und Suppe) !

Dat Tierheim Bochum hat in Instagram dazu aufgerufen statt böllern zu spenden. Da hab ich mir gedacht, da musst du einfach schnell einen persönlichen Artikel zu schreiben. Niemand will hier den Zeigefinger zeigen, sondern mitteilen, dass es wunderbare schöne Alternativen gibt, statt das Geld zum Fenster rauszuwerfen im wahrsten Sinne des Wortes. Und dann ist man ein besseres Vorbild für die Familie!

Kuriosum im Fanladen Schalke 04 vor Weihnachten rum I Kolumne I +Fotos

Da geh ich mich aufm Weihnachtsmarkt im Oberhausener Centro mit alten Schulkollegen treffen, wat ja jetz eigentlich Westfield Park heißen sollte, obwohl Tiere hab ich da keine gesehen, außer im Aquarium beim Seeleben. Zum Glück haben die Centro als Namen behalten. Ich beschloss die Wahtezeit im Schalkeladen zu verbringen, um mir für die nächsten Rescherschen die Populären Irrtümer dort zu kaufen.

Schicke Zapfen im Centro (c) André Brune

Na klar, sachste jetz, der Pappkopp, geht am Donnerstag vor die Heilige Gebärung, ausgerechnet nachm Centro und will son Buch kaufen, wo dat schon längs bei den ein oder andren unterm Baum liecht und dort nich mehr zu kriegen is. Egal, versuch macht kluch.

Weihnachtserleuchtung und leere Geldbörsen nachn Weihnachtmarkt (c) André Brune

Ersma musste ich durchn Stau mich quälen und in die hinteren Parkhäuser um Platz zu kriegen, dann bisse am anderen Ende von dem riesigen Kabachel.

Kunst aus Metall hat wat eisenhaltiget. (c) André Brune

Endlich bin ich dann quer, wie ein Blitz durch dat ganze Gewusel von wandernden Einkaufstaschen gelaufen bis zum Schalke Laden, der wiederum am vorderen Ende is. Zum zweiten Mal bin ich nun da und wurde wieder mal enttäuscht, weisse Bescheid.

Kunst nach draußen gehn. Am besten nich aufm Weihnachtsmarkt, sons wirse erdrückt. (c) André Brune

Letztet Mal haben die mir nicht den Salzstreuer umgetauscht, wo unten der Plastikpömpel fehlte, weil ich keine Verpackung mehr hatte. Ich wollte eine neue kaufen und diese dann tauschen. Wurde vom Geschäftsführer nicht akzeptiert. Wat soll ich sagn. Da gehse nich nomma hin. Dann musste ich abba, weil nicht anders geht, dachte ich. Gibse den Laden nomma ne Schanze, obwohl ich schon sauer, wie ne alte Gurke wa.

Ich wollte ich ja lediglich ein Buch ohne Henkel, nur mit Buchstaben. Ich schaute mich um und fand nichts. Die Nachfrage an der Kasse, kam mit einem lang überlegenden leeren Blick, wie ein Manta ohne Fuchsschwanz zurück.

Lecka Waldmeista. Oppe danach die Radischen von unten siehs? (c) André Brune

Lange nachdenkend, wat denn ein Buch sei, ob man dat auch zwischen die Pfosten kicken kann, kam die Antwort, dat die dat nich haben. Ja, hab ja gesehen, dat dort nur überteuerte Trikots und chinesische Souvenirs mit Schalke 04 – Wappen verkauft werden. Hier findse auch nix von Bayern oder Rot-Weiß Oberhausen, obwohl dat ja eher nachvollziehbar wäre, is ja ein Fanladen 30 km vonne Heimat der Arena entfernt.

Ein Buch hatten die. Ein teures, wat vielleicht sogar stibitzt werden kann und deswegen anne Kasse verdeckt stand. Etwat üba Tätowierungen über den Verein für knapp 40 €. Der Aushilfsjunge hat dat nich ma vor sich gesehn. Hat wahscheinlich gedacht, dat wäre ein Brett zum Äpfel schneiden oder für einen Buchstabensalat. Nach Veganer sah der mich nich aus.

Der Tipp kam geschwind von demselbigen Geschäftsführer, der mir vor paar Monaten nich diesen ollen Plastikeumel geben wollte: Gehnse nach Thalia. Die habn dat bestimmt.

Da aus diesem Getummel kam ich gerade her. Dachte son Fanladen hat auch Bücher über den Verein. Abba da könnse wohl nix mit anfangen. Oder zu wenich dran verdienen für die teuren Spieler aufm Platz…

Ich zu Thalia wieder quer durch den Einkaufstempel. Ersma hab ich da kein Sportregal gefunden in dem bunten Weihnachtsfirlefranz. Eine nette Buchhändlerin teilte mir über ihr Pad mit, dat ich gern zum Rhein-Ruhr-Zentrum fahren könnte, da läge noch eins.

Ne, lass ma, um 18 Uhr quer durch Oberhausen, um da durch den nächsten Einkaufstempel zu rennen, um festzustellen, dat dat letzte Exemplar auch vor fünf Minuten üba die Kassentheke gegangen ist, macht nich viel Sinn. Und die Freunde würden ja unnütz auf mich waten….

Ich beschloss et als EBook zu kaufen. Da gabet abba ne Überraschung. Dat gibbet nich als elektronische Variante vom Klartext Verlag. Dann habbich mir ein Eis gegönnt.

Hömma, die verwunderte Waffel wa ich, als die mir da anne Theke anne Oase offerierte, dat ich da für zwei Kugeln nen fünf Euro – Schein rüberwachsen lassen musste. Gut, die warn schon riesich und lecka, muss ich zugeben. Dann daddelte ich mitn Handy rum und lud mir einige Schalke-Bücher runter, die ich für den übernächsten Podcast von Ruhrgebiet erklärt nutzen werde.

Dann trafen wir uns, schlenderten durch dat Gewusel vom Centro-Weihnachtsmarkt. Natürlich trifft der Kollege ne Cousine. Der Ruhrpott is eben n Dorf. Die Kunsthandwerker und internationalen Futterbuden von Cevapcici über Langos und Pommesschranke waren, wie immer beeindruckend aufer Gastromeile.

Am Ende entschieden wir uns nich aufe Hand wat zu futtern, sondern gemütlich in dat mexikanische Restaurant zu gehen, um die morschen Knochen aufzuwärmen, sich nett zu unterhalten und dabei einen leckeren Cocktail zum halben Preis zu schlürfen.

Desperate Hausfrau zum halben Preis. Süß abba lecka auch fürn Hausmann. (c) André Brune

Zu viel Käse für die Verdauung über 50 … (c) André Brune

Um 21 Uhr war Schicht im Schacht aufm Weihnachtsmarkt und ohne Stau ginget nach Hause mit vollem Bauch von mit Käse überbackenen Kartoffelspitzen und Fleisch. Hab nichma die Hälfte geschafft und inne Nacht rumorenden Darm gehabt. Mann wird alt, habbich mir so beim Einschlafen gedacht, während ich die Maiskörner vom Kolben gezählt hab, die ich vorher hatte.

Große Menschenmengen, buntet Lichtermeer und große überbackene Klamotten gehn ab 50 nich mehr mitte leichte Hand. Komm du ma in mein Alta, Alter!

(manche Dinge sind hier absichtlich etwas überspitzt dargestellt. Kannse dir selber aussuchen wat…)

Frohe Weihnachten zum letzten Mal für dat Jahr 2025!

Malin Ostermann und das Mundartprojekt Dialektatlas – Gehört Ruhrdeutsch dazu? I +Videopodcast I +Podcast #110

Es gibt einen Dialektatlas, der die regionale Mundart aus den Regionen des Mittleren Westens für die Ewigkeit online mit Hörproben und Schriftlich festhalten wird. Malin Ostermann arbeitet an dieser Studie seit einigen Jahren mit. Sie hat mir auch die Antwort auf die Frage gegeben, ob Ruhrdeutsch in der Form ein Dialekt ist oder ein Regiolekt. Sie hat mir aber auch einen interessanten Einblick gegeben in die Sprachgeschichte und warum das Mammutprojekt so wichtig ist die nun sterbenden Dialekte zu bewahren für die Nachwelt.

Schaut doch einfach mal ins Video oder hört in den Podcast rein:

Malin Ostermann ist eine der Mitarbeiterinnen von der Universität Bonn an der Philosophischen Fakultät für Germanistik, vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft, Arbeitsstelle Rheinische Sprachforschung. Das Projekt „Dialektatlas Mittleres Westdeutschland (DMW)“ wird von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gefördert. 2016 wurde es gestartet. Es wird nach einer Laufzeit von unglaublichen 17 Jahren 2032 abgeschlossen sein.

