Foto der Woche I Zeche Teutoburgia mit Grubenpferd von Heute

Die Pferde auf dem Feld waren ein wunderbarer Anblick. Erst nach dem Fotografieren hab ich das historische Fördergerüst in der Ferne entdeckt.

Mein Bein ist sozusagen noch auf dem Gebiet von Zeche Erin in Castrop-Rauxel, mein Auge ist in Herne bei Zeche Teutoburgia.

Dazwischen das tolle Pferd, das vor 100 Jahren vielleicht als Grubenpferd genutzt worden wäre.

©André Brune

Glück auf ⚒️

Buden-Marathon zum Tag der Trinkhallen 2024 I +Video I +Fotogalerie

9 Buden in 6 Städten im Schnelldurchgang am Tag der Trinkhallen!

Gern hätte ich alle 40 Trinkhallen aufgesucht in den Ruhrgebiets-Städten, aber dafür müsste dieses Fest drei Tage gehen. Wäre zumindest eine schöne Maßnahme, um für alle einen Mehrwert zu schaffen. Neun erreicht zu haben an einem Tag ist schon ein großer Teil gewesen, obwohl ich an jeder gern das ganze Event über geblieben wäre.

Ich habe leidenschaftliche Betreiber- und Betreiberinnen, nette Menschen und ein Menge Kultur kennengelernt und gesehen. Kabarett, Comedy, Musik, Tanz bei kühlen Getränken und gegrillten fetthaltigen Klümbkes in Form von überzogenen Darm aus Freilandtierhaltung wurde im Wechsel an vielen Stellen dem Publikum geboten.

Zum VIDEO:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Als es um 15 Uhr los ging, war ich gerade in Herten und begleitete den musikalischen Abriss des singenden Bürgermeisters Matthias Müller vom Affen und seiner Kokosnuss. Gestartet bin ich aber in Castrop-Rauxel, fuhr von dort nach Herne, dann Herten, Gelsenkirchen und Bottrop. Zuletzt musst ich unbedingt noch in Bochum den All In Kiosk besuchen. Leider verpasste ich Geier Sturzflugs Saxophonisten und den „VfL Jesus“. Überall sein, geht halt nicht, oder wat.

Short: https://youtube.com/shorts/fsMteXNU5KY?si=Yj-c-TM_6eIh9pjR

Alle zwei Jahre ist der Tag der Trinkhallen seit 2016 mit Corona-Unterbrechung. Ich wollte mich nicht festlegen. Meine Frau und ich holten unseren neuen Wagen in Castrop-Rauxel ab, den ich für touristische Führungen vorgesehen habe (das kommt ab Anfang nächstes Jahr!). Dann haben wir in den Plan geschaut und sind losgefahren.

Kadir 2.v.R. mit Ehefrau Rechts und Verwandtschaft

Markt Kiosk

Am Markt 15

44575 Castrop-Rauxel

Facebook.com/MarktKioskCastroprauxel

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Nur 10 Minuten über eine wunderschöne Ackerlandschaft hinweg zwischen Castrop und Herne gelangten wir dann nach Sodingen. Die Eingemeindung zu Herne am 1.4.1928 war kein Aprilscherz. Jedoch besaß sie ein eigenes Amtshaus. Deswegen heißt dort auch zur Erinnerung die am Kiosk anliegende Straße so: „Zum Amtshaus“.

Heikes Kiosk in Herne – Sodingen

Auf dem Kurt – Edelhagen – Platz unweit vom ehemaligen Bunker, der als Wohnhaus umgebaut wurde, entstand am 7.2.1922 die Bedürfnisanstalt und Erfrischungshalle. Wahrscheinlich wollte man schon damals die langen behördlichen Wartezeiten mit Getränken abmildern. So ließ die Gemeinde die schicke Trinkhalle bauen, auch um gleichzeitig das Toilettengeschäft nach dem Genuß von Kaffee und Bier anzubieten.

Nun 102 Jahre später feiert die langjährige Besitzerin Heike Chuchra den Tag der Trinkhallen mit lauter Musik an dem denkmalgeschützten Kiosk.

Die offizielle Eröffnung war noch nicht losgegangen, aber schon mehr als 100 Personen warteten auf die Würste vom Grill. Rondoprinz mit Christian Bigos sollten hier Gitarrenpop und Post-Punk-Revival-Klänge ab 15 Uhr interpretieren.

Heike nahm sich zwei Minuten Zeit, um eine zu quarzen und mit mir zu plaudern. Es war eine kurze Pause für sie. Heike hat nicht die 102 Jahre mitgemischt, aber schon mehr als ein Vierteljahrhundert davon. Insgesamt arbeitet sie schon 34 Jahre davon in der Trinkhalle. Vor 24 Jahren übernahm sie die Bude und wird sie wahrscheinlich nur tragend verlassen. Ihre Leidenschaft für den Kiosk und die Menschen vor Ort ist sehr groß, wie ich es bei allen Besitzer und Besitzerinnen an dem Tag feststellen konnte. Sie wirkte auf mich, wie eine Mutti, mit der man alles bequatschen kann. Bestimmt ist sie auch eine Art zuhörende Psychologin, wenn es mal einem nicht gut geht. Ich werde auf jeden Fall auch bei ihr nochmal vorbeischauen!

Heike Chuchra

Heikes Kiosk

Am Amtshaus 1

44627 Herne

Zur Historie gibt es eine tolle Internetseite von Herne und Wanne:

Heike’s Kiosk – Herne von damals bis heute (herne-damals-heute.de)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Trinkhalle Am Stadtpark in Herne

Von Heike bis zum Kiosk „Am Stadtpark“ waren es auch nur etwa 10 Minuten. Der Grill bebte schon, die rosa Luftballons schwebten an den Wäscheleinen. Rosa ist die Farbe der Bonbons und die Mottofarbe vom Tag der Trinkhallen.

Der Sohn des Kioskbetreibers Benkubi (hab den Namen so verstanden. Ich hoffe, er ist richtig geschrieben, wenn nicht entschuldige ich mich für die falsche Schreibweise) erzählte mir, wie es vor Ort abläuft mit den Wertmarken.

Benkubi (wenn der Name so richtig ist), Sohn des Betreibers von der Trinkhalle

Die Bude wird von der ganzen Familie im Schichtdienst betreut. Es fehlt nur eine Weiß- und eine Schwarzkaue. Der Verkaufsraum ist nicht klein. Die Regale sind mit allerlei verschiedenen wichtigen Lebensmitteln gefüllt. Sogar Toilettenpapier fehlt nicht. Den Herner Stadtpark habe ich noch nie besucht. Der ist bestimmt auch mal ein Besuch wert..

Verpasst habe ich jedoch Kioomars Musayyebi und Andreas Heuser vom Transorient Orchestra. Sie spielten auf der persischen Santur mit Gitarren verbindende Elemente von Orient und Okzident. Auch hier wäre ich gern geblieben, um mir das anzusehen.

Trinkhalle am Stadtgarten

Vienkestraße 93

44623 Herne

0177 7360002

(keine Internetseite)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Pick Up Snack & Service Kiosk in Herten

Anschließend war ich in Herten beim Pick Up Snack & Services Kiosk von Thorsten Beckmann. Er übernahm die Bude 2015 von seinen Eltern. Sie wirkt wie ein kleiner Tante Emma – Laden. Auch er feiert dieses Jahr noch einmal, denn insgesamt gibt es die Trinkhalle schon 25 Jahre.

Zufällig war ich bei der offiziellen Eröffnung vom Tag der Trinkhallen dabei. Ich wußte ja nicht, dass der Bürgermeister singen und Gitarre spielen kann! Mit großer Inbrunst sang er „Die Affen rasen durch den Wald“ mit einer geklauten Kokosnuss…äh Gitarre und lud alle Anwesenden ein mitzusingen. Der Text wurde vorher herumgereicht. Das war mal sehr originell.

Pick Up Kiosk und Mehr

Aber ich wollte ja noch weiter und habe nicht die anschließenden Auftritte sehen können von

Im weiteren Verlauf sollten Songs aus den letzten 25 Jahren gespielt werden. Hier in Herten wurde das Publikum und die Kinder direkt angesprochen. Das Programm enthielt Überraschungen, Wimmelbuchgeschichten und auch Informationen zum 25. Geburtstag der Route der Industriekultur.

Bürgermeister Matthias Müller spielt das Affenlied mit der Gitarre
Thorsten Beckmann, der Chef der Trinkhalle

Pick Up Snack & Services Kiosk & mehr

Ewaldstr. 124

45699 Herten

Internet: PICK UP SNACK & SERVICES – KIOSK UND MEHR… (pick-up-kiosk.de)

Leider musste ich schon wieder weiter, auch wenn der Geruch von Waffeln in der Luft lag…

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kiosk Mummel in Gelsenkirchen-Erle

Der Kiosk Mummel war der nächste Punkt auf der Liste in Gelsenkirchen – Erle, der in einem kleinen Häuschen zu finden ist. Die Eröffnung wurde vom Kabarettisten Özgur Cebe gemacht. Er erzählte über Steinmeiers Dönerdiplomatie während ich Linda, die Mummel-Besitzerin, kurz sprach. Hier ertrank ich förmlich schon in einer Menschenmenge.

Özgur Cebe

Erst seit einem Jahr betreiben sie den Kiosk und gehörte jetzt schon vor dem Tag der Trinkhallen zu den berühmteren Buden im Ruhrgebiet. In ihrem Internetshop können die gemischten Tüten in verschiedenen Größen ebenso gekauft werden, wie am schnuckeligen Schalter. Das ist so erfolgreich auf Instagram vermarktet worden, dass der Westdeutsche Rundfunk, RTL und die Zeitung darauf aufmerksam wurde. So sind sie schon im Fernsehen gelandet und freuen sich jeden Tag aufs Neue über die vielen Menschen, die mit Rad oder zu Fuß kommen.

Kiosk Mummel ertrinkt im Menschenmeer

Vor der Bude war eine automatische Cocktailbar. Nur Tom Cruise fehlte, um den Sunrise von mir richtig durchzuschütteln, aber die Bardame war vergleichbar und nicht so überheblich wie der kleine Hollywooddarsteller.

Auch hier werde ich nochmal hin. Denn Erle ist architektonisch ein Juwel in Gelsenkirchen.

Linda vom Kiosk Mummel

Kiosk Mummel

Gartmannshof 19a

45891 Gelsenkirchen

Glück Auf | Kiosk Mummel (kiosk-mummel.de)

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kiosk An der Ecke in Gelsenkirchen – Scholven

Dann ging es nach Scholven. Kenan und Ingi (ich hoffe, ich habe den Vornamen richtig geschrieben, wenn nicht: Entschuldigung!) betreiben den Kiosk „An der Ecke“ auch schon 8 Jahre. Sie erzählen auch über den Ablauf des Tages, ihre Anmeldung zum Tag der Trinkhallen und wie überwältigt sie sind.  

Kiosk an der Ecke in Scholven

Sie haben vor Ort Prominenz aufgefahren bekommen: der Cartoonist Oli Hilbrich und Reviersport-Autor Ulrich Homann lamentierten über Schalke 04 . Oli zeigt auf Dia-Fotos seine Cartoons und erzählt die Entstehungsgeschichten dazu. Leider waren die Bilder wegen des Sonnenlichts nicht so gut erkennbar. Aber Oli war wichtiger als die Bilder. Daneben traf ich auf den sympathischen Pressemann Axel Bitterlich vom Klartext Verlag. Kontakt ist aufgenommen für so manche Buchbesprechung in meinen zukünftigem Podcastformat.  

Nach einem Mini-Gespräch lud Oli mich wieder zu seinem zweiten Teil um 20 Uhr ein. Aber ich wollte ja noch weiter. So lud ich ihn im Gegensatz dazu ein mal in meinem Podcast zu sein.

