Podcast „Ruhrgebiet erklärt“ Städte – Firmen – Arbeitslosenquoten I +Video I Folge 6 #89

‚Ruhrgebiet erklärt‘ (Folge 6) bei Ruhrpottologe unterwegs Folge 89 hantieren wir mit Zahlen, Daten und Fakten der Städte, Firmen und Arbeitslosenquoten. 

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Die aktuellen Arbeitslosenquoten-Daten haben wir entnommen aus

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1127716/umfrage/arbeitslosenquote-metropolregion-ruhr/

Zahlen, Daten und Fakten entnommen aus dem Buch RuhrKompakt von Achim Nöllenheidt und Thomas Kirfel, Klartext Verlag, ISBN 9793837522594

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Wer hätte das gedacht? Das unnützes Wissen-Quiz Ruhrpott Groh Verlag

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Das hier ist nur alles eine kleine Übersicht. In die Details gehen wir in den einzelnen Podcasts hinein.

Glück auf und bis zur nächsten Folge

Ruhrpottologe André Brune &  @JackTengo 

Wer nur den Ruhrgebiet erklärt – Podcast folgen möchte, kann sich hier das Abo holen:

Als Studienpatient in der Kleinhirn-Grundlagenforschung bei Dana Huvermann im Uniklinikum Essen I +Podcast I +Videos I +Fotos

Ein Studienpatient zu sein ist spannend. Damit ist man Teilnehmer bei einer weltweit anerkannten Studie. Eine Studie kann dazu ein Anfang für die mögliche Therapien werden, mit Medikation, in der Psychologie oder bei körperlichen Therapien.

Ich nahm 2022 an einer Studie teil, die sich mit dem Kleinhirn befasst. Ist das Kleinhirn bei Schlaganfällen mitbetroffen? Gesund und betroffene Studienteilnehmer sollten bei der Studie untermauern. Ich war einer der gesunden Studienpatienten. Ich konnte Dana Huvermann damit unterstützen, die mit dieser Studie beweisen wollte, dass unser kaum erforschtes Kleinhirn tatsächlich betroffen sein könnte.

Unser Gehirn ist kaum erforscht. Wir sind an der Schwelle der Zeit das Gehirn genauer untersuchen zu können und mit Studien in Zukunft Therapien für die verschiedensten Erkrankungen von Sucht bis Schlaganfall besser bekämpfen zu können. Dabei ein kleines Rädchen im Getriebe zu sein, ist war mir Ansporn genug bei Dana Huvermanns Studie mitzumachen, in der ein MRT, ein EEG und einige Stunden verschiedene „Gehrinjogging“-Tests mit mir veranstaltet wurden in mehreren Stunden über zwei Tage verteilt.

Diese Erfahrung war etwas ganz besonderes für mich. Ich kann es jedem empfehlen einfach mal mitzumachen. Es hatte Spaß gemacht, aber vor allem habe ich mitwirken können bei etwas zu helfen in der psychologisch-neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung, was in der Zukunft wichtig sein kann. Die Psychologin und Doktorandin in der Arbeitsgruppe Experimentelle Neurologie Dana Huvermann, sowie auch der Facharzt für Neurologie Dr. med. Andreas Gustafsson Thieme bringen mit der Studie erweiternde Erkenntnisse in der Kleinhirnforschung ans Tageslicht, das in den nächsten Jahren auch weiterführende Therapien oder medizinische Ansätze bewirken können.

Zum Podcast:

Bisher wurde das Kleinhirn z.B. bei Schlaganfällen kaum in Betracht gezogen. Die Kleinhirnforschung ist noch nicht weit fortgeschritten. Wir wissen mehr über den Weltraum, als über das menschliche Gehirn. Dana Huvermann setzt ihren Ehrgeiz daran die psycho-neurologische Forschung im Gehirn, besonders im Kleinhirn mehr zu erforschen, als es bisher der Fall war. Dana hatte sich bereit erklärt einen Podcast darüber mit mir zu machen. Denn dieses Feld ist kaum erforscht.

Wie bin ich zu einem Teilnehmer bei Dana Huvermanns Studie geworden?

Ich entdeckte zufällig in der Facebook-Gruppe „Bock auf Bottrop“ den Aufruf zur Teilnahme an einer Studie von Dana Huvermann. Gefragt waren Frauen und Männer zwischen 50 und 70 Jahren. 25 gesunde und 25 z.B. an Schlaganfall erkrankte Patienten wurden gebeten daran teilzunehmen. Zu dem Zeitpunkt wußte ich noch nicht, dass man eine kleine Aufwandsentschädigung dafür bekommt. Es ist ein kleines bisschen Taschengeld, um sich ein großes Menü im Restaurant zu bestellen und die Fahrt zur Uniklinik zu bezahlen. Das kann auch Menschen anreizen, die es nicht so dick in der Tasche haben. Geld war für mich aber nicht so wichtig. Vielmehr hat es mich gereizt bei dieser Studie dabei zu sein und es als Erfahrung fürs Leben mitzunehmen. Darüber wollte ich auch berichten, wenn es soweit ist, was ich hiermit nun tue, wenn es auch schon mehr als zwei Jahre her ist.

Ich erfuhr auch, dass es leider viel zu wenige Interessenten gibt, die gerne mitmachen möchten. Die Angst davor möchte ich den Lesern und PodcastzuhörerInnen nehmen (ein Videopodcast gibt es darüber leider nicht). Ich möchte dazu aufrufen, sich für die Grundlagenforschung zu interessieren und mal bei der ein oder anderen Studie mitzumachen. Sie kann unser Leben in verschiedensten Bereichen positiv beeinflussen.

Ein wichtiges Gerät für die ablaufenden Studien-Programme

Meist sind es junge aufstrebende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, die für ihre Doktorarbeiten eine besondere Idee haben oder Forscher und Forscherinnen, die für eine bestimmte Sache ihre Idee untermauert sehen möchten. Das kann später für die Ausarbeitung von Therapien in der Medizin und Psychologie sehr wichtig sein. Jeder Mensch kann durch Grundlagenforschung profitieren, falls sie entsprechende Krankheiten bekommen würden.

Dana Huvermann hat 2020 mit geldlicher Unterstützung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine Idee zu einer besonderen Grundlagenforschung erarbeitet. In Danas Studie soll bewiesen werden, ob das Kleinhirn nach einem Schlaganfall, wie auch bei der damals aufgekommenen Corona-Pandemie, einen „Beitrag zur Verarbeitung von Vorhersagefehlern leistet“ und damit gestört ist. Wenn ich es richtig verstanden habe, könnten auch Suchtprobleme von einem gestörten Kleinhirn ausgehen. Aus dieser Studie könnten neben anderen Studien eine spätere Therapiemöglichkeit erarbeitet werden. Das dauert aber auch noch Jahre, bis es soweit erforscht genug ist.

Die Universitätsklinik ist riesig

Am ersten Tag hatte ich ein MRT. 45 Minuten lang wurde mein Gehirn in Scheibchen geschnitten und ich bekam vom dortigen Doktor der Diagnostik Andreas Thieme Aufgaben das Gehirn zu nutzen bei Denk- und Lernspielen. Zahlen und Wörter erst lesen, dann behalten und rückwärts aufsagen oder Bilder in die richtige Reihe stellen, sowie auch Wörter aufsagen, die mit einem Buchstaben anfangen. Ich hatte das Wort F. Ihr wisst bestimmt, dass man manchmal, egal wie gesund man ist, trotzdem oft ein Brett vor dem Kopf ist, und nicht sprechen kann, was man möchte. Ob das Kleinhirn einem da auch ein Strich durch die Rechnung macht? Das kann nur der Test beurteilen.

Bei Dana Huvermann habe ich das EEG angelegt bekommen und spezielle Belohnungsaufgaben gemacht, die auch neben der kognitiven, auch die affektive Nutzung des Gehirns fördert. Das heißt neben den Denkprozessen für die Aufgaben, wurde gleichzeitig auch die emotionale Seite des Gehirns mit der Studie erforscht.

Ein Testgerät für Studien

Als ich die Tests gemacht habe, konnte ich mir nicht vorstellen, dass man damit Ergebnisse herausfiltern können. Aber diese Tests sind lange erprobt und bewährt. Wir „Normalsterbliche“ können uns darunter nichts vorstellen. Es kommt einem vor wie das einfaches Spiel Memory oder den üblichen „Gehirnjogging“ – Rätseln. Das daraus das Gehirn in der Arbeit mit entsprechendem Gerätschaften erforscht werden kann, hatte ich nicht geahnt. Es war eine fantastische Erfahrung!

Das EEG-Gerät

Die Tests fanden allesamt unter den damaligen noch herrschenden strengen Pandemiegesetzen mit einer FFP2 – Maske statt. Es war August 2022. Das Erscheinen meines Podcasts wurde immer wieder verzögert, weil sich privat einiges verändert hatte. Mein Vater starb, dann meine Mutter und in der ganzen Zeit gingen dadurch private Regelungen vor. Einige Podcasts lagen erstmal brach, die noch auf die Veröffentlichung warten.

Es ist nicht einfach Hochladen, denn die Tonbearbeitung und Nachbearbeitung, sowie der Text hier dauern seine Zeit. Das wollte ich nur nochmal am Rande erwähnen. Doch tatsächlich ist in der Zwischenzeit bei dem Vornehmen zur Veröffentlichung des Podcasts folgendes passiert:

Dana Huvermann hat erfolgreich die Studie veröffentlichen können! Im Mai 2024, also mehr als vier Jahre nach dem Start der Studie ist sie nun veröffentlicht und hat ihre Gedanken dazu tatsächlich bestätigt! So war es gar nicht mal schlimm, dass ich den Podcast jetzt erst veröffentliche. Denn ich konnte im Nachgang noch erwähnen, dass sie veröffentlicht wurde und kurz darüber berichten. Vielleicht gewinne ich Dana nochmal für einen Podcast, um den Werdegang zur Veröffentlichung erzählen zu lassen, und was sie für eine Freude dabei hatte, als die Ergebnisse da waren. Wenn das nicht mehr klappen sollte, so habe ich das Ergebnis wenigstens hier veröffentlichen können.

Es war schon toll, dass Dana bereit war mit mir einen Podcast darüber zu machen und dann war ich auch noch Teilhaber ihrer Studie, die weltweit einen bestimmten Beweis erbracht hat. Das ist für mich was ganz Besonderes. Jeder oder jede einzelne Person, die daran teilgenommen haben, waren Teil des Ganzen und haben nun Möglichkeiten zur weiteren Erforschung des Kleinhirns und seines Wirkens in unserem Schädel eröffnet. Das ist doch ein schöneres Geschenk des Wissens als jeder Kinkerlitz, den man zu Weihnachten geschenkt bekommt.

Zur Person Dana Huvermann

Witzigerweise ist Dana auch gebürtige Bottroperin. Sie wohnt in Düsseldorf mittlerweile. Sie muss dort das Wort „rummelig“ erklären, wenn die Rheinländer verdutzt gucken. Zum Glück hat sie es zur Heimat ja nicht weit.

Sie hat ihren Bachelor und Master in Psychologie hinter sich. Die Neurowissenschaftliche Psychologie ist noch ein wenig erforschtes Gebiet in ihren Augen. Mit der Studie erarbeitet sie sich ihren Doktortitel. Das verdient meinen höchsten Respekt gegenüber dieser jungen ehrgeizigen Frau. Und es freut mich, dass ich das mit der Teilnahme unterstützten konnte.

 

Grundlagenforschung und Erkrankungen im Gehirn

Die Grundlagenforschung in Universitätskliniken sind oft im Schatten hinter den großen Entdeckungen. Doch sie sind ein Ursprung für jegliche weiterführende und tiefergehende Forschung.

Über das menschliche Gehirn, sowie Kleinhirn, wissen wir immer noch weniger, als wir heute über das Weltall wissen. Wir kennen die Relativitätstheorie, wissen aber nichts genaueres über die Funktionen, wie diese Formel zustande gekommen ist.

Welche Hirnströme verursachen diese Intelligenz? Können sie in der Zukunft beeinflusst werden mit Elektronischen Chips und KI-Steuerung?

Aber viel wichtiger und einfacher ist die Frage bei Dana Huvermann: Es geht um die Gesundheit und die mögliche Auseinandersetzung in Zukunft mit Schlaganfallpatienten oder Menschen, die neurologische Erkrankungen haben.

Die Grundlagenforschung ist der Anfang einer neuen Forschungsebene. Daraus können später auch Möglichkeiten entwickelt werden, um Ärzten und Psychologen wichtige Informationen zur Entwicklung von weiteren Therapien zur Gesundheitsunterstützung zu geben.

In der Psychologie sind Konzepte oft schwierig, sehr schwammig im Gegensatz bei einer bestimmten Erkrankung eines Körperteils, wie eine Muskelzerrung. Wie misst man Ärger? Da kann man nicht einfach eine Elektrode nutzen.

So eine Studie ist nicht ganz so einfach, wie es der Anschein hat, denn nach den Ergebnissen, die gemessen wurden, müssen diese richtig interpretiert, diskutiert und zusammengelegt werden. Es kommen die Fragen, wie der bisherige Forschungsstand ist und was selbst herausgefunden wurde.

Wenn alles soweit passt wird die Studie im Journal, einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift, eventuell erscheinen. Ein Redakteur entscheidet, ob es hineinpasst. Das Erscheinen im Journal ist dann eine „Adelung“. Wenn die Studie nicht erscheint, dann muss man die Studie noch einmal aus einem anderen Blickwinkel draufschauen. Es werden Meta-Analysen durchgeführt, Studien gleicher Art geprüft nach Unterschieden geprüft Wie heißt es so schön: Vor lauter Wald sieht man den Baum nicht.