In vielen Regionen werden immer noch Menschen gesucht, die sich als „Gewährsperson“ zu einer „Erhebung“ bereit erklären, also Menschen, die bereit sind dabei freiwillig mitzumachen bei der Studie. So sollen aussterbende örtliche Mundartdialekte in den nachfolgenden Generationen nicht vergessen werden. In der Form der Digitalen Sprachverarbeitung ist das bisher für diese Region noch nie gemacht worden. Das Thema Sprache ist zwar trocken, aber wir haben einen wirklich spannenden Einblick in die regionalen Dialekte. Das Ruhrgebiet als solches ist auch vertreten, es könnte aber noch besser werden. Denn der Kreis Recklinghausen ist noch ein weißer Fleck, wo sich bisher noch niemand gefunden hat, der sich bereit erklärt hat mitzumachen. Dabei ist das gar nicht so schwer.

Wie läuft das Projekt „Dialektatlas“ ab?

  1. Recherchieren – An allen Standorten wird recherchiert, wo Befragungen stattfinden können und sollen. Das Projekt basiert auf den Sprachwissenschaftler Georg Wenker aus dem 19. Jahrhundert, der zum ersten Mal einen Großteil der Dialekte in Deutschland erforscht hat und entsprechende „Dialektgrenzen“ dadurch ermittelt hat.
  1. Kontaktieren – es werden über Heimatvereine, Ortsvorsteher und Bürgermeister *innen nach den „Gewährspersonen“ kontaktiert, die Interesse haben einen Fragebogen, der die „Ortsfestigkeit“ feststellt, also wie lange die Person dort wohnt, also wie fest sitzt sozusagen der Dialekt oder auch nicht. Dann wird ein Termin vereinbart, und die Person wird aufgesucht um zu
  1. Befragen & Aufnehmen – Malin Ostermann ist eine sogenannte „Exploratorin“, die dann anhand von einem Fragebuch Ausdrücke aus dem Dialekt prüft mit Bild- und Satzkarten und kleinen Videos. Die Befragung wird komplett aufgenommen und gespeichert. Keine Angst. Es wird kein Schindluder getrieben, sondern mit dem Datensatz und der Aufnahme natürlich rein wissenschaftlich umgegangen. Die Sprachdaten werden gespeichert und bei eingesprochenen Wörtern, wie zum Beispiel Kartoffel, wird dann das ausgesprochene Wort herausgefiltert und dem Dialektatlas online zugeführt.
  1. Sichern – Natürlich werden die kompletten Daten der Personen und Sprache getrennt voneinander digitalisiert und verschlüsselt über eine projektinterne Plattform. Alles nach Datenschutzgesetz für die weitere wissenschaftliche Bearbeitung.
  1. Aufbereiten – Etwa 800 Fragen werden durch entsprechende Bearbeiter*innen bearbeitet. Sie schneiden die Dialektwörter aus den Aufnahmen heraus zur Transkription in die entsprechende Lautschrift. Und es wird noch eine spezielle Analyse durchgeführt auf linguistische Phänomene.
  1. Hören & Sehen – Nachdem dieser mühsame Fragenkatalog gestellt, gesichert und aufbereitet, sowie analysiert wurde, kommen die Sprachbeispiele und ihre laiengerechte Verschriftung auf die sogenannten „Preview-Karten“. Das ist der Dialektatlas, der zum Teil auch gehört werden kann, was Malin mir im Podcast am Laptop zeigt. So wird ein Vergleich gemacht werden können zwischen den Orten. Manchmal eben hat ein Nachbarort eine andere Aussprache zur Kartoffel. Das liegt an den Sprachinseln, die früher eben waren, weil die Menschen mangels Geld und Möglichkeiten eben nicht verreist waren und immer im Ort blieben. Oder sie veränderten sich, weil sie Zuwanderung hatten oder sich mundartig eben ausgetauscht haben. Ohne Vergleichsdaten kann man das alles nicht genau feststellen.
Flyer zur Übersicht: 2024-06-17_DMW_Flyer_A5.pdf

Ich persönlich finde es faszinierend, dass es diese besondere Studie gibt, um die alte Sprache des Alltags in den Regionen für die Nachwelt festzuhalten. Ich finde sie auch sehr wichtig. Denn ich merke seit einigen Jahren, wie sich unsere Sprache verändert durch die Globalisierung, dem Internet, den abgehakten Nachrichten in den Chatrooms eine Verschwimmung der Dialekte hin zu reinem Hochdeutsch mit vielen englischen Wörtern, die oft grausig auch in der Werbung die deutsche Sprache verunstalten. Der englischsprachige Einfluss wird immer größer, aber es lässt auch deutsche Wörter in den englischen Sprachraum zu. So wird das deutsche Wort „Wanderlust“ weltweit für die wirkliche Freude zum Wandern genutzt. Da kann man sich aufregen, wie man möchte. Die Einflüsse können nicht getilgt werden. Sie werden sich auch weiter verändern werden in der Zukunft. Das ist ein normaler Vorgang seitdem wir als Mensch angefangen haben zu sprechen.

Sprachveränderung

Es passiert gerade durch den globalen Einfluss in der Sprache sehr viel, da wird die Regionalität eher vergessen. Die Jugendsprache hat jedes Jahr neue Wörter, die auch im Duden aufgenommen werden. Ein Komitee von Sprachwissenschaftlern, die neue Wörter aufnehmen, die immer mehr den deutschen Sprachraum übernehmen, prüfen aber auch, ob es Wörter gibt, die kaum noch gesprochen werden. So gehen auch ältere kaum genutzte Wörter wieder aus dem Duden heraus. Das war schon immer so. Man kann sich über die Jahrzehnte die alten Duden mit neuen vergleichen und wird mit Sicherheit große Veränderungen vorfinden. Aber wer liest schon einen Duden, der höchstens zum Nachschlagen einzelner Wörter genutzt wird, um zu wissen, wie es geschrieben wird?

Alte Wörter im regionalen Bereich gehen somit auch verloren. Die Wörter werden ersetzt durch andere oder entwickeln sich weiter. Diese Studie rettet sozusagen die Mundart der Regionen und die entsprechende große Vielfalt, so wie es schon im Süden Deutschlands gemacht wurde.

Österreich, die Schweiz, Bayern und Baden-Württemberg sind da schon fertig mit der Sprachforschung. In Deutschland liegt es bei der Kulturhoheit der Länder. Der Norden und auch Osten Deutschlands sind noch weiß. Dort gibt es so eine großangelegte Dialektforschung noch nicht oder nur im kleinen Rahmen. Es wäre schon spannend zu wissen, in wie fern sich dort der niederdeutsche Dialekt entwickelt hat, der einen großen Einfluss für das Ruhrgebiet hatte bis heute. Für diesen Bereich im Ruhrgebiet und drumherum gibt es die Erhebung nun.

Durchgeführt wird die Studie und das Werden vom Dialektatlas der mittleren westdeutschen Gebiete an den Universitäten in Siegen, Paderborn, Münster und in Bonn. Ich war zum Gespräch eingeladen worden in Bonn. Dort besteht die Projektleitung aus Prof. Dr. Claudia Wich-Reif (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn). Außerdem sind zuständig Prof. Dr. Petra M. Vogel an der Universität Siegen, Prof. Dr. Helmut Spiekermann von der WWU Münster und Prof. Dr. Doris Tophinke von der Universität Paderborn.

Malin Ostermann und der Dialektatlas

Kennengelernt habe ich Malin Ostermann bei dem 100 Jahre Fest vom Verein Komm-Ommend, der die regionale Mundart in Essen – Werden das Waddisch noch pflegt und hegt (Hab ich im Podcast/Blogbeitrag drüber berichtet: Waddisch – Ruhrpottologe – André Brune). Doch auch dort ist der Verein überaltert, das Interesse in Werden leider sehr gering mitzumachen, weil es im Alltag nicht mehr verwendet wird. Mir machte es Spaß den Podcast mit Marc Real zu machen, der enthusiastisch den Verein mit jungem Esprit am Leben erhält und auch junges Publikum anspricht. Natürlich war ich Feuer und Flamme einen Podcast mit Malin Ostermann zu machen über das Projekt Dialektatlas. Sie lud mich nach Bonn zu ihrem Sprachinstitut der Universität ein.

Malin ist früh mit ihren Eltern durch deren Arbeit nach Portugal gekommen. Sie begeisterte sich schon früh für Sprachen. Sie hatte auch nicht gewusst, dass in Portugal an der Algarve anders gesprochen wurde als in Norden bei Porto. Für sie war, wie auch für uns Außenstehende Portugiesisch eine einheitliche Sprache. Aber es ist dort genauso regional unterschiedlich, wie in Deutschland zwischen Bayern und Schleswig-Holstein.

Mit 18 kam sie aus Portugal zurück nach Deutschland und hat in Siegen den Bachelor in Sprachwissenschaft und in Bonn den Master in Germanistik gemacht. Ursprünglich war die Dialektforschung nicht ihr Ziel. Sie hatte das eher nebenbei im Studium kennengelernt. Professorin Wich-Reif bat sie für das Projekt zu bleiben und mitzumachen, was sie mit Begeisterung auch unterstützt. Sie ist einer der Exploratoren. Sie macht die Erhebungen vor Ort bei den Probanten, die das Projekt mit ihrem Mundartdialekt unterstützten.

