Vorbildliche Bochumer Touristinfo I Interview mit Christian Krumm von Bochum Marketing I +Video

Bochum Marketing ist schon lange ein großer Spieler im Tourismus im Ruhrgebiet. Christian Krumm, verantwortlich für die Kommunikationsabteilung von der Bochum Marketing GmbH, konnte ich für einige Informationen interviewen.

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2001 wurde die Bochum Marketing GmbH gegründet. Mittlerweile arbeiten 50 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für die Institution, die das Image von Bochum positiv beeinflusst mit Veranstaltungen, Stadtmarketing, Tourismusinformation, Werbung und in der Kommunikation in allen Bereichen. 

Damals einigten sich die Stadt Bochum und die mittlerweile auf angewachsenen 70 Gesellschafter aus Bochumer Vereinen und Institutionen zu je 50% einen Anteil zu übernehmen. Die Stadt Bochum und die Politik suchte nach Möglichkeiten das Image der Stadt mit 370000 Einwohner auch über die Stadtgrenzen hinaus zu verbessern.  Die Gesellschafter bestehen z.B. aus VfL Bochum, Möbel Hardeck, Handelsverband Ruhr-Lippe, Modehaus Baltz, Familienbrauerei Moritz Fiege, Sparkasse und Volksbank Bochum, Tierpark Bochum, Bermudadreieck, Katholische Kliniken Bochum, Oase uvm.

Bochum hat mehr zu bieten als Bermudadreieck, Jahrhunderthalle, Ruhrpark und das jährliche Bochum Total Event. Das gelingt nicht nur, das ist so. In meinen Augen ist die Bochum Marketing GmbH ein Vorbild für viele Städte im Ruhrgebiet zum Aufpolieren des Image. 

Herne und Oberhausen z.B. sind da auch angekommen und haben das System verstanden, dass auch dadurch Firmen angelockt werden, die wiederum Arbeitsplätze ansiedeln und auch die eigene Wirtschaft stärkt. Das ist ein großartiger Nebeneffekt, der sonst nicht auf dem Schirm eines Tourismusbüros ist. 

Manche Städte im Ruhrgebiet, wie z.B. meine Geburtsstadt Bottrop hängen da im Nichts. Die Stadt hatte ein Tourismusbüro, aber nur Tickets und ruhrgebietsbezogene Bücher verkauft. Da wird in solchen Städten gedacht, dass die Menschen von Außerhalb googeln können, Wikipedia nutzen oder sich einen dicken Reiseführer über das Ruhrgebiet kaufen können. Definitv reicht das nicht! Es geht nicht nur um das Image. Es ist das Bild einer Stadt, wo es so wichtig ist zu sehen, wo und wie man dort lebt, dass sich andere dafür interessieren und sie besuchen kommen. Das fördert auch die Wirtschaft und den Einzelhandel. Kleinunternehmen und große Firmen, von Gastgewerbe und Handel werden indirekt oder direkt mit einem gut funktionierenden Tourismusbüro gefördert.

Besucher und Besucherinnen, auch die Einwohner einer Stadt sollten eine Anlaufstelle haben, einen Ansprechpartner bekommen, wo sie aufgeklärt werden können, wohin sie gehen können je nach Interesse. Wer neu in der Stadt ist, möchte wissen, wo es einen Wochenmarkt gibt in der Nähe, welches Museum und die Öffnungszeiten oder ein Kino. Oder wo kann man japanisch essen oder gute alte westfälische Küche genießen.

Es gibt eben Veranstaltungen, die einen interessieren, aber durch die Informationsflut untergehen können. Es gibt gute und schlechte Hotels. Stadtführungen sind wichtig. Sie zeigen eine Stadt historisch oder humorvoll, naturnah oder auf Kunstwegen. Zu guter Letzt muss die Kommunikation zwischen den zuständigen Ämtern, wie Ordungsamt z.B. für Genehmigungen und Veranstaltern und auch zwischen den Abteilungen funktionieren.

Christian Krumm ist seit über zwei Jahren dabei. Es macht ihm Spaß für diese gute Sache jeden Tag sein Bestes zu geben das Stadtimage zu aufzupolieren. Bochum Marketing GmbH hat es verstanden und macht es nicht nur in ihren Büros, sondern auch im Ladenlokal an der Huestraße 9 in der Innenstadt von Bochum. Eine zentrale Anlaufstelle für Bürger und Bürgerinnen und Touristen und Touristinnen ist wichtiger denn je. Anprechpartner, Souvenirartikel, Prospekte über Veranstaltungen in der Stadt im Ruhrgebiet sind in dem Ladenlokal zu finden. 

Aufgeteilt ist die Bochum Marketing GmbH in vier Abteilungen:

  1. Veranstaltungsmanagement:  Hier findet die Planung und Errichtung von z.B. vom Bochumer Musiksommer, Weihnachtsmarkt, Kirmes und Bezirksveranstaltungen statt. Beispielsweise ist die Band „Mondfunk“ eingeladen worden auf dem Grummer Stadtteilfest mitzumachen. Bochum Marketing hat den Song positiv aufgenommen und wollte, dass er dort zum ersten Mal live vor Publikum kommt. Im Internet hatte er schon viele Anhänger gefunden. Begeistert von der Organisation konnte „Mondfunk“ erfolgreich ihren herzerfrischenden Bochum-Reggae-Song erstmalig auf einer Bühne singen. Dazu gibt es einen Podcast von Bochum – Der Podcast von Tobias und Kevin: Musik die aus Bochum kommt – Bochum der Pottcast – Podcast (podigee.io)
  2. Stadtmarketing:  Hier wird die Aufstellung der Wochenmärkte, Verwaltung des Bochum Fonds und der Einzelhandel, die dem Label „Wir sind Bochum“ angeschlossen sind, unterstützt. Außerdem beleben Quartiersmanager in die Bochumer Stadtteile mit Aktionen.
  3. Tourismus: Das Hauptaugenmerk ist das Verkaufsgeschäft für Tickets für Veranstaltungen und Events, Ruhrgebiets- und Bochum-Souvenirs, Veranstaltungsprospekte. Aber es werden auch Gästeführungen organisiert und Hotels und Kongresse vermittelt. Stadtführungen können hier gebucht werden.
  4. Kommunikation: Alle Werbemaßnahmen werden für die Veranstaltungen von Bochum koordiniert. Eine  wichtige Aufgabe ist es auch als Zwischenfunktion für die Abteilungen zu agieren und zu reagieren. Dafür ist Christian Krumm zuständig.  
Stadtportalbochum

Das Label Stadtportal von Bochum Marketing ist die Social Media Plattform auf Instagram, Facebook und neuerdings auch auf Tiktok, um das jüngere Publikum anzusprechen.

 
Links:
 
 
 

Die Touristinfo, das Ladenlokal an der Huestraße 9, Ecke Hellweg in Bochum City

Die Touristinfo – Huestraße 9

Gekauft werden kann da auch der Nachbau des „Selfie-Points“ am Bochumer Rathaus, den ich tatsächlich bei dem vom Stadtportal Bochum auf Instagram initiierten Fotowettbewerb mit einigen anderen gewonnen habe. Im Handel kostet er ohne Pflasterstein 19,90 €, sonst 49 €.

Außerdem gibts auch zu kaufen z.B. Postkarten, das Bochumer Monopoly, Tickets von Veranstaltungen in Bochum, aber auch Bundesweit, Souvenirartikel, wie Aufkleber mit Bochumer Motiven, T-Shirts, Taschen, Ruhrpott-Gin, Eierlikör, Lakritze, Pasta in Förderturmform, Pommesschalen, Wimmelbilderbücher von Bochum, Schicht im Schacht-Puzzle, auch Tassen und diverse Artikel von den Bochumer Symphonikern bzw. vom Anneliese-Brost-Musikforum, Ruhrgebiets-Führer von diversen Verlagen. Da darf natürlich auch nicht die ruhrpottische Fassung von Asterix und Obelix fehlen vom Bochumer Komödianten Hennes Bender. Ein Ständer voll mit Artikeln vom VfL Bochum steht in der Ecke. Und direkt daneben mehrere Regalmeter Prospekte, Flyer und Informationen zu Bochum und das Ruhrgebiet.

Die Beratung ist voll nett. Die übersichtliche Rad- und Wanderkarte von der Stadt Bochum für kleines Geld mitnehmen ist immer sinnvoller als Googlemaps aufzurufen.

Stadtrundgänge

Für jeden Geschmack ist was dabei: die Historische Tour oder Industriekultur, wie eine Westpark-Führung an und unter der Jahrhunderthalle, oder mit der Komödiantin Waltraud Ehlert auf lustige Pottart durch die Stadt auf einen Putzbesen streifen. 

Adresse und Link:

Touristinfo 

für Tickets, Hotels, Stadtführungen und allgemeine Informationen

Huestr. 9

44878 Bochum

Öffnungszeiten

Di – Fr : 10 – 18 Uhr / Sa : 10 – 16 Uhr

Telefon-Hotline: 0234963020 – Mo – Sa : 10 – 16 Uhr

https://www.bochum-tourismus.de/

 

Bochum Marketing GmbH

Gesellschaft für Standortmarketing, Stadtwerbung, Touristik und Zentrenmanagement

Huestr. 21-23

44878 Bochum

T: 0234904960

info@bochum-marketing.de

Weitere wichtige Internetseiten von Bochum Marketing GmbH

www.bochum-vonhieraus.de
www.bochumer-musiksommer.de
www.bochumer-weihnacht.de
www.tapetenwechsel-bochum.de
www.bochum-fonds.de

Stadt Bochum
www.bochum.de

 

Danke für die Genehmigung zum Filmen und das Interview mit Christian Krumm von Bochum Marketing! 

