Auch für Bottrop habe ich einen kleinen Kalender 2024 kreiert. 5 € vom Verkaufspreis gehen ans Tierheim in Bottrop!
Es gab nicht, wie in Bochum, eine Ausstellung meiner Bilder. Aber dennoch habe ich auf die Schnelle noch vor Weihnachten den Kalender für Bottrop zusammen gestellt.
Video-Info:
Wer ihn kaufen möchte, kann dies direkt tun über meine Email: ruhrpottologe@gmail.com
Es wurden erstmal 5 Stück beim „Bierchen bitte“ – Podcast -Team von Piet und Alex hinterlegt:
Bottcast
Gladbeckerstr. 13 46236 Bottrop
Der gute Zweck beinhaltet auch dieser Kalender: Vom Verkaufspreis von 15 € gehen 5 € ans Tierheim Bottrop.
Immer mehr Tiere werden abgegeben in einem sehr üblen Zustand. Die Kosten für einen Tierarzt sind immens, dann fehlt es wiederum an Spendengelder für Futter, die leider auch zurückgegangen sind.
Tiere haben keine Lobby und können nicht für sich reden.
Ich möchte etwas Gutes tun mit meinen über das Jahr fotografierten Bildern, die sonst im Nirwana einer Cloud gelandet werden.
Die Fotos bekommen nun einen besonderen Zweck. Sie erfreuen Menschen ihre Heimat mit anderen Augen zu sehen und gleichzeitig unterstützen sie die Tiere. Zwei Fliegen mit einer Klappe, dachte ich mir und so habe ich in geringer Auflage die Kalender herstellen lassen. Sie können auch nachgedruckt werden.
Hinweis: Alle Fotos sind vertikal mit meinem Samsung Note Ultra 20 bzw. 23 fotografiert worden.
Wichtig zu wissen ist die Zusammensetzung des Preises von 15 €.
Der Kalender wird in einer sehr geringen Auflage sozusagen Kalender on Demand hergestellt. Die Herstellungskosten liegen bei knapp 10 €. Der Preis ist jetzt höher als für den Bochumer Kalender vier Wochen zuvor. Die Mehrwertsteuer und Versandgebühren sind da noch nicht drin. 5 € gehen direkt an das Tierheim Bottrop.
Wenn jemand den Verkauf in einem Kiosk oder wo auch immer mitmachen möchte, kann sich gerne bei mir melden. Etwaige Verkaufsstellen werden hier aufgelistet werden, falls es welche geben wird.
Ansonsten ist er über meine Email zu bestellen: ruhrpottologe@gmail.com
WICHTIG!
Versandkosten muss ich dazurechnen, falls es verschickt werden muss.
Also kaufen und Gutes Tun! Danke im Namen des Tierheims Bottrop!
Glück auf!
P.S.: Wer die Fotos für die Wand oder in einem Büro hängen haben möchte, kann sich gern bei mir melden.
ALLE FOTOS VOM KALENDER :
Januar - Malakoffturm von Propser II in Welheim (c) André Brune
Februar - Stadtgarten am Museum Quadrat (c) André Brune
März - Kokerei Bottrop (c) André Brune
Mai - St. Cyriakus - Kirchturm mit Kirschblüten (c) André Brune
April - Das rote Pferd mit Osterglocken (c) André Brune
Juni - Zechensiedlung Kellermannstraße mit Herz-Jesu-Kirchturmspitze (c) André Brune
Juli - Bernepark mit Hotelröhren (c) André Brune
August - Prosper IV Schacht 10 in Kirchhellen im Maisfeld (c) André Brune
September - Prosper III - Mauer an der Rheinstahlstraße (c) André Brune
Oktober - Zechensiedlung Aegidistraße (c) André Brune
November - Treppenaufgang im Gelände des Prosper-Parks (c) André Brune
Dezember - Rathaus Bottrop im Schnee (c) André Brune
Vadim, ein vom Krieg mit Mutter und Bruder geflüchteter Junge aus der Ukraine, spielt gerne Fußball. In Bottrop angekommen ist er kurzerhand dem Verein Blau-Weiß Fuhlenbrock eingetreten und zeigte gleich sein aus der Heimat mitgebrachte Fußballtalent. Die Teilnahme an einem Jugendfußballturnier sollte ihn, seinen Bruder und die Mutter vom Krieg ablenken, wo der Vater und Ehemann an der Front kämpft. Der Verein allerdings spendete leider keinen Cent. Also sammelte ich per Crowdfounding für die Fahrt der Brüder und Mutter und bekam 655 € zusammen von geplanten 900 €.
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Ein Fußballturnier für Kinder im gleichen Alter in Umag in Kroatien sollte Vadim für den Verein mitmachen. Mirsada Hoffmann organisierte es. Vadim sollte mit seinem Bruder und seiner Mutter mitfahren. Aber die Kosten für die Reise belief sich auf 300 Euro pro Person.
Als Mirsada mir das mitteilte und auch, dass der Verein das nicht so einfach stemmen kann oder wollte, habe ich mich entschlossen eine Spendenaktion im Dezember 2022 ins Leben zu rufen. Bis Mai hatte ich Zeit Geld zu sammeln und es bis dahin zusammen zu bekommen.
900 € sollten es werden, damit auch die Mutter mitkommen konnte. Zusammen bekam ich über meine Spendenaktion bis zur Abfahrt Mai 655 €, einschließlich einer Summe von mir und den Jungs vom BottCast „Bierchen bitte – der Podcast mit Piet und Alex“, die es mit unterstützen wollten.
So möchte ich mich im Namen der Familie herzlich bei allen Spender und Spenderinnen für ihr Vertrauen und Herz bedanken. Ein kleiner Film und die Bilder (Copyright von Mirsada Hoffmann, Jugendfußballtrainerin) sollen transparent zeigen, was mit dem gespendeten Geld gemacht wurde:
Hiermit kann sich jeder überzeugen, dass meine Spendenaktion zu einer sinnvollen fernab von Kriegsgedanken in der Heimat Ukraine für die Familie eine schöne Ablenkung wurde.
Die Mutter konnte durch die eine Familienspende von Mirsada die Reise begleiten. Zum Glück war das nicht mehr so viel. Und für alle war es eine sehr besondere Reise. Mirsada allerdings ist mittlerweile enttäuscht aus dem Verein ausgetreten.
Ich freue mich, dass ich in meinem Rahmen der Ukrainehilfe Ruhrgebiet helfen konnte!
Glück auf
@ruhrpottologeandrebrune
Es folgt der Text von dem Fußballturnier mit Vadim und seiner Familie mit Fotogalerie von Mirsada Hoffmann und die transparente Spendenübersicht:
Hier nun der Text von Mirsada Hoffmann mit ihren Erlebnissen vor Ort in Umag :
Schon zwei, drei Wochen vorher waren die beiden sehr aufgeregt. Jede Trainingseinheit wurde ich gefragt, was wir den in Kroatien machen.
Gibt es da ein Meer? Was brauchen sie? Was sollen sie einpacken?
Dann ging es los. Illia, der kleinere Bruder saß bei mir. Er spielt kein Fußball. Er mag Musik machen und ich musste es die ganze Fahrt hören. Er tanzte und sang, wie es ihm gerade passte. Lebenslustig begleitete er seinen älteren Bruder.
Er wich mir auch in Kroatien nicht von der Seite. Dort angekommen haben die Jungs ihre Bungalows bezogen. Für den kleinen Mann stand fest: „Ich möchte nicht mit meiner Mama in ein Haus“.
Die Mannschaft hatte die Umgebung erkundet. Vadim und Illia waren immer dabei. Alle meine Jungs haben die „Freiheit“ sehr genossen. Schnell wurde der Bazar entdeckt. Nach dem gemeinsamen Pizzaessen, gingen wir anschließend gingen wir an den Pool. Danach war ich mit Illia am Meer, er wollte unbedingt das Meer sehen. Er hatte nie ein Meer gesehen. Dort besprachen wir, dass er die nächsten Tage mein Co-Trainer wird.
Diese Aufgabe meisterte er mit Bravour! Schon beim Frühstücksbuffet wollte er die Aufstellung besprechen. Es konnte ihm nicht schnell genug gehen. Auch wollte er das restliche Programm des Tages wissen.
