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Wusstest du, dat dat Stöschen eine Dortmunder Erfindung war neben der Erfindung von Salzbrot, wo die alle Schlange stehen für inne Innenstadt bei sonnem besonderen altgedienten Bäcker?
Tipp: Ein Stöschen steht inne Kneipen nich aufe Getränkekarte, kannse abba immer nachfragen. Krisse dann!
Wusstest du dat Dr. Oetker nich nur Backpulver, sondern fast die Bierstadt aufgekauft hat, also die Brauereien hier?
Wusstest du dat der Konzertsaal dummerweise mitten inne schlimmsten Bereiche der Innenstadt gebaut wurde?
Aber dadurch heute einer der besonderen internationalen Schmelztiegel – Futter- und Trankstellen für eingefleischte Ruhrpottler und Ruhrpottlerinnen auch migrierte und unmigrierte geworden is?
Wenn nich, dann geh ma bei Fritze Brinkhoffs Dortmunder Kultouren im Kinosessel fläzen ohne Nass zu werden oder zu schwitzen. Wer richtig raten kann, kricht auch besondere gemischte Tüten vonne Bude, äh Bühne zugeworfen.
Apropos Bude. Da hatta auch noch wat zu erzählt.
Außerdem erfährse noch wat von Hömma und Samma und wat dat mit Liebe im Ruhrpott zu tun hat…
Ach ja und der Fußball darf nich fehlen: Die Sache mit dem einzigwahren Derby in Deutschland: Schalke 04 und Borussia Dortmund. Die Geschichte kannse dir hier anhören und staunen!
Ein Jahr ist wieder um. Vor einem Jahr waren wir noch mit Mundschutz über den Markt gelaufen. So war heute beim besten Wetter am 25.9.22 noch mehr los auf dem Gelände der Villa Barre am Reiterweg in Wattenscheid-Höntrop
50 Töpferhandwerker*Innen haben ihre Kunst von Küchenutensilien bis zu Dekoartikeln für Haus und Garten nicht nur gezeigt, sondern auch verkauft.
Die größten Schlangen waren jedoch beim Bratwurst- und Waffelstand. Der Töpfergott meinte es an diesem Wochenende wieder gut. Ich hab letztens Thor 4 gesehen. Den haben die da gezeigt. Es gibt ihn also wirklich. Zumindest in der Welt der Superhelden um die Figur Thor herum.
Es ist schon bei dieser herbstlich angehauchten warmen Spätsommerluft herrlich sich die bunten getöpferten Waren anzusehen und auch was zu kaufen.
Wir haben auch was gefunden: ein Butterfass. In dem einen Topf kommt die Butter. In dem anderen Wasser. Wasser verdrängt die Luft. So bleibt die Butter geschmeidig und erhält sich ohne in den Kühlschrank gepackt zu werden.
Ein buntgrüner Vogel sitzt nun an unserem Fenster und passt auf, dass die Fliegen uns nicht mehr ärgern.
Wenn es nächstes Jahr wieder stattfindet und wir Zeit haben, werden wir wiederkommen.
Kleine Anekdote am Rande: Meine Frau sagte, ich solle meine Augen schließen. Es erwartet mich das Paradies. Ich die Augen geschlossen. Und freute mich auf ein weiteres Exemplar vom Markt. Nix da. Drückte sie mir den Apfel in die Hand, den sie die ganze Zeit geschleppt hatte. Und meine Frau heißt Ewa…Polnische Anlehnung an Eva. Die Schlange blieb aber weg. Zum Glück. Die konnte man aber aus Ton hier und da entdecken und kaufen. Entweder als Tassengriff oder um eine Säule herum. Spannend, was dort so entdeckt werden kann.
Glück auf! Oder heißt das in diesem Falle: Ton ab, ach ne, das ist ja in der Filmbranche… Moment, ich habs gleich: Töpfchen ! …
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Weltpremiere eines besonderen Films aus der Independentszene am 23.9.22: Bier, Weib und Halleluja. Ne, der hieß anders: Glanz, Gloria & Gesocks vom Regisseur Gerrit Starczewski. Ich war dabei. Dies ist meine Sicht des B-Movies. GGG (Abkürzung) hat eine besondere Note. GGG erfrischt als Kleinod nach den vielen 08/15-Blockbuster-Hollywood- und Filmförderungsproduktionen und üblichen Streamingserien.
GGG besitzt viel Ironie auf das heutige Kinofutter mit nostalgischem Hintergrund aus den 1980er Jahren. GGG enthält Genreinhalte, die jeden Tag über die deutschen Flimmerkisten das Gehirn waschen. Die Filminhalte hätte mindestens eine fünfteilige Netflixserie werden können, aber dann würde es nicht diese Intensität haben. Der Film lebt von den Laiendarstellern. Dadurch macht es GGG auch zu einem größeren Hit, als es prominente Schauspieler und Schauspielerinnen gemacht hätten oder auch nicht. Ich könnte mir, nur als Bespiel, Til Schweiger und Bully Herbig nicht als VfL Jesus oder Tankwart a.D. vorstellen.
Sicherlich mag der Film für den einen oder anderen 115 Minuten Länge zuviel sein. Das war es auch für mich. Trotzdem kam er irgendwie nicht langweilig rüber, weil er locker vom Hocker auch künstlerisch in Szene gesetzte Saabzerstörung lustig werden ließ. In 115 Minuten sind die vielen Genres eingewoben worden, die in Arte, wie bei State of the Union, vielleicht zu 10 Teilen à 11 Minuten verbaut hätten werden können. Dann lieber komplett in den farbenfrohen Bildern auf der großen Leinwand eintauchen.
Worum gehts? Vieles!
Alles fängt an mit Tankwart a.D.s Idee nach dem Lesen eines Videotextes getragene glänzende Sporthöschen mit VfL Jesus zu verkaufen. Da passiert ein Mord an einer Prostituierten, es gibt Erpressung, Entführung, Schlägereien zwischen Hooligans, Manta und Psycho, Ford und Mods, Rock und Fliesentisch, Hansapils und Dosenbier, Schlagermusik und alles mit viel Humor und Ironie an die herrschende Welt des Films, der Musik und Schauspielkunst.
Eins fällt auf: Industrie im Ruhrgebiet wird auch gezeigt. In zwei Einstellungen werden je alte Fördertürme bzw. ein ganzes Museum gezeigt: Zeche Hannover. Da passieren zwei wichtige Szenen, die lächerlich wirken, aber eben trotzdem gerade deswegen den Film ausmachen.
Kunst statt Kommerz
Das ist Glanz, Gloria und Gesocks. Der Film geht künstlerisch nicht nur mit den klischeehaften Ruhrgebietselementen um. Die Vielfältigkeit des Films taucht in allen Bereichen auf: bunte Mode aus Ballonseide, Parka und Jeanskutte, Liebe und Sex, auch Mord und Gewalt bei Fußball mit Hooligans, Mods und Rocker, Freundschaft und Erpressung, Humor und satirische Seitenhiebe auf den Umgang mit Frauen und Kommerz in der Musikbranche und und und. Die 115 Minuten wollen wirklich viel. Aber beim zweiten oder dritten Mal sehen, fällt wieder bestimmt ein neues Merkmal auf.
Kleiner Spoiler 1
Mir ist die Anlehnung an „Quadrophenia“ aufgefallen. Der 1979 veröffentlichte britischen Film basiert auf das gleichnamige Konzeptalbum der Rockband „The Who“. In dem wird der Untergang der schönen Scheinwelt des bisherigen britischen Lebens dargestellt aus dem sich die Jugendlichen ausbrechen wollen, jeder auf seine Art. So entstehen zwei Gruppen: Die Mods, die Parkas tragen, Vespas fahren und in Leder eingekleidete Rocker, die bei GGG in Jeanskluft daherkommen. Sie wirken in GGG als Hooligans verfeindeter Amateurfußballclubs. Auch Manta Manta, ein weiterer Lieblingsfilm des Regisseurs hat einen Einfluß in der Wahl der Autos und Mode des Films.
Die Darsteller gaben Alles. Solche Laienschauspieler finden sich nur im Ruhrpott. Sie spielen mit dem Fleck an der richtigen Stelle mit Herzblut und konnten auch über sich selbst lachen.
Kleiner Spoiler 2
Auch der Regisseur Gerrit Starczewski hat ein paar Auftritte, die länger als die von Alfred Hitchcock sind. Er spielt die wichtige Nebenrolle eines Musikmanager. Die böse Musikbranche wird ebenfalls aufs Korn genommen. Ein ehemaligen Technostar, der zum deutschen Schlagersänger mutiert, gespielt vom wirklichen DJ Hell, erklärt er, wo es heute als berühmter Schlagerstar lang geht: Altenheime und Supermärkte.
