Auf der Suche nach einer weiteren ganz besonderen POTTbude bin ich auf Conny´s Büdchen getroffen bei mir fast umme Ecke in Wattenscheid – Leithe. Gehört habe ich von Conny durch meine Ukrainehilfe. Sie hat sofort am Anfang schon einiges von Kunden gesammelt und weitergeben. So ist sie die Conny Pfromm.
Dat Supergirl von Leithe
Conny Pfromm ist die Besitzerin von Conny´s Büdchen. Ihr Vorname prangt auf einem großen Schild mit einem lächelnden Emoji, der einen Kussmund macht und ein Herz verteilt, neben der Trinkhalle. Das Emoji sagt alles über die Bude und Conny.
Wenn man in die Bude kommt hat sie einen Ständer voll von Fanartikeln vom Lokalmatador Wattenscheid 09. Schals und Mützen und natürlich Tickets für das Lohrheidestadion kann man bei ihr kaufen.
Eine POTTbude, die nicht nur Brötchen und Belegtes zum Frühstück anbietet, Kaffee und Tee to go, auch viele Sorten Zigaretten, Eis, Wein und Bier, Süßwaren und Wasser. Sogar die Bravo wechselt die Ladenthekenseite immer noch. Eine reichhaltige Trinkhalle mit netten Mitarbeiterinnen, die für die Menschen da sind, wenn sie nicht nur was kaufen, sondern auch plaudern möchten.
Conny besitzt auch eine Küche, wo sie zu Nicht-Corona-Zeiten leckere Sachen zubereitet hat. Am 6.8.22 beim Trinkhallenfest im Ruhrgebiet „Tag der Trinkhallen“ könnte es wieder „normal“ zugehen bei Conny Pfromm, denn ihre Bude ist dabei!
Conny hat immer ein Pläuschchen für andere übrig. Conny ist unglaublich sozial eingestellt. Sofort stellte sie ihr Lager zur Verfügung für eine große Sammelaktion für die Opfer, als das Hochwasser das Ahrtal und die Eifel überschwemmt hatte. Nun wandelte sie das Lager für die Ukrainer um, wo mein Team einige Utensilien zum Abholen unterstellen durfte. Danke schön!
Conny ist ein richtiger POTTmensch, mit dem Herz auf der richtigen Seite. Sie ist sofort dabei, wenn es um soziales Engagement geht. Wichtig ist auch, dass Conny für das Kinderhospiz sammelt!
Deswegen hat sie und ihre besondere POTTbude auch einen Film und einen Blogbeitrag bekommen in der „Hall of Bude“. Conny wird weiterhin immer da sein, wenn sie gebraucht wird.
Für Fliegen Einflug verboten
Wenn du auf der Weststr. 110 in Wattenscheid – Leithe anhälst, siehst du, wie die Anwohner oft wie die Fliegen kommen und gehen. Dabei hat sie inner Bude extra ein Schild aufgehängt, weil dat Gesundheitsamt eine bestimmte Vorschrift gemacht hat, damit Fliegen nicht in die Küche fliegen können. Im Film erklärt sie die lustige Schild-Situation im Eingangsbereich zur Küche.
Umme Ecke geht’s zu Fuß zum Lohrheidestadion und Förderturm, das sichtbare Wahrzeichen von Wattenscheid Zeche „Holland“. Frisch renoviert ist es definitv einen Aufstieg wert. Oder einfach mal einen Abstecher in die Wattenscheider Innenstadt machen, nur wenige 100 Meter von Conny entfernt. Dort gibt es auch das ein oder andere zu entdecken.
In Facebook kann jeder in die öffentliche Gruppe von Conny´s Büdchen gehen. Mehr als 615 Follower folgen Connys aktuellen Infos von Wattenscheid 09, oder geteilte Inhalte über Jobangebote von befreundeten Handwerkern, über Wattenscheid oder einfach ein paar Infos vonne Bude:
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Im Gespräch mit dem Moderator und Barefoot Movement Coach Alexander Tok vom Podcast „Barfuss im Pottcast“
Alexander Tok in seinem Minimalschuhelement*
Kennengelernt hab ich Alexander Tok beim Barfußwandern im Herbst 2021. Ich konnte ich mir danach doch nicht entgehen lassen, ihn nochmal für das Hör- und Sehpublikum näher zu bringen. Als Ruhrpottologe und Fußpfleger war es mir natürlich ein Anliegen eine weitere besondere Person im Ruhrgebiet vorzustellen. Ich denke das es mir live beim Barfußlaufen, wenn auch manchmal der Wind ums Mikro geweht hat, gut gelungen ist, euch das Barfußlaufen schmackhaft zu machen. Besonders wenn es um die eigene Gesundheit geht.
Füße sind ein Wunderwerk des Menschen, die jeden Tag gebraucht, doch meist vernachlässigt im Dunkeln von Socken und unpassenden schmerzhaften Schuhwerk versteckt sind.
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Die wenigsten Menschen wissen, dass ein Fuß aus 26 Knochen, 33 Gelenken, 107 Sehnen und Bändern und 19 Muskeln bestehen. 200000 Nervenenden machen einen Fuß genauso feinfühlig wie eine Hand. Schuhe werden nach Schönheit gekauft, oft dann nach ein paar Tagen wieder in den Schrank gelegt, weil es schmerzhaft ist damit zu laufen.
Füße brauchen Luft. Wer kümmert sich um seine Füße? Ein Friseurbesuch oder die Kosmetik ist einem lieber als die Fußpflege. Aber wer läuft auf Haaren oder Händen?
Was ist „Barfuss im Pott“-Cast?
Das Team von „Barfuss im PottCast“ ist ein Projekt vom Barfoot Movement Coach Alexander Tok, Hauptberuflicher Polizist, und Yvonne Kordt, Rehasport- Personal-Trainerin und Barefoot Movement Coach.
Beide haben sich 2020 bei dem Seminar zum Barefoot Movement Coach kennengelernt. Die Idee zu diesem ersten und einzigen „Barfuß“-Podcast in Deutschland schwebte Alexander schon länger im Kopf, zumal er über Facebook und Instagram schon seine Erfahrungen vom Schuhläufer zum Barfußläufer geteilt hatte. Beide kreierten dann in eine Art Austausch-Podcast von Erfahrungen den „Barfuß im Pott-Cast“.
Barfusslaufen ist toll*
Mittlerweile nicht nur ein einzigartiger Podcast im deutschsprachigen Raum über Fußgesundheit und Barfußlaufen, sondern auch Austauschpodcast für wichtige Informationen, wie über Fußmessungen, Kinderfüße, Schuhwerk für BarfußläuferInnen, Physiotherapie, Fußgymnastik, allgemeine Fußpflege, Fußschmuck, Fußreflexzonenmassage, Fußformen, Fußerotik, Fußfetischismus, Test von Produkten, Gespräche mit Orthopäden, FußpflegerInnen, Masseure etc . Eine reichhaltige Informationsplattform ist entstanden und lädt ein sich mal den Körperteilen unterhalb der Hüfte zu widmen. Unglaubliche Geschichten tun sich da auf und öffnen den fünften Sinn für Gefühl in und für die eigenen Füße.
Das tun Alexander Tok und Yvonne Kordt nicht nur auf sympathische Art und Weise, sondern auch mit viel Humor neben den Erklärungen ihrer eigenen Erfahrungen beim Barfußlaufen.
Barfuss im PottCast – Logo-Foto (Screenshot)*
Wer ist Alexander Tok? Wie wurde er zum Barfuß-Enthusiast?
Der Dortmunder Alexander Tok ist zweifacher Familienvater und leidenschaftlicher Polizist in seinem Leben außerhalb des Barfuß-Podcasts.
Schwere Ausrüstung im Polizeidienst, das viele Sitzen im Streifenwagen und in der Einsatzlei(d)tstelle plus seine Größe und Gewicht in kg forderten den Tribut und damit jahrelang Rückenprobleme und auch Kopfschmerzen durch Verspannungen. Es folgten Dinge, wie Sportverletzungen, Knieoperationen und zur Entlastung Einlagen vom Orthopäden. Die Schmerzen jedoch wurden mehr statt weniger. Im Kopf wandelte ein Gedanke: Mehr Luft und mehr Raum für die Füße. Offene Sandalen waren der erste Schritt, doch Einlagen sind dort nicht nutzbar. Beruflich immer in geschlossenen Schuhen, suchte Alexander Tok nach bequemen, luftigen, aber gleichzeitig geschlossenen Schuhen.
Alexander Tok „Toki“ bei der Arbeit in der Natur*
So fand er 2017 die sogenannten Minimalschuhe. Ein Ausdruck, den er lieber verwendet als „Barfußschuhe“. Sie wurden zu einer Lösung für mehr Freiheit für seine Füße. Die ersten „Sockenschuhe“ eines mittlerweile sehr groß gewordenen Hersteller für Minimalschuhe, haben ihm tatsächlich weniger Schmerzen im ganzen Körper gegeben. Die Einlagen verschwanden und die Füße wurden nach und nach durch die Minimalschuhe trainiert.
Minimalschuhe nutzen bzw. Barfußlaufen muss neu erlernt werden. Nach und nach wurden seine Schmerzen im Rücken erstaunlicherweise weniger. Ganz ohne Einlagen!
Alle Schuhe mit dicken Sohlen verschwanden aus dem Schuhschrank, welche die natürliche Entwicklung und Bewegung verhinderten. Auf der Suche nach Gleichgesinnten an der „natürlichen Bewegung“ lernte er die Facebook-Gruppe „Barfußlaufen Community“ kennen.