Er ist ein sehr aufgeschlossenes Kind ohne Hemmung auf andere Menschen zu gehen – egal ob klein oder groß und auch egal aus welchem Land kommend. Mit seinem Scharm wickelte die größeren Mädels um den Finger – Sonnenbrille und Hut durften dabei nicht fehlen. Am letzten Abend wollte er dann wissen, wohin es nächstes Jahr geht.
Vadim hingegen konzentrierte sich mehr auf den Fußball. Er schoss im Turnier 2 Tore. Unter seinem Trikot trug er wie immer sein selbstbemaltes T-Shirt mit einem Herz mit den Farben der Ukraine. Auf Nachfrage warum er es beim Tor nicht gezeigt hat, war seine Antwort „ich hatte keine Zeit“.
Vadim genoss die Freizeitgestaltung zwar, aber ließ es etwas ruhiger angehen. Er wollte immer für den nächsten Tag fit sein. Aber er war immer mit dabei und lächelte ständig. Er fühlte sich sehr wohl hier.
Die Mama der beiden war glücklich, dass ihre Jungs eine unbeschwerte und unvergessliche Zeit hatten. Über Facetime hat sie den Papa, der in der Ukraine kämpft, immer an dem Geschehen teilhaben lassen. Er hat sich auch bei mir bedankt, für die Zeit, die wir seinen Kindern ermöglicht haben.
In den Gesprächen unter den Erwachsenen hat die Mama dann auch die Fragen der anderen Eltern gerne beantwortet.
Eine unglaubliche Situation für uns. Die Familie hatte eine unbeschwerte Zeit fernab vom Kriegsgeschehen, wo andere Menschen um ihr Leben kämpfen.
Wir bedanken uns bei allen, die uns so toll mit Geldspenden unterstützt haben!!!
Gilda Bräuer, Anwärterin im Künstlerbund e.V. in Bottrop aufgenommen zu werden, kreiert Kunst aus den aktuellen Gefühlen und umgebenden Informationen. So entstanden drei der noch bis Samstag im August Everding Kulturzentrum ausgestellten Kunstwerke, die vom Künstlerbund ausgestellt wurden.
Warum in die teuren Ausstellungen alter bekannter Künstler gehen, wenn die moderne Kunst eine faszinierende oder auch erschreckende Weise Werke erstellen, die nachdenklich stimmen. Kunst studieren ist das eine, machen ist das andere. Gilda Bräuer liebte ihr Leben lang Kunst, doch sie hatte eine Spätzündung in Sachen Kunstmachen, weil ihr Leben eben nicht so einfach verlief. In einem luftleeren Raum fing sie wie ein Schwamm Dinge auf, die sie in einer besonderen Form darstellen wollte. Und es ist ihr gelungen. Sie hat eine besondere Form entwickelt, wie sie mit den unterschiedlichsten Materialien, ob Kosmetik oder mit toten Vögeln Konzeptkunst erstellt. Ganz nebenbei macht sie gewollt oder ungewollt auf Missstände aufmerksam oder regt zum Nachdenken beim Betrachten ihrer Kunstarbeiten an. Gilda Bräuer ist auf jeden Fall ein Künstlerin, die es zu entdecken gilt im Ruhrgebiet.
Kunst muss nicht immer schön sein. Kunst muss auch Aufmerksamkeit erregen. Das tut ihr Kunstwerk „Vor falschen Engeln wird gewarnt“, die eine verstorbene konservierte Drossel in einer engelhaften Positur zeigt. Ein Publikum von einem Altar ausgehend betet diesen falschen Engel an, der gleichzusetzen ist mit einem Propheten oder Politiker, der Dinge erzählt, die geglaubt werden, obwohl sie Fakenews sind. Der Gedanke zu diesem Objekt kam durch die Wahlergebnisse der letzten Jahre.
Das andere sind drei Bleistiftzeichnungen eines Stilleben von einer Sektflasche und zwei Gläsern. Mit einer Freundin hat Gilda ein besonderes Kunstwerk zum Thema Corona gefeiert, das in der Bottroper Jahresausstellung im Josef Albers Museum Quadrat 2022 ausgestellt wurde: Kontaktbeschränkung (im Podcast mit Ralf Opiol zur Jahresausstellung besprochen)
Das dritte Kunstwerk entstand zum Thema des ersten „Bottrop Art Award“. Die Zukunft der Stadt darzustellen als „Wir sind alle nur Sternenstaub“ war weit vorausschauend, dass es so allen Städten der Welt gehen wird.
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Die unterschiedlichen Zusammensetzungen der Kunstwerke, wie auch das in meiner Ausstellung „Vorletzte Generation Ruhrgebiet“ gezeigte „Triangel“ eben aus Restbeständen von Lippenstift z.B. beeindruckt mit den unterschiedlichen Kompositionen aus Farbe und Material. (dazu kommt ein Extrabeitrag zu allen Künstler und Künstlerinnen in meiner Ausstellung)
Gilda sucht nicht, sie findet überall Dinge, die sie zu einer besonderer Kunstarbeit verleitet.
Im Kulturzentrum können die drei Werke noch bis zum 3.6. bewundert werden. Aber in meinen Videos sind sie verewigt. Faszinierende Kunst von Gilda Bräuer, die nun auch in der Zeche Fürst Leopold bei der Extraschicht dabei ist.
Gilda macht einen besonderen Weg von Konzeptionskunst mit Mixed Media Collagen. Sie ist eine sehenswerte Künstlerin mit steiler Karriere. Sie zeigt, dass es egal ist, wann die Zeit ist für etwas zu brennen und es einfach zu machen. Sie macht Kunst und bereichert nachdenklich machend die Welt mit Form, Farbe und Verstand. Wichtig zu wissen: Man braucht nicht in die Kunststadt Berlin und Co. Im Ruhrgebiet findet sich genug tolle Kunst!
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Zur Vernissage vom Künstlerbund Bottrop e.V. trafen sich viele Bottroper Künstler, u.a. auch Paul Schulte und Gilda Bräuer, die dort Werke ausgestellt haben.
Zum Youtube-Video:
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Es sind aber nicht immer nur Kunstinteressierte, Künstler und Künstlerinnen, sondern vor allem Bekannte und Freunde, die sich dort trafen und bei Häppchen und Wein die besonderen Kunstwerke im August Everding Kulturzentrum angesehen haben.
18 bekannte Künstler und Künstlerinnen des Künstlerbundes Bottrop e.V. stellen ihre Werke von Fotografien, Skulpturen, Zeichnungen, Gemälde und Mixed Media Collagen aus.
Dem kürzlich verstorbenen Fotografen Karl Kraft wird eine eigene Ausstellungszeile im Seitengang gegönnt.
Es ist immer wieder interessant, wie unterschiedlich Kunst sein kann. Für jeden Geschmack ist in der Ausstellung des Künstlerbund Bottrop e.V. etwas dabei. Von bunten Löwen und Nashörnern auf einer Stahlplatte gemalt, ein Quadrat als Hommage an den Ehrenbürger und Künstler Josef Albers allerdings mit dem Hinweis auf die Klimakritik der „Letzten Generation“ mit einem eigenen Klecks einer falschen Farbe auf dem Bild oder Schuhabdrücke im Sand unter Plexiglas, die aussehen, wie der erste Schritt auf dem Mond. Ein faszinierender Blick fällt auf eine tote Drossel in einer Art Ikone von Gilda Bräuer, der ich einen eigenen Beitrag widme.
Alles in Allem eine sehenswerte Ausstellung, die ohne Eintritt zugänglich zu sehen ist im Erdgeschoss und in der ersten Etage des Kulturzentrums an der Böckenhoffstraße/Blumenstraße 12-14 bis zum 3. Juni.
Allerdings gibt es auch Kritikpunkte, die angesprochen werden müssen:
Da ich keinen Zettel mit der Auflistung des Künstlers und seines Werks mehr gefunden hab, konnte ich im Nachhinein kein Werk zuordnen. Alle Kunstwerke wurden mit einer Nummer versehen statt mit einer Legende, worauf auch der Künstler stehen sollte oder auch der Name des Werks und Preis.
Ganz schlimm ist es, vor allem für den Künstler, einen Aufkleber zu nutzen eine Zahl draufzuschreiben und es auch auf das Kunstwerk zu kleben. Das mir das das Kleben mit der Hand nicht ausgerutscht ist, sagt alles. Verfälschung der Bilder durch die Ziffern und auch durch die schlechte Beleuchtung. Einige Werke sind nicht mal ausgeleuchtet.