Glück auf

Müllsammelaktionstag zur Ausstellung Flaschengefühle macht wütend I +Video I +Short I +Fotogalerie

Kann man es erfolgreich nennen, wenn Müll gesammelt wird? Wäre es nicht sinnvoller, wenn es gar nicht in der Landschaft liegen würde. Müll gemacht von Menschenhand. Erst hergestellt, dann ohne Gewissen ins Grün. Das macht wütend! 

Der erste Tag meiner Projektwoche  „Vermüllung der Stadt“ mit dem Sammeln von Müll im Rahmen meiner von der Stadt geförderten Ausstellung „Flaschengefühle“ begann in der Umgebung der kleinen Kunstmuseums „Schaubüdchen“ am 16.7.23 um 11 Uhr.

Kleines Einblickvideo: 

https://youtube.com/shorts/x3XWicLokLQ?feature=share 

Am Tag der Müllsammelaktion, war ich alleine. Es läuft nicht immer alles rund bei einem Projekt, wenn man sich auf relativ schnelle Rückrufe und Email-Antworten verlässt. Die IFAK hatte ich sechs Wochen zuvor angerufen und per Mail angeschrieben. Zwischendurch ebenfalls nochmal, aber erst einen Tag nachdem ich die Termine eine Woche vor der Eröffnung der Ausstellung festlegen musste, kam der Rückruf mit dem Hinweis, das ab dem 15.7 alle in Ferien für drei Wochen sind.

Nicht nur das die Flyer dadurch auch noch nicht mal am Tag der Eröffnung pünktlich kommen konnten, nein der Aufruf in Facebook-Gruppen innerhalb von Bochum sollten ja 30000 Menschen erreichen, ging schief. Zwei Likes waren alles. Die Reichweite wurde dadurch geschmälert. Und durch die späte Rückmeldung hatte ich nicht mehr daran gedacht, daraus eine „Veranstaltung“ zu machen, was eventuell mehr Anmeldungen gegeben hätte, als ein Aufruf. Habe ich an Ferien gedacht? Ja, aber nicht jeder kann sich leisten bei den Preisen sechs Wochen Urlaub zu machen. Also Teilnehmende hätte es mit Sicherheit geben können. Ich habe trotz der Situation aber nicht sauer reagiert. Ich habe mich so oder so darauf vorbereitet allein zu gehen und diesen Projekttag bewußt zu erleben. Es war sehr erbaulich am Tag der Aktion, dem Mängelmelder, die Bochumer Bürgerecho – App, 13 Mal zu nutzen und nun zwei Tage später mit einer Mail eine Antwort zu bekommen, dass vier gemeldete Mängel behoben wurden. Ich bin mir sicher, dass die anderen und zusätzlich zwei gemeldeten Vorschläge ebenso erhört werden zur Verbesserung der Stadt.

Egal. Ich lerne aus meinem Fehler. Ich werde mit der IFAK diese Müllsammelaktion im Herbst nochmal durchführen, wie ursprünglich geplant.

Dabei fing der „Spaß“ tatsächlich kurz nach meiner Haustür an: Vier leere Astra-Flaschen standen vor den Müllcontainern, fast wie beim Spiel „Mensch ärgere dich nicht“. Als wenn es ein Hinweis gewesen wäre für den Ablauf des Tages. Die sind natürlich für die Pfandspende eingesammelt worden. Dann ging es ab zum Schaubüdchen.

Wegen des schnellen Erfolgs schon gleich hier und jetzt am Anfang meines Berichts mein Aufruf: 

Liebe Bochumer und Bochumerinnen! Ladet euch die Bürgerecho-App hoch und meldet, was das Zeug ist. Nur so kann es Verbesserungen in der Stadt geben! Hier ist der Link:

BürgerEcho Bochum – Apps bei Google Play

Für alle anderen Städte gilt es das gleiche. Schaut in die Google oder Apple App-Listen ! Sie gibt es auch für viele andere Städte. Bombadiert die Mängelmelder-App. Es lohnt sich für deine Stadt!

Mängelmelder oder Bürgerecho können was bewegen!

Siehe da, es war auch recht erbaulich, wenn auch mit Frust verbunden, das Menschen die wirklichen Schweine sind. Schweine sind in ihrem Stall mit Sicherheit sauberer, wenn sie nicht kacken und pissen müssten, auf Deutsch gesagt, was dann auf unseren Feldern landet und dann auf unserem Tisch inne Kohlrabi, Brot oder Maiskolben.

Spaß beiseite. Ich hatte meinen Garten-Bollerwagen genommen und bin vom Schaubüdchen aus rechts in die Katharinenstraße gegangen. Da kam ich ganze 20 Minuten nicht weiter. An jedem Baum und Laternenpfahl lagen Zigarettenfilter und -Stummel. Ich habe auch nur rechtsseitig den Abfall in den orangen Sack des USB (Umweltservice Bochum) geschmissen, die ich mir am Freitag noch rechtzeitig für eigentlich dreißig Teilnehmern geholt hatte. Die andere Seite sollte auf dem Rückweg gemacht werden. Dazu bin ich gar nicht gekommen.

 

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Hätte ich ein Team gehabt, hätte ich eins nach Stahlhausen hinter die Feuerwache geschickt, ein anderes in den Bereich der Rottstraße und ein drittes Team auf das Gelände der Jahrhunderthalle, so bog ich allein auf weiter Flur in die Henriettenstraße rechts ab und kam am Hunde- und Spielplatz vorbei. Auf der Wiese lag tatsächlich wenig Müll. Der Mülleimer vor Ort war gut gefüllt. Die Hundetüten im Hundemülleimer waren leer. Die erste Meldung für den Mängelmelder der Bürgerecho App von der Stadt Bochum wurde von mir fertig gestellt.

Ein Hundebesitzer fragte, warum ich filme. Er hatte einen kleinen Bullterier, der aber völlig harmlos war, aber von vielen als Kampfhund gesehen wird. Naja, an der Leine hätte er ihn trotzdem nehmen müssen, als er vom Hundeplatz kam. Ich hatte keine Angst. Der Hundebesitzer war an meiner Ausstellung interessiert und fand meine Aktion gut. Blacky schnüffelte am Bollerwagen interessiert herum.

Auf dem Spielplatz war der Mülleimer bis oben hin voll. Die nächste Mängelmeldung, diesen zu leeren, ging durch das 5G-Netz, das dort tatsächlich herrschte. Ein voller Hundekotbeutel wanderte noch in den Mülleimer. Alles andere drumherum habe ich in den USB-Sack gepackt.

Ich dachte, du hast ja schon bald die Hälfte hinter dir, aber dann ging es erst richtig los auf dem kleinen Stück der Adolfstraße am Spielplatz entlang. Einmal um die Ecke im Grüngürtel um den Fußballspielplatz fand ich einen Einkaufswagen, eine Menge Tetrapaks, Altpapier von Prospekten, die hoffentlich bald Geschichte sind, einen Tisch, eine Mappe von einem Tapezierladen, einen Brotkorb von Harry, den ich für den Transport von leeren Flaschen von nun an nutze, um diese vom Restmüll zu trennen, die ich dann auf beiden Seiten des Grüngürtels fand. Ein Stückchen weiter hätte ich, wie im Dschungel weich auf einer wunderbaren Schaumstoffmatratze schlafen können. Auch sie war einfach so da im Grünen entsorgt worden, obwohl sie kostenlos auf der Sperrmülldeponie der Stadt abgegeben werden hätte können.

 

Meist waren es eben kleine Schnaps- und Likörflaschen. Wodka Gorbatschow oder Jägermeister, Kümmerling und was weiß ich, welche pfandlosen Flaschen hier und da durch Starkregen und Dürrezeiten über Jahre hinweg in der Erde z.T. eingegraben waren.

Die Grüngürtelbereiche sind ältere Gesträuche, die Insekten so gut wie keine Chance geben. Für Bienen ist hier auf der Adolfstraße nichts gepflanzt. Die Sträucher sind z.T. auch ausgetrocknet. Die Wiese hat kaum Wuchs und durch die hohen dichten Bäume wächst da unten das Grün auch kaum. Das ganze Straßenbild ist einfach nur Scheiße. Ich muss es so ausdrücken, wie es ist.

Mitten auf dem Bürgersteig bin ich natürlich auch in Scheiße getreten. Ein Sinnbild der Lage nachdem ich den Tisch dem Mängelmelder mitgeteilt habe. Auf der Parkplatzseite lagen in den Sträuchern eine Autolampe, ein angeschimmelter McCafe-Becher, Plastik von Süßkram, Überraschungseiplastik, Tetrapaks, Gummi von irgendwas Undefinierbarem, Heizungskörperableser, Getränkeflaschen aus Kunststoff, Deckel für Becher mit Strohhalm, eine Blindschleiche aus Gummi.