Sie haben vor Ort Prominenz aufgefahren bekommen: der Cartoonist Oli Hilbring und Reviersport-Autor Ulrich Hohmann lamentierten über Schalke 04 . Oli zeigt auf Dia-Fotos seine Cartoons und erzählt die Entstehungsgeschichten dazu. Leider waren die Bilder wegen des Sonnenlichts nicht so gut erkennbar. Aber Oli war wichtiger als die Bilder. Daneben traf ich auf den sympathischen Pressemann Axel Bitterlich vom Klartext Verlag. Kontakt ist aufgenommen für so manche Buchbesprechung in meinen zukünftigem Podcastformat.  

Cartoonist Oli Hilbring
Oli und sein neuer Schalke 04 Kalender Cartoon

Nach einem Mini-Gespräch lud Oli mich wieder zu seinem zweiten Teil um 20 Uhr ein. Aber ich wollte ja noch weiter. So lud ich ihn im Gegensatz dazu ein mal in meinem Podcast zu sein. Mal sehen, wann das was wird. Ich fuhr auf jeden Fall über die Grenze nach Bottrop. Wichtig: Ein Einreisevisum nach Bottrop braucht man nicht!

Kiosk An der Ecke

Feldhauser Straße 219a

45896 Gelsenkirchen

+49 1577 1344647

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Kelm die 2te in Bottrop – Eigen

Jennas ersten Kiosk hab ich vor zwei Jahren beim Tag der Trinkhallen besucht und sie dort kennengelernt. Ihren zweiten Kiosk hat sie vor einem Jahr eröffnet (2023). Und dieses Jahr (2024) feiert sie den Tag der Trinkhallen nun im 2ten. Da musste ich doch unbedingt vorbeischauen.

Die Hüpfburg bei Jenna Kelm

Sie war voll im Stress. Das Bier wurde nachgefüllt. Ich hab mitgeholfen Getränkekisten zu schleppen. Und dann war das Fassbier plötzlich alle. Ein neues musste angezapft werden.

Jenna verwandelte den Rübenkamp im Stadtteil Eigen von Bottrop zu einer Partymeile mit einer Hüpfburg und Bierwagen. 

The Grillman - Würstchen Superheld

Die Bottroper Band „Dirty Tigers“ traten auf, kurz nachdem ich wieder gegangen bin, denn ich wollte noch zu Aylin Park-Kiosk im Stadtteil Batenbrock. Das war ja nur ein paar Minuten weiter mit dem Auto.

Die Hölle war bei Jenna

Die Bottroper Band „Dirty Tigers“ traten auf, kurz nachdem ich wieder gegangen bin, denn ich wollte noch zu Aylin Park-Kiosk im Stadtteil Batenbrock. Das war ja nur ein paar Minuten weiter mit dem Auto.

Jenna Kelm

Trinkhalle Kelm die 2te

Vienkenstraße 41a

46240 Bottrop

Facebook.com/people/Trinkhalle-Kelm/100066863555389/

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Aylins Kiosk Am Park in Bottrop – Batenbrock

An der Bude „Am Park“ von Aylin bin ich letztens schon vorbeigefahren. Vor einem Jahr übernahm sie den Kiosk, der am neu gestalteten Stadtteil-Volkspark ist. Aylin ist eine Frohnatur und war von dem Tag der Trinkhallen hin und weg. Özlem von „Kiosk ist Kult“, die ich auch am Tag der Trinkhallen vor zwei Jahren kennengelernt hatte, unterstützte sie vor Ort. Hier unterstützen sich die Budenbesitzer gegenseitig.

Özlem von Kiosk ist Kult

Auf der Kleinkunstbühne erzählte singend die Berlinerin Alice Köfer, bekannt aus Ladies Night, von einer Wärmepumpe, deren Röhrensystem besser von französischen Chansonsängerinnen ausgetauscht werden sollten. Edith Piaf kann singend Kälte zu Wärme umwandeln. Nachdem wir den isländischen Schlussakkord aufgesagt bekommen haben und Alice das Budenhopping machte, schwang der Bauch von Julia durch über die Horster Straße. Autos hupten ab und zu im Takt der orientalischen Klänge mit.

Julia, die Bauchtänzerin schwingt das Schwert

Es waren intensive 15 Minuten Bauchtanz-Begeisterung bei allen Anwenden zu sehen. Julia reckte die Arme hoch und balancierte bauchmuskelzuckend mit einem Schwert auf dem Kopf über den Bürgersteig.

Bei der orientalischen Musik musste ich einfach mitmachen. Da hat man die Vielfalt des Ruhrgebiets live gesehen: Orient trifft Okzident. Der musikalische Kabarettist Matthias Reuter bot anschließend noch einen Auftritt. Er tritt auch oft bei Comedy im Saal bei Benjamin Eisenberg auf.

Aylin ist überwältigt vom Tag der Trinkhallen

Trinkhalle Am Park – Aylins Kiosk

Horster Straße 185

46238 Bottrop

Links:

www.bauchtaenzerin-julia.de

Matthias Reuter | Kabarett mit Klavier

Alice Köfer: Gesang, Musik und lustig aus Berlin (alice-koefer.de)

Dann allerdings ging es weiter nach Bochum, zurück nach Hause, aber nicht ganz. Denn ich wollte unbedingt noch eine besondere Bochumer Bude mitnehmen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Riesenfete am All In Kiosk

All In Kiosk in Bochum – Ehrenfeld

Nah der Innenstadt ist an der Ecke Weiherstraße/Joachimstraße einer der bekanntesten Kioske in Bochum. Mit Giampiero Piria habe ich auf seiner Kiosk-Tour den All In Kiosk, aber ohne Inhaber kennenlernen können. Heute wollte ich unbedingt ein Interview ergattern.

Die Auftritte vom Saxophonisten von Geier Sturzflug, Klaus Fiehe, den Schauspieler Uwe Fellensiek und die Pottoriginale Gerrit Starczewski und den VfL-Jesus Thomas Dragunski habe ich nicht mehr mitbekommen.

Sie haben eine Versteigerung für einen guten Zweck vor Ort veranstaltet. Ich hätte nicht so lange den Bauchtanz mitmachen sollen. Ich wäre gern dabei gewesen. Man kann nicht alles haben. Aber den Inhaber Timo Wulfmeyer hab ich doch kurz noch ans Handy bekommen. Es wurde noch kräftig gefeiert um 20 Uhr. Die Straße war auch verkehrsberuhigt mit Security-Service worden.

Timo war begeistert vom Tag und völlig überwältigt. Seine Eindrücke waren so vielfältig, dass er nicht mal mehr alles auf die Reihe bekam es zu erzählen. Der Ruhrpott-Sympathikus wird von mir im Nachgang nochmal besucht. Soll er erstmal alles sacken lassen.

Timo vom All In Kiosk

All in Kiosk

Joachimstraße 19

44787 Bochum

https://www.all-in-kiosk-bochum.de/

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Ich freue mich, dass dieses einmalige in Deutschland ausgeführte Event viele Freunde gefunden und die totgeglaubte Budenkultur im Ruhrgebiet seitdem wieder Aufwind bekommen hat.

Meine Frau Ewa war genauso begeistert

Alle interviewten Betreiber und Betreiberinnen machen ihre Trinkhalle mit viel Leidenschaft, besonders für die Menschen in der Region. Die braucht man auch. Denn es zeigt, dass trotz der großen Supermärkte und die dortige unpersönliche Art des Einkaufens ein Kiosk, eine Trinkhalle oder Bude noch das I-Tüpfelchen in der Nachbarschaft ist, wo noch was nett plaudernd mit dem Inhaber persönlich kaufen kann. Das ist gelebte Nachbarschaft, das ist Ruhrpott, das ist das Leben im Ruhrgebiet auf vielfältige Art!

Wir sehen uns in zwei Jahren wieder beim nächsten Buden-Marathon! In der Zwischenzeit mache ich für den Blog die ein oder andere Bude klar und besuche sie.

Natürlich besuche ich nach und nach auch nochmal alle kurz interviewten Trinkhallenbesitzer und – Besitzerinnen. Ich will auch wissen, wie sie den Tag genossen haben oder auch nicht.

Hier nochmal die Übersicht der 40 teilnehmenden Trinkhallen, die im ganzen Ruhrgebiet verteilt waren per Link:

www.tagdertrinkhallen.ruhr

Faltkarte: 061924_TdT24_Faltkarte_594x420_HR_RZ.indd (tagdertrinkhallen.ruhr)

Glück auf! Klümbkes drin!

FOTOGALERIE:

Flaschengefühle am Tag der Trinkhallen
Jenna zapft selba
Ulrich Homann und seine Bücher über Schalke 04

Foto der Woche I Kollektivflaschen I Kunst und Aktivismus

Ich habe diesmal mich für ein Foto aus meiner Fotoreihe „Flaschengefühle“ entschieden als Foto der Woche.

Warum?

Es gibt mehrere Gründe:

Zum einen kam ich aus Leipzig aus dem einwöchigen Urlaub zurück und bin abends mit meiner Frau Ewa zu einem Grillfest des Vereins „Aktion Canchanabury“ eingeladen worden. Auf dem Weg von der Bushaltestelle vom Rathaus bis zur Herner Straße, wo es stattgefunden hat, habe ich mindestens zehn verschiedene Fotos von Müll gemacht, die ich in Leipzig nicht mal gefunden habe.

Am 9.8. lud das Künstler.Kollektiv.Bottrop zu einem Dialog ein, der sich nach der Idee des Künstlers Felix Amadeus Flick diesmal um Kunst und Aktivismus drehte. 

Es ging auch um die Situation, was Kunst alles darf und kann Kunst in den Köpfen etwas ändern. Und was macht es mit den Künstlern.

Darüber berichte ich extra, denn es waren interessante Wortwechsel, denen ich ohne selbst einen Beitrag zu machen, einfach nur zuhören wollte. Denn ganz klar sind meine Fotos keine „Verkaufskunst“. Es sind Fotos, die auf unser tägliches Müllproblem in den Straßen der Städte und in der Natur machen.

Dieses Foto allerdings zeigt ein einträgliches Beisammensein von ausgetrunkenen Bierflaschen, die dem Dialog gefolgt sind. Alle Hautporen haben die Informationen aufgesogen und wurden im Gehirn mehr oder weniger gespeichert.

Im Hintergrund sind zwei Zitate von weltbekannten Künstlern, wie Bansky, der Kunst als eine Streitaxt sieht und Picasso, der Kunst als eine universelle Sprache ohne Dolmetscher gesehen hat. Beides Zitate, die inhaltlich vieles hergeben. 

Natürlich kann neben der gemalten Kunst, umstrittene Skulpturen, auch die Fotokunst Gemüter erhitzen oder anreizen.

Die „Kollektivflaschen“ zeigen nur, dass es anders geht. Sie stehen nicht im öffentlichen Raum auf den Straßen oder wurden in die Natur geworfen. Sie wurden genutzt, ausgetrunken und für das Wiederverwenden in den Pfandkasten bereitgestellt. Umweltfreundlich in netter Umgebung stehen sie bereit für die Waschung und Wiederverwendung bei einem ähnlichen Event oder auch schäbigen Veranstaltungen, wie einer rechtsradikalen Szenerie, wo sie auf Polizisten geworfen werden können, um dann zu zerschellen, um dann nicht mehr verwendet zu werden. 

Kollektivflaschen

Das ist ein krasser Gegensatz zu unserem friedlichen Zusammensitzen, wie diese Flaschen nun friedliche zusammensitzen. Und die Sektflasche, die leider nicht mit einem Pfand belegt ist, wird dem Glasrecycling zugeführt.

Jedes Bild der Sammlung „Flaschengefühle“ bekommt seine Kurzgeschichte, einen lyrischen Text oder ein Gedicht. Manchmal auch nur ein kryptischen Text. Hier ist es anders. Sie stehen im Dialog miteinander und warten auf ihr nächstes Benutzen in einer friedvollen Umgebung.