GGG glänzt auch mit Prominenz: Der immer noch gut aussehende Peter Kötzle und der grandiose Schauspieler Lars Eidinger haben Gastauftritte.
Der Film enthält eine überspitzte Ironie mit allen Elementen der Filmkunst. Die gleichzeitige Wirklichkeit von Nostalgiefreude wird von einmaligen Charakteren dargestellt oder watt.
Beginn einer erfrischenden neuen Ära der Filmkunst
Glanz, Gloria & Gesocks kann die Welt des Ruhrpottfilms in eine neue Ära führen. Seine Originalität ist einmalig. Gedreht wurde an 20 verschiedenen Orten in und um Bochum herum in 20 Drehtagen. Unter anderem neben dem schon erwähnten Gelände der Zeche Hannover, auch im Stadtteil Grumme, im Herner Stadion Schloss Strünkede. Sogar die Deutsche Mark bekommt nostalgische Momente beim Reibach machen mit Glanzshorts.
Gerrit Starczewskis Film ist mit Sicherheit nicht der schlechteste Film aller Zeiten, wie er beworben wurde. Da habe ich von Til Schweiger schon bestimmt schlimmeres gesehen, obwohl er auch Gute macht.
In meinem kleinen Film erkläre ich direkt nach dem Ausgang des Films mein Fazit. Darüber hätte ich tatsächlich noch weitere 15 Minuten sprechen können. Weil mir immer was neues zum Film eingefallen ist.
DVD ab Dezember
Ab Dezember erscheint der Film schon als DVD. Ein gutes Weihnachtsgeschenk für Filmliebhaber. Damit unterstützt Jeder auch einen Film, der nicht mit Filmfördertöpfen, sondern mit Sponsoren geschaffen wurde. Die Filmförderung zerflückt gute Filmkunst meiner Meinung und sollte Wagnisse, wie Glanz, Gloria & Gesocks mit eingehen und aus dem in Deutschland grassierenden 08/15-System herausbrechen, genau wie die ewigen Blockbusterzügel aus Hollywood, die nur mit den bekannten Schauspielern ziehen. Frische Gesichter sind sinnvoll im Kino, die noch mehr zeigen könnten, wenn sie dürften.
Es lohnt sich! Natürlich besonders für Diejenigen, die sich für Indipendent Filme interessieren oder auch für den Ruhrpott und seine Menschen an sich.
FAZIT
Voll Geil! Oder Watt…
Trailer: https://youtu.be/PDwwQiHaZr
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Dies ist meine Filmkritik, Zusammenfassung und Beschreibung meiner Meinung, keine Werbung, denn die wäre dann unbezahlt in diesem Falle. Ist es aber nicht. Der Film ist was Besonderes und deswegen ist es hier im Blog.
Bei der Galerie auf die Bilder klicken, dann sind sie in voller Pracht zu sehen – Copyright André Brune:
Den 1. Mittelaltermarkt von Dorsten im Bürgerpark Maria-Lindenhof habe am 27.8.22 besucht, der am Sonntag noch einen ganzen Tag Familien in seinen Bann ziehen wird.
Zuerst hab ich Pommescurrywurst gebraten und fritiert beim Glückauf-Grill, dann schnell auf zum Mittelaltermarkt gefahren. Der Eintritt war frei. Verschiedene Stände boten fertig geschmiedete Haarnadeln, frisch gefertigten Schurwollschal, Holzschwerter, Alkoholische Getränke mit Met, echte Ledergeldbörsen oder Schmuck aus Holz. Die Kinder hatten ihren Spaß beim Bogenschießen, Ball- oder Axtwurf.
Der erste Mittelaltermarkt in Dorsten kann sich sehen lassen mit seinen unterschiedlichen Ständen, die mittelalterliche Handwerkskunst aus Dorsten und aber auch aus verschiedenen Gebieten Deutschlands kamen, um sie feil zu bieten.
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Live trat die Band „Saitentanz“ aus Übach-Palenberg auf. Mittelalterliche Klänge mit Geige und Schlagzeug modern verfeinert hat das Publikum mitgerissen. Eine Feuerschluckerin hinterließ begeisternde Kindergesichter. Tolle Musik!
Tatsächlich wurde Softeis verkauft mit dem Hinweis, dass die Römer Eis schon kannten, aber im Mittelalter vergessen wurde. Die Schlange nach Eis wurde nie klein.
Der 2. Mittelaltermarkt wird noch einen Tacken besser werden. Die Besucher und Aussteller waren vom Andrang nicht nur überrascht, sondern zufrieden.
Schach zum Ausprobieren gegen Profis ist gut für die Gehirnwindungen
Ich war einer von etwa 30 schachbegeisterten Spieler und Spielerinnen. Der Bottroper Schachverein SV Bottrop 21 e.V. hat zu einem Event-Turnier an einem offenen Vereinsabend in der Fußgängerzone auf der Gladbecker Straße am 19.8.22 eingeladen. Doch nicht ich, sondern Horst Sinnwell hat gewonnen (oben im Bild).
Fußgänger und Fußgängerinnen haben bei dem schönen Wetter gebannt mit hochgezogenen Augenbrauen zugeschaut, wie schnell so manche Schachfiguren über die Bretter gezogen wurden. Was viele nicht wissen: es gibt unterschiedliche Schachspielmöglichkeiten, wie „Blitzschach“ oder „Schnellschach“. Eingeladen wurden auch Mitglieder vom Verein Schachfreunde Kirchhellen 50/72 e.V. Am Ende kämpften noch zwei Kirchhellener gegeneinander. Dessen Mitglied Horst Sinnwell hat am Ende alle Teilnehmer geschlagen.
Zum Youtube-Film über das Schachspektakel inklusive Gewinnermatch und einem humorvollen Spiel mit mir:
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Ich versuche Werner zu schlagen – Foto: André BruneSchachspielen ist nicht nur Denksport, auch gemütliches Beisammensein – Foto: Andrè BruneMartin Borg (links) und Horst Sinnwell kämpfen um die Trophäe des Gutscheins – Foto: André BruneWer wird Schachkönig? – Foto: André Brune
Der Sieger Horst Sinnwell würdigte die Gegner und Organisation
„Es waren alle starke würdige Gegner und die Organisation ist toll gewesen“, teilte er mit einem Lächeln mit. Er setzte sich am Ende gegen Martin Borg durch und gewann einen Gutschein für zwei Personen vom Steakhaus Drago.
So ein offener Vereinsabend mit Spaß am Denksport, der sonst in den Vereinsräumlichkeiten auf der Buchenstraße 20 in der Nähe der Liebfrauenkirche in Bottrop-Eigen stattfindet, ist eine willkommene Abwechslung.
Der Verein hat durch die Entfernung zur Innenstadt nicht die Präsenz, die andere Vereine haben innerhalb der Stadt. Jedoch ist die Anbindung mit einer Bushaltestelle vor dem Vereinshaus und Parkplatzmöglichkeiten schon eine gute Alternative. Vor Ort gibt es ein großes Archiv mit verschiedenen Büchern zum Thema Schach.
Konzentration- und Planungstraining um den Alltag zu vergessen
Im Verein sind nur wenige Frauen und Jugendliche. Jugendliche wollen sich heutzugtage nicht so gern binden an einen Verein, so Martin Liebigs Vermutung, der Organisator des offenen Schachspielabends. Dabei ist der Denksport sehr besonders und lässt den Alltag vergessen. Er fördert Konzentration und Planung und macht Spaß auch wenn ein Spiel verloren geht. Das kann man in meinem Video über mich als völliger Laie sehen, wenn ich Werner, ein Mitglied des Vereins schlagen möchte, trotzdem nicht die Figuren annage oder vom Tisch fege. Oft ist es eben Unkonzentriertheit oder einfach das Übersehen einer Figur, die zu einem schnellen Verlieren des Spiels führen.
Die besseren Schachspieler sind aufgerückt – Foto: André Brune
Unglaubliche Geschichten aus der Schachwelt
Durch öffentliche Veranstaltungen kann der Verein mehr Aufmerksamkeit für diesen besonderen Sport entwickeln. Es gibt wahnsinnig interessante Geschichten über holländische Eröffnungen oder die spanische Eröffnung aus dem 15. Jahrhundert. Denn Schach ist eines der ältesten Spiele der Welt.