Dann entdeckte ich an der Seite einen weiteren Eingang zum Sportplatz. Dieser hat keinen Mülleimer und prompt wandert auch das Tetrapak im nahgelegenen Strauch. Das Tetrapak würde ich wahrscheinlich in 10 Jahren immer noch finden können, kaum verwittert, weil es Aluminium und eine Plastikfolie zum Erhalt des Mindesthaltbarkeitsdatums enthält. Die Farben auf dem Pappkarton von Außen sind meist auch problematische Chemikalien, die dann den Boden verseuchen können.

Auf der anderen Straßenseite war ein von alten Bahnschwellen umzäunter Blumenkasten. Diese Form ist auf allen Straßen, aber die Sträucher wirken nicht mehr gepflegt. Im Inneren sind sie kahl und zeigen Flaschen, die dort verwachsen sind mit der Erde und den Zweigen. Ich habe reichlich viele kleine Schnapsflaschen herausholen können. Die ganzen Teile laden nicht mal Vögel zum Verweilen ein, geschweige denn ein Nest zu bauen. Auch der Grünstreifen der Adolfstraße ist einfach nur scheiße anzusehen. Er sieht nicht gepflegt aus. Natürlich ist dort wenig Licht durch die hohen Bäume. Aber deswegen wächst auf so einem Grünstreifen trotzdem eine Blumenwiese. Alle Sträucher können eingedämmt werden und eine pflegeleichte Blumenwiese erhalten für Bienen und Insekten wäre mein Vorschlag. Das macht das Wohnen auch schöner vor Ort als diese Gehölze, die nur Grün sind, wie die hohen Bäume. Es gibt keinen Farbwechsel.

An einer Stelle des Grünstreifens war ein Plastik in der Erde, dass die Ameisen zum Abdecken ihrer Erdhütte genommen haben. Das wußte ich ja nicht. Woher sollte ich ahnen, dass sie jetzt keinen Regenschutz mehr haben. Was für ein Gewusel!

Dann kam ich an eine Stelle, die eine Pergola aus Stahl hat für Kletterrosen. Von Rosen keine Spur, sondern von Socken, Pappe, Flaschen, Splitter von Flaschen, ganz viele Tücher, wahrscheinlich für das Abwischen für den Uriniervorgang bei Damen. Alle lagen achtlos in den Ecken oder vom Winde verweht in der Mitte. Sie wanderten trotzdem in meinen Sack, ich meine den orangen vom USB.

Der Platz war so verwahrlost, dass ich den Mängelmelder aufrief für das Aufsammeln des Laubs, der so wie es aussah noch vom letzten Jahr war. Hier könnte man mit dem Spielplatz den Bereich mit einbinden oder einfach Parkplätze machen. Die Pergola macht überhaupt keinen Sinn, wenn sie nicht entsprechend gepflegt wird. Wenn das so ist, dann weg damit. Aber so ist das eher ein nichteinladender Platz.

Warum nicht ein paar Blumenkästen hinstellen oder die Nachbarschaft macht dort einen Hochbeetgarten zur Selbstversorgung. Absperren für die Nachbarn zum Klönen und gemeinsamen Mensch ärgere dich nicht spielen. Das hätte ich gebraucht, denn der nächste Ärger kochte in mir.

Eine halbe Sektpulle am Stromkasten. Immer wieder Flaschen am Stromkasten. Als wenn die Stromkästen Flaschen magnetisch anziehen. Unglaublich. Und es ist eben auch keine Pfandflasche. Somit bleibt sie in der Landschaft liegen, wie die anderen.

Pfandflaschen werden von der ärmeren Bevölkerung gesucht und gefunden, aber auf dem herrenlosen Platz war auch eine Krombacher, frisch geköpft in der Ecke. Sie wurde nicht mitgenommen. Im Gebüsch lag eine zweite, kaum zu sehen, ebenfalls nicht mitgenommen. Pfandflaschen und Pfanddosen habe ich nur eine Handvoll gefunden. Aber alle Nichtpfandflaschen, die wenn sie irgendwie fallen oder gekickt werden, können gefährliche Glassplitter erzeugen. Fallen Kinder da hinein, gibt es ein böses Erwachen, ganz zu schweigen von Hunde- und Katzenpfoten. Da kommen teure Operationen beim Tierarzt auf einen zu.

Auf der Ursulastraße kurz vor dem Schaubüdchen habe ich tief liegende Kellerfenster gesehen. In einem lag einiges an Müll, was ich herausgepickt habe. Diese Fenster laden ein, etwas hineinzuwerfen. Geöffnet zum Säubern werden sie wohl nie. Sie wachsen mit Unkraut zu und basta. Davor liegt ein Streifen aus Kopfsteinpflaster. Logisch, dass dazwischen Grünes wächst und die Steine aus dem Sandbeet drängt. Ein Vorschlag von mir: Die Kopfsteinpflaster brauchen dort gar nicht sein. In Holland, wo es z.B. in Amsterdam kaum Parkanlagen gibt, haben sie Menschen entschieden mit Einverständnis der Stadt, vor ihrem Haus Steine zu entnehmen und Blumen oder einen kleinen Blumenwiesengarten anzulegen. Das macht viel Sinn. Erstens tut man was für die mittlerweile stark dezimierte Insektenzahl und Bienen und zweitens für den Klimaschutz. Drittens wird das Wasser von den Pflanzen aufgenommen, auch bei Starkregen, während das sonst über die Steine in die Gullys fließt. Ein Vorschlag, der in jeder beliebigen Stadt gemacht werden kann und kaum Kosten verursacht. Einmal im Jahr geht man im Herbst mit einem Rasenmäher drüber und fertig.

Aber das Grünflächenamt pflegt ja nicht mal die Adolfstraße, wie soll so etwas möglich sein… Das werde ich doch mal anbringen beim politischen Gespräch.

Statt es im eigenen Fahrzeug mitzunehmen um in den eigenen Hausmüll zu legen, wird es einfach achtlos in die Stadtlandschaft geschmissen. An den Seitenrändern der Bürgersteige kann der Straßenreiniger des USB leider auch nicht immer mit seinem Besen vorbei kommen, wenn da Autos vor dem Müll stehen. Auch da sehe ich trotzdem die händischen Besenreiniger in der Pflicht sich auch mal zu bücken. Ich hab jedenfalls alles dort weggemacht. Und dann kam die Überraschung….

Der rückwärtige schöne Platz vom Musikzentrum war voll mit Müll. Überall Flaschen ohne Pfand. Es waren z.T. zerschlagene und eine Menge Wodka-, Wein-, Whiskey-Flaschen. Hochwertiges Zeug zum Saufen. Und es waren sechs Lachgas-Flaschen von mir gefunden worden.

Ich wußte nicht, dass man die braucht. Ich bin auch ohne sowas lustig. Die Dinger enthalten Distickstoffmonoxid. Ist total trendy, wie man heute sagt. Es gibt zum Inhalieren sogar Geschmacksrichtungen von Mango, Pfirsich und Erdbeer und soll unbeschwerte Freizeit-Spass-Fotos bringen. Eine Flasche kostet um die 25 €. Ein Sechser-Pak wird mit 145 € im Internet gehandelt. Und dann liegen die einfach hier rum. Das kann sich keiner mit Bürgergeld kaufen. Das ist nicht die Klientel, die diese „hochwertigen Flaschen“ in die Landschaft werfen. Unglaublich!

Am Ende dieser Rundtour von knapp drei Stunden habe ich mehr als einen halben Sack zusammen. Doch ich wollte ja unbedingt zum Anneliese-Bost-Musikzentrum. Das ach so tolle teure Teil der Stadt hat einen wunderbaren sehenswerten Platz zum Ausruhen und Klönen auf der Rückseite.

Ich war einen Tag vorher zufällig dran vorbei gelaufen und war erschrocken wieviel Müll und Flaschen da herumgelegen haben. Bis ich allerdings mit einem weiteren Sack dort ankam über die Katharinastraße und Maximilian-Kolbe-Straße auf die Humboldstraße, da hatte ich den blauen Ersatzsack schon wieder voll mit Pappe für Pizza, Getränke oder Fressalien.

An dem Marienstift, einem Seniorenheim direkt gegenüber, ist seitlich an der Maximilian-Kolbe – Straße eine Absenkung des Bodens. Diese ist abgesperrt mit einem Bauzaun. Davor stand mal wieder ein Einkaufswagen. Es war der Dritte innerhalb von 800 Meter Radius. Der zweite stand auf dem Gelände des Spielplatzes an der Katharinastraße.

Hinter dem Bauzaun lag natürlich, wie aus den Augen aus dem Sinn, logischerweise Müll. Meist sind es Becher, kleine Kunststoffe, Löffel, Tüten voller Dönertaschen, also alles, was mit Essen zu tun hat. Der Mülleimer kann so viel auf einmal nicht schlucken. Und wenn voll, dann wohin?

Die schweizerische Koordinationsstelle Sucht stellt fest: Aktuell geniesst Lachgas bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15-25 Jahren seit den 1990er Jahren eine gewisse Popularität. Sie gilt als Freizeitdroge.