Glück auf! Flasche auf!

Greeter Gruppe Bottrop – mit ehrenamtlichen Reiseführern die Stadt kennenlernen I +Video mit Interviews

Was ist denn eine Greeter Gruppe? Wer gründete sie für eine Stadt, die kein Touristenmagnet ist?

TEASER

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Bottrop ist nur eine einfache Ruhrgebietsstadt, die links liegen gelassen werden kann, denken viele, die über die Autobahnen A2, A42 und A31 brettern oder im Stau stehen und dabei die großen Buchstaben in Weiß auf blauem Grund lesen.

VIDEO mit Interviews:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Weltbekannt ist sie „nur“ für den Movie Park, der Skihalle mit dem Sky Diving, dem Museum Quadrat und als Synonymstadt für das letzte Steinkohlebergwerk in Deutschland, das 2018 auf Stadtboden geschlossen wurde mit dem Bundespräsidenten Steinmeier. Sozusagen war Schicht im Schacht. Das Gelände liegt bis heute brach. Ideen werden hin und hergeworfen.

Die Stadt war bis heute nicht fähig ein vernünftiges Konzept zu erarbeiten für den Tourismus. Zur Zeit ändert sich das Denken. Die Greeter werden von der Stadt unterstützt und sind auch auf der städtischen Internetseite:

Bottrop bei einem Spaziergang erkunden | Stadt Bottrop

Vergessen wird, wie wichtig Tourismus auch im Ruhrgebiet ist und ein Motor für die Wirtschaft sein kann. Hotel- und Gaststättengewerbe, sowie die vielen Leerstände in der Bottroper Innenstadt oder anderswo können mit gezielten Tourismusmerkmalen gefördert werden und damit die Attraktivität einer Stadt steigern. 

Es gibt allerdings in Bottrop kein Marketing, an dem stadtbekannte Firmen ihren Anteil haben, wie ich das aus Bochum kenne. Es gibt kein Touristenzentrum, wie in Oberhausen oder Essen, wo die Menschen nach dem Weg oder Events fragen können oder Eintrittskarten und Souvenirartikel von der Stadt oder Umgebung kaufen können.

Gefühlt guckt aus Bottrop keiner über den Tellerrand, wie es die Nachbarstädte machen machen, um auf den städtischen Tourismus zu wirken. Ich sage es bewusst kritisch als gebürtiger Bottroper, der in Bochum wohnt. Es ist in Bochum anders. Darüber habe ich schon mit einem Interview mit Bochum Marketing berichtet. Tourismus ist wichtig für eine Stadt! Und eine Stadt sollte es nicht unterschätzen! 

Wichtig ist auch, dass die Pandemie vorbei ist. Denn das hat vielen nicht nur eine depressive Stimmung aufkommen lassen. Viele sind zur Zeit der vorübergehenden staatlich vorgeschriebenen Schließungen aus dem Gastgewerbe ausgestiegen und arbeiten mittlerweile woanders, obwohl im Gaststättengewerbe Jobs jetzt ohne Ende zu bekommen sind. Hier und da drohen sogar Schließungen durch Fachkräftemangel und folglich ein weiterer Leerstand, der nicht nötig wäre.

Ausbildungsstellen sind wie Sand am Meer und deutschlandweit boomt der Tourismus, weil viele Deutsche auch in der Heimat bleiben. Auch ausländische Touristen stellen fest, wie interessant und schön das Ruhrgebiet zu entdecken ist. Die Bettenburgen im Ruhrgebiet, auch in Bottrop, verzeichnen einen Anstieg von Besuchern. 

Was die Stadt und Politik selbst nicht schafft, nämlich meine Geburtsstadt Bottrop als Touristenziel von Deutschland mit einem positiven Anstrich nach Außen zu bewerben, wollen die Greeter ehrenamtlich ändern. Der Anstrich „Innovations-City“ reicht nicht, um Touristen zu bekommen. Dafür kommen Japaner, Chinesen und Australier sogar, aber nur um zu wissen, wie in der Stadt der Klimaschutz vorangetrieben wird, wofür der Oberbürgermeister Bernd Tischler seit Amtsantritt steht.

Der Strukturwandel, der hier in dieser Stadt bisher eher schleichend vorangetrieben wurde und sich nicht unbedingt schnell an die Situation an den Bau des Centros, dem Internethandel und auch der Schließung des letzten Steinkohlebergwerks angepasst hat, wurde hier mit zu wenig Elan vorangetrieben. Die Greeter wollen nun ehrenamtlich zumindest das positive Bild der Stadt weitergeben. 

Sie können auch kritisch den ein oder anderen Spaziergang begleiten. Lost Places gibt es hier und da oder auch schlechte Strukturveränderungen, wie der Abriss der einstigen baufälligen Burg auf dem südlichen Stadtgelände, wie die altehrwürdige Knippenburg, die einen wunderschönen Garten besaß, hin zu einem Schuhlager des Essener Konzerns Deichmann, können erzählt und gezeigt werden. 

Selbst ist Bottrop, wie das Ruhrgebiet allgemein in der Touristikbranche, keine große Nummer. Meist macht die Metropolregion unabhängig voneinander aufmerksam mit Events oder Individualbewerbung, wie zuletzt die EM 2024, Messe in Essen oder Dortmund, durch Konzerte, wie Taylor Swift, Rammstein und Co, durch Comedians, wie Thorsten Sträter oder Herbert Knebel, mit Festen, wie Cranger Kirmes oder den Bottroper Pferdemarkt und dem ein oder anderen besonderen Weihnachtsmarkt. 

Gäbe es die genannten Ziele Movie Park, die Skihalle, das Sky Diving und für Kunstinteressierte das Quadrat nicht, würde Bottrop eher als typische Ruhrpottstadt neben Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen untergehen. Diese Städte haben, wie schon erwähnt, auch ein eigenes Tourismusinformationsbüro, wo sich Auswärtige Informationen über die Stadt besorgen können. Bottrop hat das alles nicht. Mit der Schließung des örtlichen Büros der Zeitung WAZ ist damit ein Baustein gefallen, der genutzt wurde als Sprungbrett. Auch das Eloria hatte eine Verkaufsstelle. Hier scheiterte eine vernünftige Zusammenarbeit seitens der Stadt. Das Eloria-Café wurde vor zwei Jahren auch deswegen wieder geschlossen.

Dabei hat Bottrop tatsächlich Vieles zu bieten. Nicht nur der jährliche Pferdemarkt, das Stadtfest oder der mittelalterlich geprägte Michaelismarkt im Herbst können auch von Außen Gäste anziehen. Es ist also an der Zeit etwas im Denken der Stadt zu ändern. Ob die ehrenamtlichen Bottroper Greeter ein Anfang sein könnten?

Allgemein gefühlt nach Außen hin ist das einzige gemeinsame Ruhrgebiet-Event die Extraschicht jedes Jahr im Juli, das zumindest deutschlandweit bekannt ist. Tourismus gibt es nur durch Einzelkämpfer und wenigen Firmen, die gut gebucht werden. Nur eine Handvoll Stadtführer, wie Lars Friedrich in Hattingen, den Fritze Brinkhoffs von Dortmund oder den ein oder anderen innerhalb des Ruhrgebiets, erzählen Anekdoten und Geschichten rund um ihre Stadt oder das Ruhrgebiet. An einem Strang ziehen die Städte, wie auch im öffentlichen Verkehrswesen leider immer noch nicht. Jede Stadt macht sein eigenes Ding, dabei könnten Synergie-Effekte auf einem gemeinsamen „Metropolen“-Weg genutzt werden. Das als Kritikpunkt vom Ruhrpottologe, der das Ruhrgebiet als Ganzes sieht, nur am Rande.

Um die Gruppe in Bottrop zu gründen, brauchte Antje Herbst fünf interessierte Personen. Sie ist in Bottrop bekannt für ihre bisherigen unkonventionellen Stadtführungen, wenn es Anfragen gab. Sie war im leider aufgelösten Heimatverein der Stadt als Ansprechpartnerin für so manche Touren hier und da schon mal unterwegs. Wenn sie außerhalb ihres Reiseunternehmens Zeit hatte, erzählte sie den Teilnehmern anregend und anschaulich die alten und neueren Stadtgeschichten.

Die nun auf mittlerweile 13 Personen angewachsene Bottroper Greeter-Gruppe, zu der ich auch angehöre, möchte Einheimischen, wie auswärtigen Besuchern einen positiven Eindruck zur Stadt hinterlassen wissen. 

Die Greeter-Gruppe Bottrop möchte nicht nur das Image der Stadt aufpolieren, um es nach Außen attraktiver zu machen, denn die Stadt hat mehr zu bieten als Viele denken. Dafür haben sich mittlerweile 13 Menschen der Stadt gefunden: Antje Herbst, Dieter Stark, Carmen Böhm, Oliver Kunde, Heike Biskup, Sahin Aydin, Alois Thull, Anke Büker-Mamy, Erhard Wolf, Rosemarie Hürter, Stefan Vossschmidt und André Brune.

Je nach Anfrage werden die Touren für bis zu sechs Personen und ein bis drei Stunden ausgearbeitet. Von den jeweils bewanderten Greetern je nach Möglichkeit und eigenem Interesse werden diese dann an die Hand genommen. 

Jeder der acht organisierten Greeter zeigen auf ihre Art und ihrem Interessensgebiet unkonventionell die Seiten der Stadt Bottrop und ihre Geschichte und Geschichten. Als Spaziergang, Radtour oder Wanderung ist alles möglich.

Im Video beim ersten gemeinsamen Treffen erzählen die Initiatorin Antje Herbst, der Bergmann und Bergbauinteressierte Dieter Stark und der Feuerwehr-Historiker und – Archivar Oliver Kunde kurz ihre Interessensgebiete. Alle anderen, die entweder nicht mehr anwesend zum Video waren, werden von mir nachgeholt. Mit dem ein oder anderen werde ich eine Individualtour mit einem Vorstellungsvideo nach und nach machen, damit die Greeter mehr Aufmerksamkeit bekommen.

Sei es die Historie, die Bergbaugeschichte, die Geschichte hinter den Personen der Stolpersteine oder die Kirchengeschichte, sowie Kneipenlandschaft oder Restaurants – Alles ist möglich und unkompliziert kennenzulernen. 

Auch ich zeige meine Geburtsstadt mit einem besonderen Blick von Außen auf Bottrop, weil ich seit 1995 in Bochum wohne, aber dort aufgewachsen bin. Ich kann auch Kindheitserinnerungen wecken bei den ein oder anderen Ü40 – Teilnehmern.

Die Greeter gibt es in Deutschland mittlerweile in 20 Städten. Eine eigene Greetergruppe in einer Stadt bei den Internationalen Greeters anmelden zu können, braucht es mindestens 5 Personen. Alle arbeiten ehrenamtlich. 

Die Guides nehmen sich bis zu drei Stunden Zeit für bis zu sechs Personen einen individuellen Rundgang, durchzuführen. Die weltweit organisierten Greeters haben folgende wichtigen Werte und geben sie auch den Teilnehmern mit: 

  • Ohne Vorurteile oder Diskriminierung sind alle Gäste aus allen Ländern der Welt und Ehrenamtliche für die Greeters willkommen.
  • Nachhaltiger Tourismus steht an erster Stelle. Der Respekt für Umwelt, Natur und den sozialen Umfeld ist ein wichtiger Faktor eines Greeters. Im Vordergrund steht das Fördern vom Image der eigenen Stadt.
  • Greeter helfen beim Aufbau einer besseren Welt, indem sie Kontakt von Mensch zu Mensch herstellen, egal woher sie kommen.

Mehr Infos und Anfragen

Greeter Gruppe Bottrop: www.deutschland-greeter.de/bottrop

(auch bei mir in der Kontaktadresse möglich)

Deutschland: www.deutschland-greeter.de

Weltweit: www.internationalgreeter.org/de

 

Vielleicht sehen wir uns mal!