Aus dem indischen Spiel Chaturanga im 6. Jahrhundert nach Christus entwickelte sich das heutige bekannte Schach. Im 15. Jahrhundert lernten die Westeuropäer es kennen und lieben. Ein erster Schachmeister war der spanische Priester Ruy Lopez. Seine Eröffnungen spielt man auch heute noch. Es gibt auch die sizilianische oder russische Verteidigung. Für Laien komplizierte aber trotzdem spannende Erzählungen, wer sich für Schach interessiert, was diese Bezeichnungen bedeuten.
Magnus Carlsen ungeschlagener Weltmeister seit 2013
In den letzten Jahren ist Schach wieder ein wenig in Mode gekommen durch unterschiedliche medienwirksame Spiele und Filme. Zum Beispiel hat der junge Norweger Magnus Carlsen viele Fans gewonnen. Er gewann schon im Jahr 2000 die erste Meisterschaft der Unter-Elfjährigen und ist seit 2013 ungeschlagener Weltmeister ist. Mit 13 schaffte Magnus Carlsen ein Remis gegen den großen russischen Ex-Weltmeister Gari Kasparow ein Remis.
Computer versus Garri Kasparow
Zwei Mal gewann Garri Kasparow 1989 gegen den von IBM aufgestellten Schachcomputer Deep Thougth. Später schaffte er gegen Deep Fritz und Deep Junior jeweils mehrere Remis. 2004 zog sich Kasparow aus der Schachwelt zurück und hat sich mittlerweile der Opposition in Russland angeschlossen.
Spannende Filme in der Schachwelt
Auch wenn man sich nicht für Schach begeistern sollte. Es gibt spannende Filme aus der Welt des Schachsports. Die spannende Netflixverfilmung des Romans von Walter Tevis „Das Damengambit“ ist eine davon. Inhaltlich spielt der Roman und Film in den 1950er Jahren. Elisabeth Harmon wächst in einem Waisenhaus in Kentucky auf und entdeckt ihr Talent beim Schach. Sie will um jeden Preis die männerdominierende Welt des Schachs erobern und Weltmeisterin werden. Frauen sind tatsächlich bis heute eher weniger in der Schachwelt vertreten. Aber es gibt mittlerweile offene Turniere und auch Frauen-Meisterschaften. Dabei winken hohe Preisgelder. 2 Millionen Euro Preisgelder wurden bei der Schach – Weltmeisterschaft 2021 ausgeschüttet. Magnus Carlsen bekam anteilig 1,2 Mio als Gewinner. Er ist Millionär geworden allein durch das Schachspielen. Also nichts wie ran an die Buletten, da ist also mehr als ein Gutschein vom Steakhaus zu bekommen!
Der widersprüchliche Genius „Bobby“ Fischer
Ein ganz besondere Geschichte ist die vom amerikanischen Schachspieler Robert James „Bobby“ Fischer. Die Schachwelt betitelt sein Spiel gegen den sowjetischen Spieler Boris Spasski im Jahr 1972 als „Match des Jahrhunderts“. Sein Buch „Meine 60 denkwürdigen Partien“ ist bis heute ein Standardwerk der Schachliteratur.
Sein Leben allerdings ist mit vielen Widersprüchen verbunden: Mal Antirussisch, mal Antiamerikanisch, mal fand er Adolf Hitler einen tollen Kerl, dann widersprach er der Aussage. 1999 leugnete er den Holocaust, obwohl seine Mutter aus einer jüdischen Familie stammt. 2005 ging er nach Island um politisches Asyl zu beantragen, weil er nicht mehr in die USA wollte, wo er an Nierenversagen 2008 verstarb. Über vieles kann man sich streiten bei ihm, aber seine Schachpartien waren für die Schachwelt legendär. Wer mehr über seine Persönlichkeit erfahren möchte und seinem Verfolgungswahn durch Geheimdienste, lege ich jedem die tolle Verfilmung aus dem Jahr 2016 „Bauernopfer“ mit Tobey Maguire in der Hauptrolle ans Herz.
Martin Liebig, der umtriebige Doktor der Physik gebürtiger Dorstener und Zugezogener, hat die Darstellung des Schachvereins der Internetseite und in den Social Media Kanälen übernommen. Er möchte mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für den Bottroper Schachverein. Er möchte mehr Neugierde auf diesen besonderen Sport machen, der in seiner Form einzigartig ist und immer noch keine olympische Disziplin. Seine Initiative ist es zu verdanken, dass somit das eigene Vereinsturnier jede Woche Freitag um 18.30 Uhr in der Buchenstraße mehr Präsenz in der Presse bekommen hat. Er möchte durch verschiedene Aktionen in der Stadt neue Mitglieder und Mitgliederinnen gewinnen. Wenn er mich nicht angeschrieben hätte, hätte ich auch nicht gewusst, dass dieses Turnier stattgefunden hätte.
Schach zu spielen begann er im Verein in Dorsten-Hervest. Als er studierte lag die Priorität nicht mehr beim Schach. Nach dem Studium hatte er den Gelsenkirchen – Horster Verein besucht. Aus Horst stammte seine Freundin. Im Gladbecker Verein landete er ebenfalls bis er mit seiner Angetrauten sich in Bottrop niederließ und zum hiesigen Verein stieß. Innovativ denkend möchte er den Verein ein wenig aus dem Dornröschenschlaf der Aufmerksamkeit ziehen, um neue Mitglieder und Mitgliederinnen für den Denksport zu gewinnen.
Im kleinen Gespräch mit mir führt er ein paar Dinge aus, die ihn bewegen und erzählt ein wenig aus seiner Laufbahn.
Martin Liebig beglückwünscht Martin Borg zum 2. Platz des TurniersMartin Liebig (links) beglückwünscht Horst Sinnwell zum Gewinn des offenen Vereinsturniers
Bottroper Schachsportgeschichte
Bottrops erster Schachverein war der Arbeiter-Schachverein, gegründet 1919, der jedoch wieder 1921 aufgelöst wurde. Es wurde der Schachverein Bottrop 1921 gegründet. Der Schachverein von Fuhlenbrock wurde 1953 gegründet und ist 2005 aufgelöst worden. SF Welheim, 1947 gegründet und SK Batenbrock 1950 gegründet, wurde 1967 zum SK Bottrop 47/50 vereinigt worden. Allerdings ebenfalls aufgelöst teilten sich die Restmitglieder auf in die oben genannten noch übriggebliebenen Vereine in Kirchhellen und Bottrop.
Glogowsky-Eröffnung
Meine jedoch eigene erfundene Glogowsky-Eröffnung wurde von meinem würdigen Gegner Werner nicht ernst genommen. Er kannte sie nicht. So dachte ich, dass ich ihn überrumpeln könnte. Es nützte nichts. Ich habe immer wieder verloren. Vier Mal hintereinander. Es ist aber auch nicht einfach gegen einen Profi zu spielen, wenn man selbst 30 Jahre das Pferd im Stall gelassen hat und die Dame in der Boutique. Apropos oft war es das Pferd von Werner, das plötzlich aus dem Gebüsch heraus lauernd auf den Turm oder Läufer stürzte und mir mit einem Hufschlag den Garaus vom Königs machte. Training und Konzentration ist alles, um ein Schachspiel gewinnen zu können. Auch ein Huhn, wie ich, findet mal einen Bauer, um Werners König zu schlagen. Irgendwann…
Schach ist nicht langweilig und kann wirklich Spaß machen
Wir hatten alle auf jeden Fall unseren Spaß an diesem offenen Turnierabend. Und es haben sich weitere Interessenten für den Verein gemeldet vorbeizuschauen. Mal sehen, ob mein Video das halbe Ruhrgebiet für mehr Konzentration und Spaß am Schachspiel organisieren kann für die jeweiligen Vereine. Ich würde es mir nicht nur für den Bottroper Schachverein wünschen.
Schach macht wirklich Spaß – Foto: André Brune
In diesem Sinne Glück auf oder Schach Zug oder was sagt man eigentlich?!
Euer Ruhrpottologe André Brune
Adressen zu den Vereinen in Bottrop:
SV Bottrop 21
Offener Spieleabend
Freitags ab 19 Uhr im Spiellokal des Gemeindehaus der Liebfrauengemeinde
Buchenstraße 20 – 46240 Bottrop
Post & 1. Vorsitzender: Jens Stadtmann, Im Wilmkesfeld 14a, 46236 Bottrop
„Papier ist nicht geduldig“ lautet der Titel einer besonderen Wanderausstellung, die am 19.8. in Bottrop eröffnet wurde. Die Hintergründe sind vielfältig, denn Papier verfällt, wenn es nicht erhalten wird. Die Ausstellung zeigt, dass die Arbeit eines Papierrestaurators wichtig für den Erhalt historischer Dokumente ist.