Dann testete er das Barfußlaufen in der Natur und bemerkte positive Veränderungen an Körper und Seele. Seit Februar 2019 gestaltet Toki sein Privatleben so barfuß wie möglich. Seine Familie zieht mit. Besonders die Kinder freuen sich, wenn sie barfuß im Wald durch Matsch und Laub laufen. Füße können ja wieder sauber gemacht werden!
Im Sommer 2019 setzte er sich noch professioneller mit dem Barfußlaufen auseinander und bildete sich neben seinem Hauptjob zum „Barefoot Movement Coach“ weiter. Gleichzeitig startete er „Barfuß im Pott“ als begleitendes Online-Projekt auf Facebook, Instagram und Youtube und dokumentierte seine bisherige Erfahrungen und tauschte sich mit vielen Gleichgesinnten aus.
Über die Kontakte finden sich Partner und erste Workshops werden in einem Yogaraum in Dortmund-Mengede gestartet.
Alexander Tok bietet Workshops und Vorträge zum Thema Fußgesundheit, Barfußlaufen und Richtig Messen an. Einzelpersonen, Gruppen oder auch Firmenevents können gebucht werden. Er misst Füße richtig und empfiehlt aus 250 verschiedenen Minimalschuhanbietern das richtige Paar. Einfach mal anrufen und testen!
Mit allen Sinnen Wald genießen**
Statistisch viele kaputte Füße:
Eine Statistik zeigt 91% der Erwachsenen in Deutschland weisen Fehlstellungen auf. 79% wissen davon nicht mal etwas und leben z.T. mit Schmerzen oder kommenden Problemen, wie auch Bandscheibenvorfälle, Veränderungen im Rücken, meist hervorgerufen durch falsches Schuhwerk und dem anpassenden Laufen in dem geschlossenen Schuhkasten.
2% der geborenen Kinder weisen angeborene Fehlstellungen am Fuß auf. Jedoch finden sich 77% im Kindergartenalter durch das schnelle Wachstum der Füße und die Einengung in Schuhwerk Fehlstellungen, die später zu körperlichen Problemen in den Bewegungsabläufen führen können.
Barfuss im Pott ist auch Mitglied im Ruhrpottverzeichnis. Einer Community, die es sich zur Aufgabe macht, KleinunternehmerInnen gegenseitig zu unterstützen. Dazu habe ich die Initiatorin schon gepodcastet: Janine Zinn
Barfuss – einfach ausprobieren
Als seit 2006 agierender Fußpfleger und auch schon als Gast im „Barfuß im Pott“-Cast kann ich nur sagen: BARFUSSLAUFEN EINFACH AUSPROBIEREN!
SICH EINFACH MAL BERATEN LASSEN!
IN DIE PODCASTS „BARFUSS IM POTTCAST“ REINHÖREN!
IN DIESEN PODCAST MIT ALEXANDER TOK REINHÖREN! BARFUSSLAUFEN!
GLÜCK AUF und FUSS HEIL!
Euer Ruhrpottologe André Brune
Wer mehr über Alexander Tok und sein Angebot von Workshops wissen möchte:
Bilder sind mit freundlicher Genehmigung z.T. von der Internetseite von Alexander Tok*
Copyright André Brune**
Interviewfoto mit WDR Lokalzeit (Screenshot von Instagram)
Barfuss im PottCast – Logo-Foto*Podcasthinweis zum Thema Fußpflege (Screenshot)Podcast über Fußpflege und Fußerkrankungen mit dem Ruhrpottologen (Screenshot)*
Ab in die Badewanne nach dem Barfusslaufen**
Ist doch gar nicht so schmutzig**
Barfuss im Pott-Flyer von VorneBarfuss im Pott – Flyer von HintenVisitenkarte von Alexander TokRückseite mit den Podcast-QR-CodesDa waren wir barfuss gelaufen – Der Weg ist das ZielKopfweiden in der herrlichen Ruhrgebietslandschaft**Vor dem BarfusswandernNach dem Barfusswandern**Barfusswandern mit dem Ruhrpottverzeichnis im Herbst 2021**Alexander Tok erklärt Barfusswandern**An deiner Lichtung pausierend genießend**Alle Füße noch dran danach*Nach dem Barfusswandern**Alexander Tok erklärt Fußgymnastische Hilfsmittel**Saubermachen!*
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„Kalle! Kennse schon die tollen Stadtreiseführer mit ganz vielen Tipps von Oberhausen, Essen und Duisburg?“
„Wat? Oberhausen hat ein Reiseführer? Und Duisburg? Da is doch nur die Schimiecke bekannt. Wie heißt dat noch… Ach ja, Ruhrort!“
„Is klar. Abba Oberhausen hat auch einen gekricht! Du glaubs nich, wat et da allet zu sehen gibt!“
„Gasometer, Neue Mitte und …. ach ja hier dat Schloss da umme Ecke.“
„Kaisergarten.“
„Ja. Und Essen? Hat die Stadt nich schon genuch Reiseführer?“
„Abba nich so ein. Glaub ma!“
„Wat is denn da anderet als inne anderen. Und weisse wat. Ich fliech eh nach Malle, wat interessiert mich dat. Nach Corona hier, will ich ma wech, weisse!“
„Mach ja sein. Abba erstens, wirse erstaunt sein, wat et allet an Tipps da drin gibt. Wo nich mal der Essener dran geglaubt hat, dat et ein veganet Dingens gibt, wo die sogar von Köln extra angedackelt kommen.“
„Ach wat. Haben die da nich genuch Veganer rumschleichen?“
„Mach ja sein. Abba dat Essener spricht sich eben rum!“
„Und wat gibbet noch in Duisburg außer Ruhrort?“
„Zweitens wirse Malle bald nich mehr bezahlen können mit deine paar Penunsen aufn Konto. Sei froh, datte dir dann nochn vernünftigen Reiseführer kaufen kanns, damit du ma vor die Haustür komms, Kalle! Dann kannse dir vorstellen, dat du froh bis Duisburg ma besser kennengelernt zu haben. Da gibbet z.B. Tipps von Marxloh, wo du ma richtich türkisch essen gehen kanns, wo du in Bochum lange suchen tus.“
„Schlauberger! Und drittens? Hasse noch wat zu sagen, bevor et wat auffe Maske gibt?“
„Die Maskenpflicht is doch vorbei!“
„Du verstehs abba auch nix, Erwin. Ich geh gleich hoch. Himmelnomma!“
„Ah so meinse dat. Traus dich eh nich. Also Oberhausen is nich klein. Da gibbet Sterkrade, Osterfeld und Schmachtendorf und inne Altstadt von Oberhausen, also die echte Mitte vonne Stadt, da kannse auch wat sehn, wat dich erstaunen kann.“
„Wenne meins, dann kauf ich mir dat Dingen und werd dich ma beim Worte packen, wenn dat nich stimmt!“
„Doch glaub ma. Da is der Ruhrpottologe letztens im Gespräch mitte Autorin und Fotografin gewesen. Hab den Podcast gehört, weisse. Da habbich mir die besorgt. Und tatsächlich. Ich bin schon ganz schön erstaunt, wat et da allet zu sehen gibt. Brauchse nich nach Malle. Hasse hier genuch Strand anne Ruhrriviera. Kenns ja: Anspielung an dat neue Liedken vom Anton Klopotek.“
„Geh mir wech mitte Schlager. Na, da werd ich dich ma am Schlawittchen packen und mir die drei besorgen, damite Ruhe gibs. Wehe dat stimmt nich, Erwin! Du weiß, wat ich dann mit dir mach!“
„Lies ma den Blog und geh in den Podcast. Is echt interessant, Kalle! Du wirs dein Geld auch hier los! Is abba billiger als Malle trotz Inflation.“
„Dat glaub ich dir, so in einem Jahr, hömma.“
So haben Kalle und Erwin unbezahlt Mundpropaganda gemacht und hier reingehört. Und wenn se noch nich gestorben sind, dann klappern die noch jetz alle Tipps ab, die se gelesen haben.
Etwas zum Podcast vom Ruhrpottologe André Brune mit den ReiseführerInnen Fabienne Piepiora und Alexandra Roth:
Bisher sind mit ihren Federn und Fotos Duisburg, Essen und Oberhausen entstanden. Mit knalligen Farben findet sie jeder in den Buchhandlungen. Sie enthalten viele Tipps, die es zu entdecken gilt! Urlaub im Ruhrpott ist eben definitiv möglich. Und wenn es ein Wochenendtrip nach Oberhausen gibt, ist der Reiseführer die beste Wahl von den beiden Autorinnen.
Reiseführer vom Ruhrgebiet gibt es einige gute, wie weniger gute. Fabienne Piepiora und Alexandra Roth sind seit vielen Jahren befreundet. Während Fabienne für die WAZ als Journalistin seit ihrer Jugend beschäftigt ist, ist die Fotografin Alexandra Roth als Freelancerin neben der WAZ auch für NRZ, Ruhr Nachrichten und die Jüdische Allgemeine unterwegs.
2019 kam Fabienne die Idee für Duisburg einen eigenen Reiseführer zu gestalten. Sie kennt Duisburg durch ihre journalistische Arbeiten fast wie ihre eigene Westentasche und fragte ihre Freundin, ob sie mitmachen möchte. Denn für die Städte des Ruhrgebiets gibt es nicht wirklich gute Reiseführer. Die wichtigsten Dinge werden mitgeteilt, aber nicht die Geheimtipps. Da kommen zwei drei Restaurants vor und ein besonderes Lädchen. Warum nicht besser machen und einfach anfangen?