Glück auf!

Extraschicht 2024 I Niebuhrg in Oberhausen I Rundgang & Ausstellung mit Frank Gebauer, Stephan Hütte und Andre Brune I +Video I +Teaser I +Fotogalerie

Rückblick auf eine faszinierende Ausstellung in der Oberhausener Niebuhrg bei der Extraschicht 2024, wo auch meine Fotos hängen konnten.

Stolz wie Oskar, dabei zu sein

Diesmal besuchte ich nicht nur die „Niebuhrg“ bei der Extraschicht 2024, sondern wurde von Kunstfotograf Frank Gebauer eingeladen mit Stephan Hütte alias @bottblick zusammen im ARTelier P2 auszustellen.  

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Meine Frau und ich warfen trotz der ca. 5000 durchgeschleusten Gäste mal selbst einen Blick in das Event in der alten Lohnhalle, die von 18 und 2 Uhr offen hatte.

Eingang zum ARTelier P2

In den Backsteingebäuden auf dem Gelände der alten Zeche Concordia finden seit 1996 auf fünf verschiedenen Bühnen Kabarett, Theater- und Musicalveranstaltungen statt. Über das Jahr verteilt sind in der Niebuhrg immer wieder Events zu sehen, wie z.B. der besondere Weihnachtsmarkt namens Printenbuhrg. Da gehe ich aber nochmal extra hin, um es euch vorzustellen.

Shorts / Teaser I & 2:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Frank Gebauer hängt seine Bilder auf

Ausgerechnet an dem Tag der Extraschicht hatte Borussia Dortmund im Finale der Champions League gegen Real Madrid gestanden und verloren. Wenn sie den Pott in den Pott geholt hätten, wäre es noch ein I-Tüpfelchen auf die besondere Ausstellung „Licht“ gewesen.

Ewa versemmelt ihre GB für Dortmund

Als Erstes stärkten wir uns vor Ort mit einem schmackhaften „Ruhrpott“-Flammkuchen.

Anschließend gingen wir in den Keller der Lohnhalle, wo das Grundwasser hochsprudelte. Mir teilte die dortige Helferin mit, dass es das erste Mal seit Bestehen war aus der Anlage Grundwasser abzupumpen, weil es die Tage davor so viel geregnet hatte, wie nie zuvor.

Da gehts zum Gott Hades

Das Sprudeln des Grundwassers wurde rosarot bestrahlt. Es wirkte bedrohlich, wie ein kurz zuvor bestehender Vulkanausbruch. Auf einem Quader standen Kerzen, die scheinbar eher die Überfahrt ins Jenseits mit dem Gott Hades darstellten sollte. Das war nicht das erste und einzige faszinierende an der Ausstellung in der Niebuhrg.

Im Eingangsbereich sind unterschiedliche Skulpturen aus historischen Telefonen, einer „Gasanlage“, Schaufensterpuppenköpfe und andere Dinge speziell beleuchtet worden. Einige Künstler waren von der Galerie KiR aus Oberhausen dabei, die Räume mit Fotos, Bildern und Skulpturen beeindruckend zum vorgegebenen Thema Licht auszustatten. Die Skulpturen des ersten Raums stammen aus dem Kreativquartier RuhrKunstOrt aus Duisburg-Ruhrort.

Wie aus einer Steampunk-Szenerie entsprungen

Phosphoreszierende Bilder hingen an den Wänden. Es gab zwei Dunkelräume, wo die Menschen Schlange gestanden haben. Einen Raum haben wir uns angesehen. Der abgedunkelte Raum wurde von den phosphoreszierenden Stühlen, Tisch, Skulpturen und Malereien lichttechnisch erhellt.

Quallen in verschiedenen Farben beleuchteten die Übergänge zum nächsten Raum, bis zur Ausstellung im ARTelier bei Frank Gebauer und Nicole Tenge, wo auch der Bottblicker Stephan Hütte und meine Wenigkeit Fotos, Bilder und Kunstwerke im Gang und Atelier hängen hatten.

Stephan Hütte alias Bottblick bei seinen Fotokunstwerken

Stephan Hütte hat Nachtfotos von Bottroper Motiven, wie das Tetraeder. Frank Gebauer zeigte Fotos auf Leinwand den Mond von innen beleuchtet. In verschiedenen Räumen hingen Fotos von Persönlichkeiten, die er in besonderen Porträts aufgenommen hatte. Im ARTelier selbst hingen eher die bunten Bilder des Künstlers hell erleuchtet und machte die Besucher neugierig. 

Ich hatte ein paar Fotos aus der Regenscheibe-Reihe, die das graue Licht des Tages repräsentierte, das sich auf den Regentropfen der Frontscheibe im Auto widerspiegelt. Ich hatte aber auch das Tetraeder im knalligen Bunt hängen oder die Kokerei Prosper im Dunkel des Abends.  

Vor Ort produzierte ich  „Flaschengefühle“ – Fotos als „Lichtblick“, denn tatsächlich waren die Menschen vor Ort sehr empfindsam während der Ausstellung. Sie haben kaum Müll in den Ecken und auf dem Gelände gelassen und haben ihre Flaschen zum Kiosk in die Pfandkästen zurück gestellt. Ich hab mein Bild mit meiner eigenen Flasche ausnahmsweise improvisieren müssen.

Stephan und ich haben die großformatigen Bilder mit Acrylglasbeschichtung bei Signworks in Oberhausen anfertigen lassen.

Insgesamt habe ich jedoch nicht auf die Künstlernamen geachtet, sondern die jeweiligen Bilder auf mich wirken lassen. Zudem ließ der Strom von Besuchern kein langes Verweilen an den Bildern zu. Viele sind ja auch nur auf der Durchreise zu den nächsten Extraschichtorten gewesen und schauten sich alles im Vorbeigehen an, um entweder positiv überrascht, kopfschüttelnd je nach Geschmack oder begeisternd vom Eindruck wieder die Gänge zu entlassen.

Ich habe die Bilder in der Halle eher in Ruhe nochmal mir anschauen können am späten Abend, wo es ein wenig ruhiger wurde. Dort waren hauptsächlich Motive des Ruhrgebiets und seiner Industriekultur zu entdecken. Entweder fotografiert oder gemalt in Acryl oder Öl. Bilder, die ich gern in einer Villa aufgehängt hätte, wenn ich eine hätte…

Wir gingen ins schnuckelige Café, um selbstgebackene Kuchen in einer Atmosphäre von meiner Oma und ihrem Gelsenkirchener Biedermeierstil. Der Schrank, die Stühle, das Sofa und die komplette Plüsch- und Kissen-Dekoration kann einen in die Kindheit bei den Großeltern zurück versetzen. Anschließend sind wir in die Vorstellung gegenüber gegangen.

Der Zauberer Alexander Merk aus Berlin hielt mit seiner dreißigminütigen Showeinlage das Publikum in Atem. Der Deutsche Meister der Zauberkunst verzauberte mit seiner süffisanten Art auch schnell sein Publikum.

Nach der kurzen Show war es kein Problem ihn anzusprechen. Er signierte mir sein Buch und hat sich auch mit mir und meiner Frau fotografieren lassen. Einmal pro Stunde zeigte er, was er kann. Natürlich habe ich das nicht gefilmt. Nur ein paar Fotos gemacht. Er machte eine sehenswerte Show. Sehr empfehlenswert mal ihn auf Tour zu besuchen!

Alexander Merk ist ein genialer Typ und Zauberer oder umgekehrt

Martina Lichter, die auch bei einer meiner Ausstellungen für die musikalische Begleitung anwesend war, gab mit ihrer Stimme, ihrem Bassisten und Drummer alles, die Gänge mit improvisierten Songs über Gärten, Nacht und Dunkelheit zu untermalen.

Martina Lichter singt was das Zeug hält
Bass and Drum in den Fingern und Ohren

Einige Künstler und Künstlerinnen haben Kleidung getragen mit Lampen an Engelsflügeln oder großen Kleidern. Ein Engelwesen hatte ich vor meinen Bildern kurz fotografisch einfangen können.

Wo früher malocht wurde, ist heute ein großer Kulturraum. Das Gelände der Zeche Concordia ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Sie wird nochmal extra von mir in Augenschein genommen.

Faszinierend waren insgesamt die verschiedenen heimatverbundenen Kunstwerke in allen Räumen, ob Fördertürme, Industriearchitektur oder Szenerien vom Kohleabbau Untertage, u.a. von Valentina Maldinger und ihrem Sohn Florian Maldinger, der mit Industriefotografien das Auge erfreute. Da sind Bilder bei, die ich für eine ständige Ausstellung sehr sehenswert finde, was in der folgenden Fotogalerie zu sehen ist!

So kann ich nur sagen: Glück auf und bis zur nächsten Extraschicht 2025! 

Mal sehen, welches Ziel ich dann in Augenschein nehme. Letztes Jahr war es in Dorsten Zeche Fürst Leopold und die Zeche Westerholt in Herten.

LINKS:

Herzlich Willkommen beim Theater an der Niebuhrg | Theater an der Niebuhrg

Frank Gebauer – Galerie-KiR (jimdofree.com)

KiR-Künstler – Galerie-KiR (jimdofree.com)

Bottblick | Stephan Hütte (@bottblick) • Instagram-Fotos und -Videos

Florian Maldinger (@florianmaldinger) • Instagram-Fotos und -Videos

Valentina Maldinger: valentina-art.de

RUHRKUNSTORT

Atelier & Galerie
Fabrikstraße 23, 47119 Duisburg-Ruhrort
Fr 16:00-18:00 Uhr
So 15:00-18:00 Uhr

Nur Facebook: www.facebook.com/ruhrkunstort

P.S.: Wenn ich einige Künstler und Künstlerinnen, die ich nicht mir notiert habe, hier gern einen Link sehen möchten und in der Niebuhrg ausgestellt hatte, kann mich kontaktieren. Ich füge sie hinzu. 

Alle Fotos und Video im Beitrag (c) André Brune

FOTOGALERIE
Das Duo Stephan Hütte und Andre Brune während der Ausstellung
Sieht wie die Enterprise aus. Bild ist von Frank Gebauer
Auschwitz in blaues Licht gehüllt
Meine Drahtkorbtigerinstgallation zwischen Frank Gebauers Bildern
Dunkler Weg zum Cafe
Bergbau zu Grabe getragen im Wäschekorb der Kaue. Foto ist extra leicht verschwommen als Darstellung, wie die Vergangenheit nun langsam vergessen werden kann. Foto und Installation André Brune
Wir lieben die Extraschicht, selbst dabei gewesen zu sein und natürlich uns und die Heimat

Foto der Woche I Fackel-Ingwer im Leipziger Zoo & ihre rosarote Vielfalt

Eine wahnsinnig schöne Pflanze haben wir entdeckt während unseres Aufenthalts im Gondwanaland des Leipziger Zoos. Sie heißt Fackel-Ingwer.

Unscheinbar stand sie zwischen zwei Wegen. Sie blüht rosarot. Ein Geruch war kaum wahrnehmbar. Sie ist eine schicke Schnittblume in den Asiatischen Ländern, wie Thailand, auch China und sogar Hawaii. Da kann unsere Rose, die auch noch aus Kenia kommt einpacken.

Sie gehört zu den Ingwergewächsen und wird vielseitig verwendet. Aus den bis zu fünf Meter hoch wachsenden Stämmen können aus den Fasern Matten hergestellt werden. Die Kerne können roh gegessen werden, aus dem weißen Saft des Stammes wird die Chili-Sauce „Sambal Bongkot“ und aus den knosprigen Blütenständen „Sambal Kecicang“ zubereitet. Eine besondere Pflanze, die keiner beachtet hat. Obwohl ohne Pflanzen gäbe es diese Artenvielfalt in der Welt nicht und die Chili-Sauce so oder so nicht. Die Farbe Rosa hat hierzulande auch noch ein Geschmäckle bekommen, wie der Schwabe sagen würde. Dabei ist sie endlich in Mode gekommen weltweit und zeigt als Farbe Toleranz und Vielfalt, die auch bei der Fußball-Europameisterschaft der Herren ihre Wirkung erzielt hatte.