Das Kulturzentrum eignet sich zwar für wechselnde Ausstellungen, die vor allem eher Stadthistorisch sind, aber es muss generell ein wenig Geld in die Hand genommen zu werden, um gehängte Werke generell besser darzustellen.
Kritik muss sein, sonst ändert sich womöglich gar nichts.
Die Vernissage wurde von der Sparkasse Bottrop finanziert. Ohne das Engagement der Bank wäre das Thema Kunstausstellung wahrscheinlich nicht mehr möglich.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 20 Uhr / Samstag bis 12 Uhr
Künstler unter sich Carola Kt, Nolin Wischermann, Gilda Bräuer, Ralf Opiol
Gemalte Kunst auf Stahl
Farbe Blau ist toll
Der erste Schritt auf dem Mond?
Klima – Kunst – Generation
André Brune, Nolin Wischermann, Ralf Opiol
Musste sein !
Mit Paul Schulte im Gespräch
Wir sehen ins Zentrum des Auges von August
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100 Jahre Berufsfeuerwehr in Bottrop wird gebührend gefeiert!
Zur Ausstellungseröffnung 100 Jahre Berufsfeuerwehr Bottrop am 1.12.22 hielt Oberbürgermeister Bernd Tischler eine sichtlich bewegende Rede für die städtischen Feuerwehrleute. Chronist Oliver Kunde erzählte reichlich Anekdoten zur Geschichte, wie im langen Film zu sehen und hören.
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Die eigene sicherheits- und gesundheitsgefährdende Arbeit von Feuerwehrmännern und -frauen im Namen der Stadtbevölkerung von Bottrop bei örtlichen, auch überregionalen Einsätzen, wurde in der Rede hochachtungsvoll Respekt gezollt. Erwähnenswert war auch die vor genau 50 Jahre gegründete Jugendfeuerwehr. Die Ausstellung wurde eröffnet am Stichtag der Einstellung des ersten Berufsfeuerwehrmann Theodor Breuer am 1.12.1922.
Feurige musikalische Unterstützung zur Ausstellungseröffnung
Vor der Einführung der Berufsfeuerwehr wurden die Löscharbeiten immer von freiwilligen Kräften durchgeführt, die auch heute noch in Deutschland den überwiegenden Teil ausmachen und eine wichtige Unterstützung der Berufsfeuerwehren sind. In Bottrop ist die erste freiwillige Feuerwehr im Jahr 1886 entstanden.
Die Gründung der Berufsfeuerwehr wurde nötig nach der Stadtwerdung 1919. Am 24.6.1922 wurde über die Ortssatzung über die Einrichtung des Feuerlöschwesens in der Stadtverordnetenversammlung Bottrop beschlossen.
Die Zuständigkeiten und Aufgaben umfassen mittlerweile Brandschutz, technische Hilfeleistungen, Einsatzplanung, Notfallpläne, Rettungsdienst, Zivil- und Katastrophenschutz, Vorbeugenden Brand- und Gefahrenschutz und den Betrieb der Leitstelle zur Koordinierung aller Einsätze.
Die Ausstellung wurde von Pensionären der Berufsfeuerwehr und dem Chronisten und Archivar Oliver Kunde in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Bottrop zusammengestellt. 80 % der Bilder und Dokumente sind aus dem Archiv des Arbeitskreises Chronik der Feuerwehr Bottrop. Diethelm E. Wunderlich unterstützt den Arbeitskreis seit 10 Jahren.
Diethelm E. Wunderlich links, David Jany vom Historikernetzwerk NRW
Der Oberbürgermeister Bernd Tischler dankte im Namen der Stadt und Bürger allen ehemaligen und aktiven Kollegen und Kolleginnen, auch der freiwilligen Feuerwehr, was sie für die Stadt in 24 Stunden an 365 Tagen leisten unter Einsatz der eigenen Sicherheit und Gesundheit. Er lobte die Zusammenstellung der Ausstellung. Anschließend erklärte der Chronist Oliver Kunde die Anfänge der Berufsfeuerwehr und einige faszinierende Anekdoten, die im Laufe von 100 Jahren in Bottrop passierten.
Chronist Oliver Kunde
1987 ist Oliver Kunde schon in die Jugendfeuerwehr eingetreten. Heute ist er Unterbrandmeister in der freiwilligen Feuerwehr. Als begeisterter Feuerwehrhistoriker ließ er es sich nicht nehmen 2002 die Aufgaben von Johannes Lanfermann zu übernehmen. Er war der erste Chronist des von Branddirektor Wolfgang Liebald 1985 eingerichteten „Arbeitskreis Chronik der Feuerwehr Bottrop“.
Feuerwehrchronist Oliver Kunde
Oliver Kunde erwähnte nach der Rede des Oberbürgermeisters in seinem Vortrag zur Ausstellungseröffnung, wie wichtig der damalige Oberbürgermeister es fand die Berufsfeuerwehr zu gründen, obwohl die Stadt damals auch kaum Geld zur Verfügung hatte.
Oliver Kunde erzählte einige Anekdoten über die jeweiligen Leiter und Kuriositäten aus 100 Jahre Berufsfeuerwehr.
Die Ausstellung
Die Ausstellung zeigt auf historischen Fotografien und diversen technischen Ausrüstungsgegenständen in Vitrinen die ganze Bandbreite der Jahrzehnte
Ausstellung 100 Jahre Berufsfeuerwehr Bottrop
Auf großen angefertigten Tafeln sind Bilder von Persönlichkeiten, wie die Amtsleiter, die offenen alten Fahrzeuge, von denen auch der ein oder andere hätte stürzen können oder auf einem einzigen Bild alle technischen Fahrzeuge und Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Bottrop zu sehen. Die ursprüngliche Unterkunft der Feuerwehr an der Moltkestraße hinter dem Rathaus, die in den 1980er Jahren dem Saalbau gewichen ist, kann hier entdeckt werden. Auf einem anderen Ausstellungsbild sind der Bau und der Wandel der bekannten Feuerwehrwache an der Hans-Sachs-Straße zu sehen.
In Vitrinen liegen historische und modernere technische Hilfmittel der Feuerwehr, wie Atemschutzgeräte, Helme, Funk- und Alarmierungsgeräte, Strahlrohre, Feuerlöschgeräte, Hinweisschilder und ein lebensgroßer Hitzeschutzanzug.
Was ist ein Pulmotor?
Pulmotor
Sehr spannend ist das Ausstellungsstück eines Pulmotors mit Original-Gebrauchsanweisung aus dem Jahr 1915 vom Drägerwerk aus Lübeck nach dem Patent von Professor Dr. Roth. Mit Hilfe des Pulmotors konnten Menschen erstmals schnell wiederbelebt werden durch eine automatische sogenannte Sauerstoff-Wiederbelebungs-Maschine für künstliche Atmung, der verbunden ist mit einem Apparat für gewöhnliche Sauerstoffinhalation, so teilt die Aufschrift mit.
Gebrauchsanweisung Pulmotor
Papst und Bush-Besuch
Die erwähnten Anekdoten aus dem Vortrag des Chronisten Oliver Kunde sind hier und da zu entdecken. Zum einen der Papstbesuch 1987 und zum anderen der Besuch des amerikanischen Vizepräsidenten George Bush 1983 zur Eröffnung des Josef-Albers-Museum, denn im Weißen Haus hängt ein Bild des Bottroper Künstlers. Der Besuch war eine besondere Ehrung des Künstlers und die Feuerwehr hatte mit dem Brandschutz an diesem Tag alle Hände voll zu tun. Beide Ereignisse prägen natürlich noch heute die Geschichten altgedienter Feuerwehrleute, die an dem Tag Dienst hatten.
Fahrradlaterne
Weiterhin sind Fotos des Archivs zu sehen von einem aufgehängten Fahrrad an einer Laterne, die Rettung von Tieren oder dem vor einigen Jahren stattgefundenden Sturm Ela, der ganz Welheim von der Aussenwelt abgeschnitten hatte. Einige Fotos zeigen die größten Brandkatastrophen der Stadt, wie das Busdepot der Vestischen an der Hiberniastraße, das durch einen Kurzschluss beim Batterieladen abbrannte. Zum Anderen zeigen Bilder das lichterloh brennende Hotel- und Gaststättenhaus von Sackers. Bis heute ist ungeklärt, wer die Tat verursacht hat.