Fabienne sagte sich, dass Duisburg doch eine schöne Stadt ist. Warum also keinen eigenen Reiseführer? Für Reportagen für die WAZ ist sie dort jeden Tag auf der Piste.
Essen sollte natürlich als wichtige ehemalige Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet einen eigenen Reiseführer bekommen. Zu guter Letzt wurde jetzt der Oberhausener Reiseführer, allerdings mit einem Verlagswechsel von Essener KIartext zum Duisburger Mercator Verlag, veröffentlicht.
Es gibt eben nicht nur Gasometer, Zeche Zollverein und Schimanskis Ruhrort. Die Journalistinnen schauen hinter die Kulissen der Städte, testen Restaurants und Cafes, übernachten in einer Ferienwohnung in Schmachtendorf und teilen ihre Informationen den LeserInnen in ihren Büchern mit. Den Menschen der Städte hat es gefreut und sie waren verwundert, was es alles in ihrer Stadt zu sehen gibt. Tatsächlich ist es oft so, dass wer im Süden oder Norden wohnt, nicht weiß, was umgekehrt zu entdecken ist. Die Reiseführer nehmen die eigene Bevölkerung an die Hand. Sie sind nicht nur für Touristen geschrieben worden.
Die OberhausenerInnen haben es besonders hoch honoriert und sind stolz auf einen eigenen Reiseführer, der gut gefüllt ist mit Tipps zu ihrer Stadt. Es gibt nicht nur das Centro, die neue Oberhausener Mitte.
Promis aus den Städten haben auch Stories geliefert, wie Kai Magnus Sting, Herbert Knebel, Nelson Müller oder Markus Krebs, was für sie die Stadt in der sie leben ausmacht.
Es gibt auch Rad- und Wanderwege, die mit einem QR-Code über Komoot aufgerufen werden können, um so die jeweilige Stadt in einer kurzen Zeit näher kennenzulernen.
Mit „Styler Sex und Stadtentwicklung“ hat Fabienne eine besondere Stadtführung durch die besondere Modewelt und den Stadtumbaustellen in Duisburg angeboten.
Alexandra ist die Fotografin, die seit 1997 ihre Fotolinse auf besondere Motive im Ruhrgebiet schielen lässt. Allein 8000 Fotos hat sie für die drei Reiseführer gemacht. Am Ende kamen 90 nur noch unter. Sonst wäre es ein besonderes Bildband statt Reiseführer geworden.
Beide haben sich bei der WAZ kennengelernt und sind seitdem gute Freundinnen.
Der Reiseführer von Oberhausen ist dicker geworden als geplant. Es lohnt sich auch einfach mal durch die Oberhausener Innenstadt zu laufen und in die Seitengassen zu schauen, statt direkt in den Bus zum Centro zu fahren.
Beide achteten besonders auf Tipps, die sie gefunden oder von Freunden bekommen haben, ob es sich vom Mainstream unterscheidet und besonders für die Reiseführer ist.
Die redaktionelle Entscheidung liegt bei ihnen, was sie veröffentlichen. Manche Restaurant- oder Ladeninhaber reagierten überrascht, das sie im Reiseführer erwähnt wurden.
Ich habe mich gefreut mit Ihnen plaudern zu dürfen und lege Euch den Podcast ans Herz, wenn ihr mehr wissen wollt über die Autorinnen und eure Städte oder wenn ihr Lust habt mit dem jeweiligen Reiseführer die drei Städte kennenzulernen.
im alten Pfarrhaus neben der Kirche an der Kempkenstraße in Oberhausen-Schmachtendorf
*Podcast und Buchempfehlung und Café-Empfehlung ist unbezahlte Werbung
Fabienne Piepiura und Alexandra Roth präsentieren stolz ihre ReiseführerDie Reiseführer mit knalligen Farben gehören zum RuhrpottStolze ReiseführerInnenRuhrpottblick aus dem Wunschcafe herausHahn im Korb mit Tochter von Alexandra, die Modell für die Reiseführer istDer „Podcastraum“ im WunschcaféDer „Podcastraum“Gemütlicher RaumDer Thekenraum vom WunschcaféDer Ausschankraum mit Sitzmöglichkeiten im WunschcaféDer Reiseführer ist auch im Wunschcafé zu bekommenEssen, Oberhausen, Duisburg – die drei ReiseführerCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothCopyright Alexandra RothEinige Fotos aus den drei Reiseführern – von Fotografin Alexandra Roth freundlich zur Verfügung gestellt. Copyright Alexandra Roth
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Bei der Bildversteigerung namhafter Künstler am Gründonnerstag, dem 14.4., hat der Verein 7Freunde e.V. mit der Selbsthilfegruppe „Wegweiser“ gegen Missbrauch von Markus Elstner eine vierstellige Summe zusammenbekommen
Knapp 30 Anwesende erwarben das ein oder andere Bild in insgesamt vierstelliger Höhe. Der Ruhrpottologe André Brune hat die Auktion geleitet und sich über die zahlreiche Unterstützung für die weitere Arbeit gegen Kindesmissbrauch für Markus Elstner gefreut. Markus Elstner brachte seine Emotionen zu einzelnen Bildern ebenfalls dem Publikum näher. Zu Anfang bewegte Bürgermeisterin Monika Budke mit ihrer Rede Markus Elstner fast zu Tränen.
Die Rede der Bürgermeisterin Monika Budke am Anfang mit allen Anwesenden im Hof des Hauses der Vielfalt, Gerichtsstr. 3, in Bottrop
„Ich war komplett begeistert. Die Begrüßungsrede von Monika Budke hat mich fast zu Tränen be- und gerührt. Bevor ich den Startknopf für die Auktion gedrückt habe, musste ich mich erstmal sammeln. Der Kampf gegen Missbrauch ist für mich ein Job geworden, eine Herzensangelegenheit. Alles ist toll gelaufen. Ich habe nicht mit so viel Ersteigerungen gerechnet. Ich bedanke mich bei allen TeilnehmerInnen und ihrer Großzügigkeit. Danke auch an den Auktionator, André Brune, der das für das erste Mal in dieser Aktion, genügend zusammen bekommen hat und es gut gemacht hat“, sagte Markus Elstner bei einem abschließenden Gespräch zum Auktionstag.
Nicole Tenge, Wilfried Weiss, Frank Gebauer und Helmut Junge haben zum Thema Missbrauch ihren künstlerischen Ausdruck in den Bildern dargestellt und der Auktion zur Verfügung gestellt. Ihre besondere Kunst wurde bei der Auktion z.T. vom Auktionator André Brune, Markus Elstner und von den Künstlern selbst dem Publikum erklärt.
Anschließend am 21.4.22 bekam Markus Elstner die Rede der Bürgermeisterin zur Verfügung gestellt, die ich hier mit der Aussage von Markus Elstner ebenfalls veröffentliche, weil ich sie wichtig für den Beitrag finde:
„Heute bekam ich noch die Begrüßungsrede unserer Bürgermeisterin zugeschickt.. die sie zur unserer Veranstaltung am Gründonnerstag vortrug. Mit dieser Rede schaffte sie es.. mir Tränchen der Rührung in meine Augen zu treiben… (Markus Elstner in Facebook)“
Rede der Frau Bürgermeisterin Budke zur Finissage der Ausstellung „Kunst gegen Missbrauch“ am
Donnerstag, den 14.04.2022 um 15.00 Uhr im Haus der Vielfalt
Sehr geehrter Herr Elstner, sehr geehrter Herr Oppermann, sehr geehrte Frau Tenge, sehr geehrter Herr Gebauer, sehr geehrter Herr Weiß, sehr geehrter Herr Junge, sehr geehrter Herr Brune, meine Damen und Herren,
ich begrüße Sie zur heutigen Finissage der Ausstellung „Kunst gegen Missbrauch“. Das Thema der Ausstellung ist ernst. Menschen werden in ganz unterschiedlichen Situationen und unter gänzlich verschiedenen Umständen
Opfer sexuellen Missbrauchs. Auch im Umfeld der Kirche ist dies in der Vergangenheit passiert, begangen von Würdenträgern und anderen Mitarbeitern. Erst seit einigen Jahren findet eine größere gesellschaftliche Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels statt.
Erklärtes Ziel der Ausstellung war es, den Blick und die Aufmerksamkeit der Gesellschaft, unser aller Blick und
Aufmerksamkeit, auf das Thema des sexuellen Missbrauchs zu lenken. Für die Betroffenen ist es schmerzhaft, sich immer wieder neu mit ihren Erlebnissen zu befassen. Die Gefühle, die dadurch ausgelöst werden, können sich diejenigen, die nicht selbst betroffen sind, in keiner Weise vorstellen. Dennoch ist die kontinuierliche
Auseinandersetzung mit dem Thema Missbrauch eine enorm wichtige Aufgabe. Nur durch ständige
Aufmerksamkeit und die Schaffung eines öffentlichen Diskurses, der die Geschehnisse verfolgt, können wir
hoffen, mit der Zeit zur Aufklärung der Vergangenheit beitragen zu können und nur so kann es gelingen, ein Bewusstsein und eine Sensibilisierung für das Thema in der Breite unserer Gesellschaft zu schaffen.