In der Technoszene wird sie gern genutzt, um scheinbar besser abtanzen zu können. In einigen europäischen Ländern sind diese Kapseln schon verboten. Ich finde, diese Dinger sollten hier auch verboten werden. Früher hat ein Zahnarzt sowas verwendet, wieso kriegt man diese Klamotte bei uns ganz normal zu kaufen?

Der Hersteller des Gases warnt sogar versteckt im Kleingedruckten auf einer Unterseite im Online-Shop: „Distickstoffmonoxid ist ein Gas, das nach dem Einatmen ein angenehmes Gefühl des Wohlbefindens und eine leichte Euphorie, zwischendurch Halluzinationen und bei manchen Menschen eine schmerzlindernde und sedierende Wirkung hervorrufen kann“ (Quelle: https://blaulichtreport-saarland.de)

Es wird gemunkelt, dass die „Exotik Whip“ nach dem Konsum schon Unfälle auf den Straßen erzeugt haben kann. Halluzinationen und ein gewisses Wohlbefinden mit Sedierung ist für mich eindeutig ein großes Gefahrpotential auf der Straße. Das Potential hat man bei Ecstasy auch und es ist eine verbotene Droge, die man trotzdem irgendwo erhalten kann. Diese Lachgas-Geschichten gehören auch verboten, meine Meinung! Sie sind gefährlich und liegen auch noch als Müll in der Landschaft herum. Zu fein, die jungen Leute, aufzustehen und im Rücken die Mülleimer zu benutzen. Geht auch nicht mit einem Lachkrampf, das fallen eher die Flaschen aus den Händen und zerschellen auf dem Steinboden.

Auf dem Platz kam mir Kai Braun entgegen und fand meine Aktion sehr gut. Er erklärte sich bereit mir zu erzählen, dass er sich auch jeden Tag hier mit Freunden trifft. Am Wochenende sieht der Platz immer so verheerend aus. Da nehmen die Discobesucher gern die Alkoholischen und di Lachgasnummer gleichzeitig ein und machen einen auf Trallafitti. Ordnungsamt und Polizei scheint entweder machtlos zu sein oder wird nicht Herr der Lage. Was tut die Stadt? Warum sieht der ehrwürdige Platz regelmäßig so aus?

Da hat die Stadt mit zusätzlichen Spendengeldern zig Millionen das tolle Konzerthaus der Bochumer Symphoniker hingesetzt und bekommt es nicht gebacken drumherum sauber zu halten. Das muss doch anders gehen. Das hoffe ich bei meinem Gespräch am Freitag mit den Politikern zu klären. Allerdings warte ich noch auf einige Zusagen…

Ich habe nur die alle Flaschen und Lachgasbehälter mitgenommen. Diese waren so schwer auf dem Rückweg zum Schaubüdchen, so dass ich nun einen zwei Zentimeter längeren Arm habe. Die Finger hatten fast Blasen von dem Greifer bekommen.

Der Bollerwagen war voll mit Glasflaschen. Da ich nicht mehr genug Platz für den Restmüll hatte, habe ich die Mängelmelder-App wieder genutzt. Ich werde die Tage wieder schauen, wie es da aussieht. Und die Trommel rühren, damit die Stadt ihr Bild wieder in den Griff bekommt.

Wie sieht das für internationale Touristengäste aus?

Ich sage das im Video auch ganz klar, als ich die „Absolut Wodka“ – Flasche filme: ABSOLUT SCHEISSE!

Natürlich ist es ein Kampf gegen Windmühlen. Man fühlt sich wie Don Quichotte. Trotzdem möchte ich was bewegen, nicht nur in Bochum. Es reicht nicht immer ehrenamtlich Müll einzusammeln. Es müssen Maßnahmen ergriffen werden. Ich bin auch nicht für Verbote, aber ich bin für mehr und höhere Strafen. Das funktioniert in anderen Städten der Welt auch. Ich bin für eine größere Kontrolle. Denn gerade das führt auch bei den Menschen zum Nachdenken, wenn sie das im benebelten Lachgas schon nicht mehr hinbekommen können.

Zusammengekommen sind sozusagen ein voller Sack mit Restmüll, aus dem ich wirklich kein Kunstwerk mehr machen kann. Ich hab da ein Brett und ein paar Plastikteile. Mal sehen, was geht. Das habe ich heute nicht mehr gemacht. Um 17 Uhr statt um 13 Uhr habe ich meine Müllsammelaktion beendet und bin anschließend ausgelaugt Kohlenhydrate mir reinziehen gefahren bei meiner Stammeisdiele „Eiscafé Etna“, Am Thie in Eppendorf. Ein bisschen Schleichwerbung für das gute Eis dort darf ich ja wohl mal machen.

Der nächste Tag wird auch das ein oder andere bringen: Historische Hinweisschilder säubern. Da werde ich in Stahlhausen schauen, aber definitiv auf dem Gelände von der Jahrhunderthalle. Bestimmt muss ich den Mängelmelder wieder füttern wegen des Wochenendes. Da wird dort gerne gegrillt und gefeiert. Alles gut und schön.

Aber liebe Leute, nehmt euren Müll bitte mit, denn ihr habt die Klamotten ja auch gebracht zum Feiern. Warum bleibt es dann vor Ort liegen? Ich zahl Steuern, irgendein Bekloppter macht das schon? Ja ich oder jemand vom „Frühjahrsputz“, freiwillig. Das ist aber nicht die Lösung!

Mal sehen, was die Projektwoche noch so bringt!

Glück auf!

Euer Ruhrpottologe

P.S.1: Natürlich war ich einen Tag später schauen, wie es aussieht auf dem Anneliese-Brost-Musikforum-Gelände. Siehe da. Sauber gemacht. Zumindest die groben Sachen. Alle Splitter von Glas und Kronkorken von Bierflaschen liegen da leider noch rum. Ein Hund sollte da nicht herlaufen. Hab einen Passanten mit einem Hund gewarnt dort seinen Hund herlaufen zu lassen.

P.S.2: Ich bin wegen drohenden Regens zum Schaubüdchen mit dem Fahrrad gefahren und hielt an der Adolfstraße an. Die  Matratze, der Tisch und der Einkaufswagen standen und lagen noch da. Geht ja auch nicht immer alles so schnell. Ist ja gemeldet wenigstens. Aber innerhalb von nur 24 Stunden hat sich zweierlei Dinge getan.

Ich musste erst lachen, weil jemand vor dem Einkaufswagen ein Parkschild aufgestellt hat. Doch dann blieb mir das Lachen im Hals stecken, denn zum Tisch hat sich über Nacht eine Matratze dazugesellt! Der Mängelmelder ist informiert. Ich bin wirklich sprachlos, wie Menschen so unachtsam mit ihrer Umwelt umgehen können. 

Etwas hinter Grün zu verstecken ist das eine, aber das fördert dazu, dass andere das Grün nutzen eine neue wilde Müllkippe aufzumachen. Wenn einer anfängt, folgen andere. Mein Vorschlag: Das Grün muss geschnitten werden oder anders gepflanzt, damit dort keine weitere wilde Müllkippe mehr stattfinden kann. 

P.S.3: Natürlich habe ich wieder geniale Motive gefunden, die ich in weiteren Ausstellungen zeigen kann. Eine eigene Instagram-Seite habe ich jetzt dafür auch errichtet, damit ich nicht zuviel davon auf meinem Account zeige. Wenn ich Bilde verkaufen oder versteigern sollte, geht 10 Euro pro Bild an den Obdachlosenverein BODO e.V. Das ist meine Intention meine Bilder durch euren Müll eine Wertigkeit wieder zurück zu geben, in der Hoffnung, dass der Müll weniger wird und nicht mehr in der Stadt und dann ins Meer wandert, und dass ich damit den Menschen, die abhängig sind von Spenden etwas helfen kann.

P.S.4: Die Ausstellung „Flaschengefühle“ mit meinem Projekt mit dem Thema „Vermüllung der Stadt“ wird vom Westendbeirat unterstützt und der Stadt Bochum gefördert

Altenessen auf 3 Rädern I Mit der Triker Gemeinschaft NRW unterwegs I +Video I+Fotogalerie

Für mich, wie für viele Bewohner des Seniorenzentrums Altenessen waren das besondere Stunden mit den herzensguten Trikern. Die Triker Gemeinschaft NRW lud mich für den 24.6.2023 ein mitzukommen auf ihre Tour um das Seniorenzentrum Altenessen. Es war sehr bewegend für mich, auch die Freude der Menschen zu sehen, bei diesem herrlichen Wetter. Den Wind um die Nase spüren zu können auf einem Dreirad, das hätte ich auch gerne meinen Eltern gegönnt, die nicht mehr da sind!

Markus Gärtner hatte ich kennengelernt an Halloween im Horrorhaus von Kerstin Beck in Bottrop als er dort als lebender Zombie die Besucher verschreckte. Er fragte mich kurz danach, ob ich Interesse hätte dabei zu sein und eventuell etwas filmen über das Tun der Triker Gemeinschaft NRW an diesem Tag in Altenessen. Ich sagte natürlich sofort zu.

Die Triker Gemeinschaft NRW macht viele gemeinsame Aktivitäten für einen guten Zweck. Sie bieten u.a. Touren an Menschen im Alter, Behinderte oder Kinder. Eins davon ist einmal im Jahr im Seniorenzentrum Altenessen mit Festivitäten allen Bewohnern eine kleine Spritztour in den zwei Sitzschalen hinter dem Fahrer eines Trikes zu gönnen.