Hochkarätige Gäste, unter anderem der altgediente 90 Jährige Berufsfeuerwehrmann Alfred Eiden, der Amtsleiter Kim Heimann und Andreas Schäfer, der Stellvertretende Amtsleiter, sowie Brandrat Bernd Klaedtke (auch Fachberater für Feuerwehrgeschichte im Verband der Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen), Branddirektor Heinz-Jürgen Banner a.D. und Feuerschutzdezernent Paul Ketzer ließen es sich nicht nehmen die Ausstellungseröffnung mitzumachen.
Getragen mit Humor, Ruhrpottologe hat ein Rechtschreibfehler entdeckt: Pabst-, nicht PapstbesuchPapstbesuch 1987 in Bottrop
Bis wann und wo ist die Ausstellung?
Noch bis zum 13.1.2023 ist die Ausstellung 100 Jahre Berufsfeuerwehr im August-Everding – Kulturzentrum an der Blumenstraße 12 zu sehen. Außer Sonntags ist die Ausstellung von Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr und Samstags von 9 bis 14 Uhr kostenlos zu besichtigen im Eingangsbereich und 1. Etage.
v.l. Oliver Kunde, Franz-Josef Borgmann, Peter Hannibal, Heike Biskup (Stadtarchiv Bottrop), Jürgen Mendler, Peter Labrenz, Roland Eiden
Fazit
Wer sich nicht für die Feuerwehr interessieren sollte, aber an der Stadtgeschichte interessiert ist, sollte sich die Ausstellung trotzdem ansehen. Wenn auch die Ausstellung viel größer sein hätte können, sie zeigt alles, was man wissen muss über die Bottroper Berufsfeuerwehr. Wer aber die spannende Geschichte der Feuerwehr liest und sieht und wer und was dahinter steht, der sieht die Welt der Feuerwehrmänner und -frauen mit anderen Augen. Mit Leib und Leben stehen sie jeden Tag in ihrem Job zu retten, was oder wer zu retten ist. Das allein gebührt einen großen Respekt aller Feuerwehrangehörigen in aller Welt!
v.l. Andreas Schäfer (stellv. Amtsleiter), Kim Heimann (Leiter Berufsfeuerwehr Bottrop), Alfred Eiden (90jähriger Pensionär der Berufsfeuerwehr)
Kleine Chronik 100 Jahre Berufsfeuerwehr Bottrop
Mit der Gründung der Berufsfeuerwehr sollten modernste Geräte und ein passendes Gebäude gefunden werden. Zentral und gut ausgestattet sollten möglichst schnell alle Stadtteile in Bottrop erreicht werden. Am 24.10.1923 wird die neue Hauptfeuerwache an der Moltkestraße, auf dem Gelände des heutigen Saalsbaus, eröffnet. Die neueste Fahrzeug- und Löschtechnik bestand aus je 1 Magirus-Ausziehleiter, Schlauch- und Hydrantenwagen, Mannschafts- und Gerätewagen, Magirus-Kraftspritze, Mannschaftswagen mit Zentrifugalpumpe und Krankenwagen.
Am 25.03.1924 wird vom damaligen Oberbürgermeister die erste Alarm- und Ausrückordnung für die Feuerwehr Bottrop als Dienstanweisung erlassen. Eine automatische Feuermeldeanlage mit sieben Hauptmeldern wird in Betrieb genommen und sechs zusätzliche Berufsfeuerwehrmänner eingestellt.
Ab 1927 verfügt Bottrop über eine 30 Meter lange automobile Drehleiter, was damals ein wichtiger Baustein war für die Löschung von Brandherden in Dachstühlen oder der Rettung von gefährdeten Menschen aus obersten Etagen, die über das Treppenhaus nicht mehr fliehen konnten. Viele Menschen konnten dadurch mit großer Sicherheit vor dem Tod gerettet werden. Zudem sind die ersten persönlichen Atemschutzmasken als Schutzausrüstung verteilt worden, in denen ein Feuerwehrmann die gefährlichen Dämpfe für einige Zeit überstehen konnte, um Leben zu retten oder Feuer näher zu löschen.
Genau 30 Jahre später wird die Drehleiter in offener Bauweise durch eine moderne Drehleiter mit geschlossener Mannschaftskabine ersetzt. Ein riesiger Fortschritt für die Männer, die sonst bei Wind und Wetter selbst sehr gefährlich auf dem offenen Wagen saßen, um zu den Orten in hoher Geschwindigkeit zu bringen. Wie ein Wunder hat sich niemand in den Jahrzehnten verletzt oder ist herabgestürzt.
1935 bestehen der Berufsfeuerwehr fünf Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr in den Stadtteilen Stadtmitte, Boy, Eigen, Fuhlenbrock und Vonderort, die Ausrückebereiche habens sich bis heute kaum verändert.
Ein dunkles Kapitel ist allerdings auch zu nennen, die in der Ausstellung nicht zu sehen ist, weil es sich zwar nicht direkt auf die Berufsfeuerwehr bezieht. Allerdings war der Leiter der Berufs- und Gesamtfeuerwehr involviert. Eugen Blumenthal, ein jüdischer Freiwilliger Feuerwehrmann wurde von dem Führerrat des Kreisfeuerwehrverbandes, in dem auch Theodor Breuer als Kreisfeuerwehrführer saß, am 1.11.1936, ausgeschlossen, weil er keinen arischen Nachweis erbringen konnte. Eugen Blumenthal hatte sich zwar katholisch taufen lassen, aber seine Vorfahren waren jüdisch. Somit gab es nach den damaligen Rassengesetzen unter den Nationalsozialisten ein Entlassungsschreiben. Im Schreiben des Kreisfeuerwehrführers an den Provinzialfeuerverbands Westfalen Münster steht Eugen Blumenthal nicht als vollwertiges Mitglied der Feuerwehr. Abwertend wird vom Jude Blumenthal oder „dem Blumenthal“… „wurde mitgeteilt“ geschrieben. Der altgediente Feuerwehrmann musste gehen und seine Mütze und Ausweis abgeben. Eugen Blumenthal gebührt einen großen Respekt, weil auch er hat bis zu seinem „Rauswurf aus der Feuerwehr“ Tag für Tag freiwillig sein eigenes Leben für andere geopfert. Da er aber Jude war, wurde dieser Respekt ihm nicht gebührt. Doch darüber wird ein anderes Mal berichtet.
Entlassungsbescheinigung – Foto Chronist Oliver Kunde„Angelegenheit“ Blumenthal – Foto Chronist Oliver KundeUnterschriften vom Führerrat – Foto Chronist Oliver Kunde
Zum Ende des Zweiten Weltkriegs, bevor die Alliierten in Bottrop einmarschierten, bekam der mittlerweile zum Brandingenieur ernannte Theodor Breuer den Befehl des Oberbürgermeisters mit 12 Löschfahrzeuge und gelagerten Ausrüstung die Stadt zu verlassen. Für zwei Wochen bis zum Einmarsch der amerikanischen Truppen übernimmt Oberbrandmeister Kuypers den Wachdienst und anschließend kommissarisch die Leitung mit 1 Löschfahrzeug, 1 Mannschaftswagen, 1 Anhängerpumpe, 1 Rüstwagen und 2 mechanischen Leitern. Brandingenieur Breuer kommt am 5.5.1945 mit den evakuierten Fahrzeugen wieder und übernimmt wieder die Leitung der Feuerwehr.
Breuer geht 1946 in den Ruhestand. Ab 1.1.1948 ist Brandingenieur Seidel der Nachfolger. 1952 erhält der Leiter der Berufsfeuerwehr die Dienstbezeichnung „Brandamtmann“.
1954 entsteht ein Wohnhaus mit 12 Wohneinheiten, damit die Berufsfeuerwehrmänner schneller einsetzbar sind. 1959 bekommt die Feuerwehr die erste Funkausrüstung mit einer Feststation und fünf mobilen Geräten.