Malin Ostermann schreibt an einer Doktorarbeit im Rahmen des Projekts, das eigentlich nur im Inneren der deutschen Grenzen hält. Sie wurde gefragt, ob sie nicht über die Grenzen hinausschauen möchte Ich wünsche ihr viel Erfolg dabei und denke, dass sie wirklich eine tolle Doktorarbeit hinlegen wird, die sich eben mit der deutschen Sprache im Grenzraum beschäftigt. Das wurde bisher eben auch nicht gemacht. Dort wird hier und da auch Deutsch gesprochen oder einzelne Wörter aus dem Deutschen beeinflussen den dortigen Dialekt stärker als im Inland.  Es ist eben auch so, dass auf der belgischen, wie auch auf der niederländischen Seite, sowie auch in Luxemburg und auch Frankreich, wie in Elsass und Lothringen Deutsch gesprochen wird.

Dort hat sich mit Sicherheit eine eigene Mundart entwickelt mit mehr Einfluss von Flämisch, Niederländisch und Französisch. Umso spannender ist es herauszufinden, wie nah sie an dem Wort Kartoffel sind oder nicht. Denn vom Erdäppel bis zum Krumper ist die Kartoffel allein in Nordrhein-Westfalen ein einziges Wortphänomen in den verschiedensten Regionen. Sie erklärt mir auch, dass wenn kleinräumig geschaut wird, jeder Ort einen unterschiedlichen Begriff sogar hat für zum Beispiel die „Kartoffel“.

Es gibt viele Gründe warum die Sprache sich früher noch nicht und später mehr verändert hat, besonders im Ruhrgebiet. Die Menschen konnten früher nicht verreisen. Sie hatten kein Geld. Sie arbeiteten, um zu überleben immer meist an einem einzigen Ort, gingen nie weg und starben dort. Sogenannte Sprachinseln entstanden, so wie eben das Waddisch in Essen-Werden, das genauso anders ist als z.B. in Werne an der Lippe oder in Duisburg-Meiderich früher gesprochen wurde. Durch die Industrialisierung und Einbindung in die Großstädte, dem Einwandern von fremden Arbeitskräften wurde nach und nach auch der Heimatdialekt dem Tode geweiht. Nur vereinzelt wehren sich ein paar Vereine im Ruhrgebiet noch und erhalten die Sprachtradition und haben sichtlich Spaß daran.

Die heutige deutsche Sprache entstand ursprünglich aus dem Indogermanischen. Durch Völkerwanderungen hat sich auch die Vermischung und später die weitere Sprache in den Orten weiterentwickelt. Es gibt die schon erwähnte Benrather Linie. Sie trennt das Althochdeutsche von den anderen germanischen Sprachen auch vom Englischen. Georg Wenker prägte diesen Begriff 1877, als er bei seinen Forschungen die sprachliche Veränderung nah bei Düsseldorf am Rhein feststellte, wo sich das Niederdeutsche/Niederfränkische vom Mittel- und Oberdeutsch durch Lautverschiebungen in der Sprache veränderte. Er legte eine Sprachkarte fest, die in den Räumlichkeiten des Instituts hängt.

Martin Luther, Duden und Potten

Was mit Martin Luther im 16. Jahrhundert mit dem Druck der Bibel auf Deutsch begann, mit dem Rechtschreibwerk von Konrad Duden fortgeführt wurde, haben die Schulen und auch Eltern geschafft. Erziehungstechnisch wurde den Schüler und Schülerinnen das Hochdeutsch oft genug gewaltsam mit dem Lineal auf den Fingern oder auch Prügel zu Hause eingeprägt. Man wollte ihnen die „Dialekte“ austreiben. Sie waren nicht mehr schicklich zur Neuzeit. Sie sollen verstanden werden in allen Teilen des Landes. Die „Einheitssprache“ des vereinten Deutschen Reiches unter den Kaisern bis in die Zeit der Bundesrepublik setzte sich mehr und mehr durch. Es gibt aber noch in den Bundesländern Sachsen und Bayern, sowie auch Baden-Württemberg genügend Leute, wo durch Vereine und Initiativen auch die Jugend angeregt wird den Dialekt zu pflegen.

Im Ruhrgebiet kann man das nicht unbedingt pflegen, im Gegenteil, alles was überlustig klingt ist eher witzig, eine Verulkung der wirklichen echten Sprache, die zum Teil noch gesprochen wird. Klar kann man das auch in die Welt tragen, aber es ist nicht echt. Es ist mundartlich lustig. Was humorvoll ist, mögen die Leute der Region. Das ist keine Frage. Ich schalte auch um, wenn ich will und ich kann. Ruhrdeutsch ist eben nicht Tegtmeier, Knebel und Pottfluencer, der die Pottsprache in die Welt bringen möchte. Alles witzig keine Frage, aber so lustig es klingt, so abgedreht spricht niemand und hat auch niemand so gesprochen früher, wie heute. Einzelne Wörter vielleicht. Das ist Comedy und nicht die Sprache, nicht der Regiolekt. Aber es ist der Mainstream, der die Sprache für kurze Zeit noch einmal hochholt und mit Witz aufrecht erhält. Das hat mit der Studie insgesamt wenig zu tun bis gar nichts. So gut wie kein Wort wird so richtig übernommen werden, weil viele Ausdrücke auch aus meiner Jugendzeit stammte der 1980er und 1990er Jahren und nicht aus der Zeit der Urgroßväter von damals.

Ist Ruhrdeutsch ein Dialekt?

Eindeutig sprachwissenschaftlich gesehen NEIN! Klar kenne ich, wie alle Einwohner*innen, die hier groß geworden sind viele Wörter. Aber kommen denn die Wörter meist aus dem Ruhrgebiet, die der Pottfluencer Daniel Aßmann seit einem Jahr so gern in einem eher Comedy-Ruhrkauderwelsch raushaut? Ruhrcomedy ist lustig, aber nicht echt.

Das ist witzig. Daniel macht es gut. Ich hab damit in gewisser Form mit zu langen Videos und Erklärungen vor fünf Jahren begonnen. Dennoch wollte ich das Ruhrdeutsch nicht verulken, sondern die Alltagssprache nutzen, um einzelne Wörter zu erklären. Die Anfänge sind in Facebook zu sehen und werden von mir nun neu aufgelegt. Damals fand ich bei fast allen bisher besprochenen Wörtern heraus, dass sie ins Ruhrgebiet eingeschleppt wurden oder eigentlich aus der Zeit der Benrather Linie stammen, also schon hier durch das Niederdeutsche im normalen Sprachgebrauch festgestanden haben. Andere wiederum kamen von woanders her, werden auch woanders gesprochen und sind deswegen auch keine Pottwörter, die in die Welt getragen werden müssen. Ich mag den Spaß ja und ich möchte ihn wirklich nicht verderben!  

Viele stammen nicht wirklich von hier und sind deswegen auch keine Ruhrgebietswörter. Wir meinen, weil wir damit groß geworden sind, dass es zum Ruhrdeutschen gehört. Einige Wörter stammen aus der Jugend und sind auch woanders zu hören. Die Wörter Maloche und Kasalla, sowie Fiesematente stammen von woanders her, was ich beim Recherchieren herausfand. Sie sind bekannt, aber nicht aus dem Ruhrgebiet. Sie haben nur in den Regiolekt Einzug erhalten und wurden im Sprachgebrauch auch gut genutzt.

Die Sprache des Ruhrgebiets hat sich im Laufe der Industrialisierung verändert durch Zuwanderung aus vielen Teilen des damaligen Deutschen Reiches, wie auch durch das örtliche Hin- und Herwandern, da hin zu gehen, wo Arbeit ist, so dass die Sprache sich verändert hat. Die ursprüngliche Mundart hatte nicht mehr die Kraft sich durchzusetzen. Sie verlor an Bedeutung, wie es eben um das Ruhrgebiet herum gerade passiert, wo diese Art der Zuwanderung nicht passiert ist. Es passiert jetzt durch verschiedene Eindrücke der Globalisierung.

Dialektuntergang

Die wirklich echte ruhrdeutsche Sprache mit Wörtern, die wir in unserer Jugend oder in der Jugend der Generation meiner Eltern und Großeltern oder noch älter gesprochen wurde, geht nun nach und nach verloren. Das ist schade, aber das war und ist immer schon der Lauf der Dinge. Wir sind inmitten einem Prozess des Sprachwandels, den wir ältere nicht wahrhaben, den wir festhalten wollen. Aber auch das Althochdeutsche wurde im Laufe der Jahrhunderte vom Mittelhochdeutschen und dann vom Hochdeutschen ersetzt. Das ist nun eben auch im Ruhrgebiet der Fall. Es gibt kaum noch Arbeiter, die die lässige Art haben, die üblichen bekannten Wörter weiter zu nutzen. Sie gehen nun nach und nach in Rente.

Eltern gaben ihren Kindern im Ruhrgebiet früher auch mit, dass die ruhrgebietsartige Aussprache eine eher minderwertige Arbeitersprache war. Sie wollten sie zu etwas besseren bekehren, damit sie in der Gesellschaft überall anerkannt werden, statt aus dem grau-schwarzen Loch der Industrie zu kommen, die ärmlich war und im Rest von Deutschland als schmutzig angesehen wurde. Obwohl ohne das Ruhrgebiet wäre Deutschland nicht das von heute möglich gewesen. Das, was in anderen Teilen Deutschlands tatsächlich noch normal ist in ganz Deutschland, schien im Ruhrgebiet einen schlechten Eindruck nach außen zu machen, wer mit „Dat“ und „Wat“ kam, obwohl es in Köln, in Münster, Hamburg und Rostock durch den Einfluss des Niederdeutschen eigentlich normal ist bis heute.