Da sieht man aus einer Sicht von mir, der mit Studien nichts zu tun hat, schon die Welt mit anderen Augen. Es ist nicht so einfach eine vernünftige Studie zu entwickeln. Dabei ist es wichtig sich Zeit zu lassen und alles abzuwägen damit alles stimmig ist und passt. Unterschiede werden gesucht. Experten aus anderen Gebieten schauen drauf, die es entweder annehmen oder nicht. Ein „Reviewer“ überprüft eventuell noch einmal, schlägt bestimmte Interpretationen oder eine andere, vielleicht bessere Kennzeichnung vor, bevor es veröffentlicht werden kann.

Die Finanzierung

Solche Studien sind nicht billig. Wer das MRT und das EEG dafür nutzen, sowie die teilnehmenden Patienten ein kleines Entgelt geben muss, der braucht Geld.

Ein Förderantrag kann, wie Dana Huvermann es gemacht hat, ein Konzept vorgestellt werden bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie wägt ab, ob es sinnvoll ist zu fördern und gibt die Gelder entsprechend frei. Im Fall dieser Studie kam die Corona-Pandemie dazu. So sprang zusätzlich noch die Bernd-Fink-Stiftung ein, damit diese Studie ihren erfolgreichen Weg nehmen konnte

Das MRT (Magnetresonanztomographie)

Bei Dr. med. Andreas Gustafsson Thieme habe ich einen MRT meines Gehirns bekommen. Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Facharztprüfung von meiner Seite!

Er hat auch im Rahmen der Studie mitgewirkt. Aus dieser Studie mit den Tests konnte so mehr über die Rolle des Kleinhirns bei Angststörungen oder Autismus herausgefunden werden. So können klinische Scores für degenerative Kleinhirnerkrankungen (sogenannte Ataxien) entwickelt werden. Das ist wiederum wichtig, um die Wirksamkeit von Medikamenten besser erfassen zu können.

Im Video wird mein Gehirn erklärt:

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Momentan kommen viele genetische Therapien auf, die bisher unheilbare neurologische Krankheiten künftig gut behandelbar machen. „Es ist toll diese Entwicklung hautnah mitzuerleben“, so Dr. Thieme. Auch hier freue ich mich ein kleiner Teil davon gewesen zu sein!

Eine Therapie braucht immer eine Grundlagenforschung. Grundlagenforschung ist die Basis für eine Therapie.

Ein Vorteil hat die Grundlagenforschung mit dem MRT auf jeden Fall gehabt. Hätte ich in dieser Studie ein eventuelles Aneurysma, dann wäre sofort ein Arzt zur weiteren Maßnahme dazu gekommen, um weitere Maßnahmen einleiten zu können.

Ein MRT liegt bei einem Preis von ca. 1 Mio €. Eine Liegephase kostet im Schnitt für einen Patienten bzw. der Krankenkasse 500 bis 600 €. Normalerweise liegen die Patienten nicht mehr als 20 Minuten drin. Ich wurde 45 Minuten lang scheibchenweise durchleuchtet. Mit Ohrenstöpsel, einem bequemen Nackenpolster ging es. Ich bin fast eingeschlafen in der Röhre.

Mein Gehirn in Scheiben geschnitten vom MRT

 

Ich empfand die Klopfgeräusche eher beruhigend statt aufwühlend und bedrohlich. Wer allerdings zu Klaustrophobie neigt, sollte das MRT meiden oder zumindest vorher beruhigt werden, wenn es wichtig ist als Patient dort hineingelegt zu werden.

Es ist also nicht nur ein wenig Taschengeld, was einen Anreiz für Probanten sein kann, sondern vor allem die ärztliche Aufsicht. Beim MRT kann so einiges entdeckt werden, was vielleicht da schon lange unbeachtet geschlummert hat.

2020 war der Startschuß für die Studie. Die Fördergelder der Deutschen Forschungsgesellschaft waren bewilligt. Aber keiner rechnete zu dem Zeitpunkt mit einer noch längeren Zeit der Studie durch die Corona-Pandemie. Es hatte zwar den Vorteil, dass Dana Huvermann mehr vorbereiten konnte, aber verzögerte auch die Fertigstellung der Studie über das Kleinhirn.

Das Kleinhirn

Das Kleinhirn stellt die Wissenschaft immer noch große Fragen. Die neurologische Abteilung der Universitätsklinik Essen forscht sehr stark danach. Das Kleinhirn stellt die Wissenschaft immer noch große Fragen. Die neurologische Abteilung der Universitätsklinik Essen forscht sehr stark danach. Bis vor 30 Jahren hat man gedacht, dass ein Kleinhirn nur für die Feinmotorik des menschlichen Körpers zuständig ist. Heute weiß die Wissenschaft, dass es mehr als nur das macht.

Es gibt mittlerweile einen weltweit anerkannten wissenschaftlichen Konsens. Es geht zum Beispiel auch bei Suchterkrankungen, wie Essstörungen, Spiel-, sowie Alkoholsucht. Was macht die Belohnungsverarbeitung im Gehirn aus uns?

Wie arbeitet das Kleinhirn mit den anderen Hirnbereichen zusammen? Und was ist, wenn das Kleinhirn kann das Kleinhirn einen Schlaganfall erleiden und wenn, was passiert danach?

Kann das Kleinhirn andere Hirnareale treffen bei Schlaganfällen? Kleinhirnschlaganfälle finden sich bisher leider nicht so schnell. Sie sind meist im Hirnstamm. Es gab während der Studie eine Teilnehmerin, die vorher nie erfahren hatte, dass sie einen heftigen Schlaganfall erlitten hatte. Das konnte die Tests jedoch beweisen.

Wie ist die Belohnungsphase bei Depressionen? Was ist mit den Dopaminneuronen?

Eine Hypothese ist, dass durch ein Abbild der Dopaminneuronen auch eine Möglichkeit gefunden werden kann, diese zu kompensieren.

Das leitende Gel ist auf der Kopfhaut überall verteilt

Wie wirkt das Kleinhirn bei Autismus?

Da kommen viele Fragen auf, die bis heute noch nicht endgültig geklärt sind und auch Möglichkeiten zu medizinischen Unterstützung sind noch offen.

Wie funktioniert ein EEG (Elektroenzephalogramm)?

Bis zu 32 Punkte können auf der Kopfhaut mit einem leitenden Gel aufgeklebt werden. Die darin enthaltenen Elektrolyte leiten kleine elektrische Ströme vom Gehirn in das Computerprogramm, wo die Ströme gemessen werden können. Ein Elektroenzophalogrammgerät kostet etwa 10000 €. Bestimmte Frequenzbereiche der Gehirnströme werden geprüft.

Das EEG ist fast angeschlossen

Die Linien, die auf dem Monitor zu sehen sind, können den Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen viel über den Menschen, die Krankheit, die Psychologie erzählen, die einen belastet oder auch nicht. Ein Blinzeln ist sogar in den Linien zu erkennen.

Im Video wird es erklärt:

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Ein Gehirn kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachgebaut werden. Tatsächlich wurde schon das Gehirn einer Fliege nachgebaut. Aber ein menschliches Gehirn besteht aus 2 Mio Neuronen. Mal eben nachbauen geht zum jetzigen Zeitpunkt nicht.

TAG 1 & 2

Tag 1 hatte ich 6 Stunden im Universitätsklinikum verbracht mit verschiedenen Test nach dem MRT, die das Gehirn letztendlich durch Zeichnen, Zuordnen von Bildern, Behalten im Kurzzeitgedächtnis von Zahlen und Wörtern und diese dann rückwärts aufsagen. Das klingt nach banalen einfachen Tests. Die allerdings haben mehr in sich, als es scheint auf dem ersten Blick, denn das Gehirn wird jeden Tag überflutet von Informationen, die es verarbeiten muss. Wird es krank durch äußere, wie auch durch innere Einflüsse, wie einem Schlaganfall, ist diese Bearbeitung der Tests nicht mehr so einfach. Ehrlich, so einfach waren die Tests in meinen Augen nicht wirklich. Sie machten aber Spaß. Es war, wie Gehirnjogging. Ich frage mich, wer überhaupt auf dieses Wort gekommen ist. Ein Gehirn kann nicht joggen an der frischen Luft!

Tag 2 beinhaltete noch weitere 3 Stunden in denen ich symbolische Schriftzeichen erkennen sollte und dabei eine Belohnung beim Erkennen oder die Aberkennung der Belohnung bei Falschaussage bekommen. Das EEG erfasst die Daten und wirft zusätzlich die emotionale neben der Denkprozesse aus. Das EEG kann als Lernprozess angesehen werden. Auch Ärger bei einer falsch gedrückten Taste, kann es filtern.

So flossen die Diagnostischen Tests von Dr. Andreas Thieme und psychologischen Aspekte aus Denkprozessen und emotionalen Aspekten in die Studie hinein.

Im wissenschaftlichen Englisch heißt es:

Celibrala Kognitiv Affectiv Syndrom = Zelluläres kognitives affektives Syndrom

In Amerika wurden diese Tests von 20 Minuten entwickelt, um herauszufinden, ob eine Erkrankung des Kleinhirn vorliegt.

Während der Studie hatte Dana Huvermann zwei Freiwillige, wo durch die Tests herausgefunden wurde, dass nicht alles in Ordnung war. Das wurde den Personen auch mitgeteilt und ein beratender Arzt wurde eingeschaltet.

Veröffentlichung der Studie im Mai 2024

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH DANA HUVERMANN für die Veröffentlichung der Studie! Sie sagt aus, dass unser Kleinhirn tatsächlich mehr kann und Vorhersagefehler kodiert oder nicht kodieren kann, je nachdem, ob gesund oder erkrankt.

Folgender Text habe ich aus LinkedIn herauskopiert von der Neurologie.Essen , wo sie für ihr anprechendes Poster zur Studie zum besseren Verständnis gewürdigt wurde:

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH Wir gratulieren Dana Huvermann, Doktorandin in der Arbeitsgruppe Experimentelle Neurologie von Prof. Dr. Dagmar Timmann-Braun, zum Posterpreis auf dem dies jährigen „Psychologie und Gehirn“-Kongress in Hamburg.  

Im Poster stellt Frau Huvermann die Studiendaten vor, welche sie im Rahmen Ihrer Doktorarbeit erhoben hatte. Die Studie wird von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) und Bernd Fink-Stiftung unterstützt.  

„Wir ließen Patienten, die in der Vergangenheit einen Schlaganfall im Kleinhirn erlitten, eine Verstärkerlern-Aufgabe durchführen. Währenddessen leiteten wir die Hirnströme mittels Elektroenzephalographie (EEG) ab, um die Verarbeitung von Vorhersagefehlern des Vorder- und Mittelhirns zu erfassen. Wenn das Kleinhirn einen Beitrag zur Verarbeitung von Vorhersagefehlern leistet, müsste diese Verarbeitung bei den Patienten also gestört sein“, beschreibt Frau Huvermann den Versuchsablauf.

In der Tat zeigten die Patienten mit Schlaganfall im Kleinhirn keine Kodierung von Vorhersagefehlern, während wir dies bei den gesunden Kontrollpersonen fanden. Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Kleinhirn bei der Verarbeitung von Vorhersagefehlern eine Rolle spielt, und erweitern damit Befunde vorheriger Studien.  

Der Ergebnisse wurden bereits als Preprint veröffentlicht: https://lnkd.in/esS8RkpY  

Frau Huvermann ist seit September 2020 in der Abteilung von Prof. Timmann als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. Ihre Doktorarbeit läuft parallel zwischen der Universität Düsseldorf und dem Uniklinikum Essen und wird gemeinsam von Prof. Jutta Peterburs und Prof. Dagmar Timmann betreut.

„Mich interessiert insbesondere die Rolle des Kleinhirns bei der Verarbeitung von Handlungskonsequenzen. Dies untersuche ich innerhalb von zwei Parallelstudien – die oben beschriebene Patientenstudie und eine Studie mit nicht-invasiver Hirnstimulation.“  

Wir wünschen ihr weiterhin viel Erfolg und sind gespannt auf die kommenden Ergebnisse. #neurologie #kleinhirn #neurologieessen Universitätsmedizin Essen Medizinische Fakultät der Universität Duisburg-Essen

Screenshot aus @neurologie.essen (C) Universitätsklinik Essen
Das Poster zur Erklärung der Studie von Dana Huvermann

 

Nach der Grundlagenforschung und Veröffentlichung der Studie geht es an die Doktorarbeit von Dana Huvermann. Ich drücke, auch im Namen der Leser und Leserinnen, sowie Podcastzuhörer und Zuhörerinnen, alle Daumen, damit Dana auch diese Hürde in ihrer Karriere schafft.

Vielleicht werden wir uns danach noch einmal treffen, damit sie den genauen Ablauf der Studie und ihre Doktorarbeit im Podcast besprechen kann. Das eröffnet auch einem nicht wissenschaftlichen Publikum eine Möglichkeit mal hinter die Kulissen der Wissenschaft zu blicken ohne zu wissenschaftlich zu sein.

Noch ein Hinweis zum Zeitpunkt der Aufnahme des Podcast. Die Studienteilnahme und der Podcast entstand im August 2022. Zu diesem Zeitpunkt mussten wir mit Mundschutz wegen damaligen herrschenden Seuchenschutzgesetzen die Aufnahme gestalten.

Aus privaten Gründen ist nach den Aufnahmen einiges privat passiert und so hat der Podcast leider lange gelegen. Da nun die Studie erst kürzlich in diesem Jahr im Mai 2024 veröffentlicht wurde, ist nun das späte Erscheinen ein besonderer Rückblick auf die Stunde des Gesprächs. Im Podcast konnte ich nun noch ein bisschen mehr im Nachgang erwähnen.

Ich hoffe, dass sich durch den Podcast mehr für die Grundlagenforschung und Studien interessieren. Ich habe damals noch salopper, eben typisch ruhrgebietsmäßig, im Podcast gewirkt am Anfang. Das hat sich mit der Zeit  auch geändert bei diesen Themen.

Ich würde mich freuen, wenn ich durch den Podcast Menschen erreiche, die sich für eine Studie bereit erklären. Grundlagenforschung ist wirklich nicht nur ein spannendes Feld, sondern unterstützt die Ärzte in Zukunft in allen Bereichen, um die Gesundheitsforschung voran zu treiben und den Menschen mit Krankheiten, ob psychisch oder körperlich zu helfen.