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Seit dem 19.8. bis zum 15.10.22 kann die Wanderausstellung „Papier ist nicht geduldig“ bewundert werden. Die kostenlose Ausstellung vom Arbeitskreis Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren e.V. über die Erhaltung von Schriftgut und Grafik befindet sich im Kulturzentrum August Everding, Blumenstraße 12-14. Öffnungszeiten: Mo-Fr : 9-20 Uhr – Sa : 9 – 14 Uhr
Die Eröffnung der Ausstellung mit klassischer Blockflötenmusik aus dem 16. Jahrhundert symbolisierte die Entstehungszeit der im Stadtarchiv Bottrop lagernden ältesten Schriften.
Ein Bild einer restaurierten Komposition aus dem 16. Jahrhundert für Blockflöte zur besonderen musikalischen Eröffnung – Foto: André Brune
Oberbürgermeister Bernd Tischler erwähnte in seiner Eröffnungsrede, dass wir alle uns glücklich schätzen können Gemaltes, Gezeichnetes und Geschriebenes aus vielen zurückliegenden Jahrhunderten noch heute nutzen können. Die Arbeit der Restauratoren lässt Geschichte immer noch lebendig bleiben.
Einige Werkzeuge und Materialien zur Restauration – Foto: André Brune
In einer Vitrine liegen technische Werkzeuge und Materialien zur Papier- und Buchrestaurierung aus. Z.B. kann ein Teflonspatel Verklebungen lösen oder der Hautleim besteht aus proteinbasierendem Leim und dient als Klebstoff für Lederarbeiten. In anderen Vitrinen sind restaurierte Bücher zu sehen. Auf Tafeln wird das Aussehen eines Buches vorher und nach der Restauration veranschaulicht und erklärt.
Papier ist nicht geduldig
Papier ist eben nicht geduldig und lässt das alte Sprichwort wie eine alte Pergamentseite zerfallen. Denn Bücher, Schriften und Dokumente sind im Laufe der Zeit unterschiedlichen Negativitäten ausgesetzt. Schimmel durch Feuchtigkeit, Zersetzung durch Sonneneinwirkung oder Veränderung der Struktur durch falsche Lagerung kann jedes Blatt Papier oder altes Ledereinband irreparabel zerstören ohne die Arbeit der Restauratoren und Restauratorinnen. Auf den ausgestellten Tafeln und veranschaulichten Material aus Büchern, Zeitung, Film und Fotos in den Schauvitrinen wird der Restaurationsaufwand bei Büchern, aber auch Filmrollen und Fotos aus alter und neuerer Zeit erklärt. Alte wiederentdeckte Kompositionspapiere aus dem 16. Jahrhundert müssen besonders behandelt werden und sind besonders erhaltenswert. Jede noch so falsch restaurierte Note, kann einen ganz anderen Ton in der Musik machen und die ursprüngliche Komposition verändern.
Bottroper Volkszeitung mit Veranschaulichung der Restauration – Foto: André Brune
Der Verein
Der Verein Arbeitskreis Nordrhein-Westfälischer Papierrestauratoren e.V. ist 2010 gegründet worden. Ein Verein vereinfacht durch Anträge Fördermittel vom Land für die Restauration zu bekommen. Durch die Klimaveränderung und damit einhergehende Erhöhung der Temperatur ist die Lagerung in vielen Archiven gefährdet. Schon ein Grad mehr kann Schriften schleichend zerstören.
Was macht ein Restaurator?
Birgit Geller ist Chef-Restauratorin für Schriftgut im LWL-Archivamt in Münster. Sie leitet mit vier Mitarbeiter*innen die Restaurierungswerkstatt. Dort können private und kommunale Betriebe aus dem Bereich Westfalen-Lippe beschädigte Schriftgüter bearbeitet werden.
Birgit Geller, Chef-Restauratorin des LWL-Archivamts in Münster, erklärt die Arbeit eines Restaurators – Foto: André Brune
Sie führt nach der Rede vom Oberbürgermeister aus, dass Restauratoren nicht einfach so ein Buch wieder fit für die Archive machen können. Es müssen Fachgespräche geführt werden z.B. mit Architekten und Klimatechnikern über die Eignung, das Belüften und Verhalten der Lagerräumlichkeiten. Mit Kunstwissenschaftlern müssen besondere Schriften zeitlich eingeordnet werden, bevor sie entsprechend mit gewissen einzuordnenden Materialien restauriert werden können.
Sollte das riechbare leicht entzündliche Cellulosenitrat bei Filmrollen entdeckt werden, muss abgewogen werden, wie und ob überhaupt restauriert werden kann.
Fachsimpelei von Interessierten vor der Information über Brandschäden in der Amaliabibliothek in Weimar – Foto: André Brune
Ausbildung zum Papierrestaurator
Die Ausbildung zum Papierrestaurator ist keine einfache Handwerksausbildung, sondern kann an der Technischen Hochschule in Köln, Hildesheim oder an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und München mit einem Bachelorstudiengang von 6 Semester erlernt werden. Anschließen kann ein weiterführender Masterstudiengang gemacht werden. Das zeigt schon wie hochwertig und aufwendig der Beruf eines Papierrestaurators ist.
Der Bedarf von Papierrestauratoren ist in Deutschland und auch im Ausland sehr groß. Wer sich für alte Schriften, Bücher und Zeichnungen und für dessen Erhalt interessiert kann sich hier informieren:
Die Studienschwerpunkte des Bachelor sind Gemälde, Skulptur, Moderne Kunst, Objekte aus Holz und Werkstoffe der Moderne, Schriftgut, Grafik, Fotografie und Buchmalerie, Textilien und archäologische Fasern, Wandmalerei und Kulturgut aus Stein.
Städte stellen zur Zeit aus Kostengründen meist keine eigene Restauratoren ein. Die sogenannte Drittmittelvergabe ist günstiger und kann mit Fördermitteln vom jeweiligen Bundesland unterstützt werden.
Ein erster interessanter Einblick in die Arbeit, das hinter dem Erhalt von Schriften aus den Stadtarchiven steckt, zeigt diese Ausstellung bis zum 15.10.22 in der Blumenstraße im August Everding Kulturzentrum.
Ein Beruf für die Zukunft
Jugendliche, die sich noch nicht sicher sind, was ihre berufliche Zukunft ist, können durch die Ausstellung neugierig gemacht werden. Ein Restaurierungsablauf braucht präzise Hände, wichtige Überlegungen der Schäden und Lagerhaltung, die Einschätzung der Entstehung und seinen damaligen verwendeten Stoffen. Ein Papierrestaurator ist ein besonderer Beruf im Stillen, der für den Erhalt der menschlichen Geschichte sehr wichtig ist. Vielleicht finden sich neue Frauen und Männer, die sich dieser zukünftigen Aufgabe stellen wollen durch diese besondere Wanderausstellung. Das wäre auf jeden Fall wünschenswert für den weiteren Erhalt historischer Schriftgüter.
Dabei sein ist Alles bei diesem besonderen Kunstpreis.
David Landgraf – Gewinner des 1. Bottrop Art Award – Foto: David Landgraf
Über 50 Bilder und Skulpturen von Bottroper Künstler und Künstlerinnen, die unterschiedlicher nicht sein konnten, standen innerhalb eines Schneckengangs zur Ausstellung und Voten vom 29.7. bis zum 14. August 2022 bereit. Im besonderen Ausstellungsort, der Kulturkirche Heilig Kreuz in Bottrop auf der Scharnhölzstr. 37 wurde am 13.8. David Landgraf als erster Gewinner des 1. Bottrop.Art.Award gezogen.
Für diesen besonderen Preis habe ich mir die künstlerische Freiheit genommen für jeden Geschmack es aufzubereiten:
Kurze Fassung mit vielen wichtigen Dingen und grober Oberflächlichkeit ca 11 Minuten: https://youtu.be/cir06Eqz1Z8
T-Shirt Fassung – zwei Mal gekürzt auf knappe Socialmediaoberflächenniveau von 6 Minuten, das nicht alles so wiedergibt, was ich erlebt habe: https://youtu.be/pU_5EdAkqNE
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Die siebenköpfige Jury und die Besucher*Innen hatten es zum voten wirklich nicht einfach gehabt auszuwählen. Es gab ein knappes Ergebnis. Doch das Porträt eines jungen Bottroper Paares, die David Landgraf von der Einkaufszone weg ins Atelier hinein, gemalt hat, trifft das Motto der Zukunft Bottrops am Besten.