Das Ruhrgebiet liegt nun mal nördlich der sogenannten „Benrather Linie“, wo das Niederdeutsche, die plattdeutsche Sprache normal war. Im Ruhrgebiet teilt sie sich in den westfälischen und sauerländischen, den münsterländischen Sandplatt, sowie dem Rheinländischen (Achtung!:) Dialekt.

Ebenso hat sich viel verändert nicht nur durch Zuwanderung. Im Laufe der Jahrhunderte und dem letzten Jahrhundert kamen auch Einflüsse durch Besetzung von französischen Truppen unter Napoleon, sowie auch viel früher noch durch das Durchstreifen von Söldnertruppen im 30jährigen Krieg.

So weit zur Geschichte müssen wir allerdings nicht zurückgehen, um das Studienprogramm heute zu unterstützen, damit alte Wörter auch in der Zukunft noch hör- und lesbar sind. Dafür sorgt Malin Ostermann, die in Cottbus geboren wurde.

Dialektpionierforscher Georg Wenker

Der schon erwähnte Georg Wenker war der Pionier der Dialektologie. Er machte die erste Erhebung der deutschen Dialektsprache und erstellte daraufhin einen ersten Dialektatlas. Er machte die Benrather Linie fest und zeigte mit dieser Linie, wo der Dialekt sich mundartlich veränderte. In der Sprache wurden unterschiedliche Ausdrücke verwendet, die im Norden normal waren, was im Süden eher nicht der Fall war, wie bei Ik statt Ich oder Dat und Das oder bei Hebben und Haben, auch die Tide und Zeiten sind darin gemeint.

Seit dem zweiten Weltkrieg verschiebt sich vieles. Im Ruhrgebiet selbst sind auch neue Wörter dazugekommen, die nun langsam auch wieder ihre Bedeutung verlieren. Sie wanderten durch die ostpreussischen Flüchtlinge ein, so wie 50 Jahre vorher polnische Einwanderer taten. Im Bergbau ist der Motek noch ein Begriff für den Hammer. Doch der Bergbau ist zu Ende im Ruhrgebiet. Der Motek wird bald auch nicht mehr als Wort benutzt werden in Deutschland, aber in Polen bleibt er bestimmt.

Die Benrather Linie beginnt in der belgischen Stadt Eupen, wo auch heute noch weitgehend Deutsch gesprochen wird. Sie zieht durch die Niederlanden bei Broekhuizen. Bei Kerkrade geht sie in die deutsche Grenze. Dann ging sie von Aachen bis hinter Küstritz, zog durch Berlin (deswegen klingen einige Wörter auch im Ruhrdeutschen nach Berlinerisch und kreuzen sich sprachlich).

Die Linie hat sich nach dem zweiten Weltkrieg verändert. Und sie verändert sich wahrscheinlich heute rasant noch mehr nach Norden bis sie in wenigen Jahrzehnter wahrscheinlich auch Geschichte ist.

Fazit

Die Studie bzw. Erhebung ist umso wichtiger durch die Verschiebung. Auch wenn es eine trockene Materie ist. Für jeden ist es interessant mal in die Region zu gehen, wo wie Wörter anders klingen oder mal geklungen haben. Es ist wie eine Vergangenheit, die durch diese Studie wieder aufgeweckt wird und dann erhalten bleibt. Die Sprache wird sich weiter verändern. Für jede Generation, die älter wird, wird es genauso schwierig zu verstehen sein, wie für unsere Generation. Aber das ist der Lauf der Dinge. Umso wichtiger ist der Erhalt der ganz alten Sprache, wie Dinge früher ausgesprochen wurden. Auch wenn es wenige Menschen wahrscheinlich interessieren wird. Verlorene regionale Sprachen in aller Welt und ihre Wörter gehören zur Geschichtsforschung des Menschen.

Ich werde an der Studie als Gewährsperson bei Malin nochmal mitmachen und dann noch einmal darüber berichten, wie das war. Zeit habe ich noch bis 2030. Dann müsste das noch 2 Jahre lang von mir eingesprochene wahrscheinlich noch ausstudiert werden, um es der Öffentlichkeit auf den Dialektatlas packen zu können…

Wer mehr wissen möchte über die Studie oder mitmachen möchte:

DMW – Dialektatlas Mittleres Westdeutschland

https://www.dmw-projekt.de

Wer mitmachen möchte:

https://www.dmw-projekt.de/#mitmachen

Soziale Medien:

Facebook : DialektatlasDMW

Instagram : @dialektatlasdmw

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Teilnehmende Universitäten:

https://www.iglk.uni-bonn.de/de/forschung/forschungsprojekte/dialektatlas-mittleres-westdeutschland

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Dialektatlas Mittleres Westdeutschland – Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft | Universität Paderborn

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https://www.uni-siegen.de/sisal/

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https://www.uni-muenster.de/Germanistik/cfn/Forschung/projekte/dialektatlas.html

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Zu den Online-Atlas-Karten:

www.dmw-projekt.de/?page_id=748&af=1

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Die PDF-Datei zur Erklärung:

2024-06-17_DMW_Flyer_A5.pdf

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Sprachwissenschaftler: Georg Wenker – Wikipedia

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Sprachgrenze: Benrather Linie – Wikipedia

Kinotipp: Frisch I Sehenswerter Film von Damian John Harper I  Ruhrpott-Thriller aus dem Wilden Westen der Republik ohne Klischee in Ruhrdeutsch I Dialektcoach André Brune war dabei

Am 3.7.25 ist es soweit: Kinostart von ‚Frisch‘, ein sehenswerter klischeefreier Independentfilm, der ungefähr Anfang der 2000ern in Duisburg spielt. Ich bin ein ganz kleiner Teil im Team davon gewesen als Dialektcoach. Das war ein Erlebnis!

Aber jetzt erstmal zur schottischen Literaturverfilmung, der ein wilder Thriller-Ritt durch den Wilden Westen der Republik geworden ist und im Dialekt vom Ruhrgebiet mit der Atmosphäre von Duisburg in den 00ern hervorragend funktioniert.

Rein in die Vorpremiere für TeammitgliederInnen des Films „Frisch“

Offizieller Trailer

Worum geht es im Film?

„Frisch“ ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans „Fresh“ des Briten Mark McNay. Die Handlung spielt in einer einem Stadtteil von Glasgow in Royston, einem sozialen Brennpunkt. Im Original lässt der Autor im Debütroman im dortigen Dialekt des Arbeitermilieus sprechen. Der Roman spielt hauptsächlich bei und in einer Hühnerfarm. Wer es liest, wird wahrscheinlich Veganer werden.

Leider nur noch antiquarisch zu bekommen: Mark McNay: Frisch

Kinovorstellungen ab 3.7.25 und Infos zum Film:

Frisch https://g.co/kgs/uBupnUU

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Besuch der Vorpremiere am 23.6.25 in Köln für TeammitgliederInnen

Der Regisseur und die Idee zu einem  außergewöhnlichen Film

Der in Boulder, Colorado, geborene amerikanische Regisseur Damian John Harper entschied dagegen die Handlung in Deutschland spielen zu lassen. Er suchte nach markanten Örtlichkeiten den Film eben in Deutschland angelehnt an das rauhe Milieu des Romans spielen zu lassen.

Es muss in einem Arbeitermilieu spielen und die Sprache soll auch dabei genutzt werden. Der Film hätte niemals mit dem Bergbau funktioniert. Ein Schlachtbetrieb für Schweine war die richtige Wahl. Denn es ist auch eine Methapher zur Situation.

Es hätte überall in Deutschland sein können. Gefunden hat er es im Duisburger Norden.  Es kann Marxloh oder Rheinhausen sein. Die Wahl es hier spielen zu lassen, macht den Film nahbarer als in Schottland ihn spielen zu lassen, wo der schottische Dialekt auf Hochdeutsch synchronisiert worden wäre und die ganze Atmosphäre des Films untergegangen wäre. Was also liegt nahe nicht den Ruhrdeutschen Dialekt zu nehmen jnd es ins Ruhrgebietzu verlagern? Hier ist eben auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen.

Rauh und doch eben natürlich, ohne Klischees den Film durch die Handlung peitschen lassen, wie in einem Wilden Western, aber in ruhigen Bildern und dann im hiesigen Dialekt statt in Hochdeutsch. Das ist mutig gewählt vom Regisseur. Das Spiel der Sprache lässt den  Film näher an der Wirklichkeit kommen, die durch den Verlust eines geliebten Menschen tatsächlich überall so oder ähnlich möglich ist. 