Jan, Anne, Markus und die anderen düsen dann um das Seniorenzentrum und zaubern ein Lächeln auf die Gesichter der Bewohner und Bewohnerinnen. Egal, welches Gebrechen sie haben, sie helfen auch um in den Sitz zu kommen.

Einmal hab ich die Hüte gewechselt bei einer Bewohnerin, weil der Strohhut weggeflogen wäre. Aber prompt ist auch meine Mütze davongesegelt. Die Ruhrpottkappe musste ich ja wiederhaben. Es war sehr sonnig an dem Tag und die Glatze gleich bevor es ab zur Extraschicht geht zu verbrennen musste nicht sein. 

Nicht nur das ich die Kappe wiedergefunden habe, sondern da fuhr der Tross der Fahrer direkt vorbei und hupten. Die persönliche Schau hätte ich gar nicht gekommen, wenn die Mütze nicht weggeflogen wäre.

Das Fest drumherum mit Zuckerwatte, Bratwurst und reichlich Musik und Tanz lenkte alle vom üblichen Alltag ab. Alle hatten ihren Spaß! Ich habe nur lächelnde Gesichter gesehen!

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Das freundliche Seniorenzentrum Altenessen 

Andreas Atzler, Leiter des Seniorenzentrums Altenessen, erklärte sich bereit über das Haus ein wenig zu plaudern und erwähnte, dass noch jemand gesucht wird für die Nachtschicht. Das moderne Altenzentrum ist 2008 eröffnet worden. Ein Fachkräftemangel hat das beliebte Haus nicht.

Es waren besondere Stunden mit besonderen Menschen des Ruhrgebiets. Unter anderem hatte ich Corinna Kirschberg aus Marl kennengelernt. Sie fährt oft mit auf Events der Triker und berichtet auf der Facebook – Seite  https://Facebook.com/infomarl über die mitgemachte jeweilige Tour. Sie erklärte mir, dass sie durch die Trike Gemeinschaft NRW einen neuen Lebenshalt gefunden hat nach einer schweren Erkrankung. Die Triker Gemeinschaft heißt nicht nur so, sondern sie halten eng zusammen, helfen sich gegenseitig. Corinna hat ständig ein Lächeln im Gesicht und ein Leuchten in den Augen, wenn sie von den Trikern redet. Einige Fotos und meine Abfahrt als Film hat sie mir mit ihrem Copyright überlassen. Vielen Dank dafür!

Für das Haus Seniorenzentrum Altenessen, das ihre motivierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen jede Woche Mittwoch zum Tanzen bringt, wünsche ich weiterhin eine gute Zeit. Das Haus wird geführt von der GESOB GmbH, einer Wer mehr über das Seniorenzentrum wissen möchte, einen Platz sucht in diesem schönen Haus mit 91 Plätzen oder einen Arbeitsstelle in der Pflege oder Gastronomie, kann sich hier melden:

Altenessener Seniorenzentrum – GeSoB Gmbh & Co. KG (gesob-gmbh.de)

Telefon: 0201946110

Einrichtungsleitung: Andreas Atzler

a.atzler@seniorenzentrum-altenessen.de

GeSoB GmbH & Co. KG*
Gesellschaft für soziale Betriebe
Altenessenerstr. 170
45326 Essen

Telefon 0201.94 611-0
Telefax 0201.94 611-555
GeSoB Verwaltungs GmbH
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Wer ist die Triker Gemeinschaft NRW?

Mit einem ungewöhnlichen Gefährt, dem Trike, ein dreirädriges Motorrad, möchten sie den Menschen, die eine besondere Betreuung brauchen, wie in Seniorenzentren, Behindertenheimen und Kindern, einen unvergesslichen Tag bieten.

Uneingennützlich fahren sie ihr Dreirad mit einer Schatztruhe, die auch immer mit vielen besonderen Sachen gefüllt ist, um anderen eine Freude zu machen.

Unentgeltlich bieten sie eine besondere Fahrt mit vielen tollen Menschen jeden Alters, ob Kinder, Menschen mit Inklusionshintergrund oder Senioren. Sie bekommen ein Lächeln auf den Lippen, wenn sie den Fahrtwind im Gesicht spüren und dadurch für einen Moment oder eine Weile ihre Sorgen, Nöte und Probleme vergessen.

Für die Triker Gemeinschaft NRW wünsche ich noch ganz viele tolle Fahrten und den Menschen den Spaß, den ich selbst kurz erleben durfte anfangs auf dem Trike von Jan und am Ende auf dem blauen Trike von Markus.

Wer bei der Triker Gemeinschaft NRW mitmachen möchte, kann sich gern bei Ihnen melden. Mehr Informationen:

Triker Gemeinschaft NRW | Facebook – Gruppe

Triker Gemeinschaft NRW – YouTube – Kanal

Video  der Trike Gemeinschaft NRW : Seniorenfahrt Altenessen 24.06.2023 – YouTube

Website: https://www.trikergemeinschaftnrw.de/

Wer selbst ein Trike sucht, um mitzumachen, habe ich folgende Händler gefunden zum Kaufen oder Mieten (Werbung unaufgefordert und unbezahlt):

Trike-Vermietung und Verkauf, Touren mit Trikes und Harleys | Fun-Trike Roski, Marl (im Ruhrgebiet)

Nicht-Ruhrgebiet

R-Trikes | Offizieller Rewaco und Boom Vertriebshändler (rtrikes.de)

Trikes kaufen – gebraucht und neu beim Fachhändler (saartrikes.de)

Ansonsten auch auf Boom | Motorrad kaufen bei mobile.de


Glück auf

@ruhrpottologeandrebrune 

Musik im Youtube-Video ist genehmigt aus Epidemicsound.com Bonkers Beat Club – Bruiser

Nachfolgend einige Fotos im Großformat aus dem Bilder-Karussell

Ukrainisches Fußballtalent Vadim konnte dank Spenden zum Turnier nach Kroatien I+Video I +Fotogalerie I +Transparente Spendenübersicht

Vadim, ein vom Krieg mit Mutter und Bruder geflüchteter Junge aus der Ukraine, spielt gerne Fußball. In Bottrop angekommen ist er kurzerhand dem Verein Blau-Weiß Fuhlenbrock eingetreten und zeigte gleich sein aus der Heimat mitgebrachte Fußballtalent. Die Teilnahme an einem Jugendfußballturnier sollte ihn, seinen Bruder und die Mutter vom Krieg ablenken, wo der Vater und Ehemann an der Front kämpft. Der Verein allerdings spendete leider keinen Cent. Also sammelte ich per Crowdfounding für die Fahrt der Brüder und Mutter und bekam 655 € zusammen von geplanten 900 €.

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Ein Fußballturnier für Kinder im gleichen Alter in Umag in Kroatien sollte Vadim für den Verein mitmachen. Mirsada Hoffmann organisierte es. Vadim sollte mit seinem Bruder und seiner Mutter mitfahren. Aber die Kosten für die Reise belief sich auf 300 Euro pro Person.

Als Mirsada mir das mitteilte und auch, dass der Verein das nicht so einfach stemmen kann oder wollte, habe ich mich entschlossen eine Spendenaktion im Dezember 2022 ins Leben zu rufen. Bis Mai hatte ich Zeit Geld zu sammeln und es bis dahin zusammen zu bekommen.

900 € sollten es werden, damit auch die Mutter mitkommen konnte. Zusammen bekam ich über meine Spendenaktion bis zur Abfahrt Mai 655 €, einschließlich einer Summe von mir und den Jungs vom BottCast „Bierchen bitte – der Podcast mit Piet und Alex“, die es mit unterstützen wollten.

So möchte ich mich im Namen der Familie herzlich bei allen Spender und Spenderinnen für ihr Vertrauen und Herz bedanken. Ein kleiner Film und die Bilder (Copyright von Mirsada Hoffmann, Jugendfußballtrainerin) sollen transparent zeigen, was mit dem gespendeten Geld gemacht wurde:

Hiermit kann sich jeder überzeugen, dass meine Spendenaktion zu einer sinnvollen fernab von Kriegsgedanken in der Heimat Ukraine für die Familie eine schöne Ablenkung wurde.

Die Mutter konnte durch die eine Familienspende von Mirsada die Reise begleiten. Zum Glück war das nicht mehr so viel. Und für alle war es eine sehr besondere Reise. Mirsada allerdings ist mittlerweile enttäuscht aus dem Verein ausgetreten.

Ich freue mich, dass ich in meinem Rahmen der Ukrainehilfe Ruhrgebiet helfen konnte!

Glück auf

@ruhrpottologeandrebrune

Es folgt der Text von dem Fußballturnier mit Vadim und seiner Familie mit Fotogalerie von Mirsada Hoffmann und die transparente Spendenübersicht:

Hier nun der Text von Mirsada Hoffmann mit ihren Erlebnissen vor Ort in Umag :

Schon zwei, drei Wochen vorher waren die beiden sehr aufgeregt. Jede Trainingseinheit wurde ich gefragt, was wir den in Kroatien machen.

Gibt es da ein Meer? Was brauchen sie? Was sollen sie einpacken?