Im Gespräch mit dem Initiator Ralf Opiol alias Metropiol konnte ich etwas mehr über ihn, seine Kunst und dem Bottrop.Art.Award erfahren. Mit der BottsUG von Konstantin Karras und Nolin Wischermann zusammen hat Ralf Opiol den Kunstpreis initiiert.
Oberbürgermeister Bernd Tischler ist Schirmherr und die Vereinte Volksbank von Bottrop unterstützte als Sponsor. Ein Großteil der eingenommenen Eintrittsgelder gingen an das Caritas Kinderdorf, die es dankend annahmen für Eisessen in der Hitze der Woche.
Mit der Ausstellung und dem Kunstpreis sollten die Bottroper*Innen ihr künstlerisches Talent ausleben können. Jedes einzelne Kunstobjekt, ob Fotografie, Lithographie, Zeichnung, Collage, Skulptur, hatte in Augen der Jury eine kräftige Aussage mal mehr mal weniger zum gewählten Thema „die.zukunft.von.bottrop“.
Von einem Foto der Emscher bevor sie nun renaturiert wird, über ein Bild mit einer Glühbirne mit der Bezeichnung „Idee“ für Bottrop, bis hin zu einem Bild, das die multikulturelle Beschaffenheit der Stadt ausmacht oder Fotos von Kirchhellen mit einem Text zu Kirchhellen und Bottrop. Die Vielseitigkeit der Kunst war sehr gut und machten die Ausstellung zu einem einmaligen POTTpüree von Kunst an einem Ort von vielen verschiedenen Künstlern und Künstlerinnen der Stadt. Und der Interpretationsspielraum war somit auch weit bedacht worden.
Aus Vergangenheit entsteht die Zukunft, so auch der olivgrüne Einkaufswagen mit der Aufschrift DAMALS an der Lenkstange. Ein Einkaufswagen wird irgendwann vielleicht nicht mehr nötig sein, wenn man sich alles liefern läßt. Der Einkaufswagen bleibt somit leer und gehört der Vergangenheit an.
Aus Vergangenheit die Zukunft schmieden ist ein Thema, das im ganzen Ruhrgebiet seit Jahrzehnten passiert. Die Anfänge des Bergbaus haben die Zukunft des Ruhrgebiets geschaffen. Das Schließen des letzten Bergwerks lässt eine neue Zukunft ohne Steinkohle erschaffen. So entsteht das Ruhrgebiet als einzigartiges Kunstobjekt in der Welt für Fortschritt, Vergangenheit und Zukunft mit Optimismus, was die Menschen hier auch ausmacht.
Dieser Kunstpreis ist etwas ganz Besonderes. Nicht nur, dass es das Rote Pferd von Johann Hinger war, der persönlich den Preis überreicht hat. Sondern das Pferd bildet ein Symbol von Vergangenheit des Ursprungs vom mittelalterlichen Pferdemarktes, das heute den Eingang zur Stadt Bottrop ziert, das damals nur ein kleines Bauerndorf war und heute Großstadt mit der Erinnerung an die Pferdemärkte bis heute. Der Preis „Das rote Pferd“ ist auch Kunst, die hier geschaffen wurde für die Region.
Andere Städte haben auch ihre Kunstpreise im Ruhrgebiet. Hier ist ein Neues nun dazu gekommen, was es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Respekt für diese Idee dahinter!
Die Glückwünsche an den Gewinner, David Landgraf, sind raus. Der Künstler konnte leider durch Urlaub nicht anwesend sein, aber das junge Paar nahm den Preis für ihn freudig entgegen. Sie sind nun das Bild der Zukunft von Bottrop.
Wir dürfen auf ein neues Motto für den zweiten Bottrop.Art.Award und die neuen Bilder und Skulpturen gespannt sein.
Wichtig zu wissen ist, dass das Original des Roten Pferdes von Johann Hinger auf der Kirchhellener Straße Ecke Schubertstraße steht. Im Video habe ich in der Hitze des Tages fälschlicherweise auf der Hans-Böckler-Straße angegeben. Darüber berichte ich ein anderes Mal.
Kulturkirche Heilig Kreuz, Scharnhölzstr. 37, Bottrop erbaut von 1955-1957
Ralf Opiol mit dem Roten Pferd, das als Preis verliehen wird
Ich geh dann mal gucken
Das besondere Auge der Kulturkirche
Kunstobjekte im Kirchenschiff der Kulturkirche
Alle Teilnehmer*Innen des Bottrop.Art.Award
Besondere Position einer Skulptur der Ausstellung
Kulturkirche Heilig Kreuz Innenraum
Das Rote Pferd und die Sponsoren der Kulturkirche
Die Preisverleihung aller Beteiligten an David Landgraf
Konstantin Karras, Ralf Opiol, Nolin Wischermann (v.l.)
Kulturkirche Heilig Kreuz von hinten
Kulturkirche Heilig Kreuz von innen mit Ausstellungsraum "Schnecke"
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Am 6.8.22 konnte endlich wieder die Party beim Ruhrgebietsevent „Tag der Trinkhallen“ losgehen. Das dritte Mal wurde leider durch die Pandemie verschoben. 50 Trinkhallen im ganzen Ruhrgebiet, plus einige Andere, haben die Nachbarschaft und Besucher von außerhalb des Ruhrgebiets auf den jeweiligen Events erfreut.
Kunst, Kultur, Poetryslam, Musik, Bratwurst, ein gelber Hopfennektar und eine gemischte Tüte mit Lakritz und Weingummi war zu sehen, zu hören und zu schmecken.
Ich beschloss so viele wie möglich aufzusuchen. Einige in meiner Nähe in Bochum, auf dem Weg in Gelsenkirchen nach Bottrop, wo auf einem Kilometer allein 5 Trinkhallen waren, die ich besuchen konnte. Mit Fotos und Interviews hab ich kleine und größere interessante Videos erstellt. Am Ende konnte ich den Tag mit einer Flasche Dunkles „Bottroper Bier“ den Tag mit Mutters Pasta Schutta abschließen.
Schaut euch die Bilder und Videos an. Es war ein toller Tag und wird bestimmt noch toller nächstes Mal in zwei Jahren!
Folge 1
„Lindener Büdchen“ in Bochum-Linden, Hattinger Straße 747.
Die Jungs waren da voll im Stress für die Vorbereitung für den Comedynachmittag mit Waltraud Ehlert, die Ruhrpottputzfrau, alias Esther Münch https://www.esther-muench.de. Da war keine Zeit für ein Interview.
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„Zum Philosophen“ in Bochum-Ehrenfeld, Hunscheidtstraße 61
Da geht dat schon inne Mittagszeit ab wie Schmitz Katze. Das Philosophieren setzt am Tag der Trinkhallen einfach mal aus. Heute wird gefeiert mit Musik und Gemischte Tüte.
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Die Kunst und Kulturbude mit einer Ausstellung von Sven Neidig.
„Eistüten“ kann noch bis Ende August bewundert werden. Eine tolle Idee für ein leeres dem Verfall drohenden Kiosk ist die Nutzung nun für Kunst und Kultur.
Eistüten | Eine Fotoausstellung von Sven Neidig | 06. – 30. August 2022 |
Die Ausstellung kann von außen rund um die Uhr angesehen werden. |
Öffnungszeiten mit Künstlergespräch und Eis:
06. August, 11 bis 20 Uhr |
13. August, 11 bis 15 Uhr |
17. August, 18 bis 22 Uhr |
21. August, 14 bis 18 Uhr |
26. August, 18 bis 22 Uhr |
30. August, 18 bis 20 Uhr |
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„Conny’s Büdchen“ in Wattenscheid – Leithe, Weststraße 110.
Dat gelbe Nass kühlt schon inne Mittagszeit die trockenen Kehlen. Die Bude ist ja schon im Blog als POTTbude. Heute einfach mal vorbei um zu schauen, wat abgeht bei Conny. Da war doch tatsächlich der Imker . Da konnte ich Wilden Brombeerhoniglikör ergattern und probieren. Lecker!
Der Honig und die Honigliköre sind zu kriegen bei Connys Büdchen und beim Imker direkt:
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Holgers ErzbahnbudeinGelsenkirchen anne Erzbahntrasse
Da ging die Post ab musikalisch. Gesungen wurde Alkohol von Grönemeyer als ich kam, gesungen von Pele Caster. Da wurde auch schon so Einiges gesüppelt. Und fast alle Plätze sind vonne Radfahrer belegt.
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„Kiosk ist Kult“ in Bottrop – Eigen, Gladbecker Straße 330.