Sie, sehr geehrter Herr Elstner, leisten unglaublich viel dafür und engagieren sich seit Jahren auf Veranstaltungen, in Gesprächen, Interviews und mit verschiedensten Aktionen gegen das Vergessen und Verdrängen und für Aufklärung und, wenn man es so sagen kann, Gerechtigkeit. Auch eine eigene Selbsthilfegruppe, die sich regelmäßig hier im Haus der Vielfalt trifft, haben Sie ins Leben gerufen. Damit helfen Sie anderen Menschen, die, wie Sie selbst, Opfer von Missbrauch wurden, dabei, ihre Erlebnisse zu verarbeiten und Stück für Stück wieder einen Weg zurück ins Leben zu finden. Dafür gebührt Ihnen größter Respekt und Anerkennung. Sie haben in diesem Zusammenhang immer wieder die Wichtigkeit und Bedeutung der Unterstützung betont, die Sie nicht nur bei der Bewältigung Ihrer eigenen Erfahrungen und Erlebnisse bekommen haben, sondern die Ihnen auch im Rahmen Ihrer Aufklärungsarbeit, zum Beispiel bei der Durchführung von Projekten zur Aufklärung vor sexuellem Missbrauch, zuteilgeworden ist.
Wir sind in Bottrop in der guten Situation, dass wir eine ganze Reihe von Organisationen und Institutionen in unserer Stadt haben, die zusammenarbeiten und Menschen in ganz verschiedenen Lebenslagen unterstützen.
Dazu gehören unter anderem der Verein Sieben Freunde e.V. und der Paritätische. Hier erhalten Menschen zum Beispiel Hilfe bei der Gründung von eigenen Selbsthilfegruppen aber auch in der Krebsberatung. Der Verein Sieben Freunde e.V. setzt sich mit seiner Arbeit außerdem, zusammen mit Ihrer Selbsthilfegruppe Wegweiser, Herr Elstner, für Aufklärung und gegen sexuellen Missbrauch ein.
Daneben gibt es bei uns in Bottrop zum Beispiel das Frauenzentrum Courage und den Verein Gegenwind e.V., die insbesondere auch Opfern sexualisierter Gewalt Hilfe bieten. Davon gibt es leider nach wie vor sehr viele und gerade vor diesem Hintergrund ist die Arbeit solcher Organisationen von unschätzbarem Wert.
Für diese Arbeit und auch für alle übrige Unterstützung in anderen Bereichen, wie ich sie eben beschrieben habe,
möchte ich mich im Namen der Stadt Bottrop hier und heute stellvertretend beim Verein „Sieben Freunde e.V.“ und bei der Kreisgruppe des Paritätischen herzlich bedanken. Ich bin froh, dass wir in Bottrop so vielfältige Hilfs- und Unterstützungsangebote für die Menschen in unserer Stadt haben.
Meine Damen und Herren, im Rahmen der heutigen Finissage findet auch eine Versteigerung statt, deren Erlös dem „Sieben Freunde e.V.“ zugutekommen und mit dem die Arbeit des Vereins gegen Missbrauch und für mehr
Aufklärung weiter unterstützt werden soll. Ich wünsche mir, dass hierfür später im Rahmen der Versteigerung zahlreiche und breite Unterstützung zum Ausdruck kommt.
Von Johann Wolfgang von Goethe, dem berühmten Dichter und Schriftsteller, ist der Ausspruch überliefert „Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.“ Niemand, die oder der nicht selbst von Missbrauch betroffen ist, kann sich eine wirkliche Vorstellung davon machen, das steht außer Frage. Dennoch ist es, wie ich eingangs schon gesagt habe, umso wichtiger über das Geschehen zu sprechen, Aufklärungsarbeit zu leisten und zu versuchen, die Taten aufzuarbeiten und, insbesondere für die Betroffenen, auch zu verarbeiten. Kunst, egal ob es das Anfertigen eines Bildes, einer Skulptur oder einer anderen Arbeit ist, kann ein Mittel dafür sein. Das zeigt die Ausstellung mit den Werken, die wir hier sehen, auf eindrückliche Weise.
Lieber Herr Elstner, Sie haben, seit Sie mit Ihrer Arbeit begonnen haben, schon einiges erreicht und auch gesellschaftlich sehen wir, dass sich in den vergangenen Jahren und insbesondere in den letzten Monaten Dinge in Bewegung gesetzt haben. Es ist klar, dass diese Bewegungen nur erste Schritte sein können auf dem weiteren Weg, der fortgesetzt werden muss und den Menschen wie Sie und Ihre Unterstützerinnen und Unterstützer gehen. Dennoch denke ich, dass man jeden Erfolg würdigen sollte. Jeder Fortschritt ist ein Ansporn und ermutigt dazu, Begonnenes fortzusetzen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern weiter alles Gute und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit und uns allen jetzt eine spannende Versteigerung.
Vielen Dank.“
Bildversteigerung auf humorvolle Art
„Der zerrissene Vorhang“ geht an den Propst Jürgen Cleve
Die Anwesenden lauschen Markus Elstners Worten zu
Bewegende Rede der Bürgermeiseterin Monika Budke
Bürgermeisterin Monika Budke und der Propst Jürgen Cleve von St. Cyriakus von Bottrop
Der Verein Gegenwind e.V. hat zwei Bilder ersteigert
Wilfried Weiss Fotografie
Frank Gebauers Bild „Die Geburt des Missbrauchs“ hab ich selbst ersteigert
Nicole Tenges Bild „Stop“ dem Missbrauch
Der Propst der Kirchengemeinde St. Cyriakus von Bottrop ersteigerte das Bild „Der zerrissene Vorhang“ von Frank Gebauer
Darknet, das bewegendste Bild wurde mit Widmung des Künstlers Frank Gebauer ersteigert
Das Bild der Rheinbabenwerkstatt wechselt den Besitzer – der Verein Gegenwind e.V. hat es erfolgreich ersteigert
Zum Ersten, zum Zweiten, Zum Dritten…. Frank Gebauers Bild „Toter Winkel“ wird ersteigert
Abschluss-Live-Video für Facebook und Instagram für die erfolgreiche Bildauktion, rechts Markus Elstner, links ichAlle Bilder im Copyright von Frank Glaubrecht – mit freundlicher Genehmigung
André Brune eigenes zur Verfügung gestelltes Bild aus der Kunstwerkstatt der Rheinbabenwerkstatt findet auch einen neuen Besitzer. Der Verein Gegenwind e.V. hat es ersteigert. Dazu wird es in der letzten Maiwoche mehr Informationen geben bei der Übergabe. So konnte nebenbei mit dieser Auktion noch die Rheinbabenwerkstatt, die Kinderklinik des Marienhospitals und die Clownsvisite e.V. ein wenig unterstützt werden.
„Die Auktion wird wahrscheinlich nicht das letzte Mal gewesen sein“, schließt Markus Elstner das Interview nach der Auktion ab. Ich werde mir freihalten und wieder Auktionieren für diesen besonderen guten Zweck!
Copyright Fotos von Andrea Fink mit freundlicher Genehmigung
Inge ist Ingrids verkürzter Spitzname, fing ihre Ausbildung als Technische Zeichnerin im berühmten Hoeschwerk von Dortmund schon mit 15 Jahren an als eine von vier Frauen. Ein Werk das heute 150 Jahre alt geworden wäre, wenn es heute nicht zu einem Museum geworden wäre. 2020 ging sie in Rente.
In den Spitzenzeiten im Jahr 1965 ca. 48600 Mitarbeiter, ein Fünftel der Dortmunder Bevölkerung. Der Umsatz war knapp 1,2 Mrd Euro.
Damals, Anfang der 1970er Jahre, waren Frauen eher eine Seltenheit und nicht gern gesehen in einem von Männern dominierenden Beruf. Doch Inge konnte sich bei einer Männerrunde im Vorstellungsgespräch durchsetzen, so wie sie es gelernt hat sich im kompletten Berufsleben durchzusetzen.
Sie ist eine eine besondere Frau inmitten der Männerwelt, eine von mir bezeichnete Wonderwoman, die genau wußte in entscheidenden Momenten sich durchzusetzen wußte.
Sie besitzt keine Wunderkräfte, aber ein Gespür, wie sie sich zu verhalten hatte, wenn Männer ihr zu Nahe kamen oder sie klein halten wollte. Sexismus begegnete sie mit gleichen Waffen, was man heute mit Sexismus bezeichnet. Mit Wissen und Leidenschaft für ihre Arbeit und die Aufopferung das Werk in vernünftige Bahnen zu lenken, setzte sie sich in der Männerwelt durch.
Vorgesetzte hatte sie kommen und gehen sehen, doch das beeinträchtigte ihre Arbeit nie. Sie zog ihr Ding durch und hatte oft genug Verbesserungsvorschläge machen können zur Geldeinsparung und Vereinfachung manch einer technischen Herausforderung.
Sie hat den Abbau des wichtigsten Werkteils in Richtung China mit „Tränen in den Augen“ mitgemacht. Auch darüber berichtet sie. Bis 1999 arbeitete sie in der Anlagentechnischen Planung in Dortmund und wurde dann 2000 nach Bochum-Höntrop versetzt und war dort im ThyssenKruppwerk an der Essener Straße in der Konstruktion tätig bis 2020.
In Bochum musste sie sich anfangs erneut den Herausforderungen stellen, wie Mobbing. Dortige Arbeitnehmer glaubten, sie würde die Arbeit wegnehmen. Erneut musste sie sich durch ihre Leidenschaft vor allen ihre Tatkraft beweisen, bevor sie akzeptiert wurde.
Bis heute hat sie aus Dortmund und Bochum Arbeitskollegen und Freunde gewonnen, die sie in der Pandemiezeit leider nicht besuchen konnte.
Nun ist sie unheilbar an Krebs erkrankt und hat sich bereit erklärt mit mir für die Öffentlichkeit und den Blog ihre Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die ungekürzt, an die Öffentlichkeit von mir getragen wird, als Erinnerung an eine vergangene Zeit des Niedergangs alter großer Arbeitsstätten und auch eine Zeit von Aufbruch und positiver Veränderung im Ruhrgebiet mit einer neuen Zukunft, die Inge gern weiter als Technische Zeichnerin weiterhin unterstützen würde.