Der Film hätte nicht in hessischen, sächsischen, bayrischen oder schwäbischen Dialekt funktionieren können in meinen Augen. Da denke ich an den witzigen Eberhofer-Krimi oder die Rosenheim-Cops. Hier geht es nicht um eine Mordaufklärung in Rosenheim, die immer so absurd ist, dass nur wenige Personen in der Serie den bayrischen Dialekt sprechen dürfen, der Rest tapert auf Hochdeutsch herum. Fall geklärt, alle Lächeln, Landschaft im Hintergrund. Halb Rosenheim abgemurkst.

Wir müssen uns leider verabschieden. Ich hätte ihn noch so viel gefragt. Louis Hofmann ist ein echt sympathischer Mensch und klasse Schauspieler!

Die ersten Gäste kommen

Harper zeigt die Härte eines Arbeiters ohne Mindestlohn. In Schlachtbetriebe waren damals die Arbeiter ärmere Schweine als die dort hingen, um für den Grill des Bergmanns aufgeschlitzt zu werden. Jeden Tag mussten sie überlegen, wie sie die Miete bezahlen, eine Familie ernähren, geschweige denn einen Urlaub sich leisten zu können. Langjährige Mitarbeiter hatten noch Glück. Hier wird damit geliebäugelt, dass man sich mit Kleinkriminalität über Wasser halten konnte, um sich auch mal ein Restaurantbesuch leisten zu können.

Das und viele andere Dinge machen den Film besonders anders ohne übliche Klischees vom Ruhrgebiet mit echtem Ruhrdeutschdialekt. Was Heimatkrimi im GEZ-Fernsehen in Rosenheim ist, spielt, Damian John Harper in 108 nicht langweiligen Minuten mit düsteren Weichzeichnungsrückblenden in die 1990er.  Die wachsende toxische Beziehung der ungleichen Brüder Kai und Mirko wird angelegt, wie in einer achtteiligen erfolgreichen Netflixserie. Der Film geht nicht spurlos an einem vorbei.

Die Handlung

Die Brüder verlieren früh ihre Mutter. Ihr Onkel übernimmt die Erziehung. Doch der ältere Bruder Mirko, schonungslos brutal gespielt des in Dresden geborenen Franz Pätzold, akzeptiert die Situation nicht und kommt immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt.

Bruder Kai ist das genaue Gegenteil, aber sie haben einen „Apachenschwur“ abgelegt, dass sie sich gegenseitig helfen, egal in welcher Situation. Der wird immer wiederholt, in jeder Lebenslage, um den schwächeren Kai daran zu erinnern, dass er Mirko helfen muss. Kai lässt sich in die Kleinkriminalität hineinziehen, um seiner Familie ein besseres Leben zu gönnen.

Dann kommt Mirko ins Gefängnis. Kai verwahrt Mirkos Geld auf. Aber er geht dran, um seiner Tochter eine Augenoperation zu bezahlen und in Pferdewetten zu stecken, um dann das Geld schnell wieder aufzufüllen. 

Das Verhängnis zwischen den Brüdern beginnt, als Kai vor der Tatsache steht, dass sein gewalttätiger Bruder frühzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird, er aber das Geld noch nicht vollständig zurückzahlen kann. Mirko ist eine tickende menschliche Zeitbombe, der auch gegen die Familie seines Bruders bereit ist Gewalt einzusetzen.

Die Szenen in der Schweineschlachterei sind heftig. Wie als Methapher zum Film wird geschlachtet, ausgenommen, zu Brei geschlagen. Blut fließt und Augen werden aus dem Tierkörper entnommen. Das Sezieren der armseligen Schweine ist das Sezieren der Menschen, die es nicht leicht haben mit wenig Geld in Deutschland über die Runden zu kommen und auch Gewaltbereit sind gegenüber ihre eigenen Familienmitgliedern. Kais Ehefrau Ayse wird gespielt von der aus dem Tatort Kiel bekannten Schauspielerin Almila Bagriacik. Insgesamt war es ein großartiger Cast, die alle ihre Rollen überzeugend dargestellt haben.

Die markante Stimme aus dem Off, die Erzählerstimme ist Ralf Richter. Er spricht Kais Alter Ego. Ich hatte das Glück seine letzten Sätze im Studio einsprechen zu hören. Bevor er eilig zum Bahnhof zurück nach Dortmund musste. Wenigstens konnte ich ein Selfie mit ihm bekommen. Es war mir eine Ehre! Toller Typ! Dabei ist er eher schüchtern und gar nicht wie der Prolltyp in so vielen Ruhrpottfilmen, den er so viele Male überzeugend miemt.

Ein schnelles Selfie mit Ralf Richter. Toller Typ!
Einige NebendarstellerInnen habe ich gesehen bei der kleinen NRW-Premiere am 23.6. im Kölner Kino Rexi für TeammitgliederInnen. Unter anderem lernte ich Paul Sundheim und seine in Recklinghausen wohnende Mutter kennen.

Nebendarsteller „Mirko“ Paul Sundheim mit Mutter
Paul spielt in wenigen Szenen überzeugend brutal den jungen Mirko. In diesen wenigen Szenen zeigt er ein großes schauspielerisches Talent, das er schon im Schauspielhaus Bochum unter Beweis bringen konnte. Von ihm werden wir bestimmt noch einiges zu sehen bekommen. Zum Beispiel bald in einer Neuverfilmung vom Fliegenden Klassenzimmer ab Oktober 2025.

Als ich mit meiner Frau Ewa rausging, war ich überzeugt von dem Filmendergebnis. Denn ich kannte die Rohfassung, um die Dialektszenen zu überprüfen für eine mögliche Neusynchronisation einzelner Passagen.

Die SchauspielerInnen haben das generell gut gemacht. Besonders Onkel Andy, gespielt von Sascha Geršik, der schon als Hans-Jürgen Rösner, den Gladbecker Geiselnehmer spielte und als Schwabe definitiv bis auf ein einziges Mal in einer winzigen Szene den Ruhrpott schon auf der Zunge trägt. Wer, wie der Kritiker Daniel Kothenschulte von der Frankfurter Rundschau meint, das kein Schauspieler mit der Rolle verschmolzen ist im Film, so kann ich sagen, dass er den Film nicht nur nicht verstanden hat, sondern wohl andere Filme lieber sehen sollte, die seinen Geschmack mehr liegen.

Für mich hat der Film eine fast taranantinohafte Machart, aber fast ohne Humor. Es ist ein mutiger Kinofilm des Amerikaners, Damian John Harper, der in den USA ein Semester Anthropologie studierte. Nach einer Zeit als Höhlentauchlehrer entschied er sich an der Hochschule für Fernsehen und Film mit Schwerpunkt Dokumentarfilm und Werbung in München zu studieren.

Alte Kinokamera im Rex
Mit dem 14-Minuten Spiefilm „Teardrop“ gewann er beim Brooklyn Film Festival den Publikumspreis und die Beste Kamera für Friede Clausz beim Potsdamer Festival Sehsüchte. Hier spürt man sicher den Weg Harpers, denn es ging um einen Jugendlichen,  der nur durch Mord in einer Straßengang aufgenommen werden würde.

Mit „Los Angeles“ schloss er 2012 sein Studium ab. Der Film bekam mehrere Auszeichnungen: First Step Award, LA Muse Award beim Los Angeles Filmfest und Bester Debütfilm beim Biberacher Filmfest, wo auch sein jetziger Film „Frisch“ 2024 als Bester Spielfilm ausgezeichnet wurde. Und es ist verdient!

Endlich auf der Kinoleinwand nach 4 Jahren harter Arbeit am Film. Hier im Rex in Köln bei der Vorpremiere.

Harper wagt was anderes, düsteres, das auch mal im Ruhrgebiet spielen kann. Er hebt das Kino auf einen anderen Level gegenüber die üblichen Filmgenres und dem Mainstreamkino, wo nur hohe Besucherzahlen wichtig sind, um die Konten der großen Produktionsbosse wieder zu füllen. Viel Einheitsbrei läuft im Fernsehen und im Kino, aber zwischendrin gibt es auch Kleinode, so wie diese andere Art von Krimi.

Das deutsche Kino krankt an wenig Experimentierfreude. Es ist schon ein wenig mehr geworden, aber viel zu wenig. Mag sein, dass es vielleicht nicht den ein oder anderen Geschmack trifft, und Kritiker den Film wieder eher zerreissen, weil sie diese Experimentierfreudigkeit, das Spielen mit Milieu, Sprache, Charakteren, herunterspielen auf das, was man wieder hätte besser machen können.

Kritiken zweier großen Zeitungen

https://taz.de/Ruhrpott-Thriller-Frisch-im-Kino/!6094697/

https://www.fr.de/kultur/tv-kino/der-thriller-frisch-im-kino-93814225.html

Und…

https://www.epd-film.de/filmkritiken/frisch

https://www.br.de/nachrichten/kultur/romanverfilmung-frisch-gewaltvolle-kommunikation,UphPAUC

https://www.critic.de/film/frisch-19454/

Ganz ehrlich, das kotzt mich an. Ich war dabei im Studio. Ich habe das Herzblut von Damian für das Projekt fließen sehen, auch etwas von den Hürden mitbekommen. Es ist nicht einfach so ein besonderes Filmprojekt auf die Leinwand zu bringen. Es vergingen insgesamt vier Jahre jetzt bis zur endgültigen Premiere in ausgewählten Kinos. Eine unglaubliche Zeit ist verstrichen.