Es ist der älteste Kiosk im Ort Bottrop mit 110 Jahren. Deswegen auch mein Beitragsbild würdig gewesen. Auch wenn es jeder verdient gehabt hätte in seinem Rahmen. Aber alle Bilder, die auch in den Videos vorkommen, kommen in die Galerie.
Özlem erzählt bisken von ihrem Kiosk. Kai Magnus Sting hatte leider absagen müssen. Aber eine Bauchtänzerin hat das Publikum heiß gemacht. Die konnte ich leider nicht mehr sehen, da ich schon auf zum nächsten fuhr.
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Eigener Büdchen in Bottrop–Eigen, Steinbrinkstraße 9
Der Kiosk liegt im sogenannten ‚Kalter Eigen‘, wegen einer tatsächlich allgemeinen geringeren Temperatur des eisenhaltigen Bodens als im ‚Warmen Eigen‘, wo der Kiosk ist Kult steht.
Günther, der Vater, der Inhaberin, die gerade nicht zur Verfügung stand, erzählt mir ein wenig.
Bis 2018 betrieb er den Kiosk am Wald im Stadtteil Fuhlenbrock, wo ich auch noch landen werde.
Musik von Held der Arbeit – Eine Band aus dem Ruhrgebiet wurde leider aus gesundheitlichen Gründen abgesagt. Da ich es nicht gewußt habe, habe ich natürlich im Eifer des Gefechts nicht nachgefragt. Werde aber dies hier ändern, sobald ich die Info habe, wer aufgetreten ist. Im Video ist es nicht mehr zu ändern.
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Kiosk Kelm in Bottrop im Stadtteil Fuhlenbrock an der Lindhorststraße 181, eine Straße, die den Stadtteil Fuhlenbrock mit dem Eigen durch den Köllnischen Wald und dem nahen Stadtpark, verbindet.
Jenna, die Besitzerin, hat den Namen von einer Hauptdarstellerin aus der Fernsehserie, Dallas bekommen. Für eine Southfolk Ranch hat das Geld allerdings nicht gereicht.
Umso schöner und näher ist die liebevolle lockere Art mit den Kunden umzugehen, die ne Flasche Bier oder ne Tüte Gemischtes holen. Wasserbomben könnt ihr aber auch bekommen
Musik vor der „Flimmerkiste“ von Thomas Machoczek und Andreas Hilburg: Thomas Machoczek
Thomas Machoczek war u.a. Pressesprecher beim Gasometer Oberhausen, hat den Medienatlas Ruhr ausgedacht, ist Journalist u.a. von Reisereportagen und liebt elektronische Musik. Er improvisierte einen Soundtrack zu einem Film von 1957 über das Ruhrgebiet direkt vor Ort am Kiosk während der Film lief zusammen mit seinem langjährigen musikalischen Begleiter Andreas Hilburg.
Mit Ionnis Zedamanis haben Thomas Machoczek und Andreas Hilburg ein Album der elektronischen Extraklasse kreiert: Passio – Quadrophonische Andacht für elektronische Instrumente.
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„Kiosk am Wald“ in Bottrop-Fuhlenbrock liegt in der Natur des Namensgebers und Schriftstellers Hermann-Löns-Straße 44, Ecke Hans-Böckler-Straße.
Tanju, der ‚Kaiser‘ des Waldkiosks hat den ehemaligen vorübergehenden Hundekiosk im Februar 2022 übernommen. Er wird, wie früher, wieder gut angenommen von der Nachbarschaft.
DHL Pakete nimmt er mit seinem Team auch an.
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K(uh)iosk in Bottrop-Fuhlenbrock, Straße Im Fuhlenbrock 175A.
Mitten im Stadtteil mit dem besonderen Markenzeichen von Kuhflecken ist der Kiosk seit den 1960er Jahren ein Anziehungspunkt seit vielen Jahren.
Da war wat los, denn der seit 2015 agierende Chef de Kiosque Frank Vick hatte kaum Zeit für ein kleines Interview. Hannes Weyland hat die Klampfe auseinander genommen und für gute Mucke auf Sand gesorgt.
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„Bottroper Bier Kiosk“ der Bottroper Bier GmbH auf der Sterkrader Straße 177 in Bottrop-Fuhlenbrock. Hier war Hölle Hölle Hölle
Und der Name Trinkhalle gibt sich hier nicht nur die Ehre, sondern die Fässer.
Am Ende meines Videos hatte ich das Glück den Song von Adolf Tegtmeier „Bottroper Bier“ von den Pils Angels live mit dem Publikum zu singen. Kaum Zeit für ein Interview hatten die Jungs von der Bottroper Bier GmbH der Vaterfirma der Grubenwasser Aktiengesellschaft
Wenigstens konnte ich das vorletzte Sechserpack Dunkles ergattern. Hab mir anschließend am Abend nach dem anstrengenden Budenmarathon auch gleich die dadurch verloren gegangenen B-Vitamine zugeführt. Hat gleichzeitig gut gemundet zu Pasta Schutta bei Mutter.
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Gut Schluck und Prost bis zum nächsten Mal beim „Tach der Trinkhallen“ in zwei Jahren!
Dann such ich mir wieder einige andere aus, die ich besuchen werde. Dann nehme ich mir auch Zeit für eine Gemischte Tüte. Das war irgendwie nicht möglich beim neudeutschen Hopping.
Hat riesig viel Spaß gemacht! Und freue mich schon auf das nächste Mal!
Danke an alle Trinkhallen und ihren Besitzer*Innen, die das mit Elan, Lust und Laune getragen haben
Das Ruhrgebiet ist wirklich einer der besonderen Kulturlandschaften in Deutschland. Das Heimatgefühl wird trotz Verlust des Bergbaus hochgehalten.
Denn jetzt erst recht! Wenn jemand eine tolle Idee hat leere Trinkhallen innovativ neu wiederzubeleben, ob als Brauerei, Kunsthalle oder Klümbkenbude. Einfach bei mir melden. Ich mach Euch da einen Platz in meiner Blogrubrik POTTbude frei für euch.
Einige kommen nochmal extra in die Rubrik POTTbude.
Prost, Gut Schluck und Lasst euch die Gemischte Tüte schmecken
Euer Ruhrpottologe André Brune
Alles unbezahlte Werbung!
Fotos und Filme Copyright André Brune
Lindener Büdchen
Zum Philosophen Kiosk
Kiosk Zum Philosophen
Eis zur Eistütenausstellung
Die Schaubude mit der Ausstellung von Sven Neidig
Die Geschichte der Schaubude
Macht Lust auf mehr Eis
Imker bei Connys Büdchen
Wilder Brombeerhoniglikör von der Höntroper Natur
Heimat ist dort, wo Connys Büdchen ist. Ein tolles Schild!
Conny präsentiert ihr Schild
Antje und Jörgs Büdchen
Holgers Erzbahnbude
Kiosk ist Kult – 110 Jahre alt
Team Kiosk ist Kult
Mit Chefin Özlem vor der Bude
Impressionen vom Eigener Büdchen
Verkaufstheke am Eigener Büdchen
Musik von „Held der Arbeit“ beim Eigener Büdchen
Anne Verkaufstheke Eigener Büdchen
Jenna Kelm von der Trinkhalle Kelm
Tag der Trinkhallen mit Flimmerkiste und Musik
Elektronische Musik kommt aus der Vielzahl der Kabel
Elektronisches Musikequipment
Wat los anne Trinkhalle Kelm
Klümbkes und wat zu trinken
Tag der Tinkhallen „Gib weg“
Die Musiker mit mir
Musiker Thomas MachoczekAndreas Hilbo
Trinkhalle Kelm
Tancu, Kaiser vom Kiosk am Wald mit mir
Interessierte Trinkhallentourerehepaar
Der K(uh)iosk
Musik von Hannes Weyland
Verkaufstheke vom K(uh)iosk
Klümbkes anne Bude
Frank Vieck vom K(uh)iosk
Bottroper Bier Kiosk
Bottroper Bier Wagen
T-Shirt Bottroper Bier
Einer der Anteilseigner vom Bottroper Schlürfmittel
Alte Kasse vom ursprünglichen Kiosk
Einrichtung und Preisliste
Holzkisten für die Bierpullen
Auszeichnung 2021 Platz 1 für Beste Kleinbierbrauerei in NRW von Falstaff
Ausschanktresen am Bottroper Bier Kiosk
Das Emblem vom Bottroper Bier
Auszeichnung GOLD European Beer Star 2021
Reges Treiben am Ausschank
Draußen hilft das Markviertelkiosk aus
Tach auch! Und weiter arbeiten!