Dann ging es los. Illia, der kleinere Bruder saß bei mir. Er spielt kein Fußball. Er mag Musik machen und ich musste es die ganze Fahrt hören. Er tanzte und sang, wie es ihm gerade passte. Lebenslustig begleitete er seinen älteren Bruder.

Er wich mir auch in Kroatien nicht von der Seite. Dort angekommen haben die Jungs ihre Bungalows bezogen. Für den kleinen Mann stand fest: „Ich möchte nicht mit meiner Mama in ein Haus“.

Die Mannschaft hatte die Umgebung erkundet. Vadim und Illia waren immer dabei. Alle meine Jungs haben die „Freiheit“ sehr genossen. Schnell wurde der Bazar entdeckt. Nach dem gemeinsamen Pizzaessen, gingen wir anschließend gingen wir an den Pool. Danach war ich mit Illia am Meer, er wollte unbedingt das Meer sehen. Er hatte nie ein Meer gesehen. Dort besprachen wir, dass er die nächsten Tage mein Co-Trainer wird.

Diese Aufgabe meisterte er mit Bravour! Schon beim Frühstücksbuffet wollte er die Aufstellung besprechen. Es konnte ihm nicht schnell genug gehen. Auch wollte er das restliche Programm des Tages wissen.

Er ist ein sehr aufgeschlossenes Kind ohne Hemmung auf andere Menschen zu gehen – egal ob klein oder groß und auch egal aus welchem Land kommend. Mit seinem Scharm wickelte die größeren Mädels um den Finger – Sonnenbrille und Hut durften dabei nicht fehlen.  Am letzten Abend wollte er dann wissen, wohin es nächstes Jahr geht.

Vadim hingegen konzentrierte sich mehr auf den Fußball. Er schoss im Turnier 2 Tore. Unter seinem Trikot trug er wie immer sein selbstbemaltes T-Shirt mit einem Herz mit den Farben der Ukraine. Auf Nachfrage warum er es beim Tor nicht gezeigt hat, war seine Antwort „ich hatte keine Zeit“.

Vadim genoss die Freizeitgestaltung zwar, aber ließ es etwas ruhiger angehen. Er wollte immer für den nächsten Tag fit sein. Aber er war immer mit dabei und lächelte ständig. Er fühlte sich sehr wohl hier.

Die Mama der beiden war glücklich, dass ihre Jungs eine unbeschwerte und unvergessliche Zeit hatten. Über Facetime hat sie den Papa, der in der Ukraine kämpft, immer an dem Geschehen teilhaben lassen. Er hat sich auch bei mir bedankt, für die Zeit, die wir seinen Kindern ermöglicht haben.

In den Gesprächen unter den Erwachsenen hat die Mama dann auch die Fragen der anderen Eltern gerne beantwortet.

Eine unglaubliche Situation für uns. Die Familie hatte eine unbeschwerte Zeit fernab vom Kriegsgeschehen, wo andere Menschen um ihr Leben kämpfen.

Wir bedanken uns bei allen, die uns so toll mit Geldspenden unterstützt haben!!!

Text: Mirsada Hoffmann, Jugendfußballtrainerin, Blau-Weiß Fuhlenbrock, Bottrop

Alle Fotos Copyright Mirsada Hoffmann, Blau-Weiß Fuhlenbrock. Screenshots von der Spendenaktion André Brune

Flaschengefühle – eine Müll-Aktions-Ausstellung startet vom Ruhrpottologe im Schaubüdchen in Bochum am 1.7.23

In den Straßen unserer Städte finden sich allerorts leere, zurückgelassene Flaschen. So auch in denen des Westend-Viertels in Bochum. Sie bleiben in bestimmten Positionen stehen, werden nicht mitgenommen oder in einem Mülleimer gelegt.

Die von der Stadt Bochum geförderte Ausstellung  »Flaschengefühle« befasst sich als eine andere Art von Ausstellung im Rahmen einer Fotoreihe mit den in den Straßen zurückgelassenen Flaschen, ihrem Standort und der (vermutlichen) Situation, in der sie zurückgelassen wurden. Haben sich hier zwei getroffen und bei einer gemeinsamen Zigarette bloß über das Wetter oder über sehr wichtige Dinge gesprochen? Erzählt die einzelne Flasche etwas über die Einsamkeit einer Person, oder gab es einfach nur einen »Trinker« in einer größeren Gruppe vor Ort? Hatte jener Mensch es so eilig, dass er nur einen einzigen Schluck aus dieser Flasche nehmen konnte?

"Flaschenpiercing" - ein Foto der Reihe vom Ruhrpottologe André Brune | Foto: André Brune
  • „Flaschenpiercing“ – ein Foto der Reihe vom Ruhrpottologe André Brune
  • Foto: André Brune

Die Flaschen erzählen mitunter spannende Geschichten – sind aber auch eine ›Vermüllung der Stadt‹, mit der sich »Flaschengefühle« ebenfalls auseinandersetzt.

So wird es in der Projektwoche vom 17.7. bis 22.7. im Stadtteil eine Müllsammelaktion, Schilder gesäubert und gefundener Pfand dem Verein BODO übergeben sowie Podcast-Interviews mit Zuständigkeiten aus allen Parteien, Stadt, USB, sowie Betroffenen des Stadtteils aus einer Garteninitiative oder Anwohner*innen.

Projektwoche "Vermüllung der Stadt" | Foto: André Brune
  • Projektwoche „Vermüllung der Stadt“
  • Foto: André Brune

Vor Ort werden Videos zum Thema Müll entstehen, um auf die Situation aufmerksam zu machen.
Mit dem gefundenen Müll soll ein gemeinsames Objekt der Ausstellung entstehen. Freies Spiel für die Phantasie!
Am 21.7. wird vom Ruhrpottologe André Brune die Moderation zum Thema „Vermüllung der Stadt“ mit allen Parteien zwischen 17 und 19 Uhr stattfinden, sowie Umweltamt und USB. Alle sind herzlich zu diesem Gespräch und Diskussion eingeladen.

Die Ausstellung beginnt mit der Vernissage am 1.7. ab 14 Uhr und läuft bis zum 29.7.
Öffnungszeiten : Mittwochs 17 – 19 Uhr, Samstag von 11-15 Uhr
Projektwoche vom 17. – 22.7.

Die Vernissage beginnt um 14 Uhr am 1.7. im Schaubüdchen, Ursulastr. 24 in Bochum

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+Video I +Fotogalerie I Hattingen Stadtfest 2023 besucht

Das Stadtfest von Hattingen habe ich mit meiner Frau Ewa am verkaufsoffenen Sonntag besucht. Lange waren wir nicht mehr da. Obwohl wir nur wenige Kilometer entfernt wohnen. Hattingen war durch das Stadtfest in einem besonderen Licht, besonders auch durch den sonnigen Tag, der herrliche Motive schaffen konnte.

Wir sind gegen 13 Uhr angekommen und hatten leider nicht den ganzen Tag Zeit hier zu verbringen. Es war noch relativ ruhig, aber ab 15 Uhr als wir zurückfahren wollten, füllten sich die Straßen. Alle Cafés, Restaurants und Bistros, auch in den Nebengassen füllten sich.

Wir haben nicht so viel vom Programm mitbekommen. Es fing bei uns mit Stu & The Big Jump an. Die Band spielte Jazz aus den 1920er und 1930er Jahren.

An einer anderen Ecke Richtung Busbahnhof spielte Guyatacama, ein Indianer aus Mittelamerika (darf man Indianer noch sagen?), meditative indianische Panflötenmusik. Ich habe mir alle CDs mitgenommen. Obwohl meine Regale voll sind.


Natürlich ist es immer voller bei einem verkausoffenen Sonntag. Alle Händler und Gastronomen erfreuen sich wegen des guten Wetters und den kommenden Menschenmassen.



Schon am Freitag gab es ein reichhaltiges Programm. Der Samstag wurde durchgefeiert. Und der sonnige Sonntag war ein würdiger Abschluss in diesem sehr besonderen Flair einer Ruhrgebietsstadt, die eine gute Durchmischung von altem Fachwerk im Kern hat und dazwischen trotzdem mit modernen Gebäuden sich unauffällig weiter entwickelt hat. Über das ein oder andere werden sich die Hattinger bestimmt gestritten haben.

Ganz besonders hat es mich gefreut wenig Leerstände zu sehen, was ich, z.B. in den Städten Oberhausen, Bottrop, Essen, Gelsenkirchen und Wattenscheid, eher vermisse ist die Durchmischung von Gastronomie und kleinen Läden, die ein Kleinod bleiben. Wenige bekannte Verkaufsketten, wenig Franchise. Gut, die finden sich im Reschop, aber dort sind die Läden dann gut angesiedelt ohne das Bild der Altstadt zu infiltrieren und sich entwickeln zu lassen.