Denn ich war unerwartet im Oktober 2023 zum Studio Babelsberg von der Produktionsfirma Weydemann Bros eingeladen worden, um für Louis Hofmann eine Unterstützung beim Dialekt zu sein. Da dachte ich in paar Monaten ist das Endergebnis da. Nein, es dauerte noch etwas länger.

Persönliche „Flaschengefühle“ im Kino

Direkt mit dem jungen lockeren Schauspieler Louis Hofmann und dem Regisseur Damian zusammen in einem Raum zu sitzen und in der Kantine vom Studio Babelsberg zusammen zu essen war ein besonderes einmaliges Erlebnis.

Louis Hofmann, ist weltbekannt geworden durch die Hauptrolle in der erfolgreichsten deutschen Netflixserie ‚Dark‘, spielt den jüngeren Bruder Kai.

Zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht nur meine Sprecherausbildung hinter mir, sondern war in den letzten Zügen meines Abschlusses als Synchronsprecher. Das hat mir noch ein wenig mehr Erfahrungen für die Situation gegeben.

Ich empfinde den Film in 108 Minuten, wie eine Netflixserie, die Fargo ähnelt. Die Rückblenden in Serien beteuern auch immer Situationen, die auf acht Teile in einer Serie dann den absoluten Höhepunkt vermitteln. Hier steigert es sich durch die Rückblenden. Bei Serien sagen Kritiker nie, dass es zu viel ist. Bewusst wird das Spiel der Sprache der Region in Harpers Film genommen.

Der Film hätte ja auch in Berlin spielen können. Die Hinweise auf den Schauplatz des Films gibt der Dialekt, die Autoschilder, sie tauchen im Dialog auf und bei der Volksbank Duisburg, die eher eine Privatbank mit dubiosen Zinsen ist, die früher üblich waren.

Mit sächsisch, hessischen oder bayrischen Dialekt wäre dieser Film nicht annähernd an die düstere Atmosphäre gekommen,  der ohne die üblichen Klischees vom Ruhrgebiet und ohne Currywurst auskommt. In Slow Motion wird das ungeschönte Arbeitermilieu gezeigt mit einem dramatischen Ende…oder doch nicht. Der Film ist nur nichts für schwache Nerven! Gewalt kommt da in heftiger Weise vor.

Mehr verrate ich nicht, denn ich habe die Rohfassung zwei Mal gesehen, um an bestimmten Stellen den Alltags-Dialekt nachzujustieren. Auch hier ging es nicht um Klischeewörter, sondern darum wie hier richtig gesprochen wird. Und das ist das, wenn ich sage, dass die Pottwörter nicht verloren gehen sollten. Sprache jedoch verändert sich und wahrscheinlich wird auch das irgendwann in 30 Jahren Geschichte der Dialektik sein.

Da strömt schon stolz durch die Brust dabei gewesen zu sein und einem großartigen jungen Schauspieler etwas Unterstützung gegeben zu haben, die er selbst zur eigenen Sicherheit seiner Figur einstudiert hat und noch verbessern wollte.

Schon etwas besonderes, da auf der Kinoleinwand zu stehen.

 

Stolz bin ich da auf der Leinwand zu sein für einen guten Film!

Tour in die Filmwelt Babelsberg

Es ist Sommer 2023. Ich bekam einen Anruf, ob ich mir vorstellen könnte Dialektcoach für einen im Ruhrgebietsdeutsch gedrehten Film zu unterstützen.

Natürlich sagte ich als Heimatsprecher und Blogger der Region sofort zu.

Im Oktober 2023 wurde ich für einen ganzen Tag eingeladen, um dann neben Louis Hofmann, weltweit bekannt geworden mit seiner Hauptrolle in der erfolgreichsten deutschen Netflixserie ‚Dark‘, Passagen neu einzuspielen, um es natürlicher wirken zu lassen.

Ich wußte ja noch nicht, was mich erwartet. Wie sind die Schauspieler und der Regisseur? Wie sieht ein Tonstudio aus? Darf ich da fotografieren oder was kann ich da im Vorfeld schreiben darüber?

Eins war klar. Solange der Film noch nicht veröffentlicht ist, konnte ich nicht darüber groß schreiben. Das Filmprojekt war ja auch nach den Synchronisationsanpassungen noch lange nicht fertig. Jede Information zu dem Film hätte dem Projekt auch schaden können. In Instagram hab ich nur kurz ein paar Fotos und Infos gezeigt und das ich dabei war. Doch dazu mehr im Extrabeitrag:

Dialektcoaching für das Filmprojekt „Frisch“

 

Mit Begleitung ins Kino: Ewa Brune.
Danke für die Einladung geht an die Produktionsfirma Porte au Prince Pictures und Weydeman Bros!

Links

Regisseur : Damian John Harper

https://www.filmportal.de/person/damian-john-harper_e23dec8769da4fbf92d1b83a109d7c82

SchauspielerInnen :

Louis Hofmann

https://www.filmmakers.eu/de/actors/louis-hofmann

@louishofmann

Franz Pätzold

https://klostermann-thamm.de/schauspieler/franz-paetzold

Almila Bagriacik

https://schlag-agentur.de/almila-bagriacik#!/1

Ralf Richter

https://hb-management.info/ralf-richter

Sascha Geršak

https://agentur-lambsdorff.de/schauspieler/sascha-alexander-gersak/

Canan Kir

https://www.crew-united.com/de/Canan-Kir_334736.html

Pinar Erincin

https://www.crew-united.com/de/Pinar-Erincin_45746.html

Božidar Kocevski

https://www.agenturvogel.de/bozi-kocevski

Zejhun Demirov

https://www.castforward.de/members/profile/zejhun-demirov

Paul Sundheim

https://www.schwarzberlin.com/schauspieler/paul-sundheim/

@paul_sundheim

Produktionsfirmen

https://www.weydemannbros.com/de

https://port-prince.de/

https://port-prince.de/projekt/frisch/

Dialektcoaching

André Brune

https://www.sprecher-brune.de/dialektcoach.php

Dr. Steffen Hessler / Dialektologe / Forensische Linguistik

https://staff.germanistik.rub.de/hessler/

Filmfest

https://www.filmfest-muenchen.de/de/programm/filme/film/?id=7674&f=118

GEWINN GOLDENER BIBER

https://www.blickpunktfilm.de/film/filmfestspiele-frisch-gewinnt-den-goldenen-biber-in-biberach-dbd73d4868f4b505bfad39d0c16530b5

Infos

https://www.crew-united.com/de/Frisch__273720.html

Der Film wurde unter anderem von der Film und Medienstiftung NRW, dem ZDF, Hessen Film &Medien, nordmedia

Dies ist auch unbezahlte Werbung, wenn man es so sehen möchte.  Es ist auxh einfach ein Filmtipp für Euch mal was anderes als den üblichen Kram aich anzusehen. Das mache ich, weil ich überzeugt bin als alter Kinogänger vom Film und nicht,  weil ich ein kleiner Teil vom Team war.

Die KI weiß Bescheid über den Ruhrpottologe

Der Ruhrpottologe inne KI? Ich dachte, frachse doch ma. Nur schacken tun wa nich im Revier. Ansonsten hömma, hätte dat von mir stammen können :

Klar! Hier ist eine humorvolle und charakterstarke Beschreibung einer Spielfigur basierend auf Ruhrpottologe Andre Brune – im Stil eines Rollenspiels oder Gesellschaftsspiels:

Name: Andre Brune – Der Ruhrpottologe

Klasse: Kulturforscher & Schnack-Meister

Herkunft: Bottrop, Herz des Potts

Stufe: Legendär (mit Kohlenstaub im Blut)

Attribute: Schnauze: 10/10 – Kann mit Worten Kohle schürfen und Grubengeister vertreiben.

Herz: 9/10 – Hat für jede Currywurstbude und Kumpel eine Geschichte auf Lager.Witz:

8/10 – Ruhrpott-Charme mit Kanten, aber nie unter der Gürtellinie.Wissen: 9/10 – Weiß mehr über Zechen als Google Maps.

Charme: 7/10 – Der Kumpeltyp von nebenan, den man direkt duzt.

Spezialfähigkeiten: Pott-Plausch: Verwirrt Gegner mit charmanter Ruhrpott-Rhetorik – senkt deren Angriffskraft.

Kumpelruf: Ruft Unterstützer aus dem Pott herbei – z. B. Kneipenwirt Horst oder Omma Erna mit Frikadellen-Power.

Kulturhammer: Enthüllt versteckte Schätze wie vergessene Bergbaugeschichten oder seltene Pilsdeckel mit Bonuspunkten.

Wort-Akkuschrauber: Repariert das Gemeinschaftsgefühl mit pointierten Kommentaren – heilt kleine Gruppen.