Abschluss nach einem anstrengendem Budenmarathon Pasta Schutta mit einem Dunklen Bottroper Bier – Prost
Exklusive Lesung und Besprechung der Bücher "Döppke 1" von Jack Tengo & Norbert Heisterkamp "Wenn ich morgen nicht komme, dann bin ich beim Film"
Buchtipp – Podcast mit Lesung mit meinem Co-Moderator Jack Tengo und seinem neuen Buch und Norbert Heisterkamp*
Vorgestellt werden das erste Buch einer neuen besondere Buchreihe von Erzählungen von Jack Tengo: Döppke 1 – Mein Name ist Döppke: Durch das Jahr. Ein Kleinod zwischen den vielen Neuveröffentlichungen.
Das zweite Buch, das ich vorstelle, woraus ich exklusiv einige Seiten vorlesen darf mit Genehmigung von Verlag und Autor, ist die Autobiographie von Norbert Heisterkamp „Wenn ich morgen nicht komme, dann bin ich beim Film“ vom Lau Verlag. Außerdem wird eine besonderer Song erwähnt von Anton Klopotek.
Jack Tengo liest aus seinem Erzählband. Seine Geschichten drehen sich um Dieter Döppke, der 40 Jahre unschuldig hinter Gittern war. In genau diesen Jahren hat sich das Ruhrgebiet komplett verändert.
Döppke hat den Strukturwandel nicht erlebt. Er hatte keinen Freigang. Als er rauskommt ist der Bergbau Geschichte und die Kneipenkultur auch nicht mehr das, was mal war.
Taucht ein in die kurzweiligen Geschichten von Jack Tengo und seinem Dieter Döppke, den er im Traum begegnet ist. Jack musste sie aufschreiben. Die Geschichten können in jeder Stadt im Ruhrgebiet spielen, auch wenn Jack aus Werne stammt und auch Verwandtschaft hatte, die auf Zeche in Werne waren. Jack liest bei mir exklusiv die ersten Seiten aus seinem diesem ersten Buchtipp – Podcast vom Ruhrpottologe.
Jack Tengo, seines Zeichens Legastheniker und deswegen erst recht Autor und bunter Hund in der ein oder anderen Hörbuch- und Hörspielproduktion und der Ruhrpottologe André Brune beginnen eine neue Form eines Ruhrkultur-Tipps: Die Büchervorstellung aus dem Ruhrgebiet.
Ich lege Jacks Buch nicht ans Herz, weil ich Jack kenne, sondern weil er eine besondere Geschichte geschrieben hat. Es sind keine 100 Seiten. Es liest sich locker weg in einer bildhaften Sprache. Und die gewisse Prise Humor darf natürlich trotz 40 Jahre Schwedische Gardinen nicht fehlen.
Das Buch ist ein Book on Demand. Jack Tengo ist Selbstverleger. So ist ein schlichter Bucheinband und kleiner Preis ein toller Anfang für die Reise in 40 Jahre Ruhrpottgeschichte:
Buchvorstellung: Norbert Heisterkamp „Wenn ich morgen nicht komme, dann bin ich beim Film“
Norbert Heisterkamp ist ein toller Typ. Aufgewachsen im Dorf Kirchhellen bei Bottrop. Als Arbeiter, erst Schlosser, dann Schweißfacharbeiter bei der Ruhrkohle AG mit gutem Geld im Portmannaie und einen gefühlten sicheren Job anne Zeche, teilte ihm sein Vorarbeiter mit, das der neue Filmpark in Bottrop-Feldhausen noch Darsteller suchte. Der Satz des Titels war erst scherzhaft gesagt, bis er an der Ampel nicht geradeaus fuhr, sondern tatsächlich rechts abbog und sein Leben nicht 30 Jahre Schweißerarbeiten und am Ende Frührente, sondern ein Auf und Ab im Filmgeschäft bescherte. Ohne die Unterstützung seiner Frau hätte er so manche Hürden in diesem hart umkämpften Abenteuer Film nicht unbedingt geschafft. Statt nach Hause zu seiner Familie nach der Schicht zu fahren, änderte sich mit der Entscheidung rechtes abzubiegen und zum Bavaria Filmpark zu fahren. Nach dem Ende des Traumlandparks, einem großen Freizeitpark im Ruhrgebiet in Bottrop-Feldhausen, eröffnete der Bavaria Filmpark. Stuntmen, Schauspieler, Handwerker, Bühnenbildner wurden gesucht statt Bergmänner. Die Zechen starben ja schon Anfang Mitte der 1990er.
Meine Empfehlung: Das Buch von Norbert Heisterkamp
Ich durfte ein paar ganz wichtige Seiten aus dem Buch lesen und mache einfach nur neugierig, weil es sich lohnt, doch nochmal nachzudenken, ob Millionär werden durch Tellerwaschen klappt. Manchmal eben doch. Hartnäckig bleiben und Durststrecken im Schauspielerleben gilt es ebenso zu meistern, wie das eigene Familienleben nicht außer Acht zu lassen. Das Jonglieren von Beruf und Privatleben und der Weg vom Schweißen über Stunts zum Zwerg und anderen witzigen Situationen sind einfach lesenswert. Norbert wäre nicht Norbert Heisterkamp mit einem Willen diesen Weg doch einzuschlagen, der ihm seit Kindheit als Floh indirekt durch seinen Onkel ins Ohr gesetzt wurde. Ein guter Western mit den Stunts vom Pferd zu springen, das Schießen und Reiten dabei. Ein Traum eines jeden Jungen, so zu sein, wie die Helden der Western.
Viele humorvolle Anekdoten aus den letzten 30 Jahren vonne Zeche wech ab zum Film und wie er so in Kirchhellen als kleiner großer Junge die Gegend unsicher machte, wie Michel Lönneberga bei Astrid Lindgren, das erzählt er in seiner wunderbaren einzigartigen Autobiographie.
Einige wichtige Seiten durfte ich mit Genehmigung vom Lau Verlag und Autor lesen und sind im Podcast exklusiv zu hören.
Als letztes ist noch ein besonderer Song von Hausmeister Anton Klopotek zu besprechen. Seine Fußballbegeisterung gilt Schalke 04. Natürlich ist „Blau und weiß“ entstanden zu einem Zeitpunkt, wo wirklich keiner daran geglaubt hat, dass der Arbeiterverein den direkten Aufstieg wieder schafft.
Deswegen und weil Schalke genau wie Borussia Dortmund und der VfL Bochum wieder für prickelnde Derbys sorgen werden in dieser rotweißen Eintönigkeit der letzten 10 Jahren Meisterschaft in der 1. Liga. Niemand hat geglaubt, dass Schalke 04 sich wieder erholen kann in so kurzer Zeit. Sang und klanglos als einer der schlechtesten Mannschaften in der Ära der 1. Bundesliga abgestiegen, aber gleich wieder als die Beste wieder aufgebäumt und mit dem ersten Platz gekrönt aufgestiegen. Die Schulden erdrückten den Verein, doch die richtigen Hebel, den richtigen Trainer, die richtigen Spieler an der richtigen Stelle des Arbeitervereins haben es möglich gemacht, dass nun in der Saison 22/23 die besonderen Nachbarspiele wieder stattfinden können wie früher. So ist nicht nur die Widmung des Songs von Hausmeister Anton Klopotek wichtig, sondern auch eine wichtige Information auf dieser Blogseite.
*Alle Bücher und auch die Songvorstellung von Anton Klopoteks Blau und Weiß sind bei mir kostenlose Werbung.