SHORT-VIDEO-Link:

#Hattingen #Stadtfest #2023 #Besuch vom #ruhrpottologe #ruhrgebiet – YouTube

Sicherlich kann gesagt werden, dass Hattingen es wegen der Altstadt aus Fachwerkhäusern einfacher hat, aber für die Bewohner, egal welcher Städte, muss es ja auch Attraktiv sein, um Zuhause einkaufen gehen zu können, ein Kaffee zu trinken und zu flanieren. Hattingen hat was. Hattingen hat es in meinen Augen geschafft. Dabei wollten die Kommunalpolitiker in den 1970er Jahren die Hattinger Altstadt dem Erdboden gleichmachen. Was die Bomben des zweiten Weltkriegs nicht geschafft haben, weil die Altstadt vom Stahlwerk weit genug weg war, blieb sie weitgehend verschont. Doch später konnten nur rebellische Denkmalschützer die Fachwerkaltstadt vor der Zerstörung retten. Vielen Dank dafür, dass Hattingen nun so ist, wie es jetzt ist!

Zur Geschichte Hattingens und seiner Touristenattraktionen komme ich ein anderes Mal zu sprechen. Es gibt in der Stadt den Touristenführer „Hattingen zu Fuss“, das ehemalige Stahlwerk in Welper, Blankenstein und noch vieles mehr.

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Hattingen bietet nicht nur ein Stadtfest. Ich würde einfach mal so die Stadt besuchen. Schön geht es mit der S3 aus Oberhausen kommend oder mit der Straßenbahn 308 aus Bochum. Außerdem fahren Schnellbusse von Wuppertal und Ennepetal direkt nach Hattingen. Vor Ort gibt es Parkmöglichkeiten, wer mit dem Auto kommt.

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+Video I Gilda Bräuer – Vor falschen Engeln und Propheten wird gewarnt – Nachdenkliche Konzeptkunst

Gilda Bräuer, Anwärterin im Künstlerbund e.V. in Bottrop aufgenommen zu werden, kreiert Kunst aus den aktuellen Gefühlen und umgebenden Informationen. So entstanden drei der noch bis Samstag im August Everding Kulturzentrum ausgestellten Kunstwerke, die vom Künstlerbund ausgestellt wurden.

Warum in die teuren Ausstellungen alter bekannter Künstler gehen, wenn die moderne Kunst eine faszinierende oder auch erschreckende Weise Werke erstellen, die nachdenklich stimmen. Kunst studieren ist das eine, machen ist das andere. Gilda Bräuer liebte ihr Leben lang Kunst, doch sie hatte eine Spätzündung in Sachen Kunstmachen, weil ihr Leben eben nicht so einfach verlief. In einem luftleeren Raum fing sie wie ein Schwamm Dinge auf, die sie in einer besonderen Form darstellen wollte. Und es ist ihr gelungen. Sie hat eine besondere Form entwickelt, wie sie mit den unterschiedlichsten Materialien, ob Kosmetik oder mit toten Vögeln Konzeptkunst erstellt. Ganz nebenbei macht sie gewollt oder ungewollt auf Missstände aufmerksam oder regt zum Nachdenken beim Betrachten ihrer Kunstarbeiten an. Gilda Bräuer ist auf jeden Fall ein Künstlerin, die es zu entdecken gilt im Ruhrgebiet.


Kunst muss nicht immer schön sein. Kunst muss auch Aufmerksamkeit erregen. Das tut ihr Kunstwerk „Vor falschen Engeln wird gewarnt“, die eine verstorbene konservierte Drossel in einer engelhaften Positur zeigt. Ein Publikum von einem Altar ausgehend betet diesen falschen Engel an, der gleichzusetzen ist mit einem Propheten oder Politiker, der Dinge erzählt, die geglaubt werden, obwohl sie Fakenews sind. Der Gedanke zu diesem Objekt kam durch die Wahlergebnisse der letzten Jahre.

Das andere sind drei Bleistiftzeichnungen eines Stilleben von einer Sektflasche und zwei Gläsern. Mit einer Freundin hat Gilda ein besonderes Kunstwerk zum Thema Corona gefeiert, das in der Bottroper Jahresausstellung im Josef Albers Museum Quadrat 2022 ausgestellt wurde: Kontaktbeschränkung (im Podcast mit Ralf Opiol zur Jahresausstellung besprochen)

Das dritte Kunstwerk entstand zum Thema des ersten „Bottrop Art Award“. Die Zukunft der Stadt darzustellen als „Wir sind alle nur Sternenstaub“ war weit vorausschauend, dass es so allen Städten der Welt gehen wird.

Youtube-Short: Falsche Propheten

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Die unterschiedlichen Zusammensetzungen der Kunstwerke, wie auch das in meiner Ausstellung „Vorletzte Generation Ruhrgebiet“ gezeigte „Triangel“ eben aus Restbeständen von Lippenstift z.B. beeindruckt mit den unterschiedlichen Kompositionen aus Farbe und Material. (dazu kommt ein Extrabeitrag zu allen Künstler und Künstlerinnen in meiner Ausstellung)

Gilda sucht nicht, sie findet überall Dinge, die sie zu einer besonderer Kunstarbeit verleitet.

Im Kulturzentrum können die drei Werke noch bis zum 3.6. bewundert werden. Aber in meinen Videos sind sie verewigt. Faszinierende Kunst von Gilda Bräuer, die nun auch in der Zeche Fürst Leopold bei der Extraschicht dabei ist.

Gilda macht einen besonderen Weg von Konzeptionskunst mit Mixed Media Collagen. Sie ist eine sehenswerte Künstlerin mit steiler Karriere. Sie zeigt, dass es egal ist, wann die Zeit ist für etwas zu brennen und es einfach zu machen. Sie macht Kunst und bereichert nachdenklich machend die Welt mit Form, Farbe und Verstand. Wichtig zu wissen: Man braucht nicht in die Kunststadt Berlin und Co. Im Ruhrgebiet findet sich genug tolle Kunst!

Ihre Kunstwerke sind käuflich zu erwerben:

Gilda Bräuer in Instagram: Gilda Bräuer (@gilda_braeuer) • Instagram-Fotos und -Videos

August Everding Kulturzentrum

Blumenstraße 12 – Bottrop

Öffnungszeiten: Mo-Fr 9-20 Uhr, Sa 9-12 Uhr

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+Video I +Bildergalerie I Deja vu in Bottrop – eine Kunstausstellung

Zur Vernissage vom Künstlerbund Bottrop e.V. trafen sich viele Bottroper Künstler, u.a. auch Paul Schulte und Gilda Bräuer, die dort Werke ausgestellt haben.

Zum Youtube-Video:

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Es sind aber nicht immer nur Kunstinteressierte, Künstler und Künstlerinnen, sondern vor allem Bekannte und Freunde, die sich dort trafen und bei Häppchen und Wein die besonderen Kunstwerke im August Everding Kulturzentrum angesehen haben.

18 bekannte Künstler und Künstlerinnen des Künstlerbundes Bottrop e.V. stellen ihre Werke von Fotografien, Skulpturen, Zeichnungen, Gemälde und Mixed Media Collagen aus.

Dem kürzlich verstorbenen Fotografen Karl Kraft wird eine eigene Ausstellungszeile im Seitengang gegönnt.

Es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich Kunst sein kann. Für jeden Geschmack ist in der Ausstellung des Künstlerbund Bottrop e.V. etwas dabei. Von bunten Löwen und Nashörnern auf einer Stahlplatte gemalt, ein Quadrat als Hommage an den Ehrenbürger und Künstler Josef Albers allerdings mit dem Hinweis auf die Klimakritik der „Letzten Generation“ mit einem eigenen Klecks einer falschen Farbe auf dem Bild oder Schuhabdrücke im Sand unter Plexiglas, die aussehen, wie der erste Schritt auf dem Mond. Ein faszinierender Blick fällt auf eine tote Drossel in einer Art Ikone von Gilda Bräuer, der ich einen eigenen Beitrag widme.

Alles in Allem eine sehenswerte Ausstellung, die ohne Eintritt zugänglich zu sehen ist im Erdgeschoss und in der ersten Etage des Kulturzentrums an der Böckenhoffstraße/Blumenstraße 12-14 bis zum 3. Juni.

Allerdings gibt es auch Kritikpunkte, die angesprochen werden müssen:

Da ich keinen Zettel mit der Auflistung des Künstlers und seines Werks mehr gefunden hab, konnte ich im Nachhinein kein Werk zuordnen. Alle Kunstwerke wurden mit einer Nummer versehen statt mit einer Legende, worauf auch der Künstler stehen sollte oder auch der Name des Werks und Preis.

Ganz schlimm ist es, vor allem für den Künstler, einen Aufkleber zu nutzen eine Zahl draufzuschreiben und es auch auf das Kunstwerk zu kleben. Das mir das das Kleben mit der Hand nicht ausgerutscht ist, sagt alles. Verfälschung der Bilder durch die Ziffern und auch durch die schlechte Beleuchtung. Einige Werke sind nicht mal ausgeleuchtet.

Das Kulturzentrum eignet sich zwar für wechselnde Ausstellungen, die vor allem eher Stadthistorisch sind, aber es muss generell ein wenig Geld in die Hand genommen zu werden, um gehängte Werke generell besser darzustellen.

Kritik muss sein, sonst ändert sich womöglich gar nichts.

Die Vernissage wurde von der Sparkasse Bottrop finanziert. Ohne das Engagement der Bank wäre das Thema Kunstausstellung wahrscheinlich nicht mehr möglich.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 20 Uhr / Samstag bis 12 Uhr

Es lohnt sich mit Sicherheit!