Hört einfach in den Podcast rein und seid begeistert von ihrer Erzählung eines besonderen Arbeitslebens einer Frau inmitten der Männerwelt von Koks, Kohle und Stahl. Der Podcast geht zwar knapp zwei Stunden, aber es gibt auch einen Pauseknopf.
Ich jedenfalls habe es als wichtig empfunden so weit es geht nun nichts auf eine unterhaltsame Stunde zu kürzen, sondern es so zu lassen, wie das Leben ihr gespielt hat. Ingrid Tok gehört mit ihrem Arbeitsleben in den Blog und in den Podcast vom Ruhrpottologen stellvertretend auch für die Frauen, die sich für einen Beruf in der Männerwelt entscheiden mit den neuen modernen Möglichkeiten. Inge ist sich sicher, dass die Frauen sich heute wesentlich besser durchsetzen können als es früher der Fall war mit den Möglichkeiten von Heute.
Aus persönlichen Gründen gibt es kein gemeinsames Foto mit ihr, sondern ein Besonderes von der letzten Arbeitsstelle mit ihrer Kaffeetasse, da wo Sie mehr als die Hälfte ihres Lebens gern verbracht hat.
In der Fotogalerie seht ihr ein Abschiedsheft von Kollegen, das ihr bei der Verabschiedung aus dem Berufsleben übergeben wurde. Teile des Heftes habe ich mit freundlicher Genehmigung von Ingrid Tok veröffentlicht.
Wer über das Hoeschwerk Dortmund mehr erfahren will, kann dies auf folgenden Seiten tun:
Aus Krankheitsgründen habe ich ihr persönliches Bild mit eingebautInge Toks AbschiedsurkundeZum Abschied 2020Beruflicher Werdegang von Ingrid TokCollage von Kollegen für das Erinnerungsheft für IngeAlte Aufnahmen des Hoeschwerks für IngeDie letzte Seite der Westfalenhütte aus dem Abschiedsurkundenheft mit freundlicher Genehmigung von Inge TokBesonderes Heft zum 40 jährigen Jubiläum der Warmbandstraße im Dortmunder HoeschwerkInge Tok bei der Kaffeepause im ThyssenKrupp-Werk in Bochum
https://www.youtube.com/watch?v=XHOmBV4js_E
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Umme Eckeunweit beim Mittelpunkt vom Ruhrgebiet auf der Gelsenkirchener Straße Ecke Heinrich-Imbusch-Straße in Herne ist eine Bude, die in meinem Blog aufgenommen werden musste. Eben deswegen, ist es wichtig gewesen die LaDiDa-Bude von innen zu filmen.
Wenn Ihr in Herne den Mittelpunkt vom Ruhrgebiet auf der Rolandstraße 49 besucht, dann könnt ihr euch Erfrischungen bei Ladida holen, fast umme Ecke.
Ladida ist eine recht große Trinkhalle, die neben Klümpkes, zusätzlich elektrische Zigaretten und Shishas hat. Du kannst hier sogar eine tiefgekühlte Dönerpizza bekommen. In der Ecke liegen Mitte März noch einige Exemplare vom Weihnachtskalender von Schalke 04 rum. Die hatten ja eine schlechte Saison. Den Kalender aus der zweiten Liga wollte wohl so keiner haben.
Dann kommt es am Ende nach den Aufnahmen zufälligerweise zu einem Wortgeplänkel. Ali, der die Bude betreut, ist auch noch ein herzensguter Typ aus Welheim von Bottrop, meiner Heimatstadt. Wie klein die Welt ist.
Ich konnte sogar einen schönen Blumenstrauß ergattern für den Weltfrauentag. Meine Frau hat keine Blumen bekommen an dem besonderen Tag, denn wir waren per Bahn auf dem Rückweg von Berlin nach Bochum. Im Zug wären die eingegangen. Die haben übrigens auch länger als eine Woche gehalten zur Freude meiner Frau.
Jeder POTTbuden-Beitrag ist unbezahlte Werbung. Die Trinkhallenkultur gehört gefühlt schon immer zum Ruhrgebiet und hat seine eigene Sparte in meinem Blog.
WAHNSINN ! Auf nur ungefähr wenigen 100 Metern an der Horster Straße Grenze Bottrop/Gladbeck war so viel Müll von den Mitgliedern und Unterstützern am Sonntag, dem 27.3.22 aufgesammelt und gefunden worden, dass in drei Stunden zwei Container voll wurden mit insgesamt 1240 kg. Wir hätten noch zwei Mal das Gelände durchkämmen können, um noch einen weiteren Container zu füllen.
Am letzten Sonntag eines Monats außer in den Sommerferien, trifft sich der Verein und ruft zur Unterstützung auf an einer bestimmten Stelle achtlos hingeworfenen Abfall zu sammeln.
Die örtliche Abfallentsorgergesellschaft von Bottrop BEST und diesmal auch die der Gladbecker ZBG hat tatkräftig je einen Container zur Verfügung gestellt, die auch gut gefüllt wurden.
Freudig und mit Elan gehen die Mitglieder an die Müllsammlung. Allerdings ist das immer mit einem bitteren Beigeschmack. Zum Einen freut man sich etwas zusammen zu tun, um die Natur wieder „reiner“ zu machen und vom Plastikmüll zu befreien, der sonst durch Wind und Fluss am Ende im Meer landet und dann wieder auf dem Teller in Form von leckerem Fisch. Zum Anderen ärgert man sich über die Menschen, die einfach ohne drüber nachzudenken Müll in die Landschaft werfen, entweder weil sie den Müll im Auto nicht ablegen wollen oder weil sie Müll aus dem Auto einfach einfach entsorgen möchten aus welchen merkwürdigen Beweggründen auch immer.
Am Schlimmsten sind die Zigarettenfilter. Ein ganzer Eimer voll wäre zusammengekommen, wenn nur eine Person sich auf sie konzentriert hätte an der Horster Straße. Sie werden, obwohl es im Auto einen Aschenbecher gibt, trotzdem immer wieder aus dem Auto während der Fahrt geschnippt. Ohne Nachzudenken wird in diesem Moment eine gefährliche große Sache daraus.
Im Sommer können nach längerer Trockenheit Wald- und Wiesenbrände entstehen, wenn die Zigarette noch qualmt. Weiterhin sind die Zigarettenstummel ein Problem in der Natur für die Tiere. Vögel und andere Tiere können dran ersticken, wenn sie es aufpicken. Als Nestbauprodukt ist es wirklich kein schöner Anteil mit Nikotin und Bakterien eines Menschenmundes. Außerdem ist es schwer abbaubar in der Natur. Sie brauchen durch die Zugabe von Chemikalien im Cellulose-Acetat ca 15 Jahre um sich entsprechend selbst aufzulösen. Schätzungsweise landen 4,5 Billionen Zigarettenfilter weltweit in die Natur. Die im Nikotin und Cellulose-Acetat vorhandenen Chemikalien sind Gift für die Natur. Schwermetallen, Nikotin und verschiedene Chemikalien belasten bei der natürlichen Zersetzung zusätzlich das Grundwasser und schlussendlich die Meere. Fische sehen die Filter als kleines Futter an und ersticken an den Filtern.
Übrigens vegan sind Zigarettenfilter nicht, denn Schweineblut wird bei einigen Filterzigaretten verwendet um Schadstoffe zu filtern. Lecker….
Überlegt also drei Mal bis ihr Zigaretten in die Landschaft schmeisst oder hört am besten ganz mit dem Rauchen auf. Mit dem Greifer aufzuheben ist auch eine Tortur für jedes Mitglied vom Verein WALDFEGEN e.V. Die Dinger nerven!
Am Donnerstag, 28.4.22 ist in Passmanns in Bottrop um 19 Uhr die erste Mitgliederversammlung. Ich bin dabei. Du auch?
Mach mit ! Für eine schönere bessere Natur deiner Heimatstadt im Ruhrpott ! So sensibilisierst du dich für eine andere Sichtweise auf deine Umgebung und wirst drei Mal überlegen, ob du noch einmal einen Pappbecher aus dem Auto wirfst, den du mit einem schlechten Kaffee einer bekannten Burgerbude gefüllt hattest, wie ich ihn frisch entdecken konnte, wo ich eben gewaldfegt habe… ! (Siehe Film)
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Ich traf keinen Isländer, der mir den Weg zum Vulkan zeigte, wo es dann ab zum Mittelpunkt der Erde ging. Es war ein Hinweis von Pia Neweling der Geschäftsinhaberin von Reviererlebnisse, die in Herne wohnt. Sie empfahl mir nach unserer Podcast-Aufnahme zum Mittelpunkt vom Ruhrgebiet zu fahren. „Es ist nur 15 Minuten von hier entfernt“, sagte sie. So entschied ich spontan beim schönsten frühlingshaften Wetter schnell hinzufahren.
Durch die Straßen von Herne im Zickzack unter der Eisenbahnbrücke durch kam ich dann an eine unscheinbare Kreuzung an. Hier sollte der Mittelpunkt vom Ruhrgebiet sein?
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Vor Ort am Mittelpunkt des Ruhrgebiets – Film/Moderation: André Brune
Sollte! Also mache ich einfach eine kleine Videoaufnahme von der Kreuzung. Die Hausnummer 49 von der Rolandstraße gilt als Schnittpunkt von Nord, Süd, Ost und West. Aber die Aufnahme war hinfällig, denn das kann ja nicht sein, dass es keinen Hinweis gab. Eine Frau am Fenster schnupperte die frische Frühlingsluft. Ich sprach sie an, ob sie mehr vom Mittelpunkt des Ruhrgebiets wüßte.