Am 20.7.1963 gewinnt die Berufsfeuerwehr Bottrop unter der Führung von Hauptbrandmeister Matthes den 1. Platz bei den Ausscheidungswettkämpfen in Bad Godesberg, um an den internationalen Feuerwehrwettkämpfen in Mühlhausen in Frankreich teilnehmen zu können. Dort gewinnt sie als beste deutsche Gruppe eine Goldmedaille.
1966 wird die Feuermeldeanlage der ersten Stunde von 1924 durch eine neue der Firma T & N ersetzt. Wer die erste Feuermeldeanlage noch im Originalzustand der Berufsfeuerwehr Bottrop bewundern möchte, kann sie im Deutschen Feuerwehrmuseum in Fulda sehen.
Unter dem Brandamtmann Wolfgang Liebald, der 1969 die Leitung übernimmt, wird die neue Hauptfeuerwache 1972 an der Hans-Sachs-Straße in Betrieb genommen. Mittlerweile steigt die Mannschaftsstärke auf 62 Berufskräften und 208 Freiwilligen Feuerwehrmännern (SB).
Kurios ist die Neugliederung der Gemeinden Bottrop, Gladbeck und Kirchhellen zu „Glabotki“. Für die entstehende 200000 Einwohnerstadt werden gemeinsame Ausschüsse eingerichtet um ein Gesamtkonzept zu entwickeln, dass nur ein Jahr später wieder Geschichte ist. Gladbeck wird ausgegliedert am 6.12.1975.
Alle kreisfreie Städte sind ab dem 25.2.1975 verpflichtet, eine Berufsfeuerwehr grundsätzlich einzurichten. Mit dem Start des Jahres 1979 wird auch der Notarztdienst, eine Einrichtung des Rettungsdienstes in Betrieb genommen. Über Funk wird der Notarzt alarmiert und mit dem Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) vom Marienhospital abgeholt. Das Rendevoussystem entsteht, wo Notarzt und Rettungswagenbesatzung am Einsatzort zusammenkommen.
Kirchhellen bekommt am 17.11.1980 eine moderne Feuer- und Rettungswache, die Feuer- und Rettungswache 2. Und 1982 bekommt Bottrop einen Gerätewagen mit Ladekran, der auf Paletten wichtige Einsatzort-Geräte verladen kann. So können Spezialfahrzeuge durch dieses Container-System ersetzt werden.
1982 wird auch die Werksfeuerwehr Prosper aufgelöst. Nun ist auch die Berufsfeuerwehr Bottrop für die Industrieanlagen des Bergbaus zuständig.
Am 1.9.1987 entsteht das neue „Amt für Feuer, Zivilschutz und Rettungsdienst“, denn die Ämter der Feuerwehr und des Zivil- und Katastrophenschutzes werden zusammengelegt.
1990 wird Oberbrandrat Heinz-Jürgen Banner der neue Leiter der Berufsfeuerwehr. Unter ihm entsteht 1994 nach zwei Jahren Bauzeit der Neubau des Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bottrop-Altstadt, der Neubau der Rettungswache mit 8 Einstellplätzen und die Erweiterung des Feuerschutz-Anteils und neue Leitstellenräumlichkeiten.
Erst ab dem 1.3.2001 nach jahrelangen Verhandlungen beteiligt sich das Knappschaftskrankenhaus am Notarztsystem mit einem eigenen Notarzt.
2005 wird eine luK-Gruppe (Information und Kommunikation) gegründet. Diese besteht aus Berufs- und freiwilligen Feuerwehrleuten. Die Gruppe unterstützt die Einsatzleitung und Stabsarbeit bei größeren Einsätzen.
2010 übernimmt Oberbrandrat Kim Heimann die Leitung. Unter ihm übernimmt die Berufsfeuerwehr 2012 auch den Brandschutz der ehemaligen Kokerei Prosper, die nun zum Arcelor-Mittal-Konzern gehört. Die Mehrkosten, die der Feuerwehr durch personelle und technische Aufrüstung entstehen, werden von Arcelor-Mittal übernommen.
Am 1.9.2017 entsteht eine neue Logistikhalle auf dem hinteren Gelände der Feuer- und Rettungswache 1.
Die Berufsfeuerwehrgeschichte der Stadt Bottrop, die mit dem ersten Berufsfeuerwehrmann, Theodor Breuer, vor 100 Jahren begann, endet nicht 2022. Mittlerweile besteht die Mannschaft aus 164 Beamten und 17 Angestellten und einer Vielzahl von verschiedenen modernsten technischen Fahrzeugen und Geräten. Die Freiwillige Feuerwehr ist in 8 Löschzügen in den Stadtteilen organisiert mit insgesamt 307 Mitgliedern.
Flächennutzungsplan aus dem Ratsinformationssystem der Stadt Bottrop
Die Zukunft der Berufsfeuerwehr wird gerade neu geplant. In der Nähe des Marienhospitals soll auf einem Gelände die neue Feuer- und Rettungswache 1 entstehen. Mit modernster Technik ausgerüstet wird sie mit ihren Männer und Frauen die Bottroper Bevölkerung bei Brand, Rettung und Katastrophenschutz noch effektiver unterstützten können.
Ausstellungsbild 100 Jahre Bottroper Berufsfeuerwehr
– Alle Fotos Copyright André Brune – Fotografierte Ausstellungsbilder sind mit freundlicher Genehmigung der Stadt Bottrop und Arbeitskreis Chronik:
Kammerkonzertsaalbühne für die Ausstellungseröffnung
Dem Kollege im hitzebeständigen Anzug fehlt was
Jetzt ist richtig
Eine Ausstellung, die sich lohnt
Pulmotor
Gebrauchsanweisung Pulmotor
Papstbesuch 1987 in Bottrop
Ich war erster im Kondolenzbuch der Ausstellung
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Das Tetraeder wirkte sehr plastisch unwirklich im Nebel der tiefliegenden Wolken aus der Entfernung der Kreuzung Horster Straße, Ecke Gabelberger Straße. Ich sah es rein zufällig beim Vorbeifahren, drehte und ging zum Lokschuppen. Denn von dort wollte ich diesen besonderen Moment einfangen.
Das Motiv ist herausgeschnitten aus einem Komplettbild, weil es dann nicht meinem Sinn entsprochen hatte. Die bunten Herbstblätter, die zu einem verwaschenen Braun verkommen, können Flammen sein und das Tetraeder verhüllende Grau der Wolken schien Qualm zu sein oder eine Art Äther, eine Übergangswolke.
An dem Tag habe ich die Beerdigung des Vaters eines Freundes begleitet. Mein eigener Vater verstarb vor knapp einem Jahr. So versinnbildlicht das Tetraeder für mich in diesem Moment unbewußt die Seelen der Verstorbenene, die Abheben, aber auch gleichzeitig die Rakete Tetraeder, die gerade feuerspeiend Qualm versprüht und jeden Moment abheben könnte.
Motiv
Das Motiv „Tetraeder“ in Bottrop von der 120 Meter hohen Halde Beckheide ist mittlerweile weltweit bekannt und im Ruhrgebiet weithin zu sehen. Es steht für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Die von Menschen mathematisch hergestellte Stahlkonstruktion eingebettet in die wilde Natur der Bergehalde ist vergleichbar mit den Industriekomplexen des 19. Jahrhunderts, die mitten in die reichhaltige Natur gesetzt wurden. Denn damals war das Ruhrgebiet eine reine Ackerbau-Landschaft. Weithin sichtbar ist das Tetraeder ein Symbol des neuen Ruhrgebiets.
Das Tetraeder wird „Haldenereignis Emscherblick“ genannt. Sie ist eine begehbare dreiseitige Pyramide mit einer mehreren Aussichtsterrassen im Bottroper Stadtteil Batenbrock. Vier neun Meter hohe Betonpfeiler stützen die 60 Meter langen Seiten.
Ist die Metalltreppe schwindelfrei erstiegen worden bis zur Aussichtsplattform, der kann eine herrliche Sicht in alle Richtungen genießen. Bei guter Wetterlage ist auch der Funkturm von Düsseldorf zu sehen.
Am Tag der Deutschen Einheit 1995 wurde die Landmarke der IBA Emscher Park eröffnet. 210 Tonnen Stahl mit Rohren von einer Gesamtlänge von 1500 Metern stehen in einer linsenförmigen Vertiefung. Von ihrem Mittelpunkt aus ist die Ruhrgebietslandschaft nicht mehr zu sehen.