Kleine Fotogalerie

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Petition I Bottroper fordert Aufklärungskommission für Kirchenverbrechen vom Bundesjustizministerium

Ich habe sofort die Petition unterstützt, als ich von Markus Elstner davon erfuhr. Ich habe ihn vor seinen Gedenkstein vor der St. Cyriakuskirche gefilmt, diesen mehrere Stunden bearbeitet, um es so perfekt wie möglich für ihn zur Vorbereitung für den Verein Innnit gemacht zu haben.

#Kirchenverbrechen – Aufklärungskommission zur Aufarbeitung der Sexualverbrechen | innn.it

Der Verein unterstützt Andreas Perr mit einer Petition. Perr öffnete sich kürzlich zu seiner Situation und fordert eine unabhängige Aufklärungskommission für Kirchenverbrechen vom Bundesjustizministerium, die es im katholischen Frankreich schon gibt. Am 25.5.23 findet die Justizministerkonferenz statt. Die bisherige unterzeichnete Petition soll an dem Tag überreicht werden, um darauf aufmerksam zu machen.

Sexueller Missbrauch findet auf vielen Ebenen statt. Vor einem knappen Jahr habe ich Markus Elstner interviewt für einen Podcast. Ich habe erfahren, dass er nur wenige Jahre vor mir in der gleichen Kirche Messdiener war, wo ich zur Kommunion und Firmung ging, und sogar direkt gegenüber wohnte.

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Als Kind wurde mir die Hostie in den Mund gesteckt von einem Probst oder Pfarrer, die wußten, was ihr Vorgänger gemacht hatte. Wäre ich nur wenige Jahre älter gewesen, hätte es mich auch erwischen können. Ich hatte Glück später geboren worden zu sein, aber kann man es Glück nennen?

In der ganzen Welt finden sich viele Beispiele von Tätern, die nicht gesetzlich bestraft wurden, sondern von der Kirche höchstens mit einem Fingerzeig versetzt wurden, weil sie vom Vatikan geschützt werden. Eine Aufarbeitung wird auf Jahre geschoben mit dem Hinweis, es wird vergessen und den Opfern wird sich der Himmel auftun.

Warum wird keine unabhängige Aufklärungskommission eingesetzt? Warum hat ausgerechnet im Landtag von Nordrhein-Westfalen die Christliche Partei den Vorschlag der SPD abgelehnt diese einzusetzen?

Ist die Abhängigkeit der Partei und der Einfluss des Vatikans und der Bistümer immer noch so groß in dieser so unabhängigen Partei? Was ist der Grund diese Aufklärungskommission nicht einzusetzten?

Es mag einige Gründe geben, aber eins weiß ich genau als ehemaliger Kirchgänger in der St. Cyriakuskirche: Eine unabhängige Aufklärungskommission, eingesetzt vom Bundesjustizministerium würde zumindest ein Anfang sein mehr Aufklärung zu fordern. Die Überlebenden haben es nötig zu wissen, wo ihre Täter sind und das sie auch belangt werden. Sie müssen sich wehren können.

Es darf nicht erklärt werden, dass Taten verjähren. Die Überlebenden haben jahrzehntelange psychische Probleme. Therapieplätze sind rar gesät. Unterstützung findet sich kaum. Obwohl mittlerweile drüber geredet wird – Getan wird einfach noch zu wenig.

Das sehe ich auch in der Petition, die vom Verein Innnit in die Wege geleitet wird. Sobald es eine medienwirksame Veröffentlichung gibt, dass wieder ein Kind missbraucht wurde ist die Aufregung groß und sogar Todesstrafen für die Täter werden gefordert. Ist das Kind jedoch mehrere Jahrzehnte schweigend mehr schlecht als recht mit Pillen, Alkohol und anderen Suchtmitteln durch die Zeit gegangen oder schon daran gestorben, dann interessiert es so gut wie keinen mehr. Sie gelten in meinen Augen als eine Minderheit in der Gesellschaft. Und für eine Minderheit gibt es bekanntlich keine Mehrheit im Staat, wenn es nicht Menschen gibt, die sich stark machen für einen Aufschrei, ein Wachrütteln.

Mittlerweile wird drüber geredet. Das wäre vor 2010 kaum möglich gewesen. Unglauben gegenüber den Opfern ist größer als Gottglauben. Warum hat Gott es dann zugelassen, dass seine Hirten solche unanständige Dinge tun dürfen unter dem Deckmantel einer schwarzen Robe?

Natürlich sind wieder nicht alle über einen Kamm zu scheren. Dennoch ist es verflixt und zugenäht die Sache der Politik in die Gänge zu kommen, Druck auszuüben. Und es ist verdammt und halleluja die Pflicht der Kirche sich selbst ans Schlawittchen zu nehmen und mehr als nur drüber zu reden und nicht jahrelange Gutachten in die Wege zu leiten, was an der Sache nichts ändert.

Die Täter müssen ihre Strafe bekommen. Sie darf nicht verjähren, damit sie unbehelligt weiter machen können, wo sie aufgehört haben, wie auch der Täter von Markus Elstner. Es müssen mehr Therapieplätze für Psychotherapie her, um Selbstmord und Suchtmittel zu vermeiden, die eine hohe Dunkelziffer bei Betroffenen hat. Hier muss sich der Gesetzgeber, also die Bundesregierung mit den Krankenkassen zusammensetzen und die strengen Regelungen ändern, die eine Vergrößerung von Therapieplätzen verhindern. Alles würde schneller gehen, wenn das eigene Kind betroffen wäre.

Die Täter müssen hinter Gitter. Wer Kinder missbraucht, gehört lebenslänglich ins Gefängnis. Egal wie alt das Kind geworden ist, die Täter müssen zur Rechenschaft gezogen werden.

In diesem Sinne gilt mein Plädoyer an die Leser:

Ich habe die Petition unterzeichnet! Tut es auch! Unterstützt mit mindestens 5 Euro zur Verbreitung! Unterstützt mit Teilen und Erzählen! Unterstützt den Druck gegenüber die Kirche, damit die Betroffenen ruhiger schlafen können und die Täter ihre Strafen bekommen und schlechter schlafen. Denn es steht in den 10 Geboten „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ , aber das ist nicht in Form einer sexuellen Handlung gedacht gewesen.

Hier der Link zur Petition:

#Kirchenverbrechen – Aufklärungskommission zur Aufarbeitung der Sexualverbrechen | innn.it

Provokantfuriose Ausstellung „Vorletzte Generation Ruhrgebiet“ im Schaubüdchen Bochum mit 10 Künstlern

Erstmalige und zugleich diskutierfreudige Ausstellung von zehn Ruhrgebietskünstlern im Schaubüdchen mit dem Titel „Vorletzte Generation Ruhrgebiet“ startet am 16.4 mit einer Vernissage.

Die Frage, wie Klimaschutz am besten angegangen werden kann, bewegt mittlerweile bereits seit Jahren die Gesellschaft. Seit einigen Monaten erregt die Gruppe ‚Letzte Generation‘, die mit unterschiedlichsten Aktionen auf das Thema Klimaschutz aufmerksam machen möchte, die Gemüter und polarisiert: Während die einen es befürworten, dass sich die Aktivist:innen öffentlichkeitswirksam für das Thema einsetzen, missfällt anderen die Art und Weise des Protests, der mitunter auch Regeln und Gesetze missachtet.

Mit dem Für und Wider, dem Sinn und Unsinn von Aktionen zum Umwelt- und Klimaschutz setzt sich Ruhrpottologe André Brune in einer Videoinstallation kritisch auseinander. Diese ist Teil einer von ihm initiierten Ausstellung im Bochumer Schaubüdchen (Ursulastraße 24), in deren Rahmen er und neun weitere Künstler:innen, die allesamt der ,Vorletzten Generation Ruhrgebiet‘ angehören, vom 16. bis 30. April 2023 je ein Kunstwerk präsentieren.

Die Künstler:innen, die ihre Kunst zwei Wochen lang mit den Besucher:innen teilen, sind Frank Gebauer, Nicole Tenge, Bettina Ferrara aus Oberhausen, Brigitte von der Eltz aus Essen, Gordana Djukic aus Gelsenkirchen, Manuel Miermeister aus Hattingen, Daniel Pajonk aus Herne, Gilda Bräuer, Ralf Opiol, auch unter Metropiol bekannt, jeweils aus Bottrop sowie André Brune aus Bochum.

So unterschiedlich, wie das Ruhrgebiet zwischen seinem östlichen und westlichen Ende und wie auch jeder Mensch anders ist, so unterschiedlich sind auch die ausgesuchten Kunstwerke. Zu sehen sind verschiedene Genres: Neben Fotokunst und Mixed Media-Collagen werden abstrakte Kunst sowie Werke mit Ruhrgebietsbezug uvm. ausgestellt.

Die Vernissage beginnt musikalisch am 16. April 2023 um 14 Uhr mit dem Duo Patatras, deren Auftritt Ruhrpottologe André Brune bei einer Moderation für den Erhalt der Galerie 7 in Bottrop zum Event selbst ersteigert hat, und endet um 18 Uhr.

An den Sonntagen und zur Finissage am 30. April 2023 ist das Schaubüdchen in der Ursulastraße 24 in Bochum jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei. Alle Ausstellungsstücke sind von außen sichtbar angebracht und können jederzeit besucht und angesehen werden.