Rosarot ist die neue Farbe des deutschen Fußball- Nationaltrikots. Verpönt wurde es meist von rechter Ecke. Als Rosa Tore während der Europameisterschaft vor einigen Wochen fielen, haben sie diese Diskussion vergessen.

Rosa ist dieses Jahr auch bei der Olympiade überall zu sehen. Auch die Eröffnungsfeier, die der Vatikan am liebsten verboten hätte, und durch den Kakao gerade zieht, hatte Rosa im Spiel. Der Vatikan hat selbst so viele Leichen im Keller. Sie sollten sich erstmal an die eigene Nase fassen. Außerdem tragen Bischöfe auch noch Purpur. Was soll mir das wohl sagen?…

Der Planer der Eröffnungszeremonie wollte bewußt zeigen, wie offen unsere Gesellschaft geworden ist, und das Toleranz vorherrschen soll bei den Olympischen Spielen statt Grenzen im Kopf. Nun auch wenn ich die Olympischen Spiele wegen des IOC kritisiert habe in meiner letzten Kolumne, sehe ich das durchaus als Fortschritt. Denn wir gehören eigentlich alle zusammen, stammen von einer Art ab, sind irgendwo in Afrika ursprünglich erstmals aufgerichtet gegangen. 

Die Fackel-Ingwer findet sich in der botanischen Vielfalt im asiatischen Dschungel, lustwandelt jedoch hier in bis zu schwindelerregender Höhe von fast fünf Meter im Leipziger Zoo. So ist nur eins zu sagen: Ohne die Vielfalt und der verschiedenen Farbgestaltung in der Natur, würde die Evolution eins zum anderen zusammenbrechen. Wir Menschen holzen den Regenwald weltweit ab aus Geldgier und wirtschaftlichen Gründen für sauberen Benzin, mehr Weide- und Anbauland mehr Veganes Essen und Rinder für den Fleischmarkt und merken durch die weite Entfernung gar nicht, wie diese Doppelmoral eben auch dort am Amazonas diese Vegetation zerstört.

Dabei zeigt diese Pflanze Toleranz. Ihre Schönheit zeigt uns, dass wir sie achten und ehren sollten, obwohl wir sie sogar nutzen können. Mit Ewa, meiner Frau, haben wir fünf Minuten dort gestanden. Kein Mensch, kein Elternteil mit ihren Kindern ist stehengeblieben, um diese wunderbare Blüte zu bewundern. Alle waren fixiert auf die vielen Tiere, die im Leipziger Zoo tatsächlich eine wunderbare Möglichkeit bekommen haben länger als in der wahren unerbittlichen Natur zu überleben. Auch diese Pflanze kann hier eher überleben, weil sie im Zoo steht, wenn die Klimaanlage nicht ausfällt…

Möge sie lange Leben und sich vervielfältigen und zeigen, was Toleranz und Natur zeigen kann. Diese Pflanze müsste ein Wahrzeichen dafür werden. Ich fände es schon besser, wenn die Menschen wenigstens einmal kurz anhalten würden, um sie wahrzunehmen. Aber wir sind durch die Sozialen Medien immer oberflächlicher geworden: 

Das Bild der Fackel-Ingwer wird gezeigt. In zwei Sekunden entscheiden wir, ob es gelikt wird, weil wir es schön finden, oder weil wir jemanden unterstützen wollen oder auch nicht, weil wir zu faul sind ein Like zu geben oder weil weil wir es grundsätzlich nicht machen oder weil wir die Pflanze und den Kontext mit ihr einfach nur blödsinnig finden. 

Egal, welche Antwort der Leser oder die Leserin nun sich selbst gibt. Ich bin tolerant genug, um darüber hinwegzusehen, denn ich finde die Pflanze toll und wollte ihr mehr Aufmerksamkeit geben, als die Menschen, die achtlos an ihr vorbeigegangen sind. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist. Zumindest für mich im Inneren ganz allein ist es gelungen. Aber auch für meine Frau Ewa, denn sie hat sie zuerst gesehen, weil ich noch mit dem fotografieren eines anderen Dschungelteils beschäftigt war. Wer weiß, vielleicht wäre ich auch achtlos an ihr vorbeigegangen, weil ich ständig nach Motiven Ausschau gehalten habe. So ist die Welt geworden: Flüchtig und Einmalig im Hier und Jetzt. 

Genießt also das Schauen auf das Bild. Oder lest die interessanten Informationen zur Fackel-Ingwer auf Wikipedia zusätzlich:

Fackel-Ingwer – Wikipedia

Danke Euch für eure Toleranz diesen Beitrag bis zum Ende gelesen zu haben, auch wenn es nichts mit dem Ruhrgebiet zu hat. Manchmal gehören solche Dinge eben doch zum Ruhrgebiet. Ersten schaue ich so oder so über den Tellerrand und Leipzig gehört auch zu einem Bergbaugebiet an, nämlich Braunkohle. Zweitens gibt es in Bochum auch einen Botanischen Garten, wo die Fackel-Ingwer einen Platz irgendwo hat, den ich noch nicht entdeckt habe. So werde ich es als Ruhrpottologe wieder aufsuchen und danach suchen.

Crowdfunding – Spendenaktion für kranken Esel Paul in der Bauspielfarm Recklinghausen I +Link für Spende

Die Schlundverstopfung vom Esel Paul hat hohe Tierarztrechnungen erfordert. Die Rechnungen sind für die Bauspielfarm zu hoch.

Deswegen habe ich eine eigene Spendenaktion eingerichtet, damit die Bauspielfarm sich auf die Arbeit als pädagogische Spieleinrichtung für Kinder und Jugendliche weiter konzentrieren kann.

Ich brauche nur 3500 Menschen, die bereit sind 1 € oder 100 Personen, die 35 € spenden, damit Pauls hohe Tierarztrechnungen bezahlt werden können.

 

Direkter Link zu meiner Crowdfunding-Spendenaktion für die Bauspielfarm:

Tierarztrechnungen von Esel Paul unterstützen für die – Crowdfunding Spendenaktion 

 

Instagramnachricht für einen Spendenaufruf I Foto: Bauspielfarm Recklinghausen I Screenshot von mir für den Spendenaufruf

Auf der Bauspielfarm leben Esel, die aus schlechter Tierhaltung kommen. Lisa Hoffmann bietet in ihrer Freizeit Eselwanderungen an. Das unterstützt auch die Bezahlung der Tierhaltung. 

Paul ist einer der ältesten Esel von ihnen. Niemand weiß woher er kommt. Schnell anhänglich und ein lieber Kerl. 

Zuletzt jedoch hat er kaum gegessen und er musste wegen einer Schlundverstopfung tierärztlich in der Tierklinik behandelt werden. 

Die Rechnungen betragen nun leider die hohe Summe von 3500 €.

Das kann die Bauspielfarm in Recklinghausen, die eine besondere Freizeiteinrichtung für Kinder und Jugendliche mit einem Hochseilpark, Wassergarten, großem Spielplatz und dem Streichelzoo mit Hühnern, Ziegen und eben Esel allein nicht stemmen.

Mit dieser von mir jetzt ins Leben gerufenen eigenen Spendenaktion, möchte ich Esel Paul individuell helfen, den ich mit meiner Frau vor einem Jahr bei einer Eselwanderung, die ich auch dokumentiert habe als Ruhrpottologe in meinem Blog, kennengelernt habe:

Wandern mit Esel-Liebe von Lisa Hoffmann in Recklinghausen trifft Kräuterwandern mit Nicole Heppert I +Videos I +Podcast I +Fotos – Ruhrpottologe – André Brune

Paul ist auch Namensgeber für “Paulihausen”, dem pädagogisch betreuten Kinder- und Jugendspielplatz, der in einem sicheren Umfeld Abenteuer und Kreativität bietet. Auf der Bauspielfarm können Kinder die Natur und Umwelt entdecken und schätzen lernen. Die körperliche Aktivität, soziale und emotionale Entwicklung der Kinder wird hier gefördert

Wenn ich 3500 Menschen finde, die nur einen Euro spenden oder 100, die 35 € spenden, dann hat die Bauspielfarm Luft für die Dinge, die ebenfalls viel Geld kosten, was meist von Spenden abhängig ist.

Spendet einen Euro für den lieben Paul! 

Meine Frau und ich selbst haben schon 150 € direkt gespendet. 

Vielen Dank im Namen von Esel Paul und der tollen Einrichtung der Bauspielfarm für die Kinder!

P.S.: Macht doch mal eine Eselwanderung bei Lisa. Es lohnt sich!

Links zur Bauspielfarm in Recklinghausen:

Bauspielfarm & Hochseilgarten Recklingausen | Eine Einrichtung der Falken Recklinghausen (bauspielfarm-re.de)

Zum Spendenaufruf der Bauspielfarm direkt:

Bauspielfarm Recklinghausen | Paul Update 🍀 Wir sind überglücklich euch mitteilen zu können, dass wir Paul wieder zu uns auf die Farm holen konnten 🎊 Es geht ihm schon v… | Instagram

Zur Situation von Esel Paul:

Bauspielfarm Recklinghausen (@bauspielfarm_recklinghausen) • Instagram-Fotos und -Videos

Wandern mit Eselliebe:

Lisa (@wandern_mit_eselliebe) • Instagram-Fotos und -Videos

Wer Paul in Aktion bei meiner gemeinsamen Eselwanderung sehen will:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Paul isst langsam wieder I Instagramfoto von der Bauspielfarm Recklinghausen

Digitale trifft auf klassische Kunst in der Popup-Galerie in Bottrop I +Interviews mit Anita Morr & Dirk Lohrbach I +Videos I +Fotogalerie

Der erste Blick ist bunt – knallbunt. Ein großes weibliches Gesicht mit einer Brille schaut aus dem hinteren Bereich der kleinen Galerie benetzt mit verschiedenen knalligen Farben von Gelb bis Blau in Richtung Ausgang auf die weitgehend ausgestorbene Hansastraße hinaus, wo etwa fünfzig Personen die Vernissage besuchen am 21.7.24.

Die Ausstellung hat nicht nur knallbunte Farben durch die KI-Bildern, wie die Frau mit abblätternder Haut unter der Brille von Dirk M. Lohrbach. Sie hat herausragende Zeichnungen berühmter Persönlichkeiten der Musikwelt von Hans-Günter Masa und der autoaffinen Künstlerin Anita Morr, die ihre Bilder aus Collagen und mit Resin erstellt.

Zum Video mit Interviews:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Teaser 1:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Teaser 2:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Anita Morr

Petrol steht in großen Lettern auf einem Kunstwerk von Anita Morr. Sie spielt mit eigenen Fotos von großen amerikanischen Autoschlitten der 1950er und 1960er Jahre. Um aus den Fotomotiven dieser besonderen Fahrzeuge die Collagen zusammen zu stellen und mit Resin zu überziehen, fährt sie zu einem Händler nach Holland hinter Dinxperlo: RD-Classics

Ein Motor ist in einer Nahaufnahme zu sehen. Die goldene Farbe spiegelt die goldene Zeit der Automobile wider, als solche Fahrzeuge noch Status Symbole waren und der Ruf nach Freiheit und grenzenlosen bequemen Fahrten durch die amerikanische Wüste auf der Route 66 groß wurde.