Architekt war Wolfgang Christ aus Darmstadt mit dem Tragwerksplaner Klaus Bollinger. Die Rüter GmbH errichtete das Haldenereignis. An der Spitze befindet sich die Lichtskulptur Fraktal des Düsseldorfer Künstlers Jürgen Fischer.
Von der ersten Plattform in 18 Meter Höhe führt eine aus Treppen gebaute steile Hängebrücke zur zweiten in 32 Meter Höhe. Die dritte Plattform in 38 Meter Höhe besitzt einen Ring von 8 m Durchmesser, die über eine Wendeltreppe erklommen wird. An Stahlseile sind die Treppen und Podeste aufgehängt. Bei starken Winden kommt es zu Schwankungen. Auf vier Panoramatafeln wird die Aussicht erklärt.
Wer Höhenangst hat und nicht schwindelfrei ist, sollte besser unten bleiben, denn Besucher bewegen sich auf Lichtgittern und Lochplatten mit freiem Blick nach unten.
Zur Bergehaldenplattform gelangen Besucher entweder über die verschiedenen angelegten Fußwege oder dem direkten Treppenaufgang mit 387 Stufen.
Gegenüber auf der Nachbarhalde befindet sich das Alpincenter. Eine Wanderung mit Verbindung einer Besichtigung der einmaligen Tetraeder-Aussichtsplattform sollte auf jeden Fall bei Besuchern und Touristen eingebunden werden.
Das Foto wird im Guten-Zweck-Kalender die 46. Woche zieren.
Welcher gute Zweck das sein wird, ob Ukrainehilfe, Obdachlosenhilfe, Tierheim oder eine andere unterstützenswerte Organisation, das entscheide ich kurzfristig und informiere darüber.
Motivsuche
Das jeweilige Foto mit Motiven aus der Natur, Architektur, Porträt oder Industriekultur des Ruhrgebiets wird auf jeden Fall das Wochenende einläuten. Es soll auch einen besonderen Titel bekommen und erklärt werden, wo es aufgenommen wurde.
Hast Du auch ein schönes Foto, das Du in den Kalender hinzufügen möchtest?
Hobby- oder Profi-Fotografen sind herzlich eingeladen an meine Emailadresse ihr Foto zu schicken, das ich dann veröffentlichen darf im Blog und natürlich auch in den „Guten-Zweck-Kalender“. Dazu bitte wenn möglich Aufnahmedatum, Motiverklärung, vielleicht auch Gefühle, Ort der Aufnahme und auch eigene Gefühle dazuschreiben. Ein Honorar wird nicht bezahlt, da der Kalender insgesamt für einen guten Zweck gedacht ist. Ich würde mich über zahlreiche Teilnehmer freuen! Vielen Dank für das Verständnis!
Was Joan Miro konnte, können Bottroper Kinder erst recht
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Die besondere Kunstausstellung der AWO-Kita „Am Stadtgarten“ in der Gaststätte Passmanns, Kirchhellener Straße 57, endete mit einer unerwartet erfolgreichen Geldspendensammlung bei der abschließenden Bilder-Verlosungsaktion am 24.10.22
In der Gaststätte hingen, die in verschiedenster bekannter Kunsttechnik von den Kindern hergestellten Bilder, bis zur Spenden-Losaktion. 37 Bilder konnten an dem Tag neue Besitzer und Besitzerinnen finden. In der Ausstellung zeigten Fotos die Kinder während der Arbeit, die von den Erzieherinnen der Kindertagesstätte unterstützt wurden, wie mir im Interview erzählt wurde.
Peter Metzen vom BOTTcast „Bierchen bitte mit Piet und Alex“ moderierte diese erstmalige Aktion. Gemeinsam mit den anwesenden Kinderkünstler*innen wurden die Gewinner und Gewinnerinnen ausgelost, die mit einer Geldspende daran teilnehmen konnten.
Jedes dieser besonderen Bilder, die mit jedem bekannten Künstler vergleichbar waren, konnten neue Besitzer finden. Tatsächlich war ich zufällig der Erste, der ein wunderschönes Bild gewann, dass mit der besonderen Malkunst von Joan Miro vergleichbar ist. Mit großem Applaus nahmen die Gewinner und Gewinnerinnen die fantastischen Bilder entgegen.
Am Ende gab es nochmal einen riesigen Jubel, denn Moderator Peter Metzen vermeldete die Spendensumme über 1100 € für die Kita „Am Stadtgarten“ in Bottrop.
Somit war die erstmalige nachahmenswerte Veranstaltung ein Riesenerfolg für die Kindertagesstätte, die von der Günther Schnitter Bedachungen GmbH unterstützt wurde.
Der Kinderrat der Einrichtung bestimmt nun selbst, was mit den Spendengeldern passieren wird.
Diese Idee ist eine willkommene Möglichkeit zur Wiederholung oder Nachahmung von anderen Kindertagesstätten in allen Ruhrgebietsstädten, um besondere Kinderwünsche innerhalb der Kindertagesstätten zu erfüllen.
Text/Bilder/Film/Moderation (c) Ruhrpottologe André Brune
Die Fotos können beim Draufklicken in der Galerie genauer betrachtet werden:
Die Verlosungsaktion
Die Gaststätte Passmanns auf der Kirchhellener Straße 57 in Bottrop
Moderator Peter Metzen von „Bierchen bitte – Der Podcast mit Piet und Alex“
Die Kinder mit ihren Erzieherinnen (Foto wegen Persönlichkeitsrechte der Kinder retouchiert)
Familie Tosun hatte ich zwar schon letztes Jahr besucht, aber es gab nicht nur einen triftigen Grund dieses Jahr noch einmal vorbeizukommen. Zum einen hat die Vivawest als Eigentümer die Verkehrssicherheit für ein Verbot des Halloweenfest-Aufbaus vorangestellt. Auch weitere Feste, wie Weihnachts- oder Sommerfeste, wurden damit untersagt auf dem Grundstück der zwei Vivawest-Häuser in Bottrop Am Lamperfeld.
Eine Nachbarin mit einem eigenen Grundstück war letztes Jahr von dem Halloweenfest so begeistert und auch erbost wegen der Ablehnung der Vivawest, dass sie ihren Garten angeboten hat für dieses Jahr. Zum anderen war meine Suchanfrage für den Besuch eines Bochumer Horrorhauses in einer Facebookgruppe mit 40000 Personen mit „Rathaus“ beantwortet worden. Also bin ich wieder in Bottrop gelandet, um gerade über diese Situation der Tosuns, die mich erschreckt hatte, zu berichten.
Nach dem Angebot der Nachbarin überlegte Cengiz Tosun nicht lange. Innerhalb von fünf Tagen baute er das grandiose Zusammenspiel von Geisterfiguren, Drachen, Spinnen, Fledermäusen, Hexen, schreienden Kindern, Horrorclowns und diverse Filmfiguren auf.
Eingang von Tosuns Reich – Foto: André Brune
Los gehts – Foto: André Brune
Die Vivawest freut sich, denn so findet das Fest nicht auf ihrem Gründstück statt, das selber sehr gruselig aussieht bei Tageslicht. Duch die Absage jeglicher zukünftiger gemeinsamer Feste leidet das gemeinschaftliche solidarische Zusammenleben der Mieter und Mieterinnen. Sogar das Aufstellen von eigenen Blumen wurde Cengiz Tosun untersagt. Auch eine auf eigene Kosten von Cengiz Tosun aufgestellte Bank und Regentonnen für das Gießen der Blumen auf der Rückseite des Hauses musste wieder abgebaut werden. Es scheint, als wenn die Tosuns immer benachteiligt werden, obwohl sie sich für schöneres Wohnen bei der Vivawest einsetzen. Was hat die Vivawest für ein Problem? Ist das Willkür? Oder ist das eigene Nichtstun auf dem Gelände ein Grund das Fest abzusagen?