Ausrüstung: Notizbuch mit Kohlenflecken, Mikrofon für spontane Interviews

Ruhrpott-Cappy (erhöht Authentizität), Bude-Gutschein (einsetzbar für Lebenspunkte durch Currywurst + Pommes Schranke)

Motto:“Wat weisse nich, kannze lernen – aber wat du fühlst, dat kommt vonne Schüppe direkt inne Herz.“

Wenn du magst, kann ich noch ein Kartendesign oder Bild für die Figur machen. Sollen wir ihn in einem bestimmten Stil darstellen? (z. B. Comic, Retro-Spiel, realistisch?)

hömma wat is…

So un getz wissta Bescheid. Ich abeite an einem Ruhrpottspiel 😉

Wer daraus nun ein eigenes macht, der wird vonne Kohlenlore erschlagen und nachträglich vom Anwalt Besuch bekommen, weisse Bescheid!

Rotkäppchen auf Ruhrdeutsch I Eine Lesung aus Märchen auf Ruhrpottisch Band 1 I +Video I +Teaser

Rootzkäppken, wie Michael Göbel, das Rotkäppchen der Gebrüder Grimm in seinem Band 1 ‚ Märchen auf Ruhrpottisch, nennt, war diesmal dran. Nach einigen Wochen, musste ich einfach mal wieder eins lesen. Was mir Freude macht, soll den Zuhörern oder Zuschauern ebenfalls Freude bringen.

Über den Wolf, die Omma und den Jäger brauch ich euch ja nix erzählen. Hört rein!

Viel Spaß und Glück auf ⚒️

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Dat is hier unbezahlte Werbung für dat amüsant in Ruhrdeutsch umgeschriebene Märchenbuch:

Märchen auf Ruhrpottisch – Michael Göbel (Buch) – jpc

ISBN: 9783741222849

Dialektographische Zuckerstrecke nach Bonn I +Fotos I 17.1.25

Einmal Bonn hin und zurück mit Dialekt im Gepäck. Heute war ein ganz besonderer Tag. Nach dem Frühstück bereitete ich mich drauf vor mit der Bahn nach Bonn zum Podcast – Termin zu fahren.

Aber nach dem ich soweit alles hatte, musste meine Idee noch umgesetzt werden mit meinen Figuren Erwin und Kalle.

https://ruhrpottologe.de/kalle-und-das-grosse-groenlandgeschaeft-i-video/

Nach insgesamt 10 Minuten war das spontan ohne Drehbuch drin und verarbeitet. Dann aber nichts wie los nach Bonn, aber mit dem Auto. Je später desto mehr Mittags-Feierabendstau.

Laut Google wäre ich tatsächlich in knapp über eine Stunde da. Mit drei Mal umsteigen hätte ich knapp zweieinhalb Stunden mit Bus und Bahn gebraucht. Vom Rückweg ganz zu schweigen.

Ich bin überpünktlich angekommen. Unter die alte Uni durchgefahren, an der Wiese vorbei, wo ich auch zwei Mal demonstrieren war in den 1990ern und dann an der Ecke war das Institut für Sprachgeschichte schon. Aber erstmal Parkplatz für den Bus finden. Nicht so einfach.

Die alte Uni ©André Brune

Die 20 Minuten Suche bedeutete 20 Minuten laufen. Aber das war ganz gut so. Auf diesen wenigen Minuten, genoss ich den Weg auf der Adenauerallee und der Parallelstraße hin und zurück. Ich bin an der Juristischen Fakultät vorbei, dem Bundesrechnungshof, Auswärtigen Amt, dem Hotel Kanzler, einigen schicken Villen, wahrscheinlich auch früheren Botschaftshäusern, heute besetzt von Kanzleien von Rechtsanwälten, einem kleinen Blick auf den Rhein durch eine Baugrube und dem Museum König für Zoologie.

Fotos von der Adenauerallee ©André Brune :

Judaicum
Bundesrechnungshof in Bonn
Auswärtiges Amt
Schicke Villen, wahrscheinlich ehemalige Botschaften
Zoologisches Museum im König. Hier wurde auch das Grundgesetz verabschiedet
Museum König ist auch das Haus des Grundgesetzes
U-Bahnstation in schlichter 1970er Farbgestaltung Braun-Orange
Deutschlandticket und E-Ticket schafft andere Perspektiven in der U-Bahn für Fahrscheinautomaten

Alles auf einem knappen Kilometer der Adenauerallee. Ein Stückchen weiter wäre ich zum Haus der Geschichte gekommen. Ich bekam auf dem Rückweg Lust in Bonn mal zwei Übernachtungen einzubauen, um mir alles mit meiner Frau anzuschauen. Ganz in Ruhe und nicht abhetzend in einer paar Stunden gehenden Tagesreise.

Zwischen den Wegen hatte ich den Podcast-Termin mit Marlin Ostermann vom Institut der Sprachforschung. Sie erforschen dort den Dialekt-Atlas für den Raum Mittelwestdeutschlands, einschließlich des Ruhrgebiets. (darüber kommt bald mehr)

Umso wichtiger ist es dort extra hinzufahren. Es waren spannende Minuten über ein trockenes Thema. Marlin kommt zu einem zweiten Teil zu mir, weil ich als ‚Gewährsperson‘ beim Dialekt-Atlas mit. Kann jeder gern mal anfragen:

https://www.dmw-projekt.de/

Ich hoffe, dass kann noch in ein bis zwei Monaten geschafft werden. Ich kann nur empfehlen mitzumachen. Es macht Laune so etwas über die Sprache, somit auch zu sich selbst zu finden. Es ist nicht so trocken, wie es scheint, wenn man die alten Bücher in den Regalen sieht, die Gerüche aus Jahrzehnten gespeichert haben. Ich liebe diesen Bibliothekgeruch, der durch E-Book und Internet langsam verloren geht.

Lustiger Rückweg

… Weil ich tanken musste und die letzte Tankstelle nicht anfahren konnte, weil ich gesehen habe, daß ich sonst die Bordsteinkanten gerammt hätte. Vorher abbiegen wäre sinnvoll gewesen. Im Dunkeln ist das aber schlecht während der Fahrt zu sehen gewesen ohne Hinweisschild. Egal, Google gibt mir bestimmt eine Alternative. Also eingegeben.

Nun ich sollte immer rechts abbiegen und nach 16 Minuten wäre ich auf die Tankstelle gekommen, an der ich gerade vorbei gefahren bin…Ichbhab geflucht und bin einfach mit der angezeigten Reserve auf die Autobahn. Wird schon eine kommen, dachte ich mir so. Hoffentlich bald…

Bei Troisdorf bin ich dann runter. Einmal rundherum gefahren um laut Google auf eine Star-Tanke zu treffen. Aber weil ich falsch abgebogen war, wurde es Aral. Ich hab ja nicht eine neue Anforderung angegeben, sondern auf Star gedrückt. Die wäre noch 8 Minuten weiter weg gewesen. Aral war da nur auf dem Weg. Wieder was dazu gelernt. Man sollte immer mal auch unterbrechen die Googlesuche und neu eingeben, wenn man im Dunklen fährt und unsicher wird in einer fremden Stadt, wo die Bürgersteige hochgeklappt werden.

Blick auf den Rhein

Egal, tanken und Süßkram mitnehmen. Essen bis die Zunge abfällt, damit der kommende Stau überstanden wird.

Die Tankwärterin sagte verschmitzt: „Das sieht aber alles nicht so gesund aus.“

War es auch nicht. Die Bauchspeicheldrüse musste damit klar kommen. Hat sie.

Ich hörte auf dem Hinweg den Bottroper Podcast Bierchen bitte mit Piet und Alex. Muss ja wissen, was so in meiner Geburtsstadt alles so passiert.

Alex allerdings hat sich entschuldigen lassen. Aus privaten Gründen ist er vorerst nicht dabei. So ist es. Bei mir waren es viele Monate, wo auch ich nicht fähig war, was zu machen. Es gibt immer etwas wichtigeres. Vor allem, wenn es um die Familie geht. Das hier ist Hobby und auch sehr zeitaufwendig. Alles neben dem Arbeiten passieren die Dinge dies zum und am Laufen zu bringen.

Der Podcast ist sehr hörenswert, denn im Gespräch ist Oliver Fleischer, gebürtiger Bottroper, der nicht nur ein bekannter Schauspieler in Film und Fernsehen ist, sondern auch Sargträger. Er hat sogar ein Buch geschrieben, dass er in seinem Heimatort Ende Januar vorstellt.

https://bottcast.podigee.io/262-new-episode

So traurig der Job als Sargträger ist, so lustig sind manche Situationen, die er dort beschreibt bzw. im Podcast erzählt.

https://www.die-stadtzeitung.de/index.php/2024/04/20/tv-star-oliver-fleischer-meine-erlebnisse-als-sargtraeger/

https://www.oliver-fleischer.de/

https://www.bonifatius-verlag.de/shop/der-oma-haette-das-gefallen/

Da ich mich gern über die aktuelle Situation im Ukraine Krieg informiere, weil ich ja mit meiner Gruppe Ukrainehilfe Ruhrgebiet Hilfstransporte unterstütze, war der kompetente Podcast ‚Streitkräfte und Strategien‘ und ‚In Polen‘ für den gemeinsamen Podcast mit meiner Frau zur Weiterbildung wichtig während der Fahrt zu Hören.