Wer Interesse hat, kann sich bei der Uniklinik in Essen einfach mal informieren. Alle wichtigen Links sind unten angegeben.

Wer Grundlagenforschung selbst betreibt, kann dafür Forschungsgelder beantragen, z.B. bei der DFG – Deutsche Forschungsgemeinschaft

Vielleicht ändert sich mit dieser Studie in dieser Richtung einiges und kann demnächst mehr Leben retten oder positiv beeinflussen. Das war es mir auf jeden Fall Wert dabei gewesen zu sein!

Links

Wer an Studien teilnehmen möchte:

Studien – Klinik für Neurologie

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Dana Huvermann – Ihre Ergebnisse der Studie von der ich mit 49 anderen Studienprobanten ein Teil war:

OSF Preprints | The cerebellum contributes to prediction error coding in reinforcement learning – complementary evidence from stroke patients and from cerebellar transcranial magnetic stimulation

(es ist eine englische wissenschaftliche Fassung)

OSF | Das Kleinhirn trägt zur Kodierung von Vorhersagefehlern beim Reinforcement Learning bei – komplementäre Evidenz von Schlaganfallpatienten und von zerebellärer transkranieller Magnetstimulation – Patientenstudie

OSF | The cerebellum contributes to prediction error coding in reinforcement learning – Huvermann et al. – preprint – supplement.pdf

Klinik für Neurologie – Universitätsklinikum Essen auf LinkedIn: #neurologie #kleinhirn #neurologieessen

Dana Huvermann – Wissenschaftliche Mitarbeiterin – Universitätsklinikum Essen Anstalt des öffentl. Rechts | LinkedIn

Dana Huvermann – Research Associate – University Hospital Essen | LinkedIn

Glückwünsche von der Klinik für Neurologie für ihre Studie: Klinik für Neurologie – Universitätsklinikum Essen auf LinkedIn: #neurologie #kleinhirn #neurologieessen

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH💐 Wir gratulieren Dana… – Neurologie Essen | Facebook

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Neurologie im Universitätsklinikum Essen

Neurologie Essen (@neurologie.essen) • Instagram-Fotos und -Videos

URL: Klinik für Neurologiehttps://neurologie.uk-essen.de

Klinik für Neurologie
Universitätsklinikum Essen

Hufelandstraße 55

45147 Essen

Telefonzentrale:
Tel.: 0201 723 0

Für Patientinnen/ Patienten:

Tel.: 0201 723 6302neurologie.anmeldung@uk-essen.de
Terminanfragen oder Folgerezepte:
Zu den Kontaktformularen
Privat-Ambulanz Terminvereinbarung:
Tel.: 0201 723 6504
Hotline für ambulante und stationäre Privatpatientinnen/ Privatpatienten (09:00-15:00 Uhr):
Tel.: 0201 723 7272

Für Praxen:

Terminanfragen und Rezepte:
Tel.: 0201 723 6302

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DFG – Deutsche Forschungsgemeinschaft

Deutsche Forschungsgemeinschaft e.V.
Kennedyallee 40
53175 Bonn
Telefon: +49 (228) 885-1
Telefax: +49 (228) 885-2777
E-Mail: postmaster@dfg.de
URL: www.dfg.de

Bernd Fink – Stiftung

Bernd Fink-Stiftung (BFS) | IM

Kommentar + Video I Kalle for President & Was hat das mit dem Ruhrgebiet zu tun?

Was hat Trump mit dem Ruhrgebiet zu tun?

Trump ist Joker oder einfach nur ein alter machtgeiler Mann, der niemals die Bibel komplett gelesen hat, aber drauf schwört. Anhänger sagen, wenn sie Trump wählen, wählen sie Gott.

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Kalle for President

Trump droht die Wirtschaft der EU mit hohen Zollgebühren zu belegen. Er wird mehr der deutschen Wirtschaft schaden, weil ihm die USA vorgeht. Denken alle so, würde das System der Globalisierung zusammen brechen. Und es gibt einige, die Germany first auf ihrem Kopf stehen haben…

Für das Ruhrgebiet ist es wahrscheinlich für die exportierenden Firmen dann noch teurer in die USA zu liefern. Sie krächzen schon, wenn es um die Energiepreise und Bürokratie geht.

Die Möglichkeit besteht, dass im Ruhrgebiet wieder eine höhere Arbeitslosigkeit entsteht. Wissen tun wir es nicht.

Was aber ebenfalls sicher ist, dass Vielfalt und Toleranz immer mehr mit Füßen getreten wird. Trump macht es vor. Er trumpelt auf die Menschen, die er nicht mag mit einer unglaublichen hohen Arroganz.

Außerdem kann es passieren, dass Trump Putin in seiner Kriegsgeschichte gegen die Ukraine unterstützt. Putin ist Trumps Vorbild. Trump ist kein Politiker. Er ist ein Immobilienhai immer gewesen. Politik ist für ihn ein Geschäft. Womit man bessere Gewinne einfahren kann, damit wird er arbeiten wollen.

Wir können sehen das Trumps offene Hassbotschaften schon vor acht Jahren in den Sozialen Medien ebenfalls hier die Schwelle überschritten haben. Die Menschen dort begegnen sich mit mehr Hass und peitschen sich immer mehr hoch.

Kalle habe ich als Ventil entwickelt, weil er ein Choleriker ist mit einem weichen Kern. Er kann hassen. Aber er denkt genauso über die Welt nach.

Was ist denn aus der Welt geworden?

Einen Politiker mit Gott vergleichen machen höchstens heutzutage noch die Nordkoreaner mit ihrem fetten Kim, der mit Atombomben spielt, wie einst die Hoppenstedts im Wohnzimmer mit dem Atomkraftwerk.

Früher wurden Könige angeblich durch Gott eingesetzt. Dabei war das höchstens die letzte überlebende Spermie des königlichen Vaters.

Politik ist ein übles Geschäft geworden. Durch die sozialen Medien werden Hassbotschaften und Fake News ohne sie zu prüfen geteilt, geliked, geliebt und geglaubt. Ehrlichkeit und Fakten werden missachtet.

Man macht sich die Welt, wie man sie braucht. Siehe Elon Musk, der Visionär, der eher ein Killer von Vielfalt und Toleranz ist. Er sieht nur Geld und noch mehr Macht, deswegen unterstützt er Trump.

Es ist eine Frage der Zeit, wann dieser Wahnsinn ein Ende nimmt, oder auch nicht. Diese Männer stehen auf der Bühne und schimpfen ohne Argumente auf eine Frau und schämen sich dafür nicht. Das Publikum, wo auch Frauen dabei sitzen jubeln denen zu.

Man fühlt sich in die römische Arena vor 2000 Jahren zurück versetzt. Daumen runter eher für diese amoralische Politik, die sich überall genauso entwickelt hat. Wer nicht mitmacht, hat verloren.

Wer schüttelt nicht mit dem Kopf und hofft, dass es ein gutes Ende nehmen wird?

Wird Kamala Harris als Batwoman die Macht übernehmen können. Eine rechtschaffende Staatsanwältin, die selbst in eine besonderen Ära aufgewachsen ist. Als Vizepräsidentin eher im Schatten des alten Biden. Aber selber könnte sie es schaffen Amerika zum Leuchten zu bringen statt zum hassenden Land.

Erwin & Kalle

Ich habe diese Figuren entwickelt, um jeweils aktuelle oder vergangene Situationen kurz komödiantisch darzustellen. Jede Woche Freitag sind seit einigen Wochen Videos veröffentlicht worden, habe sie aber noch nicht in den Blog eingebaut.

Nun beginnt die Alltagskritik für Erwin und Kalle.

Manche mögen sagen, dass ich jetzt bekloppt bin oder finden es lächerlich. Mag sein, interessiert mich aber nicht.

Das ist ein Teil meines Tuns. Ich werde mit den Beiden zusammen hier und da ruhrpottmäßig den Finger in so manche Situation drücken, mit der ich nicht einverstanden bin, aber dafür werde ich es nicht selbst sagen, sondern satirisch überspitzt diese beiden Herren.

Mit ihnen werde ich auch das ein oder andere Wort des Ruhrdeutschen erklären, wie ich es schon mit Kasalla gemacht habe.

Kalle jedoch weiß, sein Weg ist erst der Anfang. Und dieser Weg mit Erwin wird steinig, aber nötig.

Wollen wir hoffen, dass nicht der Joker Trump an die Macht kommt, sondern Batwoman Kamala Harris. Das würde ein Zeichen für die gute Seite der Menschen sein für Toleranz und Gerechtigkeit, sowie Aufklärung und eine vernünftigere Politik der USA.

Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

Foto der Woche I Limbecker Platz im Regen I Regenscheibe – Foto

Was für ein Tag des Regens. Und überall Missmut: Wat fürn scheiß Wetta!

Ich mache das Beste draus und fülle meine Regenscheibe – Fotoreihe mit besonderen Motiven aus dem Ruhrgebiet. Heute vom gestrigen Nieselregentag inspiriert : Limbecker Platz :

Limbecker Platz – Ein Regenscheibe – Foto ©André Brune

So habe ich an der Ampel gestanden am Limbecker Platz und die vielen bunten Farben spiegeln lassen in den Regentropfen.

Der Limbecker Platz steht ja innen eigentlich auch im Regen: Die Kritik ist laut : Durch den Bau sind die Mieten um das Gebäude für die Geschäftsinhaber auch gestiegen.

Im Limbecker Platz gibt es genug Leerstand. Der kleine Laden Heimatliebe Ruhrgebiet ist auch rausgegangen. Denise Barz habe ich als eine meiner ersten Podcastfolgen interviewt. Damals zur Coronazeit haben die Inhaber gelockt mit günstigen Mieten und angepasste Geschäftszeiten an die man sich halten sollte.

Dann kam ein Schub von höheren Mieten, um die Ausfälle zu kompensieren, die sich durch Corona aufgetan haben und höhere Nebenkosten, obwohl gleichzeitig das Internetgeschäft beim Internetriese A… zielstrebig nach oben schoss.

Der Leerstand ist hausgemacht. Und zieht sich nun durch die komplette, ich sage bewußt ehemalige Einkaufsstadt Essen. Viele Menschen kennen die Stadt noch als Flaniermeile mit schönen Cafés.

Cafés gibt es immer noch schicke, trendige und neue, aber zum Flanieren ist es nicht mehr so toll. Leerstand und Billigfirmen, wie in vielen Ruhrgebiet-Städten.

Attraktiv ist es eher in den Grugapark zu fahren zum Flanieren und im Internet einzukaufen.

Ein Trend, der eher traurig ist, und der merkwürdigerweise in anderen Städten, wie Münster oder in niederländischen Städten nicht so zu sehen sind. Was machen die anderen also politisch besser, damit die Innenstadt nicht ausblutet?

Mein Foto hat also eine Mehrdeutigkeit. Vielleicht regt es nicht nur zum Schwelgen von schönen Regentagen, sondern bewußt mal auch die Politik an, nach Gesprächen am Runden Tisch mit den Immobilienfirmen und Geschäftsinhabern, um die Innenstadt Essen wieder so attraktiv zu machen, wie sie mal war, auch wenn es nicht mehr ganz so sein wird, wie früher.

Stadtteil-Videopodcast I Rundgang durch Ebel in Bottrop mit Ralf Opiol I Teil 1 I +Video I +Fotos

Lerne einen Stadtteil kennen mit Geschichte, Geschichten und Anekdoten. Im ersten Stadtteil-Rundgang-Videopodcast gehe ich mit dem gebürtigen Bottroper Ralf Opiol durch Ebel, wo er in den 1970er und 1980er Jahre aufgewachsen ist. 

Teaser:

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Ebel ist der südlichste und jüngste Stadtteil von Bottrop. Die Ebel wird eher stiefmütterlich behandelt, gehört aber zu den wichtigsten und wirtschaftsstärksten Stadtteilen von Bottrop. Ebel sieht mit seiner alten Zechenhaussiedlung eher verschlafen aus, hat aber schon mehrere Strukturwandelzeiten hinter sich und nun eine neue vor sich. Ebel ist weiblich, weil der Name sich von fruchtbaren mit Eicheln bestandenen Hügeln im Emscherbruch ableitet.

Mit Ralf Opiol gehe ich durch seinen Stadtteil Ebel. Der gebürtiger Ebeler ist zwar 1984 weggezogen, aber weiß so einige Anekdoten aus seiner Jugend zu erzählen, wie es dort gestunken hat durch die Emscher, was heute eher wohlduftend ist. Der Gang durch Ebel öffnet einem die Augen über diesen Bottroper Stadtteil.

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Ich sehe Stadtteile einer Ruhrgebietsstadt als einen wichtigen Teil jeder Stadt. Jeder Stadteil hat eine eigene Geschichte und kann Geschichten erzählen. Viele heutige Stadtteile waren früher eine selbstständige Gemeinde mit Amtshäusern, Bahnhöfen und heute vergessene Firmen. Sie werden in den touristischen Führungen eher weniger behandelt. Im Ruhrgebiet werden die Interessenten eher zu den üblichen Punkten von Industriekultur gebracht. Aber die Industriekultur ist durch die Menschen vor Ort entstanden, die in die Stadtteile gezogen sind. Sie waren diejenigen, die das Ruhrgebiet so aufgebaut haben, wie wir es heute kennen.

Während der Bergbau das Ruhrgebiet geformt hat, haben viele Stadtteile ihre Ursprünglichkeit eines Dorfes verloren, wurden eingemeindet und alte Bauernhöfe sind verschwunden. Auch die Landschaft wurde von Menschenhand durchpflügt und verändert.

 Auf den Spuren der Stadtteile, wenn sie auch jüngere historische Daten erst aufweisen, suche ich in Stadtteil-Videopodcasts mit früheren oder jetzigen Bewohnern die Spuren, höre mir spannende und lustige Anekdoten an und möchte sie weitergeben, damit sie nicht verloren gehen im Informationszeitalter der Schnelllebigkeit.