Anita Morr vor ihrem Petrol

Anita Morr liebt scheinbar das knallige Rot, das in einigen ausgestellten Werken zu sehen ist. Rot ist die Wärme der Motoren und lässt einen an die pfeilschnellen Ferraris erinnern, die in diesen Zeiten Autorennen dominierten. Im grauschwarzen Bild daneben, das mich an die Augen des Superhelden „Spawn“ erinnert, dominiert eine farbliche Abkühlung oder vielleicht der Tod eines Motoren und seine Zündkerzen…. Alle diese Bilder sind mit Resin überzogen und halten das Bild fest. 

Zwei Bilder von Anita Morr (Foto (C) André Brune)

Wer sich für Anita Morr und ihre Kunst interessiert:

Instagram @anita.morr.art

Mobil: 01733720066

Anita.morr@web.de

(Foto (C) André Brune)

Hans-Günter Masa

Der Künstler hat eine Reihe prominenter Musiker, David Bowie, die Rolling Stones, Lady Gaga, Amy Winehouse in Schwarz-Weiß zwischen den knalligen Bildern gehängt. Das fährt die Farbexplosion ein wenig runter und Betrachter können ihre Augen an sich an den Konturen der Berühmten beruhigen. Und das alles KI-Frei. Leider hab ich keine Chance mehr gehabt ihn zu interviewen. Aber die Bilder sagen genug aus, wer sie im Video sich anschaut.

Im Atelier direkt auf der Gladbecker Straße 20 in Bottrop erhältlich.

Als Kunstdruck auf Leinwand im Art Shop:

www.masaadvertising.de/art-shop

Mobil: 01634203305

Dirk M. Lohrbach vor seinem knalligen KI-Frauenbildnis (Foto (C) André Brune)

Dirk M. Lohrbach ist Rentner mittlerweile. Als Grafiker und Fotograf hat er sich immer mit Kunst und Fotografie beschäftigt. Vor zwei Jahren entdeckte er Chat GPT und beschäftigte sich mit der Künstlichen Intelligenz und was sie bildtechnisch hervorrufen kann.

Ein KI-Berg von Dirk Lohrbach (Foto (C) André Brune)

2023 besuchte ich schon einmal eine KI-Ausstellung, wo seine Werke hingen. Die Frage damals war: Was wäre, wenn die Dinosaurier überlebt hätten. Wie sehen denn heute die Persönlichkeiten von dem ersten Mann auf dem Mond oder die Queen von England aus. Diesmal spielte er mit Frauengesichtern und Farben.

Das andere knallige KI-Frauenbildnis von Dirk Lohrbach (Foto (C) André Brune)

Auf den großformatigen Bildern auf Acrylglas sind verschiedene Frauen, die einem bekannt vorkommen können. Nena scheint aus einem Bild auf die Betrachter herabzuschauen. Auf einem anderen könnte eine bekannte Schauspielerin in eine Kameralinse geblickt haben. Ohne es zu wollen, kreiert die KI entsprechende uns vielleicht schon bekannte prominente Gesichter. Sie sind nicht echt, sie wirken aber so. Aber ohne Dirk Lohrbach wird die KI die entsprechende Figur nicht entstehen können.

Bild von Dirk M. Lohrbach (Foto (C) André Brune)

Auf anderen Bildern spielt Lohrbach mit der Tiefe und Weite einer scheinbaren Wüste. Eine Figur, die wie ein Mensch oder Außerirdischer auf einem Hügel steht und kein Gesicht hat, lässt mich trotzdem mit ihm verschmelzen und in die Ferne schauen, wo nichts außer einer möglichen Halluzination ist. Oder sie steht auf Wasser oder auch nicht. Dirk Lohrbach spielt mit Landschaften, menschlichen Figuren und Frauengesichter und in einigen Bildern mit der Farbe Rot, die eine gewisse Wärme in dieser Ausstellung voller unterschiedlicher Eindrücke ausstrahlt, wie auch Anita Morrs Bilder.

Die KI-Ballerina von Dirk Lohrbach (Foto (C) André Brune)

Die Ballerina wirkt in ihrem Tanz in Bewegung so echt, dass ich kaum glauben kann, dass dort nur reine Programmierung von Dirk M. Lohrbach zu sehen ist.

Lohrbach erklärt, dass bei genauer Betrachtung eines KI-Menschen auf Bildern immer sechs Finger zu sehen sind. Scheinbar programmiert die KI einen Fehler ein, damit man die echten von falschen Menschen unterscheiden kann. Doch wo war der Anfang? Wer hat es so einprogrammiert? Die KI selbst? 

Die Programmierung muss so umgestaltet werden, wie bei der Ballerina, damit die sechs Finger zumindest halbiert sind. 

Die Meereswelle von Dirk Lohrbach (Foto (C) André Brune)

Das Bild darunter hat mich am meisten fasziniert. Die KI hat so genau eine Meereswelle abgebildet, wie es nur gehen kann. Die Welle ist in Bewegung so stehen geblieben, so dass es aussieht als wenn ein Glas Wasser umgekippt wurde und die Zeit dabei stehengeblieben ist.

Genauerer Blick aufs Bild (Foto (C) André Brune)

Insgesamt ist KI-Kunst ein kleiner Schritt, der aber immer noch von einem Künstler entsprechend einprogrammiert werden muss. Ein Bild von einem Bild von einem Bild um die KI zu immer besseren Bildern anspornt. Naja, sie wird nicht angespornt, aber für uns Menschen ist es fast, als wenn wir der KI Futter geben, damit sie sich anstrengt es jedes Mal besser zu machen.

Ein faszinierendes KI – Bild von Dirk Lohrbach, das eine starke Tiefe zeigt (Foto (C) André Brune)

Wer sich für die KI-Bilder von Dirk M. Lohrbach interessiert: info@netup.de

Emotionen in den Bildern kann nur der programmierende Künstler erzeugen, so wie es in den analogen Bildern von Morr und Masa zu sehen ist: angedeutete rasende schicke Autos oder verschmitzt schauende Musiker, die ihr Publikum auf der Bühne bis zur Extase bringen können.

Alle Besucher waren sehr beeindruckt. (Foto (C) André Brune)

Die KI-Bilder sind allesamt bei Signworks in Oberhausen auf der Wehrstraße 62 a entstanden. Die Agentur und Manufaktur für Werbung und Digitaldruck hat auch einige Fotos auf Acryl für die Extraschicht im Juni 2024 hergestellt. Hochwertig, schnell und zuverlässig waren sie. 

Die Qualität ist sehr gut. Die Farben kommen sehr stark ins Auge des Betrachters. Doch mein Video oder die Fotografien haben die Bilder allesamt durch die LED-Beleuchtung in der Galerie tatsächlich dunkler und blasser aufgenommen, als sie in Wahrheit sind. Kameraaufnahmen verfälschen die Kunst im Raum je nach Beleuchtung. Wie der Künstler Ralf Opiol immer sagt: Zur Kunst musst du hingehen!

Fazit: Die Ausstellung lohnt sich!

Die Ausstellung in der Popup-Galerie in Bottrop hat, wie voriges Jahr Wolfgang Eickwinkel auf den Weg gebracht als Kurator. Über ihn sind die Künstler auch zu erreichen:

Wolfgang Eickwinkel

eickwinkel@extrawerke.de

Mobil: 01735124504

Internet: www.extrawerke.de 

Bis zum 30.8.24 soll die Ausstellung gehen.

***

Öffnungszeiten

Mittwochs & Samstags 10-14 Uhr

***

Wo?

Popup-Galerie

Hansastraße 17 in Bottrop

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wer mit der Digitaldruckerei ebenfalls etwas grandioses vorhat:

Signworks GmbH

Wehrstr. 62a

46047 Oberhausen

Sebastian Piatkowski

Telefon: 02084449994

Mobil: 01755236667

Mail: piatkowski@signworks.de

Internet: https://signworks.de

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wer die amerikanischen Modelle sehen oder kaufen will:

Terborgseweg 61-C
7084AB
Breedenbroek
Niederlande

RD Classics – USA Classic Cars – 250+ Oldtimer Auf Lager!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Man trifft so den ein oder anderen bekannten Künstler, wie Stefan Hütte (Bottblick). Mit ihm hatte ich in der Extraschicht zusammen die Ausstellung in der Oberhausener Nieburgh

KI-Porträt von Dirk Lohrbach I Foto (c) André Brune

Sahin Aydin, der Imker, der kein Honig mag I +Videopodcast I +Podcast I +Fotogalerie

Imker sein und Honig dann NICHT zu essen ist schon ungewöhnlich. Sahin Aydin ist nicht als Kind in einen Honigtopf gefallen, wie Obelix in den Zaubertrank. 1968 in der Türkei geboren, kam er mit seiner Familie aus dem Dorf Samiskan, Kreisstadt Arxa nach Deutschland. Der gebürtige Kurde wuchs in Gronau auf. 

Der Honig, der ihm irgendwann aus den Ohren kam, kaufte sein Vater in der Delikatessenabteilung der örtlichen Karstadt. Dennoch hat Sahin seitdem seine Liebe für die Bienen nicht aufgegeben. Er züchtet sie traditionell, wie es sein Großvater schon getan hat als es noch Bienenkörbe gab.

Zum Videopodcast, teils mit Bildern, teils mit Videoaufnahmen, weil ich ursprünglich nur einen Podcast zum Hören aufnehmen wollte und ich mittendrin meine Meinung geändert habe:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Sahin Aydin ist ein besonderer Name. Sahin heißt Falke und Aydin Weisheit oder Herrlichkeit. Sahin hat schon einige grauweiße Haare, so kommt im Alter der Name nah dran. Ein Falke ist er nicht mehr, denn für seine Augen braucht er eine Brille. Seit Jahrzehnten wohnt er nun in Bottrop. Seine Hobbies sind neben seinen Forschungen zur Heimatgeschichte über Bottrop seine Bienen.

Die Bienenstöcke sind unweit seiner Wohnung auf dem Gelände des Westfriedhofs in Bottrop aufgestellt. Die Stadt hat ihm diesen Platz gegeben. Der Honig, der aus den Blüten der Friedhofspflanzen gesammelt wird und den dort stehenden Bäumen, wie die Linde, schmeckt sehr natürlich und hat einen erfrischenden Minzgeschmack. Er zergeht förmlich auf der Zunge.

Podcast:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

Sahin erklärt, dass Bienen drei Wochen leben und jeden Tag fast ohne Pause für einen Löffel Honig arbeitet unter sehr schweren Umweltbedingungen. Wir kennen alle die Problematik der Wildbienen, die durch die zugepflasterten Straßen, Wege und Vorgärten, die in eine Steinwüste, statt bunten Kleeblüten umgewandelt werden.

Am Wasserkran auf dem Friedhof wird getrunken

Auch die gezüchteten Pflanzen aus der Gärtnerei haben meist keine Honigblüte. Ich selbst habe den Klee in meinen Blumenkästen wachsen lassen. Jede Menge Bienen kommen, um den Honig zu ernten, denn ein weiteres Problem ist ja ebenfalls für alle Bienen sichtbar: Es wird viel zu oft der Rasen gemäht. Wo Roboter jeden Tag den Rasen kurz halten, wächst kein Gänseblümchen, kein Klee, kein Löwenzahn mehr und die Bienen haben kaum noch eine Chance sich aus der Nähe den Honig zu holen. Denn es ist ja nicht nur für den Menschen wichtig, sondern auch für den Erhalt eines Bienenstocks, wenn er nach herkömmlicher alter Tradition ohne Chemie betrieben wird. Und dabei werden die wichtigen Wildbienen immer vergessen, die Bestäuber der Pflanzen sind. Ihr Lebensraum wird immer weniger.

Wir sehen viel Grün, aber halten unsere Gärten eher Grün statt bunt, vielfältig und blumenträchtig. Mehr Blumen, die Bienen anlocken, sind für unsere Artenvielfalt sehr wichtig.