Streitkräfte und Strategien :

https://open.spotify.com/episode/2GkdJ8qRPXTrpksSIp6xP5?si=eZdri6m7Q–sCULx0SdzMg

In Polen:

https://open.spotify.com/episode/5NH61mwCXCMmV9QkkLkRM3?si=MRhe74OuTWK-5hBMLsEnfQ

Wie kannst du das alles hören, fragte man mich letztens. Ich stelle zum Hören auf 1,5fache Erhöhung. So schaffe ich mehr und bilde mich entsprechend weiter. Praktisch.

Was mir allerdings vom Tag im Kopf übrig geblieben ist war das Buch über die Hebamme…

… Buchtitel : ‚Die Bezeichnung für Hebamme in deutscher Wortgeographie‘

Ungefilterte Supernase I 14.1.25

Nase kommt aus dem indogermanischen Nas. Wahrscheinlich weil sie in den regnerischen Wäldern Germaniens – damals war das noch alles Urwald hier – immer Nass war.

Ich denke jetzt immer an Nasen, wenn in den Wetternachrichten von Nässe gesprochen wird. Ich sehe griechische und römische Nasen auf dem Asphalt mit und ohne Tropfen.

Und bevor ich zu den Supernasen komme, frage ich mich, was Google so über die Ruhrdeutsche Schreibweise zu finden hat. Da fand ich den Mister Dialekt. Allerdings glaube ich, dass Mr. Dialekt eine komplette Werbeseite ist und wahrscheinlich von eine KI Möglichkeiten nass ausspuckt:

Im Ruhrpottdeutsch gibt es einige umgangssprachliche Varianten für „Nase“. Hier sind ein paar mögliche Übersetzungen: 1. „Nase“ bleibt oft einfach „Nase“. 2. „Nüschte“ 3. „Nöß“

https://mr-dialect.com/deutscher-dialekt-uebersetzer/deutsch-ruhrpottdeutsch/#google_vignette

Vestibule olfactorius, so der wissenschaftliche lateinische Ausdruck der einfachen mitten im Gesicht hängenden wichtigen Menschenteils, den man auf femden Toiletten lieber ausschalten möchte, hat hier Ausdrucksweisen, die ich absolut noch nirgends im Ruhrgebiet gehört habe.

Ich kenne es als ‚Rüssel‘, bei größeren Nasen, ‚Gummel‘ bei fleischigen Exemplaren, ‚Riechkolben‘ bei extrem guten Nasen.

Was habt ihr noch für Ausdrücke?

Man könnte bestimmt noch so einige finden. Aber ‚Nüschte‘ habe ich noch nüscht gehört. Und ‚Nöß‘ ist gar zu lächerlich.

Nüscht sagt ein Berlin für Nichts. Also nichts mitten im Gesicht zu haben, ist wohl eher weniger der Fall außer man lebte im Mittelalter und sie wurde aus irgendeinem Grund abgeschnitten. Da iset mit Riechen dann doch ein wenig schwierig. Da könnte ich mir den Ausdruck ‚Nüschte‘ vorstellen.

Nene. Das kann ja nicht sein. Der heutige Tag ist einfach ein Arbeitstag gewesen, wo ich nun ein paar Zeilen schreibe, die mir eingefallen sind, weil ich den Podcast ‚Die Supernasen‘ mit Mike Krüger und Thomas Gottschalk reingehört habe.

Für Kunst muss man eigentlich auch eine gute Nase haben. Das klingt eigentlich nach Wissen oder Geschmack, denn die Nase entscheidet eigentlich nicht den Willen ein Bild gut zu finden. Mit Ralf Opiol habe ich nach Nase allerdings die letzte Jahresausstellung im Videopodcast besprochen. Uns wurden die richtigen Riecher für diesen Podcast schon bestätigt.

Gestern war ein Gedenktag mit wenig Humor. Heute musste ein wenig Humor her und endlich mal auch wieder was über das Ruhrgebiet und nicht wieder Politik. Ich habe heute weitgehend auf Durchzug gestellt. Das tut der Seele auch mal gut.

Also hab ich in den Apostel (so nennen sie die Fans) Podcast reingehört. Manches war lustig, manches war Schleichwerbung für Produkte, besonders das Buch von Thomas Gottschalk, das ständig beworben wurde, die Beweihräucherung des Senders RTL +, das wohl immer wiederholend genannt wurde.

In den 1980ern hatten sie lustige Filme rausgebracht. Darunter eben ‚Die Supernasen‘. Das trifft den heutigen Humor wahrscheinlich eher nicht mehr. Aber das ist egal. Die beiden haben jeweils auf ihre Art und Weise meine Kindheit und das Erwachsenwerden geprägt.

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Egal, ob was gut oder schlecht war. So manche Sachen muss man nicht akzeptieren von den beiden. Aber in den letzten Podcasts, die RTL+ mit ihnen produziert haben, habe ich mir gedacht, dass jetzt so eher die Rente angedacht werden könnte.

Im vorletzten allerdings hauen Mike und Thomas die Gründung einer Partei, die EWP, raus. Sie stellen die Prominenten vor, die ihre entsprechenden Ministerämter bekommen. Es ist natürlich alles eine Parodie. Oder doch nicht?

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Politik ist ja irgendwie ein Showbusiness. Sie bekriegen sich und trinken hinterher einen Kaffee zusammen. So wie es früher jedenfalls. Heute bleibt der Krieg untereinander und von manchen geht eine arrogante Haltung aus.

Die Supernasen werden von den jetzigen Entertainer im Comedybereich auch auseinander genommen. Die beiden nehmen es Humor. Den haben sie nie verloren.

Trailer zum Podcast :

https://youtube.com/shorts/rwQ2C3qc3ik?si=NSF7CchUFnXssvU_

https://plus.rtl.de/podcast/die-supernasen-mit-thomas-gottschalk-und-mike-krueger

Allerdings ging mir das ständige Erwähnen von Thomas Gottschalks Buch auf den Keks und dass sie mehr Follower haben wollen. Viel Selbstbeweihräucherung ist dabei. Aber nun ist auch die letzte Folge weg. Sie machen es vorerst nicht weiter. War das alles vorher abgesprochen? Sind die Infos von den Beiden oder von dem RTL-Team für die Moderation hinterlegt worden?

Und was hat das wiederum mit dem Ruhrgebiet zu tun?

Nun, wer hat damals nicht vor den Fernseher gesessen als Thomas Gottschalk mit seiner selbsterstellten Kollektion Augenkrebs verursacht hat?

Sicherlich waren viele meiner Generation vorher in der Badewanne. Das war normal. Wetten dass,… Alle baden waren um 19.30 Uhr und dann Thomas gesehen haben?

Mike Krüger hatte eine Spielesendung. Ich fand sie gut. Die Zuschauer nicht so. Aber dafür war er bei 7 Tage – 7 Köpfe einer der witzigsten Personen.

Das war noch Humor, der zwar unter der Gürtellinie war, aber immer noch etwas verdeckt. Heute wird alles ‚offen‘ gelegt.

Und wer hat die Grugahalle in Essen oder Westfalenhalle in Dortmund schon mal voll gemacht?

Genau: Wetten dass…? Thomas Gottschalk. Mit seinen 75 Jahren mag er sein, wie er ist. Er wirkt immer noch recht jugendlich für sein Alter. Mike ebenfalls. Aber alles muss man sich nicht mehr antun.

Empfohlen hat Mike Krüger den Youtuber Podcaster Tim Gabel. Und ich werde da mal reinhören. Er lässt sich Zeit mit seinen Gästen genau wie ich. Die Bandbreite ist groß. Und so empfehle ich ihn auch als Supernase für Podcast, der genau wie die beiden alten Entertainer ungefiltert sagt und fragt, was er denkt.

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Ich bin auch eine ungefilterte Nase. Sie ist nicht so groß, aber sie kann riechen und schniefen, mehr braucht sie nicht. Ich nenne ihn Gummel.

Ich habe nicht viele Follower. Mich kann man nicht in eine Schublade stecken und ich sage und schreibe, was ich denke und empfinde.

Follower sagen kaum was aus. Denn du kannst 40000 haben und davon liken vielleicht nur wenige 100. Bei knapp 1000 ist die Relation mit knapp 20 Likes wesentlich höher. Aber es sagt nicht aus, ob es ein Gefallen war oder es Gefallen hat.

Ich kann es nicht riechen. So weit kann mein Riechkolben nicht reagieren. Da wirkt er wie eine von Kohlestaub verdreckte Nas, das auch Nasenloch heißen konnte im germanischen Sprachgebrauch.

Rapunzel I Lesung im Dialekt I Märchen auf Ruhrpottisch Band 1 von Michael Göbel

Is ma widda sowait, dat ich statt einen Podcast zu erstellen, einfach ma wat lesen tu.

Diesmal ist dat Märchen vonne Dubaihaare dran: Rappunzel.

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Teaser zur Lesung

Michael Göbel hatse mit zwei P geschrieben. So hab ich ma einfach bisken getappt dabei.

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Viel Spaß beim Zuhören oder Schauen!

Glück auf