„Ich hole meinen Mann, der kann mehr erzählen.“ Schon war sie weg, nachdem sie mir aber noch kurz den Hinweis gab, das dort ein Stein als Hinweis aufgestellt wurde.
Was für ein Stein? Ich schaute auf den Boden. Wenn er nicht so am Rand in den Boden eingesetzt worden wäre, wäre ich tatsächlich drüber gestolpert. Da war tatsächlich ein winziger knapp 30 cm hoher Stein in den Bürgersteig eingelassen mit einer kleinen Metallplatte, auf der eingraviert der geographische Mittelpunkt vom Ruhrgebiet erklärt wurde. Fast wäre ich drüber gestolpert. Da ist er also. Und ich brauche nicht mal in einen Vulkan hinabzusteigen. Ich muss mich nur tief bücken um die Informationen darauf zu lesen.
Dann kam Marian K. um die Ecke und lächelte mich an. Natürlich hatte er was zu erzählen. Am Tag der Aufstellung hat er gerade einen längeren Schlafzimmeraufenthalt genossen in seinem neuen Rentnerleben, als er durch Lärm in den Vormittagsstunden geweckt wurde. Der Stein wurde mit viel Tamtam in die Erde eingelassen. Der Oberbürgermeister und der Geograph, der den Mittelpunkt errechnet hat, waren da. Sie erklärten ihm die Lärmtätigkeit, dass er nun an einer berühmten Stelle lebe. Touristenströme werden kommen und den Mittelpunkt besuchen. Der Oberbürgermeister erlaubte ihm auch eine Pommesbude im Vorgarten aufzustellen, weil er sich dann vor Kundschaft nicht mehr retten könne.
Marian hat aber nicht vor die Ruhe des Rentnerlebens aufzugeben und mit dem Streß von Frittenöl zu tauschen. Er bemängelt im Gespräch allerdings zwei große Dinge zu dem Stein:
Er ist viel zu klein. Die Leute suchen ihn, so wie ich auch.
Es gibt kein Halteverbot. Es stehen immer Autos direkt vor dem Stein. Deswegen kann man den kleinen Stein auch nicht finden
Es kommen tatsächlich regelmäßig Busse mit Touristen und Radfahrer an, die den Mittelpunkt besuchen und sich dort mit Selfies ablichten. Aber dafür musste ich mit Marian in die Hocke, fast mit der Nase auf den Boden. So einfach ist das also mit dem Selfie nicht, wenn Bandscheibenvorfälle vorhanden sind. Mein Ratschlag an die Touris: Sich von oben fotografieren. Mein Ratschlag an den Kommunalverband Ruhr oder an die Stadt Herne: Ein größerer Stein um die Krankenkassen nicht nach der Coronapandemie geldlich zu belasten und wirklich ein Halteverbot für zwei Parkplätze für eine bessere Sicht auf den Stein. Wenn er schon etwas Besonderes für das Ruhrgebiet sein soll, dann sollte er auch so behandelt werden.
Ich für meinen Teil hatte ein sehr schönes Gespräch mit Marian und wünsche ihm weiterhin eine schöne Rentnerzeit! Und euch Touris eine schöne Entdeckerreise zum Mittelpunkt der Erde…äh…. zum Ruhrgebiet. Und wenn Ihr Erfrischung braucht und eine Tüte Klümbkes, dann gibt es vor der Eisenbahnbrücke die POTTbude LiBaDu, die ich ebenfalls anschließend besucht habe und in der Rubrik „POTTbude“ zu finden ist. Natürlich sind die Videos allesamt in meinem Youtube-Kanal zu finden, wie auch im Blog, sowie auf Instagram und Facebook. Ich würde mich freuen, wenn gelikt und geteilt wird.
Glück auf!
Glück auf Euer Ruhrpottologe André Brune
Der Mittelpunkt vom Ruhrgebiet – Fotos: André Brune
Der Ruhrpottologe – Podcast im Gespräch mit einem Kindesmissbrauchsopfer mitten im Ruhrgebiet
Im Ruhrgebiet ist nicht alles Gold, was glänzt. Nicht alles ist das nostalgisch schöne graue schwarze Gold von früher und das gemütliche familiäre Zusammenleben, das neue Blaue am Himmel und viele Grün statt graue Industrie. Es gibt eine Schattenseite vom Ruhrpott, die ich hier in diesem Podcast aufzeigen möchte, die es woanders mit Sicherheit auch gibt.
Es ist mir wichtig gewesen, dies zu tun. Bisher habe ich schon so einige Podcasts von unterschiedlichen Menschen aus heimatlicher Literatur und Musik, Souvenirartikel und dem eigenen Coaching mitgemacht, aber noch kein so ernstes Thema angenommen. Doch es wurde Zeit auch diese Seite des Ruhrgebiets zu zeigen und was daraus noch werden kann, denn aus Negativem kann Positives gewonnen werden. In Bottrop gibt es die sogenannte Marginalachse in der Stadtmitte, das ist die Alte Apotheke mit dem „Krebsmittelbetrüger“ und die St. Cyriakuskirche, in deren Schatten ich groß geworden bin, doch von dem ich nicht wußte, dass sie wirklich eine große Schattenseite beinhaltete.
Als ich bei der Stolpersteinverlegung am 09.11.21 in Bottrop dabei war, besuchte ich eine weitere Verlegung und lernte dort im Vorbeigehen Markus Elstner kennen bei der Verlegung des Steins von Ernst Ender, dem ersten Oberbürgermeister von Bottrop nach dem II. Weltkrieg, initiiert von Sahin Aydin, den ich bald auch nochmal im Podcast vorstellen werde.
Markus ein netter Bud Spencer Verschnitt, immer ein Lächeln auf den Lippen. Ein Mann, wie ein Baum. Doch im Innern wuchs eine Faust, die er gern auf bestimmte Köpfe sausen lassen würde. Kurze Zeit nach unserem Kennenlernen war er überall plötzlich im Fernsehen. Die Fassade vom freundlichen ehrlichen Lächeln, hat ein inneres Dunkel, hervorgerufen durch verschiedene schlechte Ereignisse in seiner Jugend.
„Versteck dich nicht, auch du darfst anderen Menschen wieder in die Augen schauen.“ – Markus Elstner
Mit 10 begann ein hässlicher Schnitt in seinem Leben und 2010 wachte Markus scheinbar auf aus dem Alptraum, der ihn 36 Jahre begleitet hat, als er die Person im Fernsehen sah, der ihn in der Jugend missbraucht hatte. Ein Kirchenmann, der nicht nur an ihm „Hand angelegt“ hatte. Die Wut stieg hoch, dass dieser Mann in der Nachbarstadt Essen gemütlich seinen Kirchendienst weiter ausführen durfte ohne im Gefängnis zu landen.
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Markus Elstner hat in der Zwischenzeit einige Dinge losgetreten, so dass ARD, ZDF, WDR, RTL, SAT 1 und das örtliche Radio Emscher-Lippe auf ihn aufmerksam wurde. Durch seine Initiative schlug das Thema Kindesmissbrauch innerhalb der katholischen Kirche hohe Wellen. Dicke Wälzer sind mittlerweile entstanden um eine Anklage zu formulieren, sogar gegen den ehemaligen Papst Benedikt XVI., der wohl einige Dinge wusste zu dem Thema Kindesmissbrauch, aber angeblich sich nicht erinnern kann.
Wir wollten in diesem Podcast auf jeden Fall nicht alle Kirchenmänner über einen Kamm scheren. Es gibt sehr viele, die wirklich Gutes tun, die überzeugt sind in der richtigen Religion zu sein und dies auch entsprechend predigen. Aber es gibt auch einen Teil der vatikanischen Angestellten, der die Situation des Berufs und Kirche ausgenutzt hat, hervorgerufen mutmaßlich durch das 1000 Jahre alte unsinnige Zölibat, der die normalen menschlichen Eigenschaften der Sexualität unterdrückt und diese eventuell in Begierde verändert, die eher in eine unnormale Eigenschaft der menschlichen Sexualität mündet, nämlich der Pädophilie, dem Kindesmissbrauch.
Der katholische Kirche wollen wir es nicht komplett anlasten. Denn die katholische und evangelische Kirche bringen vielen Menschen einen Halt in dieser schnelllebigen Zeit und sie geben in Form von Kindergärten, sozialer Gemeindearbeit und Seniorenheimen eine wichtige Alltagsstruktur und gehören zu den größten Arbeitgebern in Deutschland, wenn nicht der ganzen Welt. Die Dinge der Pädophilie gibt es mit Sicherheit auch in den anderen Religionen, in der Nachbarschaft, beim netten Onkel nebenan, Jugendfußballtrainern oder im eigenen Elternhaus. Dennoch liegt bei Markus Elstner die Schuld in der katholischen Kirche diese Männer nicht zu verurteilen bzw. vor Gericht stellen zu lassen. Sie sind auch Schuld keine fristlose Kündigung des Amtes vorzunehmen, die gegen mehrere der AGBs der katholischen Kirche, die 10 Gebote, verstoßen haben, wie „Du sollst nicht falsches Zeugnis ablegen“, also Lügen und das zu ernst genommene oder im Studium der Theologie falsch verstandene „Liebe deine Nächsten, wie dich selbst“ oder „Du sollst den Namen des Herrn nicht Unnütz gebrauchen“ Da war derjenige wohl die Stunde im Semester schwänzen.