Sahins Bienenhäuser

Wabenhonig wird gern gegessen mittlerweile. In vielen modernen Bienenstöcken, werden Plastikwaben genutzt, die dann nicht essbar sind. Das wird zur Honigproduktion unterstützend genommen. Wenn Sahin den Honig herausgenommen und bearbeitet hat, lässt er ein wenig zurück, damit die Bienen selbst die wichtigen B-Vitamine aus dem Honig zehren können und gestärkt in den Wintermodus gehen können.

Auf Tuchfühlung im Gespräch erstmal Tee und dazu Wabenhonig

Ein deutscher Friedhof hat große Vorteile gegenüber polnischen und französischen Friedhöfen. Die Verstorbenen bekommen meist eine große Steinplatte aufgelegt. Darauf stehen entweder Schnitt- oder Plastikblumen. In Deutschland werden falls die verstorbene Person nicht verbrannt wurde und in eine Stele gestellt wird, noch oft genug Gräber mit Bepflanzung oder auf einer grünen Wiese, wie meine Eltern, begraben. Dort können die Wild- und Zuchtbienen noch reichlich Honig sammeln. Außerdem gibt es zahlreiche Wasserstellen, wo sie sich stärken können an heißen Tagen.

So können Sahins Bienen sich den „Schnaps“, wie der Bergmann früher in der Kneipe, abholen, bevor der Tag sich zur Nacht neigt. Sie brauchen keine Stempelkarte. Sie fliegen einfach rein und raus. Sobald es wieder hell wird, gehen sie auf die Stempel der nächsten Blumen.

Wenn wir die kleinen Beinchen mit Pollen voll sehen, dann wissen wir nicht, dass es für die fliegende Biene umgerechnet viele Kilos sind, die sie tragen müssen. Sie brauchen keinen Muskeltraining in den bekannten Fitnessstudios. Sie trainieren drei Wochen unentwegt.

Leckerer Wabenhonig

Sahin war früher in einem Imkerverein, wie es normal ist, wenn man mit dem Imkern anfängt ohne große Ahnung zu haben. Er hat dem Verein erzählt, wie sein Großvater früher die Bienen auf natürliche Art und Weise gehalten. Von zehn Rähmchen aus seinem Bienenstöcken, läßt Sahin drei oder vier mit Honig übrig, damit die Bienen im Winter eigenen Honig essen können. Diese Variante kommt bei einem Verein nicht gut an. So hat es aber schon sein Großvater erfolgreich angewendet.

Die Bienenkönigin legt Eier. Sie wird gefüttert. Die Bienen sammeln sich. Sechs bis Sieben Stück kauen dann den Honig und füttern die Königin. So kann sie vier bis fünf Jahre leben. Bildlich und unvorstellbar für einen Menschen ist, dass eine Biene einmal um die Erde fliegt, dabei Honig sammelt und dann stirbt. Der Nektar wird auf bis zu 4 km gesammelt. Wildbienen können solche große Entfernungen nicht schaffen. Sie sterben allerdings auch früher.

Melisse als Anlockmittel zum Bienenstock und Bienentränken

Sahin hat als Tipp das Anpflanzen von Melisse bekommen, die zwischen seinen Bienenhäusern gedeihen. Der Geruch ähnelt der von Bienenköniginnen. Das regt die Arbeiterbienen dazu an, dass sie sich nicht zu weit entfernen. Da sie bei den weiten Wegen hier und da auch verenden können, wenn es zu heiß zum Beispiel ist.  

Verschiedene Pflanzen sind wichtig, um Beinen zu füttern. Wenn man nur eine Pflanze hat, wie Raps, dann leben die Bienen auch nicht so lange. Wie für Menschen gilt es auch für Bienen: Einseitiges Essen kann lebensgefährlich werden.

Einmal wurden Sahins Bienen vom Veterinäramt verbrannt. „Ich habe sie schreien hören“, sagte Sahin fast zu Tränen gerührt

Anfang August ist das Honigsammeln vorbei. Zwei Mal im Jahr kann man ernten. Einmal im Mai und einmal im August. In der ersten Augustwoche ist dann Schluss. Die Bienen bereiten sich auf den Winterschlaf vor. Die letzten milden Winter jedoch, lässt sie nicht ruhen. Sie verbrauchen mehr Energie. Wenn im Bau nicht genug Futter ist, können die Bienen auch verhungern. Imker geben dann Spezialfutter, damit sie überleben können.

Schaukasten zum Bienen gucken

Sahin macht ab und zu für Schüler und Schülerinnen kleine Vorträge und zeigt ihnen die Bienenstöcke. Ich hatte keine Angst vor den Bienen. Auch nicht vor den Wespen, die sich ebenfalls den Honig holen. Zwei klebten gierig an der Wabe, die ich eigentlich essen wollte. Man muss ihnen einfach nur was geben, dann lassen sie einen zufrieden.

Sahin hat keine Angst gestochen zu werden

Es war ein besonderer Podcast, den ich ursprünglich nur hörbar machen wollte. Als ich jedoch gefilmt habe, wie Sahins Bienenstöcke aussehen und was er macht, um zu „ernten“, da habe ich einfach draufgehalten. Die Tonqualität schwankt von daher stark, weil es entweder von der Kamera oder dem Smartphone aus aufgenommen wurde.

Nichtsdestotrotz war ich begeistert seine Imkerfreude von Nahem zu sehen. Mit Sahin bin ich in Kontakt geblieben, weil er sich auch für Stolpersteine und die Geschichte meiner Heimatstadt interessiert.

Ich wünsche Sahin und seinen Bienen alles Gute und viel Honig!

Glück auf! Biene summ summ!

FOTOGALERIE

Künstliches Wabenwachs
Vitamine für die Vögel

Olympia in Paris beginnt – Einmalige Spiele oder mehr Schein als Sein auch im Ruhrgebiet? I Kolumne

Es ist der 26.7.24. Die Olympischen Spiele beginnen in Paris. Die Stadt der Liebe ist ganz auf Sport und Sicherheit für die Millionen zahlenden Gäste hergerichtet. 

Was bringen uns die Spiele? Was bringt es der Stadt? Was der Bevölkerung? Und was würde im Ruhrgebiet passieren, wenn es hier kommen würde?

Vor 341 Tagen war ich vor dem Eiffelturm und habe vor der minutenzählenden Uhr gestanden. Es war nicht einfach ein Foto ohne die vielen Touristen hinzubekommen, aber es hat geklappt, wie das Foto-Ergebnis zeigt.

 

Paris zu entdecken, wenn man noch nie da war, ist schon ein besonderes Erlebnis im Leben. Immer schon wollte ich die Stadt der Liebe sehen. Die seit den Römern bekannte Stadt, die Napoleon beherrschte, der durch das Ruhrgebiet zog und die ollen Bezirksregierungen bis heute geschaffen hat und die Hausnummern, und das kölnische Parfüm, was mit beidem zusammenhängt: 4711

Meine Oma hatte es. Ich liebe es bis heute. Es erfrischt und duftet jedenfalls besser als Mottenkugeln, wenn ein bestimmtes Alter erreicht ist. Ich bin ja auch schon über 50. Das heißt, ich kann mir jetzt so langsam ein Fläschchen gönnen…

Mottenkugeln hab ich höchstens im Hintern, denn ich hab noch viel vor. Aber im Moment muss ich mich über die Spiele von Olympia auslassen. Ich finde diese kleinen asiatischen Taschen einfach nur lecker! Ach, das hat mit Olympia nix zu tun?

Naja. Indirekt, wie der Napoleon durchs Ruhrgebiet marschiert ist und alles verändert hat im Deutschen Reiche, der damaligen Zeit. Fortschritt im Gleichmarsch bis nach Moskau. Nun da hat sich nix verändert. Ich marschiere gerade auch zu weit. Ich wollte doch…achja: Olympia.

Die Olympier sind ja der Vorsitzende Zeus, namens Beck, Poseidon ist bekanntlich Coca Cola (der reichste Verein der Welt, kann man sagen), Hera ist nicht der Kölnische Karnevalsverein, Demeter hat nix mit der Landwirtschaft zu tun in Deutschland, Apollon, wie das entsprechende teure Sprudelwasser, Artemis, war das nicht einer der drei Musketiere?, Athene, schau dir mal dein Olympia-Stadion an! Es verfällt, Ares, der Gott des Blutbades, der wahrscheinlich die ersten Zugausfälle wegen Anschläge vorbereitet hat…Aphrodite ist die Göttin, die jetzt mit Sicherheit über die Stadt Paris ihre Flügel, Hermes schickt unanständige Pakete Richtung IOC, Hephaistos schmiedet gerade das Schwert für die Populisten und Hestia hält die Olympische Fackel hoch, fordert aber die Frauen wieder an den Herd, wenn Hephaistos mit den Rechten in Europa wieder die Richtung von vor 100 Jahren geschmiedet hat.

Wer sich das Schauspiel der Geldmachenschaften anschaut zeigt, wer die wahre Macht ist, die den Daumen von Doping Ja oder Nein nach oben oder unten senkt. Brot und Spiele sind seit je her eine Möglichkeit von der Wirklichkeit abzulenken. Im Moment brauchen wir das auch. Egal, was die Spiele kosten, sie lenken uns für ein paar Wochen ab vom Kriegsalltag in der Ukraine, im Gaza, das Gezeter von Trump und die politischen Spiele der rechtsgerichteten Populisten in Europa und natürlich von Putin, der mit hochrotem Kopf in seinem Bunker sitzt, weil nicht ein Russe daran teilnehmen wird. Ich glaube nicht, dass wir sie vermissen werden, die gedopten russischen Sportler und Sportlerinnen, die gezielt immer schon entsprechende Spritzen und Mittelchen für die ein oder andere Goldmedaille bekommen haben.

Ich jedoch sehe die Sportler und Sportlerinnen, die darauf hinarbeiten und einige tolle Wochen in dem olympischen Dorf verbringen werden und mit oder ohne Medaille einfach glücklich sind, so gut gewesen zu sein für ihr Land anwesend gewesen zu sein. Da bin ich bei ihnen.

Ich bin bei den Politikern, die Paris so verbessert haben, um in der Seine die Spiele stattfinden lassen zu können. Nicht bei denen, die Schmiergelder für die Ausrichtung angenommen haben.

Das hätten wir auch im Rhein, Ruhr und bald erst Recht auch in der Emscher. Warum lassen wir die Spiele also nicht im Ruhrgebiet zu? 

Hier stehen die Stadien im guten alten Shithole von Deutschland. Wir können den Menschen draußen außerhalb der Ruhrgebietsgrenzen zeigen, dass wir hier die meisten Sportvereine haben in geballter Struktur als München. Wir mehr als Grün statt Grau und Schwarz sind. Wir hätten mit Düsseldorf zusammen als Rhein-Ruhrgebiet eine wunderbare Struktur für alle Spiele. Und man braucht nicht viel umbauen. Das olympische Dorf kann auf einem alten Zechengelände entstehen, das hinterher zu einem Seniorenzentrum umgebaut wird mit einer wunderbaren Grünanlage, die für alle zugänglich sein können. Das Geld würde hier zumindest gezielt die Schlaglöcher zu den Sportveranstaltungen von Hamm über Hagen, Dortmund, Recklinghausen, Bochum, Herne, Oberhausen, Bottrop, Witten, Ennepetal bis nach Duisburg, Kreis Wesel und auch eben Düsseldorf die Welt zu uns bringen, die zumindest in Teilen bei der kürzlich stattgefundenen Fußball-Europameisterschaft hier war.

Aber ist das wünschenswert? Würde wirklich alles zum Besseren kommen, wie es in Paris ist? Oder entsteht nur ein Schein statt Sein?

In einer ARD-Doku hat die Frankreich – Korrespondentin in Paris vieles gezeigt, was gut und was schlecht ist. In den Außenbezirken bekommt die ärmere Bevölkerung nichts von der Olympia mit. In einem Randbezirk jedoch, wo bisher Drogen reichlich verkauft wurde und die Obdachlosen sich rumtrieben, wurde das Olympische Dorf erstellt. 