Auf dieser Wiese war das Halloweenfest letztes Jahr. Dieses Jahr und für die Zukunft wurde es von der Vivawest verboten. Foto: André Brune
Allein das Gelände ist selbst bei Tageslicht gruselig anzusehen. Da ist zum einen ein Teil des Sandkastens abgesperrt, weil da Wurzeln eines Baumes die Steine gehoben haben. Schon monatelang tut sich in dem Bereich nichts. Er sieht auch eher wie ein großes Katzenklo aus. Verkehrssicherheit auf dem Gelände ist von Seiten der Vivawest nicht gegeben. Wenn man genauer hinsieht ist dies allein schon bei den Lampen nicht möglich. Sie haben nur ein fadenscheiniges Licht und sind von innen dreckig oder sogar kaputt. Der Weg vom gemeinschaftlichen Parkplatz zum Nebenhaus ist nicht beleuchtet. An den Rampen für Kinderwagen oder Rollatoren blättert der Beton ab.
Gruseliges Aussehen auf dem Grundstücks der Vivawest. Absperrband seit Wochen. Sandkasten, wie ein Katzenklo. Foto: André Brune
Kaputter Beton auf dem Gelände. Vivawest ist nicht Verkehrssicher. Foto: André Brune
Kaputter Lampenschirm und keine Lampe vorhanden. Keine Blumen, um es schöner zu haben auf dem Gelände. Ungenügend! Foto: André Brune
Dreckige Lampen. Schlechtes Licht. Keine Verkehrssicherheit das ganze Jahr von der Vivawest. Foto: André Brune
Dabei wurden einige Aktionen gemacht, um es trotzdem stattfinden zu lassen. Eine Unterschriftensammlung aller Mieter und Mieterinnen der Vivawest-Häuser mit ihrem Einverständnis zum Halloweenfest, ein Vorschlag zur Verkleinerung der Aufstellung der Halloweenutensilien und ein von mir formulierter Vermittlungsvorschlag mit der Möglichkeit, dass die Vivawest für sich auch Werbung machen kann und die Verkehrssicherheit wahren kann. Sie hätte das tolle Engagement der eigenen Mieter und Mieterinnen rühmen, und als Vermieter sich auf die Schulter klopfen können. Es wurde trotzdem abgelehnt.
Dabei freuten sich alle Anwohner und Anwohnerinnen, bis auf einen schon weggezogenen ständig nörgelnden Mieter laut Augenzeugen, das Fest erneut zu erleben. Ich selbst habe das Leuchten in den Augen der Kinder letztes Jahr gesehen, als sie durch das gruselige Gelände gegangen sind.
Blick ins Gelände des Horrorgartens – Foto: André Brune
Eingang zu den Horrorzelten – Foto: André Brune
Für die Eheleute Tosun ist es ein besonderes Anliegen Freude in die Augen nicht nur ihrer eigenen Kinder zu bringen. Das ist damals auch mit den riesigen Figuren in der Mitte zwischen den Häusern gelungen. Die Wege wurden nicht versperrt, sondern nur die Wiese an der Seite genutzt und die Figuren standen auf einem Vorsprung in der Mitte der Häuser. Die Energiekosten und die Kosten für die Figuren stemmte die Familie komplett allein.
Pennywise wacht am Horrorclownzelt – Foto: André Brune
Ein Wahrsager – Foto: André Brune
Ein Eingangstor kann zu jeder Zeit geschlossen werden, um die Verkehrssicherheit des Geländes zu gewährleisten. In keiner Zeit wurde der Straßenverkehr behindert, da dort absolutes Halteverbot auf der Straße Lamperfeld ist.
Ein Vermieter sollte nicht alles ablehnen, was sich zum Wohlfühlen der eigenen Mieter eignet. Als Vergleich: Ich lebe in einer Baugenossenschaft. So ein Halloweenfest würde sie nie ablehnen, sondern begrüßen und mitgestalten. Es gibt eigens eine Angestellte, die sich um solche Dinge kümmert. Ich fühle mich wohl und es erschreckt mich zutiefst, dass es diese Ablehnung der Vivawest gegeben hat, die eher nur Miete abzieht, Häuser saniert und teurer anbietet.
Familie Tosun hat ihren Spaß und läßt sich nicht unterkriegen. Happy Halloween! Foto: André Brune
Was ist aus der ehemaligen RAG geworden?
40% Anteile gehören der RAG Stiftung, 26,8 % der Industriegewerkschaft IGBCE, 18,2 % der RAG Finanz GmbH & Co. KG, und zu 15% aufgeteilt der Evonik Pensionstreuhand e.V. und Operations GmbH. Die Vivawest GmbH besitzt 120000 Wohnungen in 100 Städten mit 300000 Mietern, was rein rechnerisch schon merkwürdig ist. 1500 Wohnungen werden jährlich modernisiert und teuer weitervermietet. 876 Mio Umsatz im Jahr (2021) mit 2344 Mitarbeitern. (Quelle: https://vivawest.de) Wer hätte gedacht, dass der frühere Arbeitgeber einer ganzen Region in verschiedenen Tochterscheibchen aufgeteilt zu so einem Vermieter wird und die Gewerkschaft ebenfalls noch ihre Finger im Spiel hat?
Welcher Kürbis bist du? Foto: André Brune
Was treibt eine GmbH denn an, die für so gut wie nichts haftet und nicht mal ein Aktienunternehmen ist, dass Mieter nicht das Grundstücksgelände nutzen können? Bergschäden? Sorge um die Haftpflicht bei so viel Umsatz im Jahr?
Die Vivawest hat zwar dieses Halloweenfest gewonnen mit ihrer Ablehnung und das sie auf einem anderen Gelände trotzdem stattfinden kann. Aber sie hat verloren im Ansehen als Vermieter in ganz Bottrop. Aber vielleicht überlegt sich die Vivawest doch nochmal mit der Familie Tosun zu sprechen oder besser mit allen Mieter und Mieterinnen um das Wohnen auf dem Grundstück attraktiver zu gestalten. Das wäre zumindest ein großer Gewinn für Alle durch diese Ablehnung der Gebietsleitung.
Das Halloweenfest jedenfalls ist noch schöner als letztes Jahr. Fünf Tage hat Cengiz Tosun daran gearbeitet. Es ist großartig geworden mit allen Geistern, Hexen, Clowns. Es lohnt sich es zu besuchen!
Wo?
Am Lamperfeld 48 – Bottrop, Seiteneingang zum Garten
Öffnungszeiten:
Täglich 18 bis 21.30 Uhr
Bis einschließlich 1.11.22
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Halloweenfest der Familie Tosun auch ohne Vivawest 2022
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Video vom Horrorhaus in Kirchhellen von Mark Pfeifer mit Interview
Audiolesung des Textes für Sehbehinderte oder Lesfaule:
Vorgarten Horrorhaus Kirchhellen (c) André Brune
Genial, was die Familie Pfeifer da aufgestellt hat.
Jede Menge horrorartige Gegenstände, Figuren und Animationen hinterlassen jedem Besucher, ob Groß oder Klein, einen besonderen Eindruck.
Eingangsbereich mit lebendigem Sachsen (c) André Brune
Als erstes wird man von einem sächsisch sprechenden Skelett mit einer Ratte in der Hand begrüßt.
Hauswandhorror (c) André Brune
Das Haus und der Vorgarten ist halloweenartig geschmückt mit aufblasbaren Geistern und Kürbissen. Hexen, Spinnen und Totenköpfe zieren die Hauswand. Der alte ständig ungesund aussehnde Sachse schwadroniert in seinem Dialekt und macht Besucher, hiesige Ruhrpottler, sichtlich nervös.
Ein Kürbishaufen ziert den Hauseingang. Ein weiterer ungesund aussehender Bauarbeiter und eine große Nosferatu-Spinne bewachen den Hauseingang.
Auf der dreiteiligen Fensterscheibe können Besucher*innen eine ständig wechselnde Filmsequenz mit animierten Wesen aus der Horrorwelt besichtigen. Alles ist eher Kindgerecht gemacht. Die Figuren bewegen sich eher lustig über die Fensterscheiben. Mark erklärt die aufwendige Zusammenstellung der Filme und der Kniff, wie die Figuren dort auf die Scheiben kommen.
Links außen geht man in kleinen Besuchergruppen durch eine Sammlung von Spinnweben an dem Reiter der Totenwache vorbei.
Horrorgarten (c) André Brune
Der erste Blick schweift über ein in Blutrot getauchtes Friedhofsfeld mit Kreuzen, Totenköpfen, Händen, Skeletten. Links vorbei gehts dann weiter an schaurigen 3-D-Bildern, einer animierten Lichtshow, einem schaukelnden und einem rutschenden Skelett in blauem Licht gehüllt auf dem kindgerechten Spielplatz.