„Ich habe gemerkt, dass man den Missbrauch nur verarbeiten kann, wenn man darüber spricht.“ – Markus Elstner
Das Skandalöse an der Sache ist, das der Vatikan diese Personen schützt, wenn sie von den Handlungen erfahren. Sie werden nicht ausgestoßen, sondern geben ihnen in einem anderen Ort den gleichen Job. Dort, wo ein neues Gesicht gebraucht wird.
In der heutigen Gesellschaft sind es eben die Kriege, die Gott nicht verhindert hat, schreckliche Familiengeschehnisse, ein Krebsleiden, das Gott nicht verhindert hat und eben auch Kindesmissbrauch innerhalb der Kirche, in der eigenen Gemeinde, wo der Pfarrer, der nette Mann von nebenan doch niemals so etwas tun könnte.
Gerade in der Vergangenheit ist dieser Glaube bei den Schäfchen der Gemeinde gewesen, wenn es ein Gerücht gegeben hat. Man glaubte an Gott und jedes bisschen erzählen, das die Enkeltochter unsittlich angefasst wurde, war eine Lüge oder missverstanden worden vom Kind.
Markus Elstner erklärte sich bereit für diesen Podcast, weil er bei mir sich ausreden konnte. Ich habe ihn kaum gebremst. Er sollte erzählen, was auf ihm lastete und er sollte auch berichten von seinem positiven Wandel aus der Vergangenheit Nutzen zu ziehen Gutes zu tun für die Zukunft. Er lief richtig heiß. Alles, was er loswerden wollte, in einem offenen Gespräch mit mir, hat er „rausgehauen“ und das war gut so. Am Ende tat es ihm sichtlich wohl mit mir diese Aufnahme gemacht zu haben. Endlich im Ganzen die Aufmerksamkeit bekommen, die ihm Gebührt, das im Fernsehen leider nur auf wenige Minuten beschränkt ist.
Sein Ziel ist es auch Aufmerksamkeit für die Täter und seine Selbsthilfegruppe für Opfer zu schaffen. Er hat es geschafft und will mehr. Er will, dass sich mehr zum Missbrauch öffnen, ob Jungen, wie Mädchen, Frauen und Männer, die diese Dinge als Kind mitgemacht haben und im Leben bisher unterdrückt haben. Sie sollen sich öffnen, sie können sich öffnen bei ihm.
Markus bittet förmlich darum sich zu öffnen und es hinauszuschreien. Denn sein Leben hat sich dadurch wesentlich verbessert und durch sein Öffnen wäre dieser Podcast nicht nur nicht zu Stande gekommen, sondern auch nicht die Wellen der Empörung und vielleicht auch das Anstoßen zum Umdenken in der katholischen Kirche.
Markus wird nicht aufgeben. Zeit seines Lebens die Kirche zur Offenheit zu zwingen. Und in dieser schnelllebigen digitalen Zeit, in der die Kirche für viele Menschen nur noch einen zweiten Rang im Leben hat oder gar keins mehr, sollte der Vatikan endlich daran arbeiten sich zu reformieren, bevor noch mehr Gläubige den „Verein“ verlassen und sich einen eigenen Altar zu Hause aufbauen oder sogar den Gottglaube verlieren. Was in dieser Situation auch möglich ist.
Wichtig in seinem Kampf für Gerechtigkeit für Missbrauchsopfer ist auch eine Aufhebung der Verjährungsfrist. Denn nicht jedes Missbrauchsopfer kann sich sofort öffnen. „Es braucht alles seine Zeit“, erklärte er mir. Er brauchte sie auch. Wenn Missbrauchsopfer 30 Jahre brauchen, um sich zu öffnen und die Täterperson anzuzeigen, dann ist oft die Verjährungsfrist das größte Hindernis für eine Gerechtigkeit. Sie liegt bei einem sexuellen Missbrauch von Minderjährigen bei fünf Jahren. Oft kommen die Täter deswegen straffrei davon und haben in der Zeit wahrscheinlich weiter ihr Unwesen getrieben. Ein durch diese Missbrauchstat entstandener Selbstmord wird nicht als Mord anerkannt. Und ist auch nicht immer nachvollziehbar, wenn das Opfer dann aus Gründen einer Depression sich umbringt, kann diese auch von einem Missbrauch stammen. Markus Elstner hat es am eigenen Leib mit solchen Selbstmordgedanken zu tun gehabt. Die Wut auf den oder die TäterIn bleibt bei jedem Missbrauchsopfer, wenn sie sehen, wie sie ein normales bürgerliches Leben weiterführen dürfen, während das eigene einem Scherbenhaufen gleicht.
Die Verjährungsfrist muss aufgehoben werden, genauso wie die Frist für Vergewaltigung von 10 Tagen. Ein Opfer ist erst dann bereit seine Leiden zu erzählen, wenn es sich bereit fühlt, egal wie lange es dauert.
Zur Zeit findet eine Ausstellung bekannter Ruhrgebietsmaler in dem „Haus der Vielfalt“, wo die Bottroper „die Paritätische“ ihr Büro hat. Im Treppenaufgang befinden sich Bilder von MalerInnen, die sich mit dem Missbrauchsopfer auf ihre künstlerische Art und Weise auseinandergesetzt haben. Alle haben einen gewissen relativ kleinen Preis. Diese können als Drucke oder auch Original verkauft werden. Das Geld wird komplett dem Verein „Sieben Freunde“ überreicht, damit diese weiterhin auch Markus Elstners Selbsthilfegruppe unterstützen können, wenn es um Aktionen zu mehr Aufmerksamkeit geht, um die Dinge aufzuzeigen, die wirklich an der Sache etwas ändern können.
Für die Bilder einfach nach unten scrollen. Sie sind dort von mir fotografiert und hinterlegt. Sie können in Ruhe hier auch ausgesucht werden. Am Gründonnerstag, sinnbildlich geplant, ist dort ab 16 Uhr eine von mir als Auktionator angesetzte Auktion, wo die restlichen Bilder bzw. Originale versteigert werden, um noch mehr Erlöse für den Verein zu bekommen. Jedes Bild erzeugt mehr Möglichkeiten für den weiteren Kampf von Markus Elstner. Und ich unterstütze, wo und wie ich – auch terminlich kann. Und mein noch nicht versteigertes Bild, wird dann dort auch unter den Hammer kommen in der Hoffnung mehr noch machen zu können für die Rheinbabenwerkstatt der Behindertenwerkstatt in Bottrop, der Clownsvisite und der Kinderklinik in Bottrop. Wer also Interesse hat zur Bilderversteigerung zu kommen oder sich einfach die Ausstellung anzusehen: Gerichtsstraße 3 in Bottrop im Haus der Vielfalt. Und am 14.4. ab 16 Uhr die Versteigerung bzw. Auktion der Bilder für den weiteren Kampf David gegen Goliath – Markus Elstner gegen den Vatikan. Seid dabei – je mehr kommen, desto mehr kann bewegt werden. Danke!
Bildet euch nun selbst eine Meinung und höret in den Podcast rein. Ich sage diesmal nicht Viel Spaß, sondern Seid Interessiert! Es wird für jeden eine emotionale Achterbahnfahrt, wie es für mich war, weswegen auch der Titel so gewählt wurde von mir! Und zu meinen eigenen Ausführungen innerhalb des Podcasts und am Ende (bis zum Schluss hören – wichtige Informationen!) stehe ich genauso, wie es Markus Elstner für sich tut.
Glück auf Euer Ruhrpottologe André Brune
Zum Thema habe ich alle Informationen von Markus Elstner zusammengetragen und sind hier zu finden:
Kontaktadressen für Missbrauchsopfer:
Sie benötigen Hilfe? Sind Missbrauchsopfer?
Am Hilfetelefon hören Fachkräfte aus dem Bereichen Psychologie und Pädagogik zu und helfen weiter:
Telefon bundesweit, kostenlos und anonym: 08002255530
Selbsthilfegruppe Sexueller Missbrauch für Menschen, die als Kinder sexuell missbraucht wurden
„Ich weiß, es fällt dir schwer darüber zu sprechen; mir ging es genauso, bis ich den Mut hatte diese Selbsthilfegruppe zu gründen…“ Markus Elstner
Die Selbsthilfegruppe richtet sich an Menschen, die endlich ihr Schweigen brechen möchten, denn: „Wer das Schweigen bricht, bricht die Macht der Täter“.
Treffen: 1 Mal im Monat nach Absprache, um sich auszutauschen, persönliche Erfahrungen zu besprechen, einen Weg des Umgangs damit heute zu finden – Alles, was im Raum besprochen wird, bleibt vertraulich.
Wo? Haus der Vielfalt – Gerichtsstr. 3 – 46236 Bottrop
Ansprechpartner: Markus Elstner – Tel: 015757069335 – Email: f.markus.elstner@gmail.com
Vor dem Besuch der Gruppe bitte Kontakt aufnehmen.
Rückfragen zur Selbsthilfegruppe: Selbsthilfe-Büro Bottrop, Gerichtsstr. 3, 46236 Bottrop
Kontaktadressen für Missbrauchstäter oder die es spüren zu werden:
Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“
Hilfe für Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen
Deutschlandweit ein kostenloses und durch geschütztes Behandlungangebot für Menschen, die therapeutische Hilfe suchen, weil sie sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen und darunter leiden.
Information zum „Kentler-Projekt“, der Berliner Jugendhilfe, das als „wissenschaftliches Experiment“ Pflegekinder und Jugendliche an vorbestrafte Pädophile zwischen Ende 1960er Jahre bis in die 2000er Jahre vermittelte. Der anerkannte Experte war der Meinung, das sich pädophile Männer besser als „normale“ Pflegeeltern um die Jugend kümmern kann.