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„Kalle! Kennse schon die tollen Stadtreiseführer mit ganz vielen Tipps von Oberhausen, Essen und Duisburg?“
„Wat? Oberhausen hat ein Reiseführer? Und Duisburg? Da is doch nur die Schimiecke bekannt. Wie heißt dat noch… Ach ja, Ruhrort!“
„Is klar. Abba Oberhausen hat auch einen gekricht! Du glaubs nich, wat et da allet zu sehen gibt!“
„Gasometer, Neue Mitte und …. ach ja hier dat Schloss da umme Ecke.“
„Kaisergarten.“
„Ja. Und Essen? Hat die Stadt nich schon genuch Reiseführer?“
„Abba nich so ein. Glaub ma!“
„Wat is denn da anderet als inne anderen. Und weisse wat. Ich fliech eh nach Malle, wat interessiert mich dat. Nach Corona hier, will ich ma wech, weisse!“
„Mach ja sein. Abba erstens, wirse erstaunt sein, wat et allet an Tipps da drin gibt. Wo nich mal der Essener dran geglaubt hat, dat et ein veganet Dingens gibt, wo die sogar von Köln extra angedackelt kommen.“
„Ach wat. Haben die da nich genuch Veganer rumschleichen?“
„Mach ja sein. Abba dat Essener spricht sich eben rum!“
„Und wat gibbet noch in Duisburg außer Ruhrort?“
„Zweitens wirse Malle bald nich mehr bezahlen können mit deine paar Penunsen aufn Konto. Sei froh, datte dir dann nochn vernünftigen Reiseführer kaufen kanns, damit du ma vor die Haustür komms, Kalle! Dann kannse dir vorstellen, dat du froh bis Duisburg ma besser kennengelernt zu haben. Da gibbet z.B. Tipps von Marxloh, wo du ma richtich türkisch essen gehen kanns, wo du in Bochum lange suchen tus.“
„Schlauberger! Und drittens? Hasse noch wat zu sagen, bevor et wat auffe Maske gibt?“
„Die Maskenpflicht is doch vorbei!“
„Du verstehs abba auch nix, Erwin. Ich geh gleich hoch. Himmelnomma!“
„Ah so meinse dat. Traus dich eh nich. Also Oberhausen is nich klein. Da gibbet Sterkrade, Osterfeld und Schmachtendorf und inne Altstadt von Oberhausen, also die echte Mitte vonne Stadt, da kannse auch wat sehn, wat dich erstaunen kann.“
„Wenne meins, dann kauf ich mir dat Dingen und werd dich ma beim Worte packen, wenn dat nich stimmt!“
„Doch glaub ma. Da is der Ruhrpottologe letztens im Gespräch mitte Autorin und Fotografin gewesen. Hab den Podcast gehört, weisse. Da habbich mir die besorgt. Und tatsächlich. Ich bin schon ganz schön erstaunt, wat et da allet zu sehen gibt. Brauchse nich nach Malle. Hasse hier genuch Strand anne Ruhrriviera. Kenns ja: Anspielung an dat neue Liedken vom Anton Klopotek.“
„Geh mir wech mitte Schlager. Na, da werd ich dich ma am Schlawittchen packen und mir die drei besorgen, damite Ruhe gibs. Wehe dat stimmt nich, Erwin! Du weiß, wat ich dann mit dir mach!“
„Lies ma den Blog und geh in den Podcast. Is echt interessant, Kalle! Du wirs dein Geld auch hier los! Is abba billiger als Malle trotz Inflation.“
„Dat glaub ich dir, so in einem Jahr, hömma.“
So haben Kalle und Erwin unbezahlt Mundpropaganda gemacht und hier reingehört. Und wenn se noch nich gestorben sind, dann klappern die noch jetz alle Tipps ab, die se gelesen haben.
Etwas zum Podcast vom Ruhrpottologe André Brune mit den ReiseführerInnen Fabienne Piepiora und Alexandra Roth:
Bisher sind mit ihren Federn und Fotos Duisburg, Essen und Oberhausen entstanden. Mit knalligen Farben findet sie jeder in den Buchhandlungen. Sie enthalten viele Tipps, die es zu entdecken gilt! Urlaub im Ruhrpott ist eben definitiv möglich. Und wenn es ein Wochenendtrip nach Oberhausen gibt, ist der Reiseführer die beste Wahl von den beiden Autorinnen.
Reiseführer vom Ruhrgebiet gibt es einige gute, wie weniger gute. Fabienne Piepiora und Alexandra Roth sind seit vielen Jahren befreundet. Während Fabienne für die WAZ als Journalistin seit ihrer Jugend beschäftigt ist, ist die Fotografin Alexandra Roth als Freelancerin neben der WAZ auch für NRZ, Ruhr Nachrichten und die Jüdische Allgemeine unterwegs.
2019 kam Fabienne die Idee für Duisburg einen eigenen Reiseführer zu gestalten. Sie kennt Duisburg durch ihre journalistische Arbeiten fast wie ihre eigene Westentasche und fragte ihre Freundin, ob sie mitmachen möchte. Denn für die Städte des Ruhrgebiets gibt es nicht wirklich gute Reiseführer. Die wichtigsten Dinge werden mitgeteilt, aber nicht die Geheimtipps. Da kommen zwei drei Restaurants vor und ein besonderes Lädchen. Warum nicht besser machen und einfach anfangen?
Fabienne sagte sich, dass Duisburg doch eine schöne Stadt ist. Warum also keinen eigenen Reiseführer? Für Reportagen für die WAZ ist sie dort jeden Tag auf der Piste.
Essen sollte natürlich als wichtige ehemalige Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet einen eigenen Reiseführer bekommen. Zu guter Letzt wurde jetzt der Oberhausener Reiseführer, allerdings mit einem Verlagswechsel von Essener KIartext zum Duisburger Mercator Verlag, veröffentlicht.
Es gibt eben nicht nur Gasometer, Zeche Zollverein und Schimanskis Ruhrort. Die Journalistinnen schauen hinter die Kulissen der Städte, testen Restaurants und Cafes, übernachten in einer Ferienwohnung in Schmachtendorf und teilen ihre Informationen den LeserInnen in ihren Büchern mit. Den Menschen der Städte hat es gefreut und sie waren verwundert, was es alles in ihrer Stadt zu sehen gibt. Tatsächlich ist es oft so, dass wer im Süden oder Norden wohnt, nicht weiß, was umgekehrt zu entdecken ist. Die Reiseführer nehmen die eigene Bevölkerung an die Hand. Sie sind nicht nur für Touristen geschrieben worden.
Die OberhausenerInnen haben es besonders hoch honoriert und sind stolz auf einen eigenen Reiseführer, der gut gefüllt ist mit Tipps zu ihrer Stadt. Es gibt nicht nur das Centro, die neue Oberhausener Mitte.
Promis aus den Städten haben auch Stories geliefert, wie Kai Magnus Sting, Herbert Knebel, Nelson Müller oder Markus Krebs, was für sie die Stadt in der sie leben ausmacht.
Es gibt auch Rad- und Wanderwege, die mit einem QR-Code über Komoot aufgerufen werden können, um so die jeweilige Stadt in einer kurzen Zeit näher kennenzulernen.
Mit „Styler Sex und Stadtentwicklung“ hat Fabienne eine besondere Stadtführung durch die besondere Modewelt und den Stadtumbaustellen in Duisburg angeboten.
Alexandra ist die Fotografin, die seit 1997 ihre Fotolinse auf besondere Motive im Ruhrgebiet schielen lässt. Allein 8000 Fotos hat sie für die drei Reiseführer gemacht. Am Ende kamen 90 nur noch unter. Sonst wäre es ein besonderes Bildband statt Reiseführer geworden.
Beide haben sich bei der WAZ kennengelernt und sind seitdem gute Freundinnen.
Der Reiseführer von Oberhausen ist dicker geworden als geplant. Es lohnt sich auch einfach mal durch die Oberhausener Innenstadt zu laufen und in die Seitengassen zu schauen, statt direkt in den Bus zum Centro zu fahren.
Beide achteten besonders auf Tipps, die sie gefunden oder von Freunden bekommen haben, ob es sich vom Mainstream unterscheidet und besonders für die Reiseführer ist.
Die redaktionelle Entscheidung liegt bei ihnen, was sie veröffentlichen. Manche Restaurant- oder Ladeninhaber reagierten überrascht, das sie im Reiseführer erwähnt wurden.
Ich habe mich gefreut mit Ihnen plaudern zu dürfen und lege Euch den Podcast ans Herz, wenn ihr mehr wissen wollt über die Autorinnen und eure Städte oder wenn ihr Lust habt mit dem jeweiligen Reiseführer die drei Städte kennenzulernen.
im alten Pfarrhaus neben der Kirche an der Kempkenstraße in Oberhausen-Schmachtendorf
*Podcast und Buchempfehlung und Café-Empfehlung ist unbezahlte Werbung
Fabienne Piepiura und Alexandra Roth präsentieren stolz ihre ReiseführerDie Reiseführer mit knalligen Farben gehören zum RuhrpottStolze ReiseführerInnenRuhrpottblick aus dem Wunschcafe herausHahn im Korb mit Tochter von Alexandra, die Modell für die Reiseführer istDer „Podcastraum“ im WunschcaféDer „Podcastraum“Gemütlicher RaumDer Thekenraum vom WunschcaféDer Ausschankraum mit Sitzmöglichkeiten im WunschcaféDer Reiseführer ist auch im Wunschcafé zu bekommenEssen, Oberhausen, Duisburg – die drei ReiseführerCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothEinige Fotos aus den drei Reiseführern – von Fotografin Alexandra Roth freundlich zur Verfügung gestellt. Copyright Alexandra Roth
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