Olympia 2024 – die Hintergründe: Paris – Die Stadt und die Spiele – hier anschauen (ardmediathek.de)

Das Dorf wird nach den zweieinhalb Wochen und den anschließenden Paralympics für die Stadtbevölkerung nutzbar gemacht. Es ist sozialer Wohnungsbau in Verbindung von Eigentumswohnungen. Der Stadtteil wird sich nachhaltig verändern oder auch nicht. Denn das kann auch wieder wie vorher werden. Alles wird getan, um für tolle Spiele in einer tollen Stadt zu zeigen. Die Obdachlosen sind nur an einer anderen Stelle in der Nähe. Ihnen wurde nicht geholfen. Sie wurden nur „verlegt“. Die Mieten sind explosionsartig angestiegen. Ein Obdachloser kann sich noch weniger leisten. Er wird in dem Strudel gefangen bleiben, da wird auch das olympische Dorf nichts dran ändern, wenn sie für soziale Nutzung umgesattelt wird.

Insgesamt sind die Olympischen Spiele natürlich ein Event der besonderen Art für jeden einzelnen Sportler und jede einzelne Sportlerin. Doch was ist mit denen, die vielleicht an dem Tag so stark psychischen Druck ausgesetzt sind und keine Medaille bekommen? Was ist, wenn diese auch noch das Problem haben nur Vierter oder Fünfter geworden zu sein. Sie waren dabei, aber ein Sponsor sagt, dass es ihm nicht reichen wird und verabschiedet sich. Die Leichtathletik hat herausragender Sportler und Sportlerinnen. Doch die wenigsten bekommen einen vernünftigen Sponsorvertrag. Sie verdienen so gut wie nichts im Gegensatz zu den Fußballern, die mit Tausenden bis Millionen Euros nach 90 Minuten nach Hause gehen. Eine ungerechte Sportwelt, wie ich finde.

Und dann gibt es noch die weltweit agierenden Aktienunternehmen, die Werbegelder reinbuttern und weiter absahnen, während die Werbung auf Trikot und bei der Pressekonferenz auf Mikros und davor für die TV-Kameras weltweit gezeigt wird und dann auch noch steuerlich absetzbar ist. Die Firmen sitzen in Luxemburg oder haben in Amsterdam eine Briefkastenfirma und bezahlen so gut wie keine Steuern. 

Gearscht sind in allen Zusammenhängen die Einwohner in Paris, die nichts von den Spielen haben außer mehr Lärm, mehr Verkehr, mehr Touristen und höhere Preise.  Das einzige ist vielleicht die saubere Seine, in der wahrscheinlich mehr Touristen schwimmen werden als die Einheimischen, die für ihre teuren Mieten mehr arbeiten müssen, als wir. Auch der Rest von Frankreich, der wahrscheinlich Stolz ist, die Spiele mit dem historischen Ambiente zu haben, hat jedoch selbst nichts davon. Das investierte Geld ist nicht in andere Regionen gewandert. Paris wurde auf Hochglanz poliert. Der Notre – Dame wurde nach dem Brand soweit hergerichtet, so dass die Olympia den Dom wieder feiern kann. 

Die Wirtschaft des Landes brummt jedoch nicht mehr. Die Bevölkerung ist geteilt in Links und Rechts, weil sie keine Fortschritte sehen und immer mehr bezahlen müssen. Touristen, die nach Paris für einen angenehmen Preis in die Hotels früher gekommen sind, werden in Zukunft wahrscheinlich mehr bezahlen. Und höchstwahrscheinlich wird Paris noch mehr von Touristen überschwemmt werden. Die Stadt lohnt sich aber auch. Sie ist es wert. Naja, knapp 30 € für die Fahrt mit dem Fahrstuhl auf den Eiffelturm war es mir in der Hitze damals und mehr als einer Stunde Wartezeit nicht wert. Ich habe verzichtet, obwohl ich es mein Leben lang wollte. Ich habe damals lieber das Geld für leckeres französischen Essen in den zahlreichen guten Restaurants ausgegeben. Tatsächlich kostete meist ein Essen mit Getränk genau so viel. Aber von Stahl und Blick auf die Stadt wird man nicht satt, sondern bei der Wartezeit eher hungrig.

Olympia im Ruhrgebiet? 

Mit einem skeptischen Blick sehe ich mich als Rentner, der sich schon jetzt kaum noch den Wohnraum leisten kann, der mit Sanierungsmaßnahmen unbezahlbarer wird. Ich werde wohl arbeiten bis ich umfalle. Das freut die Rentenkasse. 

Der skeptische Blick bleibt auf dem IOC, denn der bezahlt nichts für die Spiele, genau wie die FIFA. Sie stecken sich das Geld in die eigene Tasche. Wer weiß, wohin die fließen. Die Städte selbst und der Staat jeweils sind diejenigen, die für die Spiele, die nur ein paar Wochen gehen alle vier Jahre Geld ausgeben. Die Stadien oder Spielstätten verfallen meistens außer in München. Wobei die Winterspiele schlauerweise abgesagt haben. Denn es sind wir Steuerzahler, die ärmeren der Bevölkerungsschichten, die für die Spiele Geld ausgeben ohne sich eine mit Verlaub gesagt, beschissene Karte für irgendeine Veranstaltung leisten zu können, es sei denn, man spart es für den Zweck über Jahre an oder hat die Kohle. Und dann musse auch noch Glück habn, datte ne Kahte abkriss, weisse Bescheid, wie wir im Ruhrpott sagen.

Für die jungen Sportler und Sportlerinnen, die darauf hingearbeitet haben, freue ich mich einerseits, dass sie es dort hin geschafft haben. Doch auf die Geldmaschinerie mit allen anschließenden Nachteilen kann ich gut und gern verzichten. Mit Blick auf so viele olympische Dörfer und Stadien bei ausgerichteten Spielen oder Fußballmeisterschaften, wie in Griechenland, Brasilien, Sotschi, Sarajevo und so weiter, bin ich der Meinung, dass diese Spiele einfach nur viel Geld kosten, statt reinbringen. Es stellt sich wahrlich die Frage, ob es sinnvoll ist diesen Geist der Olympia weiterführen zu lassen. Ändern werden wir kleinen Leute nichts, denn es ist und wird eine Prestigeveranstaltung bleiben, so wie es Putin genutzt hat, ganz bewußt vor dem Einmarsch in die Ukraine Russland als weltoffen und Sportlich dazustellen. Dafür eine wunderschöne Stadt umgegraben hat, die eigentlich keine Winterspiele zulassen kann, weil es zu warm am Schwatten Meer is, weisse. Ich möchte gern wissen, ob die Bimmelbahn da noch in die Berge tuckert oder schon verfällt, wie das Stadion in Athen. Und außerdem wurde da gedopt, was das Zeug hält. Niemandem wurden die Medaillen aberkannt. Vielleicht bei paar Ausnahmen. Aber nein. Das würde ja den Geist der Spiele verändern. 

Ganz ehrlich, was ist mit den Sportler und Sportlerinnen, die sauber sind und bleiben, weil sie aus Überzeugung und für sich selbst und nicht für ein Vaterland und ihre Überschätzung das Reck nutzen bis die Oberschenkel brechen? Die Chinesen dopen ebenfalls. Das hat Peking gezeigt. 1992 haben die Spanier gedopt, damit sie ihr eigenes Land vorn im Medaillenspiegel sehen konnten. Die DDR hat fabrikmäßig gedopt, damit die besser als die Bundesrepublikanischen Sportler und Sportlerinnen waren. Was also hat das mit olympischen Geist zu tun? Soll man sich die Spiele wirklich anschauen, die voll sind mit Lug und Trug, wo nur einige wenige ihr Geld verdienen und Länder mit ihren Sportlern sich wichtig tun wollen, obwohl auch eine Rakete reicht, die alles zerstören kann?Ändern werde ich selbst an der Sache nichts, aber darüber nachdenken lassen, kann ich schon.

Auch die Fußball – Europameisterschaft hat mich nicht mehr so mitgerissen, weil ich hinter die Kulissen schaue. Da wird bei ARD und ZDF Millionen für die Übertragungsrechte von unseren GEZ-Gebühren rausgehauen, statt vernünftige Filme, Serien oder supertolle Dokus abzuliefern, die ihr Geld wirklich wert sind. Natürlich ist Sport ein großer Arbeitgeber geworden. Trotzdem kann darüber diskutiert werden, was sinnvoll ist und was nicht.

Ich persönlich bin eher begeistert eher von Dingen, die ich selbst erleben kann, um es anderen mitzuteilen statt vor der Glotze zu sitzen und zu sehen, wie alle sich auf dem Spielfeld quälen für ein paar Kröten von Sponsoren, die viel mehr Geld ausgeben könnten, wenn sie wollten. Sie sind schließlich Aktienunternehmen. Aber sie nutzen die Sportler nur für steuerlich absetzbare Werbemaßnahmen ein. Das ist Sportprostitution. Nichts anderes. Ich würde auch das Handgeld nehmen, wenn ich auf dem Strich des Hammerwerfers mehr bekommen würde, als ein Fußballer namens Messi. Aber bekomme ich nicht. Aber wenn ich eine Prämie und anschließende Werbeverträge für eine Buttermilch bekommen würde, dann natürlich, würde ich in der Situation das auch mit machen statt im Büro acht Stunden meine Arbeit abzusitzen. Doch wie schnell ist das sportliche Aus da. Kaum über 30 muss man sich schon wieder was anderes suchen oder die acht Stunden im Büro absitzen. Das Geld ist wahrscheinlich schon in ein Eigentumshaus eingeflossen oder ich hab mir einen Porsche geleistet und es ist weg. 

Hach, es gibt so viel Für und Wider. Lassen wir die Spiele beginnen! Sie werden immer da sein und die Reichen immer reicher, die Sportler immer ausgenutzter werden, wie die Gladiatoren seinerzeit in der Arena. Ich lass den Daumen oben, damit alle mit oder ohne Doping die Zeit überstehen in dieser wunderschönen Stadt. Den Daumen strecke ich nach unten für den IOC und die Aktienunternehmen und die Politiker, die Schmiergelder entgegen genommen haben. Doch ändern wird dieser Text nichts. Freuen wir uns also auf die nächsten Spiele, die wieder im Land der Coke stattfinden werden: Salt Lake City. Vielleicht finden da mal römische Gladiatorenkämpfe statt. Das war wesentlich spannender als jede Surferwelle in der Karibik in einer der noch immer vorhandenen französischen Kolonie.

Paris bleibt danach wieder als Weltstadt mit ihren historischen Wurzeln nicht nur eine sehenswerte, sondern auch begehrenswerte Besucherstadt. Bezahlbare Eiskugeln unter drei Euro wird es da nur nicht mehr geben, wenn ich wiederkommen sollte.

Ob unser Hotel nach den Spielen noch so relativ günstig ist?

155 € pro Nacht mit Frühstück im Doppelzimmer. Wir haben 544 € für vier Übernachtungen. Während der Olympischen Spiele zahlt man mit Sicherheit viel mehr, wenn überhaupt ein Zimmer zu bekommen ist. 

Réservez votre chambre à Paris Montmartre (hotel-montmartre-apolonia.com)

Das Hotel ist empfehlenswert und ein besonderer guter Platz nah einer Metrostation. Rundherum gibt es viele günstige empfehlenswerte Restaurants, die wir ausprobiert haben statt für teuer Geld auf dem Montmartre oder Innenstadt. Aber das ist ein anderes Thema. Und da guck ich für euch gern über den Tellerrand, denn ich habe tolle Tage dort verbracht und berichte nun aktuell wegen der Olympia über Paris und unsere Erlebnisse. (Rubrik: Über den Tellerrand)

Spiele im Ruhrgebiet? 

Ne, lass ma. Mein Eis will ich auch in meiner Rente noch bezahlen können!

Glück auf oder besser: Gold her!