 

Das Ruhrgebiet hat eben mehr zu bieten zwischen den übriggebliebenen Fördergerüsten.

Ich bin gebürtiger Bottroper, aufgewachsen in der Innenstadt, doch wir Innenstädter haben Ebel gemieden. Der Bottroper Süden war nur bis zum Bahnhof für uns wichtig. Ansonsten haben wir Ebel links bzw. rechts aus den schmutzigen Auto-, Bus- und Zugscheiben versteckt argwöhnisch vorurteilhaft beachtet. Zumindest habe ich das so in Erinnerung. Extra nach Ebel fahren, um zu schauen, was es da gibt oder die Menschen vor Ort kennenzulernen, kam gar nicht in den Kopf.

„Was willst du da?“, fragte man üblicherweise. Dort stinkt es und ist schmutzig. So war es wohl zwar wirklich, denn die Kläranlage, die heute als begrünte Parkanlage seit vielen Jahren die Bewohner und Bewohnerinnen als Ausflugsort nutzen und Touristen entlang des Emscherradweges besuchen, ist nun ein besonderer grüner wohlriechender Ort mit vielen Blumen und einen Klärteich, in dem auch Enten und Schwäne oft genug herumschwimmen. 

Die Emscher ist nun bereinigt. 30 Jahre hat das ganze gedauert bis der ursprüngliche stechende Geruch aus Haus- und Industrieabwässer von einer Kloake zu einer von Enten und Schwänen neu besiedelten Wasserfläche wurde.

Bis auf den Lärm der demnächst auf drei Spuren erweiterte A42 ist Ebel eine eingeschlossene, wie auf einer Insel lebender Stadtteil. Nach Vonderort ist er der zweitkleinste mit knapp 1500 Einwohnern.

Hier hat Ralf Opiol lustige Sachen gemacht, teilt Erinnerungen von alten Kneipen, die es nicht mehr gibt, der Gang zum Kiosk, einen kleinen Blick zum Kindergarten und seiner Grundschule. Wir gehen kurz zum Sportplatz Lichtenhorst, wo es noch einen polnischen Fußballverein gibt. Tatsächlich habe ich 2021 eine Petition unterstützt, die zum Erhalt des Sportplatzes in Ebel wichtig war, denn die Stadt drohte drei große Sportanlagen zu schließen. Darunter war Ebel. Dieser wurde gerettet. Einer musste gehen und zwar der, auf dem ich für die Bundesjugendspiele zwischen den Realschulen trainieren musste. Warum der weg soll ist eine andere Geschichte, denn nun müssen die Realschüler wieder weiter weg zum Üben für die Leichtathletik. Nichtbottroper werden aber ähnliche Probleme kennen aus ihrer Stadt. Viele Dinge sind aus Stadtteile verschwunden, um die Stadtkasse zu entlasten allerdings auf Kosten der Bewohner, die nun weite Wege auf sich nehmen müssen, um ihre Kinder zu Sportveranstaltungen bringen zu müssen, falls nötig.

An der Emscher zurück verabschiede ich mich von Ralf Opiol, der mir die Augen der gemütlichen Ebelsiedlung zeigte. Ich jedoch gehe noch auf die andere Seite der Hauptstraße, denn dort liegt das alte Prosper I – Gelände, das heute ein großes Gewerbegebiet ist. Ich wollte doch noch Relikte, alte Gebäude finden, die Spuren entdecken und fand nur noch drei Häuser, die für die alte Zeche, die Geburt der Großstadt Bottrop und des Vergrößerns von Ebel verantwortlich wurde: die Direktorenvilla, die Berufsgrubenfeuerwehr-Gebäude und ein Lokschuppen, den heute der Ruderbootverein Bottrop e.V. nutzt. Der Rest ist abgerissen und als neues Gewerbegebiet entstanden.

Ich habe nun einen anderen Blickwinkel auf den Stadtteil bekommen, der nicht nur am Bernepark besucht werden soll, sondern eben auch mal in den Nebenstraßen. Die Zechenhaus-Architektur, sowie die letzten noch zu erkennenden Geschäftshäuser, die es nicht mehr gibt, sind Zeitzeugen einer verloren gegangen Vergangenheit, die jedoch nur einen Strukturwandel in eine neue Zukunft gebracht hat.

Im Bernepark gibt es nun auch ein neues Restaurant, dass von Donnerstag bis Sonntag zu Frühstück, Mittagessen, Kaffeezeit und Abendessen von 9 – 21 Uhr einlädt:

 https://lecker-im-pott.de

Restaurant lecker-im-pott
Ebelstraße 25a, 46242 Bottrop
Bernepark
02041 3754840
 
Öffnungszeiten:
Do.-So.: 09-21 Uhr

Kneipen und Restaurants, sogar der letzte Imbiss hat zu. Nur noch eine Verkaufshalle, die Bude anne Ecke Bahnhofstraße / Giesenfort hat überdauert und erfreut jeden Tag seit 30 Jahren die Ebelaner. Ein Friseur und eine kosmetische Fußpflege, die eine der früheren Buden übernahm, bieten ihre Dienstleistung an. Ansonsten sind Geschäfte kaum zu finden.

Jetzt ist die Zukunft Blau, weitgehend geruchsneutraler und bringt noch mehr neue Arbeitsplätze in den Süden von Bottrop. Kaum zu glauben, dass Ebel eine wechselvolle Besitzgeschichte hat. Innerhalb der ersten 30 Jahre im 20. Jahrhundert, wanderte Ebel als Stadtteil von Borbeck, dann nach dem Bau des Rhein-Herne-Kanals 1914 nach Essen mit Borbeck als Stadtteil zuletzt dann endgültig in der Weimarer Neuordnung 1929 nach Bottrop als Stadtteil. Doch die genauen Informationen zu Ebel, die Geschichte und auch Prosper I werde ich mit Jack Tengo im Rahmen meines Podcasts erzählen und dann hier im Blog niederschreiben. Denn Ebel durchlebte, wie in einer Modellstadt alle Varianten eines Strukturwandels und er ist noch nicht zu Ende. Ebel wurde immer neu erfunden. Hier wohnen nicht nur mehr Arbeiter. Auch neuere teurere Ansiedlungen sind zu sehen. Ebel wird immer beliebter seit einiger Zeit.

Viel Spaß also beim Reinschauen in den Videopodcast mit Ralf Opiol, sowie Gaststar Hendrik von der Bottroper Rudergemeinschaft und meinem Blick für Entdeckungen, die Vielen nur beim Vorbeifahren mitbekommen, aber aus den Augen aus dem Sinn verschwinden. Ich hoffe, der Film gefällt, wenn er auch knapp 3 Minuten wegen Tonausfalls leider nachsynchronisiert werden musste an verschiedenen wichtigen Stellen, aber wir haben das ganz gut hinbekommen, denke ich.

Glück auf und bis zum nächsten Stadtteil-Videopodcast!

Dazu lade ich ganz herzlich, ob Mann oder Frau und Jugendliche dazu ein über ihren Stadtteil, egal aus welcher Ruhrgebietsstadt zu sprechen. Mit mir zusammen durch zu gehen und die Dinge zeigen, die sie berühren und die Geschichten erzählen, die sie erlebt haben oder was gefällt. Nur so können wir ein positives Bild vom Ruhrgebiet zeigen, dass leider bitter nötig ist, denn es gilt immer noch als Grau und Arm. Ich will das Gegenteil zeigen, wenn auch immer mal Kritik mitschwingen wird!

Meldet Euch also zahlreich bei mir! Die nächsten sind schon geplant: Essen -Werden, Gelsenkirchen – Horst, Bochum – Gerthe, Oberhausen-Sterkrade, Bottrop – Welheimer Mark und auch mein Stadtteil, wo ich wohne in Wattenscheid – Eppendorf. Alles folgt zu seiner Zeit im neuen Jahr. Habt also Geduld und abonniert den Newsletter, um nichts zu verpassen. Es gibt immer was zu entdecken in jeder Stadt, in jedem Winkel zu jeder Jahreszeit!

Links:

Rudergemeinschaft Bottrop e.V.

Bootshaus:
Am Rhein-Herne-Kanal 13
46242 Bottrop

Anfahrt

Geschäftsstelle:
Rudergemeinschaft Bottrop e. V.
C/O Karsten Rojek
Am Rhein-Herne-Kanal 13
46242 Bottrop

***

Ralf Opiol (@metropiol) • Instagram-Fotos und -Videos

www.facebook.com/Metropiol/

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Fußball in der Siedlung – Homepage

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POLONIA EBEL – Offiziele Webseite des VFR Polonia Bottrop-Ebel e.V.

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Ebel (Bottrop) – Wikipedia

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Prosper/Ebel. Chronik einer Zeche und ihrer Siedlung (1979 – 1998)

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„Vom Ende eines Zeitalters“: Requiem auf die Zechen-Kultur | ZEIT ONLINE

 

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Ruhrgebiet erklärt mit Zahlen, Daten, Fakten Teil 1 I +Video I +Podcast I Folge 5 #86

Das Ruhrgebiet in Zahlen, Daten und Fakten nach und nach aufzuschlüsseln ist ein schwieriges Unterfangen, denn es gibt so viele Informationen des größten Ballungsgebiets in Deutschland Zahlen, die wir erzählen müssen. Und damit es eben nicht trocken ist, wollen wir es mit Humor auch so einfach machen wie es möglich ist.

Heute beginnen wir mit einer Quizrunde mit dem Gelsenkirchener Barock und Zahlen zur Einwohnerzahl, Vegetation, dem Fluss Ruhr.

Teaser: 

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Zum Videopodcast:

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Podcast zum Hören:

Die Ruhr

Leitet sich vom indogermanischen „Roar“ ab, was soviel wie „wild“ heißt. Hier ist also laut den späteren Grenzen der Zugehörigkeit von Preussen der „wilde“ Westen.

 

220 Km lang schlängelt sich der Fluss aus der Nähe Winterbergs bis in den Rhein bei Duisburg und ist der Namensgeber des 4478 km2 (Quelle www.ruhrverband.de – in Wikipedia steht eine andere Größe, habe mich eher auf Ruhrverband gestützt und deswegen nachsynchronisiert) großen Ruhrgebiets. Die Ruhr bekommt allerdings nochmal einen eigenen Podcast. Sie wird nur kurz angerissen.

Zahlen, Daten und Fakten

Im Ruhrgebiet wohnen innerhalb der Ausdehnung von 67 km von Nord nach Süd und 116 km von Ost nach West 5,1 Mio Einwohner und Einwohnerinnen.

Am Bevölkerungsreichsten ist die Stadt Dortmund mit 586000 Einwohnern, gefolgt von Essen mit rund 583000, Duisburg 498200, Bochum 364300, Gelsenkirchen 260320.

Innerhalb der Kreisstädte Wesel gibt es die kleinste Gemeinde vom Ruhrgebiet: Sonsbeck 8700 und die zweitkleinste ist Breckerfeld mit 8894 Personen.

Menschen mit ausländischem Pass wohnen rund 690671 (Stand 2018). Die meisten leben in Duisburg mit der über 114370 , Dortmund hat gezählte ca 300 ausländische Einwohner weniger.

60% der Vegetationsflächen im Ruhrgebiet sind nicht bebaut. Davon sind 36,8 % Ackerflächen, 17,6 % Waldfläche und 2,9 % Fließgewässer.

Wieviele Menschen haben im Ruhrgebiet auf Kohle in Spitzenzeiten gearbeitet?

1956 haben 470000 Menschen im Bergbau gearbeitet im Ruhrgebiet, dann veränderte sich die Situation. Doch das ist ein anderer Podcast innerhalb der Reihe, die gerade erst angefangen hat und spannend bleiben soll.

Unsere Tipps im Podcast:

Zahlen, Daten und Fakten entnommen aus dem Buch RuhrKompakt von Achim Nöllenheidt und Thomas Kirfel, Klartext Verlag, ISBN 9793837522594
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www.ruhrverband.de
***
www.wikipedia.de
***
Tipps im Podcast :

Wer hätte das gedacht?
Das unnützes Wissen-Quiz Ruhrpott
Groh Verlag
***
Das Ruhrical, das Radio Ruhrpott Musical
https://das.ruhrical.de

Podcastfolge :
https://ruhrpottologe.de/im-ruhrical-radio-ruhrpott-mit-michael-klossek-i-podcast-i-fotogalerie/
***
Weitere Informationen :
https://ruhrpottologe.de 
***
Musik : Steigerlied interpretiert mit Mundharmonika von Jack Tengo 

Abonnieren Nur diesen Podcast:

Glück auf und bis zur nächsten Folge !

Euer Ruhrpottologe und Jack Tengo

SZENIALE 2024 – Kunst, Musik, Literatur und Kultur ohne Ende in Gelsenkirchen-Ückendorf I +Video I +Fotos

Gelsenkirchen – Ückendorf steht bei der SZENIALE Kopf. Die erste Festival der freien Künste startete 2019. 2022 war ich das erste Mal dabei. Dieses Jahr am 24. August 2024 stand die Kultur-Veranstaltung unter dem Motto „findet stadt!“ Ich habe einen kleinen Marathon durch die Standorte gemacht und viele tolle Künstler und Künstlerinnen kennengelernt, z.T. interviewen können und deren Kunst, Musik und Literatur aufgesaugt und filmisch versucht darzustellen:

Teaser:

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Ückendorf wandelt sich seit einigen Jahren im immerwährenden Strukturwandel von Gelsenkirchen. Ückendorf ist nicht nur Multikulti durch viele Gastarbeiterfamilien geworden, die sich hier angesiedelt haben über die Jahrzehnte, sondern hatte auch jahrzehntelang ein schlechtes Image in der Presse. Aber niemand nimmt Notiz über die Schönheiten, die sich hier befinden, angefangen von der Architektur bis hin zu den Radwegen, die hier den Stadtteil kreuzen und natürlich den Wissenschaftspark. Das ist aber noch nicht alles, denn dieses Jahr 2024 gab es wieder das SZENIALE Fest, das so gesehen 24 Stunden lang Menschen auch von außerhalb nach Ückendorf bewegen für die zahlreichen Kunst- und Kulturveranstaltungen von Bilder, Fotos, Installationen, Poetry Slam, Musik auch in der Kulturkirche, Ausstellungen innerhalb des Justizpalastes, Theater und Lesungen innerhalb der Hinterhöfe, den Leerständen und kleinen Galerien, die mittlerweile Ückendorf verändert haben zu mehr als nur Multikulti von Menschen, sondern auch von einem bunten Mix aus Veranstaltungen über die Szeniale hinaus.