Die Uhr der Kirche läuft ab eintätowiert auf Markus Arm – Foto: André Brune
Aktion in Essen – Foto: Frank Gebauer
Tätowierungskunst auf Markus Arm – Foto: André Brune
Aktion in Essen – Foto: Frank Gebauer
Aktion – Foto: Markus Elstner
T-Shirt für mehr Kirchenverständnis – Foto: Markus Elstner
Foto: Markus Elstner
Foto: Markus Elstner
Bei einer Fernsehshow – Foto: Markus Elstner
Foto: Markus Elstner
Foto: Frank Gebauer
Aktion in Essen – Foto: Frank Gebauer
Unterstützung einer Aktion vom Unabhängigen Beauftragten für Fragen sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung „Kein Raum für Kindesmissbrauch“ – Foto: Markus Elstner
Ein Bild für die im Podcast erwähnte Versteigerungsaktion – Foto: Markus Elstner
Ein Bild für die im Podcast erwähnte Versteigerungsaktion – Foto: Markus Elstner
Kontaktinfos des Unabhängigen Bauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs der Bundesregierung
Kontaktdaten der Selbsthilfegruppe von Markus Elstner
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Beim Aufhängen der Bilder für die Ausstellung – Markus Elstner mit Nicole Tenge
Haus der Vielfalt in Bottrop – dort ist auch der Raum für die Selbsthilfegruppe von Markus
Markus zeigt die stoppende Hand vom Bild
Malerin Nicole Tenge – Druck auf Leinwand – 65 €
Markus vor dem besonderen weltweit bekannten Bild von Frank Gebauer – Foto: André Brune
Fotografie Wilfried Weiss – 120 €
Reliefbild – Fotografie – Wilfried Weis – 50 €
Malerin Nicole Tenge – Druck auf Leinwand – 75 €
Reliefbild – Fotografie – Wilfried Weis – 50 €
Fotobild Frank Gebauer – Der zerrissene Vorhang – 120 €
Bild von Frank Gebauer – Toter Winkel – 120 €
Maler Helmut Lange – Druck auf Leinwand – 20 €
Ein vermeintlich graues Bild wird durch die Sonneneinstrahlung plötzlich farblich optimistisch (Maler Helmut Lange)
Maler Helmut Lange – Druck auf Leinwand – 20 €
Maler Helmut Lange – Druck auf Leinwand – 20 €
PottART Klaus Ruland – „Einschnitt in die Seele“ – Öl auf Leinwand 450 €
Maler Helmut Lange – Druck auf Leinwand – 20 €
Druck auf Leinwand – Nicole Tenge – 90 €
Fotocollage Frank Gebauer –
Foto Wilfried Weiss – 30 €
Fotocollage Frank Gebauer – Doppelmoral – 200 €
Fotobild Frank Gebauer – Der zerrissene Vorhang – 120 €
Maler Helmut Junge – Druck auf Leinwand 20 €
Bild von Frank Gebauer – Toter Winkel – 120 €
Darknet – von Frank Gebauer – 150 €
Zum Weltkindertag 2021 sind diese besonderen Bilder entstanden und als Druck verkauft worden – Die Erlöse waren Spende an den Verein „Sieben Freunde“
Die Bilderausstellung im Haus der Vielfalt – Mit einer Auktion am 14.4. um 16 Uhr kann der Erlös für den Verein Sieben Freunde weitere Aktionen planen gegen Kindesmissbrauch – Fotos alle von André Brune
Müll geht uns alle an. Frühestens beim Kauf von Dingen, die aus Kunststoff sind. Spätestens, wenn der im Meer landet und zwischen den Zähnen klebt, wenne ein Fisch futters. WALDFEGEN e.V., ein Verein, der erst kürzlich 2021 gegründet, aber als Aktion einer einzelnen Frau, Carmen Böhm, 2019 initiiert wurde.
Am 27.3.22 von 11 bis ca 14 Uhr ist er aktiv in Bottrop wieder unterwegs! Direkt an der Horster Straße/B224/Grenze Gladbeck Halde Hahnenbach in der Nähe von Ostermann. Ein weiterer kurzer Hinweisbericht folgt unter POTTaktionen!
Monatlich bekommt der Verein, der sich noch auf den Bottroper Raum des Ruhrgebiets beschränkt, neue Mitglieder und sammelte bis zum 27.2.22 knapp 10 Tonnen Müll ein. Ich bin der erste Bochumer und hoffe auch hier auf Zuwachs über die Stadtgrenzen hinaus. Überall liegt Müll, was die jeweiligen Städte nicht mehr wegräumen aus Geld- oder Personalmangel oder weil es schlicht und einfach eine Schneise im Wald ist, die nicht geräumt wird und zur Müllabladung genutzt wird
Leider gibt es genügend Menschen, die immer noch gedankenlos ihren Müll in die Landschaft werfen, wie Zigarettenkippen, Fast-Food-Tüten, Kaffeebecher, Bonbonpaper oder Bierflaschen. Andererseits darf auch nicht der Wind unterschätzt werden, der die Tonnen schon mal seitlich öffnet und den Abfall fröhlich in der Gegend verteilt.
Ich war an dem besagten Tag dabei und fand in der Landschaft des Köllnischen Waldes in Bottrop weiße Häufchen. Das waren Kunstfasern. Es kann Dämmmaterial gewesen sein, aber meine Vermutung ist eher Weihnachtsdeko vom Winde verweht. Unterschätzen sollte nun nicht nur der Wind, sondern auch die Bäche, die genau das in die Meere am Ende fließen lassen. Und ebenfalls ist wichtig zu erwähnen, dass dann der gegessene Fisch vielleicht genau diese Fasern enthält und nun der eigene Magen dagegen rebelliert oder der Darm sich in Krebsgeschwüre umwandelt.
Ebenso ist es wichtig zu wissen, dass diese kleinen Kunstfasern auch gern von Vögeln in die Nester gepackt werden. Aber falls ein Vogelbaby die aus Hunger verschlingt, obwohl sie lecker aussehen, könnte es daran sterben. Auch andere Tiere sind in Gefahr. Das gilt auch bei Zigarettenstummeln, die im Wald erst recht nichts zu suchen haben. Im Wald sollte generelles Rauchverbot gelten, nicht nur im Sommer. Unachtsam wird die Kippe immer in die Gehölze geschmissen, dabei kann nur ein Zigarettenstummel bis zu 40 Liter Grundwasser verunreinigen.
Was ist Waldfegen?
Die Finnen haben es erfunden! Die haben vor einigen Jahren die Wälder von Müll befreit. Sind mit einem Besen rein und haben losgelegt. Donald Trump hat darüber gelacht, als der noch Präsident war. Die Finnen haben daraufhin gesagt: Jetzt erst recht! Mittlerweile ist das in der Welt bekannt geworden. Nur Carmen Böhm hat das nicht gewußt und fand den von ihrer Schwester vorgeschlagenen Namen einfach nur genial. Salopp gesagt ist ihr nämlich beim Spazierengehen im Wald der ganze Müll auf den Eileiter gegangen und hat mit einer kleinen Tüte angefangen zu sammeln.
Das weitentfernteste Mitglied bin nun ich. Ich unterstütze das im ganzen Ruhrgebiet und hoffe damit anzuregen Waldfegen unter dem Vereins WALDFEGEN e.V. aus Bottrop eine Gemeinschaft zu gründen, die wirklich einmal im Monat gezielt in eine bestimmte Gegend der jeweiligen Stadt fährt und den Wald fegt.
„Waldfegen“ ist einmal jeden letzten Sonntag im Monat von 11 bis 14 Uhr sammeln, so dass auch Familien noch Ausflüge danach weitergestalten können. Der Verein besorgt einen kostenlos bereitgestellten Container der Stadt Bottrop, in anderen Städten muss man erstmal sehen, wie das dort abläuft. Der wird mit dem Müll gefüllt und dann war es das. Der Spaß an der Sache ist es wie jeder mit Goldgräberstimmung durch die Landschaft zieht und jeder mehr als der andere haben möchte.
Am 28.4.22 ist die erste Mitgliederversammlung um 19 Uhr im Passmanns, Kirchhellener Str. 157 in Bottrop. Je mehr MitgliederInnen, desto mehr kann gemacht werden. Es sind allein bei Facebook schon 500 Follower, die aber mit Sicherheit noch kein Mitglied.
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So kann ich nun in Bochum eine Zweigstelle errichten. Vielleicht finden sich noch andere Menschen in den Ruhrpottstädten, die mitmachen möchten. Der Verein würde sich freuen!
Glück auf oder Müll gut!
Euer Ruhrpottologe André Brune
Wer etwas Spenden möchte für den Verein, der davon wiederum Materialien, wie Eimer, Greifer, Handschuhe, Desinfektionsmittel und andere wichtige Dinge für das einfache und sichere Müllsammeln kaufen kann:
WALDFEGEN e.V.
Kreditinstitut: Volksbank Bottrop
IBAN: DE62 4246 1435 0542 2827 00
BIC: GENODEM1KIH
Verwendungszweck: „Ihr Name, Ihre Mitgliedsnummer“ oder „Spende“
FOTOGALERIE und AUFNAHMEANTRAG
Nächster Termin 27.3.22
Hinweise Aufnhameantrag Waldfegen e.V.
SEPA-Lastschrift
WAZ – Artikel zum Waldfegen am Sonntag 27.2.22
Beitragssatzung Waldfegen e.V.
Aufnahmeantrag_Waldfegen
Waldfegen – Aufnahmeantrag in den Verein
Aktionstag am sonnigen Sonntag 27.2.2022 – Fotos: André Brune
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