Kindgerechte Rutsche für die Toten (c) André Brune
Dann geht es an einem Hexenhaus vorbei, wo auch ein animierter Film aus Amerika zu sehen ist. Er wurde von einem begeisterten Deutschen im Tonstudio synchronisiert für die Halloweenverrückten in Deutschland.
Hexensabatt (c) André Brune
Ein brennender Kürbismann erschreckt die vorbeigehenden Besucher. Der Blick schweift über abgesägte Körperteile. Dabei ist die Küche auch noch sichtbar in der Nachbarschaft und man kann sich seinen Teil denken.
Schicker Kürbis (c) André Brune
Ein echter Holzsarg aus dem scheinbar ein halber Zombie herauskommt, säumt den Ausgang zum Garten mit brennenden Kerzen und dem Sensenmann.
Ein kleiner Teil wurde leider kurz vor meinem Besuch durch eine Sturmböe zerstört. Aber das macht in der Fülle der Eindrücke nichts aus.
Als Letztes kommt man durch die Horrorclownschleuse, die so Mark, sogar die Eltern nicht gern durchschreiten wollen. Pennywise macht wohl einen unheimlichen Eindruck.
Die Garage ist der leuchtende befreiende Ausgang vom Schrecken des Gartens. Dort kann man sich noch ein wenig mit Süßem wieder stärken.
Alles hat auch einen guten Zweck als Grund: Der älteste Sohn hat die unheilbare Krankheit Duchenne Muskeldystrophie, eine Muskelschwunderkankung. Die Familie will dafür mehr Aufmerksamkeit für diese besondere unheilbare Erkrankung schaffen und damit auch Spenden für die Duchenne Stiftung sammeln.
Die Stiftung hilft in besonderer Form den Betroffenen. Auch die Forschung kann unterstützt werden, um mehr Erfolge in lebensverlängernden Maßnahmen zu verbuchen. Sie machen es beiden Kindern das Leben so toll wie irgendwie möglich!
Wer mag kann im Vorgarten etwas in die Spendendose für die Duchenne Stiftung abgeben. Es ist eine Herzensangelegenheit von Mark die große Halloweenaktion auch zur Unterstützung der Duchenne – Stiftung zu machen und eine Aufmerksamkeit für die Betroffenen zu erwirken.
Duchenne Stiftung (c) André Brune
Ohne die Duchenne-Stiftung würde die eigene Betreuung des an der Muskeldystrophie erkrankten ältesten Sohn nicht so einfach sein. Die als Duchenne Muskeldystrohphie bekannte Erkrankung trifft meist junge Menschen. Sie ist sehr selten, unheilbar und deswegen ist sie schwer diagnostizierbar.
Die Duchenne – Stiftung unterstützt mit unterschiedlichen Maßnahmen jeden Betroffenen und die Familien, um es ihnen so einfach wie möglich in schweren Zeiten zu machen.
Ich habe sofort auch einen 20 € – Schein dagelassen für die tolle private Führung, die ich exklusiv von Mark erhalten habe mit einem besonderen Interview für Euch.
Am 31.10. ab 17 bis 23 Uhr findet ein großes Halloweenfest für Eltern mit Kindern statt. Kostenlose Bratwürste, Getränke und Süß- oder Saurem Kram wird den Besuchern angeboten.
Einlassdaten vom Horrorhaus Kirchhellen (c) Mark Pfeifer
Wer verkleidet kommt hat einen großen Pluspunkt. Und wer möchte, kann in die Duchenne-Stiftung-Spendenbox mal den einen oder anderen Euro für diese großartige Halloweenlandschaft spenden.
Mein Respekt mit einer besonderen Note geht an Mark Pfeifer für diese Attraktion und Umsetzung des Horrorhauses in Kirchhellen, mit der sie schon seit Mitte September angefangen haben aufzubauen!
Mark und ich beim Erschrecken des Ruhrpotts (c) André Brune
Adresse des Horrorhauses : Lippweg 146c – Bottrop – Kirchhellen
Viel Spaß, Freude und viel Erfolg auf allen Wegen wünsche ich der Familie Pfeifer!
Ein besonderer Tag findet am Tag der Selbsthilfe im Haus der Vielfalt statt:
Begegnung und Austausch zum Abschluss der Selbsthilfegruppe
Infostände der Selbsthilfegruppen
Interessante Angebote mit Mobilitätstraining des Blindenvereins, Rauschbrille des Kreuzbundes u.a.
Ich, André Brune, begleite als Moderator diesen Nachmittag, veranstaltet vom Büro der Selbsthilfegruppe vom Wohlfahrtsverein Der Paritätische. Hatice Kahraman von Salon 5 aus der Jugendredaktion von Correctiv – Recherchen für die Gesellschaft.wird die Podiumsteilnehmer zu den verschiedenen Themen befragen und durch den Nachmittag leiten.
Ab 14.45 Uhr bis 15.45 Uhr werden die Podiumsteilnehmer*innen zur Akutversorgung in einer Krisensituation bei schwerer Diagnose, Schicksalsschlag etc. befragt. Es nehmen teil aus der Krebsberatungsstelle, Anne Grüter, Sozialpsychiatrischer Dienst Martina Himmelskamp, Vertreter der niedergelassenen Ärzte Dr. Gerald Schmitt, Helga von Gradowksi von der Selbsthilfe des Blinden- und Sehbehindertenverein und Pflegedirektor Herr Weisner vom Entlassmanagement des Knappschaftskrankenhauses und Marienhospitals aus Bottrop befragen zu folgenden Themen:
Welche Angebote gibt es in Bottrop? Welche Funktion hat die Selbsthilfe? Wie kann das Angebot der Selbsthilfe bekannter werden? Wo gibt es Lücken? Wie können diese wieder geschlossen werden?
Nach einer kurzen Pause wird ab 16.15 Uhr bis 17.15 Uhr das Hilfesystem in Bottrop für Menschen mit einer psychischen Erkrankung vorgestellt.
Auf dem Podium stehen zur Verfügung Stellvertreter für Anbieter von Ambulanten Leistungen Sascha Kujat von Contigo und Christine Krause von der Diakonie, vom Entlassmanagement KKEL Fr. Dr. Rudel, vom Sozialpsychiatrischen Dienst Raffaela Wenk und von den Selbsthilfegruppen Abhängig von Abhängigen Dana Lisa Birac und Frauen mit Depressionen Inge Antonczyk.
Folgende Fragen werden geklärt werden:
Welche Angebote gibt es in Bottrop? Welche zusätzlichen Angebote werden gebraucht? Wie können Betroffene ihre Stimme erheben und für eine bessere Versorgung eintreten? Welche anderen Institutionen können unterstützen? Und wie läuft die Versorgung im Bereich Sucht? Was kann man sich hier abschauen?
Drumherum kann sich, der oder die sich für dieses Thema interessiert oder betroffen ist, an diesem Tag nicht nur informieren, sondern auch mitdiskutieren oder Fragen stellen, die Selbsthilfe-Gruppen kennenlernen und neue Kontakte knüpfen, die wichtig sein können für die eigene Situation oder der von Angehörigen.
An diesem Tag stehen für vier Stunden das geballte Netzwerk der Bottroper Selbsthilfegruppen und Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen aus verschiedenen Bereichen aus Medizin und Psychologie bereit, um sich zu informieren oder sogar mitzumachen.
Die Veranstaltung ist barrierearm organisiert und wird auch erstmalig in Gebärdensprache übersetzt.
Ich begleite als Moderator den Tag und freue mich für die Selbsthilfe-Gruppen, wenn zahlreiche Teilnehmer*Innen sich einfinden würden. Denn nur Selbsthilfe ist die wirkliche Hilfe in diesem Netzwerk, die einen wirklich unterstützt bei allen Leidenswegen, die jeweils durchgemacht werden muss, wird und eventuell passieren kann.
Seid dabei!
Ort der Veranstaltung: Haus der Vielfalt I Gerichtsstraße 3 I Bottrop
Die Aktionswoche Selbsthilfe wird gefördert durch die BKK-Arbeitsgemeinschaft Nordrhein-Westfalen und die AOK NordWest. Schirmherr ist Oberbürgermeister Bernd Tischler
Weiter Informationen vom Büro der Selbsthilfe Bottrop:
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