Blick auf das sich verändernde Ückendorf auf der Bochumer Straße in Gelsenkirchen

Hier entsteht eine neue Kunst- und Kulturszene innerhalb des Ruhrgebiets und lädt ein Ückendorf zu entdecken. Es gab auch eine Stadtteilführung, die ich leider nicht geschafft hatte. Innerhalb von  24 Stunden explodiert die freie Szene für die freie Szene aus allen Bereichen, dass konnte ich mal wieder im Schnelldurchgang sehen und hören und staunen, denn will ja soviel wie möglich mitnehmen.

Thema Leerstand in Ückendorf ist leider immer noch

Das Programm zwischen Musik, Theater, Poetry, Lesungen und Kunstausstellungen war einmalig vielfältig an verschiedenen Stellen auf der Bochumer Straße, sowie in der alten Brotfabrik auf der Ückendorfer Straße.

Thema Leerstand

Ausstellungen sind in alten ursprünglich leerstehenden Ladenlokalen zu sehen gewesen. Unter anderem war das Thema Leerstand und sein zusammenhängender Wandel einer Stadt im alten Supermarkt Kauver, der schon seit dem Umzug an eine andere Stelle, leer steht.

Leerstand hat viele Gründe. Es ist in der Neuzeit eben nicht nur der industrielle Wandel innerhalb einer Stadt. Die Abwanderung in andere Gegenden, wo es wieder Arbeit gibt, ist nicht der einzige Grund für Leerstand in Deutschland. Es ist nicht nur der demografische Wandel, sondern auch die Schuld der Politik, die auf der Grünen Wiese große Einkaufszentren, sowie Leerstand steuerrechtlich als Abschreibungsobjekte zulässt, aber auch gleichzeitig der schnell gestiegene Internethandel, auch die hohen Ladenmieten und Nebenkosten. Langjährige Geschäftsbetreiber finden keine Nachfolger. Die Covid-Pandemie hat das I-Tüpfelchen gegeben. Jedoch finden sich immer wieder Menschen, die sich dagegen auflehnen, die Ideen sammeln und versuchen Innenstädte oder Stadtteile, wie Ückendorf eben neu zu erfinden, um Publikum anzuziehen. Die SZENIALE ist für mich ein Projekt zu zeigen, dass es geht.

In Ückendorf wurde auch ein modernes Justizzentrum errichtet, dass wie ein Tor in den Stadtteil  wirkt. Im „Innenhof“ konnte bei der SZENIALE auf jeder Etage Kunst bestaunt werden, u.a. auch von der Kunstschule Gelsenkirchen. Dort waren beeindruckende Bilder von Künstlern, die sich mit aktuellen Themen von Vermüllung und Klimawandel beschäftigt haben.

Ich war, wie vor zwei Jahren begeistert. Ich hoffe, dass die SZENIALE weiterhin trotz klammer Kassen bestand haben wird und in zwei Jahren wieder Publikum nach Ückendorf bringt. Der Wandel ist unübersehbar. Die ehemalige Heilig-Kreuz-Kirche ist heute die weit sichtbare Kulturkirche von Gelsenkirchen und ein Anziehungspunkt geworden für Konzerte. Auch Comedians und Kabarettisten geben sich hier die Klinke in die Hand. Die Akustik und Atmosphäre unter der Kirchenhalle ist mit der Lupe zu suchen. Am Tag der SZENIALE haben verschiedene Musikkünstler ihre Werke dem Publikum vorgestellt. Virtuos habe ich die Gitarrensaiten zupfen sehen.

Die 1929 erbaute Kirchen-Marke, nur nicht mehr für eine Figur namens Gott ein Denkmal der Stadt, sondern für die Menschen, die in Ückendorf leben, egal welcher Religion sie angehören. Die Architektur von Josef Franke mit Elementen des Expressionismus und Formen der Neuen Sachlichkeit ist ein Meilenstein der damaligen Zeit gewesen. Sie war ein Schmuckstück neuartiger Kirchenarchitektur Ende der 1920er Jahre. Die Kirche musste groß werden, weil bis zum Anfang 1920 viele Menschen nach Ückendorf für Arbeit gezogen sind. Die Menschen sollten in der katholischen Gemeinde ihre Gebete nicht aus den aus allen Nähten platzenden St. Josef gen Himmel schicken, sondern in der neuen großen ehrwürdigen Halle der Heilig Kreuz mit ihrer mathematischen Parabelform. Großes Kirchenkino erleben die Besucher und Besucherinnen, die einen Fuß in die ehemaligen heiligen Hallen setzen.

Heute ist das Gebet des Lebens auf der Straße wichtiger. Die Stadt Gelsenkirchen hat an vielen „Fronten“ mit sich zu kämpfen. Mit der SZENIALE hat sie auf jeden Fall den Süden der Stadt im Strukturwandel eine besondere Möglichkeit gegeben sich zu präsentieren mit ihren Menschen. Die Bochumer Straße und die Nebenstraßen mit reichhaltiger Geschichte aus der Zeit der Industrialisierung des Dorfes erfindet sich gerade neu und ist sehenswerter denn je geworden.

Ich bleibe am Ball mehr aus Ückendorf zu berichten, nicht nur mit einem afrikanischen Cocktail von Djammeh und einer Döner in der Hand, sondern auch mit einem besonderen Blick aus meiner orangen Brille für die Schönheit und Menschen dieses Stadtteils, die Gelsenkirchen neu gerade neu erfinden.

Die SZENIALE hat über das Jahr hinaus immer wieder verschiedene Veranstaltungen. In der neu entstandenen Buchhandlung, die sich einen Monat lang einem bestimmten Thema widmet mit Büchern aus allen Bereichen „readymade“ finden Lesungen statt, sowie auch im „Hier ist nicht da“.

Die Gelsenkirchener und Gelsenkirchenerinnen bäumen sich auf. Wollen zeigen, was sie können. Sie tun viel. Es geht nicht um ein schlechtes Image aufzuwerten, sondern es geht darum zu zeigen, was sie können. Sie können! Das beweist die SZENIALE ! Alle Akteurinnen und Akteure bekommen durch die SZENIALE auch über die Stadtgrenzen hinaus ihre Aufmerksamkeit.

Eindrücke und die Künstler*Innen auf meinem Weg durch Ückendorf

Als erstes ging ich in einen Hinterhof kurz vor dem ehemaligen Lebensmittelgeschäft Kauver, wo ich Motorräder fand, die ich so in der Form noch nirgends gesehen habe.

Danach ging es ins ehemalige Lebensmittelgeschäft Kauver. Vor zwei Jahren war das eher eine musikalische Bühne. Dieses Jahr haben sich die einige Künstler und Künstlerinnen etwas mit dem Leerstand ausgedacht. Deswegen wurde er auch nicht groß ausgefüllt. Mit dem Raum wurde gespielt.

Katharina Rensing, David Michalke und Beat Sandkühler haben hier im Raum einige Installationen gemacht, die nicht nur Sehenswert, sondern vor allem Hörenswert waren. Aus drei Trichtern, die auf je auf einer Dose montiert waren , zwischen zwei Sitzmöglichkeiten an drei verschiedenen Raumpunkten, konnte man Einwohner hören, die über die Stadt und Leerstand gesprochen haben. Sie erzählten über ihre Erfahrungen und auch ihre Meinung zur jetzigen Situation, hatten auch Vorschläge zur Verbesserung. An der gekachelten Wand hinten waren Schaufensterpupen in roten Overalls. Sie schienen Arbeiter oder Arbeiterinnen im leeren Ort darzustellen, die hier früher Fleisch oder Brot entweder verarbeitet oder verkauft hatten. Die Signalfarbe rot wirkt hier wie ein ACHTUNG entweder auf das, was mal war oder auf das, was daraus werden könnte. Früher war hier Leben drin, ein Kommen und Gehen. Doch heute ist hier vor und nach der Szeniale gähnende Leere, wenn dieser Raum nicht zwischendurch für Veranstaltungen genutzt werden würde. Und er ist Sinnbild für die vielen Leerstände in unseren Städten in Deutschland, die ich in Polen zum Beispiel kaum sehe.

Rechts an der Wand sind Sprüche und Zitate zum Thema „Leerstand“ in Bilderrahmen zu lesen. Links lief ein Film, in dem in den roten Overalls eine Performance gestaltet wurde.

Rote Tücher grenzen einen Teil des großen Leerstands ein. An einer Säule steht ein Hinweis über ein Dorf in Südamerika. In jedem Teil der Welt gibt es Wandel, Leerstand, Überlegungen und Ideen, wie vor Ort damit umgegangen werden kann und muss.

Einen kurzen Blick warf ich in den Raum von GeOrgel. In den Schubladen sind beim Öffnen Geschichten von der Ückendorfer Straße zu lesen und hören. Das GeOrgel ist auch nach der Szeniale ein Begegnungs-, Veranstaltungs- und Museumsraum im Stadtteil Ückendorf:

Link: Studio GeOrgel – Sammeln, Basteln, Spielerisch Entdecken

Im „Hier ist nicht da“ fand eine Kindertheaterveranstaltung statt, der ich kurz bewohnte. Auf moderne Art und Weise von zwei Clowns vom Theater Kreuz & Quer wurde frei das Märchen Dornröschen erzählt mit  Heckenschere und Dornenkrone. Den Kindern ab 4 Jahren hat es sehr gefallen!

Links: Theater Kreuz und Quer & Hier Ist Nicht Da – Zentrum für Konzerte | Kunst | Club- | Sub- | Soziokultur

In einer der nächsten Hinterhöfe hörte ich eine Wahnsinnsstimme mit einer Geigenmusik. Sophia Stürmer singt und erzählt humorvoll als One Woman Band peinliche Geschichten über ihre Größe von knapp zwei Metern, die sie erlebt. Sie filtert ihre Erlebnisse in witzige und durchaus nachdenkliche Texte auf die Bühne. Ich wäre gern länger geblieben und hätte mich auch gern mit ihr unterhalten, aber ich musste weiter. Wer weiß, vielleicht ergibt sich da mal eine Möglichkeit.

Link: Sophia Stürmer

Im Hinterhof war der Eingang zu einem Ausstellungsraum. Im Eingangsbereich hingen Fotos von Marion Falkowski. Sie hat Zäune in der Stadt fotografiert. Zäune, die um Häuser und Gärten, mal zugedeckt oder mit Werbung beflaggt sind, mal aus Holz, mal aus Gitterstahl. Die Fotos wirken steril und zeigen, wie abgeschirmt viele Leben möchten, sich nicht in die Karten gucken lassen oder für sich bleiben wollen.

Link: www.marion-falkowski.de

Charlotte Payet konnte ich als erste interviewen. Ihre Leidenschaft aus Plastikflaschen Kunststofffäden zu erstellen, um damit eine Leinwand zu flechten, hat mich umgehauen. Sie hat mit verschiedenen Werkzeugen daran gefeilt, Plastikflaschen zu Fäden zu binden, um sie entsprechend auf eine Leinwand zu bringen. Ihre Art von „Flaschengefühle“ zu interpretieren hat mich sehr interessiert. Ihrer sympathischen Art ihre Kunst zu erklären, konnte ich mich nicht entziehen, sondern habe sie eingeladen bei Gelegenheit doch zusammen eine entsprechende Aktion und Ausstellung zu gestalten. Mal sehen, was daraus noch entstehen kann. 

Link: Selbstständige Künstlerin | Charlotte Payet – Visual Artist | Kiel

Im anderen Teil des Ausstellungsraums waren Bilder, die aus der Sicht eines Mikroskops oder Radiologischen Aufnahme das menschliche Blutbild oder Skelett, sowie einen Diabetischen Fuß aufgemalt wurde. Die Betrachter waren, genauso wie ich, fasziniert von der rosaroten Farbe, die uns Krankheitsbilder malerisch erklärten. Die Künstlerin hatte ich leider nicht erwischen können, aber bleibe auf den Fersen:

Link: LamellipodiumArt – Art from under the Microscope

Die mikroskopischen Blutbilder faszinieren

Mein nächster Gang war ein Blick in das Café Rosamunde. An der Ecke des nach dem Architekten der Heilig Kreuz – heute Kulturkirche – in Ückendorf lud das neue Café zu einer künstlerischen Aufnahmepause ein, aber ich wollte weiter und schnupperte in den erhabenen Kirchraum, in dem spanische Gitarrenklänge ertönten und die Zuhörer und Zuhörerinnen faszinierten. Der Musiker Linus Friedmann besitzt seit 15 Jahre eine Gitarrenschule in  Gelsenkirchen und zupfte virtuos die Saiten:

Link: https://dacapoalfine.net/

 

Nebenan gab es eine Virtuelle Welt hinter einer Brille oder mit Smartphone zu entdecken. Kazuki Taguchi wohnt im Saarland. Er verwendet Papier und Pflanzen als QR-Code, um XR-Erlebnisse zu erschaffen und scannt Gebäude und Landschaften, die so in Ausstellungsräume integriert werden können.

Ines Hilz ist XR-Designerin und 2D-Künstlerin, die sich leidenschaftlich für Spieldesign interessiert. Sie erweitert das Portfolio raus aus der klassischen Ölmalerei hinein in eine VR-Brille.

Manuel Ribeiro ist Digital Artist aus Münster, Architekt und unterrichtet Virtual Realitiy an der Münster School of Architecture.

Die Kreativen aus dem mxr lab bauten eine Brücke zwischen realer und virtueller Welt. Ihre Erfahrungen haben künstlerische Repräsentation in XR erschaffen. Einfach nur faszinierend!

Hier konnte man an einem Wunschbaum einen Wunsch an die Stadt schicken.

Link: www.mxr-storytelling.de

Die Galerie 1 Punkt 7 hatte im Treppenhaus einige Werke hängen, die ich jedoch nicht so genau betrachtet habe, denn von der ersten Etage hatte ich einen wunderbaren Logenblick auf die Bühne vom Hinterhof. Dort spielte die Band „Tisch 17“ eine Mischung aus Punk und Jazz.

Link: @tisch17• Instagram

 

In einem kleinen Galerieraum nebenan waren Hochhäuser auf Leinwänden abgebildet. Erst dachte ich an Köln-Chorweiler. Aber dann sah ich den Supermarkt Biedronka, den ich aus Polen kenne. Tatsächlich waren es Hochhäuser aus einer schlesischen Bergbaustadt „Ruda Slaska“ im Süden des Landes, 20 km nordwestlich von Katowice.

Bei der Betrachtung waren unterschiedliche Geräusche zu vernehmen: Ein Flugzeug, irgendwelche Gespräche und das Zirpen von Grillen. Die Erklärung war tatsächlich so, dass die Betrachter in einem Flugzeug sitzen würden, gleichzeitig dem Filmfest in Venedig zuschauen und eine Grille zirpte im Hintergrund. Die ganze Installation des kurz.kollektiv wollte mit dieser Installation darstellen, wie Zusammenhänge auch hier im Ruhrgebiet durch die Infrastruktur aus Kabeln, Straßen, die Umweltbelastung, Schächte, Rohre, kurzum das komplette Durcheinander miteinander einspielen, dass es in jeder Großstadt eigentlich gibt. Ob die Hochhäuser in Polen, den USA oder im Ruhrgebiet stehen, spielte keine Rolle. Sie stellen in meinen Augen einfach nur das Bild einer großen Stadt dar in dem ganz viel passiert. Ein Hochhaus hat viele Leitungen, wie eine Stadt, da können in der Nacht auch die Grillen zirpen.

Link: [kuʃ]kollektiv – @kurz.kollektiv • Instagram

Gegenüber ist eine neue Buchhandlung entstanden. Die readymade spezialisiert sich auf ein bestimmtes Thema und bietet entsprechende Bücher dazu an. Das Thema „Stadt“ war zum Motto der Szeniale „findet stadt“ naheliegend anzubieten. Querbeet von Architektur über Krimis, die in der Stadt spielen oder der kürzlich verstorbene Paul Auster mit seiner New York-Trilogie warteten auf Käufer und Leser, während nebenan in der kleinen Galerie eine Lesung der Gelsenkirchenerin Birgit Schmidt stattfand.

Links

readymade – Buchhandlung und Plattenladen in Gelsenkirchen 

Über die Autorin Birgit Schmidt – Birgit Schmidt – Flucht zum Crater Lake – Thriller

Dann ging ich rüber zum Justizzentrum. Auf einer Etage konnte auf Schautafeln einiges an Geschichte von Ückendorf erfahren werden vom Heimatbund Gelsenkirchen. Wer hätte gedacht, dass Ückendorf wirklich mal ein Dorf war. 1855 gab es wirklich nur 337 Einwohner. 1925 waren es dann schon 31150 Einwohner.

Direkt gegenüber auf der Etage gab es beeindruckende Bilder von Ute Schüwer. Sie ist fasziniert von Musik und Tanz, daraus lässt sie sich inspirieren für „Farbentanz“ auf der Leinwand. Zum jedem Bild gibt es einen Song, der zum Betrachten per QR-Code abgerufen werden kann. Tolle Idee und sehr ansprechende Bilder, die auf vielerlei Hinsicht nicht nur sehend, sondern auch hörend zu betrachten sind.

Link: @uteschuewer • Instagram

 

Von der Gelsenkirchener Kunstschule waren hier auch sehr viele Bilder aufgehängt worden. Es waren unterschiedliche Darstellungen, die Gelsenkirchen zeigen sollten. Von Umweltprobleme bis zu Schalke 04 wurde Gelsenkirchen auf Leinwand gebracht. Jedes Bild war für sich ansprechend!

Link: https://kunstschule-Gelsenkirchen.de 

Auf den Etagen waren unterschiedliche Künstler und Künstlerinnen. Unter anderem hingen dort Fotos von Steffen Hampe. Der Fotograf Hampe hat das Thema „Zwischenräume – Leinwand für Heimat“ genutzt, um Gelsenkirchen aus unterschiedlichen Perspektiven mit knalligen Farben oder in Schwarz-Weiß an die Wand des Justizzentrums gebracht. Gelsenkirchen hat viel mehr zu bieten, als man sich denkt als Außenstehender!

Link: Steffen Hampe Gallery 2 — emscherstrand

Außerdem konnten hier die abstrakten Werke von Stephan Zarmann bewundert werden.

Link: www.zarmann.com

 

Außerdem hingen dort noch einige großformatige schöne Bilder unterschiedlicher Künstler und Künstlerinnen.

In der fünften Etage gab es noch eine Extraausstellung von World Press Photo. Herausragende Fotos aus allen Teilen der Welt von verschiedenen Fotografen und Fotografinnen, die Natur, Porträts und Landschaftsaufnahmen beeindruckten mich sehr.

Ich ging die Bochumer Straße zurück und landete bei Christine Klomfaß. Sie macht aus kleinen auf der Straße weggeworfenen Dinge, kleine Kunstwerke, Skulpturen. Sie interpretiert das Gefundene dadurch neu. Tolle „Recyclingkunst“, die ich hier entdecken konnte!

Link: www.christineklomfass.de

Martina Mail und Dietmar Clermont haben in den Räumlichkeiten die Stadt der 1000 Herkulesse künstlerisch an den auf dem Fördergerüst der Zeche Nordstern von Lüpertz neu interpretiert.

Link: Clermont Mail Keramik Holz Wachs | www.werkstatt-fb31.de

Auf einem Hinterhof gab es Poetry Slam von Frau Lore. Sie teilte dem Publikum mit, wie es ist eine Klassenlehrerin zu sein in der heutigen Zeit. Da ich es nicht in kompletter Länge sehen konnte, aber in Youtube entdeckt habe, hier ist der

Link: WSS: Frau Lore – Klassenlehrerin – WestStadtStory Poetry Slam Essen

Frau Lore in Aktion

Zuletzt kam ich zur alten Brotfabrik. Ich wußte nicht, dass es eine Brotfabrik gibt. Man sieht eben beim Vorbeifahren nur eine graue Häuserwand, dazwischen ist ein Zaun, ein kleiner Durchgang. Dann entdeckt man einen Hof, auf dem stand ein Imbisswagen, ein Getränkewagen in einem alten Citroenbus und es dröhnte amerikanischer Rock von Jagsteit & Friends live über die Lautsprecher. Auf der anderen Seite drehten sich Holzscheiben. Man hört das Steigerlied. Auf den Holzscheiben sind die Städte des mittleren Ruhrgebiets abgepaust von Gullydeckeln der Stadt: Gelsenkirchen, Bottrop, Gladbeck, Oberhausen, Dorsten etc. Carina Hommel hat sich da was besonderes bei gedacht. Sie ist Mitglied und Mitbegründerin von Studio Horst e.V. und arbeitet als Kunstpädagogin auch mit Projekten im Gefängnis. Mit ihr werde ich wohl noch mal näher quatschen müssen. Bei ihrem Interview hatte ich die letzten 2% Akku entladen. 

Link: www.Carina-Hommel.de

Vorher habe ich noch das neu eingerichtete Atelier der Ateliergemeinschaft Alte Brotfabrik von Gordana Djukic, Dragana KoslowskiMaria Meza und Petra Pelkowski durchstöbert. Mittendrin stand eine Figur aus Papierrollen, die durch Plastikbänder gehalten werden, den alle vier Künstlerinnen zusammen gestaltet haben. Hinten im Raum gab es eine große Tapete, auf der sich jeder künstlerisch austoben konnte. Das habe ich natürlich auch gemacht. Die „Ruhrpottologie“ ist nun in Gelsenkirchen angekommen.

Gordana Djukic teilte im Interview noch mit, dass sie vom Tag begeistert war. Mit der Organisation war sie sehr zufrieden. Es gab nette Gespräche mit Interessierten und dann schloss ich mein Video bei Carina Hommel ab mit anschließender Currykult-Pommes-Currywurst.

Links: 

Facebook: Jagsteitandfriends

Ateliergemeinschaft Alte Brotfabrik: @ateliergemeinschaft_brotfabrik • Instagram

www.gordanadjukic.de 

@dragana_koslowski_art • Instagram

www.maria-meza.de

Es war ein erhabener toller Nachmittag mit vielen Eindrücken, netten Menschen und am Ende auf dem Heimweg noch mit einem lange in Hamburg lebenden Gelsenkirchener im Gespräch gekommen. Gern hätte ich ihn noch interviewt oder weitere Fotosw gemacht.. Aber der Akku war alle und mein Ladegerät hatte ich dummerweise nicht mit…

Die Ruhrpottologie ist auf einer Tapete der Szeniale 24 verewigt, auf der sich jeder malerisch auslassen konnte in dern Alten Brotfabrik. Screenshot aus dem Video

Ich hoffe, dass die Szeniale in zwei Jahren wieder von dem Förderverein Szeniale e.V. mit dem Referat der Kultur der Stadt Gelsenkirchen stattfinden wird. Es waren besondere Stunden, die ich dort verbringen konnte. Zufällig traf ich auch noch einen Bekannten, nämlich Roland Szejstecki, dem ich kürzlich ja in einem Podcast über seinen Vater Many Szejstecki berichten ließ. Die Welt ist eben klein, ob in New York oder Gelsenkirchen, man trifft immer Menschen irgendwo, die man kennt.

In diesem Sinne: Glück auf und Kultur hoch!

LINKS

https://szeniale.ruhr

www.gelsenkirchen.de – Szeniale

www.Visit.Gelsenkirchen.de

Unser Quartier – Ückendorf Kreativ.Quartier

Copyright bei allen Fotos (c) André Brune 

Reibekuchen-Aktionstag für Afrika vom Verein Aktion Canchanabury e.V. in Bochum am 27.10.

An der Rotunde, Am Kulturgleis 3-5, werden von Vereinsmitgliedern bei gutem Wetter im Garten frische Reibeplätzchen für den guten Zweck verkauft.

Interessierte Schleckermäuler können sich von 12 – 18 Uhr am 27.10. ganz nebenbei über die faszinierende und hilfreiche Arbeit des Vereins Aktion Canchanabury e.V. informieren, der sich seit über 60 Jahren in Afrika mit konkreten Projekten weit über die Grenzen von Bochum bekannt gemacht hat.

Wer nicht nur Reibeplätzchen futtern möchte, sondern mehr über Afrika erfahren und vielleicht selbst unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen zu kommen. Die eingenommenen Spenden werden natürlich für die Projekte in Afrika eingesetzt.

Vielleicht bin ich dann ja auch vor Ort und wir sehen uns!

Weitere Infos: www.canchanabury.de

Tuncay Nazik – Seelsorger, Flüchtlingsunterstützer und Imam der Islamischen Gemeinde Herne-Röhlinghausen I +Videopodcast I +Podcast Folge #85

Sein Motto ist „MITEINANDER“ !

Tuncay Nazik ist ein Mann der Religion und ein Mann, der die Hand reicht für ein friedliches Zusammenleben. Er betreut die Islamische Gemeinde in Herne-Röhlinghausen. Er öffnet die Türen zur Moschee. Er ist Seelsorger in einer JVA und betreut die Jugendarbeit und die Gemeinde. Im Gespräch wird klar, dass es nur mit einem miteinander Reden, Zeigen und gemeinsamen Tun langfristig Frieden und auch Hilfe untereinander geben kann. Es spielt für ihn keine Rolle, welche Religion, woher der Mensch kommt oder welche Hautfarbe dieser hat. Er erzählt von den Problemen mit Behörden und wie sie mit der Islamischen Gemeinde Flüchtlingen aus Syrien und der Ukraine geholfen haben. Sein Gebot ist zu helfen!

Teaser:

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Zum Videopodcast:

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Als Podcast hören:

Tuncay Nazik gehört zu den Menschen, die sich einsetzen für die Menschen, egal woher sie kommen, aus welchen Gründen und welcher Religion sie angehören. Er betreut die Islamische Gemeinde seit 20 Jahren, die es seit 40 Jahren im Stadtteil Röhlinghausen in Herne gibt. Sein Leben war ein Hin und Her nach Deutschland zurück in die Türkei, dann wieder nach Deutschland. Das Pendeln zwischen den Ländern war für türkische Gastarbeiterfamilien früher zum Großteil normal, weil sie auch zurück in die Heimat wollten. Aber wenn dort keine Arbeit zu finden war, gingen sie wieder zurück nach Deutschland.

So erging es Tuncays Familie bis sie alle endgültig in Deutschland geblieben sind. Er studierte Islamwissenschaft und wurde Imam. Tuncay Nazik arbeitet in Teilzeit als Seelsorger für eine Justizvollzugsanstalt und als Honorarkraft in der Volkshochschule in Herne neben seiner Tätigkeit als Jugendleiter und Gemeindevorsteher bzw. Imam in Röhlinghausen.

Die Gemeinde bzw. der Verein hat 100 Mitglieder, die alles am Laufen halten.

Im unscheinbaren Haus ist die kleine Moschee untergebracht auf der Rheinischen Straße in Herne

 

Im Innenraum der Moschee, die sich in einem einfachen Mietshaus befindet und wahrscheinlich früher mal ein Geschäft oder Kneipe war, lädt ein flauschiger Teppich die in Socken steckenden Füße ein drüber zu laufen, sich hinzuknien und zu Allah zu beten in Richtung Mekka.

Der Imam Tuncay Nazik in der Moschee

Der Raum wird jedoch nicht nur zum Beten benutzt, sondern ist gleichzeitig auch ein Raum für die Jugend. Er ist ein Veranstaltungsraum und ein Raum für Spiele von Kindern und Jugendlichen. Eine Tischtennisplatte steht an der Seite und es können kleine Fußballtore aufgestellt werden. Die Uhr an der Wand ist vor Beschädigung mit einem schützenden Plexiglas abgedeckt.

Die Freitagsgebetskanzel

 

Ein Gebetsraum, der gleichzeitig Spielraum ist, wo gibt es das? Ich kann sagen, dass in einer katholischen Kirche höchstens Kunst hängen darf, Fußballspielen geht eher nicht, aber erst wenn sie entweiht ist.

Der Blick nach Mekka mit den Leitlinien der Islamischen Gemeinde, Links steht der Name des Propheten, rechts Allah

 

Im hinteren Raum gibt es einen Kicker und eine große Bibliothek, in dem alle möglichen religiösen Bücher stehen, auch der Talmud. Für Tuncay gilt eben ein Miteinander, das haben wir auch geklärt im Podcast.

Im Namen des Gottes, des größten Barmherzigen heißt es übersetzt

 

Aufgenommen haben wir ihn zwei Tage nach der Europawahl. So haben wir nicht nur das Thema Religion, sondern auch die Flüchtlingsproblematik, Flüchtlingsaufnahme und sein Tun in Zeiten der Flucht aus Syrien 2015 und der Ukraine 2022 thematisiert, sowie das Erstarken der rechten Parteien in Europa. Wir sind da beide einer Meinung in allen Fragen gewesen.

Definitiv haben wir den Angriff der Hamas am 7. Oktober in Israel als falsch und bestialisch eingestuft. Aber ebenso kritisch sehen wir auch das militärische Ausradieren des Gazastreifens, das in keinem menschlichem Maß mehr einzuschätzen ist. Die israelische Regierung ist ebenso rechts gerichtet und will ein Exempel statuieren, was allerdings auf Tod basiert.

Tuncay sagt es genau richtig: „Der Terror ernährt sich von toten Menschen. Davon gibt es im Gaza mittlerweile zu viele.“ Damit ist alles gesagt, denn die Spirale wird nicht aufhören, wenn nicht die Hand gereicht wird mit diplomatischen Lösungen in der Region.

Ein kleiner Blick in die Bibliothek

Tuncay habe ich kennengelernt indirekt über meine Facebook Gruppe „Ukrainehilfe Ruhrgebiet“. Dort postete er viele Male, was er mit seiner Gemeinde für die ukrainischen Flüchtlinge getan hat. Er suchte nach Unterstützern, Möbel in der Anfangszeit, sowie Helfern und zeigte die Dinge, die seine Gemeinde für die fünf ukrainischen Kriegsflüchtlinge gemacht hat, die sie in der Moschee aufgenommen haben. Schon viel früher wollte ich mit ihm über seine Arbeit reden.

Seit den syrischen Flüchtlingen 2015 hat er mit seiner Gemeinde Flüchtlinge bei allen Lebenslagen unterstützt. Er ging mit ihnen zu den Behörden, bot Deutschkurse in der Gemeinde an und half bei der Wohnungssuche, sowie Einrichtung. Mit seiner Jugendgruppe und Kontakten hatte er auch beim Einrichten und Renovieren der Wohnungen geholfen. Er erklärt, dass in Deutschland 2015 niemand richtig vorbereitet war auf diese Flüchtlingswelle, obwohl täglich gesehen wurde, dass 600000 Menschen über die Balkan-Route in Richtung Mitteleuropa unterwegs waren.

Im syrischen Bürgerkrieg wurde der Diktator Assad von Putins Bomben unterstützt. Es ging kein Aufschrei im Westen hoch. Die Opposition, die Rebellen und die dort wohnenden Menschen wurden wurden ausgebombt von russischen Militärflugzeugen. Es ist also nicht von ungefähr, dass wir sehen, wie Putin seit langer Zeit das friedliche Europa gezielt durch das Schaffen gezielter Flüchtlingsströme zerstören oder zumindest spalten will und gleichzeitig die rechten Parteien damit fördert. Nur die Wähler und Wählerinnen sehen es nicht.

Die Küche

 

Bevor die angekommenen Flüchtlinge eine Wohnung beziehen konnten hat die Gemeinde von Tuncay Nazik alle Veranstaltungen in der Moschee, sowie religiöse Gebete vorübergehend eingestellt. Es war ihnen wichtiger den Menschen zu helfen. Vor Ort gibt es auch eine gut ausgestattete Küche, die genutzt werden konnte.

Über Ebay Kleinanzeigen besorgten sie dann gut erhaltene kostenlose Möbel und halfen bei der Einrichtung von Wohnungen von ihren Flüchtlingen. Wenn gleichzeitig Anfragen kamen, die unter anderem auch von Deutschen waren, die nachfragten, ob sie ein entsprechendes Möbelstück übrig waren, halfen sie genauso. Da gibt es für den Mittvierziger keinen Unterschied. Jedem wird geholfen!

Der Waschraum

 

Tuncay räumt auch mit den Mythen auf, die im Internet herumgeistern, wenn Nachbarn nachhaken, ob es stimmt, dass die Flüchtlinge ein neues Samsunghandy von der Regierung bekommen würden oder gar ein Auto…

Natürlich nicht! Über solche Aussagen schmunzelt Tuncay nur. Gleichzeitig ist es erschreckend, wie blind die Menschen doch in diesem Populismuswahnsinn im Internet an den Lippen von AfD und BSW dranhängen und glauben, was dort in wenigen Zeilen angeprangert wird ohne die Fakten zu zeigen oder Fakten so gedreht werden, auch aus dem Zusammenhang gerissen, so dass ein anderes Bild erzeugt und damit eine weitere Lüge verbreitet wird.

Möbel, Smartphone und Co können Flüchtlinge erst kaufen, wenn die Behörde die Genehmigung erteilt und das kann alles lange dauern. Das Zusammenferchen von verschiedenen Nationalitäten und Mentalitäten in einem großen Raum nur mit einem Vorhang abgetrennt oder innerhalb von einem Container auf wenigen Quadratmetern plus das Warten auf die Aufenthaltsgenehmigung kann an den Nerven zerren. Es ist nicht nur die psychische Belastung aus welchem Grund jemand geflohen ist, ob Krieg, Folter oder auch nur die schlechte korrupte Wirtschaft eines Landes, wo eine langfristige Arbeitsperspektive für junge Menschen nicht gegeben ist, sondern auch das Warten auf die Möglichkeit zu arbeiten.

Sicherlich gibt es auch schwarze Schafe darunter, aber das wieviele schwarze Schafe sind hier im Land geboren und machen schlimme Dinge? Rechte Angriffe sind um viele hundert Prozent gestiegen im Gegensatz zu Übergriffen, die angeblich immer von Flüchtlingen getan werden.

Tuncay hat nur dankbare Menschen erlebt. Sie tauschen sich auch heute noch aus. Er macht es  aus religiöser Überzeugung.  

„Wir machen das für die Menschlichkeit. Wir erwarten von den Menschen nichts. Wenn man eine Erwartungshaltung hat, dann wird man auch enttäuscht“, sagt Tuncay.

Einmal im Jahr beim Geburtstag des Propheten werden Lebensmittel gespendet. Die Gemeinde unterscheidet nicht, woher die Menschen kommen, welche Religion oder welche Hautfarbe sie haben. Sie geben, was sie geben können.

„Der Faktor Mensch“, so Tuncay, „ist in den Hintergrund gerückt. Das war schon mit den Gastarbeitern so. Man hat sie eher so abgestellt, dass sie unsichtbar blieben. Die religiöse Ausübung war oft in Gewerbegebieten, ehemaligen Tante-Emma-Läden oder unscheinbaren Cafés.“

Erst als die Familien nachgekommen sind und Leerstände in den Straßen plötzlich mit Cafés, Bäckereien, Metzgereien, Friseur-, Obst- und Gemüseläden von Gastarbeitern und in den letzten Jahren auch von Flüchtlingen eröffnet wurden, die für sich eine Perspektive gefunden haben, änderte sich das Stadtbild. Es muss mehr Akzeptanz von der anderen Seite geben. Es werden immer Gegenargumente geliefert, was nicht gemacht werden darf im Abendland, aber keine Lösungsansätze. Aufklärungsveranstaltungen können entgegenwirken. Mit offenen Armen empfängt Tuncay gern Skeptiker um sie vom Gegenteil zu überzeugen.

Wer Hilfe braucht oder annimmt, der bekommt auch Unterstützung von der Islamischen Gemeinde, sei es ein psychologischer Beistand, Deutschsprachkurse oder bei Behördengängen. Er erzählt von einem syrischen Flüchtling, der in seinem ganzen Leben im eigenen Land nur einen behördlichen Brief empfangen hat und nun den Überblick verloren hat, denn in nur fünf Jahren in Deutschland hat er schon ganze sieben (!) Aktenordner voll mit behördlichen Schreiben.

Ein anderer Fall ist das Warten auf die Genehmigung eines Umzugsantrags, weil dieser Syrer eine Arbeit in Gelsenkirchen bekommen hatte. Die Wartezeit betrug sechs Monate (!). Nichts hatte sich bewegt. Da nichts passiert ist, ist er einfach nach Gelsenkirchen für seine angebotene Vollzeitstelle gezogen. Er wollte keine sozialen Leistungen mehr beziehen, sondern arbeiten. Das ist positiv, aber die Behörden wollen es wahrscheinlich anders…

Er bekam ein Schreiben, dass er ohne Erlaubnis umgezogen sei. Dadurch wird die Aufenthaltsgenehmigung, so die Ausländerbehörde, nicht verlängert. Er solle nach Frankfurt ziehen und von hier jeden Tag aus zur Arbeit pendeln. Und da fragt man dann, wie soll das gehen, wenn es Fachkräfte gibt, die arbeiten wollen, aber nicht dürfen oder nur eingeschränkt werden?

Tatsächlich ist er wieder nach Hessen gezogen. Hat seine Aufenthaltsgenehmigung verlängert und ist dann wieder nach Gelsenkirchen zurück gekommen. Komplizierter geht es nicht in dem Glashaus der deutschen Behörden.

Natürlich kommen dann Aussagen der frustrierten Flüchtlinge, die arbeiten wollen, dass sie lieber auf Kosten des Staates leben wollen, weil das Arbeitengehen erschwert wird. Das ist eine horrende Farce, wenn man hinter die Kulissen schaut!

Aufenthaltsgenehmigungen, die nicht verlängert werden, können auch in der Zwischenzeit ausgebildete Fachkräfte treffen. Und außerdem wird auch zweierlei Maß gemessen, wenn es um Ukrainische und Syrische, bzw. andere Flüchtlinge geht, die vor allem eine andere Religion haben, aus dem Süden kommen, eine andere Hautfarbe haben. Es ist und bleibt eine Art rassistischer Umgang im Beigeschmack, wenn ich die Informationen von vielen höre.

Tuncay fragt allerdings auch die Menschen, die sich über die jetzigen Flüchtlingsströme ärgern, warum die Menschen aus den Ländern nicht vorher gekommen sind? Sie hätten ja als „Sozialschmarotzer“ schon vor über 10 Jahren kommen können. Es ging ihnen relativ gut! Sie hatten eine Familie, lebten in Frieden, hatten eine Arbeit, die Lebensverhältnisse waren mehr oder weniger gut und sie lebten in ihrer Heimat!

Unsere Aufnahme habe ich kurz nach der Europawahl gemacht. Die AfD hatte gejubelt, weil sie so viele Stimmen bekommen hat. Doch Tuncay erzählt über die AfD in Herne. Sie hat keine Lösungsansätze, sie teilt im Internet nur die polemisierenden Sprüche der Bundespartei. Aber in jeder Stadt gibt es eigene Probleme, die es zu bewältigen gibt. Es gibt die Hau – Drauf – Methode, statt zu schauen, wie es besser, schneller, einfacher geht Menschen zu helfen, um auch einen Sozialen Frieden zu erwirken.

In Herne haben viele Jugendliche, die Tuncay kennt, eher kleine als die großen Parteien gewählt. Aber sie haben gewählt, um die Demokratie zu wahren, denn sie wissen auch, dass wenn sie nicht wählen gehen, die rechten Parteien mehr Stimmen bekommen durch Nichtwähler und Nichtwählerinnen.

Die rechten Parteien vergessen, dass Migranten aus welcher Region der Welt sie auch gekommen sind allein in Herne manche Stadtteile wieder neu aufgewertet haben, wo es Leerstände gab. Sie arbeiten, schaffen Arbeitsplätze, machen das Leben im Stadtteil bunter.

Tuncay hat viele Argumente, die zeigen, dass es sinnvoll ist aufeinander zuzugehen. Er zeigt, dass auch die Religion unterstützen kann, wenn sie nicht als fanatischer Zweck missbraucht wird, Andersgläubige umzubringen. Denn eins ist sicher, egal welche Religion, ob Judentum, Islam oder Christentum, sogar Buddhismus: Alle glauben an den einen Gott. Er sieht in der Vorstellung der Religionen jeweils anders aus. Sie haben alle den gleichen Ursprung. Es wurde in Tausenden von Jahren viel Blut für diesen Glauben vergossen. Es muss aufhören, dass weiterhin Blut vergossen wird.

Denn in egal, welchen religiösen Gesetzesbüchern nachgelesen wird, das Gebot für die Menschen aller Religionen sollte sein nicht zu töten und den nächsten zu lieben, wie dich selbst. Nur dann kann langfristig Frieden unter den Menschen geschaffen werden, was ein Ziel von Gott ist in egal welcher Religion, auch wenn er Allah heißen mag im Islam. Damit kann auch den rechten Kräften der Hass und die Grenzen im Kopf überwunden werden, wenn man aufeinander zu geht und mit offenen Armen gemeinsam an einem Tisch über ein friedliches gemeinsames Leben sprechen kann.

Wird weiter Hass gesät, kommt ein nächster Krieg, die nächste Messerstecherei und der nächste Terror mit unschuldigen Toten und stärkt damit weiterhin die Rechten in der Politik, die wiederum weiterhin Hass und Grenzen schaffen, bis es wieder mal knallt mit Millionen Toten in der Welt. Wer möchte das?

Mit Tuncay Nazik war es mir ein erhabenes Erlebnis zu reden. Jederzeit komme ich gerne wieder, um mit ihm zu sprechen. Vielleicht auch mal die ein oder andere Gemeinde-Aktion mitzumachen. Er hat Erfahrungen, die augenöffnend sind und die jetzige Problematik zeigt, wie einfach es wäre gegen zu steuern, wenn es vor allem politisch und behördlich gewollt wäre.

Gehen wir aufeinander zu und nicht voneinander weg, so können wir Alle im kleinen Rahmen zumindest Frieden und Toleranz untereinander zeigen und für eine bessere Welt „kämpfen“ und danach leben.

Ich kann nur sagen: Mach weiter so Tuncay Nazik! Hier in Herne-Röhlinghausen kann ich beweisen, dass der Islam zu Deutschland gehört! Letztendlich sind die gläubigen Muslime für Arbeit angeworben worden. Das Ausüben ihrer Religion ist laut Grundgesetz ohne Einschränkung möglich laut Paragraph. Jede Diskussion, ob der Islam gut oder schlecht ist, kann sich hier vor Ort überzeugen, dass der muslimische Glaube keinem terroristischem Zweck dient, sondern genau das Gegenteil, nämlich für die Menschen, sowie auch das Wahren der Grundrechte der deutschen Verfassung, die eine Religionsfreiheit beinhaltet.

Dieses Jahr wurde das Grundgesetz 75 Jahre alt. In Artikel 3 (1) steht: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin. (Hier kann ich sagen, dass es allgemein bis in die Mitte der 1970er Jahre dauerte bis der Staat den Frauen überhaupt erstmal eine Berechtigung gaben, ohne Unterschrift ihres Ehemannes eine Arbeit finden zu können, was in der DDR schon seit der Gründung möglich war!)

 In Artikel 4 (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich. (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet. (3) Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. (Hier sagt eindeutig das Grundgesetz, dass auch der Islam zu Deutschland gehört und natürlich auch Moscheen gebaut werden dürfen. Doch in den Köpfen herrschen die Grenzen, die im Grundgesetzt längst allein durch den Holocaust gegenüber die „Andersgläubigen“ Juden, das große Morden der Deutschen im zweiten Weltkrieg zu einem nächsten großen Morden schriftlich verhindern sollte)

Wir haben im Ruhrgebiet eine Vielfalt der Religionen. Es leben auch wieder Juden hier, die eine Synagoge neu erbauen konnten, wie in Bochum, die leider geschützt werden muss von allen Seiten der Gewalt, egal ob Religiöser Natur oder Rechter Überzeugung. Es sind Moscheen entstanden, ob mit Muezzin oder ohne und gleichzeitig sind Kirchen des Christentums geschlossen worden, ob Katholisch oder Evangelisch. Aus diesen Kirchen entsteht neuer Wohnraum, Gewerbe oder Kunst-, Theater- oder Musikspielhäuser. Der Glauben der Christen ist durch die Krusten der alten Kirche erschüttert, vom Verdecken von Straftaten. Deswegen können die Gleichen Menschen jedoch nicht das Leben im Glauben des Islam gleichzeitig verurteilen.

Wer als Muslim seinen Glauben ausüben möchte, der soll das auch tun dürfen in Deutschland ohne Kritik. Die einzige Problematik, die gewahrt werden muss, wenn in Moscheen zu Terror und Krieg aufgerufen wird, ob gegen den deutschen Staat, dem Christen- oder Judentum. Denn dann wird die deutsche Verfassung mit Füßen getreten und deren Freiheit und Demokratie. Auch da ist Tuncay mit mir einer Meinung, dass diese Ausübung nicht zu akzeptieren ist.

Tuncay Nazik ist ein PottMensch, wie er leibt und lebt und die Vielfalt und das Miteinander prägt. Ein toller Mensch!

 

Glück auf sage ich, denn sein Vater war im Bergbau bei Schlägel und Eisen. Sein Vater und Tuncay selbst wurden zu Kindern und Gestaltern des heutigen Ruhrgebiets. Sein Vater arbeitete als Bergmann auf Schlägel und Eisen. Er hat die Kohle abgebaut, damit die Heizung im Winter einen warmen Hintern erzeugen kann!

Für Tuncay ist das Motto „Miteinander“ ! Das sehe ich auch so!

Ich gehe mit offenen Augen durch das vielfältige Ruhrgebiet und ich hoffe, dass ich das bei einigen Menschen nun etwas mehr öffnen konnte mit diesem Podcast und meinen Zeilen dazu. Ich denke, dass ich Tuncay mit Sicherheit noch einmal aufsuchen werde zu bestimmten Themen, die uns berühren. Kürzlich gab er mir Laptops für den nächsten Hilfstransport nach Bosnien, wo ich mit dem Verein im Mai 2024 für Schulen alte Computer zum Wiederverwenden in den Schulen hingebracht habe. (darüber berichte ich noch ausführlich, da die Zusammenstellung der Videos leider etwas länger dauert als geplant). Vielen Dank im Namen des Vereins Aktion Leben und Lernen in Bosnien e.V.!

Wer die Leitlinien der Islamischen Gemeinde liest, wird verstehen, was die Intention von Tuncay Nazik und seiner Islamischen Gemeinde ist:

Die Leitlinien der Islamischen Gemeinde in Herne-Röhlinghausen

 

Leitlinien der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen

Im Bewusstsein unserer Verantwortung vor Gott und den Menschen setzen wir uns ein für

  • das friedliche Zusammenleben aller Menschen in der Gesellschaft,
  • die Akzeptanz von Andersdenkenden,
  • die Weiterbildung der uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen,
  • eine zeitgemäße Vermittlung des Islams.

Wir glauben

  • an Allah, den einzigen Gott, den Ewigen, Allmächtigen und Barmherzigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde,
  • an die Sendung des Propheten Muhammad ,
  • an alle Gesandten Gottes, unter anderen auch an Jesus, Moses und Abraham,
  • an die verbale Offenbarung Gottes dem Koran,
  • dass der Islam die Religion des Friedens ist,
  • dass es keinen Zwang in der Religion geben kann und daher jeder Mensch das Recht hat, gläubig oder ungläubig zu sein oder seinen Glauben zu wechseln.

Wir distanzieren uns

  • ohne Wenn und Aber von jeglicher Gewalt und Hass, ob religiös bedingt oder nicht.

Wir haben keinen Platz und kein Verständnis für

  • Extremismus, Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und für Ideologien, die die Religion instrumentalisieren oder unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung und die in der Menschenwürde wurzelnden Grundwerte der Verfassung nicht akzeptieren.

Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen

  • Deutschland und die Gesellschaft, in der wir leben,
  • das friedliche Miteinander der Menschen, Kulturen, Religionen und Nationen,
  • die Erziehung und Bildung unsere Kinder und Jugendlichen,
  • die Förderung eines zeitgenössischen Verständnisses der islamischen Quellen und ihre Vermittlung im Einklang mit den Menschenrechten.

Wir sind fest davon überzeugt,

  • dass gegenseitige Akzeptanz und ein erfolgreiches Miteinander nur auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und einer differenzierten Betrachtungsweise durch persönliche Begegnungen, Annäherungen und sachlichen Dialog erreicht werden können. Dabei müssen auch Probleme offen angesprochen werden.
  • dass ausländische Konflikte nicht nach Deutschland importiert werden dürfen,
  • dass es für einen Muslim religiös verpflichtend ist, in Frieden zu leben,
  • dass Muslime für die eigene Akzeptanz in die Gesellschaft mehr investieren und an den gesellschaftlichen Entwicklungen aktiv teilnehmen müssen. Das Engagement darf sich nicht auf die eigene Gemeinde beschränken, vielmehr muss es so gestaltet werden, dass es der gesamten Gesellschaft zugutekommt.
  • dass Muslime in Deutschland nur dann in der Gesellschaft richtig ankommen werden, wenn sie sich aus den Strukturen der Heimatländer lösen und eine eigene europäisch muslimische Identität herausbilden,
  • dass Menschen mit muslimischem Hintergrund sich erst dann vollends als Teil der deutschen Gesellschaft sehen werden, wenn die Mehrheitsgesellschaft Muslime als gleichberechtigte Bürger anerkennt und entschieden gegen Diskriminierung und Ausgrenzung vorgeht.

Wir stellen unverrückbar noch einmal fest;

  • dass wir parteipolitisch neutral sind,
  • dass wir keine politische Agenda verfolgen,
  • dass wir keinen bestimmten nationalen oder religiösen Gruppierungen, insbesondere ausländischen, angehören oder nahestehen,
  • dass wir weder einem bestimmten Gelehrten oder einer bestimmten Bewegung noch einem einheitlichen, exklusiven spirituellen Weg zugehörig sind,
  • dass wir keinem religiösen Dachverband angeschlossen sind,
  • dass wir unseren hart erarbeiteten Status als „unabhängige, freie Gemeinde“ als hohes Gut betrachten und für die Erhaltung dieses Status sorgen werden,
  • dass wir die Privatsphäre unserer Mitmenschen achten und schätzen,
  • dass wir uns, als Gemeinde, als Glied dieser Gesellschaft betrachten und unsere Aufmerksamkeit auf die Probleme und Zukunft dieses Landes richten; wir werden nicht zulassen, dass auswärtige Anfeindungen oder Interessen stellvertretend in der Gemeinde ausgetragen werden,
  • dass wir über bestimmte Normen und Werte verfügen, die aus der Verfassung und der Religion abgeleitet sind. Wir bejahen die vom Grundgesetz garantierte gewaltenteilige, rechtsstaatliche und demokratische Grundordnung. Die Werteordnung des Grundgesetzes ist die Basis, auch für Muslime, auf der die Gesellschaft steht und funktioniert. Ein friedliches Miteinander ist nur auf dem Fundament des Grundgesetzes denkbar.
  • Wir sind überzeugt, dass Pluralität der Religionen – auch innerhalb des Islams –, der Völker und Weltanschauungen gottgewollt ist.
  • Wir betonen, dass die Angebote von der Gemeinde demnach offen sind für alle, die sich für islamisches Wissen interessieren, uns kennenlernen wollen, das Wohl der Menschheit anstreben oder den Weg des Miteinanders, des Friedens und der Besonnenheit mit uns gemeinsam gehen möchten.

(entnommen aus Islamische Gemeinde Herne-Röhlinghausen e.V.)

Wer noch mehr über die Islamische Gemeinde in Herne – Röhlinghausen und Tuncay Nazik erfahren möchte, kann noch so einiges unter den folgenden Links nachlesen:

Islamische Gemeinde Herne-Röhlinghausen: https://ig-ev.de

Tuncay Nazik über den Anfang des Krieges in Israel:

WAZ-Beitrag: Islamische Gemeinde in Herne: Krieg wirft uns zehn Jahre zurück

Weitere Links

LinkedIn: Nazik Tuncay – Seelsorger – Islamische Gemeinde Herne-Röhlinghausen e.V. | LinkedIn

inHerne-Das Stadtmagazin: „Mein Präsident heißt Steinmeier!“ – inHerne

Islamische Gemeinde in Facebook: www.facebook.com/islamischegemeinde.rohlinghausen

Islamische Gemeinde in Instagram: @islamischegemeinde

Ukrainehilfe Ruhrgebiet – Gruppe: https://www.facebook.com/groups/1344187189341157/

Adresse
Islamische Gemeinde
Herne-Röhlinghausen e.V.
Rheinischestr. 25
44651 Herne

Telefon : +49 (0) 2325 60785

Email : info@ig-ev.de

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Spendenaktion für Flutopfer von Drin einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen vom Bottroper Verein Aktion Leben und Lernen in Bosnien

Ich unterstützte die Spendenaktion von Aktion Leben und Lernen in Bosnien e.V. für Flutopfer in Fojnica, besonders für die Einrichtung für geistig behinderte und psychisch eingeschränkte Menschen dort in der wunderschönen alten Stadt in Bosnien, die ich mit dem Verein im Mai 2024 besucht habe. 

Darüber werde ich noch berichten. Während des Bosnischen Filmfestival vom 22. – 24.11.24 im Filmforum an der Böckenhoffstraße in Bottrop wird noch ein weiterer Dokumentarfilm vom Berufskolleg Bottrop veröffentlicht werden.

https://youtu.be/RP86VGcBpUM

Video zum Spendenaufruf für die Flutopfer der Einrichtung

Alles ist durch langanhaltende Regenfälle überflutet worden. Viele Häuser sind unter Wasser gewesen.

Darüber wurde in den deutschen Medien leider nicht berichtet.

Sachspenden machen keinen Sinn und kosten zudem auch Zollgebühren. Deswegen übernimmt der Verein die Möglichkeit Geld zu spenden, um einen Neuaufbau und die Versorgung vor Ort zu verbessern. Alle Einrichtungsgegenstände sind kaputt und müssen ersetzt werden.

Wer Spenden möchte, kann das gern tun unter der Bankverbindung:
DE 10424 51220 00000 37549

Paypal:
socialmedia@aktion-bosnien.eu

Bilder von dem Gebiet der Einrichtung während der Hochwasserflut

Über Drin und Fojnica erfahrt ihr in Kürze mehr. Zum Einen, was wir dort erlebt haben und zum Anderen, wie der Neuaufbau voran geht.

Nächstes Jahr wird der Verein wieder einen Hilfstransport organisieren, wo ich wahrscheinlich wieder mitfahren werde.

Mehr Infos zum Verein :
www.aktion-bosnien.eu

Copyright: Die Filme und Fotos sind zum Teil von meiner Reise aus Fojnica. Die Flutaufnahmen stammen von privaten bekannten Personen, die im Ort wohnen und in Drin arbeiten.

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